Acht Jahre

Am Donnerstag war Hochzeitstag. Abendessen mit dem dicksten Rinderfilet überhaupt, den leckersten Armen Rittern aller Zeiten und viel Wein. (An dieser Stelle noch mal Danke an Jeannette und Peter Schnitzler für einen wunderbaren Abend.)

Vor acht Jahren habe ich den besten Mann der Welt geheiratet, auf die unspektakulärste Art und Weise, die man sich vorstellen kann. An einem Montag. Der offizielle Teil beim Standesamt in Leverkusen und der feierliche Teil bei meinen Eltern zu Hause. Ganz viel Familie, ein paar Freunde, fertig. Zwei Tage vorher hatte der Mann seinen zur Hochzeit angereisten Berliner Freund gefragt, ob er nicht Trauzeuge sein wollte, er hätte noch keinen. Am Dienstag musste ich arbeiten.

Großeltern

Am gleichen Tag vor 72 Jahren verlobten sich meine Großeltern, am 11.4.1941, mitten im Krieg. Meines Wissens ist dieses Bild in Köln entstanden, aber beschwören möchte ich es nicht.

Am gleichen Tag vor 98 Jahren, am 11.4.1915, wurde meine Großmutter geboren.

Falls sich also jemand gefragt hat, warum um alles in der Welt man auf die Idee kommt, an einem Montag zu heiraten: Es gab gute Gründe, dieses Datum zu wählen.

Dritte und vierte Biokiste

Die Biokistensaga geht weiter. In der dritten Woche bekommen wir: Einen Blumenkohl, drei kleine Rote Beten, mehrere Möhren, mehrere Äpfel, drei Birnen, eine weiße Grapefruit, Ziegencamembert, Zitronen-Limetten-Holunderblüten-Joghurt, Bionudeln, wie immer (und nicht im Bild) einen Liter Milch, sechs Eier (diesmal bunt und hargekocht wegen Ostern) und ein Brot. Außerdem dazubestellt habe ich eine Tafel Schokolade.

Dritte Biokiste

Das auf dem Bild immer schon Obst fehlt, liegt daran, dass der Mann in den zwei Tagen, die er allein mit der Biokiste ist, immer schon fleißig Äpfel und Konsorten verspeist. Auch die ein oder andere Möhre ist diesem Übereifer meistens schon zum Opfer gefallen, bis ich zum Fotografieren komme. Aber so soll das ja auch sein.

Gekocht habe ich damit:

–  Blumenkohlcurry mit Reisbandnudeln
–  Blumenkohlcremesuppe

Blumenkohlcurry

Blumenkohlcurry mit Möhren und Reisbandnudeln

Blumenkohlcremesuppe

Blumenkohlcremesuppe

Die Roten Beten stellten sich dagegen als nicht ganz unproblematisch dar. Bislang rätsele ich noch rum, was ich damit anstellen soll, und hoffe, dass das, was ich über die Haltbarkeit bei richtiger Lagerung gelesen habe, stimmt.

Aus dieser Lieferung sind dementsprechend die Rote Beten und die Grapefruit übriggeblieben. Weggeschmissen wurde dafür nichts.

Die vierte Biokiste kam dann so daher: Ein Brokkoli, eine Kohlrabi, zwei Fenchelknollen, ein Puntarellensalat, mehrere Möhren, mehrere Äpfel und Bananen (bereits vom Mann dezimiert), einige blaue Trauben, irgendeine Art extremst leckerer Käse, ein Liter Vollmilch, Biohirse, Kirsch-Vanille-Joghurt und wie immer ein Brot und sechs Eier.

Vierte Biokiste

Auch wenn ich ja versucht war, den Puntarellensalat abzubestellen, weil Salat hier so schlecht funktioniert, wollte ich mutig sein. Tja. Dazu kommen wir dann später. Von den Trauben waren wohl schon einige angeschimmelt und wurden vom Mann entsorgt. Bei dieser Lieferung bin ich von der Tetrapackmilch auf die Milch von Demeter umgestiegen. Die ist anscheinend noch mehr Bio, man darf nämlich beim ersten Öffnen erst mal den Rahm vom Flaschenhals kratzen und muss die Milch regelmäßig vorm Konsum durchschüttelt, weil sich sonst kleine Flöckchen bilden. Oder so. Ich hab ja keine Ahnung von Milch, außer, dass ich niemals Veganer werden könnte, weil Milch zu meinen Grundnahrungsmitteln gehört.

Gekocht habe ich damit:

–  Pasta mit Tomaten-Fenchel-Raspelsoße (leicht abgewandelt aus dem Greenbox-Kochbuch von Tim Mälzer)
–  Putranellensalat mit Möhrchen
–  Asia-Nudelpfanne mit Brokkoli und Möhrchen
–  Mozzarella-Fenchel-Salat mit süßen Kirschtomaten (auch aus dem Greenbox-Kochbuch)

Tomaten-Fenchel-Soße

Tomaten-Fenchel-Soße

Mozzarella-Fenchel-Salat

Tomaten-Fenchel-Salat mit süßen Tomaten

Die Trauben konnten uns leider überhaupt nicht begeistern. Ich vergesse regelmäßig, dass Trauben ja auch mit Kernen sein können und ich die nicht mag. Dementsprechend sind davon auch relativ viele im Müll gelandet (schweren Herzens, aber es fanden sich in diesem Zwei-Personen-Haushalt einfach keine Abnehmer). Übrig geblieben sind die Kohlrabi und ein halber kleiner Fenchel.

Nach vier Biokisten kann ich zusammenfassend folgendes feststellen:

–  Obst ist bei uns überhaupt kein Problem. Alles, was nicht gekocht werden muss und im Zweifelsfall mit ins Büro genommen werden kann, wird hier auch gegessen. Gut die Hälfte des Obstes bekomme ich ja gar nicht mehr zu sehen.
–  Der Käse war bisher jede Woche super. Ebenso der Joghurt, den ich auch gerne morgens mit Haferflocken zum Frühstück esse.
–  Bei Milch werde ich komplett auf die Demeter-Milch umsteigen, die ist toll.
–  Beim Brot werde ich eventuell auch komplett auf ein bestimmtes Brot umsteigen, bei dem ich sicher weiß, dass wir es auch essen, weil es einen hohen Roggenanteil hat und nicht zu viel ist.
–  Im Zweifelsfall macht man eben ein Thai-Gemüsecurry. Dazu braucht man lediglich grüne Currypaste (alternativ geht natürlich auch rote) und einen kleinen Vorrat an Kokosmilch. Zumindest Möhren, Brokkoli und Blumenkohl bekommt man da immer untergebracht.
–  Was außerdem immer geht: Gemüsesuppen.
–  Salat bleibt schwierig. Den Puntarellensalat habe ich entweder falsch zubereitet oder wir mögen einfach keine Puntarelle. Dass ich den Salat in der fünften Biokiste trotzdem nicht rausgeschmissen habe, lag einzig und allein daran, dass er im Topf ist und nicht schon nach drei Tagen schlapp rumliegt und mich traurig macht.
–  Brokkoli und Blumenkohl sind dafür sehr vielfältig einsetzbar, allerdings auch ein bisschen langweilig.
–  Das Greenbox-Kochbuch von Tim Mälzer ist super und von den drei vegetarischen Kochbüchern, die ich besitze, das, was mich von den Rezepten her am ehesten anspricht. Ottolenghi ist mir zu aufwändig und abgefahren, obwohl es als Inspirationsquelle sehr gut taugt. Daraus darf mir gerne jemand anders was kochen, der mehr Zeit, Nerven und Gewürze hat.

In der Konsequenz bedeutet das, dass ich in Zukunft wohl nur in seltenen Fällen die Biokiste so lassen werde, wie sie standardmäßig daherkommt. Ich werde Milch und Brot austauschen, je nach Bedarf auch den Joghurt weglassen. Außerdem werde ich beim Gemüse schweren Herzens weniger experimentierfreudig sein, bzw. den Gemüseanteil reduzieren und dafür mehr Obst in die Kiste packen. Ich habe einfach in den letzten vier Wochen zu viel Gemüse weggeschmissen, bzw. tapfer versucht, irgendwas zu essen, was ich eigentlich nicht so wirklich mochte. Auch wenn ich durchaus finde, dass man auch experimentieren sollte, was immer die Gefahr birgt, dass sich nach zwei Bissen rausstellt, dass man es leider doch nicht mag, dafür sind mir Lebensmittel eigentlich zu schade.

 

Die Biokiste wird einmal wöchentlich von der Flotten Karotte geliefert. Wir haben das „Komplettpaket“ mit Gemüse, Obst, Eiern, Brot, Milch, Käse, Joghurt und oft noch irgendwas anderem und sind sehr zufrieden. Wer nicht in Essen und Umgebung wohnt, aber auch gerne so eine Biokiste hätte, kann sich bei www.oekokiste.de informieren, ob es in seiner Nähe ähnliche Anbieter gibt.

Daily Music: Gotta Have You von The Weepies

Gerade schlechte Laune. Wegen Zeug. Und Kram. Doofem Kram. Der eigentlich wahrscheinlich… hoffentlich… so im Gesamtverhältnis zum Universum und so völlig egal ist, aber eben gerade nervig und doof und noch mehr doof. (Außerdem nervig und unnötig. Und doof.)

Deswegen: Erst mit so spannenden Sachen wie korrigierten Nebenkostenabrechnungen erstellen abgelenkt und dann Rotwein, Schreiben, schöne Musik. Zwischendurch das Japanischlehrbuch aus dem VHS-Kurs rauskramen, weil heute Japaner in der Firma waren und Japanisch gesprochen haben, was ein bisschen Sprachfernweh ausgelöst hat. (Japanisch ist sehr schön, aber auch sehr bekloppt.) Und dann nebenbei auf 8tracks diesen Mix hören und auf einmal kommt „Gotta Have You“ von The Weepies, und ich sitze dann da und schwenke Rotwein im Glas und singe inbrünstig mit. So ein schönes Lied. Da habe ich mich vor sieben Jahren oder so spontan rein verliebt und bin’s immer noch.

Bessere Laune jetzt. Geht doch.

4/2013 bis 14/2013 – Webgedöns

Es gab ja schon lange kein Webgedöns mehr hier und das muss sich ändern. Natürlich schaffe ich es nicht, die gesammelten Links der letzten zehn Wochen aufzuarbeiten, aber dafür werde ich mich ab jetzt bemühen, diese Rubrik wieder aufmerksamer zu pflegen. (Mal gucken, ob das auch klappt.)

Aus aktuellem Anlass: Ein schöner Text über Roger Ebert, der gestern verstarb in der Chicago Sun-Times. (Es fängt schon so schön an mit den Worten: „Roger Ebert loved movies. Except for those he hated.“)

Ein anderer sehr schöner, zwar nostalgischer, aber überhaupt nicht trauriger Text darüber, wie man richtig auf den Hamburger Dom geht von Buddenbohm. Man sollte einfach verlernen, so viele Dinge zu verlernen.

Ein ganz, ganz wunderbarer Text über ein Paar, das seinen Sohn in der New Yorker U-Bahn fand. Ich will gar nicht mehr verraten, man sollte es einfach selbst lesen. Besonders interessant übrigens, wenn man – wie ich – den Namen des Autoren gar nicht liest und sich einen Teil der Pointe dann so irgendwie rückwärts erarbeiten muss.

Außerdem ein toller Text über Pseudologen, also Leute, die krankhaft lügen im Tagesspiegel. Unbedingt zu Ende lesen. Echt jetzt.

Schon etwas älter, aber dafür nicht weniger gut und auch immer noch aktuell: Zoë Beck über Amazon im CULTurMAG. Ich bin da ja auch für weniger Hysterie, war dann aber vor allem froh, dass ich meinen Rant über die große Amazonaufregung nicht mehr schreiben musste, weil Zoë das schon erledigt hat. Und das auch noch mit deutlich kühlerem Kopf, als dass bei mir wahrscheinlich der Fall gewesen wäre.

Scott Hanselmann schreibt darüber, warum man Programmieren lernen sollte. Und zwar eben nicht, damit wir alle nachher unsere eigene Software schreiben können, sondern, weil Programmieren hilft, Problemlösungsstrategien zu entwickeln und weil ein technologisches Basiswissen auch bedeutet, dass man selbstständiger agieren kann in einer Welt, in der Technologie immer wichtiger wird.

Dazu gibt es auch ein tolles Video, das Kinder (aber auch Erwachsene) dazu animieren soll, sich auch mal mit Progammierung und Softwareentwicklung zu beschäftigen. Gute Frauenquote in dem Video, übrigens. Geht doch. (Ich muss auch immer wieder feststellen, dass Bill Gates immer sehr sympathisch rüberkommt.)*

Die Kritik zu dem Video auf BoingBoing teile ich übrigens. Gerade der Arbeitsaspekt wird mir ein bisschen zu cool and lässig dargestellt. Schon klar, man will ja auch zeigen, wie toll das ist, aber erstens entspricht das nicht der Arbeitsrealität in den allermeisten Firmen und zweitens sollte man auch Programmieren vor allem lernen, weil es einen interessiert und nicht, weil man unbedingt auf der Arbeit mit einem Scooter rumfahren will.

Thorsten Nesch erzählt bei SteglitzMind über Absagen von Verlagen. Das ist höchst interessant und offensichtlich außerdem ein so ergiebiges Thema, dass man gleich zwei Artikel damit füllen kann.

Percanta schreibt über die Frage, was man heute noch so als Wissen voraussetzen kann. Ich hätte ja gedacht, dass man selbst in Zeiten von Handys noch weiß, dass Vorwahlen stadt- bzw. kreisbezogen sind, aber na gut, lest halt selber.

Torsten Dewi nimmt auf Wortvogel den Artikel „Aufnahme läuft!“ im ZEIT-Dossier auseinander. Es geht in dem Originalartikel wie immer darum, dass einzig und allein die bösen Raubkopierer schuld sind, wenn ein Film floppt und es nie, nie, nimmer daran gelegen haben könnte, dass der Film vielleicht einfach nicht so gut angekommen ist. (Ich habe „Cloud Atlas“ nur gelesen, nicht gesehen, fand es aber schon höchst mutig, dieses Buch zu verfilmen. Dass so ein abgefahrenes, halb-philosophisches Werk beim Mainstreampublikum vielleicht nicht so der Renner war, wundert mich da nicht die Bohne.)

Und zu guter Letzt schreibt das Lieblingsnuf über die echten Menschen und die im Internet. Ich muss dabei ja immer an einen Artikel über einen Prozess gegen irgendeinen Internetmenschen denken, in dem der schöne Satz fiel: „Ich glaube, das Internet ist auch echt.“ Es nervt mich, wenn ich jedes Mal, wenn ich von irgendwem erzähle und dann sage „Ich kann die/den nur aus dem Internet“ das Gefühl habe, diese Beziehung irgendwie abzuwerten. Aber das ist schon fast wieder Thema für einen eigenen Blogartikel. Bis dahin dürft ihr schon mal beim Nuf weiterlesen.

Wie man in Meetings sitzt und was es bedeutet. Alles, was man mit Teddybären demonstrieren kann, ist gut. Ich habe sehr gelacht.

33 vollkommen abgefahrene, wunderbare verlassene Orte. Gucken und staunen.

Orte in Paris mit einem Schieberegler, bei denen man zwischen 1914 und 2013 hin- und herschieben kann. Wer nicht kapiert, was ich damit sagen will, guckt halt selber. Und die anderen auch.

Mehr Lesebändchen! Zur Not klebt man sie eben selbst ein. (Via Anke Gröner bei Twitter.)

*Ein ganz netter Videobeitrag von LehrerOnline zum Projekt „Naturwissenschaften entdecken!“, der an meiner alten Schule gedreht wurde, hat da eher noch ein Problem. Interviewt werden fünf Männer, darunter ein Biolehrer und ein Bio-LK-Schüler. Ganz offensichtlich sitzen in dem Kurs auch Mädchen und ich kann mich an ziemlich viele Lehrerinnen für Biologie und Chemie erinnern, es wäre also wirklich, wirklich kein Problem gewesen, da zumindest ein bisschen Geschlechterdiversifizierung unterzubringen. (Im Abspann übrigens fünf Männer, zwei Frauen. Aha.)

Anne erklärt das Internet: Godwin’s Law

Wie wir alle wissen, sollte man Diskussionen in irgendwelchen Internetforen tunlichst meiden, am besten gar nicht lesen, erst recht nicht mitmachen und vor allem nicht erwarten, dass – sollte man den Fehler begehen, sich doch mit einzubringen – das Geschriebene in irgendeiner Form gelesen und verstanden wird.

Vor allem aber darf man sich nicht wundern, wenn irgendwann im Verlauf solch einer Diskussion irgendwas mit Nazis oder Hitler kommt, denn dass das passiert, ist so gut wie sicher.

Wir wissen das auch schon seit über zwanzig Jahren, nämlich spätestens seit 1990, als Mike Godwin  folgendes feststellte und dieses Phänomen damit auch zu dem Namen „Godwin’s Law“ kam:

“As an online discussion grows longer, the probability of a comparison involving Nazis or Hitler approaches one.“

Je länger also eine Diskussion im Internet wird, desto größer die Chance, dass irgendwer einen Nazi- oder Hitlervergleich macht. Tatsächlich schrieb schon Richard Sexton 1989 in einem Posting:

“You can tell when a USENET discussion is getting old when one of the participents [sic] drags out Hitler and the Nazis.”

Das Phänomen ist also hinlänglich bekannt. Dabei geht es eher sekundär darum, ob die Erwähnung der Nazis oder Hitlers gerechtfertigt ist, es bleibt aber anzunehmen, dass dies in den meisten Fällen nicht so ist. Wer den Vergleich bringt, „gewinnt“ dabei einen Point Godwin, der ihm feierlich von anderen aufmerksamen Diskussionsteilnehmern überreicht werden darf.

Vor ungefähr einem Jahr erschien ein Artikel über weibliche Softwareentwickler im Spiegel Online, für den auch yours truly interviewt wurde. Von dem, worüber wir uns in dem knapp einstündigen Telefonat unterhalten hatten, blieben ein paar sehr zusammengekürzte  Zitate übrig, darunter auch eines, in dem ich in etwa sagte, dass ich es sehr begrüßen würde, wenn Informatik in der Schule zum Pflichtfach würde, und dafür möglicherweise ein anderes Fach (z.B. Physik, Chemie oder Biologie) wegfallen müsste, und man sich eben mal fragen sollte, was in Zukunft wichtiger sein würde.

Mal abgesehen davon, dass ich das im Interview selber anders und differenzierter gesagt habe, was man als Leser natürlich nicht wissen kann, weiß ich jetzt, dass Hitler sowas Ähnliches wohl auch schon mal zu Max Planck gesagt hat, denn das war – sensationell! – der erste Kommentar im SpOn-Forum! Der erste Kommentar! Und gleich ein Hitlervergleich! MIT MIR! Wahnsinn!

Leider gibt es den Kommentar nicht mehr, er wurde im Laufe der nächsten Stunden dann irgendwann moderiert und verschwand. Schade eigentlich, denn direkt im ersten Kommentar Godwin’s Law zu bestätigen, das muss man auch erst mal schaffen. Nicht zuletzt wäre es ein wunderbares Beispiel für dieses Internetphänomen gewesen, aber nun gut, dann eben ohne.

(Wer hier selber auch mal den Beweis für Godwin’s Law erbringen will, für den habe ich hier ein paar ganz heiße Tipps. Hitler war nämlich auch Vegetarier, hatte einen Schäferhund und liebte Richard Wagner. Ich denke, mit ein bisschen Kreativität lässt sich daraus auch etwas Schönes basteln.)

Karfreitag in Meersburg

So ganz sind wir doch nicht drumrum gekommen und haben am Osterwochenende ein paar Tage bei den Schwiegereltern am Bodensee verbracht. Da war das Wetter allerdings auch nur bedingt schön, eigentlich war es nur am Freitag erträglich, und zwar ungefähr bis am frühen Nachmittag, denn dann fing es an zu regnen und hörte auch nicht mehr auf.

Aber immerhin waren wir ausgerechnet am Freitagvormittag in Meersburg. Erst Fähre fahren (bzw. FÄÄÄÄÄÄÄÄHRE FAHRN!) und dann einmal an der Seepromenade lang, dann ein bisschen durch die Unterstadt und dann auf Treppen an kleinen Weinbergen vorbei hoch in die Oberstadt. Hier heißen die Stadtteile noch so, dass man versteht, was gemeint ist. Unten die Unterstadt, oben die Oberstadt. Klar. Und in der Oberstadt ist dann auch die Burg, also eigentlich zwei davon, und man kann bestimmt total viel über die neue und die alte Burg lernen, wenn man ein bisschen interessierter wäre. Sind wir aber nicht, vor allem, weil wir irgendwann Hunger kriegen. Hunger wirkt immer kontraproduktiv auf Bildungsmöglichkeiten ein.

Also wandern wir wieder runter aus der Oberstadt in die Unterstadt und zurück zur Fähre nach Konstanz, vorbei an diversen Läden, die sogar heute geöffnet haben, an Karfreitag, wie geht denn sowas? Und wie immer bleibt die Ahnung zurück, dass es hier am Bodensee bestimmt total hübsch ist, im Sommer zum Beispiel oder generell, wenn die Sonne scheint und man an der Seepromenade rumsitzen und auf den See gucken kann, stundenlang am besten. Aber heute ist es kalt und dann fängt es auch noch an zu regnen. Beim nächsten Mal vielleicht. Oder auch nicht. Mal gucken.

Fähre

Rettungsreifen

Bänke

Plakat

Dach

Stadt mit Burg

Ente

Wollzeug

Verein

Blümchen

Ostern 2013

Eier

Pustebär

Ein Bär, der Seifenblasen macht. Warum steht sowas nicht bei uns zu Hause rum?

Meersburg

Gaststätte

Dächer

Wassermühle

Größte Faszination: Ein funktionierendes Wasserrad. Toll.

Guckkasten

Meersburg gibt sich sehr viel Mühe, Touristenort zu sein.

Gasse

Burg

Burgzinnen. Ich wollte eigentlich nur mal Burgzinnen schreiben. Hab ich, glaub ich, noch nie gemacht.

Verboten

Disco

See

Der Bodensee ist jetzt übrigens selbst für die Fische zu sauber. (1. Irgendwas ist immer. 2. Ökologie ist eine empfindliche Mimose.)