Category: Ich so

Erwartungshaltung, nicht erfüllt

Wir waren also im Restaurant. In einem sehr guten Restaurant, wo es sehr gutes Steak zu gehobenen Preisen gibt, wo der Service üblicherweise sehr freundlich und professionell ist, ohne, dass es steif und förmlich wäre. Wo man sehr leckeres Brot vorneweg bekommt, die Weinauswahl ziemlich klasse ist und die Einrichtung rustikal-charmant.

Es gibt eigentlich nichts zu klagen.

Jetzt läuft das so. Man bekommt also dieses Brot vorweg, mit zwei Dips, etwas Schinken und Öl zum Tunken. Danach gibt es ein Paprikarahmsüppchen in einem Espressotässchen. Dann bekommt man das, was man bestellt hat.

Es sei dann, man ist wir. Dann bekommt man das Brot und dann das, was man bestellt hat mit etwas Wartezeit dazwischen, die sicher auch für ein Paprikarahmsüppchen in Espressotässchen gereicht hätte. Neben uns, hinter uns, überall um uns herum bekommen die anderen Gäste Paprikarahmsüppchen, nur an uns laufen die Kellnerinnen und Kellner zielsicher vorbei. NO SOUP FOR YOU!

Irgendwann habe ich mich damit abgefunden, kein Süppchen bekommen, es ist auch nicht schlimm, nur eben verwunderlich. Ich brauche keine Suppe, aber wenn alle anderen eine bekomme, fände ich es nur fair, wir würden eine bekommen. Nur so.

Statt dessen bekommen wir Steaks und Beilagen, alles ist super, schmeckt großartig, keine Beschwerden. Wir bestellen noch einen Nachtisch, ich dazu einen Cocktail, der Herr Gemahl einen doppelten Espresso. Der Cocktail kommt, dann der Nachtisch, dann auch der Espresso, zusammen mit einem kleinen Stück Brownie.

Brownies gibt es übrigens auch, wenn man bezahlt. Dann bekommt man eine kleine Etagere mit zwei, drei Browniestückchen drauf. Jedenfalls ist das bei den Gästen neben uns und hinter uns und um uns herum so. Überall kleine Etageren mit Browniestücken beim Bezahlen.

Weil wir den Tisch nur bis 20 Uhr haben können (das wussten wir auch, ist also okay so), werden wir gebeten, uns auf ein paar Ledersessel in der “Lounge” zu setzen und da den Cocktail zu Ende zu trinken. Kein Ding, mach ich gerne.

Als wir dann aber die Rechnung bekommen, gibt’s keine Etagere. Keine Browniestückchen. Nur eine Rechnung. Das ist kein Weltuntergang, ich hatte leckeres Brot, leckeres Fleisch, leckere Beilagen, leckeren Nachtisch, leckeren Wein und einen extrem leckeren Cocktail. Auf der anderen Seite finde ich, wenn alle anderen Etageren mit Browniestückchen bekommen, könnten wir aus reiner Fairness auch eine bekommen. Aber gut.

Wir zahlen also und ich merke ganz neutral und in freundlichem Tonfall an, das wir ja keine Brownies bekommen hätten.

“Die bekommen Sie nur zum Kaffee”, sagt die Kellnerin.

M-hm.

Suppe hätten wir auch keine bekommen, merke ich an, immer noch freundlich.

“Wir machen das immer ein bisschen anders”, sagt die Kellnerin.

Aha.

Im Auto lache ich erstmal eine Viertelstunde hysterisch vor lauter Fassungslosigkeit. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Wir machen das immer ein bisschen anders, ERNSTHAFT? Jeder, wirklich jeder hat ein Süppchen bekommen, ich habe zahlreiche Tabletts mit Süppchen an mir vorbeiziehen sehen und ausgerechnet und nur bei uns kam keins an? Ist das ein Konzept? Der Kunde des Tages kriegt kein Süppchen? Gibt’s da ne Lostrommel?

Was ich als Antwort erwartet hätte: “Oh, entschuldigen Sie, das tut mir Leid. Sie haben ja gesehen, dass es etwas stressig war heute, da haben wir das wohl vergessen. Hier haben Sie noch zwei Browniestückchen, die hatten wir ja auch vergessen. Eine schöne Heimfahrt noch!”

Aber mich anlügen? Etwas behaupten, das ich als normal intelligenter Menschen mit durchschnittlicher Beobachtungsgabe und Augen im Kopf doch recht schnell als die Unwahrheit identifizieren kann? ECHT JETZT?

Nur, um das klar zu machen, das Süppchen war mir egal, ich hatte es ja nicht bestellt und auch nicht bezahlt. Genauso die Brownies. Aber jenseits davon, dass ich mich naiverweise darauf gefreut hatte, weil ich ja irgendwie dachte, wenn alle sowas bekommen, dann wir wohl auch, scheint es mir keine besonders hilfreiche Reaktion zu sein, wenn ich den Gast, der sich nett und freundlich beschwert, dann einfach dreist anlüge.

Und damit das auch klar ist: Wir werden wiederkommen. Das Essen war super und abgesehen von einem Ausfall im Servicepersonal waren alle sehr nett, zuvorkommend und professionell. Das kann passieren. Aber es sollte nicht. Vor allem aber fasse ich es bis jetzt nicht, dass man sich in so einer Situation nicht einfach entschuldigt, sondern den Gast anlügt und dann geht. Es wäre so einfach, es richtig zu machen.

Alle bekloppt.

Mehr Musik, aber nur ganz kurz

Da standen wir gestern im Musikzimmer des werten Gemahls und überlegten, welche Songs man so mal aufnehmen könnte, als er etwas erzählte von einem Lied, dass wir “letztens” irgendwann aufgenommen hätten, mit so einer ganz einfachen Melodie in G-Dur und ich kam und kam aber ums Verrecken nicht drauf, was er meinen könnte.

Also suchten wir in den Tiefen des Rechners und fanden tatsächlich. Ein total niedliches Lied, ja, ich erinnere mich daran, das muss ich wohl irgendwann mal geschrieben haben. Faszinierend. Ich fand sogar in einem Notizheft den Text zu einer zweiten Bridge, auch total faszinierend, was man alles so aufschreibt und dann wieder vergisst. Selbstverständlich bekomme ich das Lied seitdem auch sehr schwer wieder aus dem Kopf, ich tendiere dazu, Ohrwurmmelodien zu schreiben, oder jedenfalls solche, die sich bei mir sofort als Ohrwürmer im Kopf breitmachen.

Das könnte man also tatsächlich noch mal neu aufnehmen. So ist der Gesang nämlich noch nicht gut und am Text könnte man auch noch schrauben und überhaupt.

Apropos “und überhaupt”: Ich bin mal wieder auf der Suche nach einem MiniDisc-Spieler, weil ich ja immer noch diese MiniDisc habe, eine Komplettaufnahme von einem Konzert von vor zehn Jahren. Da sind bestimmt auch noch Sachen dabei, die ich längst wieder vergessen habe. Außerdem eine Stunde Live-Konzert, total abgefahren, liegt hier aber eben auf einer MiniDisc rum, zu der mir ein Abspielgerät fehlt. Tragisch. Möglicherweise bekommen wir demnächst eines von einem Arbeitskollegen geliehen, aber das glaub ich auch erst, wenn ich’s habe. Sollte also unter der Leserschaft im Ruhrgebiet jemand sein, der so ein Gerät besitzt, ich bräuchte es nur für zwei bis drei Tage. Ich besitze nur diese eine MiniDisc, habe also gar kein Interesse am längerfristigen Besitz eines solchen Gerätes.

Worauf ich aber eigentlich hinauswollte. Weil wir ja jetzt eine Kamera haben und die auch irgendwie ausprobiert werden will, habe ich einfach ein lustiges Musikvideo zu einem ganz alten und sehr kurzen Song gemacht. Eigentlich war das auch nur eine Entschuldigung, um irgendwas zu haben, was man bei YouTube hochladen kann und es regnete gerade.

Wer also mal eine Aufnahme von 2001 oder so hören will, ich hätte hier was. Und demnächst gibt’s hoffentlich mehr. Wir arbeiten dran. Es kann sich nur noch um Jahre handeln.

Update: Wir haben mittlerweile einen MiniDisc-Player aufgetrieben und erfolgreich die MD auf den Rechner überspielt. Jetzt muss natürlich noch geschnitten und bearbeitet und was-weiß-ich werden, aber nach elf Jahren und zwei Monaten hätten wir dann zumindest den ersten Schritt getan. Alles danach wird vermutlich gar nicht mehr so schwer. Vielen Dank an alle, die mir per Kommentar, Twitter oder Mail Hilfe angeboten haben. Es scheinen doch noch mehr MiniDisc-Player in irgendwelchen Schubladen zu schlummern, als man so meinen könnte.

Was Sie schon immer über Frauenzählen wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten.

In den letzten Tagen entbrannte mal wieder eine Diskussion um Frauenzählen, Frauenquote, Verantwortlichkeiten und andere vermeintliche Befindlichkeiten. In diesem Fall ging es um die brandeins. Eine Abonnentin hatte sich aus einem dumpfen Gefühl heraus die Mühe gemacht, in der aktuellen brandeins und einigen alten Ausgaben Frauen zu zählen und war zu einem für sie wenig befriedigenden Ergebnis gekommen, was sie der Zeitschrift auf Facebook kundtat.

Das hätte auch vermutlich gar nicht so viele Leute aufgeregt, wenn die brandeins bzw. einer ihrer Redakteure darauf nicht eher unglücklich reagiert hätte. Die brandeins würde eben nicht auf eine Quote achten, hieß es, es gäbe halt Themen und dann würde man sich Leute überlegen, die dazu passen würden und das wären dann eben oft keine Frauen. Als diese Antwort nicht besonders überraschend gar nicht gut ankam, wunderte man sich, es wäre doch gar nicht so gemeint gewesen, und es könne ja jemand gerne 50 intelligente Frauen vorschlagen.

Wer mehr über diese Diskussion lesen will, Felix Schwenzel hat das sehr schön zusammengefasst. In Anbetracht dessen, dass eine ähnliche Diskussion kürzlich bei dem Crowdfunding-Projekt der Krautreporter aufebbte, versuche ich aber nun mal, einige der häufigsten Fragen und Gegenargumente zu beantworten bzw. zu entkräftigen.

 

1. Was sind wir denn für eine Gesellschaft, in der Leute Frauen zählen?/Das ist doch Erbsenzählerei!/Habt ihr nichts besseres zu tun?

Ich habe hier schon mal darüber geschrieben, warum ich Frauen zähle. Im Wesentlichen geht es darum, einen brauch- und vorzeigbaren Beweis für ein dumpfes Gefühl zu haben. Das Gefühl nämlich, ob des Geschlechtes unterrepräsentiert zu sein. Ich möchte im Zweifelsfall nicht sagen müssen: “Ich habe das Gefühl, dass bei X oder Y zu wenig Frauen vorkommen.” Ich möchte sagen können: “Bei X oder Y kommen zu wenig Frauen vor. Ich habe nämlich nachgezählt und folgende Zahlen sind dabei herausgekommen.”

Außerdem geht es darum, strukturelle Probleme aufzudecken und das geht eben am besten erst mal über Quantität. Einfacher gesagt: Ich muss gar nicht über die Qualität diskutieren, wenn ich schon bei der Quantität ein Problem habe. (Anne Roth zählt zum Beispiel schon seit längerem Frauen bei Konferenzen.)

Oder noch anders gesagt: Ich kann die Rahmenbedingungen kritisieren, ohne dass ich den Inhalt kritisiere. Zwei Paar Schuhe.

Ein Beispiel: Im letzten Jahr gab es zwei Mal einen Thementag mit Konzerten, einmal auf irgendeinem ZDF-Spartensender und einmal auf 3sat. Den ganzen Tag Konzerte. Von morgens bis spät in die Nacht. Bei dem ZDF-Spartensender gab es exakt ein Konzert einer Frau. Cyndi Lauper. Nachts um drei. Bei 3sat sah es ein bisschen besser aus, immerhin gab es drei oder vier Konzerte von insgesamt über zwanzig, was aber eben immer noch wahnwitzig traurig ist.

Wir reden hier nicht über die IT-Branche oder eine Ingenieurszeitschrift, sondern um Musikkonzerte, wo es doch nun wirklich möglich sein sollte, mehr als drei oder vier ausreichend interessante Künstlerinnen zu finden. Die Tatsache, dass in der Redaktion, das diese Auswahl getroffen hat, niemand auf die Idee gekommen ist, dass dieses Verhältnis, ganz gelinde gesagt, problematisch sein könnte, finde ich bemerkenswert. Und nicht auf eine gute Art.

Und was die Frage “Habt ihr nichts besseres zu tun?” angeht: Erstens kann ich recht schnell zählen und zweitens habe ich in so einer Situation tatsächlich nichts besseres zu tun, als für mein diffuses Gefühl eine solide Datenbasis zu erlangen. Um nämlich dann sagen zu können: “Nein, es ist kein Einzelfall und nein, ich bilde mir das auch nicht ein.”

 

2. Aber es geht doch um den Inhalt!

Ja. Und?

“Es geht um den Inhalt” ist eines der schlechtesten Argumente überhaupt, denn es ist genauso irreführend wie implizit beleidigend.

Frauen machen ungefähr 50 Prozent unserer Gesellschaft aus. Zu behaupten, es wäre nicht möglich, unter diesen 50 Prozent ausreichend interessante Menschen für Thema A bis Z zu finden, ist schlichtweg eine nette Formulierung von “Männer sind halt interessanter als Frauen”, was wiederum eine nette Formulierung von “Frauen sind zu vernachlässigen”ist.

Im schlimmsten Falle befinden wir uns hier in einer Todesspirale. Zeitschrift X interviewt männlichen Experten Y zu Thema Z. Zeitschrift V möchte jetzt auch darüber berichten, kennt das Interview aus Zeitschrift X und fragt aus naheliegenden Gründen bei Experten Y nach, ob er nicht auch. Sendung W möchte jetzt einen kleinen Beitrag zu Thema Z machen, recherchiert und findet Experten Y bei Zeitschrift X und V, denkt sich “Ja, der muss sich ja auskennen!” und fragt mal nach. Auf die Idee, dass es zu Thema Z auch noch drölfzig interessante Experten sowohl weiblichen als auch männlichen Geschlechts geben könnte, kommt zu diesem Zeitpunkt niemand mehr.

 

3. Zeitschrift X/Organisation Y/Konferenz Z hat nun mal keine Pflicht, einer Frauenquote gleich zu kommen!

Nein, hat sie nicht. Muss sie auch nicht tun. Aber sie verliert mich dann halt möglicherweise als Interessentin. Wem das egal ist, das ist dann nicht mein Problem. Genauso wenig wie es eine Pflicht zur Frauenquote gibt, genauso wenig habe ich eine Pflicht, mich für Produkte, die die Existenz von Frauen ignorieren zu interessieren.

 

4. Wir wollen hier die Realität abbilden, und da gibt es halt in Branche X nicht so viele Frauen!

Ein zugegebenermaßen auf den ersten Blick sehr valides Argument, dass sich aber auch ganz gut auseinanderdröseln lässt.

Ich arbeite als Softwareentwicklerin, mein Mann arbeitet in der Energiebranche. Ja, es ist schwierig. Aber ich kenne weibliche Softwareentwicklerinnen und ich kenne weibliche Ingenieurinnen. Es gibt uns!

Niemand erwartet eine Verzerrung der Realität, doch auch hier scheint es mir ein großer Teil Bequemlichkeit zu sein, der dazu führt, dass in männerdominierten Branchen auch hauptsächlich Männer porträtiert werden. Und das führt wieder zu einer Todesspirale, nur halt zu einer noch schlimmeren. Denn, wenn in Zeitschriften, Fernsehsendungen und auf Konferenzen immer nur Männer als Macher, Manager und Experten reden, dann müssen wir uns auch nicht wundern, wenn sich in der Realität nichts ändert. Wie auch, wenn dauernd vermittelt wird, dass Frauen nichts Interessantes zu sagen hätten.

Dieses Argument klingt okay, ist aber bitterböse und sagt: “Wir haben kein Interesse daran, die Realität zu ändern.” Kann man natürlich machen, da muss jeder selber wissen, welchen Anspruch er an sich selbst stellt. Von einer Zeitschrift wie der brandeins, die von sich selber wohl gerne behaupten würde, auch jenseits des Tellerrands zu agieren, kann ich jedenfalls durchaus auch erwarten, dass sie in der Lage ist, sich über die üblichen Geschlechterstereotype hinwegzusetzen.

 

5. Dann macht es doch selber besser!/Macht doch einfach mal selber Vorschläge!

Die kurze Antwort: That’s not my fucking job!

Die längere Antwort: Kennt ihr diese Szene, wenn in irgendeiner Castingshow ein Kandidat ausgebuht wird und dann beleidigt sagt: “Kommt doch auf die Bühne und macht es besser!”

Was hier missverstanden wird: Ich kann eine Leistung kritisieren und nicht gut finden, ohne dass ich selber in der Lage sein muss, es besser machen zu können. Ich kann – um Felix Beispiel aufzugreifen – in einem Restaurant das Essen kritisieren, weil es versalzen ist, ohne dass ich selber überhaupt kochen können muss.

Genauso bin ich nicht in der Verantwortlichkeit, eine Zeitschrift mit besserer Frauenquote zu veröffentlichen, nur weil ich eine andere wegen ihrer schlechten Frauenquote kritisiere. Da sind schon Leute, die von sich behaupten, sie könnten gute Zeitschriften herausbringen, und ich muss ihnen zutrauen, sich dieser Aufgabe stellen zu können. Und zwar ohne meine Hilfe.

Ich bin auch nicht verantwortlich dafür, Vorschläge zu machen oder den Verantwortlichen bei der Suche nach geeigneten Gesprächspartnerinnen oder Speakerinnen zu helfen. Ich gehe davon aus, dass sie das sehr gut alleine können, weil sie hoffentlich Profis sind und einen entsprechenden Anspruch an ihre eigene Arbeit haben.

Anatol Stefanowitsch hat dazu unlängst auch etwas Kluges geschrieben.

 

6. Aber mit dem Finger auf Zeitschrift X/Organisation Y/Konferenz Z bringt doch auch nichts und in Afrika sterben die Kinder!

Im besten Fall bringt es ein paar Leute dazu, umzudenken und sich in Zukunft mehr Mühe zu geben, ein bisschen länger zu suchen und nicht immer die gleichen Leute zu fragen. Das wäre mal ein Anfang.

Oftmals wird Kritik hier auch als böser Fingerzeig verstanden. Doch meist ist ja das Gegenteil der Fall. Julia Mnsk ist Abonnentin der brandeins, also offensichtlich interessiert an dieser Zeitschrift. Mit ihrer Kritik teilt sie den Machern dieser Zeitschrift mit, dass sie etwas stört und fragt, ob es nicht möglich wäre, daran etwas zu ändern.

Genauso sah es vermutlich auch bei vielen Kritikern des Frauenverhältnisses bei den Krautreportern aus. Nur, wenn mich etwas grundsätzlich interessiert, habe ich auch ein Interesse, die Verantwortlichen darauf hinzuweisen. Wird Kritik niedergebügelt oder ignoriert, ist die Chance, dass ich später bereit bin, mein Geld in diese Richtung auszugeben, recht gering.

Es gibt hier also zwei Optionen: Nichts sagen und Zeitschrift X/Organisation Y/Konferenz Z in Zukunft nicht mehr zu unterstützen. Oder eben Kritik äußern in der Hoffnung, dass sich etwas ändert und man auch in Zukunft mit einem guten Gefühl Geld in diese Richtung schubsen kann.

Wie man einen Kratzbaum aufbaut. Und wie nicht.

Gestern war ich ja beinahe spontan bei Herzbruchens zu Hause. Beinahe spontan, weil der Plan immerhin vorgestern abends entstand, also eine gewisse Vorlaufzeit hatte, aber eben keine besonders lange. Die Gelegenheit war günstig, weil der feine Herr Gemahl auf irgendeinem Abteilungsausflug war und außerdem war es ja auch dringend, weil acht Wochen alte Babykatzen ja nicht ewig lange acht Wochen bleiben. Um genau zu sein, bleiben sie exakt eine Woche lang acht Wochen alt.

Jedenfalls wurde ich anscheinend spontan vom Herzbruchkind zum Kratzbaum aufbauen eingeplant. Das kommt davon, wenn man keinen Kuchen mitbringt. Der Kratzbaum steckte in einer großen Kiste, zusammen mit gefühlt grob 400 Päckchen Katzenfutter und einem Päckchen getrockneter “Herzchen aus Hähnchenfleisch”. Frau Herzbruch betonte mehrmals, dass es eigentlich ein Scherz gewesen wäre und ich jetzt nicht wirklich den Kratzbaum aufbauen müsste, aber als IKEA-Aufbau-Expertin erschien mir dieser Kratzbaum als eine meiner leichteren Übungen. Zumal ich selten in die Verlegenheit komme, einen Kratzbaum aufzubauen und ja der Meinung bin, man sollte doch fast alles wenigstens einmal gemacht haben.

Ich fing also an, zusammen mit dem Herzbruchkind Kratzbaumstützen auf flauschige Platten zu schrauben. Die Anleitung bestand aus einer Skizze des Kratzbaumes, mit Buchstabenbezeichnungen für die Stützen und Nummern für die Schrauben und so Zahlen an der Skizze. “Ich hoffe mal, die Zahlen sind nicht die Reihenfolge, sonst habe ich hier nämlich was falsch gemacht” sagte ich heiter. Die Zahlen auf der Skizze zeigten nämlich grob von oben nach unten, während ich tapfer und zielstrebig von unten nach oben baute. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke überlegte ich dann, wie ich nachher die oberste Platte gleichzeitig auf zwei Stützen schrauben sollte und kam nach einer kurzen Zeit intensiven Nachdenkens zu dem Schluss, dass das wohl einfach unmöglich wäre.

Es ist nämlich so: Man denkt, es wäre egal, in welcher Richtung man einen Kratzbaum aufbaut, aber es stellt sich überraschend heraus, dass es einen Unterschied macht, ob man von oben nach unten oder von unten nach oben baut. Der Unterschied besteht im Wesentlichen daraus, dass es von unten nach oben nicht geht.

Ich schraubte also leise fluchend alles wieder auseinander und baute den Kratzbaum nach Anleitung unter Einbeziehung der Zahlen in der richtigen Reihenfolge von oben nach unten zusammen. Als ich abends dann noch mal mein Werk begutachtete, schlief eine Babykatze ganz oben und die andere in so einem Stoffkuhlenelement. Der Anblick von zwei schlummernden Babykatzen, was könnte einem besser sagen, dass man da einen prima Kratzbaum zusammengeschraubt hat.

Gute Kundin

Als ich gestern auf der Gourmetmeile in einer Schlange stand, um ein Stück Rindersteak mit Trüffelrisotto zu erstehen, konnte ich natürlich auch beobachten, wie der typische Bestellablauf sich gestaltete.

Servicekraft: Buena Buona sera!
Kunde: Ich hätte gerne dies-und-das.
S: Haben Sie schon Besteck?
K: Ja.
S: Noch etwas zu trinken dazu?
K: Ja, ein Glas So-und-so-Wein.
S: Macht drölf Euro. Bitte stellen Sie sich an der Ausgabe an.

Dann war ich an der Reihe und das ging so:

Servicekraft: Buena Sera!
Anne: Ich hätte gerne das Rindersteak, Besteck hab ich schon und zu trinken möchte ich nichts.
S: Macht neun Euro fünfzig. Bitte stellen Sie sich an der Ausgabe an.

In Wirklichkeit war das Gespräch länger, weil sich der Mensch hinter der Theke so freute, eine gut mitarbeitende und vorausschauende Kundin zu haben, ich aber zumindest zugeben musste, ja auch durch die mitgelauschten Gespräche vorher auf so einem guten Wissensstand zu sein. Jedenfalls waren alles sehr glücklich. Ich geb mir eben auch als Kundin immer sehr viel Mühe.

Schienenersatzverkehr – Keine Liebesgeschichte

Ich könnte jetzt die komplette, etwas komplizierte Geschichte erzählen, wie es zum Schienenersatzverkehr kam, aber das verwirrt dann wieder nur alle und ist auch nicht sonderlich interessant. Jedenfalls muss ich diese Woche jeden Tag mit einem Bus von Essen nach Ratingen fahren und kann nun relativ sicher behaupten, dass man das auch nicht zwingend länger als eine Woche tun muss.

Dabei ist der Schienenersatzverkehr prinzipiell gar nicht so schlimm, wie ich befürchtete. Montagmorgen zum Beispiel fand ich es sehr gemütlich über Essen-Werden am Baldeneysee vorbei nach Kettwig zu gondeln, dann über die Brücke über den Ruhrstausee, vorbei am Schloss Hugenpoet und dann irgendwelche Serpentinen hoch durch einen Wald und an Feldern und Wiesen mit Pferden und Schafen vorbei über Hösel bis nach Ratingen. Das war erstaunlich entspannend, man sieht mal wieder, wie hübsch die Gegend ist und ist entzückt über goldgelbe Felder, wo sich die Ähren im Wind wiegen oder so ähnlich, ich kenne mich da in der Landschaftsbeschreibungsterminologie nur so mittel aus, ich bin auch bei “Herr der Ringe” immer ausgestiegen, wenn Tolkien anfing, einen Berg zu beschreiben und hab da weitergelesen, wo die Adjektivhäufung aufhörte.

Das Problem ist aber folgendes. Erstens kann ich im Bus nicht lesen oder nur in Momenten, in denen die Konstellation meiner körperlichen Verfassung und der Fahrstil des Busfahrers besonders günstig steht. Diese Momente sind leider sehr selten. Ansonsten wird mir vom Lesen im Bus schlecht. Man kann das eine Woche ganz gut überbrücken, in dem man Podcasts hört, aber das ist auf Dauer ja auch keine Lösung. Im Zug dagegen kann ich alles machen, manches sogar gleichzeitig.

Also höre ich Podcasts und würde dabei gerne aus dem Fenster gucken und mich an der hübschen Landschaft erfreuen. Hier kommt das nächste Problem: Aus mir schleierhaften Gründen werden Busse gerne auf beiden Seiten komplett von oben bis unten und von hinten bis vorne mit Werbung tapeziert. Das mit der Werbung verstehe ich ja noch, dafür bekommt man Geld und kann schönere Busse kaufen oder alte Busse reparieren. In gefühlt acht von zehn Fällen werden dabei aber die Fenster mit tapeziert und man kann die entzückenden Schafe auf den hübschen Wiesen nur durch ein auf der Außenscheibe aufgeklebtes Lochmuster sehen.

Und genau das scheint mir das Grundproblem beim Busfahren zu sein: Im Zug brauche ich nicht aus dem Fenster zu gucken, da kann ich nämlich lesen, ich könnte aber aus dem Fenster gucken, weil bisher noch niemand auf die Idee gekommen ist, Werbung an einen RE oder gar einen ICE zu kleben. Im Bus, wo ich nicht lesen kann und ich auf einmal große visuelle Kapazitäten frei habe, mit denen ich prima aus dem Fenster gucken könnte, kann ich das nicht, weil ich eh alles nur hinter einem Grauschleier erahnen kann. Da hat doch jemand nicht richtig mitgedacht! Das ergibt doch so alles keinen Sinn!

Es ist aber auch ein bisschen egal, weil ich nur noch morgen einmal nach Ratingen und wieder zurück muss und ab nächster Woche wieder mit Zügen fahren darf. Das ist vielleicht dann auch für alle Beteiligten ganz gut, denn entweder meine Verfassung wird zunehmend schlechter oder der Busfahrer heute hatte es besonders eilig, nach Essen zu kommen. Möglicherweise wollte er auch das Fußballspiel nicht verpassen. So habe ich mich jedenfalls erfolgreich zurückgehalten und auch heute nicht in den Bus gekotzt. Ich bin ein bisschen stolz auf mich und wenn in der nächsten Woche jemand, der aussieht wie ich, in Essen in die Bahn steigt und spontane Loblieder auf den Schienenverkehr intoniert, dann ist jetzt hoffentlich auch klar, wie es dazu kommen konnte. Es war mal wieder der Schienenersatzverkehr mit Bussen.

Unfälle beim Rückenschwimmen

Als jetzt gerade im Fernsehen arme Fußballspieler mit Platzwunden auf dem Platz lagen, nach einem Spiel gegen Ghana, das mich ja nur vom Zugucken vollkommen kirre gemacht hat, da musste ich wieder an heute morgen denken.

Heute morgen war ich nämlich Schwimmen. Es ist ja so, dass der feine Herr Gemahl mittlerweile zwei bis vier Mal in der Woche morgens irgendwelchen Sport macht. Absurd, ich weiß, aber so ist es jetzt wohl. Manchmal geht er laufen, manchmal geht er schwimmen, jedenfalls steht er zu absurden Zeiten auf, um sich mit anderen verrückten Menschen zu treffen und sich körperlich zu betätigen. Vorm Mitmachen rettet mich nur, dass ich in einer anderen Stadt arbeite und das morgens zeitlich einfach nicht schaffen würde.

Heute war aber Samstag und es fehlte mir nicht nur an Ausreden, mit ins Schwimmbad zu gehen, ich hatte sogar irgendwie Lust dazu. Und so begab es sich, dass ich heute um kurz nach halb neun im Rüttenscheider Schwimmzentrum ins große Becken stieg und 20 Bahnen in sehr moderatem Tempo hin und her schwamm. Meistens Brustschwimmen, denn etwas anderes kann ich nicht.

Das Rüttenscheider Schwimmzentrum ist nicht schön, aber gut besucht. Ich kenne mich in Essen zu wenig aus, aber ich glaube, die Hallenbaddichte ist nicht besonders gut und man nimmt, was man kriegt und was in der Nähe ist, deswegen nehmen viele Menschen eben das Rüttenscheider Schwimmzentrum.

Weil ich also aber nicht zwanzig Bahnen einfach so nur mit Brustschwimmen schaffe, brauchte ich ein bisschen Rückenschwimmen. Da guckt man dann vorher, ob die Bahn frei ist, legt sich entspannt auf den Rücken und schwimmt drauf los. Danach sieht man ja nicht mehr viel außer der recht unattraktiven Schwimmhallendecke.

Jedenfalls liege ich da so auf dem Rücken und stoße auf einmal gegen irgendwas. Irgendwas ist ein vielleicht Siebzigjähriger, der die gleiche Idee hatte wie ich und die Bahn auf dem Rücken zurücklegen wollte, nur eben in die andere Richtung. Wir entschuldigen uns gegenseitig, stellen fest, dass ja nichts passiert ist, niemand blutet, niemand ist schuld, wir schwimmen weiter und alles ist gut. So geht das also auch. Völlig unspektakulär, aber dafür halt auch nicht so wirklich interessant.

Was ich sonst noch so gemacht habe

Es passiert ja so viel. Vorgestern zum Bespiel war ich zum Presselunch im “What’s Beef” auf der Immermannstraße in Düsseldorf eingeladen. Da wollte ich ja sowieso immer mal hin, die Einladung kam also wie gerufen. Wie das sonst so war steht im Foodblog.

Außerdem hatte ich Stefan Proksch zu Gast in meiner Wohnung (na ja, also fast) und habe ihm für seinen Podcast “Homestorys” etwas über unsere Wohnung – oder richtiger: unsere Wohnungen – erzählt. Wer also immer mal wissen wollte, wie es sich mit Zugbrücke so lebt, kann da reinhören.

Es ist übrigens so, dass auch Stefan mit seiner Anfrage offene Türen einrannte. Ich erzähle gerne Zeug in Podcasts und im Radio. Von einem eigenen Podcast nehme ich aber aktuell Abstand, da ich aus Erfahrung weiß, wie viel Aufwand das ist und momentan mit Blogs und Techniktagebuch ausreichend ausgelastet wird. Wer aber einen Podcast hat und der Meinung ist, ich wäre da ein prima Gast, der kann sich gerne meldne. Ich habe sogar ein hübsches Mikrofon und weiß mittlerweile sogar ein bisschen besser, wie man das richtig anschließt.

Versehentlicher Walzer oder die Tücken des Songschreibens

Gestern habe ich eher aus Versehen einen Song im Dreivierteltakt geschrieben, also eben einen Walzer. Aus Versehen, weil ich das so nicht geplant hatte. Eigentlich hatte ich überhaupt nichts geplant, das scheinen aber leider die besten Voraussetzungen fürs erfolgreiche Songschreiben zu sein, also gar nicht vorzuhaben, einen zu schreiben, was wieder so ein “Nicht an den rosa Elefanten denken”-Problem ist, oder eben wie damals oder vielmehr demnächst irgendwann, wenn Arthur Dent stolpern, sein altes Handtuch sehen und daraufhin vergessen wird, auf dem Boden aufzuschlagen.

So gesehen ist Songschreiben quasi wie Fliegen. Mindestens genauso schwer und garantiert so wenig vorhersehbar.

Eigentlich fing das aber schon vorher an, nämlich Samstag oder so, als ich vollkommen überraschend die Bridge für einen anderen Song fand, der ansonsten schon seit Monaten irgendwie so halb fertig ist. Es fehlte nur noch eine vernünftige Bridge und jetzt eben noch so grob zwei bis drei Zeilen Text. Das klingt nicht viel, ist es aber leider doch, aber ich bin da optimistisch. Jetzt, wo ich die Bridge hab, ist ja eins von zwei wesentlichen Problemen erledigt, jetzt ist der Song also nicht mehr nur zu 80 Prozent, sondern schon zu so 90 Prozent fertig, es kann sich also nur noch um Monate handeln. Da könnte man auch fragen, ob ich die Bridge oder jetzt eben die zwei bis drei Zeilen Text nicht einfach weglassen könnte, aber das geht dann auch wieder nicht, der Song brauchte eindeutig eine Bridge und die zwei bis drei Zeilen Text leider auch, das wäre ja einfach, wenn man als Songschreiber einfach sagen könnte, ach, das ist mir zu schwierig jetzt, das lass ich weg.

Dementsprechend gilt auch fürs Songschreiben, die alte 80/20-Regel, nach der man für 20 Prozent der Arbeit 80 Prozent der Zeit braucht. Wenn man lang genug sucht, findet man bestimmt auch noch einen kritischen Pfad, der den Songschreibeprozess irgendwie beeinflusst, aber das können andere Menschen machen.

Samstag hatte ich jedenfalls die Bridge und dann saß ich Sonntag am Klavier und schrieb aus Versehen einen Song im Dreivierteltakt, der so aber überhaupt nicht geplant war und dementsprechend fertig war, bevor ich “Huch!” sagen konnte. Auf einmal hatte ich erste Strophe, den Refrain und wusste auch, wie das ganze so insgesamt funktionieren musste. Vorhin habe ich den Text für die zweite Strophe geschrieben, dann noch schnell eine kleine Bridge gebastelt und ZACK! FERTIG! Das passiert ausgerechnet mir, die ich gerade für die Songtexte immer so furchtbar lange brauche. Und jetzt hier, zack, kurz mal nicht aufgepasst, schon ist alles fertig.

Das Ergebnis kann man sich auf Soundcloud anhören, die Tonqualität ist anfechtbar, ich habe es halt einfach so mit der Diktiergerätfunktion auf dem iPhone aufgenommen, was anderes war gerade nicht da. Außerdem habe ich mich mindestens zwei Mal versungen, es ist ja nicht so, als ob man automatisch textsicher wäre, nur weil man irgendwas selbst geschrieben hätte. Schön wäre das, wenn es so wäre, so ist es aber eben nicht.

Und für die ganz Neugierigen hier noch der Text, dann weiß man auch, wo genau ich mich vertan habe.

Tokens & Trinkets & Gold

Newspapers, letters and things that are written
Goldfish and birds and an unwanted kitten
Trophies and gold rings and bouquets of flowers
A grandfather clock that makes noise every hour

So leave it all for me to find
The things you cannot leave behind
All your tokens and trinkets and gold
And though it is quite plain to see
That none of this means much to me
I will wait for you ’til I am old
You’ll come back with you stuff’s still unsold
I will wait for you ’til all the oceans rise, skies will tear open and rain will unfold

An old record player and some records with scratches
A candle and four hundred boxes of matches
The things that you love and those things you forgot
And these walls that contain all those things that you’ve got

So leave it all for me to find
The things you cannot leave behind
All your tokens and trinkets and gold
And though it is quite plain to see
That none of this means much to me
I will wait for you ’til I am old
You’ll come back with you stuff’s still unsold
I will wait for you ’til all the oceans rise, skies will tear open and rain will unfold
I will wait for you ’til I am old

Goldfish and birds and an unwanted kitten
Newspapers, letters and things I have written
I know that I can’t make you stay
So I just hope that you’ll come back someday

So leave it all for me to find
The things you cannot leave behind
All your tokens and trinkets and gold
And though it is quite plain to see
That none of this means much to me
I will wait for you ’til I am old
You’ll come back with you stuff’s still unsold
I will wait for you ’til I am white haired and wrinkly, my looks will be gone I am told
I will wait for you ’til I am old
I will wait for you ’til I am old