Anneliese, 7.12.2018

Niemand weiß mehr genau, wer wann von wem gehört hatte, dass sich ein Besuch bei Anneliese in Heisingen lohnt, jedenfalls reservierten wir für ein Dankeschön-Essen für Freunde kurzerhand einen Tisch und wurden nicht enttäuscht. Vier Gänge für einen sehr fairen Preise, es gab eine tolle Jakobsmuschel, ein sensationelles Onsen-Ei, sehr gute Entenbrust und ein überzeugendes Schokoladenmousse. Auch die Weinbegleitung war gelungen, wir kommen gerne wieder.

Sekt

Anneliese, Essen-Heisingen, 7.12.2018

Geflügelpraline auf Persimmoncreme mit Zitronengras-Eistee

Rinderbrustsülze mit Lachsrogen

Jakobsmuschel mit Kürbis, Kaffeöl und Schnittlauch 

Onsenei mit Trüffel

Entenbrust mit Kartoffel-Ingwer-Schaum, Rotkohlcreme und mit Single-Malt-Whisky geräuchertem Apfel

Valrhona-Schokoladenmousse mit Mangosorbet, Avocadocreme und Timut-Pfeffer

Schokoladentrüffel zum Espresso

Tagebuchbloggen, 6.12.2018

Wenn viel passiert, dann hätte man eigentlich viel zu erzählen, aber auf der anderen Seite keine Zeit, es zu erzählen und wenn man dann wieder Zeit hat, dann wird irgendwer krank oder auf der Arbeit drehen alle durch und dann hätte man Zeit, will aber lieber was lesen oder, die neue Sucht im Hause Schüßler, beliebige Folgen von Bares für Rares gucken, die Sendung, in der irgendwelche Leute vermeintlich (und meistens auch tatsächlich) alten Kram nach Pulheim schleppen, um ihn dann meistbietend zu verkaufen. So langsam sind wir an dem Punkt angekommen, die Sendung laienfachlich zu kommentieren. „Nie im Leben bekommt der das für den Preis verkauft“, wenn der Verkäufer absurde Vorstellungen hat. „Porzellan ist schwierig!“ „Da haste ja immerhin den Goldwert.“

Es ist ein großer Spaß.

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Ende November waren wir ja noch in Konstanz auf dem achtzigsten Geburtstag meines Schwiegervaters. Eigentlich waren wie erst in Sinsheim, dann in Konstanz, haben sehr lange gefeiert, sind dann durch den Schwarzwald nach Haguenau ins Elsass gefahren, haben da einen sehr schönen Abend verbracht und sind dann über Boppard (Mittagessen) und Köln (Music Store-Besuch) wieder nach Hause. Wir sind Freitagnachmittag los und waren Montagabend wieder zu Hause, haben aber in drei Tagen so viel gemacht, dass es sich nach deutlich mehr angefühlt hatte.

Haguenau übrigens sehr zu empfehlen. Die Elsässer drehen ein bisschen auf, wenn es um Weihnachten geht, Haguenau hat im Dezember etwa 35.000 Einwohner (Wikipedia) und etwa 35.000.000 LEDs (grobe Schätzung meinerseits). Gegessen haben wir im Le Jardin.

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Wo wir gerade bei Essen sind, ich habe interessante kulinarische Optionen in den Niederlanden recherchiert, weil das ja für uns auch nicht zwingend weiter ist als interessante kulinarische Optionen in Deutschland und den Vorteil hat, dass die Leute da die amüsantere Sprache sprechen und man außerdem bei Albert Heijn einkaufen kann. Jedenfalls wollte ich zunächst aus diversen Gründen Amsterdam aussparen, um mich nicht unglücklich zu machen.

Die diversen Gründe sind das Anreiseproblem und das Unterbringungsproblem, entweder man reist mit dem Auto an, dann wird es entweder sehr teuer oder man lässt das Auto sehr weit außerhalb stehen und fährt mit der Bahn in die Stadt. Oder man fährt direkt mit der Bahn, dann wird es aber auch teuer oder man muss sich frühzeitig auf Reisedaten festlegen. Dann braucht man noch ein Zimmer zum Übernachten, da sieht es ähnlich aus, denn entweder es wird teuer oder sehr eng oder beides oder man wohnt irgendwo außerhalb. Ich habe übrigens auch Parkhäuser und Park & Ride geprüft und die sind leider mitnichten alle für Autos höher als 1,90 m zugelassen, da muss man also auch erstmal recherchieren.

Es hat sich aber jetzt aber weitestgehend erledigt, denn ich habe einen Campingplatz gefunden, der erstens sehr schön liegt, zweitens gar nicht so teuer ist und drittens nur sechs Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Ich nehme trotzdem gerne Reisetipps für Amsterdam entgegen. Restauranttipps brauche ich eigentlich nicht, die Liste ist schon so voll, dass wir für mehrere lange Wochenenden Inspiration haben.

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Außerdem hatte mein Vater dann auch noch Geburtstag, die Feier bestand allerdings darin, dass wir zu viert in Leverkusen zu Abend aßen, das war auch schön und weniger aufwändig.

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Die Lesehighlights der letzten Wochen:

The Biggerers von Amy Lilwall [Amazon-Werbelink], eine Zukunftsvision, in der sich Menschen statt Haustiere kleine Menschen halten, die nicht sprechen können und laut Herstellerangaben auch sonst wenig Bedürfnisse haben. Als kleine unschuldige Minimenschen sollen sie den Leuten die Liebe zurückgeben, die sie im Alltag vermissen. Bonbon und Jinx sind solche Littlers und verbringen ihre Zeit damit, Fäden und Steinchen zu sammeln, bis sie merken, dass sie gar nicht so viel von ihren großen Besitzern unterscheidet. Man braucht ein bisschen, um sich in die Sprache reinzulesen und die Welt der kleinen und großen Leute zu verstehen, dann ist diese Buch aber ein sehr lohnendes Erlebnis.

The Girl from Everywhere von Heidi Heilig
 [Amazon-Werbelink]
, eine Zeitreise-Piraten-Geschichte, die hauptsächlich in (auf?) Hawaii spielt und in die ich anfangs sehr schlecht reingekommen bin, die aber dann so nach fünfzig Seiten sehr an Fahrt gewinnt und dann richtig gut wird. Letztlich ist es YA-Fantasy, aber so schön und fantasievoll, dass ich mir sogar eine Film- oder Serienadaption wünschen würde, einfach nur, weil die Schauplätze so toll  und die Figuren so gut ausgearbeitet sind. 

Weihnachten auf der Lindwurmfeste von Walter Moers [Amazon-Werbelink], das neue, sehr kurze Zamonienbuch. Dementsprechend war ich auch etwas unterwältigt, natürlich ist das nach wie vor guter Moers-Stil, aber de facto gibt es keine Geschichte, nur sehr schöne Illustration und einen amüsanten Einblick in Hamoulimepp, das Weihnachten der zamonischen Lindwürmer. Keinesfalls schlecht, nein nein, aber ich erwarte den nächsten richtigen Zamonienroman mit deutlich mehr Spannung und Ungeduld.

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Die Herbstplaylist ist fertig und sehr schön. Ich arbeite gerade noch rückwirkend an einer Sommerplaylist und natürlich bereits an der nächsten. Ich habe sehr viel Zeit mit diesen Liedern verbracht, kann viele davon auf dem Klavier mitspielen und bin schon gespannt, wie sich die nächste Quartalsplaylist so anfühlen wird. Bislang eine sehr gute Idee von mir, man muss sich ja auch mal selber loben.

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Fünf Sorten Plätzchen gebacken, davon aber schon wieder gut die Hälfte verschenkt. Weihnachten wird.


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Le Jardin, Haguenau, 25.11.2018

Auf dem Rückweg vom Bodensee spontan im Elsass in Haguenau ein Hotelzimmer gemietet und abends im Le Jardin untergekommen. Eine schöne kleine Karte, ein wechselndes Drei-Gänge-Menü, tolle Weine und vor allem eine sehr persönliche Bedienung. Vater und Sohn stehen gemeinsam in der Küche, kamen beide auch am Tisch vorbei und der Sohn gab uns noch einige Tipps fürs Einkaufen am nächsten Morgen. So geht Kundenbindung, sag ich mal.

La Jardin, Haguenau, 25.11.2018

Erbsensuppe mit gebeiztem Lachs

Fischsuppe mit Croutons

Foie Gras mit Feigenchutney

Jakobsmuscheln auf Wildreisrisotto mit Schinken

Windbeutel mit Zitrusfrüchten

Gourmandises

Tagebuchbloggen, 21.11.2018 und davor

Am Wochenende war der zweite Ukulelenworkshop in der Stadtbibliothek Köln. Während bei der re:publica fast ausschließlich wirklich richtige Anfänger dabei waren, war es bei beiden Workshops in Köln eine etwas gemischtere Truppe, was einerseits schön ist, andererseits aber auch herausfordernd. Während man die einen nicht langweilen will, will man die anderen auch nicht abhängen. Ich mache dann meistens relativ schnell klar, dass ich eher Rücksicht auf die Anfänger nehme, weil nun mal Anfänger in der Beschreibung steht und wer schon mehr kann, der soll eben nicht zu einem Anfängerkurs gehen, so!

Am Samstag dann leider auch einen etwas disruptiven Teilnehmer dabei, der vom Kenntnisstand völlig fehl am Platz war und gerne eigene Geschichten erzählt hat. Sicherlich auch eine nette Person, im Kontext eines Workshops mit zwölf Teilnehmern aber keine leichte Übung. Immerhin haben das andere Teilnehmer auch so wahrgenommen, das erleichtert mich im Nachhinein etwas.

So fertig wie man dann nach anderthalb Stunden Erklären, Zeigen, Mutmachen, Vormachen, Nachgucken, Rumgehen, Aufpassen und Fragenbeantworten ist, fragt man sich schon, wie das Lehrer oder anderweitige Dozenten aushalten, vor allem, wenn sie da zwanzig oder mehr Leute vor sich sitzen haben, die gar nicht alle freiwillig da sind.

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Am Sonntag Plätzchenteig für drei Sorten Weihnachtskekse gemacht, dann wegen Klavier- und Gesangsunterricht aber nicht zum Backen gekommen, mach ich dann heute.

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Die Vorbereitungen zum Konzertabend im Januar laufen langsam, aber stetig an. Wir haben jetzt eine WhatsApp-Gruppe und dann bestimmt auch bald einen Namen für die Veranstaltung und dann braucht man ja auch nicht mehr viel, denke ich. 25.1.2019 in Essen, Sie haben sich das alle notiert, ja?

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Mit dem Team der TV-Vermarktung haben wir gefeiert, dass auch im nächsten Jahr wieder Werbung im Fernsehen gebucht wurde und waren in einem Escape Room in Köln, diesmal bei Adventure Rooms in Köln. Mit meiner Gruppe haben wir uns durch den Raum „Schein & Schätze“ geknobelt und sind eine Minute vor Ablauf der Zeit doch noch rausgekommen. Damit jetzt drei von drei Escape Rooms erfolgreich gelöst.

Rätsel darf ich natürlich nicht verraten, aber insgesamt waren die Rätsel von angenehmen Schwierigkeitsgrad, machbar, aber nicht langweilig, eine gute Mischung aus Knobeleien, Um-die-Ecke-Denken und technischen Kniffen. Insgesamt viele Schlossrätsel, was jetzt kein wirkliches Geheimnis ist, es wird einem bei der Einführung schon gesagt.

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Gelesen: 13 Minutes von Sarah Pinborough
 [Amazon-Werbelink]
, ein bisschen guilty-pleasure-Psychokrimi mit schönem Twist, kann man machen, doch doch.

Frau Jenny Treibel von Theodor Fontane
 [Amazon-Werbelink]
mit schönen Wörtern und Sätzen, da kann man sich einiges anstreichen, weil man es gerne auch mal so im Alltag fallen lassen möchte.

„Cognac oder Allasch? Oder das eine thun und das andere nicht lassen?“

Deutschland, ein Wintermärchen von Heinrich Heine [Amazon-Werbelink], offensichtlich hatte ich keine Ahnung von Heine, wie großartig ist das denn bitte?! Warum hat mir das keiner gesagt?

Und viele Bücher trag ich im Kopf!

Ich darf es euch versichern,

Mein Kopf ist ein zwitscherndes Vogelnest

Von konfiszierlichen Büchern.

Die Rückkehr der Diener von Christoph Bartmann [Amazon-Werbelink], ein Rundumschlag zum Thema Dienstleister und Dienstleistungen, am Ende sitzt man da und fühlt sich schon ein bisschen schuldig, denn er hat schon recht damit, dass selbst frei gewählte Arbeit im Dienstleistungssektor oftmals ja nur soweit freiwillig gewählt ist, wie es überhaupt in unserer kapitalistischen Gesellschaft Alternativen gibt. Dazu gibt es noch einen spannenden Ausblick in die Zukunft und der Frage, was wir automatisieren oder an Roboter delegieren können. Doch überraschend augenöffnend.

Hausarbeit ist, anders als die Verkäufer von mechanischem, elektrischem oder digitalen Grät suggerieren, niemals einfach, sondern, sobald man den Dingen auf ihren schmutzigen, kaputten Grund geht, ziemlich schwer. Wer sie vermeiden will, sollte am besten das Leben im Haus gleich mit vermeiden.

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Sandra wies mich auf das Strumpfhosenangebot bei ALDI Nord hin. Ich werde das prüfen, denn es ist kalt.

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Dank an die PayPal-Spender, ich bin ja immer überrascht, wenn tatsächlich etwas eingeht. Da PayPal die Eingänge immer automatisch von den Ausgängen abzieht, war mein Abo der New York Times diesen Monat etwas günstiger, die Spender haben also quasi direkt meine tägliche Bildung finanziert.

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IST JETZT ENDLICH BALD WEIHNACHTEN?!?


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Lieblingstweets im November (Teil 1)

PFANDAUTOMATEN! LAMPENHAKEN! KERNKOMPETENZEN! DÉJÀ-VUS! SOUS-VIDE! OH LA LA!


Tagebuchbloggen, 9. bis 11.11.2018

Am Freitag wieder Zugchaos wegen defektem Stellwerk in Mülheim an der Ruhr. Während am Hauptbahnhof Essen noch lange versucht wurde, die Illusion baldig ein- und abfahrender ICEs aufrecht zu erhalten, zeigte die Bahn-App schon „Halt entfällt“ an. Ich schaffte es letztlich über Wuppertal ins Büro und echauffierte mich in der Zeit ausreichend über Äußerungen auf Twitter, nach denen Menschen im urbanen Raum keine Autos brauchen würden. Ich kann das bei Gelegenheit mal erläutern. Wir haben übrigens selber zu zweit ein Auto, weil ich nicht wüsste, was ich mit einem eigenen Auto machen sollte, aber meine Lebensweise ist eben auch sehr auf alternative Fortbewegungsmittel angelegt, das ist eine persönliche Entscheidung und ich rede anderen Leuten da nicht rein und möchte das auch gar nicht. Mir fallen jedenfalls auf Anhieb zig Gründe ein, warum man sehr wohl auch in der Stadt ein eigenes Auto haben wollen könnte, die alle nur bedingt bis gar nicht mit Bequemlichkeit zu tun haben.

Auf der Rückfahrt war das Stellwerk übrigens immer noch nicht repariert oder schon wieder kaputt, jedenfalls gab es Tumulte im Zug, als diese Information eher zufällig in unserem Wagen ankam, weil unglücklicherweise auch noch der Lautsprecher kaputt war. Als Tipp wurde gegeben, im ICE zu bleiben und bis Gelsenkirchen zu fahren, um von da aus… und jedenfalls riet ich den Mitreisenden davon ab und nahm eine Frau metaphorisch beim Händchen mit in den Regionalexpress, der dann zwar auch nicht in Essen, aber immerhin in Essen-Altenessen halten darf, was gegenüber Gelsenkirchen schon eine krasse Verbesserung ist.

Insgesamt konnte ich aber bei diesem Abenteuer insgesamt vier Hunde streicheln, das war’s wert.

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Apropos Infrastruktur: Gerüchten zufolge wurde bei uns der Geldautomat an der Postfiliale abgebaut. Jetzt gibt es nur noch eine Sparkasse, die absurde Gebühren verlangt, wenn man als Nicht-Sparkassenkunde Geld abheben möchte. So gesehen haben wir jetzt gar keinen Geldautomaten mehr, der nächste ist etwa 850 Meter entfernt in Rüttenscheid.

Dafür wandelt sich jetzt das Büdchen am Kirchplatz zur Postfiliale, was vermutlich bedeutet, dass die Postfiliale komplett zugemacht wird. Das ist auch gar nicht schlimm, wenn man statt dessen ins Büdchen kann, allerdings wäre es schön, wenn dann auch der Geldautomat wieder angebracht würde, zum Beispiel am Büdchen. Als ich davon berichtete, wurde mir erzählt, dass man ja mittlerweile einfach praktisch im Supermarkt Geld abholen könnte. Nun kann man das nur, wenn man da auch ausreichend viel Geld ausgibt, vor allem ist es aber so, dass ich ja seit neuestem mit der Edeka-App bezahle, weil ich dann immer alles so schön direkt digital habe und theoretisch nicht mal mehr ein Portemonnaie mitnehmen müsste und außerdem Gutscheine bekomme, so dass ich am Samstag 75 Cent weniger für Müllsäcke bezahlt habe, das ist doch toll! Jedenfalls ist Geld abholen im Supermarkt für mich aus diversen Gründen keine ernsthafte Alternative und so haben wir jetzt halt weiterhin keinen Geldautomaten mehr in der Nähe. Infrastruktur in Essen, 2018.

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Das Wochenende war ansonsten erfreulich aktionsarm, ich verweigerte sogar das morgendliche Joggen am Sonntag. Es gab ein bisschen Aufräumen, sowohl analog als auch digital, so räumte ich zum Beispiel in der Badewanne liegend meine Leseproben auf dem Kindle auf und jetzt habe ich statt 946 Leseproben nur noch 919, wenn ich also ab jetzt keine neuen Bücher mehr auch nur angucke, bin ich in nur zwölf bis fünfzehn Jahren damit durch.

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Wär dann bereit für Weihnachten.


Wer gerne liest, was ich hier schreibe und mir eine Freude machen will, kann mir etwas von der Wunschliste spendieren oder Geld ins virtuelle Sparschwein werfen.  Die Firma dankt.

Eatdoori, 8.11.2018

Restauranterkundung mit Angela und Sophie am Kölner Hohenzollernring. Indische Küche, viel Gemüse und vegetarisch, mein scharfes Curry war leider allemal gut gewürzt, aber nicht scharf, trotzdem lecker. Umso besser die Mint and Lime Lassi und die Pfannkuchen mit Kardamom. Und natürlich die Begleitung, die war besonders gut.

Bestellt werden konnte mit einem Zettel, der an Wäscheklammern über dem Tisch aufgehangen wurde, allerdings auch ganz normal beim aufmerksamen Service.

Eatdoori, 8.11.2018

Pimm’s Cup

Pappadams mit Mango-Ingwer-Chutney

Goan-Curry mit Hühnchen

Beilagengemüse

Pfannkuchen mit Kardamom-Honig-Soße und Pistazieneis

Tagebuchbloggen, 7.11.2018

24 Stunden Kopfschmerzen, braucht auch kein Mensch. Besonders ärgerlich, dass es zum Abend immer noch etwas unangenehmer wird, nämlich ungefähr dann, wenn ich im Zug bin. Zugfahren mit Kopfschmerzen braucht erst recht kein Mensch. Eventuell habe ich jetzt aber langsam genug Daten gesammelt, um mir noch mal eine Überweisung zu einer Kopfschmerzklinik zu holen.

Ich vermute ja eine Art Migräne, obwohl viele klassische Symptome der Migräne fehlen, und ich Selbstdiagnose grundsätzlich ablehne. Auffällig ist vor allem die lange Dauer und die Tatsache, dass normale Kopfschmerztabletten unzureichend bis gar nicht wirken. Gestern Abend so gegen 22 Uhr war’s jedenfalls weg und dann schlief ich auf dem Sofa ein und verpasste, wer bei „The Taste“ rausflog.

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Auch gelernt: Zuverlässig zum Weinen bringt mich die Szene in „Das doppelte Lottchen“, als die Mutter in der Küchentür steht und das vertauschte Kind zum ersten Mal mit „Luise“ anredet. Im Buch oder im Film, egal, I’m not crying, you’re crying!

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Ich habe auch in den letzten Tagen die Küche aufgeräumt, nicht sehr strikt nach KonMari, aber einigermaßen gründlich. Ich habe auch fast nichts gefunden, das ich wegwerfen oder abgeben könnte, übrig blieben lediglich ein Glasdeckel zu einer Pfanne, die nicht mehr in unserem Besitz ist, eine Käseaufbewahrungsbox, bei der die Porzellanunterlage mal zerbrochen ist und eine kleine Plastikaufbewahrungsbox, in dem bis diese Woche noch Milchreis war. Dann fand ich aber eine größere Aufbewahrungsdose und außerdem noch zwei angebrochene Packungen Milchreis, schüttete alles zusammen und dann fiel mir nichts mehr ein, was ich sinnvollerweise in die kleine Box schütten könnte.

Dazu muss man aber auch sagen, dass ich wirklich viel und gerne in der Küche mache, ich brauche die meisten Sachen tatsächlich, wenn auch eben manchmal nur ein- bis zwei Mal im Jahr. Ich habe ja auch die beiden Cannelé-Formen nur deswegen, weil mir bei der ersten irgendwann das Silikon wegbrach. In der Küche ist also entrümpelungstechnisch nicht so viel zu holen, ich habe aber durch Aufräumen und neu Ordnen immerhin geschafft, dass die Dinge auf magische Weise nicht mehr so viel Platz wegnehmen und deswegen sieht es trotzdem so aus, als hätte ich entrümpelt.

Besteht eventuell Interesse an einer ausführlicheren Aufstellung der hiesigen Küchengeräte und ihres Verwendungszwecks?

Ganz eventuell habe ich aber ein Mehlkonsumproblem:

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Wetter ist okay, find ich.