Diese Woche im Fernsehen (11.10.2014 – 17.10.2014)

So. Ab jetzt im neuen Rhythmus von Samstag bis Freitag und hoffentlich dann auch wieder zuverlässiger.

Samstag, 11.10.2014

Das Spukschloss im Spessart (13:20 bis 15:00 auf Bayern)
Oder seid ihr etwas nicht alle in Lieselotte Pulver verliebt? Fände ich einigermaßen unvorstellbar.

Vertrag mit meinem Killer (20:15 bis 21:30 auf 3sat)
Kaurismäki wieder. Der frisch gekündigte Henri mag nicht mehr, aber alle Selbstmordversuche schlagen fehl. Da hilft nur ein Auftragskiller, aber dann kommt natürlich wieder alles anders und daraus wird dann eine Tragikomödie. Was sonst?

Calamity Jane – Cowgirl, Hure, Heldin (20:15 bis 21:35 auf arte)
Es gibt viel zu wenig Dokumentationen über Cowgirls. Es gibt wahrscheinlich auch viel zu wenig Cowgirls. arte ändert das jetzt.

Exit Through the Gift Shop (22:30 bis 23:55 auf arte)
Graffitisupermann Banksy dreht einen Film über einen Hobbyfilmer, der einen Film über Banksy drehen will. Und ich muss immer nachgucken, wie man Graffiti schreibt. (Nämlich so.)

Die drei ??? Live – Phonophobia (0:00 bis 2:05 auf RTL)
DA WAR ICH! Das war gut. Vermutlich war ich sogar genau da an dem Tag, das wurde jedenfalls gemunkelt.

Sonntag, 12.10.2014

Tatort: Im Schmerz geboren (20:15 bis 21:45 im Ersten)
Ja ja, Tatort, ich weiß. Wollt ihr nicht gucken oder guckt ihr sowieso. Aber diesen hier mit Ulrich Tukur kündigt die Fernsehzeitung mit den Namen Tarantino und Truffaut an, deswegen dachte ich, ich erwähne es doch mal. Ob der Vergleich passt, werden wir ja feststellen, gemeinsam auf Twitter,

Vorhang auf! (20:15 bis 22:00 auf arte)
Letzte Woche noch im Regen rumtanzen, jetzt als alternder Bühnenstar auf unserer Showbühne. Jedenfalls kommt Fred Astaire in diesem Musical zurück nach New York und will es dort noch mal auf diesen berühmten Brettern wagen.

Lac (22:55 bis 0:30 auf arte)
Schon wieder Tanzen. Diesmal ein Klassiker, der Schwanensee nämlich. Hab ich ja auch noch nie gesehen, auf arte gibt’s eine angeblich recht radikale Inszenierung von Jean-Christophe Maillot.

Die Fliege (23:45 bis 1:15 im NDR)
Auch so ein Film, den ich zwar sehr gut und empfehlenswert finde, den ich aber nicht zwingend ein zweites Mal gucken muss. Schon allein, wenn ich an die Szene mit dem… ach lasst mich, ich muss mich jetzt mit Flausch ablenken. Außerdem Jeff Goldblum halt. Lohnt sich, aber nichts für schwache Nerven.

The Great White Silence (1:20 bis 3:00 auf Servus TV)
Viel tiefer kann man Sendungen ja nicht im Programm verstecken. Warum es oft solche Kleinode trifft, man weiß es nicht. Bei diesem Film aus dem Jahr 1924 handelt es sich um Originalaufnahmen des Kameramanns Herbert G. Pointing, der 1910/11 die Südpolexpedition von Scott begleitete. Die Fernsehzeitung beklagt „zu viele Pinguine“. Das ist natürlich Unsinn, zu viele Pinguine kann es ja überhaupt nicht geben.

Montag, 13.10.2014

Limonaden-Joe (21:50 bis 23:30 auf arte)
Es ist eine tschechische Westernmusical-Parodie aus den Sechzigern. Ich weiß gar nicht, wo man da anfangen soll. Die Charakter heißen zum Beispiel Limonaden-Joe und Hogafoga und keine Ahnung, ob das gut ist, aber es klingt so abgefahren, dass es einem unmöglich unsympathisch sein kann.

Akte D (23:30 bis 0:15 im Ersten)
Es geht um die große verdrängte Vergangenheit, NS-Kriegsverbrecher, die ihre Taten bis zum bitteren Ende verteidigten und bestimmt noch mehr bittere Wahrheiten, über die man viel zu selten nachdenkt, weil man lieber nicht darüber nachdenken möchte.

Dienstag, 14.10.2014

Is‘ was, Doc? (20:15 bis 22:00 auf Servus TV)
Schon wieder so ein Film, den ich noch nie gesehen habe. Ryan O’Neal als Musikwissenschaftler, der es zuerst mit Barbra Streisand und dann noch mit Agenten und Juwelendieben zu tun bekommt. Hach.

Die neue Lust am Teilen (22:00 bis 0:00 auf arte)
Wir alle gegen den Kapitalismus. Tatsächlich finde ich so eine Sharing-Mentalität sehr sympathisch und sinnvoll. Immer nur neu kaufen und dann wegschmeißen kann es ja nicht sein. Wie weit man das Spiel treiben kann, müssen wir dann wohl selber rausfinden.

Irdische Paradiese (0:00 bis 1:15 auf NDR)
Hallo! HALLO-HO! Eine finnische Doku über finnische Kleingärtner. Versteckt im Abendprogramm. Gut, dass ihr mich habt, sonst hätte man das glatt verpasst.

Mittwoch, 15.10.2014

Precious – Das Leben ist kostbar (20:15 bis 22:00 auf arte)
Sozialdrama über eine schwarze, übergewichtige  Teenagerin im Harlem der Achtziger. Das verspricht Drama (im besten Sinne), Tristesse, aber natürlich auch ein bisschen Hoffnung. Wahrscheinlich wieder sowas, wo ich weinen muss.

Europa und seine Schriftsteller (22:00 bis 22:55 auf arte)
Im ersten Teil dieser Reihe erzählen vier Schriftsteller über das Leben und Arbeiten in Deutschland. Dabei sind: Wladimir Kaminer, Emine Sevgi Özdamar, Bernhard Schlink und Christoph Hein. In den folgenden Wochen geht es dann nach Griechenland und die Türkei.

Donnerstag, 16.10.2014

Nur Porno im Kopf (20:15 bis 21:00 auf 3sat)
Britische Dokumentation über die Auswirkungen von Sexvideos auf die Teenager von heute. Denn tatsächlich war es ja vermutlich wirklich nie so einfach, an Pornographie zu kommen wie heute. Dem Internet sei Dank! (Oder eben auch nicht.)

Happy-go-lucky: Gute Laune ist ansteckend (23:45 bis 1:40 auf SWR)
Ich war ja schon in das Filmplakat mit der lachenden Sally Hawkins verliebt und dann habe ich mich nie getraut, diesen Film zu gucken, aus Angst, dass es irgendwann traurig werden könnte. Die Londonerin Poppy lässt sich jedenfalls nicht unterkriegen und begegnet dem tristen Alltag mit guter Laune.

Freitag, 17.10.2014

The Dark Knight (20:15 bis 23:15 auf PRO 7)
Ja nu. Es ist halt „The Dark Knight“, den ich im Kino wirklich ausgezeichnet fand. Heath Ledger ist so großartig, die Atmosphäre wunderbar düster und überhaupt. Kann man gut gucken.

Zurück in die Zukunft (20:15 bis 22:35 auf RTL II)
Hatte ich irgendwann schon mal erwähnt, dass es Filme gibt, die ich immer empfehle, egal wann und auf welchem Sender sie kommen, oder? ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT! DELOREAN! DIE UHR! AAAAAAAAH!

Fanny und Alexandre (22:15 bis 1:30 auf Servus TV)
Ich habe meine cineastische Phase ja so zwischen 16 und 20 gehabt, da hab ich alles durcheinander geguckt, nur bis zu Ingmar Bergmann bin ich nie gekommen. Wahrscheinlich hab ich was verpasst, aber das kann man ja nachholen. Heute zum Beispiel.

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2 Antworten auf „Diese Woche im Fernsehen (11.10.2014 – 17.10.2014)“

  1. Happy-go-Lucky: Einer von zwei Filmen in meinem Leben überhaupt, für die ich das Kino noch vor dem Ende verlassen habe.
    BTW: Ich würde Deine TV-Tips schmerzlich vermissen, wenn Du sie mal abschaffen würdest.

  2. Wie nennt man diesen Neid, wenn andere Leute Lieblingsfilme noch nicht gesehen haben und ergo nun zum ersten Mal sehen können? („Is‘ was, Doc?“ zum Beispiel.)

    Und überhaupt wieder: sehr schöne Auswahl!

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