Tagebuchbloggen, 13.06.2021

Hundewiese sieht aktuell so aus, dass man so lange auf der Hundewiese läuft, bis man Leute findet, die einen kompatiblen Hund haben, dann steht man da ein bis zwei Stunden rum, die Hunde machen zwischendrin Zeug und dann geht man wieder. Heute kamen wir bis zur ersten Bank, da waren nämlich der Schäferhund-Husky-Mix, den Kori sehr liebt und eine Schäferhündin, in die er sich auch sehr spontan und heftig verliebte. Nach anderthalb Stunden war der Hund so alle, dass er sich neben einem Busch in den Schatten legte und das – beliebte Hundehalterworte – hat er wirklich noch nie gemacht.

Suchbild mit Hund


Abends in einem sogenannten Eiscafé gewesen, völlig irres Konzept, man setzt sich draußen an einen Tisch, es kommt eine Person, man sagt ihr, was man essen oder trinken will und sie bringt es einem gegen Bezahlung. Abgefahrene Idee, hoffentlich setzt sich das durch, würde ich gerne in Zukunft öfter machen, geht vielleicht auch in Innenräumen, wer weiß?


Hübsches Haus in Gummersbach gesehen und Besichtigungstermin für Mittwochabend vereinbart. Preis eher am oberen Ende, dafür sieht es so aus, als müsste man innen quasi nichts machen, Makrolage auch am äußeren Ende, eben Gummersbach, aber ich habe mich jetzt näher mit Gummersbach beschäftigt, die Bahn nach Köln braucht zum Beispiel zwar über eine Stunde, aber dafür fährt sie auch jede halbe Stunde und zwar bis Mitternacht, damit kann man arbeiten, der Trick an Gummersbach scheint mir zu sein, entweder zentral zu suchen (Infrastruktur + Bahnhof) oder in Dieringhausen (Bahnhof + Nähe zur A4). Und bis zu meinen Eltern sind es laut Google Maps auch nur 8 Minuten weiter als von Lindlar aus, was ja ein bisschen meine Traumlage wäre, aus familiär-logistischen Gründen. Auf der anderen Seite ist Gummersbach größer und das Haus, um das es am Mittwoch geht, liegt so zentral, dass man wirklich Stadt auf der einen und Wald auf der anderen Seite hätte, das wiederum ist quasi traumhaft, was Mikrolage angeht. Es gibt keinen Pool, aber eine vollkommen irre Veranda und das Grundstück sieht aus, als könnte man sinnvoll einen Pool hinbauen. Es bleibt also kompliziert und spannend.


Zwei sehr unterschiedliche Bücher ausgelesen, nämlich „Schlafende Hunde“ von Anja Rützel [Amazon-Werbelink] über berühmte Leute und ihre Hunde oder vielleicht Hunde und ihre berühmten Halter, so richtig ist die Besitzhierarchie ja nie klar und „Zu viel und nie genug“ von Mary L. Trump [Amazon-Werbelink] über die Trump-Familie.

Ersteres empfehle ich uneingeschränkt, ich hatte es schon lange rumliegen und schämte mich ein wenig, es noch nicht gelesen zu haben, aber es war sicher gut, dass ich so lange gewartet hatte, weil man Hundebücher noch mal ganz anders liest, wenn man selber einen hat und sich noch mal ein bisschen mehr in den Geschichten über Michel Houellebecq und seinen Corgi oder Picasso und seinen Dackel wiederfinden kann. Überhaupt dachte ich ja, wenn ich selber einen Hund habe, interessieren mich vielleicht andere Hunde nicht mehr ganz so doll, es ist aber komplett anders herum, seit ich selber einen Hund habe, finde ich auch andere Hunde noch toller, weil ich sie auch ganz anders wahrnehme. Ich flippe zum Beispiel innerlich komplett aus, wenn ein Hund ähnliche Bewegungsabläufe hat wie unserer, Hunde laufen und spielen zum Beispiel sehr unterschiedlich. Aber zurück zum Buch, da schreibt Anja Rützel über zehn berühmte Personen (auch Marilyn Monroe und Queen Elizabeth II ist dabei) und ihre Hunde und die Beziehung zu ihren Hunden. Das ist erstens super interessant, man lernt etwas über die Leute aber auch noch viel mehr über Hunde im allgemeinen und außerdem, wie mein Mann immer sagte, wenn ich ihm eine Passage vorlas: „Die kann halt einfach schreiben.“

Das Trumpbuch fand ich auch überraschend gut, mein Mann hatte es sich letztes Jahr zum Geburtstag gewünscht und dann in zwei Tagen ausgelesen und es mir dann zum Lesen gegeben und jetzt lag es grob neun Monate auf dem Nachttisch, weil ich ja aber gerade aufräume, habe ich es einfach auch schnell in zwei Tagen gelesen, damit ich es vom Nachttisch wegräumen kann ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Ich hatte mir viel Hass und innerlichen Ungemach vorgestellt, das passiert aber gar nicht, Mary Trump, die Nichte von Donald Trump schreibt recht unaufgeregt über die gesamte hoch dysfunktionale Trump-Familie und es geht gar nicht so oft um Donald Trump selber, sondern eben vor allem seinen problematischen Vater und die sehr schwierigen Beziehungen der Trump-Geschwister zu ihren Eltern und untereinander. Am Ende weiß man nie, ob alles genau so wahr, zwischendurch wird auch mal etwas rumpsychologisiert, was aber insofern okay ist, dass sie ja Psychologin ist und das Problem ist eben letztlich, dass man als Teil einer Familie zwar die besten Einblicke bekommt, aber eben auch immer selber mit drinsteckt, aus der Kiste kommt man nicht raus. Ich rechne dem Buch jedenfalls hoch an, dass ich beim Lesen nicht dauerwütend, sondern vor allem interessiert war, man kann das also ganz gut lesen.


So. Gleich ist Mitternacht, ich geh dann jetzt ins Bett, Drei ??? hören und das Montags-Kreuzworträtsel der New York Times machen.

Tagebuchbloggen, 11.06.2021 (we put the fun in Wasserschaden)

Bei Frau Herzbruch eine Stadt weiter ist ja Wasserrohrbruch und es ist alles ganz schlimm, deswegen dachte ich, vielleicht ist ja geteiltes Leid halbes Leid und möchte Wasserschadengeschichten teilen, das ist natürlich nicht schön, aber am Ende wurde immer alles gut, das ist doch tröstend.

Wir hatten hier zwei Mal Wasserschaden, einmal hier in der Wohnung und einmal nicht hier in der Wohnung, das war aber zwischenzeitlich egal, weil wir ja in einem Mehrfamilienhaus wohnen und manchmal ist der Wasserschaden einer anderen Wohnung auch ein bisschen der eigene Wasserschaden.

Beim ersten Wasserschaden war im Wohnzimmer ein Teil der Decke nass und ein Teil an der Wand und auch ein bisschen die Wand in der Wohnung unter uns. Dann rückten wir das Sofa weg und huch, da war schon ein bisschen mehr Wasserschaden, in anderen Worten also schon ein bisschen oberflächlicher Schimmel. Dann kam jemand und haute die Wand auf, erst unten an der Wand im Wohnzimmer und dann noch mal auf der anderen Seite auf dem Balkon. Dann sollten die Rohre ausgetauscht werden, ohne dass aber vorher ein Leck festgestellt werden konnte und da es ja auch oben an der Decke feucht war, kam uns das bedingt seltsam vor, so dass noch jemand das Dach angucken sollte und große Überraschung, es war ein Dachschaden (im richtig wörtlichen Sinn), wir bekamen ein Gerüst und ein bisschen neues Dach und hatten sehr lange zwei Löcher in der Wand, weil Handwerker bei Wasserschäden nämlich super gerne Wände aufstemmen, ums Zumachen muss man sich aber sehr mühsam selber kümmern. Nach ein paar Monaten war das Loch am Balkon zu und dann nach zwei Jahren oder so war auch das Loch im Wohnzimmer zu und wir bekamen neue Wandfarbe im Wohnzimmer.

Der zweite Wasserschaden war Anfang dieses Jahres in der Wohnung unter uns. Wir guckten erstmal, an welcher Stelle in unserer Wohnung das ungefähr war und nach einem Denkfehler fanden wir raus, dass es wahrscheinlich ein Schaden im Fallrohr war, das konnte man dann auch ganz gut in den Bauplänen sehen und es machte auch aus anderen Gründen Sinn, zum Beispiel bekam der Fleck einen neuen Zipfel, wenn bei uns die Waschmaschine lief.

Der erste Handwerker kam, guckte ein bisschen rum, war deutlich verwirrt und ein paar Tage später rief die Hausverwaltung an, die Firma würde jetzt erstmal bei uns in der Küche die Wand aufstemmen, sie würde das jetzt beauftragen, okay? Ich sagte, nein, auf keinen Fall wäre das okay, hier wäre gerade eine neue Küche eingebaut worden und auf Basis eines Verdachts eines Handwerkers, der weder sagen konnte, wo die Rohre seien noch wo der Schaden überhaupt sei, würde hier überhaupt niemand irgendwelche Wände aufstemmen.

Nach einem Hin und Her mit WEG und Hausverwaltung, in der ich leider oder zum Glück nicht meinen bereits vorformulierte Satz „Das ist hier im übrigen keine Verhandlungssituation“ schreiben konnte, kam ein zweiter Handwerker, der vollkommen überraschend in der Lage war, das Rohr zu säubern und eine Kamerafahrt zu machen und der auch zu der vollkommen überraschenden Erkenntnis kam, dass das Leck auch an der Stelle sei, wo der Schaden war und dass man selbstverständlich erstmal da die Wand aufmachen würde, wo der Schaden ist und nicht in einer anderen Wohnung. Es kamen noch mal zwei Kollegen, schauten sich die Situation an und versicherten noch mal, dass man erst mal nur ein kleines Stück über dem Boden aufmachen würde und selbstverständlich auch nicht in der Küche, das wäre völlig unnötig, sondern vom Flur aus, das wäre viel einfacher.

Dann kamen die Handwerker noch mal, klopften sehr lange unten die Wand auf und dann ein bisschen bei uns, stellten fest, dass das Rohr bei uns auch ganz offensichtlich neu sei und nur in der zweiten Etage noch ein altes Rohr war, dann wurde das Rohr ausgetauscht und dann kamen andere Handwerker und machten die Wand wieder zu, dann mussten wir noch zwei Wochen warten, während der in der anderen Wohnung die Wand getrocknet wurde und dann wurde noch mal gestrichen und alles war gut. Seitdem habe ich weniger Angst vor Rohraustausch, weiß aber aufgrund sehr ausführlicher Recherchen jetzt auch sehr viel über Rohre, Leckageortung und alternativer Rohrsanierung mit Inliner-Verfahren.

Das waren jedenfalls unsere letzten beiden Wasserschäden und am Ende wurde alles gut und die Wände waren wieder trocken und man bekommt immer eine gute Gelegenheit, um eine hübsche neue Wandfarbe auszuprobieren oder hat kurzfristig ein Loch in der Wand bis ins Badezimmer der Nachbarn, das ist doch auch… schön.

Tagebuchbloggen, 10.06.2021

Abends blieben wir bei dieser Versicherungsdetektiv-Sendung hängen, bei der Versicherungsdetektive mit der Kamera begleitet werden, wie sie rausfinden, ob der reklamierte Schaden auch so passiert ist und ich weiß gar nicht, was uns mehr empört hat, die Sendung selber, die auf einem sehr schmalen Grat der Menschenvorführung wandelt, die Leute, die dreist den Versicherungsdetektiv anlügen (auf einer verwirrenden Skala von „Okay, vielleicht ist es wirklich so passiert“ bis „Sie haben die Story jetzt drei Mal anders erzählt und es gibt Beweise, dass das nicht stimmt“) oder wie unfassbar dumm sie sich dabei anstellen.

Ich bin ja allein schon deswegen kriminell, weil ich immer sämtliche Wege, wie ich auffliegen würde, antizipiere und dann wird es sehr schnell sehr anstrengend und aufwändig und kompliziert und dann bleibe ich lieber rechtschaffen, weil mir das weniger stressig erscheint. Aber wenn ich nun sage ich mal, eine nicht-existente Kamera kaputtgemacht hätte und den Schaden von meiner Haftpflicht bezahlt bekommen wollte, dann wäre ich immerhin in der Lage, die Mehrwertsteuer auf der fingierten Rechnung richtig auszuweisen und außerdem würde ich mir vorher eine Timeline zurechtlegen UND DANN AUCH DABEI BLEIBEN, damit nicht zum Beispiel der Schadensfall chronologisch vor dem Kauf der Kamera eingetreten ist und ich würde im besten Fall auch so nah an einer möglichen Wahrheit bleiben, dass auf der fingierten Rechnung von 2017 kein Kameramodell stünde, dass erst zwei Jahre später auf den Markt kam.

Und ich glaube ja, am Ende war ich wirklich am meisten empört über die Schlampigkeit der Versicherungsbetrüger.


Große Enttäuschung, weil die Haushaltsapp mir überhaupt keine Aufgaben stellen wollte, ich fühlte mich seltsam nutzlos, aber ich wollte auch nicht unnötig wischen oder staubsaugen. Deswegen habe ich noch schnell zwei dazuerfunden, nämlich Gewürzregal sortieren und Medikamente (aus)sortieren. Damit sollte ich mich übers Wochenende beschäftigen können.

Tagebuchbloggen, 07.06.2021

Der private Laptop ist immer noch/schon wieder kaputt. Beim nächsten Hochfahren war das Internet wieder weg und ließ sich auch durch beharrliches Suchen von Hardwarekomponenten nicht wieder herbeilocken. Ich weiß jetzt schon wieder mehr über Netzwerkadapter und Inteltreiber als ich wissen wollte ohne nennenswerten Erfolg. Falls hier jemand noch eine rasend neue Idee hat, der Fehler gestaltet sich so, dass der Netzwerkadapter gar nicht im Gerätemanager auftaucht. Ich hab’s jetzt geschafft, ihn hinzuzufügen, allerdings weigert sich Windows, die Treiber zu akzeptieren. Neustart, Deaktivieren, Löschen des Adapters schon alles gemacht, inklusive Zurücksetzen des Rechners, Intel supportet den Adapter auch nicht mehr offiziell, der Laptop ist auch schon mindestens sechs bis sieben Jahre alt und offensichtlich hat das letzte Update von Windows 10 irgendwas kaputtgemacht. Eventuell kauf ich mir einfach einen neuen, aber geplant war das eigentlich nicht.


Gestern war zum ersten Mal wieder Klavierunterricht und weil meine Haushaltsapp ja sagte, ich solle Unterlagen abheften, ich aber nicht mehr genug Ordner zum sinnvollen Abheften hatte, musste ich neue Ordner kaufen, deswegen fuhr ich mit dem Fahrrad in die Stadt, um in ein Geschäft zu gehen, das kein Supermarkt, kein Bäcker, kein Tierfutterladen und auch keine Apotheke war. Ich fuhr nur rein interessehalber komplett durch die Innenstadt, die meisten Geschäft gibt es noch, ein paar Neuerungen, die waren aber meines Wissens schon vor Corona geplant. Gekauft habe ich im Einkaufszentrum, weil ich Einkaufszentren praktisch finde für Leute wie mich, die eher pragmatisch kaufen und deswegen gerne alles sehr nah beieinander haben. Natürlich ist das nicht cool und alternativ, aber man bekommt Ordner und Glückwunschkarten und Marzipan und Margarine, okay, das meiste davon bekommt man auch im Supermarkt, aber hätte ich jetzt zum Beispiel noch Sandalen gebraucht, hätte ich die da auch bekommen.

Vorm Ordnerregal wurde ich kurz in eine Sinnkrise geworfen, weil es die klassischen schwarzen dünnen Ordner von Leitz nicht gab und ich dann sehr lange nicht wusste, was ich tun sollte. Ich kaufte dann einen großen Ordner mit gewölbtem Rücken und einen dünnen aus Plastik, beides von Leitz, weil wenn schon, dann richtig und hoffe, dass diese halbwegs vernünftig zu den bereits existenten Ordnern passen. Jetzt muss ich nur noch abheften und dann ist ein sehr großer Papierstapel endlich vernünftig sortiert und verstaut.


Ich dachte mehrfach darüber nach, wann ich das letzte Mal in einem Kaufhaus war und wusste es nicht mehr. Ich weiß auch nicht mehr, wann ich das letzte Mal beim Klavierunterricht war, irgendwann zwischen September 2020 und gestern ist mir Zeit abhanden gekommen, ich habe keine Ahnung, wann was war und wann ich zuletzt irgendwas gemacht habe, was nichts mit Hundespaziergängen und Lebensmittel einkaufen zu tun hat, die Monate sind einfach weg, keine Ahnung wohin. Aber offensichtlich gibt es die Läden noch und auch andere Menschen und man kann noch mit dem Fahrrad in die Stadt fahren, vollkommen abgefahrenes Konzept. Lediglich den schönen Laden mit den Vintagekleidern hat es genommen, das ist sehr schade, jetzt muss ich weiter Kleider mit Hundedruck aus England bestellen, ein schweres Schicksal, aber ich werde es mit Würde tragen.


Zusammenfassung des Klavierunterrichts: Stimmführung bei Harmoniefolgen, zum Beispiel von Major-7-Akkorden (als Dominante) zu der passenden Dur- oder Moll-Tonika oder alternativ zum Trugschluss also bei Hmaj7 entweder zu C-Dur oder Cis-Moll.

Dann noch Harmoniefolgen mit jeweils zwei gleichen Tönen in Terzen hoch oder runter (C – Am – F – Dm – Hdim – G – Em -C oder eben umgekehrt), mit jeweils einem gleichen Ton runter in Quarten oder hoch in Quinten (C – G – Dm – Am – Em – Hdim – F – C) oder mit komplett neuen Tönen hoch in Sekunden oder runter in Septen (C – Dm – Em – F- G – Am – Hm – C), bei letzterem bitte Stimmführung der Akkorde immer umgekehrt zur Stimmführung im Bass. Und dann noch was kompliziertes, nämlich Harmoniefolge immer abwechselnd große Terz, kleine Terz, das schreib ich jetzt nicht auf. Jetzt wissen Sie das auch, dann hat sich die Musikschulgebühr nicht nur für mich gelohnt.

Tagebuchbloggen, 05.06.2021

Heute war Hausbesichtigung in Gummersbach. Gummersbach ist mehr oder weniger am äußeren Rand dessen, was wir uns entfernungstechnisch von den relevanten Punkten (Familie/Arbeit) vorstellen, ich war dementsprechend skeptisch, die Lage war dann aber sehr schön und mit überraschend okayer Infrastruktur mit Bäcker, Supermarkt und Apotheke fußläufig zu erreichen, aber eben auch Hundespazierrunde direkt vor der Haustür, so dass der Hund auch ein bisschen entschädigt wurde. Leider war das Haus zu klein und auch so gebaut, dass man auch durch Umbau nicht wesentlich mehr rausholen könnte. Jetzt wissen wir aber immerhin, dass die Lage zwar nicht perfekt, aber für uns noch vorstellbar ist, das ist ja auch eine wertvolle Erkenntnis für die weitere Suche. Außerdem war ich angenehm überrascht vom Zentrum von Gummersbach. Wir sind nur durchgefahren, aber es wirkte schon mehr wie Stadt als wie Land, da können wir also weitersuchen und ich habe meinem Mann jetzt offiziell erlaubt, dass er auch in Nümbrecht suchen darf, das scheint entfernungstechnisch ähnlich in unserem Radius zu liegen.


Meine App sagte, heute wäre Kühlschrank aufräumen angesagt, also tat ich das und der Kühlschrank ist jetzt aufgeräumt. Ich musste in dem Zug schnell noch Rhabarber loswerden und hab jetzt Rhabarbersaft gekocht.

Ich habe in der App auch Tasks wie „Inbox 0“ und „Fotos auf dem Smartphone aufräumen“ eingetragen, das war jetzt auch fällig. Inbox ist jetzt auf 3, das hat aber auch nur geklappt, weil der Drucker wieder schwarz druckt und ich etwas drucken, unterschreiben und zurückschicken konnte, sonst wäre Inbox 4. Bei Fotos auf dem Smartphone bin ich bei irgendwas zwischen 1400 und 1500 von ursprünglich knapp 3000. Ich hangele mich jetzt so durch und lösche täglich mindestens 100 Bilder. Im Prinzip wird eh alles zu Google Photos synchronisiert, aber manchmal hat man ja Bilder oder Videos, die man anderen Leuten zeigen will, zum Beispiel von einem Tigerbiss und natürlich von dem verursachenden Tigerbaby oder das Video, wie man in Südafrika irgendwelche obskuren Insekten in Tomatensauce aß oder eben ein bis fünfzig Videos wie der Hund über die Wiese rennt oder niedlich im Schlaf bellt und die möchte man dann nicht erst auf Google Photos suchen. Aktuell strebe ich um die 250 Photos auf dem Smartphone an, mal gucken, ob das umsetzbar ist.

Hier jetzt noch ein Bild vom Spaziergang in Gummersbach, ist aber schon wieder vom Smartphone gelöscht, das muss ich nicht dringend immer wieder Leuten zeigen.

 

Schöne Aussicht

Tagebuchbloggen, 04.06.2021

Ich wollte ja eben schon bloggen, dafür holte ich mir meinen privaten Laptop aufs Sofa, aber dann wollte er sich nicht mit dem Internet verbinden, also so gar nicht, das WLAN-Symbol tauchte einfach nicht auf und dann dachte ich, na ja, einfach mal Neustart machen und dann konnte man Windows-Aktualisierungen installieren und ich dachte, sicherlich auch sinnvoll und dann stürzte er beim Neustart ab und insgesamt dauerte alles sehr lange und als alles wieder da war, konnte ich mich immer noch nicht mit dem WLAN verbinden und dann musste ich auf dem Smartphone rumgoogeln und im Gerätemanager einen Netzwerkadapter hinzufügen und jetzt geht das Internet wieder und das Betriebssystem hat neue Updates, aber es ist auch 00:41 Uhr und ich geh dann mal lieber ins Bett und markere in Rühlemanns Kräuterkatalog exotische Kräuter an, die ich in meinem hypothetischen Garten pflanzen will.


Nachtrag: Das erinnert mich an vor zwei Tagen, als die neue Maus für den Mac-Rechner kam, weil bei der alten auf einmal nur mal der Rechtsklick funktionierte und man ahnt es nicht, aber es ist sehr unmöglich, einen Mac nur mit Tastatur und Rechtsklick zu steuern. Vermutlich geht es irgendwie, aber ich war nicht gewillt, herauszufinden, wie. Die neue Maus war die billigste, die es beim großen Online-Handler gab, also vermute ich, ich mache bei 5,49 Euro keine ausführlichen Preisvergleiche mehr und da funktionierte der Linksklick auch nicht, also musste ich wieder rumgoogeln und dann den Mac im Bootmodus starten und dann ging bei beiden Mäusen auch wieder der Linksklick und anscheinend habe ich jetzt eine Ersatzmaus, ist sicher praktisch.

Tagebuchbloggen, 03.06.2021

Ich habe jetzt 8 Euro für eine App namens Tody ausgegeben, in der ich festlegen kann, wann welche Haushaltsaktion gemacht werden muss und in der ich dann in einer To-Do-Liste gucken kann, was gerade ansteht. Mein Problem ist nämlich nicht, dass ich zu faul bin, Dinge zu tun, ich denke einfach nicht daran, wenn mir aber eine App sagt, du, Flur staubsaugen wär mal wieder dran, dann mach ich das natürlich, wer bin ich denn, nicht auf mein Smartphone zu hören.

Aus diesem Grund habe ich gestern die Abstellkammer aufgeräumt und den Wein neu sortiert. Für den Wein habe ich auch eine App, die heißt Vivino, da kann man einfach das Etikett scannen und er spuckt einem recht zuverlässig den richtigen Wein und fast immer auch den richtigen Jahrgang aus und dann kann man noch sagen und so viele Flaschen habe ich davon aktuell und hat eine ganz gute Weinkellerverwaltung, in unserem Fall eher eine Weinabstellkammerverwaltung. Das taugt natürlich nur, wenn man dann auch neue Flaschen einscannt und der App sagt, wenn man eine Flasche getrunken hat und daran ist es so in den letzten anderthalb Jahren gescheitert. Ich hockte also sehr lange auf sehr engem Raum und prüfte, ob ein Wein schon richtige in der App war oder scannte neue Flaschen ein und dann sortierte ich alles neu nach Rotwein und Weißwein und dann noch innerhalb der Kategorien nach Land, wobei das nur bei Rotwein richtig sinnvoll ist, Weißwein läuft bei uns schneller durch, da haben wir nicht viele Flaschen auf Vorrat. Dann bastelte ich noch kleine Flaggen aus Pappkarton und klebte sie an die entsprechenden Stellen am Regal und jetzt ist es fast wie im Weinhandel, nur anders.

Problematisch wurde es dann als die Flaschenanzahl in der App nicht mit der Flaschenanzahl in der Abstellkammer übereinstimmte und da ich ja schon so weit gekommen war, wollte ich es dann auch wirklich richtig haben. Die Differenz erklärte sich im Großteil durch doppelt eingescannte Flaschen und jetzt passt wieder alles und es kleben kleine Flaggensymbole am Regal und ich konnte die Aufgabe freudig als erledigt abhaken.

Außerdem zwei Paar Schuhe zur Altkleider gebracht und noch mal fünf Bücher aussortiert, die ich dann heute oder morgen oder so wegbringe. Das dritte Paar Schuhe möchte ich noch nicht wegbringen, weil ich so dran hänge, außerdem müsste man sie eh wegschmeißen, die sind schon so abgelaufen, dass andere Menschen davon bestimmt eine Fußfehlstellung bekommen. Ich hab ja Knicksenkfüße und laufe an den Innenseiten proportional viel ab und irgendwann fällt man dauernd um.


Mittlerweile wissen wir auch, dass der Hund kein Sommerhund ist, also wirklich nicht. Auf der Hundewiese schlabbert er locker zwei Liter Wasser weg und könnte auch noch mehr und gestern Abend war Gewitter und das fand er überhaupt wirklich gar nicht okay. Deswegen fiel auch die letzte Pipirunde aus, wir hofften einfach, dass er schon Bescheid sagen würde, wenn er doch noch dringend raus müsste. Jetzt liegt er im Flur, da wo vermutlich der kühlste Punkt der ganzen Wohnung ist und ich trau mich gar nicht, ihm zu sagen, dass es bestimmt noch wärmer wird.

Tagebuchbloggen, 01.06.2021

  • Bücher zum Bücherschrank gebracht
  • Diverse alte Nachrichten vom Anrufbeantworter gelöscht
  • Speicher der Fotokamera geleert
  • Eine Ladung Wäsche gemacht
  • Termin zum Restküchenaufbau verschoben, Lieferung verspätet sich, ich bat darum, trotzdem am 18. Juni vorbeizukommen, um die Schränke, die seit Oktober mein Arbeitszimmer blockieren, abzuholen
  • Kabel gesucht, nicht gefunden, sehr ungünstig, weil eines der wenigen Anschlüsse, von denen wir nicht eh diverse Kabel rumfliegen haben
  • Papier zur Papiertonne gebracht
  • Schuhregal aufgeräumt, dabei vier Paare aussortiert, von einem werde ich mich nur schlecht trennen können, aber sie sind leider durch, das kann man sich nicht mehr schönreden
  • Essen aus der Kochbox gekocht, es gab Hähnchenkeulen mit Bulgursalat, sehr zufrieden damit
  • Buch zu Ende gelesen („Miranda in Milan“ von Katherine Duckett)
  • Ukulele gespielt
  • Hund gestreichelt

Tagebuchbloggen, 31.05.2021

Der abendliche Besuch auf der Hundewiese wurde wegen Heimsuchung durch den Sparkassen-Blimp abgebrochen, denn der Hund fand dieses Ding äußerst suspekt, setzte sich in die hinterste Ecke der Wiese direkt an den Zaun und verweigerte die weitere Mitarbeit. Hund also an die Leine und nach Hause. Immerhin hatte er bis dahin schon mit einem anderen Hund gespielt und war zwei Mal dem Ball hinterhergejagt, das musste reichen.

Ansonsten viel Ukulele gespielt, neue Songs ausprobiert, ich glaube, als nächstes übe ich „Nothing Rhymed“ von Gilbert O‘Sullivan und „All That We Have is Now“ von Jesse Winchester.

Neues Hausangebot in einem Ortsteil von Lindlar entdeckt, Haus und Preis machen einen guten Eindruck, Lage hat einen Nachteil, dafür aber drei Vorteile, am ehesten wird es am Garten scheitern, der scheint mir nämlich sowohl zu klein als auch ungünstig geschnitten. Am Ende muss man immer alles vor Ort sehen. Dem Makler des tollen Hauses in Overath schrieb ich am Wochenende eine Mail mit unseren Überlegungen (wir müssten mindestens noch einmal in den Garten), bisher keine Rückmeldung, ich richte mich mental darauf ein, dass er einfach schon Käufer gefunden hat, das würde weitere Überlegungen immerhin angenehm abkürzen.