Seilbahn

Wenn man in Köln aufwächst und dann wegzieht, hat man irgendwann das Problem, dass von einem erwartet wird, man würde sich in großem Stil auskennen, während man de facto hauptsächlich weiß, was man so mit Kindern unternehmen könnte. Wenn man mich also fragt, was man in Köln so machen sollte, dann muss ich erstmal nachdenken und dann werde ich mit ziemlicher Sicherheit “Seilbahn fahren!” sagen.

Seilbahn fahren ist nämlich ein großer Spaß. Man steigt auf der einen Seite des Rheins ein, gondelt dann gemütlich über den Rhein und steigt dann auf der anderen Seite aus. Dann kann man sich aussuchen, ob man wieder zurück fährt oder ob man einfach auf der anderen Seite was Nettes macht.

Positiv ist nämlich auch noch, dass auf beiden Seiten was Nettes ist. Rechtsrheinisch hätten wir den Rheinpark und linksrheinisch den Zoo, das Aquarium und die Flora. Und bis zum Dom ist es auch nicht weit, egal, wo man ist.

Weil es so heiß ist und noch heißer werden soll an diesem Samstag kaufen wir vorsichtshalber mal Tickets für hin und zurück, denn ob wir den ganzen Weg bis zur Hohenzollernbrücke laufen wollen oder ob das nicht doch zu weit ist, das haben wir noch nicht entschieden.

Zu fünft in eine Gondel geht leider nicht, also wird aufgeteilt und dann geht’s ab. Man wird ziemlich schnell auf die richtige Höhe gezogen und gondelt dann in seiner kleinen Minigondel quer übern Rhein, über die Zoobrücke, kann sich die Badenden und Sonnenden in der Claudius-Therme von oben begucken und den Rheinuferstrand, wo auch einige wenige im Wasser planschen. Auf der Fahrt begegnen einem die anderen Gondeln, mit der Maus und dem Elefanten drauf, und eine, die aussieht wie ein Polizeiauto. Sogar eine Hochzeitsgondel soll es geben, dann kann man in der Luft schwebend überm Rhein heiraten, nur das Brautpaar und der Standesbeamte. Eh man sich’s versieht sind wir dann auch schon drüben. Mir war das irgendwie zu kurz, ich hätte noch mal fahren können, und noch mal, und dann noch mal und länger sowieso.

Der Mann, der uns aus der Gondel lässt meint aber, das wäre so eine entspannte halbe Stunde Fußweg bis zur Hohenzollernbrücke und es sieht auch gar nicht so weit aus, also schenken wir uns die Rückfahrt und wandern gemütlich durch den Rheinpark.

Wir hätten also noch eine Rückfahrt mit der Kölner Seilbahn abzugeben. Ich weiß nur nicht, ob die noch gilt. So oder so sollte man mehr Seilbahn fahren und wer öfter in Köln ist und sich da immer schon gefragt hat, ob man das mal selber machen sollte, das da mit den kleinen Gondeln so überm Rhein… die Antwort ist ein eindeutiges: JA!

Seilbahn

Schild

Gondeln

Telefon

Rauf

Dom

Gondel

Kabel

Zoobrücke

Rheinufer

Ding

Rheinpark

Andere Richtung

Noch ne Gondel

Von weitem

5 comments

  1. Pingback: Einmal durch den Rheinpark | Ach komm, geh wech!
  2. Pingback: Köln und die Liebesschlösser | Ach komm, geh wech!
  3. Pingback: Kölner Dom – Drin. | Ach komm, geh wech!
  4. Pingback: Kölner Dom – Drauf | Ach komm, geh wech!
  5. Pingback: 2012. Eine Blog-Bilanz. | Ach komm, geh wech!

Post a comment

You may use the following HTML:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>