52/2012 bis 1/2013 – Webgedöns

Ein schöner Artikel darüber, warum kluge Menschen dumme Dunge tun. Wen dieses Thema interessiert, dem kann ich gleich mal “Predictably Irrational” von Dan Ariely empfehlen, da stehen nämlich auch schön viele Beispiele drin für Situationen, wo wir denken, wir würden total rational handeln, von unserem Gehirn aber sehr geschicht reingelegt werden.

Der Huck Haas versucht jemandem das Internet näherzubringen und stößt relativ schnell an relativ viele Grenzen. Wie erklärt man dieses organisch gewachsene Dings überhaupt? Wie kann ich jemanden dazu bringen, zu twittern, wenn ich direkt zugeben muss, dass sich zunächst sowieso niemand für das interessiert, was er schreibt?

Zur gleichen Zeit fordert Johnny Haeusler auf Spreeblick, dass wir uns das Netz zurückerobern sollen. Weniger auf Facebook, Twitter und co. verlassen, dafür das eigene Blog wieder mehr in den Vordergrund rücken. Finde ich gut.

Weil ich aus Gründen ein bisschen nach Armin Rohde googelte, stolperte ich über dieses in Internetzeit gerechnet uralte Interview mit ihm. Kann man aber trotzdem schön lesen, auch wenn es schon drei Jahre alt ist. Die Antworten werden deswegen ja nicht weniger schön.

Bei Dr. Mutti geht es in der Zwischenzeit um Krippenkinder, bzw. konkreter um einen Artikel im Tagesspiegel, in dem die Kita- und Krippenbetreuung verteufelt wird und man einmal mehr lernt, dass man auf keinen Fall einer Statistik trauen sollte, die man nicht selbst gefälscht hat. Und auch keinen vermeintlichen Beweisen anhand von Studien, die man nicht selbst auch gelesen hat.

Der Journalist David Bauer hat 2012 mit Codecadamy programmieren gelernt und zieht nun eine Bilanz. Ich bin ja dafür, dass mehr Leute ein bisschen programmieren lernen, nicht unbedingt, weil ich glaube, dass man das können muss, aber um ein Gefühl dafür zu bekommen, was das eigentlich bedeutet. Auf der einen Seite merkt man vielleicht, dass das alles eben keine Magie ist, auf der anderen Seite weiß man dann aber auch, wie viel Arbeit in so einem kleinen Programm stecken kann.

Jeff Ryan hat statt dessen 2012 einfach mal 366 Bücher gelesen und schreibt hier darüber, wie er das gemacht hat. Selbstverständlich ist das nicht zwingend ein erstrebenswertes Ziel, aber spannend zu lesen fand ich es allemal. Und eventuell bewirkt es, dass 2013 das Jahr wird, wo ich mich endlich mal mehr an Graphic Novels und Comics rantraue, da gibt es nämlich einiges auf der Wunschliste, was mich doch reizt.

Heike von Köln Format bekommt 18 Jahre, nachdem sie in irgendeiner Fernsehsendung war, Post vom Produktionsteam. Die müssen echt Mangel haben.

Mal wieder ein bisschen Neil Gaiman: Erstens dieses Motivationsposter, das man sich am besten groß ausdruckt und überall hinhängt. Und zweitens diese Lomographiebilder, die er gemacht hat.

Der wunderbare Christoph Niemann hört im Radio ein unglaublich rührendes Interview mit Maurice Sendak und zeichnet dann dazu. Das ist alles so toll, dass einem die Tränen kommen. (“Live your life, live your life, live your life.”)

Ein Fotoprojekt, bei dem Fotograf Francois Brunelle Doppelgänger fotografiert hat. Also wildfremde Leute, die nicht miteinander verwandt sind und sich trotzdem sehr ähnlich sehen.

Außerdem Fotos von einem verlassenen Freizeitpark in Berlin. Genau der, der auch Schauplatz in “Wer ist Hanna?” war. Da würde ich ja übrigens auch gerne mal Fotos machen.

33 Perfectly Timed Photos. Just what it says on the tin.

Hier gibt’s eine schöne Liste mit Bechdel-positiven Filmen und TV-Serien. Dabei ist es vielleicht gar nicht so erstaunlich, dass viele meiner absoluten Lieblingsserien auf der Liste sind.

Ansonsten hätte ich gerne knapp 400 Dollar, um mir diese Quallenlampe kaufen zu können. Im The George in Hamburg gab’s übrigens auch Quallenlampen, aber als ich die fotografieren wollte, waren sie aus und sahen sehr unspektakulär aus. Ich würde aber auch so einen Roboter von Gearbox Robots nehmen.

10 Simple Things to Make You Happier in Your Kitchen. Werde ich mir mal in Ruhe für Vorsatz 4 (“Mehr Zuhause”) zu Gemüte führen.

Auf der Liste der guten Vorsätze 2013 fehlte übrigens Punkt 5: Wieder mehr Cocktails selber machen (und trinken natürlich). Wir haben aus unsere Cocktailphase immer noch ein ziemlich gutes Alkoholsortiment und ich mag das auch wirklich gerne, aber es ist eben auch immer ein bisschen Aufwand. Direkt angesprungen hat mich da dieses Rezept für die Lynchburg Lemonade. Steht jetzt ganz oben auf der Liste, schon wegen dem Namen. Und so einen Yuzu Maple Leaf Cocktail will ich machen. Da kommt Ahornsirup rein, das muss toll sein.

(Die Wissenschaft hat übrigens festgestellt, dass heiße Schokolade am besten schmeckt, wenn man sie aus orangenen Gefäßen trinkt.)

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