Kategorie: TV

Nostalgiefernsehen

Ich durfte ja als Kind so viel fernsehen, wie ich wollte und bin deshalb auch sehr gut gebildet, was Werbung angeht. Mein Lieblingswerbungs-Fun-Fact ist, dass der Melitta-Mann der Opa vom Fruchtalarm-Kind ist, aber das wussten hier natürlich alle längst. Früher spielte ich mit meinen Eltern sogar ein Spiel. Es hieß „Reklameraten“, und wer als erster bei einem Werbespot sagen konnte, um welches Produkt es ging, hatte gewonnen. So ging Medienbildung in den Achtzigern.

Vorgestern guckte dann mein Mann Fernsehen, oder vielmehr, wir guckten Fernsehen, aber es lief gerade Werbung und ich machte irgendwas in der Küche, als auf einmal ein wohlbekanntes Lied lief, und ich eiligst ins Wohnzimmer hastete, um noch rechtzeitig die letzten zehn Sekunden inbrünstig mitzusingen:

Denn wer sich Allianz versichert
Der ist voll und ganz versichert
Der schließt vom ersten Augenblick
Ein festes Bündnis mit dem Glück
Eine Allianz fürs Leben

Sagen wir mal so, es fehlte nicht viel, und ich hätte mir die Hand aufs Herz gelegt und ein bisschen vor Freude geweint.

Wenn man sich jetzt diese Szene vor Augen hält, dann ist es vielleicht gar nicht so verwunderlich, dass ich mittlerweile mein Geld damit verdiene, dafür zu sorgen, dass es Software gibt, mit der Werbung gebucht werden kann. Möglicherweise hat es das Schicksal so gewollt und es war ein mir vorbestimmter Weg, für den ich nur ein paar Umwege brauchte.

Die automatische ESC-Kritik: Nacharbeiten

Ich brauche die Mithilfe meiner Leser, vor allem derer, die gestern den Eurovision Song Contest gesehen haben.

Der ein oder andere wird es mitbekommen haben: Seit diesem Jahr gibt es die automatische ESC-Kritik nach dem Vorbild der automatischen Kultur- und Literaturkritik der Riesenmaschine. Bei der automatischen ESC-Kritik gibt es nur festgelegte Kriterien, die man mit Ja oder Nein beantworten kann. Daraus ergeben sich Plus- und Minuspunkte, die verrechnet werden und am Ende einen Gewinner ergeben.

Das Spreadsheet für dieses Jahr kann man hier einsehen und bearbeiten, wer glaubt, noch Fehler oder Ergänzungen haben, darf sie eintragen, dann aber bitte mit Kommentar an der entsprechenden Zelle, damit ich das auch noch mitbekomme und die Beweggründe einschätzen kann. Außerdem nehme ich Vorschläge für das nächste Jahr an, dazu melde ich mich aber gesondert noch mal.

Da wir uns im ersten Jahr der ESC-Kritik befinden, brauchen wir noch etwas Übung, und das ein oder andere Kriterium konnte ich in konkreten Fällen nicht immer eindeutig beantworten. Und dafür brauche ich jetzt Mithilfe. Bitte beurteilen Sie die folgenden Sachverhalte. Ja oder nein?

 

Generell

Minuspunkt 12: Im Titel des Beitrags kommt einer der folgenden Begriffe vor: Music, Love, Happy, Heart, Sing, Song, Peace, Voice

Der italienische Beitrag hatte ein „Amore“ im Titel, was selbst des Italienischen nicht mächtige als „Liebe“ erkennen. Das warf die Frage auf, ob dieser Punkt nur bei englischsprachigen Titeln zählen sollte. Ich bin zwiegespalten. Erst dachte ich: Nein, weil wir ja dann alle Titel übersetzen müssten, und das kann ich nicht leisten. Die Wikipedia leistet das aber, also ist das Argument hinfällig. Ich bin noch unschlüssig, ob hier der tatsächliche Inhalt abgestraft werden soll oder das englische Wort als Songtitelklischee. Wie sieht der Rest des Internets das denn?

 

Slowenien

Minuspunkt 15: Unnütze Accessoires (Plexiglasstäbe, Wippen)

Die Kopfhörer mögen das Markenzeichen der Sängerin sein, scheinen mir aber doch einigermaßen unnütz. Einwände?

 

Frankreich 

Pluspunkt 18: Lied bedient ernsthaft ein eindeutiges Genre (Blues, Swing, Phillysound, Heavy Metal, Reggae, …)

Ich würde das sehr eindeutig als Chanson einordnen, aber vermutlich klingt fast alles, was eine französische Ballade ist, wie ein Chanson und wir sind da nur sprachverwirrt. Kann ich den Punkt also geben oder nicht?

Pluspunkt 20: Nur an dem Lied direkt Beteiligte auf der Bühne (keine Tänzer, keine Schwimmer, keine Dita von Teese in einer Wasserschüssel)

Irgendwann kommen diese Trommler, die zwar im Prinzip am Lied beteiligt sind (Bandmitglieder und Backgroundsänger zählen), aber auch eher als visuelles Gimmick dienen. Punkt erfüllt oder nicht?

 

Großbritannien

Pluspunkt 18: Lied bedient ernsthaft ein eindeutiges Genre (Blues, Swing, Phillysound, Heavy Metal, Reggae, …)

Klingt für mich sehr eindeutig nach Elektroswing. Andere Meinungen?

Minuspunkt 19: Artistische Darbietung auf der Bühne (Feuerschlucken, Trapez,…)

Die Tänzer und Backgroundsänger haben zwar tatsächlich hauptsächlich getanzt, es kam mir aber doch der ein oder andere Salto zu viel vor, um diesen Punkt nicht nicht zu geben. Passt das wohl?

 

Aserbeidschan

Minuspunkt 19:  Artistische Darbietung auf der Bühne (Feuerschlucken, Trapez,…) sowie
Minuspunkt 28: Ausdruckstanz auf der Bühne

Es kam die berechtigte Frage, ob das schon artistische Darbietung wäre. Ich habe es als Ausdruckstanz gewertet und finde, man kann hier nur einen Punkt vergeben, es sei denn, es findet völlig voneinander getrennt statt (also ein Ausdruckstänzer UND ein Trapezkünstler oder so). Eigentlich ist es egal, weil es beides Minuspunkte sind, aber vielleicht gibt es ja doch gute Gründe, beide Punkte zu vergeben.

 

Diese sieben Punkte sind also im Moment noch nicht ganz geklärt. Bitte helfen Sie mit. Je schneller wir hier Einigung erzielen, desto schneller kann ich ja auch das Ergebnis präsentieren. Und das interessiert ja hier bestimmt jeden brennend.

 

1945 – „Hello Soldscher!“

Als wir 2005 in Pennsylvania bei den Großeltern einer Bekannten waren, nahmen diese uns zum Sonntagsgottesdienst mit. „This is Peter and Anne“, stellten sie uns ihren Bekannten vor. „They are friends of Caitlin’s from Germany.“ „Oh“, sagte eine ältere Frau lachend. „You were our enemies in the war.“

Der Bruder meiner Oma kam bei einem Bombenangriff auf Köln ums Leben.

Mein Opa flüchtete aus dem Sudetenland, meine Oma aus Ostpreußen. Sie trafen sich in Köln. Ohne den zweiten Weltkrieg würde meine Familie nicht existieren.

Jedes Jahr zu Weihnachten nahmen mich meine Großeltern mit zur Ostpreußen-Weihnachtsfeier im Kolpinghaus in Köln.

Meine Schwiegereltern sind Halbwaisen. Beide Väter „blieben im Krieg“, wie man sagte. Als ob sie irgendwo geblieben wären.

Der zweite Weltkrieg ist gleichzeitig so weit weg und doch so eng mit uns verbunden.

VOX zeigt heute von 12 Uhr bis 24 Uhr Originalaufnahmen und Zeitzeugeninterviews vom und über zweiten Weltkrieg. Jede Stunde ist einer anderen Stadt und einem anderen Thema gewidmet. Um 12 Uhr starteten wir mit Köln und nach fünfzehn Minuten kamen wir bei den Aufnahmen des zerstörten Kölns zum ersten (aber nicht zum letzten) Mal die Tränen.

Es regnet heute doch eh. Guckt das. Ich kann es nicht aus historischem Blickwinkel beurteilen, nur aus einem laienhaften, menschlichen, emotionalen. Aber aus diesem Blickwinkel ist das gut. Verstörend. Bewegend. Traurig. Tragisch. So weit weg und doch irgendwie so nah dran.

Diese Woche im Fernsehen (21.12.2014 – 26.12.2014)

Sonntag, 21.12.2014

Die Marx Brothers – Animal Crackers (22:30 bis 0:05 auf arte)
Von den Marx Brothers habe ich ja immer eher etwas mitbekommen, weil sie in amerikanischen Filmen referenziert werden. Selbst gesehen habe ich noch nichts, aber das kann man zum Beispiel heute ändern.

Kurzschluss (0:05 bis 4:00 auf arte)
Heute Nacht zeigt arte 17 Kurzfilme von 1926 bis 2013. Was genau dabei ist, kann man hier nachgucken.

Montag, 22.12.2014

Tatort: Die fette Hoppe (20:15 bis 21:45 im Ersten)
Der Weihnachtstatort aus Weimar aus dem vorletzten Jahr, bei dem wir uns sehr amüsiert haben. Da es dieses Jahr keinen Weimarer Tatort gibt, muss man sich eben dann hiermit zufrieden geben.

Burgarach – Chronik eines Weltuntergangs (23:00 bis 0:40 im WDR)
Als vor zwei Jahren ja beinahe die Welt unterging, lag ich wahrscheinlich auf dem Sofa. Andere Leute begaben sich nach Burgarach, ein Dorf in Frankreich, wo man die Apokalypse aus mir unbekannten Gründen überleben können sollte. Da konnten sich die Dorfbewohner über eine Menge skurriler Menschen freuen.

Dienstag, 23.12.2014

Ben Hur (20:15 bis 23:40 auf arte)
Wer heute Abend wirklich viel Zeit hat, kann das Historenepos aus dem Jahr 1959 gucken. Es gibt tolle Pferderennen und Charlton Heston und sehr viel Drama und überhaupt.

Free Jimmy (22:05 bis 23:50 auf Tele 5)
In Norwegen befreit man keine Wale, sondern digitale Elefanten, jedenfalls in diesem Film, wo ein Zirkuselefant auf Drogen, der zwar von Tierschützern befreit, aber dann eben von der Mafia und Kiffern verfolgt wird. Klingt absurd? Das ist vermutlich Absicht.

Mittwoch, 24.12.2014

Es folgt eine Auswahl von Filmen, die ich ohne viel Erklärung empfehlen kann. Ja, ich weiß, Heiligabend, muss man denn da Fernsehen, aber ich meine, erstens muss man gar nichts und zweitens hat es auch was, wenn man sich vormittags auf dem Sofa einmummelt und einen Klassiker nach dem anderen guckt. Oder nur einen. Oder zwei.

Pippi geht von Bord (12:10 bis 13:30 im ZDF)

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (12:15 bis 13:35 im Ersten)

Der kleine Nick (12:35 bis 14:00 auf Eins Festival)

Michel in der Suppenschüssel (13:30 bis 15:00 im ZDF)

Weihnachten bei den Hoppenstedts (15:45 bis 16:10 im Ersten)
Der Einhand-Saugbläser! Das Atomkraftwerk! Und dann macht es bumm und die Kühe fallen um! Hurra!

Lederstrumpf (1) (15:45 bis 17:15 auf 3sat)

Die unendliche Geschichte (17:05 bis 18:40 auf Eins Festival)

Mary Poppins (17:15 bis 19:55 auf SAT 1)

Eselshaut (20:15 bis 21:45 auf arte)
Märchen für Erwachsene mit Catherine Deneuve als Prinzessin, die sich verkleidet und ein bisschen Feenhilfe in Anspruch nimmt, um nicht vom Vater zwangsverheiratet zu werden.

Die Geister, die ich rief… (20:15 bis 22:15 auf Kabel Eins)
Die etwas chaotischere Variante der Dickens’schen Weihnachtsgeschichte mit Bill Murray. Sehr New York, sehr Achtziger und deswegen auch irgendwie sehr nostalgisch schön.

Billy Joel „Live at the Shea Studium“ (20:15 bis 22:10 auf Tele 5)
Konzert des Musikers aus dem Jahr 2008 im Baseballstadion der New York Mets. Billy Joel geht ja meiner Meinung nach immer. Leider mag er nicht mehr auf Tour gehen.

Weihnachten bei den Hoppenstedts (21:45 bis 22:10 im NDR)
Siehe oben. Kam heute schon mal.

Das kalte Herz (22:40 bis 0:20 im RBB)
DEFA-Klassiker zu nachtschlafender oder zumindest recht später Zeit. Ein armer Köhler verkauft sein Herz. Völlig unerwartet entpuppt sich das als gar nicht mal so gute Idee.

Ist das Leben nicht schön? (0:50 bis 2:55 im ZDF)
Der verschuldete George will an Weihnachten von der Brücke springen, ein Engel hält ihn davon ab und zeigt ihm, wie das Leben ohne ihn wäre. Weihnachtsklassiker, ins Nachtprogramm verbannt. Schade.

Donnerstag, 25.12.2014

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (8:35 bis 10:00 auf Bayern)

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (10:35 bis 12:00 im SWR)

Heidi (12:55 bis 14:30 auf Bayern)

Der Schatz im Silbersee (13:50 bis 15:35 im NDR)

Lederstrumpf (2) (15:45 bis 17:05 auf 3sat)

The King’s Speech – Die Rede des Königs (20:10 bis 21:55 auf 3sat)
Colin Firth als britischer Thronfolger Albert, der leider stottert und deswegen zum Sprachtherapeuten muss. Da stimmt ungefähr alles, von der Story bis zur wunderbaren Besetzung.

Lorots Ödipussi (20:15 bis 21:40 auf Hessen)
Wer schon immer stirnrunzeln da stand und nicht wusste, warum Menschen immer so seltsame Sachen wie „Quallenknödel“, „Hundnase“ oder „Schwanzhund“ sagen und das irgendwie witzig finden: Dieser Film wird dieses Rätsel lösen. Auch sonst kann man ja alles von und mit Loriot durchaus öfter gucken.

Citizen Kane (23:40 bis 1:35 auf Servus TV)
What the hell is Rosebud? Dieser Klassiker wird irgendwann auch diese Frage beantworten, allerdings erst, nachdem man das Leben des Medienmoguls Kane einmal von vorne bis hinten verfolgt hat.

Freitag, 26.12.2014

Pippi in Taka-Tuka-Land (8:00 bis 9:25 im ZDF)

Der Fuchs und das Mädchen (10:30 bis 12:00 im Ersten)

Winnetou (3) (13:00 bis 14:30 im MDR)

Michel muss mehr Männchen machen (13:35 bis 15:05 im ZDF)

Lederstrumpf (3) (15:25 bis 16:55 auf 3sat)

Loriots Pappa ante portas (15:30 bis 16:55 im RBB)

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (16:25 bis 17:50 im MDR)

Thementag Zirkus (9:25 bis 3:10 auf arte)
Einen Tag lang Zirkuskram auf arte. Circus Roncalli, Cirque Soleil, Sarrasani. Aufführungen und Dokus.

Tatsächlich… Liebe (20:15 bis 22:45 auf VOX)
Muss ich mich jetzt hoffentlich auch nicht großartig drüber auslassen, oder? Der moderne Weihnachtsklassiker aus Großbritannien, mit tollen Schauspielern, schönen Geschichten und quasi Wohlfühlgarantie.

Das fünfte Element (23:15 bis 1:15 auf Eins Festival)
Wer jetzt genug hat von dieser Besinnlichkeit, der kann auf Eins Festival Luc Bessons „Das fünfte Element“ gucken. Mit Bruce Willis und Milla Jovovich und ganz viel Spektakel und Kostümen von Gaultier.

Diese Woche im Fernsehen (13.12.2014 – 19.12.2014)

Samstag, 13.12.2014

Alles, was wir geben mussten (20:15 bis 22:25 auf PRO Sieben)
Nach dem Roman von Kazuo Ishiguro verfilmt und das ziemlich grandios. Irgendwann in der nicht allzu weit entfernten Zukunft wachsen geklonte Menschen als Ersatzteillager heran. Aber bevor ihr Einsatz nötig wird, machen sie genau das, was wie alle tun: Leben. Nur eben immer in dem Wissen, dass es bald vorbei sein kann. Gibt nix, was ich hier nicht empfehlen könnte.

Heimatklänge (21:15 bis 22:35 auf 3sat)
Dass alle Schweizer jodeln, wissen wir ja. Eine Selbstverständlichkeit. Manche tun es allerdings aber auf etwas experimentellere Art und Weise und von diesen Leuten handelt diese Dokumentation.

Tiger & Dragon (0:15 bis 2:00 auf arte)
Schöner Martial-Arts-Film von Ang Lee, der ja sowieso recht vielfältig ist. Kann man schön gucken, wenn man vor allem schöne Bilder und hübsch choreografierte Kampfszenen sehen will. Lustige Story zu diesem Film: Wir haben den damals im Original mit deutschen Untertiteln im Kino gesehen. Was wir nicht wussten: Die reden im Original wirklich chinesisch. Für uns nicht so tragisch, wir hatten ja die Untertitel. Für den englischen Muttersprachler eine Reihe vor uns aber insgesamt schon doof.

Sonntag, 14.12.2o14

Drei Hasenüsse für Aschenbrödel (13:25 bis 14:50 im Ersten)
Bitte schön, gern geschehen.

Die Feuerzangenbowle (14:55 bis 16:30 im Ersten)
Siehe oben.

Drei Hasenüsse für Aschenbrödel (16:30 bis 17:55 im MDR)
Siehe oben.

Horowitz – Der letzte Romantiker (16:55 bis 18:30 auf arte)
Dokumentation aus dem Jahr 1985 über den Klaviervirtuosen Vladimir Horowitz. Er spielt und seine Frau darf kommentieren. Das klingt wie gute Arbeitsteilung.

Marlon Brando (22:25 bis 23:55 auf arte)
2004 starb Marlon Brando, aber bis dahin spielte er jahrzehntelang in unzähligen Filmen und führte anscheinend ein nicht ganz unaufregendes Leben, über das man heute in diesem Porträt etwas mehr lernen kann.

Vier im roten Kreis (23:20 bis 1:35 auf Bayern)
Französisch-italienischer Gangsterkrimi aus dem Jahr 1970 mit Alain Delon. Ein gerade entlassener Sträfling plant, ein Juwelengeschäft auszurauben. Dabei sagt 25 Minuten keiner was. Steht jedenfalls so in der Fernsehzeitung. Buffyfans nicken wissend mit dem Kopf.

Montag, 15.12.2014

Die Reifeprüfung (13:55 bis 15:40 auf arte)
Was auch immer diese Uhrzeit soll: Wenn ihr könnt, guckt diesen Film. Wunderbare Schauspieler, tolle Musik und großartige Kamera. Echt jetzt! („ELAAAAAAAAAAINE!!!“)

Endstation Sehnsucht (20:15 bis 22:10 auf arte)
Wo wir ja gerade schon bei Marlon Brando waren. Hier kann man ihn in dem Film sehen, mit dem er berühmt wurde, der Verfilmung des Theaterstücks von Tennessee Williams. Da sind allerdings nachher auch wieder alle nur unglücklich. Heißt ja nicht umsonst Drama. („STELLAAAAAAAAAAA!!!“)

Jón Gnarr – Mein Reykjavik (21:00 bis 22:00 auf 3sat)
Porträt des Mannes, der bis Juli dieses Jahres Bürgermeister von Islands Hauptstadt war. Vorher war er aber zuerst schwererziehbar, Krankenpfleger, Werber und bestimmt noch andere Sachen.

Dienstag, 16.12.2014

Gods and Monsters (20:15 bis 21:55 auf ZDF Kultur)
Ian McKellen als schwuler Regisseur, der in Hollywood nach seinem Coming Out keine Schnitte mehr hat, dafür aber einen homophoben Gärtner. Das klingt doch vernünftig.

Niemals weit genug (22:45 bis 0:20 auf Bayern)
Porträt des Zeichners Tomi Ungerer, der übrigens Franzose ist und nicht Schweizer oder Österreicher, wie ich vor 30 Sekunden noch dachte. Was ihn nicht davon abgehalten hat, Illustrationen für deutsche Kinderlieder zu machen, von denen mir die für „Auf der schwäbschen Eisenbahne“ auf ewig ins Gedächtnis eingebrannt sein wird. Fragt nicht. Fragt einfach nicht.

Mittwoch bis Freitag folgen…

Diese Woche im Fernsehen (6.12.2014 – 12.12.2014)

Nach zwei Wochen Pause wegen Zeugs geht es jetzt weiter mit dem kuratierten Fernsehprogramm.

Samstag, 6.12.2014

Wie ein wilder Stier (22:50 bis 1:05 auf Servus TV)
Ein ziemlich junger Robert de Niro schlägt sich als Boxer durch. Weil es Robert de Niro ist und der Regisseur Scorsese geht’s auch irgendwie um Mafia. Da wundert man sich ja auch nicht drüber.

Aufforderung zum Tanz (23:35 bis 1:30 auf Eins Festival)
Ein ebenso ziemlich junger Marius Müller-Westernhagen verzockt sich als Theo im Ruhrgebiet und muss jetzt mit den Konsequenzen klarkommen. Gegen den Rest der Welt geht es übrigens erst später. Wieder was gelernt.

Sonntag, 7.12.2014

Hannah Arendt (21:45 bis 23:30 im Ersten)
Drama über Hannah Arendt, die jüdische Philosophin, die als Journalistin über die Prozesse gegen Adolf Eichmann berichtete und sich dabei nicht nur Freunde machten. Auf Filmgenreneudeutsch heißt sowas glaube ich „Biopic“, aber wir bleiben hier lässig bei Drama und lernen möglicherweise wieder etwas Interessantes aus der Geschichte des letzten Jahrhunderts.

On the Road – Unterwegs (22:10 bis 1:00 auf Tele 5)
Wo wir gerade bei Dazulernen sind: Wer den Klassiker „On the Road“ von Jack Keroauc noch nicht gelesen hat, kann ihn heute Abend einfach gucken. Geht auch schneller. Die Fernsehzeitung findet’s nicht so doll, aber verspricht zumindest stylische Bilder. Und danach kann man ja im Zweifelsfall immer noch das Buch lesen.

Rekruten des Todes (0:20 bis 1:53 im Ersten)
Politthriller aus Frankreich. Diane wird erpresst und soll für den französischen Auslandsnachrichtendienst arbeiten. Auf der anderen Seite schließt sich der Kleinkriminelle Pierre aus Not einem Fundamentalisten an. Scheint in Frankreich ziemlich eingeschlagen zu haben und lohnt vielleicht auch als Alternative zum üblichen Hollywood-Politthriller-Film.

Montag, 8.12.2014

Robin Hood – König der Vagabunden (20:15 bis 21:55 auf arte)
DER Klassiker der Robin-Hood-Verfilmungen mit Errol Flynn. Es sei denn natürlich, man hält die Disney-Variante für DEN Klassiker. Oder den mit Kevin Costner. Oder na ja, also, es gab schon viele Verfilmungen, diese hier ist aber eben auch nicht unbekannt. Regie hat übrigens Michael Curtiz, der vier Jahre später „Casablanca“ drehte. Die Musik komponierte Erich Wolfgang Korngold und das weiß ich wieder, weil der Herr Gemahl großer Korngold-Fan ist, was unter anderem der Grund sind, warum wir nächsten April in Hamburg in die Oper gehen. Aber das hat schon mit dem Film nichts mehr zu tun.

Bewegte Republik Deutschland (20:15 bis 21:45 auf 3sat)
Auf 3sat kommt wieder so eine Sendung, wie ich sie besonders gerne gucke. Rückblicke auf Deutschland, wie es früher war, von 1945 bis heute in Kultur, Konsum und Politik. Solange die Zeitmaschine noch nicht erfunden ist, müssen wir halt auf solche Dokumentationen zurückgreifen,

Auf dem Weg nach Oregon (21:55 bis 23:30 auf arte)
Moderne Western, von dem ich noch nie gehört habe, der aber durchaus vielversprechend klingt, weil er die Tristheit und die Mühen des langen Zugs nach Westen darstellt. Was man daraus schon man als wertvolle Lektion mitnehmen kann: Nicht vom Haupttrek entfernen, weil irgendwer meint, eine Abkürzung zu kennen. Keine gute Idee.

Dienstag, 9.12.2014

The Whale Rider (20:15 bis 22:05 auf Servus TV)
Mehrfach prämiertes Drama aus Neuseeland über eine junge Maori, die Stammeshäuptling werden will. Als Mädchen. Geht natürlich nicht, da tun sich ja die meisten Kulturen irgendwie nix. Dafür kann man aber wenigstens schöne Filme draus machen.

Hungerwinter (20:15 bis 21:45 auf Phoenix)
Auch hier wieder Zeitzeugenberichte und Archivmaterial, aber mit deutlich weniger Konsum als gestern auf 3sat. Es geht nämlich um die kalten Nachkriegswinter in den Jahren 1946 und 1947, als der Krieg zwar vorbei, die Not aber eben immer noch nicht. Bestimmt kein leichter Stoff, aber nu.

Quarks & Co (21:00 bis 21:45 im WDR)
EBOLA! Endlich werden wir mal ordentlich aufgeklärt, was es damit eigentlich auf sich hat, warum die Krankheit so schlimm ist und ob wir uns tatsächlich fürchten müssen.

Jenseits der Stille (22:05 bis 0:30 auf Servus TV)
Falls sich jemand mal gefragt hat, warum ich Klarinette spielen gelernt habe: Dieser Film ist schuld. Den kann man wirklich sehr gut gucken, gerade im Winter und ich bin seitdem ja sehr angetan von Sylvie Testud. Lara hat zwei gehörlose Eltern, möchte aber Musikerin werden. Damit kann vor allem ihr Vater nicht umgehen. Insgesamt einer meiner Lieblingsfilme, den kann ich wärmstens empfehlen.

Mittwoch, 10.12.2014

A Christmas Carol (20:15 bis 22:15 auf Tele 5)
Kommt, ihr wollt es doch auch! Zumindest, wenn Patrick Stewart Ebenezer Scrooge aus Dickens berühmter Weihnachtsgeschichte spielt. Besser wird’s nur mit Michael Caine und den Muppets, aber den habt ihr ja hoffentlich sowieso alle auf DVD im Regal.

Bewegte Republik Deutschland (21:15 bis 21:45 auf 3sat)
Teil 3 und 4 der Reihe, von der es am Montag Teil 1 und 2 gab. Hurra!

Backen wir’s noch? (20:45 bis 21:15 im MDR)
Kleine Doku über die Menschen, die mitten in der Nacht aufstehen, damit wir morgens warme Brötchen haben. Und wir beklagen uns, wenn der Wecker um 7 Uhr klingelt. Da lachen die Bäcker nur drüber.

Der Name der Rose (23:15 bis 1:20 auf Hessen)
Ja nu. Der Name der Rose. Umberto Eco. Sean Connery. Christian Slater. Mönche. Morde. Schnee. Viel Schnee. Insgesamt sollte der Film bekannt sein, ich will nur nicht, dass es nachher heißt, ich hätte nicht Bescheid gesagt, dass er kommt.

Donnerstag, 11.12.2014

Der Grinch (20:15 bis 21:50 auf ZDF Neo)
Ich möchte hier mal anmerken, dass mir die Verfilmung des Klassikers des genialen Dr. Seuss deutlich zu anstrengend ist, aber vielleicht bin ich auch zu alt oder so. Auf der anderen Seite gehört die Geschichte ja zum popkulturellen Wissen. Man kann natürlich auch das Buch lesen, geht in dem Fall sogar schneller und man kriegt was von dem großartigen Seuss’schen Wortwitz mit.

Verspielte Welt (20:15 bis 21:00 auf 3sat)
Über die Gamification des Lebens. Müsste uns also alle interessieren, jedenfalls, wenn wir mit „Zombies, Run!“ joggen, Bonuspunkte sammeln oder mit FitBit durch die Gegend laufen, um mehr Schritte zu haben als andere Leute in diesem Internet. Ich mag Gamification ja, aber ob das alles auch so super ist, werden wir wohl auch erst in ein paar Jahren wissen. Frühestens.

Freitag, 12.11.2014

Süßes Gift (20:15 bis 21:50 auf arte)
Wo spielt wohl diese Verfilmung eines Buches des finnischen Kultautors Arto Paasilinna? Selbstverständlich in Frankreich. Passt auch, fängt beides mit F an. Erst will sich die Witwe Clémence selbst umbringen, dann kommt aber alles und wird – davon gehe ich jedenfalls aus – ausreichend chaotisch.

Island – Insel mit Eigensinn (21:00 bis 21:30 auf 3sat)
Island steht ja schon sehr lange auf meiner Reisewunschliste, aber man kann da bestimmt sehr schlecht surfen. In dieser kleinen Dokumentation geht es aber um den Staatsbankrott vor ein paar Jahren. Wobei man sich da ja auch immer fragt: Was ist eigentlich, wenn ein Land Bankrott ist? Man kann es ja nicht einfach verkaufen oder einfach zumachen? Ob es auf diese Fragen Antworten gibt, kann ich nicht versprechen, aber möglich ist es immerhin.

Der diskrete Charme der Bourgeoisie (22:15 bis 0:15 auf Servus TV)
Schon das Wort „Bourgeoisie“ zu tippen, ist ja nicht einfach, dieser Film ist nicht einfacher. Lohnt sich aber, wenn man mit den surrealen Ideen von Buñuel klar kommt. Dann ist das ein sehr amüsantes Filmstückchen. Nur erwarten, dass irgendwas Sinn ergibt, sollte man vielleicht nicht.

Diese Woche im Fernsehen (15.11.2014 – 21.11.2014)

Samstag, 15.11.2014

Die Anfänge der Menschheit (20:15 bis 22:45 auf arte)
arte zeigt heute alle drei Teile dieser Reihe, die die Geschichte vom Affen zum homo sapiens erzählt. Vor 3,3 Millionen geht’s mit einem Fossil los und wo das geendet hat, wissen wir ja.

Dicte (21:45 bis 23:15 auf ZDF neo)
Wieder mal ein Skandinavienkrimi, die sind ja üblicherweise recht brauchbar. In der Reihe Dicte zeigt ZDF neo in den nächsten Wochen fünf Filme über eine dänische Journalistin, die in ihrer Heimatstadt Aarhus, an der für sie nicht nur gute Erinnerungen hängen, über Kriminalfälle berichtet.

Same Same But Different (22:00 bis 23:35 auf Bayern)
Ben verliebt sich in Kambodscha in das Barmädchen Sreykeo. Erst bleibt er bei ihr, dann geht das Geld aus und er geht zurück nach Deutschland. Bis er erfährt, dass Sreykeo AIDS hat. Die Verfilmung des autobiografischen Buchs „Wohin Du auch gehst“ wird wahrscheinlich schön traurig, aber vielleicht ja auch vor allem schön.

Anke hat Zeit (22:45 bis 0:15 im WDR)
In einer meiner derzeitigen Lieblingssendungen trifft Anke Engelke heute unter anderem die Sängerin Zaz, den Maler Norbert Bisky und die Schauspielerin Annette Frier. Und vermutlich noch viele andere Leute. Das ist gut, Leute, da gibt’s noch Sachen zu entdecken und Interviews, die deutlich mehr Spaß machen als woanders. Guckt das!

Sonntag, 16.11.2014

Melancholia (20:15 bis 22:25 auf arte)
Und schon ist die Lars-von-Trier-Reihe auf arte wieder zu Ende. Passenderweise geht es in diesem Film auch mit Welt zu Ende, was wohl nicht der einzige Grund ist, warum Kirsten Dunst als Braut an Depressionen leidet.

Václav Havel, ein freier Mensch (22:25 bis 23:40 auf arte)
Das anscheinend bisher erste und einzige Filmporträt über Václav Havel. Auch so ein Mensch, dessen Namen ich schon so oft gehört habe und über den ich praktisch nichts weiß, weil ich damals(TM) noch viel zu jung war. Könnte man ja mit dieser Dokumentation der tschechischen Regisseurin Andrea Sedlácková ändern.

Montag, 17.11.2014

Das Blumenwunder (0:05 bis 1:10 auf arte)
Weiter geht’s mit Stummfilmen. Hier hätten wir einen Experimentalstummfilm aus dem Jahr 1925 unter anderem mit „floralen Tanzszenen“. Ich weiß nicht, was das konkret bedeutet, aber es klingt ein bisschen nach „mehr Kunstkino geht nicht“.

Dienstag, 18.11.2014

Huhn mit Pflaumen (20:15 bis 21:45 auf arte)
Französische Tragikomödie von Marjane Satrapi mit Mathieu Amalric, womit wir schon zwei sehr gute Argumente für diesen Film beisammen hätten. Mathieu Amalric ist auf jeden Fall frustriert, die Frau, die er liebt, hat er nicht und die Frau, die er hat, liebt er nicht. Folgerichtig legt er sich ins Bett, um zu sterben.

Pinguine hautnah (20:15 bis 21:00 im WDR)
PINGUINE! Ich weiß überhaupt nicht, was ich dazu noch schreiben soll, es ist alles so offensichtlich: EINE PINGUINDOKU! (Merke: Wenn etwas über Pinguine kommt, dann guckt man das.)

Mittwoch, 19.11.2014

Das Ende der Geduld (20:15 bis 21:45 im Ersten)
Beruhend auf der Geschichte der Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig spielt Martina Gedeck hier eine Jugendrichterin, die etwas rigoroser gegen Jugendkriminalität vorgehen will und sich damit nicht nur Freunde macht.

Niki de Saint Phalle (23:45 bis 1:20 auf arte)
Man ist ja ganz irritiert, wenn man durch die wenig schmucke Duisburger Innenstadt läuft und dann auf einmal vor einem Brunnen von Niki de Saint Phalle steht. Aber es muss ja auch nicht immer alles vorhersehbar sein. Wenn man mehr über Niki de Saint Phalle wissen will, könnte man heute auf arte diese Dokumentation sehen, die netterweise 1996 gedreht wurde, also zu Lebzeiten der Künstlerin, was ja zum Beispiel für Interviews gar nicht mal so unpraktisch ist.

Donnerstag, 20.11.2014

Somewhere – Verloren in Hollywood (23:05 bis 0:35 auf Eins Plus)
In diesem Drama von Sofia Coppola langweilt sich der Hollywood-Star Johnny Marco und vertreibt sich die Zeit mit Sex und Drogen, bis seine elfjährige Tocher ihn besuchen kommt. Immerhin prämiert mit dem Goldenen Löwen, was nichts heißen muss, aber ja doch was heißen könnte.

Generation Waldsterben (23:15 bis 0:45 im WDR)
Waldsterben kenne ich auch noch als Schreckgespenst meiner Kindheit. Saurer Regen, uiuiui, da hat man sich schlimmes vorgestellt, vor allem, wenn man viel zu jung war, um es überhaupt zu verstehen. Klingt aber alles sehr schlimm und dramatisch. In dieser Dokumentation geht es um eben die Generation, die in den Achtzigern schon etwas älter war und für die dieses Thema auf einmal sehr wichtig wurde.

Freitag, 21.11.2014

Busenwunder (21:45 bis 22:40 auf arte)
Bei arte geht es heute mal um Busen. Teils wissenschaftlich, teils kulturhistorisch, da ist bestimmt für jeden was dabei.

Die üblichen Verdächtigen (22:00 bis 23:40 auf ZDF neo)
Kam glaub ich letztens schon mal irgendwann, aber ich werde ja nicht müde, auf diesen Film hinzuweisen. Ersten für die, die ihn noch nicht gesehen haben und zweitens für Leute wie mich, die ihn immer wieder gerne gucken. Im Prinzip lohnt es sich also für alle.

Tropfen auf heiße Steine (22:15 bis 0:00 auf Servus TV)
Francois Ozon verfilmt ein Bühnenstück von Rainer Werner Fassbinder. Da kann man sich schon denken, dass da kein eitel Sonnenschein herrscht. Statt dessen geht es um junge Liebhaber und Geschlechtsumwandlungen und bestimmt noch andere Sachen. Und das alles im Siebziger-Jahre-Look inklusive Flokati-Teppich. HURRA!

Jackie Brown (23:05 bis 1:35 auf 3sat)
Jackie Brown war ja lange Zeit mein persönlicher Tarantino-Favorit, schon allein wegen dem tollen Zeitkolorit. Ansonsten ist alles wie gehabt, es geht um Gangster und Leute, die mit Gangstern zu tun haben und zwischendurch gibt’s coole Musik. Kann man gut gucken, ja schon.

Diese Woche im Fernsehen (8.11.2014 – 14.11.2014)

Samstag, 8.11.2014

Wieviel 89 steckt in dir? (14:00 bis 14:25 auf arte)
Ich war ja neun Jahre alt, als die Mauer fiel und habe das Konzept DDR und die Bedeutung des Ereignisses eher auf eine abstrakte Weise wahrgenommen. Dass es da ein anderes Land gibt, wo die Leute nicht rauskommen und dass das jetzt toll ist, weil es geht. Wie es da den Menschen geht, die heute Mitte zwanzig sind, kann ich mir nur schwer vorstellen. Aber diese Dokumentation geht der Frage nach.

Abenteuer Neuseeland (20:15 bis 21:45 auf arte)
Heute kann man auf arte Neuseeland entdecken von oben bis unten und von links nach rechts, wobei es ja von links nach rechts oft gar nicht so weit ist. Schön soll es aber ja da sein.

Kalter Krieg der Konzerte (21:45 bis 22:35 auf arte)
1988 traten in Ost- und Westberlin eine Vielzahl an internationalen Künstlern auf. Pink Floyd! Joe Cocker! Bruce Springsteen! Diese Doku erinnert an den Musiksommer ein Jahr vor dem Mauerfall.

Serpico (22:25 bis 0:50 auf Servus TV)
Al Pacino spielt in diesem Drama von Sydney Lumet aus dem Jahr 1973 einen unbestechlichen Cop, der sich ob dieses wirklich schlimmen Charakterzugs selbst ins Abseits schießt.

Sonntag, 9.11.2014

25 Jahre Mauerfall (10:00 bis 20:00 im Ersten)
Na schön. Wenn das Erste zehn Stunden lang alles Mögliche rund um den Mauerfallgeburtstag zeigt, dann soll das mal nicht unerwähnt bleiben. Von Talkrunden über Reportagen bis zu Livesendungen der Feierlichkeiten in Berlin. Da kann man bestimmt gut mal reingucken und sich freuen.

Zeit des Erwachens (20:15 bis 22:10 auf arte)
So ein wunderschöner und trauriger Film mit zwei wunderbaren Schauspielern in den Hauptrollen. Robert de Niro spielt einen Patienten, der an der seltenen und seltsamen europäischen Schlafkrankheit leidet und von dem Neurologen Dr. Sayer – oder eben Robin Williams – ins Leben zurück geholt wird. Wer ihn noch nicht kennt, das kann man wirklich sehr gut gucken. Wer ihn schon kennt, man kann diesen Film auch sicher mehr als einmal gut gucken.

Zwischen den Zeiten – Die Doku zum Film (22:40 bis 23:25 im ZDF)
Den Film selber findet die Fernsehzeitung nicht so dolle, die Doku dazu klingt aber spannend genug. Tatsächlich gibt es einen Computer, der seit 2007 daran arbeitet, geschredderte Stasi-Akten wieder zusammenzuflicken. Dazu dürfen Zeitzeugen erzählen, die selber von der Stasi bespitzelt wurden.

Montag, 10.11.2014

Breaking the Waves (20:15 bis 22:50 auf arte)
Bess heiratet den Ölarbeiter Jan, der kurze Zeit später bei einem Unfall verletzt wird un fortan gelähmt ist. Es ist Jans eigene Idee, dass Bess auch mit anderen Männern schlafen und ihm davon erzählen soll. Eine Aufgabe, an der sie zu zerbrechen droht. Lars von Trier ist ja nicht zwingend einfach, aber es kann ja auch nicht immer alles einfach sein.

Die Bourne Verschwörung (22:15 bis 23:55 im ZDF)
Schön schnittig hingegen sind die Bourne-Filme mit Matt Damon. Tatsächlich kann man zumindest die ersten drei Teile alle sehr gut gucken, das kann man ja nicht von jeder Trilogie sagen. Das ZDF zeigt heute den zweiten Teil. Im Wesentlichen wird Matt Damon wieder durch die Gegend gejagt, aber das macht er halt immer ziemlich überzeugend.

The Element of Crime (22:50 bis 0:25 auf arte)
Spielfilmdebüt von Lars von Trier, das seit 1999 nicht im deutschen Fernsehen gezeigt wurde. Die Fernsehzeitung verwendet die Worte „irre“ und „hypnotisch“, was nicht zwingend darauf hindeutet, dass das ein Film für mich ist, aber das muss ja jeder selbst für sich entscheiden. Hier spielt der Polizist Fisher die Hauptrolle, der glaubt, sich für die Klärung eines Mordfalles ganz in den Täter reinversetzen zu müssen. Klingt nach großem Spaß.

Dienstag, 11.11.2014

Afghanistan, ein Land in Aufruhr (20:15 bis 23:25 auf arte)
Während Ende dieses Jahres die letzten ausländischen Truppen Afghanistan verlassen, wissen wir vermutlich immer noch genauso viel (oder wenig) über dieses Land. Dem will arte Abhilfe schaffen und zeigt im Rahmen dieses Themenabends Dokumentationen, die die uns vielleicht dabei helfen können, ein bisschen mehr zu verstehen.

J’accuse – Ich klage an (23:25 bis 2:15 auf arte)
Wieder mal Stummfilm. Diesmal in extralang (sind aber auch zwei Teile) und mit Liebeswirren in der Provence kurz vor dem ersten Weltkrieg.

Nach Wriezen (23:45 bis 1:15 im RBB)
Ein Filmhochschulabsolvent begleitete über drei Jahre drei Ex-Häftlinge auf ihrem Weg zurück ins Leben jenseits der JVA Wriezen.

Mittwoch, 12.11.2014

Komet in Sicht (6:10 bis 5:40 auf 3sat)
Heute soll die Raumsonde Rosetto versuchen, einen Lander auf einem Kometen sicher abzusetzen. 3sat nimmt das zum Anlass, den ganzen Tag alles mögliche rund ums Weltall zu zeigen. Und zwischendurch wird live aus dem ESA-Kontrollzentrum berichtet. ES IST ALLES SO FURCHTBAR AUFREGEND!

Leben – BRD (20:15 bis 21:35 auf ZDF Kultur)
Der Künstler Harun Farocki beobachtet Menschen bei Rollenspielen, bei Schulungen und im Unterricht und zeichnet dabei ein besonderes Bild der BRD in der Wendezeit. Weitere Farocki-Filme folgen im Anschluss.

Simon Werner fehlt (20:15 bis 21:40 auf arte)
Die Leiche des Mädchenschwarms Simon wird im Wald gefunden. Auch zwei Klassenkameraden sind verschwunden. Was passiert ist, erfährt man wohl, wenn man diesen französischen Thriller guckt, der die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt.

Donnerstag, 13.11. 2014

Zwölf Uhr mittags (23:35 bis 0:55 im MDR)
Western! Guckt man ja auch viel zu wenig. Abhilfe schafft der MDR, und zeigt diesen Westernklassiker mit Gary Cooper und Grace Kelly, aber natürlich wieder zu so nachtschlafender Zeit, dass man ihn glatt verpassen würde, wenn es diesen Serviceblog nicht gäbe.

Fame – Der Weg zum Ruhm (0:00 bis 2:10 auf arte)
Da! Wieder so einer meiner Lieblingsfilme, der zu einer völlig bekloppten Zeit kommt. Diesen tolle Musikfilm über Schüler einer Schule für darstellende Künste in New York kann ich ja immer wieder gucken. Und dann noch mal. Und noch mal. So schön.

Freitag, 14.11.2014

White Girl (20:15 bis 21:40 auf Eins Festival)
In diesem britischen Drama findet ein katholisches Mädchen Halt im Koran. Dass das nicht unbedingt überall auf Verständnis stößt, verwundert irgendwie nicht. Spannendes und ungewöhnliches Thema.

Korea (20:15 bis 23:00 auf Phoenix)
Knappe drei Stunden geht es um dieses geteilte Land, über das wir auch mal wieder viel zu wenig wissen, nicht nur, weil es auch nicht immer einfach ist, etwas darüber zu erfahren. Aber da ist es doch schön, wenn das Fernsehen einem dabei hilft, etwas schlauer zu werden.

Donnie Brasco (22:00 bis 0:00 auf ZDF Neo)
Al Pacino mal wieder bei der Mafia, für die er zwar töten darf, die ihm aber das Weiterkommen nicht wirklich einfach macht. Dann lernt er Donnie Brasco – oder eben Johnny Depp – kennen und führt in die Familie ein. Dumm nur, dass Donnie eigentlich vom FBI ist. Erstaunlicher als die Besetzung von Al Pacino als Mitglied der Mafia ist wohl der Regisseur: Mike Newell, den man sonst eher von britischen Tragikomödien wie „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ kennt.

Diese Woche im Fernsehen (1.11.2014 – 7.11.2014)

Samstag, 1.11.2014

Wintertochter (14:00 bis 15:30 auf Bayern)
Kinderfilm mit vor deutsch-polnischer Historie. Kattaka aus Berlin sucht ihren Vater in Polen. Das ist nicht nur Filmpreisprämiert, sondern klingt wie etwas, was man gut auf dem Sofa eingekuschelt gucken könnte.

Küss mich, Kätchen (14:00 bis 15:50 im WDR)
Alternativ kann man sich ja auch die Verfilmung von Kiss Me, Kate aus dem Jahr 1953 angucken. Cole Porter macht sowieso grandiose Musik und so ein bisschen traditionelles MGM Musicalgedöns am Nachmittag hat noch niemandem geschadet. Und jetzt alle: „ANY TOM, DICK OR HARRY! ANY TOM, HARRY OR DICK!“

Das Piano (20:15 bis 22:25 auf Servus TV)
Wo wir gerade bei Musik sind. Auf Servus TV gibt es mal wieder „Das Piano“ mit Holly Hunter, einem nackten Harvey Keitel und der ganz, ganz jungen Anna Paquin. Bin mir unsicher, ob ich noch mal die Geschichte rekapitulieren soll oder ob das doch ein bisschen zur Allgemeinfilmbildung gehört. (Wer’s nicht kennt: Bitte gucken.)

The Music Is Over – Tod & Pop (21:50 bis 22:40 auf arte)
In dieser Doku geht es um den Hang von Musikern zum Untergang. Drogen, Exzesse und was weiß ich nicht noch, einmal quer durch die Musikgeschichte. Klingt düster, ist es vielleicht auch, aber es kann ja auch nicht immer alles lustig sein.

Sonntag, 2.11.2014

Die letzte Metro (20:15 bis 22:20 auf arte)
Schon wieder Truffaut. Ich beginne da ein Muster zu erkennen. Tatsächlich zeigt arte diese Reihe zum 30. Todestag des Regisseurs und ich finde das gut. Einer der Klassiker mit Catherine Deneuve und einem noch recht jungen Gérard Depardieu. Paris, zweiter Weltkrieg, Judenverfolgung, Theater, Liebe und so weiter. Kann man nicht meckern.

Fell – Ein imaginäres Portrait von Diane Arbus (22:35 bis 1:00 auf TELE 5)
TELE 5 wieder. Wo die immer ihre Filme ausgraben. Nicole Kidman spielt die New Yorker Fotografin Diane Arbus, die durch ihren Nachbarn, den „Wolfsmenschen“ Lionel (ein sehr behaarter Robert Downey Jr.) ihr Interesse an Subkulturen entdeckt. Regie hat übrigens Steven Shainberg geführt, der mich ja schon mit „Secretary“ überzeugen konnte.

Antoine und Colette (23:30 bis 0:00 auf arte)
Der zweite Film von Truffauts Reihe über Antoine Doinel ist dieser Kurzfilm, den man schon deswegen nicht allzu oft im Fernsehen zu sehen bekommt. Die Doinel-Filme sind übrigens sehr zu empfehlen, weil sie so schön leicht sind, ohne dabei aber seicht zu sein. Oder so. Ich spare mir jetzt Anmerkungen über Dinge, die sich reimen.

Montag, 3.11.2014

Sie küßten und sie schlugen ihn (20:15 bis 21:50 auf arte)
Der 30. Todestag Truffauts also. Das erklärt vieles. Zum Beispiel, dass heute einer seiner bekanntesten Filme bekommt und zudem der erste Teil der Doinel-Reihe. Der 13-jährige Antoine wird großflächig von den Erwachsenen ignoriert, muckt entsprechend (und verständlicherweise) ab und kommt zur Belohnung ins Heim. Nouvelle-Vague-Fernsehen vom Feinsten. Vom Allerfeinsten!

Das ganze Leben liegt vor dir (20:15 bis 22:10 auf Eins Festival)
Bekanntes Problem: Da hat man gerade in Philosophie promoviert und schon wartet die Karriere im Callcenter. So ist das jedenfalls in Italien bei Marta. Aber natürlich kann man als promovierte Philosophin auch im Callcenter einiges lernen. Was genau, das wird dann wohl in dieser Satire gezeigt.

Majubs Reise zu den Sternen (22:25 bis 23:10 auf 3sat)
Zur Abwechslung mal was eher deprimierendes. Der Afrikaner Mohamed Husen war in den 30er Jahren als Schauspieler in Deutschland gut gebucht. Dann machte er den Fehler, eine Deutsche zu heiraten, was die Gestapo eher nicht so gut fand und der Rest der Geschichte ist leider genauso traurig, wie man es vermutet.

Ranga Yogeshwar in Fukushima (22:45 bis 23:30 im Ersten)
Auf andere Art deprimierend dürfte diese Dokumentation sein. Ranga Yogeshwar durfte in Fukushima drehen und messen und was dabei rausgekommen ist, zeigt das Erste heute spät am Abend.

Unter der Laterne (23:55 bis 2:05 auf arte)
Noch später in der Nacht zeigt arte diesen Stummfilm aus dem Jahr 1928 über den Untergang eines Mädchens, dass sich im Berlin der 20er Jahre konsequent von einer Luxusmätresse zur Straßendirne runterarbeitet.

Dienstag, 4.11.2014

Down by Law (20:15 bis 22:00 auf ZDF Kultur)
„Night on Earth“ hab ich gesehen, „Dead Man“ und „Mystery Train“, aber „Down by Law“ fehlt mir tatsächlich noch in der Liste der Jim-Jarmusch-na-ja-„Früh“-Werke. Dabei spielt da Benigni mit. UND TOM WAITS! Ganz schön nachlässig von mir. (Allerdings könnte auch mal wieder Night on Earth kommen.)

Quarks & Co (21:00 bis 21:45 im WDR)
Heute gucken wir uns mit Ranga Yogeshwar an, was diese Raumsonde Rosetta da draußen im All da macht, warum sie überhaupt da ist und was sich die Wissenschaftler davon versprechen, eine Sonde auf einem Kometen landen zu lassen.

12 Monkeys (22:00 bis 0:40 auf TELE 5)
Tatsächlich habe ich letztens irgendwann aus Versehen angefangen, 12 Monkeys zu gucken, als es vor einigen Wochen im Fernsehen kam. Aufgehört habe ich nur, weil der Film immer so absurd spät kommt und ich dann müde werde und einschlafe. Was ich eigentlich sagen wollte: Ich hatte gar nicht vor, den länger zu gucken, wurde dann aber so in diese Geschichte reingesogen, dass ich nicht aufhören konnte. Terry Gilliams Filme sind war verrückt, aber auch sehr faszinierend. Ach so: Bei 12 Monkeys geht es um einen Sträfling aus dem Jahr 2035, der ins Jahr 1996 reist, um den Ausbruch einer Epidemie zu verhindern, die die Menschheit weitgehend vernichten wird.

Mittwoch, 5.11.2014

Curling – Geheimnisse im Schnee (22:40 bis 0:10 auf arte)
Julyvonne lebt mit ihrem Vater isoliert in einem Vorort von Québec und darf noch nicht einmal zur Schule gehen. Statt dessen entdeckt sie bei einem Spaziergang durch den verschneiten Wald eingefrorene Leichen. Klingt seltsam, düster und bedrückend und gleichermaßen faszinierend. Gut, dass ich immer so ordentlich meine Fernsehzeitung lese.

David Bowie – Cracked Actor (22:40 bis 23:35 auf Eins Festival)
BBC-Doku aus dem Jahr 1975 über den britischen Sänger, Schauspieler, Künstler und was-weiß-ich-was-noch… also, es geht jedenfalls um David Bowie, der in dieser Zeit auch noch besonders experimentierfreudig war.

Lost in Translation (23:30 bis 1:05 auf Hessen)
Bill Murray als alternder Schauspieler verloren in Tokyo. Dann trifft er die ebenfalls etwas verlorene Charlotte (Scarlett Johansson) und ist dann jedenfalls nicht mehr ganz so einsam. Nie gesehen, muss dringend nachgeholt werden, schon wegen Bill Murray und überhaupt.

Donnerstag, 6.11.2014

Wie wir sterben (20:15 bis 22:00 auf 3sat)
3sat widmet sich mit dieser Dokumentation dem Tabuthema Tod. Was passiert eigentlich, wenn wir sterben? Was macht der Körper da und warum? Was bedeutet das Thema Tod für die Forschung? Es gibt sicherlich unzählige Fragen, die man stellen könnte. Diese Doku wird sie nicht alle beantworten können, aber vielleicht ja ein paar.

Drachenläufer (23:45 bis 1:45 im SWR)
Buch vor Ewigkeiten gelesen und ziemlich gut gefunden. Eine Kinderfreundschaft in Afghanistan und die unterschiedlichen Wege, die die beiden Jungen als Erwachsene gehen. Von San Francisco zu den Taliban. Tragisch, dramatisch, aber eben auch schön.

Gottes Werk und Teufels Beitrag (1:50 bis 3:45 im Ersten)
Bei John Irving ist es ja oft so, entweder man liebt oder man versteht nicht, was daran so gut sein soll. Bei den Verfilmungen ist es nicht unähnlich. Ich habe da keine so ausgeprägte Haltung, ich habe ein paar Bücher gelesen und ein paar Filme gesehen, fand sie gut bis sehr gut, würde auch weiter lesen oder gucken, aber nicht zwingend. Heute Nacht jedenfalls könnte man so eine Irving-Verfilmung gucken, die zumindest schon damit lockt, dass der wunderbare Michael Caine mitspielt.

Freitag, 7.11.2014

makro: Teuer Weltraumabenteuer (21:00 bis 21:30 auf 3sat)
Weltraummissionen kostet Unmengen Geld. Da kann man sich schon mal fragen, ob sich der ganze Spaß lohnt und wozu das überhaupt gut sein soll.

Nur die Sonne war Zeuge (1:20 bis 3:18 im Ersten)
Verfilmung von Patricia Highsmiths „Der talentierte Mr. Ripley“ aus dem Jahr 1960. Hier spielt Alain Delon den betrügerischen Ripley, der zur Wahrung seiner geraubten Identität auch mal über Leichen geht.

Die letzten Amerikaner (2:45 bis 4:25 auf TELE 5)
Aus der Reihe „Filme, die ich gut fand, aber nie noch mal sehen möchte“. Neun Männer aus der Stadt wollen mal richtig schön am Wochenende auf Jagd, in den Wald, legen sich mit den heimischen Cajuns an und sind auf einmal selber die Gejagten. Drastisch und krass. Nix für mich, aber ja nur, weil ich so ein Sensibelchen bin.

Diese Woche im Fernsehen (25.10.2014 – 31.10.2014)

Zunächst weitgehend mit ohne Text, aber so könnt ihr schon mal den Festplattenrekorder programmieren und ich mach dann den Rest, wenn alle Wochenenderledigungen abgeschlossen sind.

Samstag, 25.10.2014

Bauerfeind assistiert (19:30 bis 20:00 auf 3sat)
Katrin Bauerfeind assistiert heute Tim Mälzer. Ich finde, das klingt amüsant genug, um mal reinzuschauen.

Heaven’s Gate – Das Tor zum Himmel (22:00 bis 1:50 auf Servus TV)
Westernepos, von dem ich noch nie gehört habe, in dem aber immerhin Christopher Walken mitspielt und das irgendwie die Wandlung von Kinoflop zu Kultfilm hingekriegt hat. Wobei zu bedenken ist, dass viele Kultfilme ihre Karriere ja als Kinoflop starteten, insofern ist diese Entwicklung vielleicht gar nicht so erstaunlich.

Space Tourists (22:30 bis 23:50 auf Phoenix)
Der Regisseur Christian Frei begleitete die Iranerin Anousheh Ansari dabei, wie sie sich als Weltraumtouristin den Traum vom Trip ins All erfüllte. Außerdem geht’s nach Russland, wo Raketenstufen von Schrotthändlern verhökert werden. Wie fast alles scheint auch die Raketenbranchenmedaille zwei Seiten zu haben.

Accattone – Wer nie sein Brot mit Tränen aß (0:00 bis 1:50 im WDR)
Skandalfilm von Pasolini mit einem Soundtrack mit Bach-Musik. Mal wieder so ein Klassiker, den ich (noch) nicht gesehen habe, was ich aber wohl auch irgendwann mal nachholen werde.

Sonntag, 26.10.2014

Die Hoffnung stirbt zuletzt (17:30 bis 18:00 im Ersten)
Ich habe ja einen Organspendeausweis, weil ich nicht verstehe, wie man keinen haben kann (außer aus Prokrastinationsgründen, die verstehe ich immer), aber darüber habe ich auch schon mal geschrieben. Wer mehr über Organspende wissen will, der könnte zum Beispiel am Sonntag in diese Dokumentation reinschauen.

Looking for Picasso (20:15 bis 22:05 auf arte)

Mord in Aschberg (21:45 bis 23:15 auf ZDF neo)
Haben wir, glaube ich jedenfalls, schon mal geguckt und für sehr gut befunden. Während ich ja bei Büchern nicht so der Krimikonsument gibt, bin ich dem Genre im Fernsehen recht zugetan. Außerdem mutiere ich so langsam aber sicher zum Hinnerk-Schönemann-Fangirl und das nicht zuletzt wegen solcher prima Fernsehstücke.

Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft (1:45 bis 3:13 im Ersten)
Bei Monty Python scheiden sich ja so die Humorgeister, bzw. es ist eigentlich sogar so, dass ein einzelner Humorgeist, also zum Beispiel meiner, nicht so recht weiß, was er davon halten soll, oder vielmehr den einen Sketch ganz furchtbar findet und den anderen dann wiederum genial komisch. Aber das macht Monty Python vielleicht auch aus. Die sagen ja auch nicht ohne Grund „And now… for something completely different…“

Montag, 27.10.2014

Grenzenloses Frankreich (19:30 bis 20:15 auf arte)
Klar, auf arte. Da geht’s immer irgendwie um Frankreich. Diesmal geht es um die etwas exotischeren französischen Außenposten. Und das die ganze Woche lang, jeweils um die gleiche Uhrzeit.

Die süße Haut (20:15 bis 22:10 auf arte)
Truffaut, Truffaut, Truffaut. Truffaut geht immer, obwohl ich bei diesem Film noch nicht mal weiß, ob ich ihn selber schon gesehen habe. Egal. Truffaut geht immer.

Der Turm des Schweigens (23:40 bis 1:15 auf arte)
Auf arte gibt es jetzt die Reihe „Meisterwerke des Stummfilmes“ und dieser deutsche Film aus dem Jahr 1925 ist ein Teil der Reihe. Offensichtlich ein Familiendrama, eine Tochter, die mit ihrem Vater, der sie offensichtlich hasst, in einem Turm lebt und nun ja, man muss wohl selber gucken, wie es weitergeht.

Stromkonzerne (23:45 bis 0:30 im Ersten)
Wenn man in Essen wohnt, kennt man ja schnell ziemlich viele Stromkonzerne, die haben nämlich alle irgendwo hier irgendeinen Sitz. In dieser Dokumentationen guckt sich Florian Opitz die Stromriesen mal genauer an.

Dienstag, 28.10.2014

Quarks & Co – Die Eifel (21:00 bis 21:45 im WDR)
Frau Ladwig geht ja regelmäßig in der Eifel wandern, mein Vater sucht da gerne nach Fledermäusen. Irgendwas muss also dran sein an dieser Region und möglicherweise kann Rangar Yogeshwar ja erklären, was das sein könnte.

Mittwoch, 29.10.2014

Kitchen Stories – Küchengeschichten (12:30 bis 14:00 im MDR)
Irgendeine norwegisch-schwedische-Komödie mit Küchenverhalten. Immerhin Oscar-nominiert und ja schon aus Prinzip absurd genug, um gut sein zu können.

Geld oder Liebe – Jubiläums-Show (20:15 bis 22:15 im WDR)
Möglicherweise war „Geld oder Liebe“ ja doch die beste Unterhaltungsshow, die je im deutschen Fernsehen lief. Andere Leute mögen da andere Favoriten haben, bei mir stand sie jedenfalls immer ganz weit oben. Umso schöner, dass der WDR jetzt eine Jubiläumsshow präsentiert.

Der Mann der Friseuse (20:15 bis 21:35 auf arte)
Mal wieder ein Klassiker der französischen Liebesfilme. Jean Rochefort ist schon als Kind so fasziniert von der Dorffriseuse, dass für ihn feststeht, dass er auf jeden Fall eine Friseuse heiraten wird. Was er dann auch tut. Und weil es ein französischer Liebesfilm ist, wird es sicher noch schön melancholisch.

Material (21:35 bis 0:20 auf ZDF Kultur)
Der Berliner Thomas Heise drehte und sammelte zwischen 1988 und 2008 Filmmaterial, das er für diesen Film zusammenschnitt. Ohne Kommentar und Erklärungen und mit drei Stunden Länge sicher nicht unanstrengend, aber für Zeitdokumentsliebhaber für mich sicher auch sehr faszinierend.

Donnerstag, 30.10.2014

Vorsicht Gift! (20:15 bis 22:00 auf 3sat)
Alles oder zumindest einiges über Gift lernt man heute auf 3sat. Von Naturgiften über synthetische Toxine, da ist bestimmt für jeden was dabei.

Where’s the Beer and When Do We Get Paid? (22:20 bis 23:45 auf ZDF Kultur)
James Inkanish Jr. wurde in Texas geboren, hat indianische Wurzeln, spielte als Schlagzeuger in der Band „The Mothers of Invention“ von Frank Zappa und wohnte seit den 90ern bis zu seinem Tod in Bayern. Und so haben wir schon wieder Dinge gelernt, die wir bis gerade nicht wussten. Wer noch mehr über diesen Menschen wissen will, guckt dann halt diese Dokumentation.

The Fog – Nebel des Grauens (1:55 bis 3:20 im Ersten)
Hab ich nicht geguckt, möchte ich vermutlich auch nicht gucken, weil ich ja so ein furchtbarer Angsthase bin. Ich habe aber nur Gutes über diesen Horror-Klassiker gehört, insofern sei an dieser Stelle erwähnt, dass das Erste den Film heute Nacht ausstrahlt.

Freitag, 31.10.2014

Frances Ha (20:15 bis 21:40 auf Eins Festival)
Ich empfahl das letztens schon, aber für den unwahrscheinlichen Fall, dass ihr meiner Empfehlung nicht nachgekommen sein solltet, gibt’s erneut eine Chance, diesen bezauberndsten Independentfilm zu sehen.

Flohmarktgeschäfte (21:15 bis 21:45 im NDR)
Was Flohmärkte angeht, kenne ich mich ja aus Gründen ganz gut aus, wenn auch eher passiv-proxy-mäßig. Dementsprechend ist natürlich diese Dokumentation auch interessant, wobei auch hier wieder gilt: Vermutlich ist es nur möglich einen winzigen Aspekt dieser Branche zu gewähren. Und jeder, der sich etwas auskennt, wird sagen: „Also, bei uns ist das ja schon ganz anders.“

Ein Jahr in der Hölle (22:35 bis 0:25 auf 3sat)
Peter Weir mal wieder, diesmal mit einem Politthriller mit Mel Gibson und Sigourney Weaver über den indonesischen Bürgerkrieg. Mal wieder merke ich, wie wenig Filme ich von dem australischen Regisseur eigentlich gesehen habe oder umgekehrt, wie viele er gemacht hat.