Webgedöns am 8.12.2015

In dem Artikel „Normen weiblicher Teenager auf Instagram“ geht es um das Like- und Kommentierverhalten von Mädchen in sozialen Medien und was das alles bedeutet.

How dogs get older. Ein Fotoprojekt, bei dem Hunde mit ein paar (oder ein paar vielen) Jahren Abstand fotografiert wurden. Sehr schön.

Im aktuellen XKCD lernen wir, was passieren würde, wenn die drei Robotergesetze von Asimov in einer anderen Reihenfolge gelten würden. Spoiler: Es endet meistens in Unheil.

Diese Lampe zaubert einen Wald ins Zimmer. Ich würde ja wollen, hab aber schon Angst, nach dem Preis zu fragen.

Eine andere Art von… ähm… Verschönerungen gibt es bei einem meiner Lieblingsblogs zu bestaunen. Bei vongestern kann man nämlich 90er-Jahre-Jugendposter gucken. So schlimm. So schön. So schrecklich.

Webgedöns am 4.12.2015

Andrea Diener hat eine Erdmännchaufzuchtstation besucht aka der Ort, wo wir eigentlich alle arbeiten wollen, weil ERDMÄNNCHEN!

Die Süddeutsche berichtet über eine Familie, die seit Jahren mit einem ewigen Speiseplan arbeitet. Alle 12 Wochen geht’s wieder von vorne los. Klingt seltsam, ergibt dann aber alles erstaunlich viel Sinn. (Ich mochte den Text so sehr, dass ich ihn auf Blendle suchte und dort noch mal anklickte, um Geld dafür zu bezahlen.)

Weil’s hier auch schon zwei Mal um Pilzzuchtsets ging: Sandra macht das schon lange und züchtet Pilze im Keller. Im Gärtnerinnenblog hat sie darüber geschrieben.

In Amerika nehmen jetzt auch mehr Männer Vaterschaftsurlaub, allerdings vor allem dann, wenn das Kind ein Junge ist. Die Welt, man will sie manchmal gar nicht verstehen.

Haben alle schon gelesen, aber: Frau Nessy hat 12 alternative Erklärungsmodelle für den Edeka-Werbespot, den ich immer noch nicht gesehen habe. Die Berichterstattung darüber reicht mir eigentlich völlig.

Rezept: Was macht man in der Weihnachtszeit? Richtig: Eis! In diesem Fall Mohneis mit einem Rezept aus der Zuckerbäckerei.

Gelesen im November 2015

Im November 2015 entdeckte ich, dass es auf Spotify auch Hörbücher gibt, oder, wie ich im Techniktagebuchchat enthusiastisch verkündete: „Das ändert alles!“

Folglich „las“ ich drei Hörbücher und nutzte die restliche Zeit, eine Wagnerbiographie hinter mich zu bringen, die aber gar keine war.

Horst Evers: Der König von Berlin

Mein erster Roman von Horst Evers, als Hörbuch gehört, gelesen von Horst Evers himself. Überhaupt kann man sich die Sachen von Horst Evers ziemlich gut von ihm vorlesen lassen. In seinem Berlin-Krimi wird eine Leiche in einem Garten gefunden, niemand weiß, wer der Mann ist oder warum in seiner Wohnung so viel Bargeld gefunden wurde. Kommissar Lanner, frisch aus Cloppenburg in der Großstadt übernimmt den Fall und nutzt unfreiwillig jede Situation, um sich bei den Kollegen lächerlich zu machen. Dazu kommen sein ehemaliger Schulfreund und Aushilfskammerjäger, die Erben der größten Kammerjägerfirma von Berlin und deren Sekretärin, eine ehrgeizige Kollegin von Lanner und noch diverse skurrile Figuren.

Das (vor)liest sich flockig runter, erstens wegen Horst Evers, aber dann eben auch, weil die Story Spaß macht und man wissen will, wer es denn war und warum und überhaupt. Große Empfehlung.

Der König von Berlin von Horst Evers, erschienen 2012 bei rororo Rowohlt, 384 Seiten, 9,99 Euro [Amazon-Werbelink]

 

Gillian Flynn: Cry Baby

Der Erstling von Gone Girl-Autorin Gillian Flynn, erstmals auf Englisch erschienen im Jahr 2006. Auch wieder ein Krimithriller, nur, dass es diesmal eine junge Journalistin ist, die in ihren kleinen Heimatort geschickt wird, um über den Mord an zwei Mädchen zu berichten. Insgesamt ist in diesem Buch so ziemlich jede Figur auf irgendeine Art kaputt, allen voran die Protagonistin Camille und ihre Familie. Das liest sich insgesamt teilweise etwas unangenehm und kleinstadtklaustrophobisch, allerdings im wertfreien Sinne, so war es sicherlich auch gedacht. Tatsächlich habe ich das Buch sehr zackig durchgehört, wenn Gillian Flynn eins kann, dann den Leser bei der Stange zu halten.

Das Buch heißt im Original übrigens Sharp Objects und hat sinnigerweise neben dem neuen englischen Titel den deutschen Untertitel „Scharfe Schnitte“. Abgeheftet unter: Verlagsentscheidungen, die man nicht verstehen muss. Ansonsten sehr düster, ziemlich spannend, und mit schönen Überraschungen.

Cry Baby von Gillian Flynn (übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg), erschienen 2014 im Fischer Verlag, 336 Seiten, 9,99 Euro  [Amazon-Werbelink]

 

Martin Geck: Richard Wagner – Biographie

Las ich als Rezensionsexemplar in der Hoffnung, etwas über Wagners Leben zu erfahren. Das Wörtchen Biographie ist aber irreführend, ich erfuhr vor allem viel über Wagners Musik. Das ist nicht schlimm, aber eben nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Außerdem nichts für Wagnernewbies, es wird einfach zu viel Wissen vorausgesetzt. Ich schrieb bereits hier darüber.

Richard Wagner: Biographie von Martin Geck, erschienen 2012 im Siedler Verlag, 416 Seiten, 14,99 Euro (broschiert) [Amazon-Werbelink]

 

Thomas Hettche: Pfaueninsel

Auch als Hörbuch gehört und damit hatte ich dann die interessantesten Hörbücher auf Spotify auch durch. Pfaueninsel stand auch schon länger auf der Liste, ich war aber wegen durchwachsenen Kritiken etwas zögerlich. Zu unrecht, wie sich rausstellte, ich mochte Pfaueninsel sehr.

Es geht um die Pfaueninsel in der Havel bei Potsdam. Inspiriert wurde der Roman wohl von einer Randnotiz, einem Ereignis, als bei einer Feier ein auf der Insel lebender Kleinwüchsiger bei einem Unfall ums Leben kam. Die Geschichte wird aus der Sicht von Marie erzählt, der Schwester des umgekommenen Christian, ebenfalls kleinwüchsig und quasi Inventar dieser Insel, die dem König gehört und auf der noch ein Riese, ein Südseeinsulaner und diverse Tiere leben, zur allgemeinen Unterhaltung. Das Schicksal von Marie wird dabei sehr schön anschaulich und bewegend durch die Jahre geschildert. Ein fremdbestimmtes Leben, bei dem Marie trotz widriger Umstände immer ihre Würde bewahrt.

Also nicht von den etwas enttäuschten Kritiken verunsichern lassen, das ist ein schönes, ruhiges Buch, das einen auf eine kleine bunte Insel im vorletzten Jahrhundert entführt

Pfaueninsel von Thomas Hettche, erschienen 2014 bei Kiepenheuer&Witsch, 352 Seiten, 19,99 Euro [Amazon-Werbelink]

Webgedöns am 1.12.2015

A Visual Guide to Eating Sushi. Eine sehr hilfreiche Inforgrafik. Es sei denn, man mag kein Sushi, dann vielleicht nicht so.

The Last Message Received: Ein Tumblr mit letzten Nachrichten.

Ich versuche mich ja möglichst von Aboboxen aller Art fernzuhalten, aber die Cocktail-Abo-Box con Drink-Syndikat macht es einem wirklich verdammt schwierig, nicht auf den Bestellknopf zu drücken. Schwierig, wenn nicht gar unmöglich. (Ich geh mal auf einen Bestellknopf drücken.)

Wer sich mehr so fürs Universum interessiert, der kann bei Think Geek Planetenschüsseln oder Planetengläser käuflich erwerben. Oder aber eine handgemachte Planetenkette.

Und noch mehr Konsum: Wer eine besonders schöne Lampe braucht, der gucke sich bitte Lumio an. Ein leuchtendes Buch. EIN LEUCHTENDES BUCH! Bei Boing Boing gibt es auch einen Bericht.

Rezept: Aurélie Bastian macht Tartelettes Mont Blanc mit viel Kastanienzeug und ich will das jetzt auch!