Kategorie: Webdings

Lieblingstweets im Juni woanders

Ausflug nach Marienburg oder wie ich mal wieder im Radio war

Gestern machte ich nach der Arbeit einen Ausflug nach Marienburg. Eigentlich ist Köln ja, was das öffentliche Nahverkehrsnetz angeht, recht gut ausgestattet und man kommt recht schnell von A nach B. Es sei denn, man will von A nach Marienburg, dann muss man mit dem Bus fahren und das ist fast genauso eine mittelprächtige Idee wie mit dem Auto durch die Stadt zu fahren.

Zusammengefasst braucht man von Deutz zum Deutschlandfunk gute vierzig Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und ein bisschen zu Fuß gehen. Die Alternative wäre gewesen, im Büro auf einen Anruf zu warten, das kam mir aber langweiliger vor als die Chance zu nutzen, sich so ein Radiostudio mal von innen anzugucken.

Ich. Jetzt. Hier. #twitter

Ein von Anne Schuessler (@anneschuessler) gepostetes Foto am

In einem Radiostudio sind überall Uhren und sehr viele Monitore, ansonsten ist es aber wie so vieles in der Medienwelt erstaunlich unspektakulär. Man sitzt ein bisschen rum, dann darf man ins Studio, setzt Kopfhörer auf, wartet, bis das Lied zu Ende ist, redet fünf Minuten irgendwas halbwegs sinnvolles in ein Mikrofon und dann kommt auch schon das nächste Lied und man darf nach Hause oder, wie in meinem Fall, zum Südbahnhof, um Pastramipizza aus dem 485°-Ofen zu essen und Craft Beer aus Weingläsern zu trinken. (Aus diesem Anlass: Hey, Berlin, ihr könnt aufhören, Dinge in albernen Gläsern zu servieren. Der Trend ist jetzt auch bei uns und somit kein Trend mehr.)

Erzählt habe ich übrigens über Bahnhöfe. Da fahre ich ja gelegentlich mal hin und dokumentiere das in Wort und Bild. Es war sehr nett und wer will, kann sich das hier auf der Seite vom DRadio Wissen anhören. Man muss übrigens auf dem großen Bild auf das „Hören“-Knöpfchen drücken, nicht im Artikel selber auf das eingebettete Dings. Ich komme so ab Minute 14, aber da es die ganze Zeit ums Bahnfahren geht, ist natürlich auch alles vorher und nachher spannend.

Lieblingstweets im Mai woanders

Hurra! Hurra! Der BRAVO-Podcast ist da!

Endlich ist er da! Ich habe mir meinen lang gehegten Traum erfüllt und den ersten BRAVO-Podcast zusammen mit Charlotte aufgenommen. Wir haben die aktuelle BRAVO gelesen und knapp anderthalb Stunden darüber geredet. Es hat sehr viel Spaß gemacht, eine Fortsetzung ist quasi garantiert. Zusammenfassend lässt sich sagen: Früher waren mehr Buchstaben. Und weniger YouTuber.

Aber hört selber, hier geht’s entlang zur aktuellen Folge des Abendbrot-Podcasts.

Ich hab euch etwas von der re:publica mitgebracht

Letzte Woche war ja re:publica. Ich war auch da und wenn ich nicht gerade mit Menschen geredet oder rumgesessen habe, habe ich mir andere Menschen angehört oder stand selbst auf irgendeiner Bühne.

Meine eigener Vortrag „Ceci n’est pas un tweet“ wurde leider nicht per Video aufgezeichnet. Es gibt aber eine Audioaufzeichnung und ich habe die Präsentation auf Slideshare hochgeladen. Man könnte sicher mit viel Mühe versuchen, beides zu synchronisieren, leider merkt man vermutlich aber nicht immer, wann ich zur nächsten Folie weiterklicke. Alternativ kann man warten, bis ich rausgefunden habe, wie man eine Tonspur mit einer Präsentation zu einem Video zusammenbastelt, aber das könnte dauern.

Besser wurde das beim Gemeinschaftsvortrag vom Techniktagebuch, der nicht nur unglaublich toll war, was die Beteiligten vermutlich am meisten begeistert hat, weil wir ja außer „Wer bringt was mit?“ und „Wer erzählt wann?“ eigentlich gar nichts großartig abgesprochen hatten. Oder, wie Kathrin Passig später sagte: „Ich hatte ja keine Ahnung, dass ihr alle solche Rampensäue seid.“

„Wir hatten ja nix – und das haben wir mitgebracht. Das kleine Technikmuseum“ gibt es also auf YouTube, wo man es sich in seiner ganzen Schönheit angucken kann.

Und dann habe ich noch Bilder gemacht, die auf Flickr rumliegen. Auch die kann man sich angucken.

Mehr gibt’s nicht. Das muss aber auch reichen.

Lieblingstweets im April woanders

Lieblingstweets im März woanders

Was sonst noch geschah (News from the Techniktagebuch)

In der letzten Zeit hatte ich erst Rücken, dann tödlichen Männerschnupfen, dann 24-Stunden-Magen-Darm, dann nochmal tödlichen Männerschnupfen. Dazwischen war ich auf der Arbeit. Wenn ich nicht auf der Arbeit war, lag ich auf dem Sofa und wollte auch nicht großartig irgendwo anders hin oder irgendwas anderes tun.

Falls ich also in der letzten Zeit eher mittelmäßig aufmerksam war, dann ist die Erklärung für diese Nachlässigkeit da oben in dem Absatz zu finden. Ich habe niemandem auf Facebook zum Geburtstag gratuliert, ich habe sehr vielen Menschen gar nicht oder mit sehr viel Verspätung auf irgendwelche Nachrichten geantwortet und ich habe auch anderweitig eher sporadisch und zufällig am digitalen Leben teilgenommen. Wie ich einer Freundin mitteilte: It’s not you, it’s me.

Tatsächlich gibt es aber auch anderweitige Neuigkeiten, zu denen ich auch nur sporadisch und zufällig etwas Produktives beigetragen habe, die aber deswegen nicht minder toll sind.

Techniktagebuch

Zum Beispiel feierte das Techniktagebuch seinen ersten Geburtstag. Als Geschenk für alle gibt es jetzt das Techniktagebuch als eBook, von Kathrin Passig liebevoll zusammenmontiert, während wir anderen staunend daneben standen, entweder bei großartigen sobooks oder bei Amazon [Werbelink]. Bei sobooks kann man sich entweder die komplette Version mit gefühlt lediglich mehreren tausend Seiten herunterladen oder beherzt zur kostenpflichtigen Variante greifen und uns Techniktagebuchautoren unendlich reich machen. Die kostenpflichtige Variante hat einen USP, der völlig neuartig und total überzeugend ist: Sie hat weniger Inhalt als die kostenlose Version. Es handelt sich um das Best Of aus einem Jahr Techniktagebuch, in mühseliger Handarbeit kuratiert vom Autorenkollektiv.

Oder, wie Kathrin Passig hier erklärt: Wer mehr bezahlt, bekommt also weniger Text, dafür mehr Lebenszeit geschenkt. Wer jetzt nicht zuschlägt, dem kann ich auch nicht helfen.

Lieblingstweets im Februar woanders

Reden wir nicht über Geld

Ich habe mich jetzt ausreichend lange über diese unsägliche „Was kostet mein Blog?“-Geschichte geärgert. Ich habe mich gleichzeitig darüber geärgert, dass ich mich über so eine Unsinnsgeschichte so ärgere und ich habe mich gefragt, warum ich mich über so eine Unsinnsgeschichte so ärgere. Ich habe also schon viel zu viel mentale Energie für Unsinn verschwendet. Das ist nicht gut.

Gott sei Dank habe ich heute den Blogpost von Katharina gefunden, die da eigentlich alles sagt, was ich in den letzten paar Tagen nicht so formuliert bekommen habe. Man findet das hier auf ihrem Blog Stich & Faden.

Falls in Bezug auf dieses Blog noch Fragen offen sind: Mein Blog kostet etwas Geld, etwas mehr Zeit und noch etwas mehr Liebe. Zwischendurch habe ich Spaß dabei (schön), bekomme gelegentlich etwas Geld (schöner), lerne großartige Menschen kennen (noch schöner) und mache mit den großartigen Menschen großartige Sachen (noch viel schöner).

Manchmal stehe ich in der Zeitung oder darf im Radio was sagen. Das betört dann das Rampensauherz.

Insgesamt habe ich auf diesem Wege ausgerechnet, dass es sich für mich auch weiterhin lohnt Geld, Zeit und Liebe zu investieren.

Bitteschön. Dankeschön. Weitermachen.