Category: Deutschland, deine Bahnhöfe

Deutschland, deine Bahnhöfe: Ratingen Ost (S)

Pro: Hübsches Gebäude und übersichtlicher Bahnhof, das ist hier alles sehr einfach zu verstehen. Hier fährt die S6, und zwar nur die S6, in die eine Richtung nach Essen, in die andere nach Düsseldorf. Kann man sich merken. Fahrräder kann man hier auch unterstellen und am Busbahnhof, der vermutlich als Lastenausgleich für “hier fährt nur die S6″ sehr gut frequentiert wird, ist ein Spielplatz. Außerdem gibt es eine praktische Anzeigetafel, auf der angezeigt wird, wann der nächste Zug in welche Richtung kommt. Da weiß man sofort, ob es sich noch lohnt, sich zu beeilen, oder ob man gemütlich zum Bahnsteig schlendern kann. Außerdem gibt es irgendwelche Imbissbuden und laut Schildern auch die Gaststätte “Dampflok”.

Contra: Hier fährt übrigens nur die S6 und zwischen Pfingsten und August 2014 noch nicht mal die. Da war nämlich erst Sturm und dann wurden die Gleise erneuert. Ersteres war eine spontane Idee des Wetters, letzteres wohl schon länger geplant. Insgesamt ist die S6 ja auch ein sehr sensibles Pflänzchen. Gelegentlich werden am S-Bahnhof Ratingen Ost wohl auch Buchstaben geklaut, man kann jedenfalls nicht mehr “zu den Zügen”, sondern nur noch “zu en Zügen”. Und ins Hauptgebäude kann man sowieso nicht, es würde einem auch gar nichts bringen, denn von da aus kommt man gar nicht aufs Gleis. Sensible Personen könnten sich außerdem von den vielen typografisch unterschiedlichen Schildern belästigt fühlen, aber wenigstens steht dauernd irgendwo, dass man am Bahnhof “Ratingen Ost” ist. Falls man es zwischenzeitlich vergessen haben sollte.

Geheimtipp: Gehen Sie doch mal hinter dem Bahnhof die erste Straße links… und… nein, nein, da ist nichts. Ich hatte nur a) keine Zeit, diesen Bahnhof genauer zu erkunden und befürchte zweitens, dass es hier auch keine Geheimtippkandidaten gibt. Aber möglicherweise tue ich dem Bahnhof damit auch schwer Unrecht.

Besser nicht: Darauf verlassen, dass nur, weil hier laut Fahrplan dauernd S-Bahnen in die nächstgrößeren Städte fahren, diese auch wirklich fahren würden. Es sei denn, man steht auf Schienenersatzverkehr mit Bussen. Dann muss man sich keine Sorgen machen.

Die Tour: Vom Busbahnhof einmal Richtung Eingang Hauptgebäude, dann auf den Bahnsteig und von da aus auf die andere Seite.

 

Ratingen Ost

Von vorn

Busbahnhof

Blatt

Automat

Blumen

Fenster

Eingang

Kein Zugang

Fahrradständer

Untergang

Aufzug

Frosch

Tafel

Aufzug

Mehr Aufzug

zu en Zügen

Bahnsteig

Ausblick

Keine S-Bahnen

Gebäude

Schild

Zaun

Gleis 1

10

Fenster

Zum Bahnhofsvorplatz

Deutschland, deine Bahnhöfe: Wuppertal-Vohwinkel

Pro: Der beste Umsteigebahnhof, rein zeitlich, wenn man von Essen nach Opladen will. Das ist aber vielleicht nur interessant für Leute aus Essen, deren Eltern in Opladen wohnen. Oder umgekehrt. Wie alles auf der Strecke viel Grün drumherum, fast beängstigend, aber ohne Frage nett. Außerdem überall Ausblick und eine Bahnhofshalle, die irgendwann mal wunderschön gewesen sein muss (jetzt allerdings nicht mehr). Packstation! Proberaum! “Elke s Second-Hand Stübchen” [sic]! Außerdem ist der Bahnhof schrecklich fotogen. Obwohl er gar nicht so wirklich hübsch ist. Aber vielleicht gerade deswegen. Furchbar fotogen jedenfalls. Und mit Hausnummer. Total gut.

Contra: Wuppertal-Vohwinkel. Ich meine, echt jetzt. Wuppertal-Vohwinkel. Irgendwann hing ich mal in Wuppertal-Vohwinkel fest, ich hab aber schon vergessen, warum. Es fuhr jedenfalls nichts mehr und wenn man irgendwo nicht festhängen will, dann in Wuppertal-Vohwinkel. In Wuppertal-Vohwinkel ist es kalt und windig, man kann maximal einen Kaffee im Bahnhofskiosk trinken, damit es einem nicht mehr ganz so kalt ist, aber auch nur, wenn man noch Bargeld hat. Und überhaupt. Wuppertal-Vohwinkel.

Geheimtipps: Hoffentlich ist “Elke s Second-Hand Stübchen” [sic] ein ganz großes Ding. Etwas anderes fällt mir nämlich jetzt nicht ein.  

Besser nicht: Im Winter hier festhängen. Dann ist es nämlich kalt und man muss die Eltern anrufen, damit sie nach Wuppertal-Vohwinkel kommen, um einen mit dem Auto hier abzuholen. Hab ich schon mal erzählt, dass meine Eltern kein Navi haben? Nein? Erwähnte ich, dass man nicht im Winter hier festhängen sollte? Klingt das hier so, als ob ich da aus sehr persönlichen Erfahrungen sprechen würde?

Die Tour: Aus der S9 ausgestiegen, ein bisschen auf den S-Bahnsteigen rumgelungert, dann runter in die Bahnhofshalle, rumgestaunt, ein bisschen vor die Tür, von der Sonne geblendet worden, schnell wieder rein, zu Gleis 2, da noch ein bisschen rumgelungert, zwischendurch mit der Schwiegermutter telefoniert und dann in die RB48 Richtung Opladen gestiegen.

Schild

Ausblick

Noch 'n Ausblick

Haus

Grafitti

Mehr Ausblick

Anderes Haus

Ampel

Packstation

Proberaum

Uhr

Elke

Bahnhofshalle

Außen

Hausnummer

Draußen

Elke

Andere Gleise

Kacheln

Zum Bahnsteig

Gleis 2

Uhr

Treppe

Geländer

Aussicht

Deutschland, deine Bahnhöfe: Dortmund-Körne West (S)

Pro: Sehr übersichtlich. Also wirklich. Hier fährt nur eine Bahn, auf der einen Seite nach Westen, auf der anderen Seite nach Osten. Man kann sich also fast gar nicht vertun. Außerdem war der Himmel schön blau, aber das lag wohl eher am Wetter und nicht direkt am Bahnhof. Und nicht zuletzt ist das Versorgungsamt gut ausgeschildert. Überall sind Schilder zum Versorgungsamt. Wer zum Versorgungsamt will und nicht genau weiß, wo das ist: Es ist irgendwo in der Nähe vom S-Bahnhof Dortmund-Körne West.

Contra: Man kommt hier eher umständlich hin, jedenfalls nicht direkt vom Dortmunder Hauptbahnhof aus, die einzige S-Bahn, die hier fährt, fährt nämlich irgendwie südlich der Innenstadt. Und auch wenn ich ja schon anmerkte, dass man hier quasi gar nichts falsch machen kann, man sollte trotzdem aufpassen. Wenn man nämlich doch mal nicht aufpasst, fährt man in die falsche Richtung und landet nachher noch in Unna. Unna! (Ich sag ja nur.) Schön ist das hier auch nicht direkt, aber was will man von einem S-Bahnhof irgendwo in der Dortmunder Vorstadt auch anderes erwarten.

Geheimtipp: Das Versorgungsamt muss irre toll sein. Sonst gäb es ja die ganzen Schilder nicht.

Besser nicht: Es kommt ja selten vor, aber dieser Bahnhof ist so unspektakulär, dass mir hier nichts aufgefallen ist, was man besser lassen sollte, was nicht genauso für alle anderen Bahnhöfe gilt. (Nicht allein im Dunkeln, nicht zu viel erwarten, und so weiter und so fort.)

Die Tour: Von der einen Seite, wo auch irgendwo das Versorgungsamt sein muss auf die andere Seite und dann mit der S-Bahn Richtung Westen.

Schild

S-Bahn

Fahrplan

Fahrgastinformation

Dach

Plakat

Gleise

Gleis

Häuser

Versorgungsamt

Versorgungsamt

Versorgungsamt

Aussicht

Treppe

Tunnel

Bahn kommt

Frankreich, deine Bahnhöfe: Gare d’Arcachon

Pro: Wie so oft in kleinen Orten: Es gibt einen! Woohoo! Und die Züge fahren immerhin so grob einmal die Stunde nach Bordeaux. Außerdem ist er hübsch rosa, an der nächsten Brücke stadtauswärts hängen hübsche Blumenkästen (nicht fotografiert) und draußen gibt es anscheinend Aufladestationen für Elektroautos und ein total hübsches buntes Bild. Nicht zuletzt: BLUMENAUTOMAT! Total praktisch!

Contra: Die Züge fahren nur einmal die Stunde und dann auch nur bis Bordeaux und sonst quasi nirgendwohin. In der kleinen Bahnhofshalle kriegt man nur Tickets und Blumen, sonst nichts und so richtig heimelig ist es da auch nicht. Außerdem darf man nicht skateboarden oder Rad fahren. Vermutlich darf man das auch an anderen Bahnhöfen nicht, aber hier gibt’s extra Verbotsschilder.

Geheimtipp: Mit dem Auto nach Biscarrosse-Plage fahren und da dann aufs Surfbrett klettern. Aber ich glaube auch, ich bin da jetzt viel zu voreingenommen, um noch objektiv beurteilen zu können. Arcachon ist auch schön.

Besser nicht: Spontan vorbeikommen und hoffen, das schon was fahren wird. Ansonsten habe ich aber keine Beanstandungen.

Die Tour: Irgendwo in Bahnhofsnähe geparkt und zu Fuß zum Bahnhof gelaufen, dann rundherum, rein und vor allem auf dem Gleis hin und her und dann nach Arcachon zum Mittagessen.

 

Bahnhof

Ausgang

Blumenautomat

Tickets

Zug

Aussicht

Schild

Aussicht

Decke

Taube

Lautsprecher

Gleis

Danger

Verboten

Bild

E-Auto

Bahnhof

Deutschland, deine Bahnhöfe: Hanau Hbf

Pro: Hey, hier halten ICEs, und zwar einige, auf jeden Fall mehr als in Konstanz. Außerdem gibt es einen erstaunlich gut ausgestatteten Zeitschriftenladen, einen Bäcker, ein Büdchen, dass von innen größer ist, als es von außen aussieht und einen McDonalds. Vom Busbahnhof aus kommt man fix überallhin (außer nach Kleinauheim, dahin kommt man aber von nirgendwoher fix) und mittlerweile gibt’s da auch eine schicke Abfahrtsanzeige. Könnte alles viel schlimmer sein.

Contra: Es ist zwar schön, dass es eine Radstation am Hanauer Hauptbahnhof gibt, es ist allerdings die einzige in ganz Hanau, was irgendwie ganz knapp Sinn und Zweck verfehlt. Ansonsten ist es hier auch nicht wirklich schön und man muss gut aufpassen, welchen Bus man braucht, denn ein paar Linien fahren ganz dreist einfach hinterm Bahnhof ab und nicht am großen Busbahnhof vorne. Und die Anzeigetafeln auf Gleis 6 könnten auch mal repariert werden. (Ich sag ja nur.)

Geheimtipp: Beim “Orientexpress” vorm Bahnhof gibt’s die größten Lahmacuns überhaupt. Ich habe gestandene Männer erlebt, die sich da einen Lahmacun geteilt haben. Außerdem: Das lustige Schaffnerhäuschen auf Gleis 6. Ich vermute ja, dass das ein Ausstellungsstück ist und eigentlich zu einem Museum gehört.

Besser nicht: Beim “Orientexpress” in irgendwelche Diskussionen verwickeln lassen. Die Kundschaft da ist zuweilen… seltsam. Lasst es uns seltsam nennen.

Die Tour: Ach, fragt nicht. Die Aufnahmen sind an mehreren Tagen im letzten Jahr entstanden, die letzten, als so schönes Wetter und ich zu früh am Bahnhof war. Ich bin fast überall rumgelaufen, nur nicht ganz nach hinten zur Auheimer Straße. Da ist es auch nicht so schön.

Hanau

Beleuchtung

Fahrräder

Schild

Döner

Verboten

Gleis

Häuschen

Bild

Ding

Gelbes Schild

Grün

Häuschen

Mehr Häuschen

Gleis zu Ende

Ausblick

Wohin?

Zugschluß

Zeugs

Kunst

Noch mal verboten

Loch

Graffiti

Tunnel

Deutschland, deine Bahnhöfe: München Hbf

Pro: Sehr groß, sehr unterhaltsam, sehr gut frequentiert (ist immerhin München). Viel kulinarisches Angebot, zum Beispiel auch Würstl. In anderen Bahnhöfen gibt’s ja oft nur schnöde Würstchen. Ansonsten ist der Bahnhof schön hell, offen und ausreichend übersichtlich, Kopfbahnhof eben. Bei Coffee Fellows gibt’s leckere Bagels und direkt daneben das tolle Eis von dulce. Was ich aber besonders mag, ist, dass das hier alles so charmant retro ist: Die Gleisnummern, die komischen Telefonhäuschen, das Bahnhofsausguckshäuschen. Hach.

Contra: Also. Ich sag’s mal so: Schön ist das nicht. Tatsächlich ist der Münchner Hauptbahnhof von außen einer der hässlichsten Bahnhöfe, die ich mir dieses Jahr angeguckt habe. Man kann sich das auch nicht irgendwie schönreden oder so, dabei bin ich doch da sonst so gut drin. Vorm Bahnhof ist es auch nicht besonders attraktiv und/oder vertrauenserweckend. Und im Untergeschoss auch nicht.

Geheimtipp: Im ersten Stock gibt es lustige Liegestühle. Ich weiß nur nicht ob und wenn ja, wo man etwas käuflich erwerben muss, um drauf sitzen zu können.

Besser nicht: Glauben, dass nur, weil man hier hier München ist, müsste der Bahnhof besonders attraktiv sein. Ist er nämlich nicht. Was ihn dann schon fast wieder sympathisch macht. Kleiner Rebell.

Die Tour: Auf Gleis 22 angekommen und dann sehr, sehr, sehr, sehr, sehr lange bis ans Ende des Bahnsteigs gelaufen. Im Bahnhof noch die Treppe rauf bis ins Obergeschoss und dann aus dem Bahnhof raus und Richtung Norden. Auf dem Rückweg durch die U-Bahn. War auch nicht so dolle.

München

Ein

Himmel

Abfahrt

Ende

Häuschen

München

Lautsprecher

Gleis 23

Gleis 21 und 22

Dach

Snacks

Kein Aufenthalt

Würstl

Bahnhof

Nichtraucher

Außen

Taxi

Uhr

Taxiregeln

DB

Schilder

Bilder

Deutschland, deine Bahnhöfe: Schliersee

Pro: Auch hier mal wieder die positive Feststellung, dass es immerhin einen Bahnhof gibt. Die Züge fahren auch regelmäßig nach München, und anders als in Erbach sogar nach 21 Uhr. Außerdem ist alles sehr ordentlich und man muss nur ein paar Schritte laufen und steht am Schliersee und kann See, Enten und Berge gucken. Insgesamt kann man sich also nicht beklagen.

Contra: Als ich hörte, dass es in Schliersee einen Bahnhof gibt und dass das auch noch ein Kopfbahnhof ist, hab ich mir das irgendwie romantischer vorgestellt. Oder zumindest uriger. Bayrischer. Rein optisch hat der Bahnhof selber aber nicht viel zu bieten. Er ist auch nicht wirklich hässlich, es gibt einfach nicht viel. Der Bahnsteig ist nicht überdacht, es gibt nur ein kleines Wartehäuschen am einen Ende. Und wenn ich das richtig gesehen habe, gehört das schöne gelbe Gebäude vor dem Bahnhof auch gar nicht zum Bahnhof. Das Wetter war – wie man sieht – auch nicht so dolle. Aber da kann der Bahnhof nichts für.

Geheimtipp: Zum See gehen. Enten gucken. Und Berge. See, Enten und Berge gehen immer.

Besser nicht: Mit romantischen Oberbayern-Vorstellungen hinfahren und einen total schnuckeligen Bahnhof erwarten, so wie ich zum Beispiel. Dann wird man nur enttäuscht.

Die Tour: Von Hundham nach Schliersee mit dem Auto gefahren und da dann direkt am Bahnhof geparkt. Ein bisschen am Gleis rumgelaufen und dann weiter zum See.

Schild

Haus

Gleise

Unkraut

Häuschen

Gleis

Bahn

Weg

Signale

Mehr Bahnhof

Schilder

Bob

Deutschland, deine Bahnhöfe: Erbach (Odenw)

Pro: Auch hier muss man erst mal sagen: Immerhin gibt es einen. Sogar mit ganzen zwei Gleisen, was im Odenwald nicht unbedingt selbstverständlich ist. Und tagsüber frequentieren auch ausreichend Züge den Bahnhof und bringen einen entspannt in alle möglichen Richtungen. Es ist ordentlich, die Anzeige funktioniert, anscheinend ist der Bahnhof halbwegs barrierefrei und die Aussicht ist auch schön. In der Güterhalle gibt’s angeblich Speis und Trank, Zeitschriften und sogar diesen neumodischen “Coffee to go” und man muss nur einmal über die Straße und ein paar Stufen runter und schon ist man im idyllischen Erbach. Außerdem hübsche Bänke und die tolle Lokomotive vorm Bahnhof. Und die Odenwald-Bahn scheint mir eine der nettesten Bahnen Deutschlands zu sein. Hach.

Contra: Die letzte Bahn fährt um 21:07. Ich werde das noch ein paar Mal wiederholen, damit es sich einprägt. 21:07. 21:07. So. Und mit letzte Bahn meine ich letzte Bahn, die nächste fährt dann nämlich erst wieder um kurz vor fünf. Ansonsten muss man wohl in Erbach übernachten, was vielleicht gar nicht so schlimm ist, die Altstadt ist jedenfalls sehr reizend. Aber mal abgesehen davon und vollkommen abgesehen davon, dass man sich hier mitten im Nichts… pardon, mitten im Odenwald befindet, ist der Bahnhof wirklich hübsch und bietet für seine Verhältnisse mehr als so manch anderer Bahnhof in größeren Orten. Man muss auch mal loben.

Geheimtipp: Die Lokomotive vorm Bahnhof wird nachts beleuchtet. Voll schön. Es scheint auch so, als ob Erbach der Bahnhof wäre, wo die VIAS-Bahnen abends zum Schlafen hinfahren. Vielleicht kann man sich anschleichen und sie leise schnarchen hören.

Besser nicht: Den letzten Zug verpassen. Der fährt um 21:07. Erwähnte ich bereits.

Die Tour: Tour? Öhm. Angekommen, rumgelaufen, fotografiert und dann Richtung Erbach und da sofort verlaufen. Auf dem Rückweg hab ich noch die schön beleuchtete Lokomotive fotografiert und hab dann auf den Spätzug gewartet. Also den um 21:07.

Schild

Odenwald-Bahn

Nach Norden

Ding

Unkraut

Betreten nur

Mehr Schilder

Snack

Noch mal Schild

Letzter Zug

Zeit

Kästen

Schilder

Gleise

Lok

Bank

Güterhalle

Draußen

Lok abends

Deutschland, deine Bahnhöfe: Stuttgart Hbf

Pro: Weil ja schon einiges abgerissen wurde, hat man jetzt von Gleis 15/16 aus eine prima Aussicht auf die Stadt. Ich bin ja der Meinung, das kann jetzt so bleiben. Außerdem: Aussichtsplattform! Für umsonst! Und eine Märklineisenbahn! Und das bombastische Bahnhofsgebäude, vor allem, wenn man reinkommt, mit den irre hohen Fenster und überhaupt: WHOA! Ich mag ja auch den Rest des Bahnhofs mit dieser halboffenen Bedachung. Aber auf mich hört ja keiner. Abgesehen davon ist dieser Bahnhof herrlich fotogen. Was man schon daran merkt, dass ich kaum Zeit zum Fotografieren hatte und trotzdem total viele (und mehrheitlich gute) Bilder gemacht habe.

Contra: Ich würde ja vermuten, dass es hier im Winter ziemlich kalt werden könnte, aber mir wurde gesagt, dass dem wohl nicht so ist und dann glaub ich das mal. Außerdem wird viel gebaut und zwar auch abends um 21 Uhr noch, was die Kommunikation am Bahnsteig deutlich erschwert. Überhaupt S21: Überall um den Bahnhof rum noch Protestüberreste. Egal, zu welcher Meinung man da selber gekommen ist oder auch nicht, ich finde das ein bisschen deprimierend. Und nachdem man die Infotafel mit den “21 Gründen für Stuttgart 21” gelesen hat, fühlt man sich doch ein bisschen gehirngewaschen. Immerhin bleibt das Hauptgebäude, das ist nämlich toll (siehe “Pro”).

Geheimtipp: Man kann umsonst auf den Aussichtsturm! Total super! Und man muss nur eine Treppe selber laufen, den Rest kann man mit dem Aufzug fahren. Die (ebenfalls kostenlose) Ausstellung haben wir dann gar nicht gemacht, obwohl das auch vom Fahrstuhl aus interessant aussah.

Besser nicht: Zu viel über S21 nachdenken. Macht nur schlechte Laune. Mir zumindest.

Die Tour: Auf Gleis 16 angekommen, ein bisschen auf dem Gleis rumgelaufen (aber nicht zu lange, weil ja das Begrüßungskomitee wartete), auf die Aussichtsplattform, dann ein bisschen durch den Bahnhof, vorne raus, durch den Tunnel und in die Stadt. Vom Schlossgarten aus hab ich auch ein bisschen fotografiert und dann ging’s auf fast gleichem Weg zurück, nur halt auf ein anderes Gleis.

Schild

Aussicht

Luke

Stuttgart

Häuschen

Bänke

Dach

Dach II

Treppe

Mercedes

Von oben

Turm

Fenster

Mit Baum

Mit Blume

ZOB

Licht an

Mit Laterne

Modelleisenbahn

Zu den Zügen

11

Wasser

Deutschland, deine Bahnhöfe: Mainz Hbf

Pro: Aus irgendeinem Grund ist mir dieser Bahnhof sympathisch, dabei ist er vor allem irgendwie seltsam. Alles gibt es doppelt und dreifach, wenn nicht noch öfter. Wo man an anderen Bahnhöfen verzweifelt nach einer Uhr sucht, sind hier überall welche angebracht, genau wie die lustigen Infounterhaltungsbildschirme, die es hier in rauen Mengen gibt. Sogar einen Ditsch gibt es hier doppelt, direkt nebeneinander. Ein Doppelditsch, sozusagen. Muss man nicht verstehen, ist aber irgendwie großartig. Außerdem: tiefliegender Bahnhof, so wie in Kassel-Wilhelmshöhe, aber dabei weniger verwirrend. Und… ganz groß: BAHNHOFSMAUS! YEAH! Bahnhofsmaussichtungen reißen alles raus.

Contra: Jemand steckte mir, dass die Ansagestimme total putzig sein soll. Blöderweise gab es, jedenfalls als ich da war, überhaupt keine Ansage. Vielleicht hatte der Mensch mit der putzigen Ansagestimme frei und dann gibt’s einfach nichts. Ist aber eher ungünstig, vor allem, wenn der Zug, auf den man wartet, zu spät kommt und ewig nicht angezeigt wird. Außerdem verwirrende Gleisschilder. Es gibt nicht nur Gleis 4, sondern auch Gleis 4a und ich hab keine Ahnung, was das soll. Bis in die Stadt muss man auch eine ganz Ecke laufen. Für so Leute wie mich, die in der Vorstellung aufwuchsen, das Stadtzentrum müsste in jedem Fall in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs sein, immer noch eine seltsame Geschichte.

Geheimtipp: Der komische Kasten draußen vorm Bahnhof mit den vielen bunten Zettel. Ich hab zwar nicht verstanden, was das sollte, aber ich fand’s gut.

Besser nicht: Weiß ich auch nicht. Bitte um Hinweise. Bei mir war alles in Ordnung, aber irgendwas wird sicher auch hier nicht so ganz knorke sein.

Die Tour: Mit dem ICE angekommen, Gleiserkundung mit Pflanzenbegutachtung und dann hoch ins Bahnhofsgebäude und dann wieder runter zum Vorplatz. Auf dem Rückweg gleiches Spielchen umgekehrt, aber mit längerer Warterei, Grübelei über den Sinn von Gleis 4a und Glückseligkeit ob der Bahnhofsmaus.

Häuser

Schild

Pflanze

Noch ne Pflanze

Spitze

Schild

Tunnel

Rolltreppe

Dachfenster

Taube

Fenster

Schild

Obst

Zettel

Ditsch

Uhren

Bahnhof