Meine Lieblingstweets sind hier, der Rest folgt wie gewohnt.
Familienbetrieb Teil 1, Teil 2 und Teil 3

Ma vie est faite de morceaux qui ne se joignent pas.
Nobody: What’s your favorite paradox?
Me: If you ask Rick Astley for his copy of the movie UP, he cannot give it to you as he will never give you up. However, in doing so, he lets you down. Thus creating the Astley Paradox.
— Alenora (@spunkyturnip) June 28, 2020
Ich hab’ heute einer absoluten Computeranalphabetin via WhatsApp Anweisungen gegeben, wie sie ihr WLAN einrichtet und ihren Mailaccount anlegt und fühle mich wie der Typ im Tower, der den Passagier runterquatscht, der die Boeing landen muss weil der Käpt’n das Fischgericht hatte.
— Kiki (@e13Kiki) July 7, 2020
Es ist kein Geheimnis, es geht dich nur einfach nichts an.
— Emelli Pfannkuchen (@melli_meter) June 14, 2020
Erkläre einer Wespe sehr ruhig sie kann gerne aufhörn mit der Hektik und einfach entspannt den Rest meiner Fächerkartoffel aufessen aber nein, sie hat sich ja so mühevoll reingesteigert und macht hektisch weiter notfalls auch ohne echten Feind. Wie son Nazi.
— alles b. (@alles_b) July 13, 2020
Norddeutsche immer so „Bei gutem Wetter ist es hier echt schön“, aber das sagt sich leicht, da es keiner überprüfen kann.
— Julia Bähr (@ComeOnBaehr) July 14, 2020
Ich bin ein trauriger Kloß aus Müdigkeit, Erschöpfung und Jurassic Park Hot Takes.
— Heike Lindhold (@Symposiarchin) July 20, 2020
Töchter sagen beim Gehen "Tschüsseldorf" und "Bundesgartenciao", aber die sind volljährig, und ich finde, irgendwann endet die elterliche Verantwortung.
— oligarchennichte🏳️🌈 (@innere_simone) July 26, 2020
Ich war kurz davor, mir einen Tintin-Duschvorhang zu kaufen. Habs gelassen, dafür aber die komplette Willenskraft des Restjahres aufgebraucht.
— Stefan Möller (@hedoniker) July 28, 2020
Der Eiswagen, der einmal pro Woche auf dem Firmengelände vorfährt, ersetzt bei uns die Brandschutzübungen. Alle Mitarbeiter verlassen geordnet das Gebäude.
— TheRealTomate (@Mozzirella_) July 28, 2020
boss: you’re late
me: i saw a dog
boss: that’s what you said yesterday
me: he lives in my house
— james (@heybuddy_comic) July 29, 2020
Warum finden Leute es so schlimm wenn man Äpfel und Birnen vergleicht die sind ja wohl schon sehr ähnlich
— Fabienne Hurst (@FabienneHurst) July 30, 2020
ich weigere mich nach wie vor beim bäcker vor 500 leuten in der schlange zu sagen, dass ich einen frechen fitnessknacker oder einen wuppi haben möchte, da esse ich lieber gar nichts ihr bastarde
— frau amthor (@machdichraushia) July 29, 2020
Es ist einigermaßen irre, dass schon Ende Juli ist. Seit Mitte März war ich exakt einmal im Büro. Aktuell dürfen 30 Prozent der Mitarbeiter vor Ort in Köln sein, mich treibt aber tatsächlich relativ wenig dahin, ich säße dann auch nur alleine im Büro, eben weil ja nur 30 Prozent zurück dürfen und es gibt quasi nichts, was ich im Büro könnte, was ich zu Hause am Wohnzimmertisch nicht auch kann.
Gestern eskalierte ich dann abends ein bisschen beim Shoppen, das hatte aber Gründe, nämlich genauer gesagt eine anstehende Geburt und einen anstehenden Geburtstag. Für das Patenkind kaufte ich das unfassbar tolle „Alle Welt“ von Aleksandra Mizielinska und Daniel Mizielinski [Amazon-Werbelink], ein Landkartenbuch mit ganz vielen Bildern zu den jeweiligen Ländern, berühmte Personen, Sehenswürdigkeiten, landestypisches Essen und heimische Tiere. Zu Hause bestellte ich es gleich noch mal, entweder für uns oder für den Großcousinengeburtstag, mal sehen, es scheint mir ein exzellentes Geschenk für eigentlich fast jedes Alter zu sein.
Dann nahm ich noch spontan ein Südafrika-Kochbuch (nämlich dieses hier) mit und eben ein Sachbuch über Hunde, weil ja bald ein Hund hier einzieht. Offiziell sind wir Pflegestelle, es glaubt aber anscheinend mittlerweile exakt niemand mehr, dass wir den Hund wieder abgeben, obwohl er ja noch gar nicht hier ist und wir – weil es ja nur als Pflegestelle gedacht war – exakt 30 Sekunden mit dem Aussuchen des Hundes verbracht haben. Vielmehr erklärte ich der Frau von der Tierschutzorganisation grob, wie unsere Rahmenbedingungen sind, damit sie einen passenden Hund aussuchen konnte und dann sah der erste Vorschlag schon gut aus und wir sagten, ja, okay, das passt. Genau genommen schickte sie drei oder vier Vorschläge, ich zeigte meinem Mann den ersten und als ich dann die anderen durchscrollte, fragte er nur, was jetzt mit dem ersten sei, der sähe doch gut aus.
Es zieht also demnächst für kurz oder lang ein Hund bei uns ein und wir haben keine Ahnung, worauf wir uns da eingelassen haben. Wobei, wir haben natürlich schon eine Ahnung, weil uns auch bei der Vorkontrolle sehr ausführlich erzählt wurde, worauf wir uns einlassen. In der Theorie wissen wir also super Bescheid, sogar über unterschiedliche Konsistenzen von Kot wurde referiert und wir haben uns alles gemerkt und sogar Notizen gemacht. Wie das aber in der Praxis aussieht, das scheint uns alles noch sehr unvorstellbar.
Um schon mal reinzukommen, üben wir einfach, in dem wir mit einem unsichtbaren Hund reden, der den gleichen Namen und in etwa die gleiche Größe hat wie der Pflegehund. Man muss sich das so vorstellen, dass in diesem Haushalt jetzt gelegentlich Sätze fallen wie „Hundi, geh da weg!“ oder „Hundi, nein! Das ist mein Essen, du kriegst gleich auch was.“ oder „Hundi, komm her!“ begleitet mit einem auffordernden Klopfen auf das Sofakissen (selbstverständlich darf der Hund aufs Sofa, wir sind doch keine Unmenschen, mal abgesehen davon, dass einer der wesentlichen Vorteile eines Hundes ist, dass er als flauschiges Wärmekissen einen großen Beitrag zum Liegekomfort beitragen kann).
Das sind soweit die Neuigkeiten aus dieser Ecke der Pandemie. Stay tuned und noch 9 Tage bis Hundi.
Ob es hier demnächst auch mal wieder so richtige Qualitätsbeiträge geben wird? WHO KNOWS? Bis dahin reichen hoffentlich Qualitätstweets wie die folgenden.
Zur Angleichung von Home-Office und Home-School möchte ich vorschlagen, dass auch ArbeitnehmerInnen von der Firma einfach am Montag einen Stapel Arbeitsblätter erhalten, die sie bis Freitag ausfüllen und abgeben müssen. Mit Zusatz- und Sternchenaufgaben für Strebsame.
— Max.Buddenbohm (@Buddenbohm) June 2, 2020
Meine Mutter hat ein Level von "don't care" erreicht, da träumt ihr alle von! pic.twitter.com/LSi7Kmo3NE
— Jenka (@unzuverleslie) June 3, 2020
Das sechsjährige Kind streitet sich gerade mit Google Assistant darüber, ob Einhörner existieren. Etwas unerwartet: Das Kind behauptet, Einhörner gebe es nicht, Google hält trotzig dagegen.
— Markus Tschannen (@souslik) June 4, 2020
Mein größter Fehlkauf ist der Terminplaner für 2020.
— Lena (@wellenart) June 7, 2020
I'm at the dismantling the toaster to see where the toast comes from stage of the lockdown. It's fine..
— Scott McCafferty (@RevMcCafferty) June 7, 2020
This is all Mother Nature’s punishment for not copying and pasting your Facebook friend’s status to see who actually reads it
— Craig Deeley 🇪🇺🏳️🌈 (@craiguito) June 7, 2020
"Willst du was trinken?"
"Was steht zur Auswahl?"
"Ja und nein"
— Anne H.🏳️🌈 (@BarAnna5) June 9, 2020
alle sagen erwachsen sein ist voll geil und dann googelst du um halb 11 abends „fehler f7 bauknecht spülmaschine“
— Fabian (@galantgarant) June 8, 2020
Birkin-Bag, Normalverdiener-Edition pic.twitter.com/QtThmOudHA
— Peter Breuer (@peterbreuer) June 12, 2020
When lockdown started I was anxious, lonely, tired and stressed. Now I’m also good at darts.
— Laura (@fairycakes) June 14, 2020
„Sie haben da mehrere Lücken im Lebenslauf!?“
„Da habe ich immer die hintere Herdplatte angemacht und darauf gewartet, dass der Topf auf der vorderen warm wird.“— Gebbi Gibson (@GebbiGibson) June 14, 2020
"Ich finde Home-School eigentlich ganz chillig, weißt du."
"ICH NICHT! ICH NICHT!"
"Papa, jetzt beruhig dich erst einmal."— Max.Buddenbohm (@Buddenbohm) June 17, 2020
Wenn jemand wissen möchte, was Realitätsferne ist, zeige ich die Zweierpackung Hanuta, in der jedes Exemplar noch mal einzeln abgepackt ist.
— Pe (@gebenedeite) June 17, 2020
»Man sollte alle sechs Seiten der Medaille betrachten.«
»Das ist ein Würfel.«
»Das kann man so oder so oder so oder so oder so oder so sehen.«— Maori (@Maori) June 17, 2020
schlimmster moment bisher im studium als ich bemerkt hab bei geisteswissenschaften gehts so null um geister
— Lena blauer Haken (@leanindersprite) June 18, 2020
Pistazien sind Erdnüsse mit Kindersicherung.
— Der Sitzung (@realangermouth) June 21, 2020
Back in the day, people would complain about how annoying furbies were but the truth is: they were a bargain. What else can you buy for $30 that is definitely haunted?
— Roxi Horror 💀🌸 (@roxiqt) June 23, 2020
Zeitreisender, der aus dem Jahr 1960 zu uns kam: „Jaja, Epidemie, Internet, Smartphones, alles krass, aber ich muss NOCHMAL fragen: Eine Kugel Eis kostet WAS!?“
— Gebbi Gibson (@GebbiGibson) June 23, 2020
british cooking shows: tell us about this wee tart youve made, the crust is just lovely
american cooking shows: we’ve replaced your knives with philips head screwdrivers & released raccoons in the kitchen. the clock is set for 30 seconds, please bake us peace in the middle east
— soul nate (@MNateShyamalan) June 24, 2020
das Fühl wenn der Zeichner nur mal kurz weg musste und jetzt wartest du seit 1850 auf deine Nuss pic.twitter.com/zHPC9sa4gS
— Kathrin Passig (@kathrinpassig) June 26, 2020
Wie war eigentlich deine letzte Customer Journey durch den Sales Funnel und welcher Lead Magnet hat dich überzeugt?
— (っ◔◡◔)っ 🐈 G I L L Y 🐈 (@GillyBerlin) June 17, 2020
Interviews sind nur Podcast, bei denen sich wenigstens einer für den anderen interessiert
— E L H O T Z O (@elhotzo) June 30, 2020
Marriage is reminding each other to call someone back.
— Dan Regan (@Social_Mime) June 30, 2020
Mein Körper ist kein Tempel, er ist ein niederösterreichisches Wirtshaus wo das einzig vegetarische Gericht auf der Speisekarte ein Backhendlsalat ist.
— Die Liser (@Die_Liser) June 7, 2020
So langsam wird das auch mit den Lieblingstweets wieder. Wir leben wahrlich in seltsamen Zeiten.
Das Angebot „halb & halb“, bei dem man eine Pizza mit zwei unterschiedlichen Hälften bestellen kann, hat Beziehungen obsolet gemacht.
— Gebbi Gibson (@GebbiGibson) May 2, 2020
Die einzige Dreiecksbeziehung, die ich gern eingehen würde, wäre eine mit Butter und Salz.
— Julia Bähr (@ComeOnBaehr) May 4, 2020
Imagine if we all tweeted like politicians. Good to meet with my three year-old today to discuss laying the foundations for successful broccoli consumption.
— Michael Spicer (@MrMichaelSpicer) May 1, 2020
I watched Jamie Oliver's cooking show.
"Guys, this is a great dish to make with ingredients from your cupboard.
Pour some coconut oil into a gold top hat, bosh in some risotto rice, add a tsp of grated unicorn horn, 200g of lemming meat, a wizard's shoe & garnish with gold leaf"— joe heenan (@joeheenan) May 4, 2020
Die Herzdame: "Warum hast du eine Gurke eingepackt?"
Ich: "Damit wir eine Gurke dabei haben."
Die Herzdame: "Okay."(Was redet man eigentlich den ganzen Tag.)
— Max.Buddenbohm (@Buddenbohm) May 17, 2020
”SHUT THE FUCK UP AND START PRACTICING SOCIAL DISTANCING!”
I yell at the birds outside my window, I'm fine. I said I’M FINE!
— ☠Êv¡£☠Genius☠ (@That_Damn_Duck) May 15, 2020
Erster Erfolg! Hydroxychloroquin äußerst wirksam bei Scrabble.
— Peter Wittkamp (@diktator) May 19, 2020
netflix is great because there's films and tv to watch but also carefully navigating the website to prevent anything autoplaying is like a free bonus escape room
— joe (@mutablejoe) May 20, 2020
this quarantine has turned us all into a jane austen novel here I am out here looking forward to my daily brisk walk
— Dana Schwartz (@DanaSchwartzzz) May 19, 2020
Kann es sein, dass Teenager einfach erst mal ein paar Jahre rumliegen müssen?
So zum Reifen. Wie Käse. Oder Wein.— Frau Blau (@Frau_macht_blau) May 24, 2020
mein freund hat gefragt, ob meine katze mittlerweile nicht auch seine katze sei und jedenfalls hat die berliner enteignungsdebatte jetzt hier ganz neue dimensionen angenommen.
— katja berlin (@katjaberlin) May 24, 2020
die philosophen haben den cringe nur verschieden interpretiert es kommt aber darauf an ihn zu verändern
— yung frollein (@materialistgrl) May 24, 2020
Idee: Grundsätzlich immer, wenn mir jemand auch nur ein bisschen blöd kommt, mit Matthäuspassion-Rezitativ replizieren: "Solltest du dem Hohenpriester also antWORTEN!". Halt bisschen umständlich, Cembalo überallhin mitzunehmen.
— Christian Möller (@moelllller) May 25, 2020
murderer: you can run, but you can't hide
me: lmao you think i can run?
— elle (@ellewasamistake) May 26, 2020
Habe mich an meinem Schlafguttee verbrannt. Bin jetzt wütend und wach.
— FiniFiniFini (@frau_fini) May 26, 2020
Meine Schwester hat seit wenigen Wochen einen Heteluchtoven und seitdem versuche ich, alle ihre Probleme mit dem beruhigenden Hinweis "Hauptsache hetelucht" zu lösen, es klappt manchmal, aber nicht oft genug
— Esther Seyffarth (@ojahnn) May 27, 2020
Niemand ist nervöser als Schwiegereltern, wenn man am Grill steht.
— Christian Huber (@Pokerbeats) May 29, 2020
Wenn das Beste zum Schluss kommt, wart ich halt noch ein bisschen.
— Clara Fall (@Hanni_Hapunkt) May 14, 2020
Man denkt ja, in so Selbstisolationszeiten wäre das mit dem Urlaub noch mal ereignisloser. Jetzt ist es aber so, dass man ja sehr viel Zeit hat und auf einmal sehr viele Ideen, was man machen könnte. Folgendes ist in diesem Urlaub passiert:
Ich brauche jetzt also eigentlich Urlaub vom Urlaub, denn es war wirklich sehr anstrengend, und es hört ja noch gar nicht auf, weil das Küchenthema natürlich noch nicht durch ist, wir den ganzen Balkonmüll wegbringen müssen, der Südbalkon jetzt auch noch mit Kunstrasen belegt werden soll und ja auch die Balkonmöbelsituation noch nicht abschließend geklärt ist. Auf der anderen Seite: Da die Chancen auf Sommerurlaub mit richtig Wegfahren zunehmend sinken, kann man es sich jetzt wenigstens zu Hause schön machen.
Ich dachte, ich hätte mehr Lieblingstweets gefunden, aber jetzt müsst ihr mit dieser schwachsen Ausbeute leben.
Hey everyone. This is Willis. Bens wife. I regret to have to inform you. But this morning at 9am, Ben, like so many others, made a sourdough starter.
— Cap'n Ben Homewood (@capnbobfrapples) April 2, 2020
2020 Untergang der Stockfotobranche, nachdem jemand eine App erfunden hatte, die auf einem Tischhintergrund beliebige Wörter aus Scrabblesteinen legt.
— giardino (@giardino) April 4, 2020
Komplett mystisch dass man in Österreich zur "Pizza" auch "Pizza" sagt und nicht "Schlagerlwatschn mit Tomaterlhupfn und Kas" oder sowas
— Noggi (@neurosengarten) March 30, 2020
– Frau N., was war für Sie denn während der Corona-Krise der schwierigste Moment mit Ihren Lieben?
– ALS HERR N IRGENDEINE KOMISCHE SCHLAGERSENDUNG SEHR LAUT EINSCHALTETE UND DANN FÜR EINE HALBE STUNDE VERSCHWAND UND ICH DIE FERNBEDIENUNG NICHT FINDEN KONNTE!!1— Direktorin Novemberregen (@novemberregen) April 9, 2020
Meine größte Motivation rauszugehen ist die Hoffnung auf Hefe.
— Heiko Bielinski (@heibie) April 18, 2020
Ist euch aufgefallen, wie Zeit aufgehört hat, zu funktionieren? Zum Beispiel haben die letzten 45 Minuten 3 Stunden gedauert. Und 2019 ist etwa fünf Jahre her.
— Marina Weisband (@Afelia) April 21, 2020
Habt ihr schon Mal daran gedacht, das die Regierung nur deshalb nicht will das wir raus gehen, weil sie uns mit einem riesigen Wasserrutschenpark überraschen will?
— Gammel (@Gammeltag) April 21, 2020
Skandinavien wäre cooler wenn die Römer da mal was hingebaut hätten, ich sag’s offen
— Quarantäne-Conoisseur (@pectusmann) April 24, 2020
Zó beleg je een boterham met hagelslag. pic.twitter.com/YrVUWgyLuX
— Casper Hulshof 👻 (@CasperHuls) April 25, 2020
Kurz nachdem das losging mit der Selbstisolation, legte ich mir auf nicht ganz subtiles Drängen diverser Leute aus dem Internet eine Nintendo Switch und das Spiel „Animal Crossing“ zu. Bei Animal Crossing lebt man auf einer Insel und kann den ganzen Tag fischen, Muscheln sammeln, an Bäumen schütteln, Blumen pflanzen und Insekten fangen. Das klingt erstmal sehr beschaulich, in Wahrheit ist man aber in die Fänge eines hochkapitalistischen Waschbären geraten und muss dauernd irgendwelche Kredite abbezahlen, nur weil man noch ein Zimmer mehr in seinem Häuschen haben wollte. Der Waschbär will zwar keine Zinsen, aber ich habe das dumpfe Gefühl, dass er hart an der Immobilienpreisschraube dreht und sich so irgendwo auf dem Land seine Villa mit drei Pools finanziert.
Wie auch immer, der Waschbär hat sich relativ schnell eine Assistentin namens Melinda angeschafft, die – KEIN SCHEISS – 24/7 vermutlich für einen Hungerlohn in seinem Büro schuftet, denn während der Inselladen, der vom Waschbärnachwuchs Nepp und Schlepp geführt wird, immerhin nur von 8 bis 22 Uhr auf hat, ist das Rathausbüro zu jeder Tag- und Nachtzeit geöffnet. Soll aber nicht mein Problem sein, ich habe ganz andere Probleme.
Bei Melinda nämlich kann man erfahren, wie die Insel so bewertet wird. Meine Insel hat jetzt schon sehr lange 3 von 5 Sternen, was ich ehrlich gesagt für eine Unverschämtheit halte, schließlich rupfe ich jeden Tag Unkraut und pflanze bunte Blumen wie eine Irre. Deko fehlt, sagt Melinda, ich solle einfach ÜBERALL irgendwelche Dekorationsdinge hinstellen, dann würde die Insel schon abgehen und die schönste im ganzen Land oder vielmehr im ganzen Ozean sein.
Nun das Problem: ICH WILL NICHT DEKORIEREN! Ich bin doch nicht auf eine verfickte einsame Insel gezogen, um jetzt an jeder Ecke irgendeinen Dekoscheiß aufzustellen! WOSIMMADENNHIER!?! Während ich auf anderen Inseln schon gut getrennte Natur- und Wohnbereiche gesehen habe, fälle ich Bäume nur, wenn sie wirklich im Weg sind oder weil ich aus Versehen drei Mal hintereinander beim Holzfällen mit der Axt dagegen geschlagen habe. Ich will dieses schöne Fleckchen Natur nicht mit Dekoration zumüllen. DAS IST DOCH SCHÖN SO!
Das erinnert mich ein bisschen an das Assessment Center, dass ich für meine Ausbildung 2002 gemacht habe. Als erstes stand ein standardisierter Test an, bei dem logisches Denken, Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnis und anderer Kram abgefragt wurde. Insgesamt eine einfache Übung für jemanden, der Matheaufgaben eher entspannend findet und manchmal das Logikrätselheft von P.M. kauft. Bis der Kreativitätsteil kam.
Nun halte ich mich eigentlich auch für recht kreativ, ich meine, ich schreibe gerne Dinge, kann mir selber Lieder ausdenken und zumindest ein bisschen malen kann ich auch, what could possibly go wrong. Die Aufgabe war, auf einem DIN-A4-Blatt mit ungefähr 24 Kästchen oder so in jedes Kästchen etwas zu malen, so viel wie möglich in so und so viel Minuten. Jetzt scheint mir Kreativität unter Zeitdruck ein zumindest hinterfragbares Konzept zu sein, aber das ist eine andere Sache.
Als ich die Kästchen also so vor mir sah, dachte ich „Ein Hochhaus!“ Die Kästchen waren eindeutig Fenster eines Hochhauses und ich begann, Blümchen und Gardinen und Menschen, die aus Fenstern guckten, zu zeichnen. Ein sehr schönes Konzept, wie ich fand, schlüssig und charmant. Natürlich auch etwas schwierig, man muss ja Abwechslung reinbringen, gleichzeitig muss es aber zum Gesamtbild passen. Long story short, ich kam nicht so weit mit meinen Kästchen, weil ich erstens sehr ordentliche Jalousien gezeichnet habe und zweitens ja auch sehr viel überlegen musste.
Wie auch immer, ich schnitt in allen Bereichen ziemlich gut aber, nur nicht im Kreativitätsteil. Wahrscheinlich hatte ich einfach zu wenig Kästchen gefüllt. Ein Kollege, der sich selber weder Zeichentalent noch Kreativität bescheinigte, hatte die Höchstpunktzahl, weil er „einfach in jedes Kästchen schnell irgendwas gemalt“ hatte.
Ich hab die Ausbildungsstelle trotzdem bekommen und irgendwie werde ich auch irgendwann 5 Sterne für meine Insel bekommen OHNE ÜBERALL DEKOSCHEISS HINGESTELLT ZU HABEN! Es wird nur etwas länger dauern.
Eigentlich wäre ja genug Zeit, um endlich mal wieder ordentlich zu bloggen, könnte man denken. Stimmt auch. Auf der anderen Seite arbeite ich nach wie vor jeden Tag acht Stunden oder mehr, wenn es denn anfällt, weil man ja eh zu Hause sitzt und ach ja, was soll’s?
Außerdem bin ich mit Aufräumen beschäftigt, die Wohnung ist super ordentlich, ich habe jetzt schon zwei Stapel Bücher zum Bücherschrank gebracht, wir haben es irgendwie geschafft noch Anfang März einen Küchenschrank bei IKEA zu bestellen, der dann auch tatsächlich noch geliefert wurde. Nun stellte sich zwar heraus, dass wir die Tür nicht anbringen können, weil nun ja, da eine Ecke von der Stufe zur Terrasse überraschend überstand und es auch keine Möglichkeit mehr gab, den Schrank noch etwas mehr nach links zu rücken und jetzt ist es halt ein Regal, aber immerhin ein Regal, in das man sehr viel Zeug stellen kann, was vorher in andere Schränke gestopft war und das ist schon deutlich besser so.
Es ist auch eine Zeit der sinnlosen, aber tollen Anschaffungen. Wir haben jetzt eine Switch, finnische Designervasen und seit heute eine Murmelbahn, was könnte man sich noch wünschen. Den Balkon kann man auch ein bisschen auf Vordermann bringen, indem man einfach regelmäßig beim Einkaufen noch ein bis drei Pflanzen mitnimmt, man muss dazu gar nicht ins Gartencenter, wobei ich schon sehr gerne ins Gartencenter fahren würde, das hat meines Wissens auch auf, aber wir gehen wirklich nur sehr selten raus und ein Teil von mir findet es sehr, sehr falsch jetzt ins Gartencenter zu fahren. Kann aber sein, dass der Teil, der sehr, sehr gerne noch mehr Pflanzenzeug hätte demnächst Oberhand gewinnt, ich warte hier noch ab, wie sich die Gemütslage so entwickelt.
Dafür stehen Schnittblumen in der Designervase, es ist unfassbar, wie so eine Wohnung auf einmal wirkt, als wüsste man, was man täte und hätte so sein Leben tatsächlich richtig im Griff, nur weil irgendwo Blumen rumstehen. Faszinierend. Man muss diesen ungewohnten Anblick an Erwachsenheit dann schnell ausgleichen, indem man auf dem Wohnzimmertisch die Murmelbahn aufbaut.

Man muss aber auch fair bleiben und sich regelmäßig erinnern, dass man zu den glücklichen Leuten gehört, die gerade keine Kinder haben, die nicht rausdürfen, die einen sicheren Job haben und mal ganz abgesehen davon auch eine grundsätzliche Disposition, der „zu Hause bleiben“ eher leicht fällt. Mein Arbeitsweg beträgt im Moment eine Minute im Vergleich zu den anderthalb Stunde (eine Strecke), die ich sonst brauche. Ich bekomme Quokkas geschickt und da meine Freunde sowieso fast alle im Internet wohnen, habe ich etwas länger gebraucht, um zu merken, dass irgendwas anders ist.
Jedenfalls ist das der aktuelle Stand. Bleiben Sie dran, eventuell wird ja demnächst auch wieder gebloggt.