Deutschland, deine Bahnhöfe: Wuppertal-Vohwinkel

Pro: Der beste Umsteigebahnhof, rein zeitlich, wenn man von Essen nach Opladen will. Das ist aber vielleicht nur interessant für Leute aus Essen, deren Eltern in Opladen wohnen. Oder umgekehrt. Wie alles auf der Strecke viel Grün drumherum, fast beängstigend, aber ohne Frage nett. Außerdem überall Ausblick und eine Bahnhofshalle, die irgendwann mal wunderschön gewesen sein muss (jetzt allerdings nicht mehr). Packstation! Proberaum! “Elke s Second-Hand Stübchen” [sic]! Außerdem ist der Bahnhof schrecklich fotogen. Obwohl er gar nicht so wirklich hübsch ist. Aber vielleicht gerade deswegen. Furchbar fotogen jedenfalls. Und mit Hausnummer. Total gut.

Contra: Wuppertal-Vohwinkel. Ich meine, echt jetzt. Wuppertal-Vohwinkel. Irgendwann hing ich mal in Wuppertal-Vohwinkel fest, ich hab aber schon vergessen, warum. Es fuhr jedenfalls nichts mehr und wenn man irgendwo nicht festhängen will, dann in Wuppertal-Vohwinkel. In Wuppertal-Vohwinkel ist es kalt und windig, man kann maximal einen Kaffee im Bahnhofskiosk trinken, damit es einem nicht mehr ganz so kalt ist, aber auch nur, wenn man noch Bargeld hat. Und überhaupt. Wuppertal-Vohwinkel.

Geheimtipps: Hoffentlich ist “Elke s Second-Hand Stübchen” [sic] ein ganz großes Ding. Etwas anderes fällt mir nämlich jetzt nicht ein.  

Besser nicht: Im Winter hier festhängen. Dann ist es nämlich kalt und man muss die Eltern anrufen, damit sie nach Wuppertal-Vohwinkel kommen, um einen mit dem Auto hier abzuholen. Hab ich schon mal erzählt, dass meine Eltern kein Navi haben? Nein? Erwähnte ich, dass man nicht im Winter hier festhängen sollte? Klingt das hier so, als ob ich da aus sehr persönlichen Erfahrungen sprechen würde?

Die Tour: Aus der S9 ausgestiegen, ein bisschen auf den S-Bahnsteigen rumgelungert, dann runter in die Bahnhofshalle, rumgestaunt, ein bisschen vor die Tür, von der Sonne geblendet worden, schnell wieder rein, zu Gleis 2, da noch ein bisschen rumgelungert, zwischendurch mit der Schwiegermutter telefoniert und dann in die RB48 Richtung Opladen gestiegen.

Schild

Ausblick

Noch 'n Ausblick

Haus

Grafitti

Mehr Ausblick

Anderes Haus

Ampel

Packstation

Proberaum

Uhr

Elke

Bahnhofshalle

Außen

Hausnummer

Draußen

Elke

Andere Gleise

Kacheln

Zum Bahnsteig

Gleis 2

Uhr

Treppe

Geländer

Aussicht

5 comments

  1. Ines

    Haha, an diesem Bahnhof musste ich früher als Teenager rumhängen, wenn ich nach Konzerten (in Köln? Oder so) wieder ins Ruhrgebiet wollte. Wuppertal Vohwinkel ist für mich echt die Personifikation des Schreckenbahnhofs. Total abgeranzt und sehr gruseliges Publikum in den späten Stunden… deine Fotos zeichnen ein etwas anderes Bild :D

  2. Tina

    Tja, schon wahr, er ist irgendwie gleichzeitig schön und hässlich, der Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel. Schöne alte Gebäude, leider sehr vernachlässigt. Knotenpunkt zwischen Düsseldorf und Wuppertal/Hagen, zwischen Essen und Köln, früher mal wichtig, heute Provinz. Das Stadtteilzentrum von Vohwinkel In ein paar Laufminuten erreichbar, aber leider außer Sicht. Dort ist auch die Endstation der Schwebebahn, die im Moment mal wieder nicht fährt. Immerhin wird der Bahnhofsvorplatz zurzeit erneuert, bald soll auch der Oberleitungsbus nach Solingen hier halten.
    Vielleicht kommt ja eine Zeit, in der solche alten Gebäude wieder als erhaltenswert angesehen werden, und man bereit ist, Geld in ihre Sanierung zu stecken. Bis dahin teilt dieser alte Bahnhof wohl das Schicksal unzähliger, ehemals schöner und heute vergessener Bahnhöfe in Deutschland.
    Ach ja: Am Tag des offenen Denkmals gibt es interessante Führungen durch den Bahnhof, auch durch seine üblicherweise nicht zugänglichen Teile.

  3. infernumstudent

    Ich finde die Gleisnummerierung noch erwähnenswert: 1-6 und dann 11-12.
    Ansonsten hätte ich jetzt gerne Schwebebahn und O-Bus in der Nähe als nahverkehrstechnische Kuriositäten genannt, aber da kam Tina mir ja schon zuvor.

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