Der Foto-Fragen-Freitag (Die „Keine-Ahnung“-Edition)

Komische Fragen diesmal, drei davon kann ich gar nicht richtig beantworten, und habe zum ersten Mal zu Bildern aus dem Archiv gegriffen… aber ich geb mein Bestes. Ansonsten gibt es mehr bei Okka, Steffi und hier.

1. Dein Urlaub dieses Jahr?

Frankreich

Arcachon, 2010

Edinburgh

Edinburgh 2011/2012

Ist noch nicht geplant. Im Moment habe ich gerade furchtbare Sehnsucht nach Frankreich. Sommer, Sonne, gutes Essen, Wasser, Erholen, hach. Aber ich würde auch direkt noch mal nach Edinburgh. Da war’s nämlich auch schön.

2. Dein Parfum?

Parfum

Habschnich. Überhaupt keinen Sinn für solche Gerüche und viel zu geizig, Geld für etwas auszugeben, mit dem ich persönlich nichts anfangen kann. Das Einzige, was ich mir mal für halbwegs teuer Geld gekauft habe, ist dieses Parfüm von Lush, das riecht dem Mann aber zu blumig, deswegen trag ich’s quasi nie. Vielleicht gibt mir ja mal jemand eine Einführung in Parfumdüfte, damit ich das auch mal verstehe.

3. Was tut dir gerade gut?

Designgipfel

NRW

Das lange Wochenende und die Vorfreude auf das, was wir so erleben werden. In Dortmund ist ein Design-Markt und wir haben hier immer noch das Zugticket rumliegen, was unbedingt bis Ende des Monats weg muss. Irgendwelche Vorschläge, in welche Stadt wir einen Ausflug unternehmen sollten?

4. Deine Farbe?

Laptop

Stuhl

Geschirrtuch

Eimer

Raten? Lebensmotto: Wenn es das nicht in hellgrün gibt, will ich das auch nicht.

5. Die schlimmste Fernsehsendung, die du gern guckst?

Heidi

Ach, ich find eigentlich nichts, was ich gucke, so wirklich schlimm. Seit ein paar Wochen gucke ich tatsächlich Germany’s Next Top Model, vor allem, weil ich mal aus Versehen reingeschaltet habe und dann hängengeblieben bin. Aber da hab ich festgestellt, dass ich mir das zwar sehr schlimm vorgestellt habe, die Sendung aber deutlich besser und sympathischer ist als gedacht.

20 Glückskekse vs. 21 Quarkriegel

Vor vielen, vielen Jahren kaufte ich beim ortsansässigen Asia-Laden für meine Geburtstagsfeier 20 Glückskekse. Ich stand also an der Kasse mit meinem Körbchen mit 20 abgezählten Glückskeksen und überreichte der Verkäuferin mein Körbchen mit dem Hinweis, dass es 20 sein müssten.

Sie zählte einmal durch, verzählte sich dabei. Zählte ein zweites Mal durch, verzählte sich wieder. Zählte ein drittes Mal durch, gelang zur Erkenntnis, dass es sich wirklich um 20 Glückskekse handelte und war bereit, mich zahlen zu lassen. Selten hatte ich an einer Kasse das Gefühl, dem Ziel gleichzeitig so nah und so fern zu sein.

Heute stand ich mit einer Tüte mit 21 Quarkriegeln im russischen Supermarkt. (“21 Quarkriegel?!?” höre ich da irritiert. Ja, 21. Fragensenich. Oder meinetwegen, fragense, ein Kollege hatte heute Ausstand und ich wollte mit Quarkriegeln zu den Ausstandsfeierlichkeiten beitragen.) Die Verkäuferin wirft einen Blick in die Tüte, nimmt eins raus und scannt es ein.

Dann guckt sie mich an: “Wie viele haben Sie?”

“21”, sagte ich. “Wenn ich mich nicht verzählt habe.”

Sie nickt, scheint mit der Anzahl einverstanden zu sein und rechnet 21 Quarkriegel ab.

 

Ich sag ja nur.

Kirschen, Quark und Regenbogen

Regenbogen

“Heute geh ich mal durch die Stadt bummeln”, hab ich gestern gedacht. Man kann sogar in Hanau ein bisschen bummeln, wenn man die Ansprüche nicht zu hoch setzt. Es gibt Bücherläden und die üblichen Verdächtigen, was Klamottengeschäfte angeht. Das ist ganz bequem, denn man ist zumindest nicht gezwungen, woanders hinzufahren, sondern kriegt im Zweifelsfall fast alles auch in der Nähe. Sagen wir mal so: Das Angebot hält sich in Grenzen, aber es gibt zumindest eins.

Ein konkretes Ziel hatte ich auch, nämlich P&C, wo ich letztens ganz hinreißende Blusen mit Kirschen drauf gesehen hatte. Hallo?!? Kirschen! KIRSCHEN! Ich hab überhaupt noch nichts mit Kirschen drauf, wie konnte das denn bitte passieren? Seitdem ich diese Blusen gesehen habe, bin ich der festen Überzeugung, dass mein Kleiderschrank ohne Kirschenkleidung irgendwie auch nicht richtig was wert ist.

In der Umkleidekabine stellt sich leider raus, dass das zwar alles rein theoretisch ganz wunderbare Klamotten sind, an mir aber überhaupt nicht aussehen. Schade. Dann eben keine Kirschenblusen für mich. Das heißt dann wohl auch, dass ich weitersuchen muss. Ohne Kirschen mag ich nicht mehr.

Neben mir in der Umkleidekabine ist anscheinend eine Mutter von – wie sich nachher rausstellt – vier Kindern, die ungelogen alle weinen. Alle! Die ganze Zeit! Sobald eines kurz aufhört – vermutlich, um zu atmen – fängt ein anderes an. Die sind so gewieft und aufeinander eingespielt, die wechseln sich beim Weinen ab. Respekt. Ich denke nur, wie schön das ist, dass ich hier so allein in der Umkleidekabine stehen kann, ohne dass jemand deswegen weint, und gleich nach Hause gehen kann, zwar ohne Kirschenkleidung, aber immerhin mit Quarkriegelchen.

Genau. Eben.

Kommen wir zum eigentlichenThema dieser Geschichte. Nach Monaten voller Vergesslichkeit und mangelnden Gelegenheiten habe ich es geschafft. Ich war im russischen Supermarkt und habe die von Frau Nessy so überaus gelobpreisten Quarkriegelchen gekauft.

Tatsächlich wusste ich, wo hier in Hanau ein russischer Supermarkt ist und habe auf dem Weg in die Stadt gleich mal da vorbeigeschaut. Selbstverständlicherweise wusste ich nicht mehr, wie die russischen Quarkriegelchen heißen (Sirok heißen sie wohl, das weiß ich jetzt wieder), ich wusste ja noch nicht mal, was genau ich mir vorzustellen hätte. Ich vermutete mal, dass sie zumindest irgendwie kühl gelagert werden müssten, wegen dem Quark in den Riegelchen. Ansonsten verließ ich mich darauf, dass ich die Dinger schon wiedererkennen würde, wenn ich sie sehen würde, Frau Nessy hatte ja Bilder gezeigt.

Nach drei Runden durch den kleinen Laden war ich ziemlich sicher, dass ich die Riegelchen hier nicht finden würde, gab mich aber noch nicht geschlagen. Wer weiß? Vielleicht gab es ja einen schlimmen Quarkriegelchenlieferungsengpass und nächste Woche würden wieder haufenweise Quarkriegelchen im Sortiment sein.

“Hallo, ich suche so Quarkriegelchen, ich weiß aber nicht mehr, wie die heißen”, sage ich zu der russischen Supermarktverkäuferin.

“Mit der Schokolade? Kommen Sie mit!” sagt die russische Supermarktverkäuferin und führt mich in den Hinterraum.

Der Hinterraum, so stellt sich raus, ist gar kein für Kunden verbotenes Lager, sondern der Standort der Gefriertruhen. Man darf hier also auch als Kunde rein.

“Hier”, sagt die russische Supermarktverkäuferin und zeigt auf die Quarkriegelchen-Abteilung der Gefriertruhe. “Das sind sie?”

“Jaja”, sage ich und nicke. Das sind sie, ich erkenne die Verpackung wieder. Mit dem Pinocchio vorne drauf, genau das war’s.

“Suchen Sie sich aus und kommen dann nach vorne”, sagt sie und verschwindet wieder in den Laden.

Vier verschiedene Verpackungen kann ich erkennen, Frau Nessy empfahl die mit Kondensmilch, Erdbeer klingt mir ein bisschen zu suspekt, also nehme ich Kondensmilch und die zwei anderen.

1,17 Euro kostet der Spaß, ich kriege ein kleines Tütchen, Kassenbon brauche ich nicht.

“Wissen Sie ja jetzt, wo die sind”, sagt die russische Supermarktverkäuferin noch. “Bis zum nächsten Mal.”

Bis zum nächsten Mal, genau. DIE WEISS DOCH GENAU, DASS SIE DA DROGEN VERKAUFT!

sirok

Sirok Kondensmilch

Am Abend probiere ich das erste, natürlich gleich mal das mit der Kondensmilch und HEISSA! WIE GROSSARTIG IST DAS DENN? Ich bin ja erwiesenermaßen ein Fan von süß, aber auch sehr von Quark und von gezuckerter Kondensmilch auch und alles zusammen und WOAH!

Es steht also fest, die blauen Quarkriegelchen sind schon mal super. Die anderen hebe ich mir für später auf. Frau Nessy lag vollkommen richtig, die machen süchtig. Jetzt muss ich noch den nächstgelegenen russischen Supermarkt in Essen finden.

Am gleichen Abend gibt’s auch noch Regenbogen über der Stadt. Ich steh also wieder am Fenster und knipse den Himmel über Hanau. Das mache ich sowieso oft, denn wenn man so eine Dachwohnung hat, da sieht man ja dauernd Himmel, Wolken und Flugzeuge und findet das alles ganz hinreißend. Aber Regenbogen sind mal oberhinreißend, vor allem, wenn sie ganz trotzig ausgerechnet über besonders hässlichen Gebäuden erscheinen. Das machen die doch extra.

Little Big Things: Caine’s Arcade

Das ist vielleicht das beste und schönste, was ich seit langem gesehen habe. Der 9-jährige Caine aus LA baut Karton-Spielautomaten neben dem Laden seines Vaters, hat aber ein bisschen mit dem Desinteresse der Laufkundschaft zu kämpfen. Bis Nirvan Mullick zur Caine’s Arcade kommt, einen Fun Pass kauft und das alles so toll findet, dass er einen Flashmob organisiert und einen wunderbare Film macht.

Und den Rest muss einfach selber sehen. Ich muss aber warnen: Wenn man wie ich so ein bisschen nah am Wasser gebaut ist, kann das schon passieren, dass man vor Rührung ein wenig ungraziös rumschnieft. Weil’s so toll ist, wie man mit kleinen Sachen so viel Freude verbreiten kann.

Caine’s Arcade from Nirvan Mullick on Vimeo.

Du bist nicht allein

Das Internet. Unendliche Weiten. Lauter bekloppte Leute. Und mittendrin ich.

Manchmal finde ich es ja schwer, die Leute zu beschreiben, die sich da mit mir im Internet tummeln. Sind das jetzt Freunde? Internetfreunde? Bekannte? Kontakte? Interessensverbandelte? Wer sind die da draußen? Die, deren Blogs ich lese, denen ich auf Twitter folge und die mir folgen, die auf meinem Blog Kommentare hinterlassen, mit denen ich über Bücher diskutiere, deren Bilder ich begucke? Wer sind die und warum gibt es denn kein vernünftiges Wort dafür?

Es ist ja so. Bei so Leuten wie mir, die sich für sehr viele, teilweise etwas seltsamere Dinge interessieren, ist das nicht immer so einfach mit dem ganzen Sozialkram. Was nicht heißen soll, dass ich generell nicht sozialverträglich bin, aber manchmal fragt man sich dann eben schon, ob’s noch andere Leute gibt, die so bekloppt sind wie ich.

Leute, die ihr Essen fotografieren und es im Zweifelsfall auch noch begeistert zeigen.

Leute, die irgendwie versuchen, fünfzig Serien in ihrem Freizeitplan unterzubringen.

Leute, die bei den Namen Joss Whedon, Stephen Fry, Neil Gaiman, Benedict Cumberbatch und Felicia Day nicht gucken wie Autos, sondern ein entzücktes Strahlen in den Augen kriegen.

Leute, denen man ein bisschen den Tag retten kann, wenn man ihnen Videos mit Faultieren oder Seeottern schickt. (Ich bin übrigens auch der Meinung, dass es zu wenig Videos mit Axolotl gibt, aber das nur am Rande.)

Leute, die ihre Kamera lieb haben und sie überall mitnehmen.

Leute, die Köln lieben oder alternativ das Ruhrgebiet und diese Liebe ganz laut im kund tun.

Leute, die es nicht komisch finden, ihren Alltag, ihre Interessen, ihre Kreativität, ihre Erlebnisse und gelegentlich auch ihre Befindlichkeiten mit fremden Leuten zu teilen.

Solche Leute eben. Solche Leute kenne ich im richtigen Leben, keine Sorge. Aber ich kenne sie auch im Internet, ohne dass ich dabei ernsthaft behaupten könnte, sie zu kennen. Wir haben uns ja noch nie getroffen, wir haben noch nicht mal gesprochen. Wer weiß, vielleicht fände ich manche von ihnen auch doof, wenn ich ihnen persönlich begegnen würde, obwohl ich das nicht glaube.

Was ich im Internet gelernt habe ist, dass ich mit meinen Beklopptheiten nicht allein bin. Dass andere Leute in anderen Städten genauso wie ich innerlich quiekend vor ihrem Rechner sitzen, weil da Faultiere auf dem Bildschirm sind. Oder Seeotter. Oder Seeotter, die aussehen wie Benedict Cumberbatch. Dass da Leute sind, die ihre Kamera überall dabei haben, nicht nur im Urlaub. Die ihr Essen fotografieren und ihren Alltag und das nicht doof und überflüssig finden. Dass andere Leute noch viel mehr Kochbücher haben als ich und genauso gerne und ausdauernd darin blättern.

Manche von diesen Leuten wohnen weit, weit weg, andere nicht so weit, manche ganz nah. Manche haben Kinder und manche nicht. Manche machen was mit Medien, manche was ganz anderes. Manche sind so alt wie ich, oder jünger oder älter. Vollkommen egal. Ich möchte sie alle gerne mal kennenlernen, damit ich nicht immer nach Worten suchen muss, wenn ich davon rede, nicht zu so seltsamen Formulierungen wie “die kenn ich aus dem Internet” greifen muss, sondern statt dessen sagen kann: “Die kenn ich. Und die sind toll.”

Und übrigens: Wer sich hier angesprochen fühlt, ist vermutlich auch gemeint.

Deutschland, deine Bahnhöfe: Frankfurt Flughafen Fernbahnhof

Pro: So schön neu und modern und sauber und fortschrittliche und mit tollem eigenen Geschäftskomplex, der auch aktuell noch weiter ausgebaut wird. Das kulinarische Angebot ist etwas gehoben, zumindest vom Anschein, mit richtigen Restaurants zum Sitzen und so. Und einen REWE City gibt’s auch. Voll praktisch. Tatsächlich ist der Fernbahnhof tierisch entspannt, hier ist so gut wie nie was los und alles mäandert so ein bisschen vor sich her. Weiterer Vorteil: Wenn einem jetzt Frankfurt nicht exotisch genug ist, kann man direkt zum Flughafen und von da aus ganz weit weg fliegen.

Contra: In Zügen aus Frankfurt sitzen die ganzen Leute, die in Frankfurt eingestiegen sind, schon drin. Die Chancen, ohne Reservierung einen Sitzplatz zu bekommen, sinken also. Außerdem ist der Weg vom Regionalbahnhof zum Fernbahnhof eine mittlere Katastrophe. Es ist zwar nicht ganz so weit, wie einem die Bahn weismachen will, aber immer noch weit genug und vor allem mit viel Treppenrauf- und runterlaufen. In New Work City fühlt man sich auch gerne mal underdressed, aber das passiert ja in Frankfurt generell schnell mal. Es gibt auch wenig Gründe, durch New Work City zu laufen, es sei denn, man hat gerade eh Zeit übrig und einen Fotoapparat dabei.

Geheimtipp: Im REWE City kann man prima noch seine Einkäufe erledigen, wenn man gerade noch ein paar Minuten über hat. Keine Ahnung, ob der teurer ist, auf jeden Fall ist er schon mal praktisch.

Besser nicht: Davon ausgehen, dass die Leute auf der Strecke zwischen Regional- und Fernbahnhof die besten Rolltreppenbenutzer wären. Die Disziplin, der man am Frankfurter Hauptbahnhof so begegnet, lässt am Flughafenbahnhof radikal nach und alle knubbeln sich nur. Ansonsten viel Spaß beim Treppenlaufen!

Die Tour: Vom Regionalbahnhof über viele, viele Treppen und Rolltreppen übers lustige Laufband zum Fernbahnhof, dort dann ein bisschen auf den ersten Etagen rumgeturnt, New Work City angeguckt und dann auf Gleis 6.

P1020109

 

 

Airport

Uhr

 

Laufbanddingens

Tunnel

Burgers

 

 

Newspaper

Plakate, bunt

New Work City

16

Bar

Bahnsteig

Schild

Hotspot

Bahnsteig II

CPM am Sonntag

CPM holen. CPM steht für Currywurst-Pommes-Mayo und ist bekanntlich so etwa das Nationalgericht des Ruhrpotts. Natürlich gibbet dat auch anderswo, aber hierzulande werden sogar eigene Pommesführer geschrieben und das mittlerweile schon in der dritten Auflage. Ich habe hier auch noch keine Festivität erlebt, wo’s nicht zumindest Bratwurst im Brötchen gegeben hätte. Der Ruhrpott-Festivitäts-Organisator denkt eben mit, und lässt seine Besucher nicht ohne Wurst sein. Das finde ich sehr positiv und nachahmenswert. Keine Feier ohne Wurst. Sollte man sich merken.

Ich wurde auf jeden Fall heute nachmittag zur Frittenschmiede umme Ecke geschickt, um Nahrung für zwei hart schuftende Männer und mich ranzuholen. Umme Ecke bedeutet genau genommen um zwei Ecken, und weil man zu CPM Cola (wahlweise Bier) braucht, auch noch anner Bude vorbei.

Die Frittenschmiede umme Ecke ist eigentlich nie leer und weil sie sehr klein und eng ist, bedeutet das gleichzeitig, dass sie fast immer voll ist. Und weil sich außerdem schon abzeichnete, dass wir wohl diesen Sonntag nicht noch einen Fotoausflug zu einer anderweitigen Ruhrgebietsattraktion unternehmen werden, dokumentiere ich halt den weiten Weg anner Bude vorbei bis zur Frittenschmiede und zurück. Ein Rundgang um einen Häuserblock. Mit schönem Wetter. UND TULPEN! SENSATIONELLE BILDER! NIE DAGEWESEN!

Bahn

Dingens

U17

Honig

Bude

Rost

Fußweg

Bude

Frittenschmiede

zweibar

Fahrrad

Tulpen

Baum

Turmdingens

Und hier noch das Objekt der Begierde, erst verpackt, dann in voller Pracht:

Verpackt

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Spargel kaufen

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Schauplatz, Obst- und Gemüsestand, Kettwiger Straße, Essen.

Ich: “Hallo, ich hätte gerne Spargel. Von dem Erste-Klasse-Spargel.”

Spargelverkäuferin: “Ach, wirklich? Aber der kostet ja viel mehr, nehmense doch den hier vom Niederrhein.”

Ich gucke wohl ein bisschen kritisch.

Spargelverkäuferin: “Guckensema, der ist ganz schön. Vom Niederrhein.”

Ich: “Woher denn da? Mein Mann kommt auch vom Niederrhein, der fragt immer.”

Spargelverkäuferin: “Ja, da irgendwo in der Nähe von Walbeck.”

Ich: “Ja, prima, dann nehm ich davon. Ein Kilo. Ist richtig, für zwei Personen, nicht?”

Spargelverkäuferin hält mir noch mal Spargel hin zum Gucken: “Ja, genau. Sehense, der ist ganz prima.”

Ich: “Das macht jetzt fünf Euro?”

Spargelverkäuferin: “Wollense sonst noch wat? Hier, schöne Himbeeren, oder Erdbeeren, aus Deutschland, zwei Schalen für drei Euro.”

Ich, bereits eine ökologisch fragwürdige Schale Erdbeeren aus Spanien im Beutel: “Hmmm… na ja, hab ich ja eigentlich schon welche. Was kostet denn eine Schale?”

Spargelverkäuferin: “Zwei Euro für eine. Ganz lecker sind die, aus Deutschland.”

Ich: “Gut, dann nehm ich noch eine.”

Spargelverkäuferin: “Sieben Euro macht das dann. Und eine schönen Tag noch.”

Ich: “Ebenso.”

Bilanz: Ein Kilo Spargel für fünf statt zwölf Euro, dafür noch ne Extraschale Erdbeeren. Und lecker war’s tatsächlich auch, danke für die nette Spargelberatung.

Foto-Fragen-Freitag (Mit Eigeninterpretation)

Mit Interpretationshintergrund und ansonsten bei Okka, Steffi und hier.

1. Deine Kochbuchreihe?

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Uns fehlt noch ein Regal in der Küche, deswegen ist das nur eine Auswahl an Büchern, die es aus den Umzugskartons geschafft haben und jetzt etwas ungünstig auf der Arbeitsplatte stehen. Wenn wir da mal was Schönes gefunden haben, werden die da ordentlich reingeräumt und der Rest ausgepackt. Ansonsten gut gemischt, auf Deutsch, Englisch und Französisch. Die Zeitschriften liegen in Stapeln in der Wohnung verteilt.

2. Dein Kalender?

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Jamie-Oliver-Küchenkalender, weil er halt bei der einen UK-Ausgabe dabei war und auch wirklich hübsch ist. Aber eigentlich habe ich keinen, nur den digitalen von Google, in den ich Sachen schreibe, wenn ich mal dran denke, was so in der Hälfte aller Fälle passiert. Entweder mein Gedächtnis ist so super, oder wir haben einfach nicht so viele Termine, es reicht so nämlich völlig. Und das Bild ist vom Juli, da ist nämlich wenigstens was los: Gourmetmeilen, Hochzeiten, Geburtstage und die wöchentliche Erinnerung, mal was für den englischen Blog zu schreiben, die ich geflissentlich seit Wochen ignoriere.

3. Es ist ungesund, aber…?

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Nusspli. Gerne auch mit dem Löffel direkt aus dem Becher. Nutella kann mich mal, die ist nicht süß genug.

4. Was wolltest du eigentlich mal werden?

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Wie’s so in der Abizeitung steht halt. Für Theater-, Film– und Fernsehwissenschaften in Köln war der NC leider zu hoch und weil ich sowieso immer eher so mittelgut im Zukunftsplanen war und in Geduld schon gar nicht, bin ich dann halt nach Bonn gegangen, hab was anderes studiert, und dann nach fünf Semestern doch lieber ne Ausbildung gemacht. Und wer weiß schon, ob ich nicht doch irgendwann mein eigenes Café eröffne oder so.

5. Was machst du heute noch?

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Die Frage hab ich ja in Zusammenhang mit Frage 4 vollkommen falsch verstanden und dachte, es ginge darum, was man früher gemacht hat und heute immer noch macht. Ich mag meine Interpretation, deswegen beantworte ich die Frage jetzt auch so. Neben den eher langweiligen und/oder offensichtlichen Antworten wie “Lesen” oder “Klavier spielen” habe ich mich für die kultigere entschieden. Drei ??? hören, gerne zum Einschlafen, aber auch sonst. Früher auf Kassetten, die meine Mutter vom Flohmarkt mitbrachte, heute auf dem iPod, ist aber genauso gut. Seitdem weiß ich auch, dass ich sehr schnell einschlafe, denn meistens bin ich nach drei bis fünf Minuten Spielzeit locker weg. Ich suche auch immer noch Leute, die im Sommer mit zur Rocky Beach Party am Baldeneysee kommen. Alleine will ich nämlich nicht, der Mann hat da nicht so viel mit am Hut, und die Leute, die ich gefragt habe, fanden die Idee zwar super, heiraten aber entweder zwei Wochen später oder sind möglicherweise in Afrika oder was-weiß-ich-wo. Hm? Anyone?