Vermischtes

Der Hund ist ein bisschen krank, er hat Durchfall, ich weiß gar nicht, ob das so der Einstieg war, den man sich als Blogleser*in so wünscht, aber so ist das. Der Hund hat Durchfall, kann ich nichts dran machen. Deswegen war er heute Nacht auch sehr nervös. Weil es ein kluger, aber auch umsichtiger Hund ist, stand er nachts drei Mal bei uns im Schlafzimmer, zwei Mal musste er raus, einmal wollte er wohl nur etwas Gesellschaft. Nach dem dritte Mal legte er sich ins Gästezimmer und dann hörte ich so gegen 6 Uhr hektisches Runterlaufen ins Wohnzimmer mit anschließendem Würgen. Gut ist, dass der umsichtige Hund nach unten läuft anstatt ins Gästebett oder aufs Parkett zu kotzen. Schlecht ist, dass der Hund dann aber darauf besteht, nicht auf die Fliesen, sondern auf jeden Fall auf eine Decke oder einen Teppich zu kotzen. Trotzdem besser als Bett oder Parkett, insofern nehmen wir, was wir kriegen können und die Hundedecke kann man sehr unproblematisch waschen.

Jedenfalls waren beide Menschen in diesem Haushalt heute sehr erschöpft. Wir hatten uns das gut aufgeteilt, trotzdem blieb wir für jeden zwei Mal Aufstehen mitten in der Nacht mit jeweils ein Mal das Haus verlassen, der umsichtige Hund möchte nämlich auch nicht in den eigenen Garten machen, dafür muss man richtig rausgehen. Ansonsten geht es ihm gut, was mir aber vollkommen unklar ist, wie Eltern das machen. Also klar, irgendwann werden Kinder groß und schlafen durch, aber wie man die Zeit bis dahin überlebt, ohne bekloppt zu werden, ist mir völlig unklar. Eventuell werden auch alle übergangsweise bekloppt, das würde auch einiges erklären.

Was mir sonst noch aufgefallen ist. Ich fahre – das behaupte ich jedenfalls, ich werde dazu niemals Mitfahrer befragen, weil ich Angst habe, dass mir die Fremdeinschätzung nicht gefallen könnte – ich fahre also nach meinem ganz subjektivem Empfinden sehr, sehr vorausschauend. Zu vorausschauend möchte ich sagen, ich bremse ungerne, deswegen halte ich auf der Autobahn meistens sehr viel Abstand. So viel Abstand, dass mich öfter Autos überholen, um dann vor mir wieder einzuscheren, um dann genauso schnell beziehungsweise aus ihrer Sicht langsam zu fahren wie ich, weil ich ja genauso schnell beziehungsweise langsam fahre wie das Auto vor mir. Nur scheint das nicht immer so offensichtlich, eventuell wegen dieser großen Lücke.

Vor allem aber antizipiere ich immer viel zu viel, manches davon tritt ein, manches nicht. Gestern zum Beispiel war vor mir ein Auto mit einem Kennzeichen, dass ich geographisch gut zuordnen konnte. Die Fahrbahn war zweispurig, das Auto war auf der anderen Spur und zwar auf der Spur, die nicht in die Richtung des Kennzeichens führte. Ich war sehr sicher, dass das ein Versehen sein musste und das Auto noch schnell auf die andere Spur wechseln würde und fuhr dementsprechend defensiv, ich rechnete ja sekündlich mit einem Spurwechsel vor mir und die Zeit oder vielmehr der Weg wurde knapp. Anscheinend wollte der Mensch im Auto aber gar nicht dahin, wo ich ihn hinhaben wollte und fuhr unerklärlicherweise doch woanders hin. Auf der Autobahn lag ich dann aber wieder richtig, als ich den Spurwechsel des Autos mit Leverkusener Kennzeichen treffsicher vorhersagte. Was ich eigentlich sagen wollte: Es ist ein bisschen anstrengend, wenn man beim Fahren immer noch versucht, auf Basis von Kennzeichen oder Fahrverhalten die Zukunft vorherzusagen und sich dann auch schon präventiv so zu verhalten, dass man angemessen darauf reagieren kann. Man könnte auch einfach gucken, ob jemand blinkt oder nicht, das schafft mein Gehirn aber nicht, es möchte gerne vorarbeiten, die alte Streberin.

Tagebuchbloggen, 21.8.2022

Es war so gewesen:

Am Sonntagmorgen wurde meine Schwägerin von ihrer Mitfahrgelegenheit bei uns abgeholt. Der Treffpunkt war eigentlich Köln gewesen, aber da auch die Mitfahrgelegenheit offensichtlich nicht direkt aus Köln losfuhr, ergab es sich so, dass sie direkt bei uns abgeholt wurde.

Abholtermin war 8:30 Uhr, da waren wir dann auch alle wach und ich nutzte die Gelegenheit, um mit dem Hund die Morgenrunde zu machen. Der Hund, nur zur Erinnerung ist ja relativ groß, also so etwas kleiner als ein Schäferhund, aber halt nicht viel. Auf Bildern sieht er immer kleiner aus, also wenn hier jemand glaubt, er wüsste, wie groß der Hund ist auf Basis der Bilder, möchte ich anmerken, dass er vermutlich in Wirklichkeit ein bisschen größer ist.

Ich machte also als erstes die Haustür auf, steuerte auf die Mitfahrgelegenheit zu und fragte sehr fröhlich „Mit dem Hund ist okay, oder?“

Dann musste ich den Scherz sehr schnell auflösen, denn die Gesichtszüge entgleisten sofort und ich wollte den armen Mann nicht zu lange in diesem Zustand lassen. Aber ich fand schon, dass das ein sehr sehr gelungener Gag für einen Sonntagmorgen war und bin immer noch ein bisschen stolz, dass ich die gebotene Gelegenheit so gut genutzt habe.

Tagebuchbloggen, 28.09.2021

Noch wenige Tage bis zum 41. Geburtstag und der Körper beginnt mit Verfall. Ich wachte mit Nacken auf und konnte nicht mehr nach links gucken. Die anderen Richtungen taten auch weh, waren aber noch möglich, links ging gar nicht. Das wurde über den Tag nicht besser, am Abend brauchte ich gefühlt zehn Minuten, um mich von einer Seite auf die andere zu drehen, aufstehen auch nur über mehrere Zwischenschritte möglich, die Nacht entsprechend problematisch, man will sich ja doch gelegentlich mal drehen, aber jetzt langsam wird es besser.


Am Montag fand ich abends einen Kong auf dem Bett. Das war neu. Ein Kong ist ein Hundespielzeug, das man einerseits werfen kann, das aber auch innen hohl ist und mit Futter gefüllt werden kann. Der Hund bekommt einen Kong, wenn man ihn ein bisschen beschäftigen will. Offensichtlich wollte mein Mann den Hund etwas beschäftigen, während er (also mein Mann, nicht der Hund) Dinge mit dem neuen Beamer ausprobieren wollte. Die Anschaffung des Beamers hat konkrete Gründe, der Hund ist noch nicht überzeugt, im Gegenteil, er ist höchst entrüstet über die Existenz des Beamers in diesem Haushalt und findet alles daran suspekt. Deswegen wurde der Kong nicht auf der Hundedecke leergefuttert, sondern möglichst weit weg vom Beamer ins Bett getragen und dort geleert.


Ansonsten ein Schreibwarenabo aus Großbritannien gekündigt, weil ich jetzt überraschend 9 Euro für Zoll bezahlen muss. Das Abo war so schon zu teuer, aber ich habe mich monatlich über hübsche Schreibwaren gefreut. Mit 9 Euro mehr ist es jetzt aber auch wirklich deutlich zu teuer, also, in dem Maße, in dem ich es auch nicht mehr mit „Das gönn ich mir halt“ rechtfertigen kann und jetzt habe ich es also gekündigt und als Grund die Zollgebühren angeführt. Mal gucken, wann es dafür Lösungen gibt, der Brexit ist damit auch ganz offiziell bei uns angekommen, ich hätte gut darauf verzichten können, danke für nix.

Tagebuchbloggen, 05.09.2021

Heute habe ich aus Gründen die noch ausstehende Steuer im Eiltempo gemacht, es war ja schon alles gut vorbereitet, aber es fehlten eben auch Dinge. Ich mache ja im Übrigen auch gar nicht die Steuer fertig, ich stelle Unterlagen für den Steuerberater zusammen, aber da habe ich seit ein paar Jahren ein System, das im Wesentlichen daraus besteht, dass ich mich an den Unterlagen der letzten Jahre orientiere und dann noch ein paar Zahlen ändern muss und ein paar Auflistungen anpassen und dann kann man es abgeben. Für genau solche Tage bin ich sehr dankbar, dass wir einen Drucker haben und dann drucke ich und loche ich und lade Dokumente runter und ja, es ginge bestimmt auch alles digital, aber das System ist jetzt aktuell auf Papier ausgelegt und es funktioniert und ich werde da jetzt nicht ohne Not etwas ändern, es sei denn, der Steuerberater möchte das so.


Ansonsten waren wir zwei Mal auf der Hundewiese, das passiert manchmal so, weil wir eben am Wochenende immer vormittags fahren, denn dann kann man für den Rest des Tages zu Hause rumlümmeln und muss wegen des Hundes kein schlechtes Gewissen haben. Jetzt war aber das Wetter schön und dann sind wir eben noch mal gefahren. Wenn mir vor einem Jahr jemand erzählt hätte, dass ich am Wochenende vier Stunden auf einer Hundewiese rumhänge, hätte ich ihn auch für verrückt gehalten. Wobei, im Nachhinein wäre der Hund nur bedingt nötig gewesen, ich habe nur vorher nichts von der Existenz von Hundewiesen gewusst, sonst wäre ich vielleicht auch ohne Hund einfach vier Stunden auf eine Hundewiese gefahren und hätte fremde Hunde gestreichelt. Letztens war Erzählungen zufolge eine Frau mit ihrer Tochter aber ohne Hund da, weil sie vielleicht einen Hund haben wollen, aber sich mal informieren wollten, was für einen und dann sind sie halt mal unverbindlich auf einer Hundewiese vorbeigefahren, um Hunde zu gucken. Es ist nicht die schlechteste Idee.

Tagebuchbloggen, 18.07.2021

Es ist jetzt also so, dass der Hund morgens zu uns ins Bett kommt. Das ist auch von uns so gewollt, es lag am Hund, dass es so lange gedauert hat. Irgendwann zwischen 8:30 und 9:00 Uhr kommt er mal gucken, warum wir noch im Bett sind und darf jetzt dazu kommen. Er möchte dann auch nur ein bisschen am Bauch gestreichelt werden, ansonsten liegt er hauptsächlich rum. Insgesamt darf der Hund ja relativ viel, weil er nur ganz selten nervt.

Gestern Abend nervte er dann ein bisschen, aber das war ja auch der Tag, an dem auf Wunsch des Hundes der Hundewiesenbesuch vormittags nur sehr kurz ausfiel. Weil das Wetter aber super war und wir sonst nichts vorhatten, fuhren wir dann einfach noch mal zur Hundewiese. Ich hoffe, der Hund hat sich nicht gemerkt, dass zwei Mal am Tag Hundewiese tatsächlich eine Option ist, ich muss das nämlich nicht dauernd machen, aber gestern war es die richtige Entscheidung, die Temperatur war viel angenehmer, der Hund fand zwar keine Hunde, die mit ihm rennen wollten, dafür wurden Frisbees und Bälle für ihn geworfen, das fand er auch super. Am Ende gab es schon wieder eine Hundeeinfangaktion, an der wir nur passiv beteiligt waren, indem wir im Auto saßen und explizit nicht losfuhren, damit der Hund nicht noch zusätzlich irritiert wurde. Es ging dann aber doch verhältnismäßig schnell gut aus, der einzufangende Hund war gar nicht generell abgeneigt, aber etwas überfordert mit der Gesamtsituation.


In other news habe ich meinen Mann mit True-Crime-Podcasts angefixt und jetzt müssen wir immer irgendwo sitzen und zuhören. Leider schlafen wir dabei schnell ein, ich kenne also jetzt schon viele Kriminalfälle so halb.


Ansonsten gab es noch folgendes:

  • Meloneneis gemacht, weil eine Honigmelone verarbeitet werden musste. Das Eis war von der Konsistenz nicht ganz optimal, geschmacklich aber überraschend gut.
  • Backups von allen Blogdatenbanken gemacht. Es wird hier einfach alles ekelhaft organisiert.
  • Ein kleines Glasgewächshaus bei Facebook zum Schenken eingestellt, es wurde direkt ein Termin für Montagvormittag vereinbart.
  • Nachträgliche Geburtstagsgeschenke für meine Cousine gesucht und gefunden, sie wünschte sich vielleicht ein schönes Buch oder eine schöne Blechtasse, und weil ich es zum Geburtstag nicht richtig geschafft habe, gibt es jetzt ein Buch und zwei Emaillebecher, vor allem, weil ich einen Shop mit unfassbar niedlichen Emaillebechern gefunden habe und mich nicht entscheiden konnte. Eventuell bekommen jetzt in der nächsten Zeit einfach alle Emailletasssen als Geschenk, ich kann es nicht ausschließen.
  • Ein Abo für AppleTV+ abgeschlossen (ein Jahr kostenlos) und festgestellt, dass weder Fernseher noch Receiver noch der Adapter von MagentaTV AppleTV+ als App anbieten. Ich teste noch mal den Chromecast, sonst muss ich mir was anderes überlegen.

Tagebuchbloggen, 17.07.2021

Ich las letztens im Internet etwas sehr Kluges über Hundeerziehung, allerdings weiß ich nicht mehr wo. Ein immer wiederkehrendes Thema bei der Hundeerziehung ist ja die Frage, wer jetzt wen erzieht, der Mensch den Hund oder der Hund den Menschen. Im besten Fall ist es ersteres, aber es ist nicht immer einfach, der Ausdruck „Dackelblick“ kommt ja nicht von ungefähr, die Tiere können wirklich sehr, sehr niedlich gucken und setzen das schamlos ein.

Jedenfalls sagte jemand im Internet, dass man ihm öfter unterstellte, dass er sich von seinem Hund erziehen lassen würde, das wäre aber Unsinn, denn wenn so ein Hund ankommt und ein Bedürfnis anmeldet, dann kann man sich ja als Menschen sehr wohl überlegen, ob das Bedürfnis angemessen ist und im positiven Fall darauf reagieren. Das ist dann auch nicht der Hund, der den Menschen erzieht, sondern eine erfolgreiche Kommunikation zwischen zwei Spezies.

Unser Hund zum Beispiel versteht so langsam, wie er uns Dinge mitteilt, so dass wir sie auch verstehen. Gestern zum Beispiel trank er auf der Hundewiese sehr viel und als wir wieder zu Hause waren, steuerte er sehr zielstrebig nicht die Treppe nach oben, sondern die Tür zum Hof. Die Zielstrebigkeit war so eindeutig, dass relativ klar war, dass er einfach dringend noch mal pinkeln musste und genau so war es dann auch. Es spricht absolut nichts dagegen, dem Hund die Tür zu öffnen, wenn er pinkeln muss, es ist für beide Seiten die bestmögliche Lösung des Problems. Heute hingegen fand sich kein guter Spielgefährte auf der Hundewiese, es war außerdem auch sehr warm, weil wir ein bisschen ungünstig losgefahren waren und es auch sehr wenig Schatten war. Nach zweieinhalb Runden wären wir noch eine weitere Runde gelaufen, der Hund lief aber zum Ausgang und blieb da auch sehr auffordernd stehen. Auch hier sahen wir keinen Grund, dem Wunsch des Hundes nicht zu entsprechend, immerhin sind wir auf der Hundewiese, damit er rumlaufen kann, wenn er aber nicht mehr rumlaufen will, können wir auch nach Hause fahren und was frühstücken.

Natürlich möchte der Hund auch Dinge, die er dann nicht bekommt, zum Beispiel das vierte Stück Käse oder so, das bekommt er dann auch nicht, aber ich sehe mich als Mensch durchaus in der Lage, die Aufforderungen des Hundes situationsbezogen zu beurteilen und dem Wunsch des Hundes nachzukommen, wenn ich ihn begründet finde. Das ist ja sowohl für den Hund als auch für uns super, wenn er sich darauf verlassen kann, dass er uns Dinge mitteilen kann und wir dann entsprechend Handlungen daraus ableiten.

Leider finde ich den Beitrag aus dem Internet nicht mehr, sollte ich doch noch mal drüber stolpern, speichere ihn besser mal ab.

Tagebuchbloggen, 12.07.2021

Die Wohnung hat mittlerweile einen soliden Aufräumgrundzustand, so dass ich mangels Beschäftigung zum digitalen Aufräumen übergegangen bin. Es ist ja nämlich so, dass ich derzeit sehr viele Geräte doppelt habe, weil etwas neu gekauft wurde, aber das alte noch keinen neuen Besitzer gefunden hat oder aber in einem anderen Fall, dass es auch noch kein neues Gerät gibt, das alte aber in einem Zustand ist, der eine Ersetzung durch etwas neues innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre wahrscheinlich macht und wir wissen ja alle spätestens seit der Pandemie wie schnell so ein bis zwei Jahre vorbeigehen.

Jedenfalls habe ich gestern angefangen und erstmal sämtliche Downloadordner auf allen Geräten aufgeräumt, Dateien umsortiert oder gelöscht und dann habe ich mit dem Dropbox-Ordner weitergemacht und dann habe ich auf dem privaten Windows-Laptop weitergemacht und da sehr fleißig Dateien verschoben und gelöscht und dabei tatsächlich exakt die Bilddateien wieder gefunden, die ich letztens verzweifelt noch auf alten SATA-Festplatten suchte. Es gibt nämlich noch einen Uraltblog, auf dem ich nur Alltagsbildchen mit lustigen Captions veröffentlicht hatte, das muss in einem kurzen Zeitraum gewesen sein, als Smartphone-Fotografie schon verbreitet war, es aber noch kein Instagram gab oder Instagram auf meinem Smartphone noch nicht lief, und dann denkt man sich eben sowas aus. Die Bilder sind von beeindruckend schlechter Qualität, aber irgendwie ja auch Zeitdokumente. Jedenfalls konnte ich so den Inhalt des Blogs komplettieren, das machte mich sehr glücklich.

Als nächstes muss ich vermutlich Bilder sortieren und da graut es mir schon etwas vor. Zumal das Kabel für die externe Festplatte abhanden gekommen ist, das einzige, dass natürlich kein Standard-USB-Anschluss hat. Es kann auch nicht weg sein, dieses Kabel verlässt nur selten diese Wohnung, es ist nur nicht auffindbar.

Hundewiese war auch recht erfolgreich, es fanden sich mehrere Hunde, mit denen unserer gerne rennen wollte, gegen Ende gab es eine gescheiterte Hundeeinfangsituation, die uns aber nur am Rande betraf, wir versuchten, mitzuhelfen und irgendwann fuhren wir dann aber nach Hause (mit unserem Hund, der ja brav mit uns mitkommt, wenn wir die Wiese verlassen), es gibt da auch keinen Grund zur Sorge, die Situation ist bekannt und erprobt, leider weiß das auch der entsprechende Hund.

Tagebuchbloggen, 10.07.2021

Mein Mann ist auf dem Sofa eingeschlafen und jetzt hat der Hund sich dazugesellt und weil der Hund ja nicht so der ist, der Nähe einfordert, feiern wir jede Gelegenheit, bei der er sich länger nahe bei uns aufhält. Deswegen lasse ich die beiden jetzt mal da liegen und bin alleine ins Bett gegangen.

Tagebuchbloggen, 05.07.2021

Morgen werde ich ins Büro fahren, zum ersten Mal seit ungefähr einem Jahr. Ich bin schon aufgeregt, aber auch schon sehr genervt, weil ich aufgrund von mangelnder Planung mit dem Auto fahren werde und darauf habe ich jetzt schon keinen Bock. Jetzt habe ich heute Abend auch keinen guten Parkplatz gefunden und stehe in einer Ladezone, die ab 7 Uhr frei sein muss. Eventuell werde ich also aufgrund der Parksituation dazu gezwungen ein bisschen vor dem ganz schlimmen Pendelverkehr loszufahren, darauf habe ich zwar auch keinen Bock, aber eventuell wird es dadurch weniger schlimm. Vielleicht aber auch nicht, was weiß ich schon von Pendelverkehr, ich bin nur einmal ein paar Wochen von Leverkusen nach Düsseldorf gependelt und das war sogar grob gegen die üblicher Pendelrichtung.

Nach anderthalb Jahren freue ich mich zwar irgendwie auch aufs Büro und die Kollegen, aber gleichzeitig finde ich es umso sinnloser, zwei bis drei Stunden durch die Gegend zu fahren für etwas, dass ich ja nun erwiesenermaßen von zu Hause genauso gut erledigen kann.

Aufgrund sehr ungünstiger Planung und eines kaputten Autos kann mein Mann dann morgen auch nicht mit dem Hund zur Hundewiese, denn ich fahre ja mit meinem Auto und er hat nur einen Leihwagen, den er nicht mit Hund belasten will. Dafür war heute auf der Hundewiese erst Hektor, einer von Koris Lieblingshunden, vor dem er bis zur Ekstase rumschlawenzelt, um ihn zum Spielen zu Animieren. Dann gab es einen anderen Hund, der gnädigerweise mit Kori rannte, worauf sich dann auch Hektor wieder einschaltete. Und als der Hund dann eh schon völlig fertig war, kam eine Welpentruppe. Das interessierte den Hund zwar nicht so doll, aber natürlich alle Menschen. Auf dem Rückweg atmete der Hund so doll, dass das Rückfenster beschlug wie einst bei Jack und Rose in diesem Auto auf der Titanic.

 

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Wenn wir Glück haben, hält das also bis Mittwoch vor, dann muss ich ja nicht ins Büro und wir haben ein Auto, um auf die Hundewiese zu fahren.

Tagebuchbloggen, 25.06.2021

Zu viel und gleichzeitig gar nichts wirklich passiert in den letzten zwei Wochen. Die Küchenoberschränke wurden abgeholt, jetzt habe ich wieder ein Arbeitszimmer, in dem man sich bewegen kann, das ist wunderbar. Ich habe sofort aufgeräumt und Papiere weg- oder einsortiert und bald ist wieder alles schön.


Ich erfand ein neues Spiel, das geht so: Man sucht sich auf Spotify die Playliste, in der alle Drei-???-Folgen hintereinander gelistet sind, dann drückt man auf zufällige Wiedergabe und dann muss man schnell raten, aus welcher Folge der Track ist. Ich bin überraschend besser als erwartet, aber schlechter als erhofft. Oft weiß ich sogar, welche Folge es ist, aber mir fehlt Titel oder Folgennummer. Aber insgesamt eine super Beschäftigung, wenn einem gerade langweilig ist.


Dann waren wir zwei Nächte in einem Hotel in Hagen, das ist in etwa so unspektakulär, wie es sich anhört, sogar noch unspektakulärer eigentlich und auch nur mittel erholsam. Am ersten Tag fuhren wir zur Glörtalsperre, aßen Waffel, liefen um die Talsperre und aßen dann Schnitzel. Der Hund fand’s super, ist aber immer noch skeptisch, was Wasser angeht. Zum Trinken super, findet er, aber ansonsten findet er es höchst suspekt, aber auch faszinierend. Wir sind auch noch nicht sicher, ob wir ihm beibringen sollen, dass Wasser super ist, weil wir aktuell auch einen Hund haben, dass jedes Schlammloch meidet und das gefällt uns eigentlich ganz gut.

Am nächsten Tag fuhren wir zu einer kleinen Hundewiese, was sich aber sehr lohnte, weil auch prompt eine Hündin kam, ein Labrador-Mix aus Kroatien, die komplett Koris Kragenweite war und das war dann also für alle Beteiligten – Mensch und Hund – ein großer Erfolg. Dann schliefen wir zurück im Hotel noch mal ein und dann fuhren wir nach Hagen in ein Steakrestaurant. Auch das macht der Hund gut mit, zur Belohnung gab es dann Steakreste, aber mein Mann verbot mir „Das ist das Beste, was mir je passiert ist, ich bin so froh, dass es Steak gibt“ auf die Melodie von „Das Beste“ zu singen, obwohl es aus Sicht des Hundes sicherlich die Wahrheit war.

Urlaub mit dem Hund müssen wir ansonsten noch üben, er war nachts sehr unruhig. Eventuell war er auch normal unruhig, aber sonst hören wir das nicht, weil er ja überall schläft, nur nicht in unserem Schlafzimmer, wie viel also zu Hause nachts rumgelaufen und der Schlafplatz gewechselt wird, ist uns nicht bekannt. Das nächste Mal also vielleicht ein Ferienhäuschen mit Garten und etwas mehr Platz für Hund und Mensch.