Wir haben am Samstag eher spontan einen Camcorder gekauft, aber darüber habe ich ja schon im Techniktagebuch berichtet. Da schrieb ich auch etwas von einem Musikvideo und hüpfenden Kuscheltieren und so, und das war selbstverständlich nicht gelogen, sondern die volle Wahrheit. Der feine Herr Gemahl hat nämlich einen lustigen kleinen Sommer-Elektropopsong geschrieben und weil ich selber eher nur gut Sitztanzen kann, haben die Kuscheltiere den Tanzpart übernommen. Davon hätte man auch schön ein Making-Of drehen können. Wie ich zum Beispiel verdreht hinter einer Cajon auf dem Boden lag oder mit einem Quilt zugedeckt hinter einem Bass kniete. Wir haben uns da wirklich sehr viel Mühe gegeben und keine Kosten und Mühen gescheut. Herausgekommen ist dann jetzt das hier. Und dafür, dass wir uns weder im Drehen von Videos noch im Schneiden von eben solchen bis zu diesem Wochenende irgendwie auskannten, ist es ziemlich gut geworden. Fanpost an den Koala dann bitte weiterhin an unsere Adresse, wir leiten das dann weiter.
Diese Woche im Fernsehen (23.6.2014 – 29.6.2014)
Vom Sommerloch merkt man in meiner Fernsehzeitung übrigens nichts. Ich weiß gar nicht, was die wollen. Erstens soll man doch rausgehen und zweitens kommt dauernd Fußball.
Montag, 23.6.2014
Im Westen nichts Neues (20:15 bis 22:25 auf arte)
Draußen tolles Wetter, außerdem lustiger Fußball, aber wer trotzdem Lust hat, sich ordentlich deprimieren zu lassen, kann natürlich auch alte (Anti-)Kriegsfilmklassiker gucken.
Geschundenes Zelluloid (22:25 bis 22:55 auf arte)
Und im Anschluss gibt es dann noch eine Doku zur Zensurgeschichte von „Im Westen nichts Neues“. Das ist bestimmt auch sehr heiter und flockig.
Midnight in Paris (22:00 bis 23:25 im ZDF)
Woody Allen ist ja so ein Kandidat, mit dem man entweder sehr viel anfangen kann oder gar nichts. Aber: Marion Cotillard! Rachel McAdams! Adrien Brody! Tom Hiddleston! Und natürlich Paris! Klingt nicht verkehrt.
Dienstag, 24.6.2014
Prohibition (20:15 bis 22:00 auf arte)
Es geht weiter mit Teil 4 und 5 der Dokureihe über die Zeit der Prohibition in Amerika. Meistens kann man sowas ja auch gucken, wenn man die anderen Teile verpasst hat.
Mittwoch, 25.6.2014
„Carmen“ aus der Arena von Verona (20:15 bis 23:05 auf arte)
Erst, wenn man das regelmäßig aufschreibt, fällt einem auf, wie oft ganze Opern im Fernsehen gezeigt werden. Es gibt also gar keine Ausreden, ein bisschen Hochkultur zu betreiben, außer natürlich, weil man Opern doof findet.
Donnerstag, 26.6.2014
Das System Ponzi (22:00 bis 23:25 auf arte)
Okay. Es gibt also ein Theaterstück über den Finanzbetrüger Ponzi und davon gibt es eine Verfilmung. Es gibt also offiziell nichts, was es nicht geben könnte.
Freitag, 27.6.2014
Die Muppets (20.15 bis 22:25 auf Pro Sieben)
Ich versuche ja, die Privaten zu vermeiden, das wird heute schwierig, weil: MUPPETS! Obwohl ich ja gleich anmerken muss, dass man sich den doch am besten direkt auf DVD oder Blu-ray oder als Video on Demand oder hassenichtgesehn angucken kann und dann am besten noch auf Englisch. Aber für alle anderen kommt er halt heute auf Pro Sieben. Geht auch.
Die durch die Hölle gehen (22:15 bis 1:35 auf Servus TV)
Es gibt kein Filmgenre, das mich so deprimiert wie Kriegsfilme. Oder Antikriegsfilme. Wie auch immer. Deswegen gucke ich das nicht mehr. Was nichts daran ändert, dass es da sehr gute Filme gibt, und andere Leute die vielleicht gerne gucken möchte. „Die durch die Hölle gehen“ zum Beispiel. Hab ich gesehen, möchte ich nicht noch einmal sehen. Sehr guter Filme, nur halt unerträglich deprimierend.
Samstag, 28.6.2014
Pina – Tanzt, tanzt sonst sind wir verloren (21:45 bis 23:25 auf 3sat)
Dokumentarfilm von Wim Wenders über Pina Bausch, preisgekrönt und so weiter und so fort. Alles sehr hochkulturig bestimmt, aber das kann man ja auch mal machen.
Sonntag, 29.6.2014
Der rosarote Panther (15:20 bis 17:10 im ZDF)
Das Original von 1963. Hab ich wahrscheinlich gar nicht gesehen, aber es ist ja nie zu spät dafür, etwas Filmgeschichte aufzuholen.
Wir, die Teenager (21:35 bis 22:55 auf arte)
Es nennt sich „Essayfilm“ und es geht um die Entwicklung der Jugendkultur. Wer regelmäßig wie ich unter akuter Nostalgie leidet, für den könnte das was sein. Melancholie inklusive.
Nowhere Boy – Als John Lennon noch ein Junge war (23:30 bis 1:03 im Ersten)
Wir lernen noch ein neues Wort: Biopic! Also eine verfilmte Biographie oder so. Diesmal über die Jugendjahre von John Lennon in Liverpool.
Unfälle beim Rückenschwimmen
Als jetzt gerade im Fernsehen arme Fußballspieler mit Platzwunden auf dem Platz lagen, nach einem Spiel gegen Ghana, das mich ja nur vom Zugucken vollkommen kirre gemacht hat, da musste ich wieder an heute morgen denken.
Heute morgen war ich nämlich Schwimmen. Es ist ja so, dass der feine Herr Gemahl mittlerweile zwei bis vier Mal in der Woche morgens irgendwelchen Sport macht. Absurd, ich weiß, aber so ist es jetzt wohl. Manchmal geht er laufen, manchmal geht er schwimmen, jedenfalls steht er zu absurden Zeiten auf, um sich mit anderen verrückten Menschen zu treffen und sich körperlich zu betätigen. Vorm Mitmachen rettet mich nur, dass ich in einer anderen Stadt arbeite und das morgens zeitlich einfach nicht schaffen würde.
Heute war aber Samstag und es fehlte mir nicht nur an Ausreden, mit ins Schwimmbad zu gehen, ich hatte sogar irgendwie Lust dazu. Und so begab es sich, dass ich heute um kurz nach halb neun im Rüttenscheider Schwimmzentrum ins große Becken stieg und 20 Bahnen in sehr moderatem Tempo hin und her schwamm. Meistens Brustschwimmen, denn etwas anderes kann ich nicht.
Das Rüttenscheider Schwimmzentrum ist nicht schön, aber gut besucht. Ich kenne mich in Essen zu wenig aus, aber ich glaube, die Hallenbaddichte ist nicht besonders gut und man nimmt, was man kriegt und was in der Nähe ist, deswegen nehmen viele Menschen eben das Rüttenscheider Schwimmzentrum.
Weil ich also aber nicht zwanzig Bahnen einfach so nur mit Brustschwimmen schaffe, brauchte ich ein bisschen Rückenschwimmen. Da guckt man dann vorher, ob die Bahn frei ist, legt sich entspannt auf den Rücken und schwimmt drauf los. Danach sieht man ja nicht mehr viel außer der recht unattraktiven Schwimmhallendecke.
Jedenfalls liege ich da so auf dem Rücken und stoße auf einmal gegen irgendwas. Irgendwas ist ein vielleicht Siebzigjähriger, der die gleiche Idee hatte wie ich und die Bahn auf dem Rücken zurücklegen wollte, nur eben in die andere Richtung. Wir entschuldigen uns gegenseitig, stellen fest, dass ja nichts passiert ist, niemand blutet, niemand ist schuld, wir schwimmen weiter und alles ist gut. So geht das also auch. Völlig unspektakulär, aber dafür halt auch nicht so wirklich interessant.
Diese Woche im Fernsehen (16.6.2014 – 22.6.2014)
Ihr guckt eh alle Fußball und das Fernsehprogramm scheint sich darauf eingestellt zu haben, es ist nämlich eher so mittelüberzeugend, aber ich finde bestimmt etwas, was man gucken kann. Also, wenn man nicht sowieso gerade Fußball guckt.
Montag, 16.6.2014
Ein mörderisches Geschäft (20:15 bis 21:45 im ZDF)
Hab ich nicht gesehen, ist vielleicht auch eher so normal okay, aber Devid Striesow spielt mit und das ist ja schon ein ganz gutes Argument für einen deutschen Fernsehfilm.
Dienstag, 17.6.2014
Prohibition (20:15 bis 22:55 auf arte)
Teil 1 bis 3 einer Dokureihe über die Zeit der Prohibition in Amerika. What’s not to like? Nächste Woche gibt’s dann Teil 4 bis 6.
This Ain’t California (22:45 bis 0:20 auf ARD)
Nennt sich Pseudodoku, was auch immer da sein soll, aber es geht um die Skaterszene in der DDR in den Achtziger Jahren. Das klingt zumindest ausreichend amüsant und verrückt, als dass es sich lohnen könnte.
Mittwoch, 18.6.2014
Moonlight Mile (0:00 bis 1:50 auf 3sat)
Zugegebenermaßen ein Verlegenheitstipp, weil sonst wirklich so gar nichts kommt. Ich kenne den Film nicht, denke aber, dass ein Film mit Jake Gyllenhall, Susan Sarandon und Dustin Hoffman nicht ernsthaft schlecht sein kann. Aber es wird bestimmt ganz furchtbar traurig.
Donnerstag, 19.6.2014
Kung Fu Panda (16:40 bis 18:05 im WDR)
Ja ja, Kung Fu Panda. Klingt seltsam, ist aber wirklich lustig. Ich hab irgendwann mal aus Versehen reingeschaltet und würde es wieder tun.
Höhle der Haie (18:15 bis 19:00 auf arte)
Unterwasserdoku! Muss ich denn mehr sagen? (Es ist eine Unterwasserdoku. Mit Fischen! Und Haien!)
Das Spiel von Liebe und Zufall (21:35 bis 22:50 auf arte)
Es ist eine französische Liebesverwechslungsdingensichkomödie nach einem Theaterstück. Kann man ja auch mal machen.
Der Untergang des Römischen Reiches (23:35 bis 2:20 im MDR)
MONUMENTALEPOS! MIT SOPHIA LOREN! UND ALEX GUINNESS! UND ÜBERHAUPT!
Freitag, 20.6.2014
Am Himmel der Tag (21:45 bis 23:10 auf Eins Festival)
Drama mit Aylin Tezel, die ja jetzt im Dortmunder Tatort mitspielt. Kenn ich nicht, lief in der letzten Zeit aber dauernd auf irgendwelchen Spartenprogrammen, bekommt gute Kritiekn und sonst kommt auch wirklich nichts.
Mit der Schultasche in die Welt (23:15 bis 0:00 im WDR)
Doku über die Anfänge des Schüleraustauschs in den Fünfziger Jahren. Denkt man ja gar nicht dran, dass man darüber Dokus machen kann. Der zweite Teil kommt nächste Woche.
Samstag, 21.6.2014
Dick und Doof: Hände hoch – oder nicht (16:15 bis 17:45 auf 3sat)
Sollte man vielleicht mal gucken. Man weiß ja immer nur, dass es das gibt, hat es aber viel zu oft gar nicht selbst gesehen.
Insomnia – Schlaflos (1:15 bis 3:05 im ZDF)
Remake des norwegischen Thrillers aus dem Jahre 1997 (also das Remake, dieser ist von 2002). Auch hier gilt: Ein Film mit Robin Williams, Al Pacino und Hilary Swank kann nicht ernsthaft schlecht sein. Erst recht, wenn Robin Williams den Bösen spielen darf. (Das ist meines Wissens übrigens kein Spoiler.)
Sonntag, 22.6.2014
Saturday Night Fever (20:15 bis 22:05 auf arte)
Gnihihi. Weil wegen, nicht wahr?
Bad 25 (22:05 bis 23:15 auf arte)
Doku von Spike Lee zum 25. Geburtstag von Michael Jacksons „Bad“. Ich verwechsele ja immer Spike Lee und Spike Jonze, aber ich glaube, das ist okay, die machen beide gute Sachen.
Lieblingstweets im Juni (Teil 1)
OBST MIT LEBENSERFAHRUNG! NUDELN MIT TOMATENSOSSE! AUTOS MIT PARKASSISTENTEN! GESCHIRRSPÜLTABS MIT WASSERLÖSLICHER FOLIE! UND GANZ AKTUELL MIT GLEICH ZWEI SONDEREDITIONEN!
Männer.
Weiß man da schon genaueres?
— Geraldine (@socialgeraldine) May 30, 2014
Wir sollten viel mehr auf Obst mit Lebenserfahrung hören.
— Ein Stück Käse (@Einstueckkaese) May 30, 2014
Hosentasche ausgeräumt. Das ist also dieses Narnia!
— Darth Lehrer (@Darth_Lehrer) May 30, 2014
"Wo ist Charlotte?"
"In Afrika."
NA, DAS GRENZT ES EIN!!!
— ⒸⓁⒶⓊⒹⓘⒶ (@orbisclaudiae) June 1, 2014
Ist Twitter im weitesten Sinne ein Aggregatzustand?
— Melanie Voß (@Mellcolm) June 2, 2014
Nudeln mit Tomatensoße, zum Nachtisch Vanille- und Schokoeis. Jetzt noch ein Pferdecomic und um neun das Licht aus!
— Wibke Ladwig (@sinnundverstand) June 2, 2014
Ich war gerade Beifahrer eines Autos mit Parklenkassistent und vielleicht habe ich etwas überreagiert, als ich laut "Hexerei!" rief.
— Jaque Fraque (@JaqueFraque) June 3, 2014
Der Vorteil vom Badminton mit ITlern:
Als ich meine Nichtreaktion auf den Ball mit „BROWSERS!” \o/ kommentierte war kein Spiel mehr möglich.
— Boris Bäsler (@borisbaesler) June 4, 2014
Besuchskind spricht morgens nicht.
Gerne wieder.
— Max. Buddenbohm (@Buddenbohm) June 5, 2014
„Idiot!“
„Weil ich Bonbons mit den Zähnen auswickle?“
„Das sind Geschirrspültabs mit wasserlöslicher Folie!“
„Und?“
„Die kann man mitessen.“
— Nicht Chevy Chase (@DrWaumiau) June 5, 2014
#24hnuf Sieben Rentnerinnen versuchen lautstark zu verhindern dass meine Kinder sich eigenständig Kirschen in eine Tüte packen. Tumult.
— p47r1c14 c4mm4r474 (@dasnuf) June 7, 2014
Tisch reserviert und musste anstelle des Namens "ein schönes Wort" sagen. Hipstersein ist anstrengend.
— umienne (@umienne) June 7, 2014
Muttern: "Auf die Ingeborch musste man immer aufpassen, die wär' damals mit jeden mit, der Kekse hatte." Mann: "Was meinst du mit 'damals'?"
— Ingeborch (@Ingeborch) June 8, 2014
"Ich will in den Weltraum!"
"Orrr, was glaubst du wohl, wo sich dein Planet gerade befindet?"
— Darth Lehrer (@Darth_Lehrer) June 8, 2014
erstmal die katzen eincremen.
— katjaberlin (@katjaberlin) June 9, 2014
"Du wolltest doch Fisch für das Grillen holen!"
"Hab ich doch!"
"Was soll das denn für Fisch sein?"
"Lammlachse!"
— Stefan Graunke (@function) June 9, 2014
Miau!
(retweet wäre angenehm, faven halbwegs in ordung, pokal ginge auch, literaturpreisnominierung scheint angemessen)
— Wl Schmidt (@splitterer) June 10, 2014
Ich spiele Scrabble ja nur, um irgendwann mal an das Wort NOTAR ein ZT anlegen zu können.
— giardino (@giardino) June 10, 2014
Warum die Leute immer gucken, wenn ich mit dem Smartphone durch die Straßen gehe. Früher hatte doch auch jeder einen Kompass in der Hand.
— Mann vom Balkon (@MannvomBalkon) June 11, 2014
Ich kann jetzt nicht. Ich mache Pläne für Nigel.
— Mann vom Balkon (@MannvomBalkon) June 12, 2014
Whoever invented self checkout greatly overestimated the general intelligence of the human race.
— Bill Murray (@BiIIMurray) June 12, 2014
Ich brauche eine Dropdown-Liste für automatische Commitmessages wie "Stirb, Subversion!", "Ich hasse SVN!", oder "Es tut mir so Leid."
— Florida-Magnus (@grindcrank) June 13, 2014
Still no likes on my Froot Loops unboxing video.
— etherbrian (@etherbrian) June 14, 2014
Sturmsonderedition:
Regen wird weniger. Weiterhin viele Martinshörner. Morgen mal gucken, was ich im Garten finde. Könnte noch zwei Klappstühle gebrauchen.
— Draußen nur Kännchen (@dieliebenessy) June 9, 2014
Das Wetter hat gekocht. Es gibt Bäume.
— Darth Lehrer (@Darth_Lehrer) June 10, 2014
Bin jetzt fertig mit Sturmschäden im Garten, war nicht so schlimm, 20 Mio Blütenblätter, paar Äste, 1 Busch und eine Straßenbahn aus Essen.
— Ute Weber (@UteWeber) June 10, 2014
Und dann noch, kaum zu vermeiden, die WM-Sonderedition:
Wurde gefragt, für wen ich bei der WM bin und offenbar war "Preußen Münster" nicht die richtige Antwort.
— ⒸⓁⒶⓊⒹⓘⒶ (@orbisclaudiae) June 12, 2014
"Brasilien und… eine weitere Mannschaft!"
(warum ich nicht Stadionsprecher wurde)
— Darth Lehrer (@Darth_Lehrer) June 12, 2014
Erstaunlich: Mit Goal-Control lassen sich jetzt sogar eindeutige Tore erkennen. #BRACRO
— Melanie Voß (@Mellcolm) June 12, 2014
Wären nicht zwei Bälle effizienter? #wm2014
— Ingo Stützle (@istuetzle) June 12, 2014
"Mit dieser elektrolythaltigen Sprühsahne bietet der Schiedsrichter den erschöpften Spielern eine kleine Erfrischung an."
— schlenzalot (@schlenzalot) June 12, 2014
Kolumbien, „das Griechenland Südamerikas“, gegen Griechenland, „das Kolumbien Europas“.
— Grübelmonster (@mainwasser) June 14, 2014
Die Ruhe nach dem Sturm
Es fing ja eigentlich damit an, dass wir gestern Abend nach Hause kamen und an der Kreuzung auf einmal alle Ampeln ausgingen. Dabei dachte ich mir noch gar nicht so viel, bis wir dann in unsere Straße kamen, wo die Nachbarn über die Straße hinweg laut rufend abcheckten, ob bei allen anderen wohl auch der Strom ausgefallen sei. Ja, war er. Überall. Strom weg.
Für solche Fälle bin ich ja gewaffnet und habe ausreichend viele Kerzen und Streichhölzer im Haus. Nur den Tatort konnten wir dann nicht gucken, dafür schnibbelte ich bei Kerzenschein noch schnell die restlichen Erdbeeren klein und holte den Sekt aus dem Kühlschrank, der musste ja weg, solange er noch kalt war.
Dann kam der Strom wieder.
Und dann kam der Sturm. Eigentlich erwartet man das ja andersrum, erst Sturm und Gewitter, dann Strom weg. Hier im Ruhrgebiet macht man das wohl andersrum. Es war ein ganz schönes Stürmchen mit ziemlich viel Geblitze und bedenklich viel Wasser, das eimerweise vom Himmel runterkam. Plötzlich leuchtete noch nicht mal mehr das RWE-Drehding, und ich wusste nicht, ob das jemand absichtlich abgeschaltet hatte, es einfach ausgegangen war oder ich es einfach durch den Regen nicht mehr sehen konnte.
Währenddessen konnte man auf Twitter schön verfolgen, wo sich das Unwetter noch so umtrieb. Arme Menschen hingen an Bahnhöfen fest oder teilten beunruhigende Videos mit wankenden Bäumen und Dauerblitzen. Vor dem Fenster prasselte und blitzte und stürmte es und irgendwann war dann gut, wir rissen die Fenster auf, um die Luft reinzulassen und gingen ins Bett und schliefen schlecht.
Heute morgen machte ich mich dann todesmutig auf Richtung Bahnhof, in der zugegebenermaßen eher irrigen Hoffnung, zur Arbeit fahren zu können. Dass die U-Bahn nicht fuhr, schien mir angemessen und ich lief zu Fuß, musste dabei ein paar Mal wegen umgeknickter Bäume auf der Straße entlanglaufen und einmal unter einem querliegenden Ast durchkrabbeln, ansonsten ging das aber ganz gut. Natürlich fuhr dann nichts. Also so gar nichts. Arme Menschen lagen in den Gängen auf dem Boden, hatten scheinbar notdürftig am Bahnhof übernachtet, andere saßen auf den Treppen oder standen rum und ließen sich vom Bahnpersonal Bestätigungsschreiben aushändigen, auf denen die Bahn offiziell bescheinigte, dass nichts lief. Also lief ich wieder nach Hause, kam an einem komplett entwurzelten Baum vorbei, klärte noch ab, dass ich wohl eher nicht auf die Arbeit kommen würde und legte mich wieder ins Bett.
Später habe ich dann noch die Situation und das mittlerweile doch verdächtig schöne Wetter genutzt, den Mann zur Arbeit begleitet und dann im Stadtpark nach dem Rechten gesehen. Und jetzt sitze ich wieder auf dem Sofa und lausche dem mittlerweile vertrauten Klang der Sirenen. Da muss noch ganz schön viel aufgeräumt werden.
Irgendwo auf der Holsterhauser Straße
Leicht lädierte Ampel
Extrasicherung beim Zebrastreifen
Baustelle hinterm Bahnhof – heute mit Baum
Irgendwo an der Papestraße (glaube ich)
Komplett entwurzelt
Ecke Gemarkenstraße/Kahrstraße
Unter diesem Baum ist ein armes rotes Auto versteckt.
Dieser Baum hat sich bemüht, zwischen den Autos zu landen.
Komplettentwurzelung – Parkedition
Unwetterbegutachter wie wir (dahinter die Philharmonie).
Auch diese Lichterkette hat es erwischt.
Der Springbrunnen tut so, als wär nix.
Normalerweise ist es im Stadtgarten nicht so unordentlich.
Kreuzung Alfredstraße/Zweigertstraße
Man kann es schlecht sehen, aber die Oberleitungen hängen sehr ungünstig. Diese arme Straßenbahn steht nur dumm rum.
Armes Autochen.
Diese Woche im Fernsehen (9.6.2014 – 15.6.2014)
Weiter geht’s. Auch in der nächsten Woche gibt es wieder das ein oder andere sehenswerte im Fernsehen. Man glaubt es ja kaum, aber es ist so, man muss nur wissen, wann und wo.
Montag, 9.6.2014
Coraline (20:15 bis 21:45 auf 3sat)
Das erste Buch, das ich von Neil Gaiman gelesen habe, wurde ja als schnieker Animationsfilm verfilmt. Ich hab’s noch nicht gesehen, aber es kann eigentlich nicht schlecht sein und meine Mutter fand es auch gut.
Dienstag, 10.6.2014
Der zauberhafte Zug (16:10 bis 16:55 auf arte)
Ich weiß nicht mehr über die Doku, als dass die Kurzbeschreibung in der Fernsehzeitung „Mit der Bahn durch Schottlands Highlands“ heißt und ich finde, das reicht als Argument völlig.
Mittwoch, 11.6.2014
Richard Strauss: Das umstrittene Musikgenie (21:45 bis 22:40 auf arte)
Ich habe gestern zufällig eine halbe Doku über Richard Strauss gesehen und fand das tatsächlich ziemlich interessant. Es ist ja dann auch immer wieder erstaunlich, wenn einem klar wird, dass es von manchen Komponisten richtige Filmaufnahmen gibt, weil die ja noch gar nicht so lange tot sind.
Donnerstag, 12.6.2014
Start der Fußballweltmeisterschaft (20:15 bis 0:30 auf ZDF)
Machen wir uns nichts vor, am Donnerstag startet die Fußball-Weltmeisterschaft. Gucken wir dann halt Fußball, es ist ja auch gar nicht verkehrt. (Es kommt auch sonst nichts bemerkenswertes
Freitag, 13.6.2014
Im Winter ein Jahr (20:15 bis 22:15 auf arte)
Hab ich auch nicht gesehen, klingt aber gut und ist von Caroline Link. Ich mochte bisher ja alles, wo Caroline Link Regie geführt habe.
Samstag, 14.6.2014
Ariadne auf Naxos (20:15 bis 22:35 auf 3sat)
MEHR RICHARD STRAUSS! OPER STATT FUSSBALL! Wer jedenfalls nach der Doku am Mittwoch mehr über Richard Strauss wissen will, kann hier mal wieder eine Oper gucken. Und mit knapp über zwei Stunden Nettospielzeit auch noch eine ziemlich kurze.
Sonntag, 15.6.2014
Hollywoods Spaßfabrik – Als die Bilder lachen lernten (22:30 bis 0:00 auf arte)
Dokumentation über den Produzenten Hal Roach, der unter anderem „Dick und Doof“ auf die Leinwand brachte. Wir haben letztens die zweite Hälfte gesehen und man kann das sehr gut gucken.
Warum ich nicht mehr zu Hohoffs kann
Gestern waren wir ein bisschen spontan in einem sehr teuren Restaurant in Dortmund-Deusen. Es handelt sich dabei um das Hohoffs 800°, wo man hauptsächlich hinfährt, um Steaks in diversen Variationen zu essen. Das macht dann im Wesentlichen auch den Preis aus, denn man bekommt hier nur gutes Fleisch, und das ist eben nicht ganz günstig.
Nun muss man vielleicht noch wissen, dass Steaks in diesem Haushalt sehr ernst genommen werden. Hier wird nicht eben mal so ein Stück Fleisch in die Pfanne gehauen, die Zubereitung wird zelebriert mit gusseiserner Pfanne und Fleischthermometer und allem Drum und Dran. Ich werde auch immer etwas irritiert angeguckt, wenn ich etwas von „Beilagen“ oder „Salat“ erzähle. Soße gibt es hier nicht.
Wir saßen also im Hohoffs auf der Terrasse, hatten leckeres Steak aus den USA und Irland auf dem Teller, dazu Süßkartoffelpüree und gegrillte Paprika, als sich eine Vierergruppe an den Nebentisch setzte. Zwei Damen, zwei Herren mittleren Alters, es gab die Karten und dann ging das Unglück los.
Schon bei der internen Beratung am Tisch wollte ich korrigierend eingreifen.
„Ich nehme ja immer medium plus, das ist sowas zwischen medium und durch.“ („UM GOTTES WILLEN, nehmen Sie bloß nichts, was durch ist, dafür ist das Fleisch doch viel zu schade!“)
„Ich mag das nicht mit dem Blut.“ („Aber das weiß man doch mittlerweile, dass das kein Blut ist, sondern Fleischsaft!)
„Dann bestellen wir zwei Soßen, ja?“ („Wofür denn Soße? Da brauchen Sie auch kein Fleisch für 30 Euro zu bestellen!“)
Tatsächlich versuchten sie dann „medium plus“ zu bestellen, was der Service aber auch nicht wirklich verstand und zu „medium“ korrigierte.
Als dann eine der Damen beim Blick auf die Dessertkarte etwas von „Expresso“ vorlas, lag ich – zumindest metaphorisch – wimmernd unter dem Tisch und wusste nicht mehr, was ich tun sollte. Aber da durften wir auch schon die Rechnung bestellen. Ein Glück. Ich weiß nicht, ob ich mich noch weiter zusammenreißen hätte können.
Und deswegen kann ich vielleicht nicht mehr zu Hohoffs. Oder nur dann, wenn am Nebentisch Leute sitzen, die entweder sehr leise reden, oder sich ihr Steak nicht durchbraten und mit drei verschiedenen Soßen servieren lassen.
Diese Woche im Fernsehen (2.6.2014 – 8.6.2014)
Weil ich ja jetzt immer schon im Vorhinein den Festplattenrekorder programmiere, dachte ich mir, ich kann ja auch meinen Mitmenschen mitteilen, was so in der nächsten Woche interessantes im Fernsehen kommt. Ob es wirklich gut ist, wird sich zeigen, denn das weiß ich auch nicht immer. Aber so muss sich keiner mehr eine Fernsehzeitung kaufen. Außer mir. Total gut. Außer für die Fernsehzeitungsindustrie.
Montag, 2.6.2014
Belle France – Pays de la Loire (19:30 bis 20:15 auf arte)
Ich bin ja Freund von Frankreichdokumentatioen, auch wenn das immer mein Fernweh anfeuert (genau wie Dokus über New York City). Diese Woche gibt es jeden Tag 45 Minuten Frankreich auf arte. Klingt gut. (Es gibt aus dieser Reihe schon zehn Folgen, die man sich hier ansehen kann.)
Jack in Love (22:15 bis 23:45 auf arte)
Tragikomödie von Philip Seymour Hoffman mit Philip Seymour Hoffman. Das reicht in diesem Haushalt eigentlich als Argument.
Dienstag, 3.6.2014
Belle France – Franche Comté (19:30 bis 20:15 auf arte)
Siehe oben.
Die Bio-Illusion (20:15 bis 21:45 auf arte)
Wie funktioniert das eigentlich mit diesem ganzen Biozeug, das es überall gibt und das wir kaufen, um die Welt vermeintlich besser zu machen? Und: Funktioniert das überhaupt? Wahrscheinlich bin ich nach so einer Doku wieder deprimiert, aber es ist halt kompliziert.
Full Metal Village (20:15 bis 21:45 auf ZDF Kultur)
Dokumentation über Wacken. Seitdem mir Isabel von Wacken erzählt hat, finde ich das ja immer sehr spannend.
Mittwoch, 4.6.2014
Belle France – Korsika (19:30 bis 20:15 auf arte)
Siehe oben.
Meerjungfrauen küssen besser (20:15 bis 22:25 auf Tele 5)
Seit ich begriffen habe, dass man sehr gut sehr viel auf öffentlich-rechtlichen Sendern gucken kann, versuche ich die privaten zu meiden, aber: Meerjungfrauen küssen besser! Ganz großartig, von vorne bis hinten! Cher! Winona Ryder! Christina Ricci! Bob Hoskins! Und überhaupt. Ich brauch den aber gar nicht aufnehmen, ich müsste den irgendwo auf DVD haben.
Donnerstag, 5.6.2014
Belle France – Languedoc-Roussillon (19:30 bis 20:15 auf arte)
Siehe oben.
Freitag, 6.6.2014
Belle France – Picardie und Nord-Pas-de-Calais (19:30 bis 20:15 auf arte)
Siehe oben.
Wie ein Mathegenie Hitler knackte (21:05 bis 22:05 auf arte)
Wir sollten alle viel mehr Sachen über Alan Turing lesen und gucken.
Samstag, 7.6.2014
Der Rosenkavalier (21:00 bis 0:35 auf 3sat)
Achtung Oper! Den Rosenkavalier habe ich ja Mitte Dezember in Antwerpen gesehen. Hier kann man ihn sich total bequem auf dem Sofa angucken, dabei gepflegt Wein trinken und wenn man merkt, dass das mit dieser Oper doch nichts für einen ist, macht man eben aus und muss sich nicht heimlich während der Pause verdrücken. Voll praktisch.
Sonntag, 8.6.2014
Thementag Astrid Lindgren (11:30 bis 2:30 auf 3sat)
Sagt alle Termine am Sonntag ab! Auf 3sat gibt es einen Astrid-Lindgren-Thementag. DEN GANZEN TAG LANG LINDGRENFILME!
Die Sendung mit der Maus (11:30 bis 12:00 im Ersten oder bei KiKa)
Weil.
