Spaziergang am Main I

Es fängt damit an, dass ich mich verlaufe.

Weil das Wetter so schön ist und ich die ganzen letzten Abende schon hauptsächlich auf auf dem Sofa verbracht habe, dachte ich mir, ich könnte ja mal spazieren gehen. Zum Main zum Beispiel, der ist ja gar nicht so weit weg und Flüsse sind immer gut. Außerdem ist da der Hafen, da kann man ja mal gucken.

Zuallererst aber verlaufe ich mich, laufe einen Riesenumweg, der aber netterweise genau am Hafen vorbeiführt und dann an einem sehr faszinierenden Häuserkomplex, wo draußen noch lauter Wäscheleinen hängen, und sogar intakt, so, als ob sie tatsächlich noch genutzt werden würden. Man stelle sich vor, wie man sich bei gutem Wetter am Wochenende zum gemeinsamen Wäscheaufhängen trifft, aber vielleicht übernostalgiere ich hier gerade auch.

Es sieht irgendwie gleichzeitig trostlos und schön aus. Neben der einen Tür steht ein Einkaufswagen, neben einer anderen hat jemand ein kleines Frühlingsbeet angelegt, komplett mit Ostereiern Gartenzwergen. Daneben liegt Müll. An den Bäumen hängt Vogelfutter. Alle paar Minuten rauscht ein Flugzeug vorbei.

Danach laufe ich zum Mainufer, der Akku der Kamera gibt den Geist auf, egal, ich laufe trotzdem weiter nach Kesselstadt und dann von Kesselstadt wieder zurück nach Hause. Aber davon erzähle ich später.

Hafenstraße

Zollamt

Häuser

Rost

Einkaufswagen

Schild

Fenster

Rad

Wäscheleine

Zeug

Vogelfutter

Erker

Fenster

Mainhafen

Hydrant

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