Worüber ich heute nicht schreibe

Aktuell wird wieder die ein oder andere Sau durchs Internetdorf getrieben. Das mit den antirassistischen Änderungen in Kinderbüchern zum Beispiel, wo Negerkönige zu Südseekönigen gemacht werden und das Wort “wichsen” in einer alten Bedeutung (die ich zu zugegebenermaßen auch nicht kannte) rausfliegt. Ich habe da auch so eine Art Meinung zu, wobei, vielleicht weniger Meinung als einige Gedanken, die ich auch mal schön halbwegs geordnet in einen Artikel unterbringen könnte.

Außerdem zwei unabhängige Geschichten, die beide recht gut zu meiner Arbeitswelt passen. Es geht um Quotenfrauen und Frauenquoten, und da habe ich aber mal wirklich eine Meinung zu, und könnte mich schön in Rage schreiben. Etwas entspannter könnte man das Thema “Programmieren lernen in der Grundschule” angehen, da hab ich auch eine Meinung zu und könnte endlich mal wieder auf das Thema “Frauen in der Softwarebranche” zurückkommen, das möchte ich eh schon seit Monaten, bzw. eigentlich, seit der Spiegel-Artikel damals erschien.

Auch zu dem großen Thema “Transparenz” würde ich gerne schreiben. Was das bedeutet und warum es mir so wichtig ist und ein auch ein bisschen darüber, wie das mit meinem Blog zusammenhängt.

Oder dieses elende Mieter-Vermieter-Thema, das mich schon seit Wochen annervt und zu dem ich auch mal gerne was sagen würde, nämlich als Vermieter, weil ich nämlich diesen Vorwurf, Vermieter wären alle raffgierig nicht mehr hören kann.

Und dann wäre da noch diese andere Geschichte, die mir schon seit über einem Jahr im Kopf rumschwebt, die irgendwann raus will, aber im Moment noch nicht kann, weil es vermutlich der bisher persönlichste Eintrag wäre, einerseits so unglaublich schwierig, eben weil es so persönlich ist und dann geht es noch nicht mal wirklich um mich, sondern um jemand anderen, den ich aber gar nicht fragen kann, ob das so in Ordnung ist, oder vielleicht auch nicht, weil es eben genau um diese Sprachlosigkeit geht. Andererseits aber auch so unglaublich einfach, weil schon zigmal im Kopf formuliert (aus Gründen immer auf Englisch), einmal dabei spontan angefangen zu weinen. Ich sag ja, es ist sehr persönlich.

So sieht das also aus. Und die Wunderliste ist noch länger, mit kleineren Geschichten, weniger brisant, weniger aktuell, aber trotzdem sollen sie irgendwann hier erscheinen, lieber früher als später.

Gerade geht das alles nicht. Ich gucke jetzt Fernsehen und dann lese ich noch ein bisschen und dazu trinke ich Weißwein und gleich mache ich vielleicht noch einen Kakao. Aber das muss vielleicht auch manchmal sein, schreiben, worüber man gerne schreiben möchte, aber gerade nicht die Zeit oder die richtige Verfassung hat. Morgen vielleicht. Oder übermorgen. Kommen wird’s.

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