Tagebuchbloggen, 01.06.2021

  • Bücher zum Bücherschrank gebracht
  • Diverse alte Nachrichten vom Anrufbeantworter gelöscht
  • Speicher der Fotokamera geleert
  • Eine Ladung Wäsche gemacht
  • Termin zum Restküchenaufbau verschoben, Lieferung verspätet sich, ich bat darum, trotzdem am 18. Juni vorbeizukommen, um die Schränke, die seit Oktober mein Arbeitszimmer blockieren, abzuholen
  • Kabel gesucht, nicht gefunden, sehr ungünstig, weil eines der wenigen Anschlüsse, von denen wir nicht eh diverse Kabel rumfliegen haben
  • Papier zur Papiertonne gebracht
  • Schuhregal aufgeräumt, dabei vier Paare aussortiert, von einem werde ich mich nur schlecht trennen können, aber sie sind leider durch, das kann man sich nicht mehr schönreden
  • Essen aus der Kochbox gekocht, es gab Hähnchenkeulen mit Bulgursalat, sehr zufrieden damit
  • Buch zu Ende gelesen („Miranda in Milan“ von Katherine Duckett)
  • Ukulele gespielt
  • Hund gestreichelt

Tagebuchbloggen, 31.05.2021

Der abendliche Besuch auf der Hundewiese wurde wegen Heimsuchung durch den Sparkassen-Blimp abgebrochen, denn der Hund fand dieses Ding äußerst suspekt, setzte sich in die hinterste Ecke der Wiese direkt an den Zaun und verweigerte die weitere Mitarbeit. Hund also an die Leine und nach Hause. Immerhin hatte er bis dahin schon mit einem anderen Hund gespielt und war zwei Mal dem Ball hinterhergejagt, das musste reichen.

Ansonsten viel Ukulele gespielt, neue Songs ausprobiert, ich glaube, als nächstes übe ich „Nothing Rhymed“ von Gilbert O‘Sullivan und „All That We Have is Now“ von Jesse Winchester.

Neues Hausangebot in einem Ortsteil von Lindlar entdeckt, Haus und Preis machen einen guten Eindruck, Lage hat einen Nachteil, dafür aber drei Vorteile, am ehesten wird es am Garten scheitern, der scheint mir nämlich sowohl zu klein als auch ungünstig geschnitten. Am Ende muss man immer alles vor Ort sehen. Dem Makler des tollen Hauses in Overath schrieb ich am Wochenende eine Mail mit unseren Überlegungen (wir müssten mindestens noch einmal in den Garten), bisher keine Rückmeldung, ich richte mich mental darauf ein, dass er einfach schon Käufer gefunden hat, das würde weitere Überlegungen immerhin angenehm abkürzen.

Tagebuchbloggen, 30.05.2021

Gegen Ende des Monats bekommt der Mai noch mal fast die Kurve, es war ein sehr schönes Wochenende, der Hund kam sehr auf seine Kosten, weil wir ja jetzt auch gerne draußen sind, gestern Hundewiese Mülheim, heute Hundewiese Hattingen. Am Samstag versuchte ich, ob Bällchenspielen im Hof eine Option ist, aber das so mittel erfolgreich, weil die Hund ersten sehr seltsam Bällchen spielt und zweitens sehr schnell das Interesse an Dingen verliert außer an Schnüffeln, Schnüffeln ist immer gut zu jeder Zeit überall. Der Hund liebt Bällchen jedenfalls sehr, hat aber nur bedingtes Interesse daran, ihnen nachzulaufen, er holt sie sich auch gerne auf seine Decke und kaut darauf rum. Wenn sie dann ein bisschen von der Decke wegrollen, starrt er sie gerne an, eventuell in der Hoffnung, sie würden von alleine wieder zurückrollen, tun sie aber nicht, da muss man dann als Mensch nachhelfen.

Heute morgen wachte ich auf und hatte einen Ohrwurm von einem Liedteil, von dem ich zwar sehr sicher wusste, dass es keine Halluzination war, es aber überhaupt nicht zuordnen konnte und mir auch quasi keine Liedzeilen einfielen außer einem sehr vagen „twenty-eight cassettes“. Das Problem war dann, dass ich sehr intensiv darüber nachdenken musste, weil ich ja auch schon alleine aus Neugier rausfinden wollte, welcher Song es jetzt war und Angst hatte, bei Ablenkung würde ich das vergessen. Googeln nach den zwei Wörtern ergab keine sinnvollen Ergebnisse, dann ging ich meine Playlists auf Spotify durch ohne Erfolg und dann wählte ich mehr oder zufällig einer meiner Mix-Playlisten und skippte durch die Songs. Offenbar hatte ich grob eine Ahnung, wann mir das Lied untergekommen sein könnte und hatte tatsächlich recht schnell einen Treffer. Sogar die Liedzeile passte, es wird nur im Internet häufig als „28 cassettes“ geschrieben.

Es ist übrigens „INC.“ von Dori Valentine:

So langsam startet jetzt auch die Balkonsaison wieder, ich habe jetzt schon mehrfach auf beiden Ostbalkonen gesessen. Wir haben ja vier Balkone, einfach an jeder Ecke einen und das Haus ist auch halbwegs gerade von Süd nach Nord ausgerichtet, so dass man die Balkone gut nach Himmelsrichtungen unterscheiden kann. Der Nordostbalkon ist der größte und befindet sich an der Küche, da steht auch der Grill und man kann morgens gut frühstücken, wenn man nicht mit dem Hund raus müsste. Der Südostbalkon ist der, auf dem wir uns am häufigsten aufhalten, denn erstens hängt er am Wohnzimmer und zweitens hat man da fast den ganzen Tag Sonne. Auf dem Südwestbalkon hat man auch fast den ganzen Tag Sonne, aber er hängt an meinem Arbeitszimmer, da läuft man nicht so oft rein und gerade aktuell sowieso nicht, weil ja noch alles voll mit Küchenoberschränken steht. Der Nordwestbalkon ist der kleinste und hängt am Schlafzimmer, da sind wir quasi nie, deswegen steht auch kein Mobiliar drauf, so dass man ihn noch seltener benutzt, weil ja kein Mobiliar drauf steht, man erkennt das Problem. Ich möchte aber, bevor jetzt zu viel Neid aufkommt, darauf hinweist, dass alle Balkone verhältnismäßig klein sind und außerdem alle Türen nach außen aufgehen, was dann in der Balkonplanung noch mal alles schwieriger macht, weil da natürlich ein guter Quadratmeter nie mit verplant werden kann, den braucht man, um die Tür zu öffnen. Außerdem haben wir quasi keine Fenster, weil über all nur Balkontür mit angrenzendem bodentiefen aber nicht zu öffnendem Fenster ist, Frischluft geht also in fast allen Zimmern nur durch Öffnen der Balkontür und die kann man auch nicht auf Kipp stellen, und dann hat man noch den Hund, der zwar noch nie Anstalten gemacht hat, vom Balkon zu springen – aber WEISS MAN’S? – es sind natürlich alles Luxusprobleme, aber das macht es auch nicht einfacher.

Jetzt dachte ich eben, ich hätte nichts zu schreiben und zack, einmal kurz die Balkonsituation beschrieben und schon hat man einen ausreichend langen Beitrag für dieses Wochenende, ich muss jetzt kochen, es gibt Dinge aus dem Kühlschrank, die weg müssen, guten Abend!

Lieblingstweets im Mai

Tagebuchbloggen, 24.05.2021

Am Samstag gab es eine Hausbesichtigung in Wiehl, hier wieder eine andere Situation, Grundstück top, Makrolage na ja und Haus leider auch na ja. Wobei das Haus tatsächlich Potential hat und man viel machen könnte, aber es werden wohl andere Leute sein, die dieses Potential ausschöpfen werden. Mikrolage gleichzeitig toll und doof, man hat nämlich eine Superaussicht, die hat man aber vor allem deswegen, weil man die letzten 900 Meter einen Berg rauffährt und ich weiß nicht, ob ich die nächsten 20 Jahre einen Berg rauffahren möchte, um nach Hause zu kommen, Aussicht hin oder her. Im Wesentlichen haben wir beide gesagt, dass, wenn wir schon den Suchradius ausreizen, dann muss das Haus auch etwas sein, was uns wirklich vom Hocker haut und das hat das jetzt nicht gemacht.

Auf dem Rückweg fuhren wir an einem Haus in Gummersbach und einem in Engelskirchen vorbei, weil wir da schon die Adressen hatten. Das in Gummersbach würde auch nach äußerer Beurteilung der Lage noch in Frage kommen, das in Engelskirchen eher nicht, hier gab es einen krassen Gegensatz von Präsentation im Internet und Gegebenheiten vor Ort, den wir uns auch nicht richtig erklären konnten.

Abends war dann ESC, das kann man aber jetzt nicht adäquat zusammenfassen. Ich mochte die Bandbreite des Wettbewerbs dieses Jahr sehr, mein heimlicher Favorit ist das norwegische Lied, das war zwar sehr simpel hat aber irgendwas in der Melodie, was mich sehr anspricht. Mit den Siegern war ich sehr einverstanden, ich bin aber meistens mit den Siegern sehr einverstanden, auch wenn es nicht zwingend die Songs sind, die ich am besten fand. Die Leute freuen sich immer so, das ist doch toll. Ein bisschen leid tat es mir für den maltesischen Beitrag, dem ich eine höhere Platzierung zugetraut und gewünscht hätte.

Am Montag wollte ich eigentlich vielleicht Steuerunterlagen zusammensammeln, es gab aber schon deshalb anders, weil am Sonntag das neue Buch des Online-Buchclubs verkündet wurde und das war Piranesi von Susannah Clarke und weil ich das eh lesen wollte, kaufte ich sofort das eBook, las noch schnell das aktuelle Buch zu Ende und fing dann an, Piranesi zu lesen und dann wollte ich sehr dringend wissen, wie es ausgeht und dann habe ich am Montag eben Piranesi gelesen und dann war auch schon Abend und die Steuerunterlagen sind immer noch in der Mappe, na ja.

Piranesi von Susannah Clarke [Amazon-Werbelink] also große Empfehlung von mir, das erste Buch seit langem, dem ich auf Goodreads fünf Sterne gegeben habe. Ich warne aber, weil ich das Buch auch für etwas schwierig halte und sehr gut verstehen könnte, wenn man nicht so viel damit anfangen kann. Ich fand’s halt super.

Tagebuchbloggen, 20.05.2021

Der Tag fing so an, dass der Hund kotzte und mein Mann in der Aufregung vergaß, dass man kein Küchenkrepp ins Klo schmeißen darf und jetzt wissen wir immerhin aus eigener Erfahrung, warum man das nicht darf, denn das Klo war dann erst mal verstopft. Mein Mann kippte Chlorax hinterher und versuchte mit so einem Rohrreinigungsding was zu machen, das klappte aber nicht und dann musste ich mit dem Hund raus und er zur Arbeit, also vertagten wir das Problem, wir haben ja noch eine Gästetoilette.

Später war dann auch alles in Ordnung, ich ging trotzdem mit dem Reinigungsding noch mal rein und zog Zeug aus dem Rohr, das will jetzt aber niemand genauer wissen, noch nicht mal ich und ich war dabei.

Abends lernte ich, dass man auf keinen Fall, auf wirklich gar keinen Fall, also wirklich überhaupt nicht Witze über serbische ESC-Beiträge auf Twitter machen darf, denn sonst hat man direkt eine Horde serbischer ESC-Fans am Hals, die einen vorrangig auf serbisch beleidigen, jedenfalls vermute ich das, ich spreche ja kein serbisch und sah mich auch nicht in der Bringschuld, die entsprechenden Beiträge durch Google Translate zu jagen. Da mein Herz jetzt nicht an dem Witz lag, löschte ich den Tweet und blockte einmal durch, jetzt ist es erstmal ruhig. Zum ersten Mal in meinem Leben verspüre ich jetzt natürlich einen latenten Drang, Witze über Serbien zu machen, aber man darf ja nicht, also denke ich am besten nicht weiter nach. (Es bleibt mal wieder die Frage: Was ist mit den Menschen?)

Island und Portugal sind weiter, insofern gehe ich ganz zufrieden ins Bett. Mehr kann ich von diesem Tag wohl nicht mehr erwarten.

Tagebuchbloggen, 17.05.2021

Wegen anhaltender Kopfschmerzen und anderen Körperbeschwerden wollte ich heute offiziell krank sein, das funktionierte aber nicht, weil Dinge passierten und andere Leute in Urlaub waren und dann war ich eben doch nicht krank, verließ aber zumindest das Sofa nicht, dafür hat der liebe Gott ja den Formenlaptop erfunden.

Jetzt sind immerhin die Kopfschmerzen weg, das muss ich der Migräne-App noch sagen.

Tagebuchbloggen, 15.05.2021

Heute war irgendwie ein Kacktag, es fing um 4 Uhr irgendwas an, als der Hund auf seine Decke kotzte und ich aus Sorge auf dem Sofa übernachtete, allerdings zu doof oder zu müde war, um mir eine richtige Decke zu holen. Das war dem Erholungsschlaf nicht zuträglich.

Dann fuhren wir sehr viel durch die Gegend, wurden zwischendurch sehr, sehr nass, der Hund war auch nicht begeistert und jetzt hab ich Kopfschmerzen und im Fernsehen kommt auch nichts, so dass ich aus Umschaltunlust den Free ESC gucke.

Zusätzlich sind wir ja vor allem rumgefahren, weil wir noch Restfragen bezüglich des Hauses hatten. Die Fragen ließen sich aber teils wegen Wetter, teils aus anderen Gründen nicht zur allgemeinen Befriedigung klären und jetzt sind wir gefühlt wieder einen Schritt zurück gegangen und müssen nachdenken, wie wir an die Antworten kommen, die wir suchen.