Kleinkram

Letztens im Taxi, der Taxifahrer war schon ein bisschen genervt, weil er die „Mein Ziel ist nur zwei Kilometer entfernt, aber ich bin zu faul zum Laufen“-Kundin bekam, aber da kann man nichts machen, er nicht und ich auch nicht. Bei der Strecke vom Bahnhof nach zu Hause kommt es immer auf irgendwas zwischen 7 und 8 Euro raus. Ich zahle üblicherweise einen selbst gewählten Pauschalpreis von 10 Euro, damit es sich für die armen Taxifahrer wenigstens irgendwie lohnt.

Ich gebe also wie gewohnt einen Zehn-Euro-Schein nach vorne, sage „Stimmt so“, da protestiert der Taxifahrer, das wäre zu viel, das ginge so nicht und gibt mir einen Euro zurück. Na gut.


Man fühlt sich nirgendwo so als deutscher Tourist wie in Holland oder im Elsass. In Straßburg wollen alle immer auf Deutsch mit uns reden, schlimm.


Auf dem Weg zum Restaurant in Koenigshoffen verlaufen wir uns kurz, dafür sehen wir einen Biber und einen Storch. Verlaufen ist super.


Am letzten Tag im Restaurant drei Pärchen mit identisch aussehenden Frauen. Braune schulterlange Haare, Seitenscheitel, roter Lippenstift. Wenn ich die Brille abnähme und Lippenstift auftragen würde, ich könnte mich problemlos einreihen.


Auf der Rückfahrt liest mein Mann sein Buch zu Ende, einen Thriller über das Darknet. Ein anderer Reisender interessiert sich für das Buch, ob er da mal den Klappentext lesen darf. „Sie können es sogar behalten“, sagt mein Mann. „Dann machen wir es so“, sagt der Reisende, „Sie bekommen eine Tafel Schokolade von mir, die habe ich zufällig dabei.“ Da haben wir also im Zug Buch gegen Schokolade getauscht, das ist mir auch zum ersten Mal passiert.

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