Tagebuchbloggen, 11.12.2018

Manchmal rutscht man ja wirklich ganz versehentlich in die Kriminalität und merkt es auch erst viel später. Wir haben zum Beispiel den Regenschirm einer Freundin unserer Mieterin geklaut, wie wir gestern am späten Abend erfuhren.

Es war nämlich so gewesen: Am Freitag regnete es viel und als ich nach Hause kam, lag vor unserer Wohnungstür ein zum Trocknen aufgespannter Schirm. Diesen nahm ich dann mit in die Wohnung, damit er nicht so ungünstig im Hausflur rumlag. Nun muss man dazu wissen, dass ich keinerlei Überblick über die sich in unserem Besitz befindlichen Regenschirme habe. Ich benutze grundsätzlich keine Schirme, weil ich sie immer vergesse. Das Mittel meiner Wahl gegen regen sind Mützen, Kapuzen oder schnelleres Fortbewegen. Da es sich um einen einfachen blauen Schirm handelte, sprach nichts dagegen, dass wir diesen Schirm irgendwie besitzen könnten und mein Mann ihn zum Zwecke des beschützten Arbeitsweges benutzt hatte.

Wir hatten also jetzt einen Schirm und weil wir abends noch unterwegs waren, nahm ich den Schirm mit, beschützte damit nette Menschen auf dem Weg vom und ins Auto und vergaß ihn beinahe im Restaurant, weil es nun mal ein Schirm war und ich Schirm traditionell vergesse.

Gestern Abend nun fragte die Mieterin per WhatsApp an, ob wir eventuell zufällig den Schirm einer Freundin mitgenommen hätten, den diese zum Zwecke des Trocknens bei uns im Hausflur abgelegt hatte.

Na ja. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, wo der Schirm mittlerweile ist. Erwähnte ich, dass ich Regenschirme eigentlich nicht benutze, weil ich sie immer vergesse?

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Die nächsten Wochen sind voll mit Zeug, man weiß gar nicht wohin mit sich. Ich bin einen Tag in München, dann ist Pegelwichteln, dann die Firmenweihnachtsfeier und dann auch schon Weihnachten und ich habe überhaupt erst ein Geschenk und noch keine Ahnung, was noch erledigt werden muss. Dabei sind schon diverse Veranstaltungen aus unterschiedlichsten Gründen ausgefallen.

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Wir gucken gerade „The Haunting of Hill House“ auf Netflix, eine mittelgute Gruselserie, ich will aber wissen, wie es ausgeht, und es ist gut genug, um nicht entnervt alles bei Wikipedia nachzulesen, deswegen gucken wir das jetzt durch. Jetzt kann ich ja Grusel und Horror so gar nicht gut als Bewegtbild, weil ich immer sehr schnell und sehr doll erschrecke. Deswegen gehe ich auch für solche Filme nicht mehr ins Kino (mal abgesehen, dass ich eh sehr selten ins Kino gehe), weil ich es nicht einsehe, zehn oder zwölf Euro oder was auch immer Kino mittlerweile kostet, zu zahlen, wenn ich die Hälfte der Zeit die Hand vor die Leinwand halte oder einfach entspannt die Augen zumache.

Auf dem Sofa kann man auch günstig den Fuß so vors Sichtfeld halten, dass man nur unscharf den Rand des Fernsehbildes sieht und sich daraus zusammen mit der Tonspur das aktuelle Geschehen zusammenreimen.

Noch drei Folgen jetzt jedenfalls, ich weiß immer noch nicht, worauf es hinausläuft, vor allem könnte man aber tatsächlich mal mehr Bücher von Shirley Jackson lesen, denke ich. Grusel und Horror lesen geht nämlich, sogar sehr gut, nur gucken ist ein Problem.

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Meine Meinung zum Wetter ist übrigens: Wenn es schon kalt ist, dann kann es bitteschön auch schneien. Aber dann sollte man eventuell nicht im Ruhrgebiet wohnen.

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