Lieblingstweets im Dezember (Teil 2)

Die letzten Lieblingstweets des Jahres. Mit viel Omnomnom und ein bisschen Ommm.

Auf dass ihr im nächsten Jahr genauso lustig in der Gegen rumtwittert wie in diesem. Konfetti! Champagner! Guten Rutsch! Und natürlich Käsekuchen!

Sachen erledigen

Gestern habe ich Sachen erledigt. An Weihnachten habe ich mich nämlich geweigert, auch nur annähernd sinnvolle Dinge zu tun, dafür bin ich dann aber gestern kurz vor 7 Uhr morgens leicht panisch aufgewacht und dachte kurzfristig, die Welt könnte untergehen, weil es noch so viel unerledigtes Zeug gibt. Erwartungsgemäß schlief ich dann aber wieder ein und ein paar Stunden später war ich dann wieder einigermaßen sicher, dass die Welt vermutlich doch nicht untergehen würde. Dann habe ich Sachen erledigt:

Sachen erledigen I – Polizeiliches Führungszeugnis

Für die neue Stelle brauche ich ein polizeiliches Führungszeugnis. Das ist prinzipiell kein Problem, außer, dass natürlich alles, wo man zum Bürgeramt muss mit schier unüberwindlichen Hindernissen verbunden ist, aber das ist eine andere Geschichte. Ich hätte das auch schon längst erledigt (vielleicht), wenn das polizeiliche Führungszeugnis nicht bei Vorlegen maximal zwei Monaten alt sein dürfte. Ich habe mich sogar im Internet informiert und da stand, dass die Ausstellung drei bis vier Wochen dauert. Dadurch wird das Zeitfenster deutlich kleiner und der beste Termin zum Beantragen wäre ungefähr jetzt zwischen Weihnachten und Neujahr.

Ich hatte also vor, gestern zum Bürgeramt zu laufen und da ein polizeiliches Führungszeugnis zu Beantragen. Leider (Gott sei Dank!) stand im Internet auch, dass sämtliche Bürgerämter zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen sind. Die Sache hat sich also zumindest aktuell von alleine erledigt und muss jetzt im neuen Jahr nachgeholt werden.

Sachen erledigen II – Passbild für die neue Krankenkassenkarte

Seit ungefähr einem Jahr bekomme ich regelmäßig Schreiben von meiner Krankenkasse, dass ich ihnen doch bitte ein Passbild schicken soll, weil die neuen Versicherungskarten mit Bild sind und die deswegen eins brauchen.

Diese Schreiben habe ich sehr konsequent ignoriert, nicht, weil mich das nicht generell interessieren würde oder ich meine Krankenkasse ärgern wollte, sondern weil das Auftreiben eines (physischen) Passbildes so einen enormen Aufwand darstellte, dass ich mich nicht in der Lage sah, mich dieser Aufgabe zu stellen.

Jetzt ist es aber auch so, dass ich gerne krankenversichert bin und das auch bleiben möchte. Also sah der Plan so aus, vor oder nach dem Besuch beim Bürgeramt irgendwo bei einem Fotografen (alternativ: Fotoautomaten) vorbeizulaufen und ein paar Passbilder machen zu lassen.

Um dann wenigstens alles richtig zu machen, holte ich eines der Schreiben noch mal raus, um es zur Abwechslung mal ganz zu lesen und stellte fest, dass die Krankenkasse nicht nur ein sehr kundenfreundliches Rückschreiben inklusive Umschlag und Kladderadatsch zur Verfügung gestellt hatte, sondern es einem auch praktischerweise ermöglichte, das Passbild online(!) selber hochzuladen(!!!). Nach monatelanger Panik, wie um Himmels Willen ich denn bloß in den Besitz eines aktuellen Passbildes kommen sollte, erledigte sich dieses Problem durch einfaches Lesen des Informationsschreibens von alleine.

Das nächste Problem bestand dann aber darin, dass ich mich auf der Passbildhochladseite der Krankenkasse nicht ordentlich anmelden konnte. Ich befürchtete schon, bei der Hotline anrufen und mit einem Menschen sprechen zu müssen, erinnerte mich dann aber, dass ich irgendwann schon mal mit einem Krankenkassenmenschen gechattet(!) hatte, suchte und wurde fündig. Der erste Versuch schlug fehl und ich monologisierte im Beraterchat ein wenig vor mich hin, beim zweiten Mal antwortete dann tatsächlich jemand auf meine Frage, ob da jetzt ein richtiger Mensch sei, mit dem ich kommunizieren könnte.

Der richtige Mensch wusste dann zwar auch nicht, warum ich mich nicht einloggen konnte, bot mir aber an, ich könnte das Bild auch per Mail schicken, und sie würden es dann hochladen. Das tat ich dann auch und eine weitere Sache war erledigt, ohne dass ich das Haus verlassen musste.

Sachen erledigen IIb – Mitgliedsbescheinigung

Ob ich noch ein Anliegen hätte, frage mich der Krankenkassenmensch.

Ja, sagte ich, ich bräuchte dann auch noch eine Mitgliedsbescheinigung für meinen neuen Arbeitgeber, ob er das auch in die Wege leiten könnte.

Ja, sagte der Krankenkassenmensche, das könnte er, er bräuchte dann nur die Adresse des Arbeitsgebers und das Datum, zu dem ich da anfangen müsste.

Organisiert, wie ich tatsächlich manchmal bin, hatte ich diese Daten sogar parat und eine weitere Sache war erledigt. So ein Beraterchat ist was Feines, das dürfen meinetwegen auch noch mehr Dienstleister so regeln.

Sachen erledigen III – Müll- und Winterdienst

Dann dachte ich, ich bin mal sehr clever und trage den Müll- und Winterdienst für nächstes Jahr in den Kalender ein.

Das mit dem Winterdienst war schnell erledigt. Wir sind immer am Sonntag dran und ich musste kurz überlegen, ob ich das doof finde, entschied mich aber aus zwei Gründen dagegen. Erstens ist es eigentlich praktischer, wenn man an einem Tag Winterdienst hat, wo man wahrscheinlich auch zu Hause ist und zweitens muss es dafür ja erstmal schneien. Da lohnt sich (zumindest bei der aktuellen Wetterlage) der Aufwand des Echauffierens gar nicht.

Nach dem Winterdienst kam der Mülldienst und da musste ich mich dann leider doch echauffieren und das kam so:

Wir sind in diesem Haus acht Parteien inklusive zwei Büros im Haus und einem Hinterhaus. Von den sieben Wohnungen im Haus gehören tatsächlich zwei uns, die wir aber beide nutzen, sozusagen als eine Wohnung, die aber jetzt laut Teilungserklärung und so immer noch zwei getrennte Parteien sind. Das heißt, rein formal gesehen sind wir mit Müll rausbringen dann eben doppelt so oft dran, wenn man das einfach nach Parteien aufteilt. Soweit könnte ich damit auch noch leben, das hefte ich unter persönliches Pech ab, finde es aber trotzdem doof.

Ich bin eigentlich auch ein Freund von gut verstehbaren und klaren Regeln, wenn man nämlich immer mit Ausnahmen anfängt, dann kommen nachher alle an und dann blickt keiner mehr durch. Ich thematisiere immer so wenig wie möglich, um das Risiko, dass andere Leute auf falsche Gedanken und zurückthematisieren könnten, so klein wie möglich zu halten.

Jetzt ist es aber außerdem so, dass nicht nur wöchentlich der Restmüll abgeholt wird, sondern auch alle zwei Wochen die gelbe Tonne und alle vier Wochen das Altpapier in der blauen Tonne. Was bei acht Parteien die etwas ungünstige Situation ergibt, dass dann die Leute, die einmal mit Altpapier dran sind, immer mit Altpapier dran sind und bei der gelben Tonne genauso. Umgekehrt gibt es dann andere Parteien, die NIE mit der gelben oder blauen Tonne dran sind. Auch das würde ich so für sich genommen noch als persönliches Pech abheften. Acht ist nun mal durch vier und zwei teilbar, das ist Mathematik, da kann auch die Hausverwaltung nichts für.

Bei uns summierte sich das aber auf, und beim Eintragen stellte ich fest, dass wir nicht nur doppelt so oft dran sind (eben wegen der zwei Wohnungen), sondern auch beide Male in eine Woche mit gelber bzw. blauer Tonne fallen. Also auch doppelt so viele Tonnen pro Woche rausstellen dürfen. An dem Punkt wurde ich, das passiert mir manchmal und ich schäme mich dann auch ein bisschen, pedantisch und ich zählte nach. Insgesamt sind wir laut diesem Plan 2014 24 Mal mit Tonnen rausstellen dran, während andere Parteien insgesamt 6 Mal dran sind.

Die Differenz war mir dann für persönliches Pech doch zu groß und ich hätte dann demnächst mal was zu klären mit der Hausverwaltung. Es ist übrigens auch für den Rest des Hauses gar nicht so gut, wenn wir übermäßig oft mit Mülltonnen rausbringen dran sind, weil wir das auch übermäßig oft vergessen. Was beim Restmüll vermutlich nicht so schlimm ist, beim Altpapier aber schon mal sehr ungünstig sein könnte. (Aus diesem Grund wollte ich das ja auch in den Kalender eintragen, damit wir das nicht mehr ganz so oft vergessen, und nur deswegen bin ich auf diese schlimme Ungleichverteilung gestoßen.)

Dann machte ich noch ein paar Onlineüberweisungen, richtete einen Dauerauftrag ein und löschte zwei und dann hatte ich auf einmal ganz viele Sachen erledigt, ohne auch nur die Wohnung verlassen zu müssen.

Wolle Möbel kaufe?

Wer hier oder auf anderen sozialen Netzwerken gut aufgepasst hat, der wird vielleicht schon gesehen haben, dass ich demnächst meine Zweitwohnung auflöse. Da stehen jetzt noch ein paar Möbel drin, die ich allesamt nicht brauche und dementsprechend gerne bis Ende Januar loswerden möchte.

Alle Preise sind Verhandlungsbasis, nur für Selbstabholer, nicht, weil ich nicht wollte, sondern, weil ich da kein Auto habe, mit dem ich irgendwas irgendwo hinbringen könnte. Und glaubense mir, ich habe damals schon ein Billyregal einfach so quer durch Hanau getragen, das mach ich nicht noch mal. Standort ist Hanau-Zentrum, genauer gesagt quasi neben der Zeichenakademie, falls sich da wer auskennt. Da ich nur unter der Woche da bin, kann man auch nur unter der Woche (also von Montag bis Donnerstag) abholen, allerdings bin ich zeitlich sehr flexibel und kann auch mitten am Tag da sein, wenn wir einen Termin vereinbart haben.

Sollte also irgendwas Ihr Interesse wecken, wenden Sie sich einfach vertrauensvoll an mich, die Mailadresse ist nach wie vor anne.risch@gmail.com.

Anzubieten hätte ich:

1. Einen astreinen bunten Teppich von IKEA, der auch nicht mehr im Sortiment ist, also quasi schon Sammlerwert besitzt. Angeblich heißt er LUSY, ist 195 cm lang und 133 cm breit und aus Kurzflor, schmiegt sich also angenehm an die Füße an. Neupreis war wohl 39 Euro, für 20 Euro gehört er Ihnen, ich sauge auch vorher noch mal drüber.

Teppich

2. Dann hätten wir noch das Schlafsofa, auch von IKEA (BEDDINGE heißen die wohl), da habe ausschließlich ich drauf geschlafen. Vor zwei Jahren neu gekauft, also maximal ein Jahr aktiv drauf gelegen (nicht, was Sie wieder denken!). Ich kann das empfehlen, ich habe das gekauft, weil diese Schlafsofas mehr oder weniger in sämtlichen Ferienwohnungen der Welt stehen und erstaunlich bequem sind. Der Bezug ist dunkelbraun, dazu gibt es zwei Kissen und zwei Seitenstützenkissendinger und unten ist noch ein Bettkasten drunter, wo man ganz praktisch sein Bettzeug verstauen kann. Wenn ich das jetzt richtig sehe, gibt es weder den Bezug noch die lustigen Kissen im aktuellen Sortiment, vielleicht ist aber auch nur die Seite von IKEA schlecht aufgebaut oder ich gerade doof. Matratze war die günstigste (und härteste), die es damals dafür gab, allerdings nicht, weil ich geizig war, sondern, weil ich die am bequemsten fand. Insgesamt hat mich der Spaß mit allem drum und dran damals so gut und gerne 400 Euro gekostet, für 180 Euro hätten Sie in Zukunft ein hübsches Sofa fürs Gästezimmer, dass sich in Nullkommanix zum Bett umbauen lässt. Hammer!

Bett

(Die roten Kissen gehören eigentlich nicht dazu, ich würde Sie aber verschenken, wenn man mich nett fragt.)

3. Außerdem gäb es zwei hübsche kleine BILLY-Regale in Birke oder so. Die sind schon etwas älter, was aber vor allem heißt, dass das Holz etwas nachgedunkelt ist. Sonst sind die gut. Man kann Regalbretter reintun und dann Dinge auf die Bretter stellen. Funktioniert super. Eins ist 40 cm breit, das andere wohl 60 cm, auch so ein Sammlerstück. Ich bin aber immer unsicher, kann sein, dass das andere auch 80 cm breit ist, ich hatte kein Maßband und habe mit DIN-A4–Blättern gemessen und mittlerweile auch wieder vergessen, was dabei rauskam. (Bin aber ziemlich sicher, dass ich der Überzeugung war, es müsste ein 80–cm-Regal sein und dann erstaunt war, als es bei der Nachmessung doch eher wie 60 cm aussah.) Wenn Sie Interesse haben, ich messe das gerne noch mal nach. Auf der anderen Seite will ich eh nur 10 Euro pro Regal, da muss man es vielleicht auch nicht so genau nehmen.

Regal 1

Das breitere Regal. Schätzen Sie selbst.

Regal 2

Das kleine Regal.

4. Außerdem hätte ich noch einen hübschen LACK-Tisch, den gibt es meinetwegen umsonst, der kostet ja schon in der Neuanschaffung nix und einen wunderbaren Schreibtisch, dessen Maße mir völlig entfallen sind. Der Tisch ist eigentlich eine Küchenarbeitsplatte mit vier Tischbeinen drunter, also vermutlich um die 55 cm tief und irgendwas zwischen 1 und 1,5 m breit. Gibt’s für 10 Euro, ich kann gerne noch mal nachmessen, wenn ich wieder in der Wohnung bin. Es gibt mindestens eine Macke, von der ich weiß, da ist mir nämlich mal eine Batterie ein bisschen ausgelaufen, ansonsten funktioniert der Tisch aber einwandfrei, er steht und man kann sich dransetzen und Dinge erledigen.

Zudem gibt’s noch einen Top-Drehstuhl aus weißem Plastik namens SNILLE, der überraschend bequem ist, sofern man bei einem Plastikstuhl von „bequem“ reden kann. Gibt’s auch für 10 Euro und aus Erfahrung kann ich sagen, dass ein Plastikdrehstuhl tatsächlich immer noch besser ist als gar kein Stuhl, vor allem, wenn man am Schreibtisch sitzen will.

Außerdem einen hübschen Stoffschrank von Tchibo. Den gibt es auch umsonst, sie müssen ihn nur selbst abholen. Oben gibt es ein Brett, auf das man Sachen legen kann, darunter eine Kleiderstange. Nicht spektakulär, für meine Zwecke aber vollkommen ausreichend.

Schreibtisch, Stuhl und Schrank

Ein Schreibtisch, ein Stuhl und ein Stoffschrank. Der LACK-Tisch ist eh auf jedem zweiten Bild zu sehen, zum Beispiel hier ganz rechts in der Ecke.

5. Last, but not least: EIN KLAVIER, EIN KLAVIER! Es handelt sich hier um ein astreines Digitalklavier von Korg, nämlich das SP-250 und ich habe das vor drei Jahren gekauft, weil es nicht nur in der Preisklasse das beste war, sondern auch Digitalklaviere, die preislich drüber lagen, nicht besser waren. Der Anschlag ist sehr gut, der Sound ist vollkommen okay, es sieht halt nach nix aus, aber ich finde ja, Digitalklaviere sehen grundsätzlich nach nix aus und da habe ich dann lieber eins, was gar nicht so tut, als wäre es ein richtiges Klavier, dafür aber eine ordentliche Mechanik hat.

Trenne mich nur ungern, aber der Mann konnte mir überzeugend darlegen, dass wir hier kein viertes Klavier brauchen. Kommt mit Hocker, Kopfhörer und lustiger Lampe, die man irgendwie so an den Notenständer dranbasteln kann, hab ich aber nie ausprobiert. Neupreis war irgendwas mit 750 Euro, für 500 Euro dürfen Sie es haben. (Da es schon drei Jahre alt ist, befürchte ich, dass die Garantie wohl abgelaufen ist. Da kann ich aber leider auch nichts dran machen.)

Klavier

Im Moment steht der Krempel in Hanau rum, bei einigen Sachen könnte ich mich überreden lassen, sie nach Essen zu transportieren, kann aber nichts versprechen. Das Schlafsofa zum Beispiel ist dafür auch einfach zu groß. Sollte ich zu einem anderen Zeitpunkt in einem anderen sozialen Netzwerk andere Preise genannt haben, dann liegt das daran, dass ich mir die immer spontan ausdenke. Wenn Sie mir nachweisen können, dass ich schon mal für irgendwas weniger haben wollte, dann schicken Sie mir den Link auch an anne.risch@gmail.com und ich lasse mich von meiner Inkonsistenz überzeugen.

Bis Ende Januar muss das Zeug weg sein, deswegen werde ich bei ausreichendem Leidensdruck auch Anzeigen in den gängigen Verkaufsbörsen in diesem Internet schalten, aber vielleicht findet sich ja so schon jemand, der sagt: „So ein Schlafsofa, auf dem Anne Schüßler geschlafen hat, wollte ich immer schon mal haben!“ Dann ist das jetzt Ihre Chance. Ansonsten ist es aber einfach auch ein gutes Schlafsofa.

Filmnostalgie

Heute haben wir „Jurassic Park“ geguckt. Zum 4.203. Mal oder so. Es ist nämlich so, dass wenn ich sehe, dass „Jurassic Park“ im Fernsehen kommt, ich den dann auch gucken will.

Und heute stellte ich dann (zum 4.202. Mal oder so) fest, wie unglaublich gut dieser Film gealtert ist. Man muss sich das nämlich mal vorstellen, der ist zwanzig Jahre alt und wenn ich heute die Szenen mit den Dinosauriern sehe, dann muss ich gar nicht ob der veralteten Tricktechnik kichern, sondern finde die gut. Also, ernsthaft gut. Überhaupt funktioniert dieser Film heute noch genau so gut wie beim ersten Mal, als ich ihn sah, mit der Ausnahme vielleicht, dass ich ja mittlerweile weiß, was kommt. Allerdings wird dadurch maximal die Spannung des Nichtwissens durch Vorfreude ersetzt.

Das ist auch deshalb erstaunlich, weil es ja andere Filme gibt, die ich auch immer noch sehr gerne gucke, die aber nicht so gut gealtert sind. Ich habe zum Beispiel ein sehr gestörtes Verhältnis zu „Sister Act 2“. Das liegt daran, dass ich den damals im kritischen Alter von 12 oder 13 Jahren im Kino sah, also genau in der Phase, wo man anfängt, mit Freunden und nicht mit den Eltern ins Kino zu gehen und halbwegs wahllos irgendwelchen Hollywoodkram guckt und sich irre erwachsen vorkommt, weil keine Disneyfiguren drin vorkommen. Dieses Alter ist kritisch, weil man da nostalgiemäßig ewig drin feststeckt.

Um es anders zu sagen: Ich bin ziemlich sicher, dass „Sister Act 2“ ein mäßiger bis schlechter Film ist, rein objektiv betrachtet, aber ich kann ihn zum Verrecken nicht mäßig bis schlecht finden. Ich sitze hauptsächlich auf dem Sofa, denke „Awwwwww!“ und bin innerlich wieder 13. Es ist schlimm. Ein ähnlich gestörtes Verhältnis habe ich übrigens zu „Twister“ und „Waterworld“. Die habe ich auch beide im Kino gesehen, irgendwie auch ein bisschen einfach, weil sie liefen und das Scala in Opladen halt auch nicht so wahnsinnig viele Säle hatte. Da nahm man, was man kriegte. Jetzt hänge ich in dieser seltsamen Schleife fest, wo ich jedes Mal, wenn „Twister“ im Fernsehen kommt, „Twister“ gucke und jedes Mal „Schon eher ein bisschen schlecht, der Film“ denke. Und mich gleichzeitig wie Bolle über diesen Film freue.

Allerdings kann man bei all diesen Filmen noch nicht mal sagen, dass sie nicht gut gealtert sind, die waren ja schon bedenklich, als sie ins Kino kamen. „Jurassic Park“ dagegen hätte die Chance gehabt, dass man sich heute fragt, was daran eigentlich damals so toll gewesen sein soll, aber das passiert eben nicht. Da haben die Macher ziemlich viel richtig gemacht, die Dinosaurier wirken auch heute noch nicht albern und die Spannung wird sowieso an ganz vielen anderen Stellen erzeugt, da braucht es eben doch nur ein Becher mit Wasser oder eben einen Löffel voll Wackelpudding. Gut gemacht, Herr Spielberg, echt jetzt.

Falalalala la la la la!

Ich flitze heute ein bisschen durch die Wohnung und intoniere „Deck the halls“, gerne auch etwas lauter. Man muss sich ja auch nur vorstellen, dass es 12 Grad kälter wäre, dann wäre das da draußen kein Dauerregen, sondern wunderbar weihnachtlicher Schnee.

Alle Plätzchen gebacken, alle Geschenke verpackt, alle Karten und Päckchen verschickt (die Leute, die Karten von mir bekommen, sollten sie ggf. vorsichtig und nicht im Wind öffnen, das trifft aber auch nicht für alle zu, es ist wie immer kompliziert). Ich war sogar einmal auf dem Weihnachtsmarkt, weil die Kollegen mich dazu nötigten und musste feststellen, dass es sogar ganz nett ist, wenn man sich hauptsächlich von Fressbude zu Fressbude bewegt.

Gestern im FrischeParadies eine unvernünftige Summe Geld ausgegeben und mit zwei Frauen über die Unterschiede des Foie-Gras-Angebots diskutiert (man wollte mir nicht glauben, dass „oie“ Gans und „canard“ Ente heißt), dafür haben wir jetzt Maisentenbrust und Ochsen-Entrecôte im Kühlschrank und echten Champagner (also natürlich den günstigsten, den es gab, was anderes kann man ja nicht bezahlen) vorm Weinregal. Danach das Weihnachts-Carepaket bei Sandra abgegeben und da noch mit selbstgemachtem Chili und Astra versorgt worden. So kann Weihnachten gerne losgehen.

Jetzt noch überlegen, was es eigentlich heute als Vorspeise und als Dessert geben soll und dann in den potentiellen Schneeschauer raus und sich in die Supermarkthölle schmeißen. Geplant ist sonst nichts, das haben wir wieder geschickt angestellt. Wir könnten also rein theoretisch drei Tage lang auf dem Sofa liegen und Kekse essen und dabei kitschige Weihnachtsfilme gucken und ungefähr so hab ich mir das auch vorgestellt.

Und weil ich es dieses Jahr noch nicht mal geschafft habe, ein Weihnachtsliedvideo aufzunehmen, gibt’s halt was anderes. Die diesjährigen musikalischen Weihnachtswünsche werden von diversen Haustieren präsentiert. Ich wünsche nicht nur viel Spaß, sondern auch wunderbare Weihnachten!

Webgedöns wegen Tödlichem Männerschnupfen

Ich würde total gerne was über den Besuch bei der Bäckerei Förster schreiben, bei der wir mit Stollen, Keksen und Schokolade abgefüllt wurden und nach Hause hätten rollen können, wenn es nach Hause nicht (zumindest teilweise) bergauf gegangen wäre.

Stollentesten

Stollentesten (Serviervorschlag)

Ebenso gerne würde ich etwas über Antwerpen schreiben. Also über Antwerpen und den Antwerpener Bahnhof und natürlich über den „Der Rosenkavalier“, der in der Antwerpener Oper von Christoph Waltz inszeniert wurde und wirklich sehr gut war. (Das ist schon mal die Kurzfassung für Leute, die sich fragen, ob sich das lohnt: Ja, tut es.)

Frituur

Antwerpen (Serviervorschlag)

Statt dessen liege ich im Bett und schniefe und huste, weil mich gestern Abend wieder mal der Tödliche Männerschnupfen heimsuchte und sich jetzt mittlerweile im Kopf schön breit gemacht hat.

Oper

Hochkultur (Serviervorschlag)

Was Sie aber machen können: Schon mal bei Sandra und Doreen lesen, wie’s beim Stollentesten war, oder bei diversen Zeitungen nachlesen, wie die Journalisten Waltz‘ Inszenierung fanden. (Spoiler: Von gelungen bis gescheitert ist alles dabei, googeln Sie halt nach „Rosenkavalier Waltz“, und Sie können sich was aussuchen.) Ich fand die Kritik auf Nachtkritik.de am zutreffendsten, habe jetzt aber auch nicht alles gelesen.

Oper II

Der Rosenkavalier (Serviervorschlag)

Und wenn Ihnen dann immer noch langweilig sind, können Sie ja meinen Artikel über das schlechteste Buch des Jahres lesen, den ich letzte Woche noch schrieb, also damals, vor dem tödlichen Männerschnupfen. Im CULTurMAG steht jetzt jedenfalls, warum ich Joël Dickers Bestseller „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ [Werbelink, wenn Sie sich dieses Buch trotz aller Warnungen kaufen, möchte ich wenigstens etwas davon abbekommen] so unfassbar furchtbar fand. Ich habe es trotzdem komplett gelesen bzw. gehört, es war ja ein Hörbuch, was das Raussuchen der schönsten Zitate erheblich erschwert, aber ich schweife ab. Lesen Sie dieses Buch nicht. Oder warten Sie, bis es als Taschenbuch rauskommt und geben Sie wenigstens nicht so viel Geld dafür aus. Wofür es taugt: Die Leute in irgendwelchen sozialen Netzwerken mit Gejammer und Zitaten amüsieren. Immerhin.

Ich geh jetzt noch etwas husten und schniefen.

Eine Tüte Gemischtes (mit ohne Gluten)

Ich habe mich gerade wieder dabei ertappt, wie ich darüber nachdachte, dass ich ja mal wieder was von Neal Stephenson lesen könnte. Oder spezifischer: Ich dachte daran, dass ich ja möglicherweise etwas von Neal Stephenson ZUM ZWEITEN MAL lesen könnte.

Es ist jetzt so, dass die Bücher von Neal Stephenson schon sehr gut sind, aber es ist auch so, dass ich erstens dicke Bücher für überschätzt halte (es sei denn, sie sind von Walter Moers, dann nicht) und dass ich zweitens genug Bücher auf dem SUB* habe, als dass ich jetzt nicht dringend überhaupt irgendein Buch zum zweiten Mal lesen müsste. Zumal aus irgendeinem dunklen Winkel meines Gehirns tatsächlich explizit „Baroque Cycle“ geflüstert wurde und das eigentlich nun wirklich nicht mein Ernst sein kann.

Ich habe keine Ahnung, woher diese Idee kommt, aber ich befürchte da eine massive Fehlfunktion. Eventuell muss ich zum Jahresende mal auf meine Grundfunktionen überprüft und gegebenenfalls auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Das kann so nicht richtig sein.

Ich bin ja vermutlich allergisch gegen irgendwas. Das wirkt sich so aus, dass ich regelmäßig zu Hustenanfällen neige, in die ich mich auch schön hineinsteigern kann. Das klingt eklig und fühlt sich auch eklig an, mehr passiert aber eigentlich nicht. Ich habe das jetzt schon seit Jahren, irgendwann vor zehn Jahren war ich mal bei drei bis vier Ärzten und habe mich durchchecken lassen, es fand aber niemand was, noch nicht mal der HNO-Arzt, der mir einen Schlauch durch die Nase schob. Und da ich auch Arzttermine gerne vor mir her prokrastiniere und außerdem nicht noch mal einen Schlauch durch die Nase geschoben bekommen möchte, ist seitdem nichts mehr passiert.

Einen gewissen zeitlichen Kausalzusammenhang kann ich lediglich insofern feststellen, dass ich häufiger nach dem Essen huste, allerdings auch mal direkt nach dem Aufstehen (ohne Frühstück) und gefühlt häufiger im Winter. Auf jeden Fall AUCH im Winter, was Pollenflug also weitgehend ausschließt. Im Moment habe ich den Verdacht, es könnte Glutenunverträglichkeit sein. Alternativ Lactoseintoleranz, da ich aber auch schon nach einem Burger hustete, ist das mit dem Gluten wahrscheinlicher. Jetzt ist es aber so, dass ich weder Glutenunverträglichkeit noch Lactoseintoleranz besonders gut finde und das nicht haben möchte. Ich mache das also wie mein Vater, der sich beharrlich weigert, sich den Blutdruck messen zu lassen, weil sonst nachher irgendwas Unangenehmes dabei rauskommen könnte und prokrastiniere den Besuch beim Allergologen weiter vor mir her. Die unbestechliche Logik ist nämlich, dass solange niemand eine Glutenunverträglichkeit bei mir feststellt, ich auch keine Glutenunverträglichkeit habe.

Menschen in meinem Umfeld sehen das übrigens anders und finden, ich sollte mal dringend zum Arzt. Aber ist auch klar, die haben ja dann auch keine Glutenunverträglichkeit. Aber ich dann.

Wo wir gerade bei lustigen Ärztegeschichten sind. Ich erzählte neulich im Bus mal wieder die Geschichte, wie ich bei der medizinischen Einstellungsdingsbumsuntersuchung damals bei der Ausbildung auf ganzer Linie gescheitert bin. Aus irgendeinem Grund versage ich bei diesen Untersuchungen immer kläglich, obwohl ich sonst eigentlich normal gesund bin.

Was ich gar nicht kann, ist dieses Lungenmessgerät, wo man in diese Klopapierrolle pusten soll. Da brauche ich mindestens drei Versuche, bis verwertbare Ergebnisse rauskommen. Beim Hörtest wurde mir nicht genau genug erklärt, was passieren würde, also wartete ich geduldig darauf, dass es irgendwann „PIEP!“ machte, um dann stolz auf das eine oder andere Ohr zu zeigen, und merkte dann irgendwann, dass der Ton wohl eher langsam eingefadet wurde, was ich in der ganzen Erwartung ob eines „PIEP!“ überhaupt nicht registriert hatte. Was beim Sehtest war, weiß ich nicht mehr, aber gucken kann ich ja eh nicht so gut, das ist kein Fensterglas in meiner Brille, das hat Funktion.

Komplett versagt habe ich dann bei dem Kniereaktionstest mit dem Hämmerchen. Ich kenne das so, dass man irgendwo sitzt und das Bein baumeln lässt und sonst nichts tun muss, das macht der Körper ja von alleine, wenn er denn ordentlich funktioniert. Die Betriebsärztin bestand aber darauf, das Ganze im Liegen zu machen. Warum, weiß ich nicht. Es ist aber auch so, dass mein Körper und ich eine eher gestörte Kommunikation haben und er nicht immer das macht, was ich ihm sage, was er tun soll. Die Ärztin sagte mir also, ich solle jetzt das Bein mal ganz locker lassen, ich sagte dem Bein das, das Bein hörte mir aber nicht zu. Vielleicht fand es die Aktion auch einfach albern. Während die Ärztin mich also in immer lauterem Ton anfuhr, ICH SOLLTE DOCH EINFACH MAL LOCKER LASSEN!, weigerte sich das Bein konsequent, diesen Anweisungen Folge zu leisen. Letztlich durfte ich dann die Beine baumeln lassen und es stellte sich raus, dass bei Hämmerchenschlag ausreichend Reaktion vorhanden war.

Einstellungsuntersuchungen kann ich also nicht, obwohl ich mir immer sehr viel Mühe gebe.

Es gibt Leute, die überlegen, ob sie in Geschichten, die sie mir erzählen, Hunde mit einbauen, damit ich sie mir besser merken kann. Ich merke das nur an und weise darauf hin, dass diese Idee nicht annähernd so absurd ist, wie sie vielleicht auf den ersten Blick klingt.

*SUB – Stapel ungelesener Bücher

Lieblingstweets im Dezember (Teil 1)

Mit Verspätung, weil ich ja nach Antwerpen musste. Wollte. Durfte. Wie auch immer.

Schöner Suchen, Teil 9

Mal wieder beantworte ich die Suchanfragen, mit denen Menschen auf meinen Blog gefunden haben. Ich gebe mir viel Mühe, hilfreich zu sein, scheitere aber gelegentlich kläglich.

was nimmt man zum picknick mit

Eine Decke, ein paar Gläser, Teller und natürlich Besteck (im Zweifelsfall geht hier auch aus Pappe oder Plastik) und vor allem aber Essen und Trinken. Gerne Sekt oder Bier, aber auch Saft oder Wasser. Bisschen Obst, Käse und Brot, vielleicht ein leckerer Salat. Frikadellen gehen gut und generell alles, was nicht allzu empfindlich ist und was man dementsprechend in einer Tasche rumtragen kann. Schönes Wetter. Kann man aber leider nicht bestellen und mitnehmen.

haus umbauen vorher nachher

Ich bin ja immer in Wohnungen eingezogen, die schon so gut wie fertig waren. Die letzten zwei Male mussten wir noch nicht mal mehr tapezieren und streichen. Ich möchte kein Haus umbauen. Ich kenne Leute, die das gemacht haben und so großartig das Ergebnis nachher war, ich wäre irgendwo auf dem Weg dahin vor lauter Verzweiflung und Überforderung jämmerlich eingegangen. Frag mal den Sven oder die liebe Nessy, die müssten sich mittlerweile damit auskennen.

wo find ich mein rad, wenn ich das an die s bahn station abgestellt hab köln

Vermutlich da, wo du es abgestellt hast. Es sei denn, es ist geklaut. Dann gar nicht.

sie will immer nur lesen

Schlimm, diese Lesesucht. Da hatten die Leute früher schon recht. Die Welt schrieb bereits darüber, wie diese Romanleserey sich auf die Geschlechtstheile auswirkt.

was geht sonst so was bedeutet diese frage

Das bedeutet: „Was geht sonst so?“ Ist aber vermutlich nicht wörtlich gemeint, sonst könnte man auch sagen: „Die Ente da.“ Oder: „Meine Uhr, die geht auch!“ Statt dessen heißt es sowas wie: „Wie geht es dir und was hast du sonst in der letzten Zeit so gemacht?“, ist also eine übliche, wenn auch etwas flapsigere, Begrüßungsfloskel, vor der man keine Angst haben muss.

ein mal blutspenden muss ich dann immer blutspenden

Gute Nachricht: Nein. Man kann, muss aber nicht. Ich weiß auch nicht, wie das gehen sollte. Da kommen dann Menschen, und schleppen einen zur Blutspendestation? Man muss eine Strafe zahlen, wenn man nicht zum Blutspendetermin erscheint?

Nein nein, keine Sorge. Es gibt keine Verpflichtung zur erneuten Blutspende. Es ist alles ganz harmlos.

mutter hat keine lust plätzchen zu backen

Das ist zwar traurig, es gibt aber eine Lösung: Back halt selber! Je schneller du lernst, wie man Plätzchen backt, desto besser. Und ich kann versprechen, dass es gar nicht so schwer ist, es sei denn natürlich, man hat Perfektionsdrang oder backt sowas Absurdes wie die Haselnussnougatplätzchen, die ich neulich backte und wo ich beim Zusammensetzen der eher fragilen Plätzchenhälften beinahe weinend in der Küche zusammengebrochen wäre.

(Hinweis: In dieser Antwort ist eine heillose Übertreibung versteckt. Ich kann die Haselnussnougatplätzchen aber dennoch nicht empfehlen. Spaß ist anders.)

was bedeutet 22h non mention#

Was eine Nonmention ist, erkläre ich hier. Die 22-Uhr-Nonmention (gerne als Hashtag #22hnonmention im Tweet erwähnt) ist eine Nonmention, die man traditionsgemäß pünktlich um 22 Uhr absendet. Solche Tweets sind ob der späten Stunde und dementsprechend fortgeschrittenem Rotweinzustand oft etwas gefühlsduselig. Meistens ist man selber nicht gemeint.

was bringt gitarrenlehrer

Viel, jedenfalls, wenn es der richtige ist. Zum Beispiel lernt man lustige Griffe, die man sich sonst nicht zugetraut hätte und kriegt auch Tricks gezeigt, auf die man allein so schnell gar nicht gekommen wäre.

Natürlich kann man sich auch alles selbst beibringen, aber es besteht eben eine Chance, dass man es sich falsch beibringt. Wichtig ist immer, dass man einen guten Gitarrenlehrer findet, oder vielmehr einen, der einen versteht und den man versteht. Das ist nicht selbstverständlich, deswegen gibt es aber meistens so etwas wie Probestunden, da kann man dann schon mal rausfinden, ob es prinzipiell passt oder nicht. (Über meinen Gitarrenunterricht schrieb ich vor langer Zeit schon hier.)

ich fahre mich unter den tisch mit meine eisenbahn

Ich… ähm… ich… Ach egal, mach einfach, was du für richtig hältst.

Eine Tüte Gemischtes

Aus aktuellem Anlass habe ich bei der letzten längeren Autofahrt die Akzeptanz von Sanifairwertgutscheinen an deutschen Raststätten getestet.

Bisherige Bilanz: An der Raststätte Bad Camberg akzeptierte man bei Burger King ohne mit der Wimper zu zucken drei Sanifairwertgutscheine für einen einzigen Bestellvorgang. Ein paar Stunden später durfte ich auch ohne Ermahnung einen hoffnungslos überteuerten Schokoriegel mit zwei Sanifairwertgutscheinen kaufen (Raststätte vergessen, irgendwas zwischen Frankfurt und Stuttgart vermutlich). Vor mir wurde gar ein Einkauf über 4,50 Euro mit sieben Sanifairwertgutscheinen verrechnet, ohne dass mit der Polizei gedroht werden musste.

Bei Gelegenheit werde ich das weitertesten, aber im Moment sind keine längeren Fahrten geplant. Zumal ich ja sonst auch eigentlich nie unterwegs auf Toilette muss.

Ich bin derzeit in einer schwierigen Situation. Ich habe nämlich für den Herrn Gemahl ein Weihnachtsgeschenk besorgt.

Ansonsten ist das nämlich so: Wir schenken uns eher nichts, es sei denn, es bietet sich etwas an. Jetzt bot sich allerdings etwas an und in dem Zusammenhang fielen mir noch so zwei bis drei Dinge an, die auch ganz nett wären. Ich habe also akut keine Geschenkeideenkrise, eher im Gegenteil.

Es ist jetzt aber so, dass wenn ich dem Mann das sage, er erstens bis Heiligabend versuchen wird, rauszufinden, was ich ihm schenke und ich das vermutlich nicht durchhalten werde und dass ich ihn zweitens dann in die Bedrängnis bringe, mir auch unbedingt was schenken zu müssen. Das wäre jetzt zwar auch nicht so schlimm, aber ich gehöre leider zu den Menschen, die selten konkrete Wünsche haben und sich gerne überraschen lassen, was natürlich dann den ganzen Druck wieder auf den Schenker überträgt.

Sage ich aber nichts, dann kann es gut sein, dass ich da Heiligabend mit drei bis vier Geschenken stehe und nichts kriege. Was erstens irgendwie doof für mich ist und zweitens bedeutet, dass der Mann dann wieder mindestens drei Tage lang ein schlechtes Gewissen hat, was er ja gar nicht haben muss, weil wir uns ja eigentlich nichts schenken.

Man sieht, es ist kompliziert.

Freitag in einer Woche bin ich bei einer Bäckereiführung, bei der mir Kostproben von Christstollen, Dominosteinen, Zimtsternen und Baumkuchen versprochen wurden. Jedenfalls wurde dieses Gebäck erwähnt, ich habe da einfach mal ganz galant interpretiert, dass man das auch probieren könnte. Jetzt backe ich ja sehr gerne und esse auch gerne so Gebäckzeug.

Was ich von diesem ganzen Weihnachtsgebäckzeugs nicht so gerne mag sind übrigens Christstollen, Dominosteine und Zimtsterne. Ich habe aber beschlossen, damit so offen wie offensiv umzugehen und trotzdem tapfer zu probieren. Eventuell stellt sich ja raus, dass ich sehr wohl Christstollen, Dominosteine und Zimtsterne mag und jahrelang einem schlimmen Irrtum aufgesessen bin. Ansonsten sage ich sowas wie: „Würde bestimmt total gut schmecken, wenn ich das mögen würde.“ Und esse die vierfache Portion Baumkuchen.