Diese Woche im Fernsehen (1.11.2014 – 7.11.2014)

Samstag, 1.11.2014

Wintertochter (14:00 bis 15:30 auf Bayern)
Kinderfilm mit vor deutsch-polnischer Historie. Kattaka aus Berlin sucht ihren Vater in Polen. Das ist nicht nur Filmpreisprämiert, sondern klingt wie etwas, was man gut auf dem Sofa eingekuschelt gucken könnte.

Küss mich, Kätchen (14:00 bis 15:50 im WDR)
Alternativ kann man sich ja auch die Verfilmung von Kiss Me, Kate aus dem Jahr 1953 angucken. Cole Porter macht sowieso grandiose Musik und so ein bisschen traditionelles MGM Musicalgedöns am Nachmittag hat noch niemandem geschadet. Und jetzt alle: „ANY TOM, DICK OR HARRY! ANY TOM, HARRY OR DICK!“

Das Piano (20:15 bis 22:25 auf Servus TV)
Wo wir gerade bei Musik sind. Auf Servus TV gibt es mal wieder „Das Piano“ mit Holly Hunter, einem nackten Harvey Keitel und der ganz, ganz jungen Anna Paquin. Bin mir unsicher, ob ich noch mal die Geschichte rekapitulieren soll oder ob das doch ein bisschen zur Allgemeinfilmbildung gehört. (Wer’s nicht kennt: Bitte gucken.)

The Music Is Over – Tod & Pop (21:50 bis 22:40 auf arte)
In dieser Doku geht es um den Hang von Musikern zum Untergang. Drogen, Exzesse und was weiß ich nicht noch, einmal quer durch die Musikgeschichte. Klingt düster, ist es vielleicht auch, aber es kann ja auch nicht immer alles lustig sein.

Sonntag, 2.11.2014

Die letzte Metro (20:15 bis 22:20 auf arte)
Schon wieder Truffaut. Ich beginne da ein Muster zu erkennen. Tatsächlich zeigt arte diese Reihe zum 30. Todestag des Regisseurs und ich finde das gut. Einer der Klassiker mit Catherine Deneuve und einem noch recht jungen Gérard Depardieu. Paris, zweiter Weltkrieg, Judenverfolgung, Theater, Liebe und so weiter. Kann man nicht meckern.

Fell – Ein imaginäres Portrait von Diane Arbus (22:35 bis 1:00 auf TELE 5)
TELE 5 wieder. Wo die immer ihre Filme ausgraben. Nicole Kidman spielt die New Yorker Fotografin Diane Arbus, die durch ihren Nachbarn, den „Wolfsmenschen“ Lionel (ein sehr behaarter Robert Downey Jr.) ihr Interesse an Subkulturen entdeckt. Regie hat übrigens Steven Shainberg geführt, der mich ja schon mit „Secretary“ überzeugen konnte.

Antoine und Colette (23:30 bis 0:00 auf arte)
Der zweite Film von Truffauts Reihe über Antoine Doinel ist dieser Kurzfilm, den man schon deswegen nicht allzu oft im Fernsehen zu sehen bekommt. Die Doinel-Filme sind übrigens sehr zu empfehlen, weil sie so schön leicht sind, ohne dabei aber seicht zu sein. Oder so. Ich spare mir jetzt Anmerkungen über Dinge, die sich reimen.

Montag, 3.11.2014

Sie küßten und sie schlugen ihn (20:15 bis 21:50 auf arte)
Der 30. Todestag Truffauts also. Das erklärt vieles. Zum Beispiel, dass heute einer seiner bekanntesten Filme bekommt und zudem der erste Teil der Doinel-Reihe. Der 13-jährige Antoine wird großflächig von den Erwachsenen ignoriert, muckt entsprechend (und verständlicherweise) ab und kommt zur Belohnung ins Heim. Nouvelle-Vague-Fernsehen vom Feinsten. Vom Allerfeinsten!

Das ganze Leben liegt vor dir (20:15 bis 22:10 auf Eins Festival)
Bekanntes Problem: Da hat man gerade in Philosophie promoviert und schon wartet die Karriere im Callcenter. So ist das jedenfalls in Italien bei Marta. Aber natürlich kann man als promovierte Philosophin auch im Callcenter einiges lernen. Was genau, das wird dann wohl in dieser Satire gezeigt.

Majubs Reise zu den Sternen (22:25 bis 23:10 auf 3sat)
Zur Abwechslung mal was eher deprimierendes. Der Afrikaner Mohamed Husen war in den 30er Jahren als Schauspieler in Deutschland gut gebucht. Dann machte er den Fehler, eine Deutsche zu heiraten, was die Gestapo eher nicht so gut fand und der Rest der Geschichte ist leider genauso traurig, wie man es vermutet.

Ranga Yogeshwar in Fukushima (22:45 bis 23:30 im Ersten)
Auf andere Art deprimierend dürfte diese Dokumentation sein. Ranga Yogeshwar durfte in Fukushima drehen und messen und was dabei rausgekommen ist, zeigt das Erste heute spät am Abend.

Unter der Laterne (23:55 bis 2:05 auf arte)
Noch später in der Nacht zeigt arte diesen Stummfilm aus dem Jahr 1928 über den Untergang eines Mädchens, dass sich im Berlin der 20er Jahre konsequent von einer Luxusmätresse zur Straßendirne runterarbeitet.

Dienstag, 4.11.2014

Down by Law (20:15 bis 22:00 auf ZDF Kultur)
„Night on Earth“ hab ich gesehen, „Dead Man“ und „Mystery Train“, aber „Down by Law“ fehlt mir tatsächlich noch in der Liste der Jim-Jarmusch-na-ja-„Früh“-Werke. Dabei spielt da Benigni mit. UND TOM WAITS! Ganz schön nachlässig von mir. (Allerdings könnte auch mal wieder Night on Earth kommen.)

Quarks & Co (21:00 bis 21:45 im WDR)
Heute gucken wir uns mit Ranga Yogeshwar an, was diese Raumsonde Rosetta da draußen im All da macht, warum sie überhaupt da ist und was sich die Wissenschaftler davon versprechen, eine Sonde auf einem Kometen landen zu lassen.

12 Monkeys (22:00 bis 0:40 auf TELE 5)
Tatsächlich habe ich letztens irgendwann aus Versehen angefangen, 12 Monkeys zu gucken, als es vor einigen Wochen im Fernsehen kam. Aufgehört habe ich nur, weil der Film immer so absurd spät kommt und ich dann müde werde und einschlafe. Was ich eigentlich sagen wollte: Ich hatte gar nicht vor, den länger zu gucken, wurde dann aber so in diese Geschichte reingesogen, dass ich nicht aufhören konnte. Terry Gilliams Filme sind war verrückt, aber auch sehr faszinierend. Ach so: Bei 12 Monkeys geht es um einen Sträfling aus dem Jahr 2035, der ins Jahr 1996 reist, um den Ausbruch einer Epidemie zu verhindern, die die Menschheit weitgehend vernichten wird.

Mittwoch, 5.11.2014

Curling – Geheimnisse im Schnee (22:40 bis 0:10 auf arte)
Julyvonne lebt mit ihrem Vater isoliert in einem Vorort von Québec und darf noch nicht einmal zur Schule gehen. Statt dessen entdeckt sie bei einem Spaziergang durch den verschneiten Wald eingefrorene Leichen. Klingt seltsam, düster und bedrückend und gleichermaßen faszinierend. Gut, dass ich immer so ordentlich meine Fernsehzeitung lese.

David Bowie – Cracked Actor (22:40 bis 23:35 auf Eins Festival)
BBC-Doku aus dem Jahr 1975 über den britischen Sänger, Schauspieler, Künstler und was-weiß-ich-was-noch… also, es geht jedenfalls um David Bowie, der in dieser Zeit auch noch besonders experimentierfreudig war.

Lost in Translation (23:30 bis 1:05 auf Hessen)
Bill Murray als alternder Schauspieler verloren in Tokyo. Dann trifft er die ebenfalls etwas verlorene Charlotte (Scarlett Johansson) und ist dann jedenfalls nicht mehr ganz so einsam. Nie gesehen, muss dringend nachgeholt werden, schon wegen Bill Murray und überhaupt.

Donnerstag, 6.11.2014

Wie wir sterben (20:15 bis 22:00 auf 3sat)
3sat widmet sich mit dieser Dokumentation dem Tabuthema Tod. Was passiert eigentlich, wenn wir sterben? Was macht der Körper da und warum? Was bedeutet das Thema Tod für die Forschung? Es gibt sicherlich unzählige Fragen, die man stellen könnte. Diese Doku wird sie nicht alle beantworten können, aber vielleicht ja ein paar.

Drachenläufer (23:45 bis 1:45 im SWR)
Buch vor Ewigkeiten gelesen und ziemlich gut gefunden. Eine Kinderfreundschaft in Afghanistan und die unterschiedlichen Wege, die die beiden Jungen als Erwachsene gehen. Von San Francisco zu den Taliban. Tragisch, dramatisch, aber eben auch schön.

Gottes Werk und Teufels Beitrag (1:50 bis 3:45 im Ersten)
Bei John Irving ist es ja oft so, entweder man liebt oder man versteht nicht, was daran so gut sein soll. Bei den Verfilmungen ist es nicht unähnlich. Ich habe da keine so ausgeprägte Haltung, ich habe ein paar Bücher gelesen und ein paar Filme gesehen, fand sie gut bis sehr gut, würde auch weiter lesen oder gucken, aber nicht zwingend. Heute Nacht jedenfalls könnte man so eine Irving-Verfilmung gucken, die zumindest schon damit lockt, dass der wunderbare Michael Caine mitspielt.

Freitag, 7.11.2014

makro: Teuer Weltraumabenteuer (21:00 bis 21:30 auf 3sat)
Weltraummissionen kostet Unmengen Geld. Da kann man sich schon mal fragen, ob sich der ganze Spaß lohnt und wozu das überhaupt gut sein soll.

Nur die Sonne war Zeuge (1:20 bis 3:18 im Ersten)
Verfilmung von Patricia Highsmiths „Der talentierte Mr. Ripley“ aus dem Jahr 1960. Hier spielt Alain Delon den betrügerischen Ripley, der zur Wahrung seiner geraubten Identität auch mal über Leichen geht.

Die letzten Amerikaner (2:45 bis 4:25 auf TELE 5)
Aus der Reihe „Filme, die ich gut fand, aber nie noch mal sehen möchte“. Neun Männer aus der Stadt wollen mal richtig schön am Wochenende auf Jagd, in den Wald, legen sich mit den heimischen Cajuns an und sind auf einmal selber die Gejagten. Drastisch und krass. Nix für mich, aber ja nur, weil ich so ein Sensibelchen bin.

Von Veröffentlicht unter TV

One comment

  1. Pasadena85

    Lost in Translation kann ich nur empfehlen !
    Einige böse Stimmen behaupten zwar, der habe überhaupt keinen Inhalt,aber ich finde er wirkt sehr stark über Emotionen, die durch die Bilder und die Musik erzeugt werden !
    Ich liebe diesen Film (allerdings ist er in Originalsprache noch besser !)

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