Deutschland, deine Bahnhöfe: Bochum Hbf

Heute mit freundlicher Unterstützung von Ellen und Juli.

Pro: Eigentlich recht ordentlich und aufgeräumt, sieht teilweise auch sehr neu aus. Außerdem: Blumen an der Decke in der Vorhalle (keine Ahnung, ob die immer da sind, aber sie sind hübsch) und gleich zwei Zeitschriftenläden. Schön auch der Ausblick auf die Lokalbrauerei Moritz Fiege nach Osten (Westen? Wie auch immer…). Und im Kiosk gibt’s eben dieses Lokalbier auch zu kaufen, wenn man zum Beispiel für das EM-Auftaktspiel noch was braucht. Und eine hilfreiche übersichtliche Karte des Bahnhofs gibt’s auch. VOR-BILD-LICHST!

Contra: Die eigentlich ganz praktische Lage zwischen Essen und Dortmund wird dem Bahnhof zum Verhängnis, wenn Züge wegen irgendwelcher Störungen dann einfach mal galant um den Bahnhof rumgeleitet werden. In der Vorhalle kein Ticketautomat oder extrem gut versteckt. Dafür fünf im Gang, damit man beim Ticketkaufen auch möglichst ungünstig den anderen Menschen im Weg steht.

Geheimtipp: Kino direkt im oder am Bahnhof. Jedenfalls kommt man direkt vom Bahnhof aus rein. Das hat durchaus was. Und ja, es geht hier um ein ganz normales Kino und kein suspektes Bahnhofskino. Außerdem munkelt man, es gebe exzellente Franzbrötchen bei Kamps.

Besser nicht: Länger als man muss am Hinterausgang rumtreiben. Da will man wohl auch nicht länger als nötig sein.

Die Tour: Auf der Hinfahrt auf Gleis 6 angekommen, bis zum Bahnsteigende gelaufen, um die Moritz-Fiege-Brauerei am Horizont zu fotografieren und dann zum Haupteingang raus in die Stadt. Auf dem Rückweg vom Südring aus von Westen her gekommen und dann auf Gleis 3 und nach Hause.

DSC_0336.NEF

Häuschen

Fiege

Schalter

Zaun

Bahnhof

Notausgang

Schrift

Glänzend

Tafel

Blümskes

Von vorne

Von der Seite

Hübsch

6 Antworten auf „Deutschland, deine Bahnhöfe: Bochum Hbf“

  1. das hier ist jetzt keine „pseudo-naive“ frage, ich weiss es tatsächlich nicht besser, bin mir aber bewusst, dass hier einige mitlesen, die es wissen könnten: auf dem bild 10 von oben sieht man eine karte, die man auch ertasten kann, dieses medium ist also sozusagen „barrierefrei“. ist es tatsächlich so, dass diese sorte karte von der bahn-ag „freiwillig“ installiert wird, es also ab einer gewissen bahnhofsgrösse keine verbindlichkeit gibt? (bitte keine „ich glaube, dass …“-antworten, danke :)

    1. Ich kenn das aus anderen Bahnhöfen nicht, allerdings achte ich auch nicht so drauf. In Bochum stand das Ding sehr prominent mitten in der Vorhalle, deswegen ist es mir auch sofort aufgefallen. Auf einem der Bilder sieht man auch, dass auf den Treppengeländern „Wegweiser“ eingraviert waren. Allerdings weiß ich auch nicht, ob das wirklich so barrierefrei ist, denn das war ja richtige Schrift und kein Braille. Interessantes Detail auf jeden Fall.

      1. @Allerdings weiß ich auch nicht, ob das wirklich so barrierefrei ist, denn das war ja richtige Schrift und kein Braille …

        solange es eine reliefschrift ist (sie sich ertasten lässt), kein problem. im idealfall wird es in beiden schriften ausgeführt, also relief und braille.

  2. drei wichtige ergänzungen:
    1. in der dämmerung strolcht in angemessener entfernung zu den bahnsteigen ein sehr hübscher fuchs über die gleise
    2. wenn man hinten rausgeht und unerschrocken bis zur straße und dann kurz links, dann kommt man zum sehr prima café ferdinand, vor und in dem man ohne schwierigkeiten einen beträchtlichen anteil seiner lebenszeit ganz herrlich verplempern kann
    3. wenn die stimme vom band mal wieder pennt und nicht mitkriegt, was aktuell so los ist, dann kann man – zum beispiel an sehr stillen, sehr staubigen sommernachmittagen, durch die wer halbstarkes auf nem bmx-rad (oder wie das heute heißt) über den sehr leeren bahnsteig gurkt,- eine echte stimme hören, die „hömma, hoffentlich biss du da bald von dem farrad runna!“ ranzt. das gibt’s ja auch nicht mehr so häufig, sowas. wo das so schön ist…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.