Gesehen: Prince of Persia

USA 2010
Regie: Mike Newell
Darsteller: Jake Gyllenhall, Gemma Arterton, Ben Kingsley, Alfred Molina

Prince_of_Persia_poster

Als ich gesehen habe, dass Prince of Persia der nächste Film sei würde, den ich über Lovefilm bekommen würde, war mein erster Gedanke: “Warum zur Hölle ist der auf meiner Leihliste?” Dann dachte ich mir, wird schon einen Grund gehabt haben, dass der da drauf war.

Jetzt wo ich ihn gesehen habe, weiß ich immer noch nicht so genau, warum ich den irgendwann mal auf die Leihliste gepackt habe, aber es war jetzt auch nicht schlimm, ihn geguckt zu haben.

Prince of Persia basiert auf den gleichnamigen Videospielen, insbesondere der Sands of Time-Reihe, bei der eines der Spielelemente ist, die Zeit um ein paar Minuten zurückdrehen zu können, wenn man mal gerade doch erdolcht wurde oder in die Tiefe stürzte. Dann kann man das Ganze noch mal versuchen und zwar hoffentlich mit mehr Erfolg.

Der Film schafft es tatsächlich, ein bisschen von dem Videospiel-Gefühl auf die Leinwand zu transportieren, vor allem, wenn Prinz Dastan (Jake Gyllenhall) in einer der zahlreichen Verfolgungsszenen über Balken balanciert, von einem Haus zum nächsten hüpft oder sich Tarzangleich durch die Kulisse schwingt. Ich wusste auch die ganze Zeit nicht, ob ich das eher nervig oder schon wieder cool finden soll.

Ansonsten geht es um Familienehre, Verrat, Königsmord, Prinzessinnen und Abenteuer. Und viel Sand. Dauernd ist irgendwo Sand. Optisch ist das alles wunderhübsch anzusehen, und wenn die Story dann halbwegs an Fahrt gewinnt und man nach einer Viertelstunde Einleitung so langsam kapiert, worum es geht, wird es auch tatsächlich ausreichend spannend, mal abgesehen davon, dass man sich ansonsten halt einfach knapp zwei Stunden lang Jake Gyllenhall angucken kann, was ja auch nicht grundsätzlich verkehrt ist.

Es ist wieder eine dieser Film, die man nicht gesehen haben muss und für die man ein Mindestmaß an Popcorn-Kino-Toleranz benötigt, denn etwas anderes als Popcorn-Kino ist es nicht. Nur mit viel Sand eben. Und beinahe ebenso viel Rumhüpferei.

Wer damit klar kommt, der wird immerhin mit einem sehr lustigen Straußenrennen belohnt. Und darf sich – sofern man den Film im Original guckt – knapp zwei Stunden lang die Frage stellen, warum in Persien alle außer Prinz Dastan mit britischem Akzent reden.

(Den Bechdel-Test besteht der Film im übrigens nicht die Bohne. Dafür hätte ja mehr als eine Frau mitspielen müssen.)

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