42/2012 – Webgedöns

Oh je, oh je. Was man so in einer Woche alles Tolles findet. Und dabei hab ich schon aussortiert.

ENDLICH! John Cages 4′ 33“ als Noten.

Noch ein schönes Interview im deutschen Wall Street Journal mit Sascha Lobo und Kathrin Passig, das von letzterer damit beworben wird, man würde gar nicht so unkluge Sachen sagen.

Hermsfarm war in New York und hat sich einfach mal zu den Scientologen getraut. Respekt.

Erlebnisberichte aus Vietnam les ich ja immer gerne, eben weil ich selber schon mal da war und da meinen ersten richtigen Kulturschock hatte.

Antje Schrupp über unterschiedliche Arten von Frauenfeindlichkeit. Es ist und bleibt ein schwieriges Thema.

Awesome Photos of Writers Hanging Out Together von Flavorwire. (Neil Gaiman! Douglas Adams! Kurt Vonnegut! Neal Stephenson!)

Ich fand Tom Hanks ja schon immer gut, aber im Internet tauchen immer so tolle Sachen von ihm auf. Man kann ihn zum Beispiel total gut mit einer hübschen Schreibmaschine bestechen. (Via Letters of Note)

Diese Grundschülerin in Omaha verkleidet sich jeden Tag als eine andere berühmte Person und geht so in die Schule. Es klingt verrückt, ist es auch ein bisschen, aber eben auch sehr toll.

Es ist ein gehäkelter Octopus, der alles blau färbt. Ich finde nicht, dass ich noch mehr sagen brauche.

Das Video “Stay in Queue” zeigt sehr anschaulich, warum man bloß auf keinen Fall im Supermarkt die Schlange wechseln sollte. MIT BÄRCHEN!

Und “Wreck-It Ralph” ist der nächste Pixar-Film, den ich auf keinen Fall verpassen darf. (Vorsicht: Geek-Alarm.)

Silberschmuck nach Kinderzeichnungen bei Kritzelsilber. Wo krieg ich denn jetzt ein Kind her, das mir was hübsches zeichnet?

Im Etsy Shop von Luciles Kitchen gibt’s wunderhübsche Zeichnungen, dafür gibt’s bei EvelynX und EllenCrimiTent Zeug mit Eulen. Eulen gehen ja bekanntlich immer. 

Gefüllte Kekse zu Halloween bei not martha.

Und wer nicht genug von Kürbissuppenrezepten kriegen kann, für den gibt’s hier noch ein paar (zehn, um genau zu sein).

Wachstumsschmerzen: Warum Bloggen nicht (mehr) gleich Bloggen ist

Es gibt da so diffuse Gefühle, die man mit sich rumträgt, bei denen sich immer mehr das Bedürfnis einstellt, darüber zu schreiben, aber weil die Gefühle so diffus sind, muss man erstmal rausfinden, was das eigentlich ist, worüber man da schreiben will. Außerdem ahnt man, dass der Text, der daraus entstehen würde, ausreichend lang und verschwurbelt werden und eventuell auch die ein oder andere hochgradig subjektive Wahrnehmung und diskutierfähige Meinung enthalten könnte, dementsprechend also eher von der eher schwierigen Sorte wäre.

Dass ich jetzt doch – oder vielmehr jetzt schon –  schreibe, ist vor allem Christian vom jawl und Patschbella zu verdanken, die sich in den letzten Tagen auch über dieses und jenes Gedanken machten, was in beiden Fällen in eine ähnliche Richtung ging, aber eben nicht ganz. Sowohl bei Christian als auch bei Patschbella geht es um das kollektive Wahrnehmen von Web- und anderweitigen Phänomenen bzw. die Auflösung einer solcher kollektiven Wahrnehmung.

Gerade das, was Christian schrieb, piekste verdächtig genau mein diffuses Gefühl an, dass da irgendwas ist, was früher anders war. Korrektur: Irgendwas, was ich früher anders wahrgenommen habe.

Um es mal ganz einfach auszudrücken: Das Internet, so wie ich es kennengelernt habe, gibt es nicht mehr. Vielleicht gab es dieses Internet auch nie (diese Vermutung halte ich im Übrigen für sehr wahrscheinlich). Aber es gab mal eine Zeit, wo man sich ausreichend überzeugend einreden konnte, dass das Internet, das ich kenne, mit dem Internet, das andere Blogger kennen, in einigen nicht unwesentlichen Punkten übereinstimmte.

Es gab einen gefühlten gemeinsamen Nenner, der sich in bestimmten Fähigkeiten, Interessen, der Vertrautheit mit bestimmten Phänomenen, und einem auf irgendeine Weise halbwegs abgestimmten Jargon widerspiegelte.

Mittlerweile vermute ich ja, dass das auch vor zwei, fünf und zehn Jahren schon nicht der Fall war, aber man konnte zumindest noch ein bisschen so tun, als ob.

So ein gefühlter gemeinsamer Nenner ist eine feine Sache. Man bildete sich ein, dass der andere Blogger da sicherlich auch diesen oder jenen Artikel von diesem oder jenen dritten Blogger gelesen haben müsste, da dieser oder jener dritter Blogger immerhin zu der Sorte Blogger gehörte, die “man” in seinem auf jeden Fall in irgendeiner Form vorhandenen Feedreader haben sollte.

Außerdem ging man davon aus, dass der andere Blogger diesen oder jenen Insiderwitz auf jeden Fall verstehen würde, da man ja zwischen Zeitpunkt X und Zeitpunkt Y um Mem A, B und C gar nicht herumkam. Nicht zuletzt unterstellte man jedem Blogger auch ein irgendwie geartetes Grundwissen von HTML und anderem Gedöns, da man ohne ja gar nicht alles machen konnte, was man so wollte.

Kurz gesagt, es gab so ein wuscheliges Gemeinschaftsdings, bei dem man unhinterfragt davon ausging, dass man in Grundzügen von denselben Dingen sprach und einen ähnlichen Erfahrungsschatz vorweisen konnte, wenn man erzählte, dass man bloggte.

Nach längerem Nachdenken glaube ich allerdings, dass diese Zeiten, sollte es sie je gegeben haben, schon sehr lange vorbei sind.

Das ist objektiv sehr schön, denn dass das so ist, liegt nicht zuletzt daran, dass Bloggen mittlerweile so einfach ist, dass einerseits kaum noch Einstiegshürden bestehen und andererseits Bloggen kein Nischending mehr ist. Man muss sich auch kaum weitere Kenntnisse aneignen, wenn man das nicht will, weil die Blogplattformen einem den ganzen Technik- und Layoutkram, an dem man sich damals(TM) noch die Zähne ausbiss, abnehmen. Man kann sich wunderbar einzig und allein auf das Liefern von Inhalt konzentrieren.

Das ist, um das mal gleich klar zu sagen, eine wunderbare Entwicklung, über die wir uns alle freuen sollten.

Aber es bedeutet, dass dieses wuschelige Gemeinschaftsdings zerbröckelt und sich mehr und mehr als die hübsche Lüge zeigt, die es eben ist. Es bedeutet auch, dass eifrig und mühsam erworbenen Spezialkenntnisse immer wertloser werden. Natürlich kratzt das am eigenen Ego, wenn der eingebildete Elitenstatus, auf dem man sich mental gerne ausruhte, auf einmal wegfällt.

Es ist schwierig, in solchen Momenten nicht in eine “Früher-war-alles-besser”-Mimimi-Haltung zu verfallen. Heute sehe ich Blogs, die hochprofessionell aussehen, aber gerade mal ein oder zwei Jahre existieren, und man ist versucht, sich beleidigt in eine Ecke zu hocken und einen Flunsch zu ziehen. “Wir hatten damals ja nüscht”, könnte man dann sagen, aber erstens ist das vollkommen egal und zweitens stimmt es auch überhaupt nicht. Als ich mit dem Bloggen anfing, gab es ja auch schon WordPress, Blogger und Konsorten, einzig die Templates waren nicht so schön und das Layout nicht so einfach nach eigenen Wünschen anzupassen. Aber es ist ja eben nicht so, als hätten wir uns damals unsere Blogplattformen alle selbstgeklöppelt.

Ich finde es nach wie vor nicht immer einfach, nicht mehr davon auszugehen, dass das, was ich mache und kenne, gar nicht dem entspricht, was andere Blogger machen und kennen. Auch das ist etwas, was ein bisschen schmerzt, dieser Wegfall der angenommenen Gemeinsamkeiten, denn er erzeugt Unsicherheit in der Kommunikation. Darf man davon ausgehen, dass man heute noch irgendwas oder irgendwen kennen sollte? Was passiert, wenn solche vermeintlichen Selbstverständlichkeiten wegfallen?

Was passiert ist, dass es eventuell ein bisschen weh tut, man sich unter Umständen ein bisschen mit diesem neuen Gefühl arrangieren muss und dann so weitermacht wie vorher.

Was mir klar geworden ist, ist, dass Bloggen eben nicht mehr gleich Bloggen ist. Jemand, der – wie ich – bloggt, hat möglicherweise ganz andere Vorstellungen von dem, was man wissen und können muss, benutzt andere Tools, hat mit Technik nichts am Hut (oder eben doch, auch egal), liest vollkommen andere Blogs (vielleicht mit, vielleicht aber auch ohne Feedreader), schreibt über ganz andere Dinge mit ganz anderer Frequenz für ein ganz anderes Publikum.

Ich verabschiede mich offiziell von der Idee, das jemand, der bloggt, alleine ob dieser Tatsache etwas mit mir gemeinsam hat. Wenn früher Klassenkameraden ins Freundebuch schrieben, ihre Hobbys wären “Lesen, Musik und Sport”, dann war der Informationsgehalt nur bedingt hoch. Denn Lesen ist nicht gleich Lesen und Musik ist nicht gleich Musik und Sport ist nicht gleich Sport. Außerdem: Bloggen ist nicht gleich Bloggen und mit der Zeit wird auch hier der Informationsgehalt der Aussage, man würde bloggen, immer geringer werden. Eigentlich heißt es schon jetzt lediglich, dass derjenige gelegentlich Zugang zu einem mit dem Internet verbundenen Endgerät hat und ein irgendwie geartetes Interesse hat, sich einer nicht näher definierten Gruppe Menschen mitzuteilen. Kaum mehr und kaum weniger.

Nur, weil es sich mal anders angefühlt hat, ist das aber gar nicht schlechter oder besser. Früher war es ja auch nicht besser. Nur anders. Und in ein paar Jahren wird es wieder anders sein. Wie schön.

Deutschland, deine Bahnhöfe: Hanau Hbf

Pro: Hey, hier halten ICEs, und zwar einige, auf jeden Fall mehr als in Konstanz. Außerdem gibt es einen erstaunlich gut ausgestatteten Zeitschriftenladen, einen Bäcker, ein Büdchen, dass von innen größer ist, als es von außen aussieht und einen McDonalds. Vom Busbahnhof aus kommt man fix überallhin (außer nach Kleinauheim, dahin kommt man aber von nirgendwoher fix) und mittlerweile gibt’s da auch eine schicke Abfahrtsanzeige. Könnte alles viel schlimmer sein.

Contra: Es ist zwar schön, dass es eine Radstation am Hanauer Hauptbahnhof gibt, es ist allerdings die einzige in ganz Hanau, was irgendwie ganz knapp Sinn und Zweck verfehlt. Ansonsten ist es hier auch nicht wirklich schön und man muss gut aufpassen, welchen Bus man braucht, denn ein paar Linien fahren ganz dreist einfach hinterm Bahnhof ab und nicht am großen Busbahnhof vorne. Und die Anzeigetafeln auf Gleis 6 könnten auch mal repariert werden. (Ich sag ja nur.)

Geheimtipp: Beim “Orientexpress” vorm Bahnhof gibt’s die größten Lahmacuns überhaupt. Ich habe gestandene Männer erlebt, die sich da einen Lahmacun geteilt haben. Außerdem: Das lustige Schaffnerhäuschen auf Gleis 6. Ich vermute ja, dass das ein Ausstellungsstück ist und eigentlich zu einem Museum gehört.

Besser nicht: Beim “Orientexpress” in irgendwelche Diskussionen verwickeln lassen. Die Kundschaft da ist zuweilen… seltsam. Lasst es uns seltsam nennen.

Die Tour: Ach, fragt nicht. Die Aufnahmen sind an mehreren Tagen im letzten Jahr entstanden, die letzten, als so schönes Wetter und ich zu früh am Bahnhof war. Ich bin fast überall rumgelaufen, nur nicht ganz nach hinten zur Auheimer Straße. Da ist es auch nicht so schön.

Hanau

Beleuchtung

Fahrräder

Schild

Döner

Verboten

Gleis

Häuschen

Bild

Ding

Gelbes Schild

Grün

Häuschen

Mehr Häuschen

Gleis zu Ende

Ausblick

Wohin?

Zugschluß

Zeugs

Kunst

Noch mal verboten

Loch

Graffiti

Tunnel

Lieblingstweets im Oktober (Teil 1)

Weil Twitter seine API kaputt gemacht hat oder so, möchte IFTTT nicht mehr mit Twitter spielen. Also zurück zur manuellen Lieblingstweeteinpflege. Dafür wenigstens wieder chronologisch richtig sortiert. Was schon insofern nicht ganz unwichtig ist, als dass es sich hier um eine Fortgeschrittenenversion handelt und hier jeweils zwei Tweetpärchen versteckt sind, die man am besten zusammen genießt.

(Abgesehen davon werdet ihr entweder besser oder ich sollte nicht so vielen Leuten folgen oder irgendwas. Das ist eine ganz schön lange Liste für einen halben Monat.)

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41/2012 – Webgedöns

Disclaimer: Keine Ahnung, ob ich es schaffe, jetzt jede Woche eine hübsche Linksammlung zu basteln. Aber man kann es ja mal versuchen.

Der Spiegel schreibt über Ausnutzberufe. Das kommt mir nur allzu bekannt vor: “Du machst doch was mit Computern, kannst du uns da nicht mal eben das Internet einrichten?”

Eines der besten Videos seit langem. UND LEHRREICH! Über ungerechte Bezahlung und Kapuzineräffchen. (Glaubt mir, ihr wollt das sehen.)

Sascha Lobo schreibt einen Beipackzettel zu “Internet: Segen oder Fluch?”. Ich mag ja an dem Buch, dass es (zumindest bis jetzt) sehr entspannt daherkommt (aktueller Lesestand: 21%).

Buddenbohm über die Kastanienzeit. Mit anspruchsvollem Kastanientierchenratespiel.

Stefan Niggemeier vergleicht mal die Focus Money-Cover. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Bei The Daily WTF gibt es wieder lustige Codeschnipsel. Vermutlich nicht für jeden interessant, weil doch sehr codelastig, ich verlinke aber darauf, weil Eichhörnchen vorkommen.

Bei Oh Happy Day! gibt’s gerade herzallerliebste Halloween-Kostüme für Kinder. Ich hab zwar keine und möchte mich auch zu Halloween nicht verkleiden, kann mich aber trotzdem dafür begeistern: Field of Flowers Costume, Fluffy White Cloud Costume, Classic Robot Costume, Little Artists Costumes und The Red Balloon Costume.

Kürbissuppenrezepte gibt’s dafür bei Emma Bee und bei Doreen.

Wer das Video der Ohio State University Marching Band noch nicht gesehen hat, sollte das auch schleunigst nachholen.

Und sehr, sehr, sehr müde Erdmännchen gehen meiner Ansicht nach auch immer.

Vom Wert eines Tweets

Es gibt da einen Tweet irgendwann Ende November des letzten Jahres. Ich saß da allein an meinem Rechner und suchte verzweifelt nach einem Hotel in Edinburgh. Verzweifelt deswegen, weil ich feststellen musste, dass es gar nicht so einfach war, ein vernünftiges Hotel zu einem vernünftigen Preis in einer vernünftigen Gegend in Edinburgh zu finden. Flug schon gebucht, stundenlang zwischen verschiedenen Hoteloptionen hin- und hergeklickt.

Ich war durch.

Und irgendwann zwischendrin schrieb ich in weniger als 140 Zeichen etwas über die verzweifelte Suche nach einem Hotelzimmer in Edinburgh.

Dieser Tweet wäre vermutlich vollkommen irrelevant gewesen, er war weder besonders witzig noch in irgendeiner anderen Weise aufregend oder informativ. Es gab ihn nur, weil ich sehr genervt war und das mal kurz irgendwo loswerden musste.

Wenn ich aber diesen Tweet nicht geschrieben hätte, dann hätte ich nicht erfahren, dass Isa zur gleichen Zeit auch ein paar Tage in Edinburgh verbringen würde, und dann hätten wir uns nicht mit Isa und dem Mann in einem Pub auf der Royal Mile verabredet. Wir hätten eben diesem Mann nicht beim Musizieren und Singen zugehört und ich hätte Zoë nicht kennengelernt. Ich hätte dann vermutlich auch keine Bücher von Zoë gelesen oder wäre mitten im Winter zu einer Lesung nach Liederbach gefahren. Wenn ich Isa nicht schon mal getroffen hätte, hätte ich mich vor ein paar Wochen auch gar nicht getraut, anzumerken, dass ich zur Buchmessenzeit gerne zum abendlichen Biertrinken (es wurde tatsächlich Äppelwoi) zur Verfügung stehen würde.

Und dann hätte ich heute Abend nicht im wunderbaren Café Größenwahn  mit Isa, Stephan, Jenny, Katy, Claus und Andreas einen sehr, sehr netten Abend verbracht.

Das wäre alles nicht passiert. Aber es ist eben passiert und das alles nur wegen eines lächerlichen Tweets. Natürlich wüsste ich das alles nicht und würde es auch nicht vermissen, wenn es nicht passiert wäre, aber das ist ja eine dumme Denkweise. Wenn es die Muppets nicht geben würde, würden wir sie auch nicht vermissen, aber eine Welt mit Muppets ist ja trotzdem besser.

Und das letzte Jahr (mit dem Ende von 2011 dazu) war eben auch besser mit gemeinsamen Pub-Besuchen in Edinburgh, Velvet-Underground-Coverversionen, Lesungen im beschaulichen Liederbach und netten Abenden im Frankfurter Nordend.

Das alles wegen einem dusseligen Tweet, den ich nur geschrieben habe, weil ich so fürchterlich genervt war und den im richtigen Moment jemand anderes gelesen hat.

Den Wert eines Tweets kann man nicht vorhersagen, weil man ja gar nicht weiß, was vielleicht daraus werden wird. In den allerallermeisten Fällen verschwinden diese maximal 140 Zeichen irgendwo im digitalen Nirwana. Aber manchmal wird ganz viel draus. Und das kann dann ganz toll werden.

Warum wir in Frankreich doch etwas öfter auswärts gegessen haben

Man fährt ja in sein französisches Ferienhaus mit Garten UND Grill mit dem festen Vorsatz, gar nicht so oft im Restaurant zu essen, sondern schön gemütlich abends zu Hause zu schlemmen.

Das hat sogar einigermaßen gut funktioniert. Mit einer ordentlichen Auswahl an Käse, dem leckersten Baguette ever und den hübschen demi bouteilles Rotwein, die der Mann immer so schön ausgesucht hat, kann man es sich abends auf der Terasse schon sehr schön machen. Gegrillt haben wir tatsächlich auch ganze drei Mal.

Aber trotzdem… die Franzosen sind da eben sehr geschickt. Wenn man nämlich so durch die kleinen Städtchen schlendert, läuft man alle paar Meter gegen eine Menütafel, auf der die Leckereien des nahgelegenen Restaurants in hübscher Handschrift angekündigt werden. Dies bevorzugt als Drei-Gang-Menü zu durchaus akzeptablen Preisen.

Ich meine, wie bitte kann man denn zu sowas “Nein” sagen? Wo man sowieso schon da ist? Und das alles so lecker klingt?

Huîtres, Magret de Canard, Salade Landaise, Onglet Grillé, Dessert du Jour,… mmmmmmmh. Und weil es sich so schlecht an diesen Tafeln vorbeilaufen lässt, ohne dass der Magen da nicht vehement Bedarf anmeldet, haben wir dann doch etwas öfter auswärts gegessen.

Die Franzosen haben’s halt drauf. Die können nicht nur unglaublich gut kochen und essen, sondern auch verflixt gut Menütafeln schreiben.

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Daily Music: Over the Rhine

Heute mal ein bisschen mehr auf einmal, aber dafür besonder schön. Over the Rhine kenne ich, seit Caitlin mir vor vielen Jahren ein Mixtape schickte, auf dem das wundervolle Nobody Number One drauf war.

Dass die Band dann auch noch Over the Rhine heißt, passt bei mir natürlich wie Faust aufs Auge, auch wenn es dabei gar nicht um den Fluss durch die Heimatstadt, sondern um ein Viertel in Cincinnati geht. Völlig egal.

Die beiden Videos beginnen mit einer kleinen Bandvorstellung, wer lieber gleich Musik hören möchte, spule bitte ganz forsch vor.

Das eben erwähnte Nobody Number One darf natürlich nicht fehlen, auch wenn ich dazu leider kein schönes Video gefunden habe.