Category: Musikdings

Eine Tüte Gemischtes

Heute morgen erst verschlafen, dann den Zug verpasst. Den Zug verpasst hab ich aber vor allem, weil die Straßenbahn zu spät kam. Die U17 hat nämlich das Zusatzfeature “sehr krankheitsanfällig”. Sobald ein bisschen Schnee liegt oder es einfach nur sehr kalt ist, muss man damit rechnen, dass irgendwas kaputt geht.

Vor ungefähr vier Jahren sind wir ja nach Essen gezogen. Mitten im schlimmsten Schnee-und-Eis-Winter nämlich, wir hatten das sehr gut geplant. Am Abend vorher fuhren wir noch einige Kisten von Düsseldorf und Essen und sahen ein paar Autos auf der Autobahn, die falsch rum in der Gegend rumstanden. Tatsächlich klappte dann doch alles ganz gut, lediglich ein Tisch wurde zerschrammt, als einer der Möbelpacker beim Aussteigen aus dem Umzugswagen ausrutschte.

Ich lernte die U17 also mitten im Winter kennen und deswegen im Prinzip erst mal gar nicht, weil sie einfach zwei Wochen lang  sehr konsequent gar nicht fuhr. Und heute dann eben nicht nur später kam, sondern auch zwischendurch immer weider stehen blieb und nicht weiterwollte. Ich kann es aber auch irgendwie verstehen, ich will ja bei der Kälte auch nicht raus.

Frau Novemberregen ließ uns letztens in ihre Handtasche schauen und fand im Portemonnaie zwei Plektren/Plektrums/Plektrons/wie-auch-immer. Daraufhin grübelte sie ein bisschen darüber nach, warum sie wohl zwei Plektr… Gitarrendingsis mit sich rumschleppte. Aber das kann man auch selber hier nachlesen.

Dazu muss ich folgendes beitragen: Ich habe auch zwei Gitarrendingsis im Portemonnaie, es ist ebenfalls ein härteres und ein weicheres und ich weiß ebenfalls nicht warum. Das heißt, eigentlich weiß ich ganz genau, warum. Ich wollte nämlich damals beim Gitarrenunterricht sehr gerne lernen, wie man mit einem Plektrum spielt und hatte deswegen zwei gekauft und trug sie mit mir rum. Und weil die Dinger sehr klein und flach sind und quasi kein Gewicht haben, passen sie halt sehr gut ins Portemonnaie. Das hat den weiteren Vorteil, dass man sie nicht verliert. Es ist also weniger so, dass ich damit rechne, spontan irgendwo eine Gitarre zu finden und auf einmal mit einem Plektrum spielen zu wollen, es scheint einfach einer der besten Aufbewahrungsorte zu sein. Stört ja nicht.

Heute Morgen auf Facebook bei Thomas Jungbluth einen Link zu einer Crowdfunding-Kampagne für einen veganen Burgerladen gefunden und kurz darüber nachgedacht, warum ich diese Kampagne eher ärgerlich finde. Also nicht die Kampagne selber, bzw. schon die Kampagne selber, aber ich unterstelle den Initiatoren da nichts böses, sie wollen sicher nur einen schicken verganen Burgerladen in Köln eröffnen, aber da fängt es schon an: In Köln. Man könnte da jetzt alternativ jede etwas größere Stadt mit funktionierender Gastronomieszene nehmen, bei jeder fände ich das albern.

Und das auch nicht, weil ich vegane Sachen doof finde, sondern weil es zumindest gefühlt in jedem Hipsterburgerladen, in dem ich in den letzten Jahren war, mindestens eine vegetarische und vegane Variante gab. Gerade in der Hipsterburgerszene scheint mir da also der geringste aller Handlungsbedarfe zu bestehen, jetzt noch einen weiteren Burgerladen aufzumachen, wo es dann wirklich nur vegane Burger gibt. Der unfaire Verdacht liegt nahe, dass das auch die Banken so gesehen haben und das Geld jetzt eben woanders herkommen muss.

Auf der anderen Seite, vielleicht möchten Veganer auch gerne mehr als einen Burger zur Auswahl zu haben. Man kann da also gerne Geld hinwerfen, letztlich ist es mir auch egal, und vielleicht war ich heute morgen auch nur noch etwas müde und unnötig gereizt.

(Um das mal in Zahlen aufzudröseln: Bei Hans im Glück gibt es Unmengen von Burgern auf der Speisekarte, davon neun vegetarisch, davon einer vegan, bei Freddy Schilling gibt es neun Burger insgesamt, davon drei vegetarisch, davon einer vegan, das Konzept von der fetten Kuh erschließt sich mir nicht ganz, hier gibt es anscheinend vegetarische Varianten, von vegan steht da aber nüscht. Bei What’s Beef sieht das Konzept sowieso vor, sich die Burger selber zusammenzubasteln, es gibt zwei Fleischvarianten, eine vegetarische und eine vegane, lediglich bei den Beef Brothers gibt es noch Luft nach oben, da gibt es nämlich bei insgesamt sieben Burgervariante nur eine vegetarische und nix veganes.)

Und zuletzt: Wer was wirklich witziges lesen will, der sollte hierhin klicken und lesen, wie Andrea Diener mit sehr vielen Hessen auf einen Flug wartete. So schön. Wer auf Anhieb weiß, was Dischäende ist, hat gewonnen. Ich musste erst die Auflösung im nächsten Absatz lesen.

Über Jim Henson (oder: Betreutes Lesen)

Ich wollte oder sollte vielmehr ja eigentlich über Germknödel aus dem Reiskocher schreiben, aber dafür ist jetzt nicht genug Zeit, das kommt später. Statt dessen saß ich eben in der Küche vor dem Rechner und heulte Rotz und Wasser und das kam so:

Ich habe in den letzten Wochen und Monaten die Biografie von Jim Henson geschrieben von Brian Jay Jones [Werbelink] gelesen. Jim Henson, sollte das jetzt jemand unerwarteterweise nicht wissen, hat ja die Muppets erfunden und die ganzen Figuren in der Sesamstraße und die Fraggles und noch ganz viel anderen Kram, von dem man gar nichts wusste, bis man die Biografie liest und staunt, was ein Mensch in knapp 35 Jahren so alles schaffen kann.

Jim Henson starb 1990, sehr plötzlich im Alter von 53 Jahren. Viel zu früh also. Sehr, sehr viel zu früh. Das wusste ich schon, trotzdem lag ich gestern auf dem Sofa und weinte hemmungslos die letzten zwanzig Seiten lang auf das Buch, weil eben ja doch alles so furchtbar traurig war.

Etwas anderes habe ich aber auch gelernt. Das Internet bietet mittlerweile viele Möglichkeiten zum betreuten Lesen. Man lernt in der Biografie zum Beispiel, dass Jim Henson in seiner Anfangszeit viele Werbefilme gedreht hat, u.a. für den Kaffee von Wilkins. Die Protagonisten waren Wilkins und Wontkins. Wilkins wollte Kaffee trinken, Wontkins nicht und kriegte dementsprechend jedes Mal was auf die Mütze. Das wurde in dem Buch schön beschrieben, aber das reicht natürlich nicht. Netterweise gibt es aber ja jetzt das Internet und da kann man gucken, wie die Werbespots mit Wilkins und Wontkins wirklich aussahen.

Auch unser aller Lieblingspianistenhund Rowlf wurde erstmalig für Werbung für Hundefutter von Purina Dog Chow erdacht und auch das kann man sich prima angucken.

Man kann sich dann noch Folgen der Fraggles auf Englisch oder alternativ Französisch angucken oder den Trailer zu The Dark Crystal oder Labyrinth und überhaupt finde ich dieses vom Internet betreute Lesen so schön, dass ich schon überlege, wie man das auch in Zukunft hilfreich einsetzen und weiterführen kann.

Das Buch endet aber eben leider damit, dass Jim Henson stirbt. Ein paar Tage nach seinem Tod gab es eine Gedenkfeier in New York, bei der gesungen und vorgetragen wurde, es wurden bunte Schmetterlinge verteilt und die Menschen sollten sich über das freuen, was Jim Henson sich in seinem Leben ausgedacht hatte. Bei dieser Gedenkfeier gab es ein Medley der Puppenspieler, die jahrelang mit Jim Henson zusammengearbeitet hatten und auch das kann man auf YouTube angucken. Es ist alles sehr herzergreifend und wunderbar, es wird noch herzergreifender, wenn man weiß, dass diese Leute ein paar Tage vorher völlig unerwartet einen Menschen verloren haben, mit dem sie viel Zeit verbracht haben. Spätestens ab der dreizehnten Minute wird es dann herzzerreißend, aber ich hatte ja schon bei der zweiten Minuten mit Weinen angefangen, insofern machte das dann auch keinen großen Unterschied mehr, was meinen allgemeinen Gemütszustand anging.

Jedenfalls, so war das heute Abend. Und morgen schreibe ich dann über Germknödel. Es muss ja weitergehen. So würde Jim Henson das jedenfalls vermutlich sehen.

Was Udo Jürgens mit Südfrankreich zu tun hat

Im September waren wir ja in Frankreich und wie es der Zufall wollte, gab es am ersten Wochenende ein dreitägiges Fest. Auf dem Marktplatz standen lauter Buden irgendwelcher Vereine und Restaurants, überall gab es leckeres Essen auf Papptellern und Bier in Plastikbechern.

Und dann spielte eine Band auf einmal “Griechischer Wein”, nur dass eben niemand den deutschen Text sang, sondern irgendetwas französisches und ich wunderte mich ein bisschen, aber wer weiß schon, wo so Melodien herkommen und wo sie hinwandern. In Biscarrosse-Plage spielt man jedenfalls beim Dorffest “Griechischer Wein”, warum auch nicht?

Weil ich es heute dann aber doch mal genauer wissen wollte, guckte ich im Internet nach, was es damit auf sich gehabt haben könnte und erfuhr dabei auf Wikipedia folgendes:

Die Melodie schrieb Jürgens nach einem Urlaub auf der griechischen Insel Rhodos, laut eigener Aussage in nur 20 Minuten.

[…]

José Vélez (Vino Griego) sang das Lied in einer spanischen Version, die auch im südfranzösischen Gebiet bekannt wurde. Sie ist die Hymne des Rugby-Vereins von Bayonne (mit einem französischen und einem baskischen Text) und wird bei den verschiedenen Ferias in Südfrankreich gespielt.

Und so ist das mit Südfrankreich und Udo Jürgens. Mach’s gut, Udo. War immer schön mit deiner Musik.

Dinge, die mein Klavierlehrer sagt

“Wenn Sie an so ein Stück rangehen und Sie haben selber keinen musikalischen Grundstock, dann sind Sie wie ein Vampir, der das Stück nur aussaugt. Sie brauchen einen Grundstock, mit dem Sie etwas in das Stück hineinbringen können. Wir wollen weniger vampiristisch sein.”

“Es ist ja so: Wenn Sie mit anderen Musikern spielen, dann werden Sie als Pianistin automatisch als harmonisch kompetent angesehen.”

“Und was ist das jetzt für ein Ton? Das müssen Sie wissen als Informatiker.”
“Aber warum denn ausgerechnet als Informatiker?”
“Als Informatiker sind Sie doch informiert.”

Große Liebe.

Mehr Musik, aber nur ganz kurz

Da standen wir gestern im Musikzimmer des werten Gemahls und überlegten, welche Songs man so mal aufnehmen könnte, als er etwas erzählte von einem Lied, dass wir “letztens” irgendwann aufgenommen hätten, mit so einer ganz einfachen Melodie in G-Dur und ich kam und kam aber ums Verrecken nicht drauf, was er meinen könnte.

Also suchten wir in den Tiefen des Rechners und fanden tatsächlich. Ein total niedliches Lied, ja, ich erinnere mich daran, das muss ich wohl irgendwann mal geschrieben haben. Faszinierend. Ich fand sogar in einem Notizheft den Text zu einer zweiten Bridge, auch total faszinierend, was man alles so aufschreibt und dann wieder vergisst. Selbstverständlich bekomme ich das Lied seitdem auch sehr schwer wieder aus dem Kopf, ich tendiere dazu, Ohrwurmmelodien zu schreiben, oder jedenfalls solche, die sich bei mir sofort als Ohrwürmer im Kopf breitmachen.

Das könnte man also tatsächlich noch mal neu aufnehmen. So ist der Gesang nämlich noch nicht gut und am Text könnte man auch noch schrauben und überhaupt.

Apropos “und überhaupt”: Ich bin mal wieder auf der Suche nach einem MiniDisc-Spieler, weil ich ja immer noch diese MiniDisc habe, eine Komplettaufnahme von einem Konzert von vor zehn Jahren. Da sind bestimmt auch noch Sachen dabei, die ich längst wieder vergessen habe. Außerdem eine Stunde Live-Konzert, total abgefahren, liegt hier aber eben auf einer MiniDisc rum, zu der mir ein Abspielgerät fehlt. Tragisch. Möglicherweise bekommen wir demnächst eines von einem Arbeitskollegen geliehen, aber das glaub ich auch erst, wenn ich’s habe. Sollte also unter der Leserschaft im Ruhrgebiet jemand sein, der so ein Gerät besitzt, ich bräuchte es nur für zwei bis drei Tage. Ich besitze nur diese eine MiniDisc, habe also gar kein Interesse am längerfristigen Besitz eines solchen Gerätes.

Worauf ich aber eigentlich hinauswollte. Weil wir ja jetzt eine Kamera haben und die auch irgendwie ausprobiert werden will, habe ich einfach ein lustiges Musikvideo zu einem ganz alten und sehr kurzen Song gemacht. Eigentlich war das auch nur eine Entschuldigung, um irgendwas zu haben, was man bei YouTube hochladen kann und es regnete gerade.

Wer also mal eine Aufnahme von 2001 oder so hören will, ich hätte hier was. Und demnächst gibt’s hoffentlich mehr. Wir arbeiten dran. Es kann sich nur noch um Jahre handeln.

Update: Wir haben mittlerweile einen MiniDisc-Player aufgetrieben und erfolgreich die MD auf den Rechner überspielt. Jetzt muss natürlich noch geschnitten und bearbeitet und was-weiß-ich werden, aber nach elf Jahren und zwei Monaten hätten wir dann zumindest den ersten Schritt getan. Alles danach wird vermutlich gar nicht mehr so schwer. Vielen Dank an alle, die mir per Kommentar, Twitter oder Mail Hilfe angeboten haben. Es scheinen doch noch mehr MiniDisc-Player in irgendwelchen Schubladen zu schlummern, als man so meinen könnte.

For Groovy Moovy People Only

Wir haben am Samstag eher spontan einen Camcorder gekauft, aber darüber habe ich ja schon im Techniktagebuch berichtet. Da schrieb ich auch etwas von einem Musikvideo und hüpfenden Kuscheltieren und so, und das war selbstverständlich nicht gelogen, sondern die volle Wahrheit.

Der feine Herr Gemahl hat nämlich einen lustigen kleinen Sommer-Elektropopsong geschrieben und weil ich selber eher nur gut Sitztanzen kann, haben die Kuscheltiere den Tanzpart übernommen. Davon hätte man auch schön ein Making-Of drehen können. Wie ich zum Beispiel verdreht hinter einer Cajon auf dem Boden lag oder mit einem Quilt zugedeckt hinter einem Bass kniete. Wir haben uns da wirklich sehr viel Mühe gegeben und keine Kosten und Mühen gescheut.

Herausgekommen ist dann jetzt das hier. Und dafür, dass wir uns weder im Drehen von Videos noch im Schneiden von eben solchen bis zu diesem Wochenende irgendwie auskannten, ist es ziemlich gut geworden.

Fanpost an den Koala dann bitte weiterhin an unsere Adresse, wir leiten das dann weiter.

Versehentlicher Walzer oder die Tücken des Songschreibens

Gestern habe ich eher aus Versehen einen Song im Dreivierteltakt geschrieben, also eben einen Walzer. Aus Versehen, weil ich das so nicht geplant hatte. Eigentlich hatte ich überhaupt nichts geplant, das scheinen aber leider die besten Voraussetzungen fürs erfolgreiche Songschreiben zu sein, also gar nicht vorzuhaben, einen zu schreiben, was wieder so ein “Nicht an den rosa Elefanten denken”-Problem ist, oder eben wie damals oder vielmehr demnächst irgendwann, wenn Arthur Dent stolpern, sein altes Handtuch sehen und daraufhin vergessen wird, auf dem Boden aufzuschlagen.

So gesehen ist Songschreiben quasi wie Fliegen. Mindestens genauso schwer und garantiert so wenig vorhersehbar.

Eigentlich fing das aber schon vorher an, nämlich Samstag oder so, als ich vollkommen überraschend die Bridge für einen anderen Song fand, der ansonsten schon seit Monaten irgendwie so halb fertig ist. Es fehlte nur noch eine vernünftige Bridge und jetzt eben noch so grob zwei bis drei Zeilen Text. Das klingt nicht viel, ist es aber leider doch, aber ich bin da optimistisch. Jetzt, wo ich die Bridge hab, ist ja eins von zwei wesentlichen Problemen erledigt, jetzt ist der Song also nicht mehr nur zu 80 Prozent, sondern schon zu so 90 Prozent fertig, es kann sich also nur noch um Monate handeln. Da könnte man auch fragen, ob ich die Bridge oder jetzt eben die zwei bis drei Zeilen Text nicht einfach weglassen könnte, aber das geht dann auch wieder nicht, der Song brauchte eindeutig eine Bridge und die zwei bis drei Zeilen Text leider auch, das wäre ja einfach, wenn man als Songschreiber einfach sagen könnte, ach, das ist mir zu schwierig jetzt, das lass ich weg.

Dementsprechend gilt auch fürs Songschreiben, die alte 80/20-Regel, nach der man für 20 Prozent der Arbeit 80 Prozent der Zeit braucht. Wenn man lang genug sucht, findet man bestimmt auch noch einen kritischen Pfad, der den Songschreibeprozess irgendwie beeinflusst, aber das können andere Menschen machen.

Samstag hatte ich jedenfalls die Bridge und dann saß ich Sonntag am Klavier und schrieb aus Versehen einen Song im Dreivierteltakt, der so aber überhaupt nicht geplant war und dementsprechend fertig war, bevor ich “Huch!” sagen konnte. Auf einmal hatte ich erste Strophe, den Refrain und wusste auch, wie das ganze so insgesamt funktionieren musste. Vorhin habe ich den Text für die zweite Strophe geschrieben, dann noch schnell eine kleine Bridge gebastelt und ZACK! FERTIG! Das passiert ausgerechnet mir, die ich gerade für die Songtexte immer so furchtbar lange brauche. Und jetzt hier, zack, kurz mal nicht aufgepasst, schon ist alles fertig.

Das Ergebnis kann man sich auf Soundcloud anhören, die Tonqualität ist anfechtbar, ich habe es halt einfach so mit der Diktiergerätfunktion auf dem iPhone aufgenommen, was anderes war gerade nicht da. Außerdem habe ich mich mindestens zwei Mal versungen, es ist ja nicht so, als ob man automatisch textsicher wäre, nur weil man irgendwas selbst geschrieben hätte. Schön wäre das, wenn es so wäre, so ist es aber eben nicht.

Und für die ganz Neugierigen hier noch der Text, dann weiß man auch, wo genau ich mich vertan habe.

Tokens & Trinkets & Gold

Newspapers, letters and things that are written
Goldfish and birds and an unwanted kitten
Trophies and gold rings and bouquets of flowers
A grandfather clock that makes noise every hour

So leave it all for me to find
The things you cannot leave behind
All your tokens and trinkets and gold
And though it is quite plain to see
That none of this means much to me
I will wait for you ’til I am old
You’ll come back with you stuff’s still unsold
I will wait for you ’til all the oceans rise, skies will tear open and rain will unfold

An old record player and some records with scratches
A candle and four hundred boxes of matches
The things that you love and those things you forgot
And these walls that contain all those things that you’ve got

So leave it all for me to find
The things you cannot leave behind
All your tokens and trinkets and gold
And though it is quite plain to see
That none of this means much to me
I will wait for you ’til I am old
You’ll come back with you stuff’s still unsold
I will wait for you ’til all the oceans rise, skies will tear open and rain will unfold
I will wait for you ’til I am old

Goldfish and birds and an unwanted kitten
Newspapers, letters and things I have written
I know that I can’t make you stay
So I just hope that you’ll come back someday

So leave it all for me to find
The things you cannot leave behind
All your tokens and trinkets and gold
And though it is quite plain to see
That none of this means much to me
I will wait for you ’til I am old
You’ll come back with you stuff’s still unsold
I will wait for you ’til I am white haired and wrinkly, my looks will be gone I am told
I will wait for you ’til I am old
I will wait for you ’til I am old

Notenschnitzeljagd

Da komme ich heute morgen vom Brötchenholen zurück und stelle fest, dass jemand eine Notenschnitzeljagd veranstaltet hat. An der Ampel an der Straßenbahnhaltestelle sehe ich die ersten Noten in rosa Kreide auf dem Bürgersteig. Dann zwei auf der Straße. Die Spur führt über die Straße, dann auf die andere Straßenseite und auf dem Bürgersteig weiter.

Wie süß, denke ich, da hat mir jemand den Weg nach Hause gemalt. Passt ja auch, bei den ganzen Instrumenten, die wir so haben und in unserer Funktion als Hausmusikanten. Eine Nachbarin erzählte, dass sie manchmal ihre Wohnungstür aufmacht, damit sie besser hören kann, wenn bei uns Klavier gespielt wird.

Die Notenspur führte aber nur bis zum Musikstudio zwei Häuser vor unserem. Nur noch ein Notenschlüssel, dann war Schluss. Aber hey, immerhin. Fast bis zu Hause.

Noten

Noten

Noten

Noten

Noten

Noten

Noten

Webgedöns: Der Mann macht Musik

Der Mann ist ja gerade wieder in Brasilien. Allerdings ist er ja immer beruflich da, und Menschen, die schon mal auf Geschäftsreise waren, wissen vielleicht, dass das alles viel weniger mondän und abgefahren ist, als es klingt, weil man ja arbeiten muss und sowieso für nix Zeit hat.

Wegen der Brasilienreise besitzen wir jetzt auch ein iPad-Mini. Das musste am Tag vor der Abreise noch schnell gekauft werden, was mich in eine mittlere Konsumkrise stürzte, und jetzt hab ich noch nicht mal was davon, weil es in Rio de Janeiro ist und ich nicht.

Tatsächlich ist es jetzt aber auch so, dass der Mann zu den seltenen Menschen gehört, die es irgendwie schaffen, das iPad nicht nur konsumierend, sondern produktiv zu nutzen und hat seinen Soundcloudaccount auf Vordermann gebracht. Soundcloud ist ja so ein Dienst, den ich auch erst verstehen muss, aber man kann jetzt zumindest eine etwas wilde Mischung unterschiedlicher Kompositionen anhören, bei denen ich sogar teilweise beteiligt bin. Bei “34 Seconds” zum Beispiel singe ich nicht nur, sondern spiele Gitarre und zwar vollkommen abgefahrenerweise so, dass man denken könnte, ich wüsste, was ich da tu. (Weiß ich manchmal sogar.) Und für den Brathähnchensong habe ich Teile des Textes beigesteuert, mal ganz abgesehen davon, dass das “Lecker!”am Schluss quasi eine Hommage an meine Oma ist, die das ungefähr genau in demselben Tonfall sagt, wenn man sie fragt, ob die Waffeln mit Sahne und Kirschen denn auch schmecken.

Über die genauen Zukunftspläne dieses Soundcloudkontos bin ich bislang nicht informiert und der etwas problematische WLAN-Empfang in brasilianischen Hotels erschwert auch diesbezügliche Nachfragen, aber ich behaupte mal, da kommt noch was. Material liegt jedenfalls meines Wissens genug rum.

Falalalala la la la la!

Ich flitze heute ein bisschen durch die Wohnung und intoniere “Deck the halls”, gerne auch etwas lauter. Man muss sich ja auch nur vorstellen, dass es 12 Grad kälter wäre, dann wäre das da draußen kein Dauerregen, sondern wunderbar weihnachtlicher Schnee.

Alle Plätzchen gebacken, alle Geschenke verpackt, alle Karten und Päckchen verschickt (die Leute, die Karten von mir bekommen, sollten sie ggf. vorsichtig und nicht im Wind öffnen, das trifft aber auch nicht für alle zu, es ist wie immer kompliziert). Ich war sogar einmal auf dem Weihnachtsmarkt, weil die Kollegen mich dazu nötigten und musste feststellen, dass es sogar ganz nett ist, wenn man sich hauptsächlich von Fressbude zu Fressbude bewegt.

Gestern im FrischeParadies eine unvernünftige Summe Geld ausgegeben und mit zwei Frauen über die Unterschiede des Foie-Gras-Angebots diskutiert (man wollte mir nicht glauben, dass “oie” Gans und “canard” Ente heißt), dafür haben wir jetzt Maisentenbrust und Ochsen-Entrecôte im Kühlschrank und echten Champagner (also natürlich den günstigsten, den es gab, was anderes kann man ja nicht bezahlen) vorm Weinregal. Danach das Weihnachts-Carepaket bei Sandra abgegeben und da noch mit selbstgemachtem Chili und Astra versorgt worden. So kann Weihnachten gerne losgehen.

Jetzt noch überlegen, was es eigentlich heute als Vorspeise und als Dessert geben soll und dann in den potentiellen Schneeschauer raus und sich in die Supermarkthölle schmeißen. Geplant ist sonst nichts, das haben wir wieder geschickt angestellt. Wir könnten also rein theoretisch drei Tage lang auf dem Sofa liegen und Kekse essen und dabei kitschige Weihnachtsfilme gucken und ungefähr so hab ich mir das auch vorgestellt.

Und weil ich es dieses Jahr noch nicht mal geschafft habe, ein Weihnachtsliedvideo aufzunehmen, gibt’s halt was anderes. Die diesjährigen musikalischen Weihnachtswünsche werden von diversen Haustieren präsentiert. Ich wünsche nicht nur viel Spaß, sondern auch wunderbare Weihnachten!