Mein Teil 1 und Teil 2 sind hier, der Rest folgt wie gewohnt…
Familienbetrieb Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5
Nullenundeinsenschubser Teil 1 und Teil 2

Ma vie est faite de morceaux qui ne se joignent pas.
SCHLAGSAHNE UND PUDERZUCKER! GIRAFFEN! LAUBSÄGEARBEITEN! HARTWEIZENGRIESS! SCHULMILCHBESTELLUNGEN! SEHR WICHTIGE SCHULMILCHBESTELLUNGEN!
Die Antwort auf alle Fragen lautet übrigens: "Schlagsahne, mit Puderzucker bestreut."
Nichts zu danken.— Meike Lobo (@meikelobo) September 17, 2016
Mammal: I wish I could just pop out an egg. Childbirth is such an ordeal, you have no idea
Kiwi bird: [death stare] http://pic.twitter.com/xboI3vygpv— Ferris Jabr (@ferrisjabr) September 13, 2016
"Mein Sohn, hast du denn gedient?"
"Ja, im Dönerladen."— Ada Blitzkrieg (@bangpowwww) September 18, 2016
Im Nachbarort laufen sie Sturm, weil der Saunaaufguss nur noch alle 2 Stunden ist, und ich habe immer noch keinen Kontakt zum Mutterschiff.
— Ute Weber (@UteWeber) September 18, 2016
Der Knigge rät, mit Wildfremden nicht über Politik oder Religion zu sprechen. Mit einem Smalltalk über Giraffen liegt man immer richtig.
— Peter Breuer (@peterbreuer) September 18, 2016
"Ich bin nur gemein, wenn ich mich einsam fühle."
Vielleicht hat der Vierjährige mir gerade Twitter erklärt.
— Helena (@SchlimmeHelena) September 20, 2016
Nach einer Folge Columbo wird Bob Ross zu nervenzerfetzender Action.
— giardino (@giardino) September 20, 2016
Wenn man vorm Schafe zählen einen Kaffee trinkt, schafft man viel mehr am Stück.
— Doch noch ein Hase (@urmels) September 21, 2016
»Siri, bitte zünde Powerpoint an.«
— Schoggie (@Schoggie) September 22, 2016
Laubsägearbeiten mit Kindern oder auch "Nein, wir sägen kein Laub!" "Ja. Wir haben Bärchenpflaster im Schrank." "LAURAS ZOPF BLEIBT DRAN!"
— Doch noch ein Hase (@urmels) September 22, 2016
Ich liebe es, wenn sich Patienten mit Hilfe von Google selbst diagnostizieren. Meist nicke ich zustimmend und ergänze: "…oder halt Krebs!"
— Narkoseonkel (@Narkoseonkel) September 22, 2016
Was würde Brenda Walsh jetzt tun?
— Onrie (@onrie) September 24, 2016
Dress for the dystopia you want, not the one you're in.
— ricotta warrior (@suntzufuntzu) September 23, 2016
Ich hätte heute schon locker 3 bis 4 erregte Grundsatzdiskussionen im Internet führen können, wenn ich nicht leider ganz dringend Dings.
— Ute Weber (@UteWeber) September 26, 2016
REMINDER
We realize politics can make emotions run high, but being mad at a presidential candidate in a debate is NOT a reason to call 911.— Lawrence Police (@LawrenceKS_PD) September 26, 2016
"Chef, ich komm grad leider nicht gut voran." –
"Ach, keine Sorge, das ist der Pluto, ab November geht es endlich aufwärts!'Ja dann.
— Schussel (@FrauSchussel) September 27, 2016
@aluberlin Ausser du bist Annika. Dann sei Annika.
— Kirsten Fuchs (@kirsten_fuchs_) September 27, 2016
"Hartweizengrieß" ist doch auch ein Rammstein-Song, der nur darauf wartet, geschrieben zu werden.
— Alexander Matzkeit (@alexmatzkeit) September 27, 2016
Ich bin zu müde, um ins Bett zu gehen. Endlich alt.
— Sushi Su (@StereoSushisu) September 27, 2016
Jedes Mal wenn mir ein Berliner arrogant entgegnet wie bedeutungslos alle anderen Städte sind, blocke ich online einen Termin im Bürgeramt.
— Studentenleben (@tomkraftwerk) September 28, 2016
Email bekommen.
Priorität: Hoch
Betreff: Schulmilch Bestellung…das geht jetzt 12 Jahre so, oder was?
— Uschi (@_magicbird_) September 28, 2016
Pia schreibt im Techniktagebuch über die Zeiten, und wie sie sich ändern. Früher ging man zu den Freunden, bei denen es Limo gab, heute zu denen, bei denen man das WLAN-Passwort bekommt.
Haben zwar alle schon gesehen, aber hier der Aufruf, bei den US-Wahlen den richtigen Kandidaten zu wählen, für den Joss Whedon unzählige Prominente gewinnen konnte.
Der Vorspann zu Stranger Things im Stil von Buffy. Von diesem Spiel gibt es ja die tollsten Varianten, diese hier ist aber wieder mal besonders gut gelungen.
Angela Lansbury singt das Titellied aus „Die Schöne und das Biest“. I’m not crying, you’re crying. (Außerdem neues Lebensziel: Mit 90 noch so fit sein wie Angela Lansbury.)
Auf Foodlovin‘ gibt es eine kleine Käsebrotkunde mit einem Rezept für Grilled Cheese Sandwich. Gegrilltes Käsebrot gab es bei uns gestern, darauf ein halbflüssiges Eigelb und Schnittlauch. Kann man empfehlen.
„Passt du auf mich auf?“
„Ja“
„Soll ich auch auf dich aufpassen?“
„Ja.“
„Also passen wir aufeinander auf?“
„Ja.“
„Gut.“
Gestern wurde die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2016 bekanntgegeben und – großes Wunder – von sechs Büchern wurde exakt eines von einer Frau geschrieben. Während die Longlist immerhin noch eine Frauenquote von 30 Prozent hatte, liegt diese bei der Shortlist nun bei 17 Prozent. Erwartungsgemäß wurde dies sofort in den sozialen Netzwerken thematisiert und diskutiert und wie jedes Jahr wurden die gleichen Argumente ausgepackt, um dem Vorwurf einer möglichen Ungleichberechtigung entgegenzutreten. Es ginge halt um Qualität, in der Jury säßen genug Frauen, und außerdem hätten bisher mehr Frauen als Männer den Buchpreis dann tatsächlich gewonnen.
Jedes dieser Argumente ist für sich zunächst nachvollziehbar und faktisch richtig. Trotzdem bringen sie uns nicht weiter und lenken vor allem vom Offensichtlichen ab: Der Deutsche Buchpreis hat ein Frauenproblem. Vielmehr müsste man sogar sagen: Der Deutsche Buchpreis hat ein Männerproblem.
Wenn mir etwas komisch vorkommt, mache ich als erstes das, was am einfachsten ist: Ich gucke es mir genauer an. Das habe ich beim Deutschen Buchpreis schon vor ein paar Jahren gemacht, da kam mir nämlich auch schon was komisch vor. Also erstellte ich eine Exceltabelle und trug für jedes Jahr (den Preis gibt es seit 2005) die Anzahl der von Frauen geschriebenen Büchern für Longlist, Shortlist und Hauptpreis ein, außerdem die Anzahl der Frauen in der Jury. Wer sich jetzt fragt, warum man mit sowas seine Zeit verplempert, für den habe ich die Antwort hier schon mal aufgeschrieben. Das Ergebnis war wenig überraschend und doch ernüchternd:
Auf die Longlist kommen insgesamt zwanzig Bücher. Die schlechteste Quote hatte der Buchpreis hier in den Jahren 2006 und 2008 mit jeweils nur vier von Frauen geschriebenen Bücher, die Quote lag also bei satten 20 Prozent. Tatsächlich wird es mit der Zeit besser und wir hatten in den Jahren 2011 und 2015 die jeweils beste Quote von 40 Prozent mit jeweils acht von Frauen geschriebenen Büchern. In keinem Jahr waren zumindest die Hälfte der Bücher von Frauen verfasst, von einer Quote über 50 Prozent ganz zu schweigen. Auch noch im Jahr 2014 blieb es bei nur fünf Büchern, also 25 Prozent.
Auf der Shortlist sieht es insofern besser aus, als dass in den letzten zwölf Jahren immerhin drei Mal die Hälfte der Bücher von Frauen geschrieben war, nämlich 2011, 2013 und 2015. Dieses Jahr landete aber wieder nur ein einziges Buch auf der Shortlist, was einer Quote von 17 Prozent entspricht und schon in den Jahren 2006, 2008 und 2012 der Fall war. Immerhin: In keinem einzigen Jahr landeten nur von Männern verfasste Bücher auf der Shortlist. Der Vollständigkeit halber angemerkt sei auch noch, dass in keinem Jahr mehr als die Hälfte der Bücher von Frauen geschrieben wurde.
Bei den Preisträgern sieht es tatsächlich gut aus. Von bisher elf Preisträgern waren sechs Frauen, hier liegen wir also bei über 50 Prozent (Hurra! Jubel!). Bei allem, was man an Spekulationen über die diesjährigen Shortlistkandidaten hört, ist es wahrscheinlich, dass der Preis dieses Jahr an einen Mann geht, dann wären wir im zwölften Jahr des Buchpreises bei einer Frauengewinnquote von 50 Prozent. Das ist schön.
Zuletzt noch zur Jury: Diese besteht aus sieben Personen, eine 50-Prozent-Quote ist also mathematisch nicht möglich. Seit 2010 wird die Jury, in der vorher auch schon einmal nur eine oder zwei Frauen saßen, gleichberechtigt besetzt, die Zahlen sehen verdächtig danach aus, als wäre dies auch eine bewusste Entscheidung. Das bedeutet, dass seitdem immer entweder drei oder vier Frauen in der Jury saßen. Auch hier kann man nicht meckern.
Soweit also zu den Zahlen. Schön ist: Die stehen fest und sind objektiv. Es kann also niemand sagen, dass aber im Jahr Wann-auch-immer ja wohl mehr Bücher von Frauen auf der Liste stehen, denn das stimmt schlichtweg nicht.
Zusammengefasst lässt sich sagen:
Kommen wir also zu den Gegenargumenten, die diese Beobachtungen entweder ignorieren oder deren Aussagekraft in Frage stellen.
Argument 1: Es geht um Qualität.
Natürlich geht es um die Qualität. Anders ausgedrückt sagt dieses Argument aber immer irgendwie: Frauen können wohl nicht so gut schreiben wie Männer. Denn wie anders lässt sich zwischen der Beobachtung, dass Männer den Deutschen Buchpreis dominieren und der Aussage, es ginge halt um Qualität eine Verbindung schaffen.
Wenn Frauen bessere Bücher schreiben würden, dann würden sie schon häufiger auf der Longlist landen? Seriously? Wir haben nicht genug gute von Frauen geschriebenen Bücher in Deutschland, als dass wir jedes Jahr zehn finden würden, die für einen Preis in Frage kämen?
Wir reden hier ja nicht von einem, oder zwei Jahren, sondern von allen. Von allen Jahren. In jedem verdammten Jahr scheint es unmöglich, zehn Bücher zu finden, die des deutschen Buchpreises würdig wären und die von Frauen geschrieben wurden. Ich habe keine Liste aller in diesem Jahr erschienenen Bücher vorliegen, behaupte aber ganz frech, dass das wohl kaum sein kann.
Argument 2: Es gewinnen aber mehr Frauen als Männer den Buchpreis.
Das ist, mit Verlaub, ja nicht der Punkt. Es ist hoch erfreulich, dass sich in der letzten Instanz eine gute 50-Prozent-Quote zeigt. Umso verblüffender, dass es vorher so gar nicht klappen wird.
Zumal ich die Tatsache, dass Frauen im gesamten Entscheidungsprozess unterrepräsentiert sind, und dann doch mit erstaunlicher Regelmäßigkeit gewinnen, erst recht irritierend finde. Das heißt doch auf der anderen Seite, dass Frauen eben doch genauso gut schreiben können wie Männer (falls das ernsthaft angezweifelt wurde), gerade dann ist es doch verwunderlich, warum es so schwer scheint, auch für die Longlist ausreichend viele von Frauen geschriebener Bücher zu finden.
Argument 3: Es sitzen teilweise mehr Frauen als Männer in der Jury.
Die Fehlannahme hier ist, dass man unterstellt, Männer würden halt Männer gut finden und Frauen ignorieren. Statt dessen scheint das Problem ja genderübergreifend zu sein.
Es ist vielmehr anzunehmen, dass die Vorstellung, von Männern geschriebene Bücher wären besser oder zumindest Buchpreiskompatibler so in den Köpfen festsitzt, dass sich auch die weiblichen Jurymitglieder davon nicht lösen können. Es ist eben ein Kultur- oder ein Branchenproblem und keines, dass sich so einfach über eine gleichberechtigte Juryzusammensetzung lösen lässt.
Nun fehlen mir doch die ein oder andere Information, die sicherlich zur Einschätzung oder zur weiteren Analyse hilfreich wäre. Beispielsweise weiß ich nicht, welche Bücher von den Verlagen überhaupt als Buchpreiskandidaten eingereicht wurden. Möglicherweise ist die Quote hier noch viel, viel schlimmer und die Jury macht jedes Jahr schon das beste daraus.
Wenn das der Fall wäre, stellten sich wieder zwei anschließende Fragen:
(Ich wäre durchaus interessiert an einer Liste aller eingereichten Bücher, um sie auf das Geschlechterverhältnis durchzuzählen.)
Vielleicht haben wir ein ganz anderes Problem und Männer werden in der Literaturbranche als die für die ernste, wichtige Literatur wahrgenommen, während Frauen eher so für die Unterhaltung gut sind. Die Autorin Catherine Nichols hat das Experiment gewagt und nach den recht erfolglosen Versuchen, unter ihrem richtigen Namen einen Agenten für ihr Manuskript zu gewinnen, die gleichen Anfragen unter einem männlichen Pseudonym rausgeschickt. Auf einmal kamen Antworten und Manuskriptanfragen. Auf Jezebel hat sie darüber geschrieben.
Auch zu beachten ist, dass es hier nicht um Einzelfälle geht. Es geht nicht um das eine Jahr, in dem mal nur fünf Frauen auf die Longlist kamen. Es geht um jedes fucking Jahr, in dem die beste Quote bei 40 Prozent lag. Wir haben hier kein Problem, dass sich mit „Na ja, in dem Jahr gab es halt nicht so viele gute Bücher von Frauen“ beantworten ließe. Es fordert ja auch niemand eine alljährliche 50-Prozent-Quote. Nur am Ende, wenn wir alle Jahr betrachten, sollte eben etwas in der Art dabei herauskommen. Wenn sich jedes Jahr das gleiche Bild zeigt, dann ist es ein Strukturproblem und vor allem: Dann ist es auch ein Problem.
Das einfachste Argument ist dann immer: „So ist es eben.“
Wenn eben nur soundsoviele von Frauen geschriebener Bücher eingereicht wurden und wenn sich davon nur soundsoviele für die Longlist eigneten: Da kann man dann halt nix machen! Die Jury kann ja schlecht weniger nominieren oder selber schnell noch Bücher schreiben lassen. Dann muss sich eben erst was in der Welt ändern, dann ändert sich auch was am Preis.
Tatsächlich aber hat ein öffentlich wirksamer Buchpreis immer auch eine Verantwortung und diese Verantwortung kann auch beinhalten, Realitäten herzustellen. Man kann Realitäten herstellen, indem man ganz einfach durch eine gleichberechtigte Besetzung der Longlist vermittelt, dass es keinen qualitativen Unterschied zwischen von Männern und von Frauen geschriebenen Büchern gibt. Man kann auf diesem Wege einfach behaupten, dass das so ist. Und wenn man das lang genug macht, dann setzt es sich auch in den Köpfen fest, dann wird es normal, dann wird es Realität. Man muss es sich nur trauen.
Dass es auch anders geht, beweist unter anderem der Bachmannpreis jedes Jahr. Hier lesen in manchen Jahren sogar mehr Frauen als Männer ihre Texte vor. Ob das daran liegt, dass die Autoren und Autorinnen die Texte selber einreichen, ob die Kurzform Frauen irgendwie angenehmer ist als Männern oder ob intern darauf geachtet wird, das Verhältnis ausgeglichen zu halten, all das kann ich nicht sagen. Ich beobachte nur, was am Ende rauskommt und kann nur mutmaßen, warum das so ist.
Am Ende ist es auch immer eine Kulturfrage. In einem Wettbewerb, bei dem die Mechanismen, die eine geringe Frauenquote begünstigen, nie analysiert und hinterfragt werden, wird sich auch nichts ändern. Und offensichtlich ist das auch nicht gewollt. Unklar bleibt, was dabei schaden könnte. Am Ende kommt noch raus, dass nichts dagegen spräche, auf eine gerechtere Verteilung zu achten. Wenn man da ein paar Jahre eine strenge Quote einführen muss, damit es in vermutlich recht kurzer Zeit zur Selbstverständlichkeit wird und die Regeln dann wieder gelockert werden können, ich denke, das würde der Deutsche Buchpreis auch gut überleben.
Vor dem Herbstanfang morgen muss noch mal der Feedreader ausgemistet werden.
Das Nuf darüber, dass die Welt halt komplizierter geworden ist und wir jetzt alle bitteschön damit klar kommen sollen. Ich erwische mich ja selber manchmal dabei, dass ich mir eine einfachere Welt wünsche, aber dann weiß ich wieder, dass das Unfug ist, und dass es eben auch zum gesellschaftlichen Fortschritt dazugehört, dass Dinge komplizierter werden und man sich nicht mehr hinter einem „Das macht man halt so“ verstecken kann.
Im grandiosen vongestern Blog wird dagegen im Jahr 1992 in der eigenen Bude komponiert.
Back to School Fashion ca. 1939 aus dem Life Magazine. Einiges davon (die Mäntel!) würde ich ja durchaus auch anziehen.
Der Künstler Jungho Lee illustriert die Welt der Bücher. Der Stil erinnert ein bisschen an Quentin Buchholz, und auch wenn ich ja ein Problem mit dieser verklärten Sicht auf Bücher habe, finde ich die Bilder sehr schön.
Man ticketed for driving 88mph in his DeLorean. Die Überschrift sollte eigentlich schon reichen.
Ich und die Menschen von Matt Haig
Kein gutes Buch, sogar ein ziemlich schlechtes, das einen die ganze Zeit mit kitschigen, sinnlosen Sätzen plagt und dem Leser mit Holzhammermethode einbläuen will, dass erst die Fehler der Menschen sie so liebenswert machen. Es geht um einen namenlosen Außerirdischen, der auf die Erde kommt und in die Haut eines Mathematikers schlüpft, um jegliche Hinweise auf den von ihm erbrachten Erweis einer Vermutung zu vernichten, weil diese den Menschen mehr Fortschritt bringen würde als sie verantworten können. Ich habe schon in diesem Video darüber geredet. Immerhin sind die Szenen mit dem Hund nett.
Ich und die Menschen von Matt Haig [Amazon-Werbelink]
Auerhaus von Bov Bjerg
Danach zum Glück direkt ein sehr erfreuliches Buch gelesen (bzw. gehört). Auerhaus ist eine Jugendgeschichte aus den Achtzigern. Kurz vor dem Abitur versucht Frieder sich das Leben zu nehmen. Er überlebt und zieht nach dem Aufenthalt in der Therapie mit drei Freunden in ein Haus. Hier kann jeder ein bisschen auf jeden aufpassen, es wird am Esstisch diskutiert, Partys gefeiert und der Dorfweihnachtsbaum gefällt. Das ist alles sehr wunderbar erzählt und vollkommen zu Recht von allen gelobt.
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Dornenmädchen von Karen Rose
Auch wieder unerfreulich, auf Spotify als Hörbuch gehört. Ich hatte mir irgendwas in Richtung Gillian Flynn oder Paula Hawkins vorgestellt, bekam aber einen albernen romantischen Krimithriller. Hätte ich mich vorher über die Autorin und ihre Bücher informiert, hätte ich etwas ahnen können, aber nun, so hab ich jetzt aus Versehen mal ins Genre reingeschnuppert und weiß Bescheid, dass es nichts für mich ist. Die Story selber ist okay, irgendwas mit Serienmördern, jungen Mädchen, einer Protagonistin, die vor einem Stalker fliehen und einem Detective mit seltsamen Augen und puh… aus Teilen hätte man was machen können, aber sexy times hin und her, so schnell wie da Leute scharf aufeinander sind, während irgendwo anders gerade Mädchen gefoltert werden, das ist schon arg gewollt. Nein nein nein, das war ein Versehen. Nix mehr von Karen Rose für mich.
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The Last Days of New Paris von China Miéville
Der neue Miéville, eher eine Novelle als ein Roman, aber so voll mit Inhalt, dass man doch sehr lange damit beschäftigt ist. Es geht um den Widerstandskämpfer Thibaut, der in einem abgeriegelten Paris gegen Nazis, Dämonen und manifs kämpft. Manifs sind Manifestationen surrealistischer Künstler, die sich nach dem sogenannten S-Blast, einer geheimnisvollen Explosion in einem Pariser Café, materialisierten. So bevölkern die Ideen der Surrealisten die Straßen von Paris, Frauen-Fahrrad-Hybriden, Tische mit Fuchsköpfen und -schwänzen, ein riesiger Elefant, wild zusammengesetzte vorzügliche Leichen. Dabei trifft Thibaut auf eine amerikanische Fotografin, die die Geschehnisse dokumentieren und wieder nach draußen bringen will. Das ganze ist abgedreht wie bei einem Miéville-Buch zu erwarten ist, aber so atmosphärisch, das es mir noch immer im Kopf nachhallt. In Fußnoten erfährt man glücklicherweise auch etwas über die seltsamen manifs und kann während des Lesens die Google Bildersuche anschmeißen. Große Empfehlung, wenn man kein Problem mit sehr seltsamen Geschichten hat.
The Last Days of New Paris von China Miéville [Amazon-Werbelink]
Planet Magnon von Leif Randt
Leif Randt erzählt eine Science-Fiction-Geschichte, die in einem anderen Sonnensystem spielt. Alle Planeten sind bevölkert, inklusive des Müllplaneten Toadstools, der zur Lagerung alles anfallenden Mülls genutzt wird. Die Gesellschaft organisiert sich in Kollektiven, die um Mitglieder werben. Regiert wird alles von einer künstlichen Intelligenz, die stets die für die Gemeinschaft besten Entscheidungen trifft. Erschüttert wird diese Welt von dem Kollektiv der gebrochenen Herzen, das sich der Vorstellung eines perfekten Lebens verweigert und statt dessen Emotionalität zelebriert und gewissermaßen auf ein Recht auf das Unglücklichsein pocht. Insgesamt eine schicke Geschichte, bei der mir irgendwas gefehlt hat, ohne dass ich es näher benennen könnte. Leif Randt erzählt flott und detailliert, die Figuren machen Spaß und trotzdem hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte entweder etwas zu sehr an der Oberfläche blieb oder ich vielleicht irgendwas nicht kapiert hatte. Trotzdem eine Empfehlung, schon wegen der vielen schönen Ideen und gut beschriebenen Welten, die in diesem Buch stecken.
Planet Magnon von Leif Randt [Amazon-Werbelink]
Minigolf Paradiso von Alexandra Tobor
Minigolf Paradiso habe ich mir extra für den Urlaub aufgehoben, und es dann an einem Tag weggelesen. Alexandra Tobor hat wieder die Zeitmaschine angeworfen und ist in die Neunziger zurückgereist. Sie erzählt die Geschichte von Malina, einer Migrantin, die mit ihren Eltern als Kind aus Polen nach Deutschland gekommen ist. Malina ist jetzt 16, fühlt sich wie unsichtbar und ihr einziger Freund ist ein toter Punk, dem sie Vogelschädel ans Grab bringt und Briefe schreibt. Der Großvater ist tot, zur Oma in Polen besteht kein Kontakt mehr, Malina fühlt sich allein und ohne Wurzeln. Dann fahren ihre Eltern ohne sie in Urlaub und auf einmal kommt alles ganz anders: Malina findet heraus, dass ihr Opa noch lebt, findet ihn auf einem heruntergekommenen Minigolfplatz und steckt auf einmal mitten drin in einem Road Movie, das sie bis nach Polen führt.
Minigolf Paradiso ist wunderschön erzählt, mit zahlreichen Anspielungen auf die neunziger Jahre, bei denen mein Herz aufging. Die Story bleibt trotz ihrer Skurrilität immer glaubwürdig und berührend. Große Empfehlung, und das sage ich nicht nur, weil die Autorin meinem Exemplar eine Tüte Knisterkaugummi beigelegt hatte.
Auf ihrem Blog bietet Alexandra Tobor ein betreutes Lesen an. Mehr Hintergrundwissen zu den schönen Neunzigern kann nämlich nie schaden.
Minigolf Paradiso von Alexandra Tobor [Amazon-Werbelink]
Urlaubsbedingt ist die Liste etwas kürzer, aber das wird demnächst wieder. Wird ja Herbst, was will man da draußen?
Wir kennen keine Frutiger Bold Condensed. Wir wissen nicht, wo das liegt.
— Kiki (@e13Kiki) September 7, 2016
Heutige Tagesaufgabe: jedes Gespräch mit "Wer von uns hat denn 5 Jahre Fagott bei Professor Salzmann in Kaarst studiert?!" beenden.
— Silvereisen™ (@silvereisen) September 9, 2016
Paul Simon's vole model is gone, gone; he ducked back down the alley with some roly-poly little bat-faced vole.
— Vole Facts (@Vole_Facts) September 10, 2016
„Ach was, wenn ich noch perfekter wäre, hättet ihr alle Komplexe!“
Vielleicht kann ich Mama überreden, einen Elternratgeber zu schreiben.
— Julia Bähr (@ComeOnBaehr) September 10, 2016
Unter Liegestütze verstehe ich ja eigentlich eher einen Berg Kissen.
— Kiki (@e13Kiki) September 11, 2016
"Komm, wir laufen einmal um den See."
"Das ist der Rhein."
"Ja, komm los jetzt."— Simi (@simi_schalke) September 11, 2016
Geheimnisse der guten Laune (156): Montags den Latte immer mit extra viel Streuseln. http://pic.twitter.com/U22tVO3Qps
— stephan porombka (@stporombka) September 12, 2016
Nur zwei von zehn Kleinkindern waren übrigens gut oder empfehlenswert. Selbst manche Markenkleinkinder enttäuschten. http://pic.twitter.com/qOWt3pHNzx
— Peter Breuer (@peterbreuer) September 12, 2016
Bei 'friends with benefits' denke ich immer an Menschen, die Rabatt in der Pizzeria bekommen.
— Sushi Su (@StereoSushisu) September 14, 2016
‘Ich wollte keine Schokolade mehr essen, aber da hier noch ein Stück liegt…’
*greift in die leere Packung*
*holt wütend eine neue Tafel*
— Gebbi Gibson (@GebbiGibson) September 14, 2016
Meine besten Tweets hebe ich mir für das große Finale hier auf.
— Teo Buke™ (@kioskkultur) September 14, 2016
Im Bürgerbüro. Kunde neben mir hat seinen Perso zurecht geschnitten, damit er besser in den Geldbeutel passt und jetzt ist hier Achterbahn.
— Andreas Weber (@Wortweber) September 1, 2016
Frisch aus Frankreich, wo das Internet nicht so will, wie ich gerne hätte, darum kommen die Lieblingstweets auch direkt aus dem französischen Coffee Shop an der Ecke, wo es Gratis-WLAN gibt.
Ich kann keinen Handstand, obwohl ich im Leben in schwierigen Situationen schon oft dachte: Jetzt Handstand können.
— pinokju (@pinokju) August 6, 2016
„Toll, Mama. Du kannst ja voll viele Pfannkuchen essen.“
Endlich bekomme ich die Anerkennung, die ich verdient habe.
— Lilli Marlene (@MarleneHellene) July 31, 2016
„Es raschelt im Schilf.“
„Psst! Das ist der Biber.“
„Aber es leuchtet…“
„DER BIBER HAT ‚NE TASCHENLAMPE!!!“
— Jannek (@Onkel_Jannek) August 18, 2016
„Okay, machs gut.“
„SETZ MICH DOCH NICHT SO UNTER DRUCK!“— 20. August 99999 (@personaldebatte) August 19, 2016
Samstag, 12:38 Uhr. Tageserfolg bisher: http://pic.twitter.com/7npwHu5IXm
— die_mutti (@die_mutti) August 20, 2016
Heute Abend „Turandot“ in Bregenz. Ich stimme die Bande mit „Nessun dorma“ auf dem Kazoo ein.
Eventuell fiel das Wort „würdelos“.
— Julia Bähr (@ComeOnBaehr) August 21, 2016
Was man mit Jetlag gut machen kann: Steuer. Man spürt nur die Hälfte und wenn man wieder klar denken kann, freut man sich.
— Elisabeth Rank (@kumullus) August 21, 2016
Upon death, instead of having my whole life flash before my eyes, I just want to watch Season 3 of The Sopranos again
— Conan O’Brien (@ConanOBrien) August 21, 2016
Ab 35 fühlt sich dein Leben wie die xte Staffel einer Serie an. Der Hype ist vorbei, die Story verworren und du hoffst, dass niemand stirbt.
— Nicht Chevy Chase (@DrWaumiau) August 23, 2016
Bei 100 Streamingklitschen angemeldet, und nirgends gibt es Columbo. Alles Nepp.
— Anja Rützel (@aruetzel) August 24, 2016