Mömpelgard

Dieses Jahr sah die Urlaubsplanung ja etwas anders aus. Wir mussten nämlich zwischen Bayreuth und Biscarrosse noch zwei Tage überbrücken. Mittwochabend dämmerten die Götter auf dem grünen Hügel, aber die Ferienwohnung am Meer war erst ab Samstag gemietet.

Weil wir aber einigermaßen kluge Menschen sind, nutzten wir diesen Umstand, um die tägliche Fahrtzeit zu verkürzen und noch etwas mehr von Frankreich zu sehen. Die erste Etappe ging also lediglich von Bayreuth ins Burgund, knapp hinterm Elsass, nach Montbéliard oder wie mir Leute in den sozialen Netzwerken enthusiastisch in die Kommentare schrieben: MÖMPELGARD!

Montbéliard entpuppte sich dabei als sehr niedliches Städtchen mit einer kleinen Fußgängerzone, einem Schloss, das wir aber nur von weitem sahen und schönem Wetter. Tatsächlich haben wir nicht viel mehr gemacht als einmal durch die Stadt zu laufen, dann in einem Restaurant einen Tisch zu reservieren, kurz ins Hotel zu huschen und dann pünktlich um 19 Uhr wieder zum Essen aufzubrechen.

Trotzdem würde ich sagen: Mömpelgard kann man gut machen. Und wenn man es macht, kann ich das Restaurant Joseph empfehlen. Man sollte sich da nicht vom Mobiliar abschrecken lassen. Wir hatten da möglicherweise das zweitbeste Essen, das wir je irgendwo hatten. Das teilte ich der recht resoluten Französin, die uns das Essen brachte und zwischendurch bemerkte, wir äßen ziemlich schnell, auch so mit und lernte: Das ehrliche Kompliment, das wäre jetzt das zweitbeste Essen, das man überhaupt je in seinem Leben gegessen hätte, wird gar nicht so enthusiastisch aufgenommen, wie man erwarten könnte. Sowas.

Grill Restaurant Angeline Mömpelgard Tabac Presse Palmenzeugs Pianos Musique Blumengedöns Café Obelix Turm Graffiti oder so

Eine Antwort auf „Mömpelgard“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.