Category: Ich so

Gentest per Einkaufsverhalten

Ich war heute morgen einkaufen, erstens, weil es Frühstück geben sollte und zweitens, weil ich ja noch einen Käsekuchen machen wollte und den muss man ja rechtzeitig machen, damit er auskühlen kann. Und dann war ich später noch mal einkaufen, habe Sekt gekauft und noch was zu Essen und zum Knabbern. Jedenfalls wusste ich morgens schon, dass ich später noch mal wiederkommen würde, ich hätte natürlich im Prinzip alles schon morgens kaufen können, aber da wusste ich noch nicht so sicher, was ich später noch brauchen würde, also ging ich erst mal einkaufen und dachte, später kauf ich dann halt den Rest.

Eine der schönsten Geschichten über meinen Vater geht so:

Mein Vater und meine Mutter waren im Supermarkt einkaufen und meine Mutter fragte: “Brauchen wir sonst noch was?”

Woraufhin mein Vater antwortete: “Ist auch egal, ich wollte nachher eh noch mal einkaufen.”

Apfel. Stamm. Sie wissen schon.

Überraschung!

Vor ein paar Tagen, Montag oder so, steckte ich mir beim Gang zur Kantine einen Zehn-Euro-Schein in die hintere Hosentasche, nur für den Fall, dass ich vielleicht Geld auf die Kantinenkarte laden müsste. Dabei dachte ich noch, wenn ich jetzt das Geld nicht bräuchte, würde ich es wahrscheinlich vergessen, und dann würde ich mich total freuen, wenn ich demnächst zufällig in Tasche greifen würde und ein Zehn-Euro-Schein wäre darin. Normalerweise habe ich nämlich kein Geld in irgendwelchen Taschen, das ist immer im Portemonnaie.

Heute griff ich zufällig in die hintere Hosentasche und fand zu meiner großen Freude einen Zehn-Euro-Schein!

Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.

Wohnungsupdate #umzug2014

Irgendwann werde ich wohl auch mal darüber schreiben müssen, wie wir zu unserer neuen Wohnung kamen, über den – wie ich es gerne nenne – schnellsten Wohnungskauf des Jahres 2014. Aber die Geschichte erzähle ich später.

Das Ergebnis ist ja mittlerweile hinlänglich bekannt: Wir wohnen jetzt in einer neuen Wohnung, der Umzug war recht einfach, einmal kam ein Maler und hat alles gestrichen, dann kamen die Umzugsleute und haben alles mögliche eine Etage tiefer getragen und dann mussten wir uns um den Kleinkram kümmern. Am Samstag haben wir noch schnell ein Mitbringsel aus Frankreich in einen IKEA-Rahmen gepackt und aufgehängt und jetzt kriege ich regelmäßig Frankreichweh.

Biarritz

Die neue Wohnnung hat einige interessante Features und ich entdecke jede Woche neue. Am Sonntag zum Beispiel habe ich das Feature “Podcasts in der Badewanne hören” entdeckt. Es funktioniert allerdings nur so gut, wie das iPhone nicht die Wiedergabe des Livestreams verweigert.

Vor allem aber haben wir am Samstag das Feature “Gäste bewirten” ausprobiert und waren von dem Ergebnis recht angetan. Es gab Bruschetta mit Avocado & Jakobsmuschel sowie mit Tomate & Garnele, danach Rinderfiletsteaks mit handgeschnitzten Pommes Frites und zum Nachtisch ziemlich exzellenten Sticky Toffee Pudding. Dazu hatten wir diverse Weine und irgendwelche Obstbrände aus dem Elsass und schottischen Whisky.

Bruschetta

Schnitzarbeiten

Pommes Frites Alles super

Sticky Toffee Pudding

Erwartungsgemäß endete der Abend am Klavier. Weil wir aber auch unseren Bildungsauftrag immer sehr ernst nehmen, habe ich nicht nur erklärt, wie man mit einer typografischen Eselsbrücke rausfindet, ob der Mond gerade zu- oder abnimmt, wir waren auch mit der zeitweiligen Überlassung der Musikinstrumente nicht knauserig.

Tisch

Klarinette

Gast mit Wein

 

Rotwein

In diesem Sinne möchte ich mich noch mal bei unseren Nachbarn dafür entschuldigen, dass ich auf die Idee kam, die Klarinette auszupacken, woraufhin zwei der Gäste ein gewisser Ehrgeiz packte, auch den ein oder anderen Ton aus diesem Instrument herauszubekommen. Tatsächlich waren einige dieser Versuche sogar von Erfolg gekrönt. Aber, na ja, ich entschuldige mich trotzdem lieber mal. Aus Gründen.

Aufgegessen

Whisky

Jedenfalls haben wir jetzt auch das Rätsel gelöst, warum die Vorbesitzer der Wohnung dauernd Besuch hatten. Wenn ich eine Wohnung mit Wohnküche, Kamin, vier Balkonen und einem Wohnzimmer mit betanzbarem Stäbchenparkett hätte, dann hätte ich auch dauernd Besuch.

Und tatsächlich: So eine Wohnung haben wir ja jetzt. Toll.

Abwasch

Nicht ganz unhilfreiche Einkaufstipps zum Wochenende

Weil es mir selber erst gestern Mittag aufgefallen ist, hier ein hilfreicher Hinweis für alle Menschen, die in eher katholisch geprägten Bundesländern wohnen:

Am Samstag kann man nicht einkaufen. Da ist Feiertag. Man merkt es nicht sofort, weil man Feiertage, die nicht auf einen Wochentag fallen, ja gerne mal ignoriert. Umso wichtiger, dass man die wichtigen Einkäufe (Milch, Brot, Eier, Nudeln, Tomatensoße) dann noch schnell am Freitag erledigt, denn am Samstag wird es nicht gehen.

Alle Menschen, die in weniger katholisch geprägten Bundesländern wohnen, dürfen uns Feiertagsgeplagte nun weiter doof finden.

Ich danke für die Aufmerksamkeit.

Wichtige Aufräumtipps

Wenn ihr jahrelang ein Dokument, das man sehr selten braucht, dann aber eher dringend, sagen wir zum Beispiel einen Sozialversicherungsausweis, an ein und demselben Ort aufbewahrt habt, der jetzt nicht optimal war, wo ihr aber wusstet, okay, hier ist der Sozialversicherungsausweis und wenn ich ihn brauche, dann finde ich ihn hier. Wenn dem also so ist und ihr eventuell im Zuge von Aufräumaktionen mal quasi sämtlichen Papierkram, der so rumfliegt sortiert und sinnvoll geordnet in Ordner packt, dann glaubt bloß nicht, danach wüsstet ihr noch, wo der Sozialversicherungsausweis wäre. Da ist er nämlich nicht. Und da auch nicht. Und da übrigens auch nicht.

Wenn ihr das also tut, dann macht euch um Himmels Willen irgendwo eine Notiz, dass ihr den Sozialversicherungsausweis da oder eben da hin gepackt habt und hängt sich euch gut sichtbar auf.

Es wird sich dann zwar rausstellen, dass der Sozialversicherungsausweis gar nicht im Zuge von Aufräumaktionen abhanden kam, sondern, weil ihr ihn zwischenzeitlich mal brauchtet und danach nicht daran gedacht habt, ihn an seinen üblichen Ort zurückzustecken, aber es bleibt trotzdem ein sinnvoller und hiflreicher Hinweis. Glaube ich jedenfalls.

#umzug2014 – Trampelpfade

An den Grundriss der neuen Wohnung hingegen muss ich mich noch erst gewöhnen. Den grüßten Gewöhnungsbedarf erkenne ich da beim Wohnzimmer und in der Küche. Prinzipiell haben wir jetzt eine offene Küche, etwas, das ich nie haben wollte, weil ich Ruhe in der Küche schätze und deswegen gerne eine Tür habe, die man im Zweifelsfall schließen kann. Das geht jetzt so nicht, allerdings ist der Grundriss einigermaßen gnädig, so dass ein bisschen Pufferraum zwischen Küche und eigentlichem Wohnzimmer ist, was das ganze wieder annehmbar macht. Man kommt dann entweder durch die Küche oder eine der beiden Wohnzimmertüren in den Flur und von da aus eben in den Rest der Wohnung, wo man halt gerade so hin möchte.

Hier habe ich gerade immer das Gefühl, genau den falschen Weg zu nehmen, bilde mir also ein, dauernd Umwege zu laufen. Da ich das aber IMMER habe, ist es vielleicht auch einfach so, dass ich mich schlicht noch nicht an den neuen Grundriss gewöhnt habe und dementsprechend vor allem häufiger rumlaufen muss.

Außerdem scheinen mir die Lichtschalter falsch platziert. Das ist natürlich nicht richtig, sie sind ganz normal an der Wand in üblicher Höhe angebracht, nur eben nie da, wo ich sie gerne hätte. Vor allem in der Küche haue ich regelmäßig an eine Stelle an der Wand, um das Licht anzumachen, nur ist da eben kein Lichtschalter, was die ganze Aktion einigermaßen sinnfrei macht. Aber auch hier bin ich hoffnungsvoll, dass es sich lediglich um anfängliche Irritationen handelt, die sich im Laufe der Zeit schon ergeben werden.

Möglicherweise ergeben sich im Laufe der Zeit ja auch hilfreiche Trampelpfade in der Wohnung, so dass man nicht mehr grübeln muss, welchen Weg man am besten einschlägt, sondern das an einer leichten Einkerbung im Parkett erkennen kann. Wir arbeiten dran.

#umzug2014 II

Kamin

Mittlerweile sollten es die meisten aufgefallen sein, wir sind umgezogen. Tatsächlich handelte es sich bei der ein oder anderen kryptischen Bitte, mir mal die Daumen zu drücken, immer um irgendwas, das mit dem Wohnungskauf zu tun hatte. Diese Wohnung, in der wir jetzt also seit Montag offiziell wohnen, fanden wir nämlich eher zufällig. Oder anders gesagt: Wir wissen schon recht lange von ihrer Existenz, fanden aber durch Zufall heraus, dass sie zum Verkauf steht.

Es war entsprechend der schnellste Wohnungskauf überhaupt, wir wussten nach fünf Minuten Wohnungsbegehung, dass wir diese Wohnung in Zukunft gerne bewohnen wollen würden. Möglicherweise hilft es, wenn man dazu weiß, dass es sich um eine Wohnung im gleichen Haus handelt, in dem wir sowieso schon seit vier Jahren wohnen und von der ich ja auch bei Stefan im Podcast erzählte. Wir mussten uns also keinen großen Kopf um Wohnungseigentümergesellschaft, Lage oder Substanz machen, denn das kennen wir ja alles schon und finden es gut.

Jedenfalls sind wir jetzt umgezogen. Ein Umzug eine Etage tiefer ist sehr schick und erleichtert vieles. Wir haben uns trotzdem eine Spedition kommen lassen, weil wir keine Lust hatten, Möbel ab- und wieder aufzubauen oder sehr schwere Sachen zu schleppen. Außerdem besitzen wir ein Klavier.

Positiv vermerken lässt sich, dass wir anscheinend lernfähig sind. Anstatt wieder wochen- oder monatelang ohne richtige Lampen zu wohnen, kauften wir schnell für fast alle Zimmer Lampen und ließen die einfach direkt vom Umzugsunternehmen installieren. Jetzt hängen tatsächlich fast überall Lampen. Nur in einem Zimmer nicht, das ist dieser Lampenkauflethargie geschuldet, die mich ab einem gewissen Zeitpunkt überfällt und der meine gesamte Entscheidungskraft außer Gefecht setzt und mich die Lampenabteilung bei IKEA fluchtartig verlassen lässt. Wenn man aber bedenkt, dass in der alten Wohnung nach vier Jahren immer noch in drei Zimmern keine Lampen hängen, ist das schon ein gewaltiger Fortschritt.

Dann haben wir noch schnell einen Spiegelschrank gekauft, den die Spedition dann auch direkt aufhängen durfte. Nach drei Tagen muss ich sagen: So ein Leben mit Spiegelschrank im Bad ist ungemein lebenswert. Ich hatte ja keine Ahnung! Außerdem haben sie auch den Draht für die Gardinen in zwei Zimmern angebracht. Das mit den Gardinen schaffen wir dann überraschenderweise sogar immer selbst.

Es ist also tatsächlich fast alles gemacht worden. Beim nächsten Umzug müsste dann also der Tendenz nach eigentlich alles fertig sein, aber nun wollen wir ja erstmal gar nicht umziehen, es ist ja jetzt alles perfekt.

Alles in allem handelt es sich um ein nicht zu unterschätzendes Lebensupgrade. Von null auf vier Balkone! Bad mit Badewanne! Mein eigenes Arbeitszimmer! KAMIN! KAMIN! KAMIN! Und endlich wieder Platz an den Wänden für mehr Bilder.

Außerdem hat die Küche eine Mikrowelle. Das verspricht neue Techniktagebuchbeiträge, wenn ich nach 34 Jahren Leben ohne Mikrowelle lerne mit diesem neumodischen technischen Wunderwerk umzugehen. Bleiben Sie dran.

Erwartungshaltung, nicht erfüllt

Wir waren also im Restaurant. In einem sehr guten Restaurant, wo es sehr gutes Steak zu gehobenen Preisen gibt, wo der Service üblicherweise sehr freundlich und professionell ist, ohne, dass es steif und förmlich wäre. Wo man sehr leckeres Brot vorneweg bekommt, die Weinauswahl ziemlich klasse ist und die Einrichtung rustikal-charmant.

Es gibt eigentlich nichts zu klagen.

Jetzt läuft das so. Man bekommt also dieses Brot vorweg, mit zwei Dips, etwas Schinken und Öl zum Tunken. Danach gibt es ein Paprikarahmsüppchen in einem Espressotässchen. Dann bekommt man das, was man bestellt hat.

Es sei dann, man ist wir. Dann bekommt man das Brot und dann das, was man bestellt hat mit etwas Wartezeit dazwischen, die sicher auch für ein Paprikarahmsüppchen in Espressotässchen gereicht hätte. Neben uns, hinter uns, überall um uns herum bekommen die anderen Gäste Paprikarahmsüppchen, nur an uns laufen die Kellnerinnen und Kellner zielsicher vorbei. NO SOUP FOR YOU!

Irgendwann habe ich mich damit abgefunden, kein Süppchen bekommen, es ist auch nicht schlimm, nur eben verwunderlich. Ich brauche keine Suppe, aber wenn alle anderen eine bekomme, fände ich es nur fair, wir würden eine bekommen. Nur so.

Statt dessen bekommen wir Steaks und Beilagen, alles ist super, schmeckt großartig, keine Beschwerden. Wir bestellen noch einen Nachtisch, ich dazu einen Cocktail, der Herr Gemahl einen doppelten Espresso. Der Cocktail kommt, dann der Nachtisch, dann auch der Espresso, zusammen mit einem kleinen Stück Brownie.

Brownies gibt es übrigens auch, wenn man bezahlt. Dann bekommt man eine kleine Etagere mit zwei, drei Browniestückchen drauf. Jedenfalls ist das bei den Gästen neben uns und hinter uns und um uns herum so. Überall kleine Etageren mit Browniestücken beim Bezahlen.

Weil wir den Tisch nur bis 20 Uhr haben können (das wussten wir auch, ist also okay so), werden wir gebeten, uns auf ein paar Ledersessel in der “Lounge” zu setzen und da den Cocktail zu Ende zu trinken. Kein Ding, mach ich gerne.

Als wir dann aber die Rechnung bekommen, gibt’s keine Etagere. Keine Browniestückchen. Nur eine Rechnung. Das ist kein Weltuntergang, ich hatte leckeres Brot, leckeres Fleisch, leckere Beilagen, leckeren Nachtisch, leckeren Wein und einen extrem leckeren Cocktail. Auf der anderen Seite finde ich, wenn alle anderen Etageren mit Browniestückchen bekommen, könnten wir aus reiner Fairness auch eine bekommen. Aber gut.

Wir zahlen also und ich merke ganz neutral und in freundlichem Tonfall an, das wir ja keine Brownies bekommen hätten.

“Die bekommen Sie nur zum Kaffee”, sagt die Kellnerin.

M-hm.

Suppe hätten wir auch keine bekommen, merke ich an, immer noch freundlich.

“Wir machen das immer ein bisschen anders”, sagt die Kellnerin.

Aha.

Im Auto lache ich erstmal eine Viertelstunde hysterisch vor lauter Fassungslosigkeit. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Wir machen das immer ein bisschen anders, ERNSTHAFT? Jeder, wirklich jeder hat ein Süppchen bekommen, ich habe zahlreiche Tabletts mit Süppchen an mir vorbeiziehen sehen und ausgerechnet und nur bei uns kam keins an? Ist das ein Konzept? Der Kunde des Tages kriegt kein Süppchen? Gibt’s da ne Lostrommel?

Was ich als Antwort erwartet hätte: “Oh, entschuldigen Sie, das tut mir Leid. Sie haben ja gesehen, dass es etwas stressig war heute, da haben wir das wohl vergessen. Hier haben Sie noch zwei Browniestückchen, die hatten wir ja auch vergessen. Eine schöne Heimfahrt noch!”

Aber mich anlügen? Etwas behaupten, das ich als normal intelligenter Menschen mit durchschnittlicher Beobachtungsgabe und Augen im Kopf doch recht schnell als die Unwahrheit identifizieren kann? ECHT JETZT?

Nur, um das klar zu machen, das Süppchen war mir egal, ich hatte es ja nicht bestellt und auch nicht bezahlt. Genauso die Brownies. Aber jenseits davon, dass ich mich naiverweise darauf gefreut hatte, weil ich ja irgendwie dachte, wenn alle sowas bekommen, dann wir wohl auch, scheint es mir keine besonders hilfreiche Reaktion zu sein, wenn ich den Gast, der sich nett und freundlich beschwert, dann einfach dreist anlüge.

Und damit das auch klar ist: Wir werden wiederkommen. Das Essen war super und abgesehen von einem Ausfall im Servicepersonal waren alle sehr nett, zuvorkommend und professionell. Das kann passieren. Aber es sollte nicht. Vor allem aber fasse ich es bis jetzt nicht, dass man sich in so einer Situation nicht einfach entschuldigt, sondern den Gast anlügt und dann geht. Es wäre so einfach, es richtig zu machen.

Alle bekloppt.

Mehr Musik, aber nur ganz kurz

Da standen wir gestern im Musikzimmer des werten Gemahls und überlegten, welche Songs man so mal aufnehmen könnte, als er etwas erzählte von einem Lied, dass wir “letztens” irgendwann aufgenommen hätten, mit so einer ganz einfachen Melodie in G-Dur und ich kam und kam aber ums Verrecken nicht drauf, was er meinen könnte.

Also suchten wir in den Tiefen des Rechners und fanden tatsächlich. Ein total niedliches Lied, ja, ich erinnere mich daran, das muss ich wohl irgendwann mal geschrieben haben. Faszinierend. Ich fand sogar in einem Notizheft den Text zu einer zweiten Bridge, auch total faszinierend, was man alles so aufschreibt und dann wieder vergisst. Selbstverständlich bekomme ich das Lied seitdem auch sehr schwer wieder aus dem Kopf, ich tendiere dazu, Ohrwurmmelodien zu schreiben, oder jedenfalls solche, die sich bei mir sofort als Ohrwürmer im Kopf breitmachen.

Das könnte man also tatsächlich noch mal neu aufnehmen. So ist der Gesang nämlich noch nicht gut und am Text könnte man auch noch schrauben und überhaupt.

Apropos “und überhaupt”: Ich bin mal wieder auf der Suche nach einem MiniDisc-Spieler, weil ich ja immer noch diese MiniDisc habe, eine Komplettaufnahme von einem Konzert von vor zehn Jahren. Da sind bestimmt auch noch Sachen dabei, die ich längst wieder vergessen habe. Außerdem eine Stunde Live-Konzert, total abgefahren, liegt hier aber eben auf einer MiniDisc rum, zu der mir ein Abspielgerät fehlt. Tragisch. Möglicherweise bekommen wir demnächst eines von einem Arbeitskollegen geliehen, aber das glaub ich auch erst, wenn ich’s habe. Sollte also unter der Leserschaft im Ruhrgebiet jemand sein, der so ein Gerät besitzt, ich bräuchte es nur für zwei bis drei Tage. Ich besitze nur diese eine MiniDisc, habe also gar kein Interesse am längerfristigen Besitz eines solchen Gerätes.

Worauf ich aber eigentlich hinauswollte. Weil wir ja jetzt eine Kamera haben und die auch irgendwie ausprobiert werden will, habe ich einfach ein lustiges Musikvideo zu einem ganz alten und sehr kurzen Song gemacht. Eigentlich war das auch nur eine Entschuldigung, um irgendwas zu haben, was man bei YouTube hochladen kann und es regnete gerade.

Wer also mal eine Aufnahme von 2001 oder so hören will, ich hätte hier was. Und demnächst gibt’s hoffentlich mehr. Wir arbeiten dran. Es kann sich nur noch um Jahre handeln.

Update: Wir haben mittlerweile einen MiniDisc-Player aufgetrieben und erfolgreich die MD auf den Rechner überspielt. Jetzt muss natürlich noch geschnitten und bearbeitet und was-weiß-ich werden, aber nach elf Jahren und zwei Monaten hätten wir dann zumindest den ersten Schritt getan. Alles danach wird vermutlich gar nicht mehr so schwer. Vielen Dank an alle, die mir per Kommentar, Twitter oder Mail Hilfe angeboten haben. Es scheinen doch noch mehr MiniDisc-Player in irgendwelchen Schubladen zu schlummern, als man so meinen könnte.