Damals am Meer

Damals ist jetzt zwar noch nicht mal zwei Monate her, kommt mir aber vor wie Ewigkeiten. Damals, in Biscarrosse, jeden Tag auf dem Surfbrett, ich kam total ramponiert aus dem Urlaub zurück, überall blaue Flecken und kaputte Knie, die ich mit Stolz jedem präsentierte, der nicht „TMI! TMI!“ schreiend weglief. Die ersten Blessuren holte ich mir direkt am Sonntag, als man uns das Entleihen von Softboards verweigerte, ein Missstand, den wir direkt am Montag beseitigten, der für mich aber mangels langem Wetsuit erstmal aufgeschürfte Knie bedeutete. Die letzten Blessuren holte ich mir beim Stand-Up Paddeln. Beim Stand-Up Paddeln fällt man zunächst sehr oft sehr unvermittelt ins Wasser. Das sieht nicht nur lustig aus, wenn man mit einer Gruppe Anfänger unterwegs und dauernd Leute scheinbar völlig grundlos ins Wasser fallen, es ist auch gar nicht schlimm, aber je nach dem, wie ungünstig man fällt, sieht man dann nachher eben auch auch.

So war das jedenfalls. Die blauen Flecke sind weg, dafür habe ich mich gestern unter der Dusche noch still gefreut, weil man immer noch sieht, wo mein Shorty aufhörte und die nackten Beine anfingen.

Anders gesagt: Ich könnte schon wieder, aber ich werde wohl geduldig warten, bis wir nächstes Jahr wieder im schönsten Spätsommer Richtung Frankreich aufbrechen.

Und jetzt alle: Hach!

Stand-Up Paddler Surferrobben Immer noch Surferrobben Fähige Surferrobbe Strandleben Eismann macht Pause Board an Land Surfer Und hopp! Strandmenschen Kleiner Strandmensch Kleiner Strandmensch und großer Strandmensch Surferin Mehr Strand Zu den Wellen

Traumdeutung

Ich habe heute geträumt, dass ich in meiner Fernsehzeitung gesehen habe, dass „Parks and Recreation“, dieses Serienkleinod mit der wunderbaren Amy Poehler, doch auch in Deutschland kam. Anscheinend habe ich da sehr lange etwas verpasst, denn die Fernsehzeitung kündigte den Start der siebten Staffel an. Warum die Serie in Deutschland aber nicht als „Parks and Recreation“, sondern als „Parks and Geocaching“ lief, konnte sich mir nicht erschließen. Geocaching spielt in der Serie eine untergeordnete Rolle, um nicht sagen gar keine Rolle. Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, dass dieses Thema in den vier Staffeln, die ich gesehen habe, irgendwann mal aufgegriffen wurde.

Möglicherweise kann man das aber auch so erklären, dass ich ja, seit wir von unseren zahlreichen Balkonen endlich auch das Treiben auf der Straße beobachten können, den innigen Wunsch habe, einen Geocache so zu verstecken, dass wir ihn oder vielmehr die potentiellen Sucher sehen und eventuell hilfreiche Ratschläge runterbrüllen können. Das stelle ich mir sehr lustig vor.

Clermont-Ferrand mit schönem Wetter

Bei eher schlechtem Wetter hatten wir Clermont-Ferrand ja schon. Dann war damit auf einmal Schluss und die Sonne kam raus. Da war die Stadt auf einmal noch ein Eckchen schöner. Wir mäanderten durch die Gässchen, guckten uns den Dom von außen an und fanden den Blick auf die Vulkanberge sehr hübsch und pittoresk. Nebenbei informierten  wir uns schon mal über das gastronomische Angebot und entschieden uns dann allerdings für ein Etablissement, das ich schon vorher im Internet ausgemacht hatte, obwohl es erst um 19:30 Uhr öffnete (im Gegensatz zu den sonst üblichen 19:00 Uhr… überhaupt, französische Sturheit bei Öffnungszeiten, da muss eigentlich auch noch ein Blogbeitrag drüber geschrieben werden).

Vielmehr, ich guckte so lange betroffen, bis der werte Gatte diesem Vorschlag zustimmen musste. Dafür mussten wir dann eine halbe Stunde länger durch Gässchen wandern, wurden aber immerhin mit astreiner Landküche aus der Auvergne belohnt. Ich bestellte aus Prinzip Truffade, weil das anscheinend eine auvergnische Spezialität ist. Truffade besteht zu 40 Prozent aus Kartoffeln, zu 40 Prozent aus Käse und zu 20 Prozent aus Speck. Man muss nach der Hälfte aufgeben, den fragenden Blick der Kellnerin mit „C’était très bon, mais je dois réserver quelque place pour la dessert!“* beantworten, worauf sie wissend nicken und alles ist in Ordnung.

Danach waren wir satt und glücklich und wanderten ins Hotel. Wie ich schon sagte, Clermont-Ferrand kann man gut machen.

*Sollten in diesem Satz Fehler sein, dann sei es so. Ich beklagte ja schon, dass mein Französisch sehr eingerostet ist. Zumindest ist es wahrscheinlich, dass ich ihn so oder so ähnlich gesagt habe.

Restaurant Durchs Tor Frosch Häuser und Himmel Fensterbänke Plastikstühlchen Plakate Haus und Himmel Boulangerie Dom von weitem Café Blau mit viel Grün Dom Straßenschild Fußgänger aufpassen Café Französischer Fensterzwerg Tricolore Sonne kommt raus Domspitzen Gässchen Laterne und Himmel

Diese Woche im Fernsehen (1.11.2014 – 7.11.2014)

Samstag, 1.11.2014

Wintertochter (14:00 bis 15:30 auf Bayern)
Kinderfilm mit vor deutsch-polnischer Historie. Kattaka aus Berlin sucht ihren Vater in Polen. Das ist nicht nur Filmpreisprämiert, sondern klingt wie etwas, was man gut auf dem Sofa eingekuschelt gucken könnte.

Küss mich, Kätchen (14:00 bis 15:50 im WDR)
Alternativ kann man sich ja auch die Verfilmung von Kiss Me, Kate aus dem Jahr 1953 angucken. Cole Porter macht sowieso grandiose Musik und so ein bisschen traditionelles MGM Musicalgedöns am Nachmittag hat noch niemandem geschadet. Und jetzt alle: „ANY TOM, DICK OR HARRY! ANY TOM, HARRY OR DICK!“

Das Piano (20:15 bis 22:25 auf Servus TV)
Wo wir gerade bei Musik sind. Auf Servus TV gibt es mal wieder „Das Piano“ mit Holly Hunter, einem nackten Harvey Keitel und der ganz, ganz jungen Anna Paquin. Bin mir unsicher, ob ich noch mal die Geschichte rekapitulieren soll oder ob das doch ein bisschen zur Allgemeinfilmbildung gehört. (Wer’s nicht kennt: Bitte gucken.)

The Music Is Over – Tod & Pop (21:50 bis 22:40 auf arte)
In dieser Doku geht es um den Hang von Musikern zum Untergang. Drogen, Exzesse und was weiß ich nicht noch, einmal quer durch die Musikgeschichte. Klingt düster, ist es vielleicht auch, aber es kann ja auch nicht immer alles lustig sein.

Sonntag, 2.11.2014

Die letzte Metro (20:15 bis 22:20 auf arte)
Schon wieder Truffaut. Ich beginne da ein Muster zu erkennen. Tatsächlich zeigt arte diese Reihe zum 30. Todestag des Regisseurs und ich finde das gut. Einer der Klassiker mit Catherine Deneuve und einem noch recht jungen Gérard Depardieu. Paris, zweiter Weltkrieg, Judenverfolgung, Theater, Liebe und so weiter. Kann man nicht meckern.

Fell – Ein imaginäres Portrait von Diane Arbus (22:35 bis 1:00 auf TELE 5)
TELE 5 wieder. Wo die immer ihre Filme ausgraben. Nicole Kidman spielt die New Yorker Fotografin Diane Arbus, die durch ihren Nachbarn, den „Wolfsmenschen“ Lionel (ein sehr behaarter Robert Downey Jr.) ihr Interesse an Subkulturen entdeckt. Regie hat übrigens Steven Shainberg geführt, der mich ja schon mit „Secretary“ überzeugen konnte.

Antoine und Colette (23:30 bis 0:00 auf arte)
Der zweite Film von Truffauts Reihe über Antoine Doinel ist dieser Kurzfilm, den man schon deswegen nicht allzu oft im Fernsehen zu sehen bekommt. Die Doinel-Filme sind übrigens sehr zu empfehlen, weil sie so schön leicht sind, ohne dabei aber seicht zu sein. Oder so. Ich spare mir jetzt Anmerkungen über Dinge, die sich reimen.

Montag, 3.11.2014

Sie küßten und sie schlugen ihn (20:15 bis 21:50 auf arte)
Der 30. Todestag Truffauts also. Das erklärt vieles. Zum Beispiel, dass heute einer seiner bekanntesten Filme bekommt und zudem der erste Teil der Doinel-Reihe. Der 13-jährige Antoine wird großflächig von den Erwachsenen ignoriert, muckt entsprechend (und verständlicherweise) ab und kommt zur Belohnung ins Heim. Nouvelle-Vague-Fernsehen vom Feinsten. Vom Allerfeinsten!

Das ganze Leben liegt vor dir (20:15 bis 22:10 auf Eins Festival)
Bekanntes Problem: Da hat man gerade in Philosophie promoviert und schon wartet die Karriere im Callcenter. So ist das jedenfalls in Italien bei Marta. Aber natürlich kann man als promovierte Philosophin auch im Callcenter einiges lernen. Was genau, das wird dann wohl in dieser Satire gezeigt.

Majubs Reise zu den Sternen (22:25 bis 23:10 auf 3sat)
Zur Abwechslung mal was eher deprimierendes. Der Afrikaner Mohamed Husen war in den 30er Jahren als Schauspieler in Deutschland gut gebucht. Dann machte er den Fehler, eine Deutsche zu heiraten, was die Gestapo eher nicht so gut fand und der Rest der Geschichte ist leider genauso traurig, wie man es vermutet.

Ranga Yogeshwar in Fukushima (22:45 bis 23:30 im Ersten)
Auf andere Art deprimierend dürfte diese Dokumentation sein. Ranga Yogeshwar durfte in Fukushima drehen und messen und was dabei rausgekommen ist, zeigt das Erste heute spät am Abend.

Unter der Laterne (23:55 bis 2:05 auf arte)
Noch später in der Nacht zeigt arte diesen Stummfilm aus dem Jahr 1928 über den Untergang eines Mädchens, dass sich im Berlin der 20er Jahre konsequent von einer Luxusmätresse zur Straßendirne runterarbeitet.

Dienstag, 4.11.2014

Down by Law (20:15 bis 22:00 auf ZDF Kultur)
„Night on Earth“ hab ich gesehen, „Dead Man“ und „Mystery Train“, aber „Down by Law“ fehlt mir tatsächlich noch in der Liste der Jim-Jarmusch-na-ja-„Früh“-Werke. Dabei spielt da Benigni mit. UND TOM WAITS! Ganz schön nachlässig von mir. (Allerdings könnte auch mal wieder Night on Earth kommen.)

Quarks & Co (21:00 bis 21:45 im WDR)
Heute gucken wir uns mit Ranga Yogeshwar an, was diese Raumsonde Rosetta da draußen im All da macht, warum sie überhaupt da ist und was sich die Wissenschaftler davon versprechen, eine Sonde auf einem Kometen landen zu lassen.

12 Monkeys (22:00 bis 0:40 auf TELE 5)
Tatsächlich habe ich letztens irgendwann aus Versehen angefangen, 12 Monkeys zu gucken, als es vor einigen Wochen im Fernsehen kam. Aufgehört habe ich nur, weil der Film immer so absurd spät kommt und ich dann müde werde und einschlafe. Was ich eigentlich sagen wollte: Ich hatte gar nicht vor, den länger zu gucken, wurde dann aber so in diese Geschichte reingesogen, dass ich nicht aufhören konnte. Terry Gilliams Filme sind war verrückt, aber auch sehr faszinierend. Ach so: Bei 12 Monkeys geht es um einen Sträfling aus dem Jahr 2035, der ins Jahr 1996 reist, um den Ausbruch einer Epidemie zu verhindern, die die Menschheit weitgehend vernichten wird.

Mittwoch, 5.11.2014

Curling – Geheimnisse im Schnee (22:40 bis 0:10 auf arte)
Julyvonne lebt mit ihrem Vater isoliert in einem Vorort von Québec und darf noch nicht einmal zur Schule gehen. Statt dessen entdeckt sie bei einem Spaziergang durch den verschneiten Wald eingefrorene Leichen. Klingt seltsam, düster und bedrückend und gleichermaßen faszinierend. Gut, dass ich immer so ordentlich meine Fernsehzeitung lese.

David Bowie – Cracked Actor (22:40 bis 23:35 auf Eins Festival)
BBC-Doku aus dem Jahr 1975 über den britischen Sänger, Schauspieler, Künstler und was-weiß-ich-was-noch… also, es geht jedenfalls um David Bowie, der in dieser Zeit auch noch besonders experimentierfreudig war.

Lost in Translation (23:30 bis 1:05 auf Hessen)
Bill Murray als alternder Schauspieler verloren in Tokyo. Dann trifft er die ebenfalls etwas verlorene Charlotte (Scarlett Johansson) und ist dann jedenfalls nicht mehr ganz so einsam. Nie gesehen, muss dringend nachgeholt werden, schon wegen Bill Murray und überhaupt.

Donnerstag, 6.11.2014

Wie wir sterben (20:15 bis 22:00 auf 3sat)
3sat widmet sich mit dieser Dokumentation dem Tabuthema Tod. Was passiert eigentlich, wenn wir sterben? Was macht der Körper da und warum? Was bedeutet das Thema Tod für die Forschung? Es gibt sicherlich unzählige Fragen, die man stellen könnte. Diese Doku wird sie nicht alle beantworten können, aber vielleicht ja ein paar.

Drachenläufer (23:45 bis 1:45 im SWR)
Buch vor Ewigkeiten gelesen und ziemlich gut gefunden. Eine Kinderfreundschaft in Afghanistan und die unterschiedlichen Wege, die die beiden Jungen als Erwachsene gehen. Von San Francisco zu den Taliban. Tragisch, dramatisch, aber eben auch schön.

Gottes Werk und Teufels Beitrag (1:50 bis 3:45 im Ersten)
Bei John Irving ist es ja oft so, entweder man liebt oder man versteht nicht, was daran so gut sein soll. Bei den Verfilmungen ist es nicht unähnlich. Ich habe da keine so ausgeprägte Haltung, ich habe ein paar Bücher gelesen und ein paar Filme gesehen, fand sie gut bis sehr gut, würde auch weiter lesen oder gucken, aber nicht zwingend. Heute Nacht jedenfalls könnte man so eine Irving-Verfilmung gucken, die zumindest schon damit lockt, dass der wunderbare Michael Caine mitspielt.

Freitag, 7.11.2014

makro: Teuer Weltraumabenteuer (21:00 bis 21:30 auf 3sat)
Weltraummissionen kostet Unmengen Geld. Da kann man sich schon mal fragen, ob sich der ganze Spaß lohnt und wozu das überhaupt gut sein soll.

Nur die Sonne war Zeuge (1:20 bis 3:18 im Ersten)
Verfilmung von Patricia Highsmiths „Der talentierte Mr. Ripley“ aus dem Jahr 1960. Hier spielt Alain Delon den betrügerischen Ripley, der zur Wahrung seiner geraubten Identität auch mal über Leichen geht.

Die letzten Amerikaner (2:45 bis 4:25 auf TELE 5)
Aus der Reihe „Filme, die ich gut fand, aber nie noch mal sehen möchte“. Neun Männer aus der Stadt wollen mal richtig schön am Wochenende auf Jagd, in den Wald, legen sich mit den heimischen Cajuns an und sind auf einmal selber die Gejagten. Drastisch und krass. Nix für mich, aber ja nur, weil ich so ein Sensibelchen bin.

Lieblingstweets im Oktober (Teil 2)

RADIOOPFER! NACHFAHRENQUÄLEN! WOHLTEMPERIERTE TASTATUREN! MÜRBETEIG! UND BITTE, BITTE, BITTE NIE ANRUFEN!

Nicht ganz unhilfreiche Einkaufstipps zum Wochenende

Weil es mir selber erst gestern Mittag aufgefallen ist, hier ein hilfreicher Hinweis für alle Menschen, die in eher katholisch geprägten Bundesländern wohnen:

Am Samstag kann man nicht einkaufen. Da ist Feiertag. Man merkt es nicht sofort, weil man Feiertage, die nicht auf einen Wochentag fallen, ja gerne mal ignoriert. Umso wichtiger, dass man die wichtigen Einkäufe (Milch, Brot, Eier, Nudeln, Tomatensoße) dann noch schnell am Freitag erledigt, denn am Samstag wird es nicht gehen.

Alle Menschen, die in weniger katholisch geprägten Bundesländern wohnen, dürfen uns Feiertagsgeplagte nun weiter doof finden.

Ich danke für die Aufmerksamkeit.

Nicht ganz so schnelle, aber einfache Kartoffelsuppe

Kartoffelsuppe von der Seite

Heute gab es hier Kartoffelsuppe. Oder so eine Art Kartoffelsuppe, vielleicht eher eine Gemüsesuppe mit Kartoffeln. Eine Wurzelgemüsesuppe. Oder so. In der Biokiste war jedenfalls ein Sack Kartoffeln und ein paar Möhren. Der Biokistenlieferdienst heißt ja „Flotte Karotte“ und eigentlich sind immer Möhren dabei. Und Äpfel, aber die bestelle ich auch oft ab, weil wir ja Fruktoseunverträglichkeit im Haus haben und in Äpfeln sind sehr viel Fruktose ist und die deswegen gerne übrig bleiben.

Jedenfalls hatten wir Kartoffeln und Möhren und folgerichtig kaufte ich noch Petersilie, ein Viertel Knollensellerie, etwas Gemüsebrühe und drei Mettwürstchen und machte dann eben eine ganz einfache, aber eben nicht ganz so schnell Kartoffelsuppe. Einfach, weil man kaum etwas anderes machen muss als Dinge schälen und klein schneiden und mit Schwung in einen Topf schmeißen, nicht ganz so schnell, weil Kartoffeln halt ein bisschen brauchen bis sie gut durch sind. Also nix für den schnellen Hunger, aber ansonsten sehr tauglich für Herbst- und Winterabende.

Petersilienberg

Kartoffelsuppe mit (oder ohne) Mettwürstchen

(für vier Personen vielleicht, hier waren’s zwei, und es ist noch was für morgen übrig)

ungefähr 6  normal große Kartoffeln
2 Möhren
2 kleine Zwiebeln
1/4 Knollensellerie
1/2 Bund Petersilie
1 Liter Gemüsebrühe
eine Handvoll Speck (für Vegetarier einfach weglassen)
3 Mettwürstchen (für Vegetarier einfach weglassen)
Salz
Pfeffer
Kümmel (ganz)
Öl

Zunächst die Zwiebeln und den Speck klein schneiden. In der Zwischenzeit kann man schon mal etwas Öl in einem großen Topf heiß werden lassen. Ist das Öl ausreichend heiß, Zwiebeln und Speck reinschmeißen und andünsten bzw. anbraten lassen.

Knollensellerie, Möhren und Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Ja kleiner die Würfel, desto schneller ist die Suppe nachher fertig, nur so als Trick am Rande.

Dann erst den Knollensellerie zu der Zwiebel-Speck-Mischung geben und kurz mitdünsten, später die Möhren dazu und ebenfalls mitdünsten. Jetzt kann man auch schon ein bisschen würzen, Salz und Pfeffer dran und ein guter Schwung Kümmel, nach Geschmack eben.

Gemüsebrühe dazu und Kartoffeln mit rein. Jetzt köcheln lassen.

Während die Suppe vor sich hin köchelt, Mettwürsten in Scheiben schneiden und Petersilie klein hacken. Wenn die Suppe quasi fertig ist, schnell noch die Mettwurstscheiben dazu und kurz mitkochen, dann noch die Petersilie drauf, umrühren, abschmecken, fertig.

Suppe von oben

Machte den werten Gatten und mich heute abend sowohl glücklich als auch satt und ist durchaus weiterzuempfehlen. Wahrscheinlich kann man auch alles mögliche Gemüse dazupacken, vielleicht auch Maronen. Maronen gehen ja eigentlich immer. Oder Linsen. Hmmmmm, Linsen. Ich seh schon, dieses Jahr gibt’s noch öfter Eintopf.

Clermont-Ferrand mit schlechtem Wetter

Arbeiten wir doch den Urlaub weiter auf. Nach Mömpelgard waren wir in Clermont-Ferrand, das liegt dann noch mal so ungefähr auf halber Strecke zwischen Mömpelgard und Biscarrosse. Nachdem ich im Hotel im Bad Berneck immer lauter fluchend zwei Stunden lang nach einem netten Chateäuchen irgendwo im Nichts (aber gerne nahe an der Autobahn) suchte, gab ich leise grummelnd auf und buchte ein recht unattraktives Hotel mitten in Clermont-Ferrand. Das Hotel entpuppte sich architektonisch als noch unattraktiver als auf den Bildern, innendrin aber als recht luxuriös. Außerdem hatten wir ein Zimmer mit Blick auf die Berge, was bedeutet, dass man erst auf ziemlich viele hässliche Häuser guckt, und dann im Hintergrund auf grüne erloschene Vulkane oder so. Irgendwo da wurde wahrscheinlich auch diese Volvic-Werbung gedreht, kann man sich jedenfalls gut vorstellen.

Clermont-Ferrand hingegen entpuppt sich nach einem kurzen Weg durch eine wenig attraktive Innenstadt als erstaunlich hübsch. Dann kommt nämlich die Altstadt mit ganz vielen kleinen Gässchen, Unmengen von Restaurants, Cafés und kleinen Läden und es ist wirklich sehr nett. Clermont-Ferrand kann ich empfehlen, da würde ich drei Tage durch die Stadt laufen, schon allein, weil wir an zu vielen Restaurants vorbeikamen, die wirklich gut aussahen.

Jedenfalls war erst schlechtes Wetter und so stiefelten wir unter grauem verhangenen Himmel durch enge Gässchen und guckten uns die Stadt an. Nachher wurde es dann tatsächlich noch schön. Aber weil ich sowieso viel zu viele Bilder gemacht habe, fangen wir mit denen mit grauem Himmel und ohne Sonne an.

(In Clermont-Ferrand gibt es übrigens die angeblich erste Straßenbahn Frankreichs und zwar eine Einspurenstraßenbahn. Was bewirkte, dass ich die ganze Zeit glücklich Straßenbahnen anstarrte. Ich bin halt ein simples Gemüt und einfach glücklich zu machen.)


Dingsi Straßenbahn La Montagne Erste Straßenbahn Place de Jaude McDonalds Elefant Gässchen Café Truffade Plakate Dom Altstadt und Berge Steindingsi Bibendum Stadt

Wichtige Aufräumtipps

Wenn ihr jahrelang ein Dokument, das man sehr selten braucht, dann aber eher dringend, sagen wir zum Beispiel einen Sozialversicherungsausweis, an ein und demselben Ort aufbewahrt habt, der jetzt nicht optimal war, wo ihr aber wusstet, okay, hier ist der Sozialversicherungsausweis und wenn ich ihn brauche, dann finde ich ihn hier. Wenn dem also so ist und ihr eventuell im Zuge von Aufräumaktionen mal quasi sämtlichen Papierkram, der so rumfliegt sortiert und sinnvoll geordnet in Ordner packt, dann glaubt bloß nicht, danach wüsstet ihr noch, wo der Sozialversicherungsausweis wäre. Da ist er nämlich nicht. Und da auch nicht. Und da übrigens auch nicht.

Wenn ihr das also tut, dann macht euch um Himmels Willen irgendwo eine Notiz, dass ihr den Sozialversicherungsausweis da oder eben da hin gepackt habt und hängt sich euch gut sichtbar auf.

Es wird sich dann zwar rausstellen, dass der Sozialversicherungsausweis gar nicht im Zuge von Aufräumaktionen abhanden kam, sondern, weil ihr ihn zwischenzeitlich mal brauchtet und danach nicht daran gedacht habt, ihn an seinen üblichen Ort zurückzustecken, aber es bleibt trotzdem ein sinnvoller und hiflreicher Hinweis. Glaube ich jedenfalls.