Noch mehr Gedichte!

Ich ernenne die dritte Februarwoche nunmehr ganz ohne weitere Absprachen und Diskussionen zur „Lyrikwoche“. Schreibt Gedichte! Oder Geschichten über Gedichte! Oder aber bringt die Leute dazu Gedichte zu schreiben! Irgendwas wird euch schon einfallen. Wir machen das jetzt jedes Jahr, ja? (Was natürlich nicht heißt, dass man den Rest des Jahres nicht reimen und dichten darf.)

Die Isa hat es schlau gemacht und ganz viele Leute dazu gebracht, Gedichte zu schreiben. Nämlich Schweinkram-Limericks und es ist wirklich erstaunlich, wie viel da schon zusammengekommen ist. Vielleicht ist der Limerick auch eine besonders dankbare Reimform, wenn man einmal im Rhythmus drin ist, dann läuft’s. Seit gestern hab ich neun Limericks geschrieben. NEUN! Vermutlich sind sie nicht besonders brilliant, aber NEUN! Das muss man sich mal vorstellen.

Vier davon stehen irgendwo drüben in den Kommentaren bei Isa, der Einfachheit halber zitiere ich mich gleich also quasi selber. Wer mehr davon will, der muss nur dem Link da oben folgen, ganz großartige Sachen sind dabei. Es lohnt sich wirklich und mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Und wer nicht weiß, was ein Limerick ist, für den erklärt Isa das auch noch mal schnell.

Und hier wären dann meine Ergüsse. Geistige Ergüsse, selbstverständlich, was denn sonst?

Schweinkram-Limerick I

Ein einsamer Jüngling aus Bonn,
dem liefen die Frauen davon.
Nachts im Fernsehprogramm
boten Frauen sich an
und am Telefon stöhnte Yvonne.

 

Schweinkram-Limerick II

Ein hübsches Ding aus Leverkusen,
das hatte ’nen prächtigen Busen.
Doch sie ließ keinen ran,
jedenfalls keinen Mann,
wollt‘ lieber mit Frauen nur schmusen.

 

Schweinkram-Limerick III

Eine alte Dame aus Kevelaer,
die wusste, dass es bald zu Ende war,
einen Callboy sie borgte,
der’s ihr gut besorgte,
und so starb sie befriedigt im gleichen Jahr.

 

Schweinkram-Limerick IV (quasi ein Pig Stuff Limerick)

There was a young couple from Glasgow
Who wondered „Just where could his thing go?“
Every hole that they tried
Left them both satisfied,
So next month they’ll release their first porno.

 

Schweinkram-Limerick V

Ein Surfer in Biscarrosse-Plage
der dachte „Mais non, quel dommage!“.
Denn am Schluss der Saison
fuhr’n die Mädels davon,
mit Touristinnensex war’s am Arsch.

(Da bin ich jetzt doch ein bisschen stolz, denn ich hab nicht nur total gut auf Französisch gereimt, sondern auch noch astreinen Lokalbezug hergestellt. Und wie steht das in der Wikipedia: „Der erkennbare Bezug zu regionalen Besonderheiten oder Stereotypen ist ein recht seltenes Qualitätsmerkmal.“ Boah.)

9 comments

  1. die mia

    ich danke ganz herzlich und freue mich sehr
    über diesen post, ich möcht gern noch mehr!
    vielleicht werde ich denmächst auch limericks erschaffen
    (natürlich auf „schweinkram“, da streckt man die waffen)

    • Anne

      Ich muss ja zugeben, dass ich’s erst gar nicht glauben wollte, bin doch so stolz auf meine Französischkenntnisse, aber du hast natürlich recht. Quel dommage, quel malheur!

  2. Nadine

    Ich liebe Limericks.
    In meinen muss aber definitv immer einer sterben…. höhö. Daher gefällt mir natürlich besonders der mit der Dame aus Kevelaer.

  3. lavendelkinder

    Einem untreuen Mann aus Köthen,
    dem schlug seine Frau auf die Klöten.
    Sie sprach: „Sei bloß still,
    ich mach`, was ich will,
    und das hier war wirklich von Nöten.“

    Huch! Wo kam das denn her? Ich habe hier gelesen, dann ging ich in die Küche, um mir einen Tee zu kochen und auf dem Rückweg war der Köthener nebst Frau auf einmal da.
    Sehr seltsam.

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