Tagebuchbloggen, 7.11.2018

24 Stunden Kopfschmerzen, braucht auch kein Mensch. Besonders ärgerlich, dass es zum Abend immer noch etwas unangenehmer wird, nämlich ungefähr dann, wenn ich im Zug bin. Zugfahren mit Kopfschmerzen braucht erst recht kein Mensch. Eventuell habe ich jetzt aber langsam genug Daten gesammelt, um mir noch mal eine Überweisung zu einer Kopfschmerzklinik zu holen.

Ich vermute ja eine Art Migräne, obwohl viele klassische Symptome der Migräne fehlen, und ich Selbstdiagnose grundsätzlich ablehne. Auffällig ist vor allem die lange Dauer und die Tatsache, dass normale Kopfschmerztabletten unzureichend bis gar nicht wirken. Gestern Abend so gegen 22 Uhr war’s jedenfalls weg und dann schlief ich auf dem Sofa ein und verpasste, wer bei „The Taste“ rausflog.

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Auch gelernt: Zuverlässig zum Weinen bringt mich die Szene in „Das doppelte Lottchen“, als die Mutter in der Küchentür steht und das vertauschte Kind zum ersten Mal mit „Luise“ anredet. Im Buch oder im Film, egal, I’m not crying, you’re crying!

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Ich habe auch in den letzten Tagen die Küche aufgeräumt, nicht sehr strikt nach KonMari, aber einigermaßen gründlich. Ich habe auch fast nichts gefunden, das ich wegwerfen oder abgeben könnte, übrig blieben lediglich ein Glasdeckel zu einer Pfanne, die nicht mehr in unserem Besitz ist, eine Käseaufbewahrungsbox, bei der die Porzellanunterlage mal zerbrochen ist und eine kleine Plastikaufbewahrungsbox, in dem bis diese Woche noch Milchreis war. Dann fand ich aber eine größere Aufbewahrungsdose und außerdem noch zwei angebrochene Packungen Milchreis, schüttete alles zusammen und dann fiel mir nichts mehr ein, was ich sinnvollerweise in die kleine Box schütten könnte.

Dazu muss man aber auch sagen, dass ich wirklich viel und gerne in der Küche mache, ich brauche die meisten Sachen tatsächlich, wenn auch eben manchmal nur ein- bis zwei Mal im Jahr. Ich habe ja auch die beiden Cannelé-Formen nur deswegen, weil mir bei der ersten irgendwann das Silikon wegbrach. In der Küche ist also entrümpelungstechnisch nicht so viel zu holen, ich habe aber durch Aufräumen und neu Ordnen immerhin geschafft, dass die Dinge auf magische Weise nicht mehr so viel Platz wegnehmen und deswegen sieht es trotzdem so aus, als hätte ich entrümpelt.

Besteht eventuell Interesse an einer ausführlicheren Aufstellung der hiesigen Küchengeräte und ihres Verwendungszwecks?

Ganz eventuell habe ich aber ein Mehlkonsumproblem:

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Wetter ist okay, find ich.

5 Antworten auf „Tagebuchbloggen, 7.11.2018“

  1. Offene Mehltüten sind mein persönlicher Horror mit sehr hohem Ekelfaktor. Beliebig zu ergänzen durch offene Haferflocken-, Müsli oder sonstige Tüten. Ich sehe es krabbeln…
    Derlei Lebensmittel müssen bei mir zwingend und immer sofort nach dem Öffnen in ein verschließbares Gefäß. Gerne ein stylishes Glas mit Deckel, in jedem Fall aber Glas, ich will sehen, wie es im Verlauf aussieht…

    Küchengeräte-Bespaßung ist immer nett, zumindest solange es sich um ein außergewöhnliches und bei den meisten eher selten gebräuchliches Gerät mit Unterhaltsungswert handelt. Eher ungern im Rahmen von „mein Haus, mein Auto, mein Pferd“.

    1. Ich weiß nicht, wie viel wirklich außergewöhnliches wir haben und ich versuche, es nicht nach „mein Haus, mein Auto, mein Pferd“ bzw. der Variante „meine Kaffeemaschine, meine Kitchen-Aid, mein Sous-Vide-Gerät“ zu gestalten, kann aber nichts dafür garantieren, da ich ja mit einem Mann zusammen lebe, der zielsicher immer das teuerste ansteuert und sich vor jeder größeren Anschaffung erstmal ins Thema einliest.

      Aktuell keine Probleme mit dem Mehl, aber ich kenne das noch aus der Vergangenheit und möchte das auch nicht haben.

    2. Ich hätte gern Empfehlungen für gut schließende, spülmaschinenfeste Gläser mit Deckel in verschiedenen Größen (stylisch kann, muss aber nicht — Hauptsache, dauerhaft gut schließend).

      Ansonsten kann ich berichten, dass Kohlmeisen auf die Fütterung mit Lebensmittelmottenlarven äußerst erfreut reagieren.

  2. Ich wäre durchaus neugierig auf den Küchengeräte-Fuhrpark. Vermute, ich werde bei dem einen oder anderen Gerät keine Ahnung haben, wozu und wie man es verwendet, und es wird für mich eher ein Blogpost aus der Rubrik „Einblicke in gänzlich fremde Welten“ – aber die mag ich besonders!

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