Tagebuchbloggen, 18.7.2018

Seit ein paar Wochen gehe ich wieder Joggen, zur Abwechslung mit anderen Menschen, was einerseits schön, andererseits aber auch anstrengend ist. Wenn ich alleine jogge, höre ich meistens Hörspiele, Hörbücher oder Musik und halte dabei gefühlt länger durch, weil ich insgesamt konzentrierter bin. Mein Mann und ich sind uns jedenfalls einig, dass wir beide Laufen nach wie vor leider immer noch doof finde, es aber die effektivste Methode für uns ist, sowohl etwas fitter zu werden als auch ein paar Pfunde zu verlieren (die Waage bestätigt es sogar).

Eine nette Story am Rande dabei übrigens, ich habe mal an einem 10-Kilometer-Lauf teilgenommen, das waren ein paar Runden über die Düsseldorfer Kö. Ich war mäßig trainiert, hatte aber immerhin vorher die ein oder andere Strecke zwischen sechs und acht Kilometern gelaufen und hatte irgendwo gehört, dass das ausreicht und man dann bei dem tatsächlichen Lauf schon wegen der ganzen Aufregung und den Endorphinen oder dem Adrenalin oder was auch immer der Körper da produziert, quasi problemlos die zwei Kilometerchen mehr läuft.

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Ich kann heute sagen, die Mär des letzten Kilometers, den man quasi von selbst läuft, weil man es eh fast geschafft und jetzt noch das kleine Stück, was ist das schon, so’n Kilometer, schaff ich locker, die ist jedenfalls nicht wahr.  Jedenfalls nicht bei mir. Den gesamten letzten Kilometer legte ich innerlich „Warum mach ich diese Scheiße eigentlich?“ fluchend zurück, kontemplierte den vorzeitigen Abbruch und habe vermutlich nur deswegen das Ziel als vorvorletzte erreicht, weil ich mich nicht rechtzeitig dafür entscheiden konnte.

Positiv: Sehr viele Pokémon-Eier ausgebrütet. Es ist also doch zu was gut.

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Desweiteren habe ich mit viel Durchhaltevermögen und Rumdiskutieren erreicht, dass der Zweitname von Katrin Bauerfeind in der Wikipedia von Sibylle zu Sybille geändert wurde. Wenn man jetzt fragt, warum einem das so wichtig ist, es geht mir gar nicht um das Ändern, wobei doch auch, in der Wikipedia sollen die Sachen ja richtig stehen, sonst steht es nachher im gesamten Internet falsch, weil erst alle aus der Wikipedia und dann voneinander abschreiben. Vor allem aber lernt man bei solchen Geschichten immer viel über die inneren Abläufe der Wikipedia und wundert sich danach nicht mehr, warum die deutsche Wikipedia Probleme mit Diversität und Neumitgliederanwerbung hat.

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Zum anderen mit Bedauern festgestellt, dass alle Drei-Fragezeichen-Podcasts rein männlich besetzt sind. Das ist ein außerordentlicher Missstand und ich würde ihn sofort beheben, wenn ich irgendwie Zeit für einen Podcast hätte. Wenn aber da draußen jemand für einen Drei-Fragezeichen-Podcast eine weibliche Gesprächspartnerin sucht, die jede Folge mindestens fünf Mal gehört hat, dann bitte melden.

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Schlimmes Trash-TV geguckt. Ich wurde von Sarah Kuttner auf Twitter darauf hingewiesen, dass „Die Bachelorette“ noch toller ist als „Der Bachelor“, weil  die Männer in dieser Konkurrenzsituation noch zickiger sind als die Frauen und was soll ich sagen: Ich bin begeistert. Leider ist die Bachelorette zu schlau und hat den größten Trottel, in den ich mich ob seiner komplett ironiefreien Bräsigkeit quasi sofort verliebt habe, direkt in der ersten Nacht rausgeschmissen. Wie soll man noch glauben, dass das alles geskriptet ist, wenn sie freiwillig auf den größten Unterhaltungsfaktor verzichten? Hoffentlich wird der der nächste Bachelor, das wäre ein Traum.

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Hier noch ein Bild vom beinahe täglichen Pausenspaziergang im Rheinpark. Dabei war ich gestern gar nicht spazieren, das Bild ist dementsprechend auch gar nicht von gestern, aber ich hätte gestern spazieren sein können, es ist eigentlich völlig egal und das Bild hätte von gestern sein können, es ist hübsch, reicht das nicht?

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