Diese Woche im Fernsehen (21.7.2014 – 27.7.2014)

Dieses Mal wieder sehr filmlastig. Kann ich aber nichts für, da müsst ihr euch bei sämtlichen Programmdirektoren beschweren, wenn’s euch stört.

Montag, 21.7.2014

Der Gott des Gemetzels (20:15 bis 21:30 im Ersten)
Wollte ich ja gar nicht gucken, weil ich eskalierende Kammerspiele nur sehr schwer ertrage. Als Frau des größten Christoph-Waltz-Fans konnte ich mich aber nur sehr schlecht wehren und es stellte sich dann auch raus, dass dieser Film nicht nur angenehm kurz ist (ich halte diese Tendenz zum Dreistundenkino ja für eine falsche Richtung), sondern auch ziemlich großartig und überhaupt gar nicht schlimm.

Nach fünf im Urwald (20:15 bis 21:50 auf Eins Festival)
Viel dringender möchte ich aber „Nach fünf im Urwald“ empfehlen, einen Film, den ich noch als Originalvideokassette besaß, einfach, weil ich ihn so unglaublich gut fand. Frank Potentes Debüt, ein unheimlich sympathisches und originelles Filmstückchen, dass ich wirklich allen nur ans Herz legen kann. Außerdem: Axel Milberg! Hurra!

Persepolis (0:35 bis 2:00 im WDR)
Verfilmung der Comicbücher von Marjane Satrapi, in denen sie von ihrer Kindheit im Iran erzählt. Ich kenne nur die Bücher, nach allem, was man so mitbekommen hat, lohnt sich der Film aber auch.

Dienstag, 22.7.2014

Quarks & Caspers (21:00 bis 21:45 im WDR)
Ihr werdet euch einfach damit abfinden müssen, dass ich wild alles mit Ralph Caspers empfehle. Aber das hat ja auch Gründe. Diesmal geht’s um die Kunst der Ingenieure.

Ronin (0:20 bis 2:10 im ZDF)
Sehr schöner Actionthriller mit Jean Reno und Robert De Niro, die zusammen mit anderen Spezialisten einen Koffer besorgen wollen. Wer immer schon ein astreines Beispiel für einen MacGuffin gezeigt bekommen wollte, hier hätten wir eins.

Mittwoch, 23.7.2014

… und jeder sucht sein Kätzchen (22:55 bis 0:25 auf arte)
Eine Französin sucht in Paris ihre Katze und das halbe Viertel sucht mit. Ja ja, französischer Film, ja ja, viel Gerede um nichts. Aber das können sie halt, die Franzosen.

Donnerstag, 24.7.2014

Familiengrab (22:25 bis 0:20 auf 3sat)
Der 54. und letzte Film von Alfred Hitchcock. Da fällt einem ja schnell ein, wie wenige Hitchcock-Filme man eigentlich kennt. Oder man merkt, dass Hitchcock mehr als doppelt so viele Filme gemacht hat wie alle James-Bond-Filme zusammengerechnet. Verrückt. In „Familiengrab“ geht es um eine „Hellseherin“, die einen Alleinerben finden soll. Weil es aber mit ihren Visionen eher so mittelgut klappt, macht sich eben ihr Lover auf die Suche nach dem Erben, der aus guten Gründen gar nicht gefunden werden will.

Das weiße Band (23:35 bis 1:50 im MDR)
Vermutlich kein Film, den ich gucken möchte, was ja nicht die Schuld des Filmes ist, sondern, dass ich so ein sensibles Weichei bin. Michael Haneke drehte einen Film über Opportunismus, Gewalt und den alltäglichen Faschismus in einem Dorf im Jahre 1913.

Freitag, 25.7.2014

Tödliche Entscheidung (22:35 bis 0:25 auf 3sat)
Zwei Brüder brauchen Geld und beschließen, den Juwelierladen der eigenen Eltern zu überfallen. Viel wichtiger aber: Philip Seymour Hoffman spielt in diesem Film, der gleichzeitig der letzte Film des Regisseurs Sidney Lumet war. Wenn ich jetzt nur wüsste, ob ich den schon gesehen habe.

So glücklich war ich noch nie (23:55 bis 1:25 auf ZDF Kultur)
Bei diesem Film weiß ich hingegen, dass ich ihn schon gesehen habe. Devid Striesow spielt einen sympathischen Hochstapler, der das Hochstapeln leider auch nach seiner Entlassung nicht lassen kann. Sehr komisch und tragisch zugleich.

Samstag, 26.7.2014

Ponyo (15:00 bis 16:30 im WDR)
Anscheinend ist Samstag jetzt Miyazakizeit im WDR. Ponyo habe ich gesehen und fand ihn wunderbar rührend. Nur, dass ich halt gewöhnt bin, Animes auf Japanisch (mit Untertitel selbstverständlich) zu gucken, macht es immer ein bisschen schwierig. Dafür kann ich aber eben schon einige Halbsatzinterjektionen. „Hai.“ „Demo…“ „Sou desu ka?“

Welcome to the 90s (21:40 bis 22:35 auf arte)
Auf arte ist gerade Summer of the 90s. Da weiß man ja auch nicht, ob man nostalgisch werden soll oder froh ist, dass das vorbei ist. Ich werde zunehmend nostalgisch, oder, wie man wohl im Volksmund sagt: alt. Schlimm. Es geht übrigens um Musik, falls das noch jemanden interessiert.

Sonntag, 27.7.2014

Inoffizieller Thementag „Irgendwas mit Tiefsee“ (14:00 bis 1:39 auf 3sat)
Es steht nicht offiziell als Thementag in der Fernsehzeitung, aber die Dokumentation tragen Namen wie „Die See der kleinen Monster“, „Das Geheimnis der Buckelwale“ und „Jacques Cousteaus Vermächtnis“. Ich glaube, das kann man mit „Irgendwas mit Tiefsee“ ganz passend zusammenfassen.

Good Bye, Lenin! (20:15 bis 22:05 auf arte)
Empfohlen mit gemischten Gefühlen, ich fand diesen Film nämlich hoffnungslos überschätzt und hatte das Gefühl, sämtliche guten Szenen wären schon im Trailer zu sehen und alles dazwischen Füllmaterial, um irgendwie auf die 110 Minuten zu kommen. Die Story sollte bekannt sein (Kinder einer linientreuen DDRlerin, die sehr ungünstig kurz vor dem Mauerfall ins Koma fiel, versuchen die Illusion der DDR nach ihrem Erwachen aufrecht zu erhalten), möglicherweise habe ich da einfach nie den richtigen Zugang gefunden.

Party auf dem Todesstreifen (23:00 bis 23:55 auf arte)
Eine Musikgeschichtsdoku über die Entwicklung der Musikszene nach dem Mauerfall, wo auf dem ehemaligen Todesstreifen in zahlreichen Bunkern  und Fabrikhallen die Technoszene aufblühte.

Von Veröffentlicht unter TV

3 comments

  1. The Artist FKA ...

    Auch wenn auf TELE5 (am Dienstag um 20:15): Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding ist eine Komödie unter anderem mit Diether Krebs (in seiner letzten Rolle).
    Der Film handelt von den beiden Kumpels Keek (Oliver Korittke) und Kalle (Ralf Richter) die vor Jahren eine Bank überfallen haben. Kalle ging in den Knast, und Keek sollte die Beute gut „aufheben“. Das fällt ihm aber schwer, da er seinen Haschisch Konsum irgendwie finanzieren muss. Richtig in Fahrt kommt der zitatreiche Irrwitz als Kalle aus dem Knast ausbricht, und bei Keek auftaucht, um seinen Teil der Kohle abzuholen.

  2. Ninia

    Da ich es bis jetzt noch nicht erwähnte: Vielen Dank für die Tipps! Ich finde immer wieder etwas, das ich unbedingt sehen wollte und ohne dich vergessen hätte. Heute: Der Gott des Gemetzels.

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