Foto-Fragen-Freitag (Sehr spät und etwas kurz angebunden)

Heute nicht nur erst am Samstag sondern auch noch sehr spät am Samstag, wegen Zeug und so. Besonders viel Text fällt mir auch nicht ein, aber es heißt ja auch Foto-Fragen-Freitag, und nicht Foto-mit-Text-Fragen-Freitag. Mehr bei Steffi und hier.

1. Dein Frühstück?

Pfannkuchen

Unter der Woche nichts (auch Kaffee meistens erst am späten Vormittag, wenn überhaupt), samstags Brot oder Müsli und sonntags: PFANNKUCHEN!

2. In deinem Briefkasten?

Klavierstimmer

Amazon

Erst nur eine Erinnerung vom Klavierstimmer, später kam dann auch noch das Amazon-Paket mit zwei neuen Comics. Yay!

3. Dein Kleiderschrank?

Kleiderschrank

IKEA Pax mit ohne Türen. Aus Gründen. Leider so unordentlich, dass ich das jetzt wirklich nicht öffentlich zeigen muss.

4. Dein Haustier?

Haustiere

Ich hätt so gerne einen Hund, aber da wir beide arbeitstätig sind, wird das wohl erst mal nichts. Dafür gibt’s die Jungs, wobei das nicht stimmt, das Häschen in der Mitte ist nämlich ein Mädchen. So.

5. An deinem Arm?

Arm

Nüx. Am anderen auch nicht.

Ich bin die Böse

Liebe Urheber.

Ich habe heute einen Text gelesen, den 1.500 von euch unterzeichnet haben, weil sie ihn offensichtlich gut, richtig, unterstützungs- und umsetzungswürdig finden. Ich habe den Text gelesen und war etwas… nun ja… erschüttert. Offensichtlich fühlt ihr euch sehr bedroht von denen, die da draußen ein bisschen lauter werden und irgendetwas bezüglich Reformierung des Urheberrechtes schwafeln. Das sind eure Feinde, die wollen euch ans Leder, ans Geld und an die Kunst. Um das ganze einfacher zu gestalten, biete ich einfach ein Feindbild an, mit dem ihr dann in Zukunft super arbeiten könnt: mich.

Liebe Urheber, ich bin die Böse.

Ich wollte letzte Woche noch einen furchtbar bösen Artikel über die ebenso furchtbar bösen Piraten schreiben. Dann habe ich mal geguckt, was so im Parteiprogramm der NRW-Piraten steht und dann habe ich den doch nicht geschrieben, denn was da drin stand, war überhaupt gar nicht so schlimm, wie ich erwartet hatte. Eigentlich war es ganz vernünftig, vielleicht ein bisschen wischi-waschi und bestimmte Stellen sollten wohl noch mal ordentlich durchdiskutiert werden. An keiner Stelle stand da aber: “Wir sind dafür, dass in Zukunft alles umsonst ist und alle Urheber ihre Rechte abgeben und anschließend verhungern.” Das stand da nicht. Echt nicht.

Dann kam euer Schreiben und das liest sich auf den wenigen Zeilen so unglaublich verbohrt und uneinsichtig, dass ich feststellen musste: “Mist, ich stehe wohl doch auf der anderen Seite.” Eigentlich stehe ich einfach irgendwo dazwischen. Das Problem ist nur, so wie ihr euch in diesem kurzen Text geriert, mit dieser Hybris des besseren Menschen und der Gewissheit, sämtliche Moral auf der eigenen Seite zu haben, das macht euch nicht zwingend sympathisch. Und das, was ich daraus lese, ist sehr simpel: Ich bin die Böse.

Ich bin die Böse, weil ich der Meinung bin, dass das Teilen von Inhalten im Netz normal und moralisch nicht verwerflich ist. Ich bin die Böse, weil ich nicht glaube, dass das Teilen von Inhalten im Netz im Großen und Ganzen den Urhebern schadet. Zugegebenermaßen habe ich dafür keine Zahlen. Ich kann nur von dem ausgehen, was ich bei mir selber und meiner Umwelt beobachte. Ich gebe jedenfalls nicht weniger Geld für Musik und Bücher aus, nur weil ich auch mal was im Internet für lau höre. Maximal wird das Geld anders verteilt, weil ich im Internet auf Künstler und Urheber stoße, die ich so vielleicht gar nicht gefunden hätte. Das geht natürlich auch auch auf euer Portemonnaie. Denn Geld, was ich für Pomplamoose ausgebe, das ist dann möglicherweise nicht mehr für das neueste Album einer etablierteren Band übrig. Klar. So, wie ich mich kenne, und ich kenne mich ziemlich gut, kaufe ich mir dann aber eher kein neues Paar Schuhe und einfach beide Alben.

Ich bin die Böse, weil ich die zumindest gefühlte Sonderstellung der GEMA im internationalen Vergleich für höchst albern, anmaßend und anachronistisch halte. Vor ein paar Wochen war ich bei meinen Eltern und wollte meinem Vater ein bisschen Musik von Florence + the Machine vorspielen, weil wir am gleichen Abend auf ein Konzert von Florence gehen wollten. Meine Vesuche, auf YouTube ein Video eines der bekannteren Stücke zu finden, scheiterten alle kläglich. Wobei das Finden eigentlich kein Problem darstellte, es gab genug davon, nur in Deutschland durfte man sich keins davon angucken. Also, dachte ich, bin ich mal klug und wir gehen direkt auf die offzielle Seite von Florence + the Machine, da wird’s bestimmt was geben. Gab’s auch. Nämlich eingebettete Videos von YouTube. Die man in Deutschland nicht gucken darf. Letztlich endete es so, dass ich meinen Laptop auspackte, und ein bisschen in meinem iTunes gewühlt habe. Das kann doch so nicht gewollt sein.

Ich bin die Böse, weil ich glaube, dass das Internet für viele, viele Künstler die erste Möglichkeit ist, ihre Kunst öffentlich zugänglich zu machen. Vielleicht erschreckt euch das ja auch so, dass man eben nicht mehr auf den Schutz der Verlage, Labels und Verwertungsgesellschaften angewiesen ist und trotzdem Geld verdienen kann. Ich mache da einfach mal eine simple Rechnung: Ich habe z.B. hundert Euro im Monat, die ich in Bücher, Musik, Kino und so investieren kann. Vor dem Internet gab es 50 Künstler, an die ich mein Geld verteilen konnte. Also bekam im gerechtesten Fall jeder 2 Euro von mir. Total super. Jetzt, wo die Filter wegfallen, sowohl was die Vertriebswege als auch die lokale Beschränkung angeht, gibt es 500 Künstler, an die ich mein Geld verteilen kann. Oder 5.000. Dass da für den einzelnen weniger übrig bleibt, ist ein sehr simpler und nachvollziehbarer Effekt. Das hat nicht zwingend etwas damit zu tun, dass ich mir auf einmal ganz viel kostenlos runterlade, sondern, dass ich mein Geld jetzt eventuell auch an die Urheber verteile, die vorher gar nicht auf eurem Plan standen. Weil es eben jetzt geht. Wer das doof findet, der entlarvt sich zumindest schon mal selber als egoistischer Sack. Was ja jetzt für mich als Geldgeber auch ein ganz guter Indikator ist, wem ich in Zukunft mein Geld eher nicht gebe.

Ich bin im Übrigen auch die Böse, weil ich meinen kreativen Output umsonst ins Netz stelle und weil ich das, was andere Leute für umsonst ins Netz stellen, angucke. Man stelle sich vor, was da an Zeit draufgeht, die wir alle sonst mit Bezahlcontent verbringen könnten. Mein Blog ist kein großes Literatenwerk, meine Fotos keine Kunst, aber ich schreibe und fotografiere gerne und ich freue mich darüber, wenn andere Leute das lesen und gut finden. Und anderen Leuten scheint es ebenso zu gehen. Wer weiß, was da an Geld verloren geht, nicht weil Leute kopieren oder verleihen, sondern weil sie einfach andere kostenlose Angebote nutzen.

Ich bin die Böse, weil ich ungehemmt anpinne, verlinke, empfehle und zitiere. Das muss man sich mal vorstellen, da finde ich etwas im Internet, was ich gut finde und dann verbreite ich das einfach weiter übers Internet, möglicherweise noch mit einem Bild, das ich gar nicht selber gemacht habe. Und dann schreibe ich noch sowas dazu wie: “Guckt mal, wie toll dieses Produkt ist und ihr kriegt das hier für soundsoviel Euronen.” MIT EINEM BILD, DAS ICH GAR NICHT SELBER GEMACHT HABE. Und dann geht nachher noch jemand hin und kauft sich dieses Produkt. Wo kommen wir denn hin, wenn das alle machen würde. Oder das mit dem Zitieren, das ich fleißig auf quote.fm betreibe, wo ich mit einem schönen Zitat drauf hinweise, dass hier, da und dort im Internet ein Text steht, den ich total gut finde und von dem ich gerne möchte, dass ihn andere auch lesen.

Liebe Urheber, ich bin die Böse.

Ich bin die Böse, obwohl ich schon mit sechzehn fast mein gesamtes Taschengeld für CDs verbraten haben, und meine CD-Sammlung vermutlich so zwischen 400 und 500 CDs beinhaltet. Dazu kommen noch (laut Statistik) 1205 total legal bei iTunes erworbene Titel. Die rund 50 Bücher, die ich im Jahr lese, kaufe ich mir fast alle neu selbst, weil ich die meisten davon in der Bücherei eh nicht bekommen würde und musste sie schon in Stapeln an Büchereien und Second-Hand-Läden verschenken, damit wieder Platz im Regal ist. Ich bin die Böse, trotz meines Lovefilm- und meines Audible-Abos, trotz der hunderte Euro, die ich in den letzten zwei Jahren für Konzert-Karten ausgegeben habe, trotz der Kinokarten und der Tatsache, dass ich jenseits von Kino und Lovefilm immer noch DVDs und BluRays kaufe.

Trotzdem muss ich mir immer wieder anhören, wie böse wir Internetmenschen sind, weil wir immer nur alles umsonst haben wollen und nicht mehr bereit wären, Geld für Kunst zu bezahlen. Liebe Urheber, ich bin sehr wohl dafür, dass ihr Geld für das bekommt, was ihr macht. Es ist mir eigentlich auch schnurzpiep, was ihr bekommt, ich wage überhaupt nicht, eine Meinung darüber zu haben, was welcher Inhalt wert sein sollte. Wenn hunderttausend Leute ein Buch kaufen wollen, dann liegt es mir fern, beurteilen zu wollen, ob das Buch bzw. dessen Autor das jetzt verdient hätte oder nicht. Ich bin für Kulturförderung und ich hab noch nicht mal was gegen die GEZ.

Trotzdem funktioniert die Art, wie das Urheberrecht gehandhabt wird in meinen Augen nicht mehr und ich habe schlicht und einfach ein Problem damit, als jemand, der von dem ihm zur Verfügung stehenden Geld einen nicht unerheblichen Anteil sehr, sehr direkt in vom Urheberrecht betroffene Konsumgüter und Veranstaltungen steckt, dann noch kriminalisiert zu werden.

Es enttäuscht mich, wenn sich in der Liste der 1.500 Urheber Namen von Leuten finde, die ich sehr gern mag, rein als Künstler, ich kenne sie ja nicht persönlich. Frank Goosen, beispielsweise, bei dem ich jetzt nicht sicher bin, ob ich sein neuestes Buch nicht doch lieber erstmal von meiner Audible-Liste schmeißen sollte. Oder Charlotte Roche, deren Bücher ich zwar gar nicht lesen möchte, die ich aber jahrelang verehrt habe, weil sie mit Roger Willemsen zusammen Pipi machen war (die Sendung, in der das passierte, musste ich im Übrigen auf YouTube gucken, weil sie nie ausgestrahlt wurde). Oder Sven Regener, dessen Echauffierungsvideo ich lieber nicht gucken möchte, um mir die Musik von Element of Crime nicht mental zu vermiesen. (Übrigens alles legal erworben. Gekauft! FÜR RICHTIGES GELD!) Liebe Urheber, das, was ihr da macht, ist ein großer Vertrauensbruch. Ihr traut mir nicht. Ihr glaubt, ich will euch was Böses. Will ich gar nicht. Ich will nur was ändern. Und weil das, was ich ändern will, möglicherweise auch euch und euer Leben betrifft, findet ihr das nicht gut.

Liebe Urheber, ich hab eine Idee. Wie wär’s mal mit Dialog? Wie wär’s mal damit, sich die Vorschläge anzuhören, wie mit dem Urheberrecht umgegangen werden könnte? Nicht gut? Umständlich? Aufwändig? Zu krass?

Hm. Tja. Dann bleibt es wohl dabei: Ich bin die Böse.

025

Aus lauter Nettigkeit hab ich euch noch ein prima Feindbild gebastelt. Und jetzt kommt der Knaller: Ihr dürft es ausdrucken, aufhängen und mit Pfeilen drauf werfen. UND IHR MÜSST MIR KEINEN CENT BEZAHLEN! WIE GEIL IST DAS DENN?!?

Sympathisches Fulda

Am Dienstag war ich wieder auf der Suche nach einer interessanten Lokation zum feierabendlichen Hinfahren sowie Fotografieren inklusive Bahnhofsbesichtigung. Auf der Liste stehen nach wie vor Mainz, Wiesbaden und Mannheim (eine Stadt, mit dessen Zentrum man Schiffe versenken spielen könnte, fasziniert mich halt, da könnt ihr mir noch so oft sagen, dass es da nicht schön ist). Die Kollegen schlugen außerdem Seligenstadt vor und dann fiel mir auch noch Friedberg ein. Entschieden habe ich mich dann für Fulda. Das ist nur knapp 40 Minuten mit dem ICE, ausreichend groß und ich war auch noch nicht da.

Also Fulda. Nach zwei Stunden ausgiebigen Rumlaufens durch dieses Kleinod Hessens weiß ich jetzt viel mehr über dieses Fleckchen Erde und seine Bewohner. Nämlich…

Der Fuldaer an sich, so scheint es zumindest, informiert sehr gerne. Eigentlich über alles. Das fängt im Bahnhof an, wo ein Informationskasten neben dem anderen hängt und zieht sich durch die ganze Stadt. Besonders gerne informiert der Fuldaer mit Hilfe von Blechschildern. Vielleicht ist Fulda auch das Herz der Blechschildindustrie. Ich habe mich jedenfalls gut informiert gefühlt und wusste immer, in welche Richtung ich wie weit bis zur nächsten Toilette laufen muss. Dabei musste ich gar nicht.

Außerdem sitzt der Fuldaer gerne, bevorzugt auf Bänken irgendwo draußen. Fulda ist eventuell die Stadt der schönsten und meisten öffentlichen Bänke. Man kann immer überall sitzen, es sei denn, es ist nichts mehr frei, weil alle anderen schon da sitzen.

Wenn der Fuldaer nicht sitzt oder informiert, dann pflanzt er vermutlich Kastanienbäume. Oder guckt welche an.

Und wenn der Fuldaer nicht sitzt, informiert oder Kastanienbäume pflanzt, dann ist er einfach sehr entspannt und hängt im Schlossgarten ab. Oder einem anderen Park, in dem ich nicht war. Im Schlossgarten gibt es leider keine Pfauen oder Streifenhörnchen dafür aber Enten und flauschige Entenküken. Die flauschigen Entenküken wollten aber nicht fotografiert werden, deswegen habe ich nur zwei halbwache erwachsene Enten fotografiert, die zu faul zum Weglaufen waren oder vielleicht auch zu müde.

Fulda ist mir sehr sympathisch. Fulda ist auch sehr schön, wenn man erstmal in der richtigen Ecke rumläuft. Dann gibt es viele alte Häuser, wo schon vor vielen Jahren berühmte Blockflötenhersteller wohnten oder geboren wurden oder so. Es gibt Kloster und einen Dom und alles ist sehr hübsch und entspannt. Am sympathischsten sind die Fuldaer aber, weil sie neben ihre wunderschönen Gebäude ganz wunderbar hässliche gebaut haben. So, als wäre ihnen die Schönheit ihrer Stadt auch ein bisschen suspekt und es müsste jetzt dringend etwas ganz fürchterbares als Gegengewicht gebaut werden.

Fuldaer, ich kann euch so verstehen.

Schild 1

Schild 2

Schild 3

Schild 4

Schild 5

Schild 6

Schild 8

Höhepunkt der Blechschildbesichtigung

Schild 7

Ampel

Zilliken

Hässlich und schön

Turm

Bank

Straßen

Haus

Dings

Motorrad

Gelb

1 was?

Man erkläre mir diesen Buchstaben.

Hexenturm

Blüten

Dom

Lampen

Kaputte Bank

Vorsicht Blumen!

Bunte Bäume

Enten

Vogelhäuschen

Janus

Trampolin

Wenn man in dem kleinen Labyrinth im Schlossgarten lang genug sucht, findet man ein prima Trampolin.

Drücken

Daily Flash Mob: Peer Gynt in der U-Bahn

Ich bin für sowas ja definitiv zu empfänglich und zu nah am Wasser gebaut. Aber stellt euch das mal vor, ihr sitzt in der U-Bahn und auf einmal holen alle ihre Instrumente raus und spielen. So toll.

Deutschland, deine Bahnhöfe: Fulda Bf

Pro: Also erstmal ist der Bahnhof schön gelb und hat eine lustige Architektur. Man kommt nämlich eigentlich unten auf dem Bahnhofsvorplatz raus, kann aber auch oben rum sozusagen zum richtige Eingang rein. Das kenn ich noch aus Bonn. Schön zentral ist es auch und man kann eigentlich fast alles erledigen. Man kann Zeitschriften kaufen, oder Bücher, Blumen, es gibt ein Internetcafé und einen Bäcker und einen Briefkasen und einen Briefmarkenautomaten und alles ist total gut ausgeschildert. Außerdem informiert der Fuldaer an sich gerne. Über alles. Auch im Bahnhof. Gerne auch doppelt, direkt nebeneinander.

Contra: So richtig schön ist das hier nicht. Eher ein bisschen schmuddelig und unübersichtlich. Das kenn ich nämlich auch noch aus Bonn, dass man da abends nicht unbedingt mehr als nötig am Bahnhof rumlaufen wollte. Der Zeitschriftenladen macht auch schon um 20 Uhr zu. Zu allem Überfluss wird man dann auch nicht nur von Informationen erschlagen (Stadtplan! Immobilien! Termine!), sondern auch gleich noch mitbekehrt. Hauptsächlich könnte aber vielleicht einfach mal jemand sauber machen. Das wär schon total toll.

Geheimtipp: Ich war hier erst einmal, Geheimtipps kenne ich noch nicht. Empfehle aber, sich allein zu Amüsierungszwecken die schöne Sitzgruppe auf der oberen Etage anzugucken. Da kann man sich total praktisch zu sechst um einen Mülleimer rumsetzen. Wenn sich da mal nicht jemand Gedanken gemacht hat.

Besser nicht: Den Weg aus dem Bahnhof oben nach links in die Stadt wählen. Da kommt man nämlich nur durch das möglicherweise traurigste Mini-Einkaufszentrum Deutschlands in die Stadt rein. Mit dem vielleicht traurigsten Mini-Kinderkarussell Deutschlands. Dabei ist Fulda so schön. Aber da nicht.

Die Tour: Bei der Hinfahrt ein bisschen durch den Bahnhof und von da auf den Bahnhofsvorplatz gelaufen, auf der einen Seite rauf zum Bahnhof und auf der anderen wieder runter. Auf dem Rückweg vom Schlossgarten zum Bahnhof gelaufen, oben rein, ein bisschen auf Gleis 1 geguckt, dann runter und von da aus auf Gleis 3 und auf den Zug gewartet.

Fulda

Schilder

Info

Bahnhof

Dach

Züge

Häuser

Aufzug

Ballon

Uhr

MeaMea

Mülleimer

Snacks

Info

Gang

Gleis 1

Schuppen

ICE

Drei ???-Einschlafguide

Wenn ich allein bin, lass ich mich ja bekanntermaßen gerne von den Drei ??? in den Schlaf reden. Das funktioniert erstaunlich gut, nach höchstens fünf Minuten krieg ich nix mehr mit und dann darf die Folge halt noch zu Ende laufen und ich schlaf schön bis zum Morgen.

Manchmal funktioniert das aber auch nicht so gut. Gestern zum Beispiel war ich so unglaublich klug und habe nicht gemerkt, dass der iPod auf Endlosloop gestellt war. Die Folge war also nicht nach einer Stunde zu Ende, sondern fing einfach wieder von vorne an. Wann ich davon wieder aufgewacht bin, weiß ich nicht, ich habe absichtlich nicht auf die Uhr geguckt, weil ich mich nicht deprimieren wollte. Morgens habe ich mich wie erschlagen gefühlt, bin aber trotzdem tapfer aufgestanden und hab mich erfolgreich durch den Tag gegähnt.

Merke: Immer schön die Loopfunktion am Wiedergabegerät ausstellen, sonst schläft man nicht nur dank der Drei ??? ein, sondern wacht auch wegen ihnen auf.

Es gibt aber auch bestimmte Folgen, die sich einfach überhaupt nicht als Einschlafhilfe eignen, aus diversen Gründen. Ich kenne mindestens drei, die ich hier, schon als Warnung für mögliche Nachahmer, mal kurz vorstellen möchte. Vorsicht, übrigens: geringfügiger Spoiler-Alert.

Binary

Die Offensichtliche: Die drei ??? und der seltsame Wecker (Folge 12)

Wer die Folge kennt, der weiß, warum man sie nicht zum Einschlafen hören sollte. Der Wecker ist nämlich nicht nur ein seltsamer, sondern auch ein schreiender und im Laufe der Folge kommen noch mehr schreiende Uhren dazu und ganz zum Schluss schreien alle zusammen und das ist nur noch LAUT LAUT LAUT!!!!11einself

Wenn man also das Rumgeschreie ganz am Anfang noch im halbwegs wachen Zustand überstanden hat und dann gemütlich in den ersten paar Minuten einschläft, dann geht das fast gut, bis man knapp vierzig Minuten später von Unmengen schreiender Uhren jäh aus dem Schlaf gerissen wird. Danke, aber nein danke. Tolle Folge ansonsten, zum Einschlafen gänzlich ungeeignet.

 

Binary (1)

Die Unerwartete: Die drei ??? und das versunkene Dorf (Folge 136)

Vielleicht war ich in der Nacht auch nicht gut drauf oder so, aber die Folge mit dem versunkenen Dorf hat bei mir auch nicht funktioniert. Die ist eigentlich total prima, aber mitten in der Folge wird es auf einmal sehr leise und mysteriös und dann kommt auf einmal Orgelspiel. Es stellte sich heraus, dass ich von plötzlichem und unerwartetem Orgelspiel aufwache.

Kann sein, dass das nur bei mir passiert, und warum mir die Musik in den Folgen sonst nichts ausmacht, aber hier schon, weiß ich auch nicht. Möglicherweise war auch wieder Vollmond oder ich war aus anderen Gründen unruhig. Das mit dem Einschlafen hat jedenfalls auch bei dieser Folge nicht einwandfrei funktioniert.

 

Binary (2)

Die Subtile: Die drei ??? und der Nebelberg (Folge 105)

Wunderbare Folge, wirklich, ich mag die sehr gerne, von der Story und wegen der etwas anderen Erzählform und vielleicht auch, weil Andreas Fröhlich so viel erzählen darf und dem hör ich doch so gerne zu. Das Problem an dieser Folge ist ein äußerst subtiles: Es kommt ein Wecker drin vor. Diesmal kein schreiender, sondern ein ganz normaler, aber der fängt so im letzten Viertel dann auch an, sehr wecker-like zu piepsen mit einem äußerst nervigen realistischen Piepsgeräusch.

Vor dieser Folge warne ich ausdrücklich, jedenfalls was ihre Einschlaftauglichkeit angeht. Nicht nur, dass man aufwacht, man ist zudem noch orientierungslos und verwirrt und sucht erstmal verzweifelt nach dem Wecker, der piepst, bevor man irgendwann man merkt, dass dieser Wecker in Wirklichkeit gar nicht existiert, sondern nur in der Geschichte. Das merkt man natürlich erst, wenn man wieder so klar im Kopf ist, dass man halbwegs vernünftige Gedanken fassen kann. Also wach. Nicht gut.

 

Ich bin mir sicher, es gibt noch andere Folgen, die aufgrund irgendeiner Besonderheit definitiv nicht zum Einschlafen geeignet sind. Wer da Erfahrung hat, der möge sie doch bitte mit seinen Mitmenschen (z.B. mir) teilen und sie vor den schrecklichen Folgen des Aufwachens durch schreiende Wecker, Orgelspiel oder storyrelevantes Weckerklingeln schützen. Ich jedenfalls bin für jeden Hinweis dankbar.

Deutschland, deine Bahnhöfe: Aschaffenburg Hbf

Pro: Boah, ist der schön. Und so neu. Und so schön. Und so aufgeräumt. Und so übersichtlich. Und so schön. Alle Bahnsteige sind schön durchnummeriert, und auch in der richtigen Reihenfolge. Innen gibt es, zumindest im Verhältnis zur Bahnhofsgröße, ein ausreichendes Gastronomie- und Unterhaltungsangebot, sogar mit Coffee Fellows UND dulce. Eis von dulce im Bahnhof, wie toll ist das denn! Auf dem Boden hübsche Fliesen und unten im Tunnel zu den Gleisen Kunst an den Wänden. Und wenn man auf dem Bahnsteig steht, sieht man ganz hinten schon grüne Berge. So schön. Ich will ja nicht zu enthusiastisch klingen, aber das ist mal wirklich ein hübscher Bahnhof.

Contra: Keine Ahnung. Vielleicht gibt es hier ganz furchtbar nervige Sachen, die ich nur nicht weiß, weil ich diesen Bahnhof nicht häufig frequentiere. Ich war erst zwei Mal da und einmal war spät am Abend, ich kam übermüdet und halbkrank aus München und musste auch nur umsteigen. Aber selbst an dem Abend kam sofort ein Zug und ich musste mich nicht über Aschaffenburg ärgern. Vielleicht machen die Bahnhofsläden alle schon um 20 Uhr zu oder die Parkhäuser sind überteuert oder es gibt Züge, die immer zu spät kommen oder so. Ich hab auf Anhieb nichts Störendes gefunden. (Gut, ich könnte jetzt sagen “Ist in Bayern”, aber das ist zu einfach und zu offensichtlich, so als Nichtbayer, deswegen sag ich’s einfach nicht.)

Geheimtipp: Als Neuling in Sachen Hauptbahnhof Aschaffenburg kenne ich hier keine Geheimtipps. Ich möchte aber allen raten, das Eis von dulce zu probieren. Das ist nämlich echt lecker.

Besser nicht: Von der am Tage gut frequentierten Strecke Aschaffenburg – Hanau zu all zu großem Optimismus verleiten lassen. Während da zwischen 16 und 18 Uhr noch so vier Züge pro Stunde fahren, fährt zwischen 18 und 20 Uhr nur noch einer pro Stunde. Wie es mit anderen Anbindungen aussieht, weiß ich nicht. Aber immerhin: Wenn man den Zug verpasst, kann man wenigstens noch lecker Eis bei dulce essen.

Die Tour: Von dem komischen Einkaufszentrum über die Elisen- und dann die Ludwigsstraße bis zum Bahnhof. Dann ein bisschen die Bahnhofshalle inspiziert und durch den Tunnel auf Gleis 6 (glaub ich) und dann da rumgelaufen. Dann kam der Zug.

Bahnhof

Parkhaus

Hauskunst

Fliesen

DULCE!

Lampe

Schilder

Kachelkunst

Himmel

Wandkunst

Knöpfe

Güterzug

Schild

Mast

Gebäude

Berge

Gleise

Bahnsteig

Dach

Mehr Gleise

Total feministisch motivierter Blog-Meta-Content

Mein Lieblings-Nuf schrieb heute morgen etwas über die Relevanz von von Frauen geführter Blogs und weil sie das so schön gemacht hat und mich außerdem noch als einen ihrer gern gelesenen Blogs (Hurra! Juchu! Yay!) verlinkte, möchte ich es ihr gleich tun und da ebenfalls mal meine soundsoviel Cents zu beisteuern.

Ich bin ja eher so halb-politisch engagiert. Innerlich bin ich immer total engagiert, aber nach außen dringt da nur wenig vor, schon weil ich ja so grauselig harmoniebedürftig und ungesund tolerant bin und mir zu jeder Meinung, die ich so habe, direkt zwei weitere Gedanken einfallen:

Erstens: “Also das ist jetzt meine Meinung, aber ich kann natürlich auch verstehen, wenn man Sache X, Y oder Z aus diversen Gründen anders sieht.”

Zweitens: “Ogottogottogott, hoffentlich hab ich jetzt niemanden, der eigentlich total nett ist, in irgendeiner Weise damit vor den Kopf gestoßen. HILFE!”

Das ist nicht immer so gut, aber ich war halt auch schon immer so. Fakt ist, dass mich vor mittlerweile fast schon zehn Jahren der beste Freund in der Berufsschule darauf hinwies, dass ich mich nicht immer schon im Vorfeld für das entschuldigen sollte, was ich gleich sagen würde. Und damit hatte er leider recht.

Aus diesem Grund geht es in diesem Blog eher um hübsche Fotos und nette Geschichten, um Bahnhofsrezensionen und Sachen, die ich so erlebe und seltener um die politisch oder gesellschaftlich relevanten großen Themen oder kritische Töne zum aktuellen Weltgeschehen. Ein weiterer Grund ist vielleicht, dass ich mich tatsächlich stundenlang über bestimmte Themen auslassen könnte, das tut mir aber selbst nicht gut, ich bin dann nachher schlecht gelaunt und finde die Welt doof und ungerecht und weil ich das schon vorher weiß, lasse ich es einfach.

Jetzt habe ich es also schon wieder gemacht. Mich schon mal im Vorfeld, ohne dass überhaupt die Frage bestand, dafür entschuldigt, warum mein Blog möglicherweise, wenn man alle Eventualitäten und so betrachtet, unter Umständen nicht relevant sein könnte.

Aber da kann man ja schon wieder fragen: Relevant für was? Oder für wen? Und warum überhaupt? Und was bedeutet das? Relevanz ist ja kein objektives Kriterium. Man könnte ja jetzt die Besucherzahlen angucken, aber wer weiß denn, ob jemand, der auf welchem Weg auch immer, auf einem Blog gelandet ist, auch gelesen hat, was da so steht. Und selbst wenn, was nützt das, wenn derjenige das sofort wieder vergisst. Oder doof findet.

In einem Mini-Selbstversuch hab ich mir mal meine eigene Blogroll angeguckt, und festgestellt, bei mir überwiegen eindeutig die von Frauen geschriebenen Blogs und zwar so doll, dass ich mir jetzt dringend ein paar gute von Männern geschriebene suchen sollte, um mir nicht selber vorwerfen zu müssen, ich wäre nachher noch männerfeindlich. Ich weiß auch gar nicht, was jetzt den typischen Männer- vom typischen Frauenblog unterscheidet. Gefühlsmäßig kenne ich mehr Frauenblogs, auf denen es hübsche Bilder vom Selbstgekochtem und Selbstgemachten gibt. Gefühlt ähneln einige dieser Blogs noch eher dem klassischen Tagebuchschreiben. Männer sammeln (ebenso gefühlt) eher Links zusammen und kommentieren diese und äußern sich zu irgendwas Gesellschaftlichem, das mich vielleicht interessiert aber eventuell auch nicht.

Ich glaube aber, dass das alles wirklich nur gefühlt ist. Ich vermute nämlich, dass es ebenso viele Frauenblogs gibt, die sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzen, genau wie Männerblogs existieren, auf denen es schöne Fotos, leckere Rezepte gibt oder wo sich auch einfach mal ganz dezent emotional ausgekotzt wird.

Wenn ich aber so aus dem Stand zwei der meiner Ansicht nach bekanntesten und damit auch irgendwie relevantesten Blogs nennen müsste, dann würde ich sagen: ankegroener.de und dooce.com. Beides Frauen.

Das sind Blogs, von denen ich weiß oder zumindest vermute, dass sie Zugriffszahlen haben, von denen ich nur träumen kann. Heather Armstrong kann mittlerweile davon leben, dass sie bloggt. Das ist natürlich Blödsinn, sie kann davon leben, dass sie bloggt und Bücher geschrieben hat und auftritt und Zeugs verkauft und was-weiß-ich-nicht-noch. Beides sind aber auch Blogs, in denen die Autorinnen in erster Linie von sich selbst berichten. Erweitertes Tagebuchbloggen, sozusagen.

Selbstverständlicherweise ist meine Sicht auf Blogs schlicht und einfach durch meine persönliche Präferenz verzerrt. Ich habe, um es einfach zu sagen, überhaupt keine Ahnung, was so die meistgelesensten deutschen Blogs sind und ich behaupte, die meisten lese ich auch gar nicht, entweder, weil ich sie noch nicht entdeckt habe, oder weil ich sie nicht interessant finde. Das mag auch an meiner Scheu vor Polarisierungen liegen, damit kann ich nichts anfangen. Provozieren, um eine Reaktion zu bekommen, da stehen mir die Haare zu Berge, da verstecke ich mich ganz schnell in der Ecke und komme erst wieder raus, wenn die Reaktionsprovozierer, die “Ich sag das doch nur so krass, damit du dich auch mal äußerst…”-Sager, wieder weg sind. Ich diskutiere gerne, und ich durchschaue solche Spielchen gewöhnlich sehr schnell, ich mache da aber nicht mit.

So kommen wir über Hölzchen und Stöckchen zu dem, was ich eigentlich sagen wollte. Meine persönliche Blogpräferenz ist genau das: sehr persönlich. Ich lese gerne Alltagsgeschichten, vor allem, wenn diese in amüsante und/oder schöne Worte verpackt sind. Ich gucke gerne schöne Bilder und werde von tollen Ideen inspiriert. In den letzten Wochen sammle ich Ruhrpott-Blogs, weil ich gerne lese und gucke, wie andere Leute die Region, in der ich lebe, und die ich schon sehr, sehr liebgewonnen habe, wahrnehmen. Und ich vertraue darauf, dass die Leute, deren Blogs diese meine Wunschkriterien erfüllen, alles intelligente Menschen sind, die sich auch gelegentlich mal zu anderen Themen äußern und mich zum Nachdenken anregen.

Diese Blogs sind für mich relevant, weil sie meinen Alltag positiv bereichern. Ihr findet sie ohnehin schon in meiner Blogroll. Und weil ich finde, dass da sehr viele schlaue, hübsche und äußerst amüsante Frauen dabei sind, hebe ich diese noch mal besonders hervor:

Im Übrigens habe ich ganz viele Dinge ausgelassen, zum Beispiel meine Ideen dazu, warum auf Veranstaltungen wie der rp12, auf der ich ja nun auch selber nicht war, Frauen immer noch unterrepräsentiert werden. Oder meine Gedanken zu der Frage, wie wichtig man seine Blogstatistik so nimmt oder nehmen sollte. Es ist ein weites Feld. Wie so oft.

Foto-Fragen-Freitag (Die Lazy-Saturday-Edition)

Heute mal das Collagenfeature bei Picasa angeschmissen, funktioniert ja wunderbar. Viele Bilder aus dem Archiv und eins, was gar nicht von mir ist. Ist wohl tatsächlich Lazy Saturday heute. Weiter geht’s bei Okka, Steffi und hier

1. Eine Erkenntnis der letzten Monate?

Victory

Alles geht. Na ja, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber es geht schon ziemlich viel, wenn man selber den Arsch hochkriegt. Meine guten Vorsätze für 2012, mit denen ich ja auch diesen Blog gestartet habe, habe ich recht gut umgesetzt. Gitarrenunterricht, auf der Bühne gestanden, gefühlt eine Million Bilder gemacht, mehr unternommen, mehr geguckt, mehr gelernt. Geht doch.

2. Was verschenkst du gerade gern?

Torten

Ich würd’s nicht direkt verschenken nennen, aber ich habe (zugegebenermaßen aus recht konkretem Anlass) in den letzten Wochen viel Kuchen verschenkt. Und selbst gegessen. Gleich muss mir noch überlegen, was ich dann morgen backe. Schoko-Cupcakes?

3. Über welches Geschenk hast du dich in letzter Zeit irre gefreut?

Jungs

Über das Bild, das der Mann mir zum Hochzeitstag per Mail schickte. Ansonsten schenken wir uns nicht viel, wir schenken uns eher die Erlaubnis, dass jeder sich kaufen darf, was er gerne haben möchte, ohne dass das diskutiert werden muss. Freiheit für Menschen mit teilweise sehr speziellen Interessen.

4. Was ziehst du an, wenn du weißt: heute wird’s tough?

Muppets

Jeans und T-Shirt würd ich sagen. Vom Motiv passt natürlich das T-Shirt mit der Electric Mayhem Band von den Muppets sehr schön.

5. Dein Highlight der Woche?

Streifenhörnchen

STREIFENHÖRNCHEN! (Außerdem: der Designgipfel und die daraus entstandene Idee eines Ruhrpott-Blogmädels-Stammtisch, die auch gerade wunderbar am gedeihen ist, das leckere Grillen, die neu erworbene PS3 und und und… Aber eigentlich hab ich mich besonders über das Streifenhörnchen in Aschaffenburg gefreut, was dann wieder zu Frage 3 zurückführt. Ich brauch nämlich gar keine Geschenke, mich machen Streifenhörnchen schon glücklich genug.*)

 

*Wer mir trotzdem was schenken will, den soll diese Aussage natürlich nicht abhalten. Ich krieg auch sehr gerne was geschenkt.

Hilfe, ich war in Bayern!

Es hat ja ein bisschen gedauert, bis ich gemerkt habe, dass man von Hanau schneller in Bayern als in Frankfurt ist. Das muss man sich mal vorstellen: Bayern! Das ist fast so wie Holland, nur ohne Frikandeln. Also, hab ich heute das schöne Wetter mal genutzt und bin nach Aschaffenburg gefahren.

Man muss das ja wirklich mal zugeben, schön isses da schon. Es gibt ein Schloss und das Pompejanum, was auch immer das ist und viele schöne alte Häuser und Gassen und Kirchen und einen großen Park. Dann war das Wetter noch super, überall sind kleine Kneipen und Restaurants, die die Tische raus gestellt haben. Alles ist hier ein bisschen schöner und grüner und selbst der Main, der ja mehr oder weniger der gleiche ist wie 30 Kilometer weiter, sieht hier irgendwie schöner aus.

Auf der anderen Seite stimmt aber schon, was der Frank Goosen sagt, so’n Renaissance-Schloss schön zu finden ist ja einfach, das kann jeder und davon schöne Bilder machen, das ist auch einfach, aber irgendwie auch ein bisschen langweilig. Trotzdem hab ich im Schlosshof gesessen und das ganz toll gefunden und auf den Main runtergeguckt und das toll gefunden und draußen auf einer Bank ein vietnamesisches knallesüßes Dessert gegessen und das toll gefunden.

Wie es der Zufall wollte, war dann auch noch ein Hamburger Fischmarkt auf dem Platz vor dem Schloss, als ob man mich gleich mit zwei fremden Kulturen konfrontieren und nachhaltig verwirren wollte. Dafür hab ich dann auch ganz schnell dem Obdachlosen aus Gelsenkirchen zwei Euro gegeben, schon allein aus Heimatsolidarität.

Das beste aber, das allerallerbeste waren die zoologischen Entdeckungen. Eine Eidechse am Schloss, und im Park dann ein Pfau und ein Streifenhörnchen. Damit, liebes Aschaffenburg, hast du dich doch ein bisschen in mein Herz geschummelt. Sehr perfide, aber wirksam von dir.

Ich mein, wie großartig ist das denn? Ein Streifenhörnchen. STREIFENHÖRNCHEN!

STREI! FEN! HÖRN! CHEN!

P1020994

Cafe

Alligator

Schiff

Fischmarkt

Reserviert

Main

Schloss

Tür

Bücher

Bank

Klingel

Park

Schlappeseppl

Chevalier

Müll

Fratze

Hund

Mehr Cafe

Erbsen

Lila Blumen

Beat

Blume

Eidechse

Pfau

STREIFENHÖRNCHEN!