Tagebuchbloggen 3. bis 5.8.2018

Am Freitag eine Abweichung der Mittagsroutine. Weil ich morgens schon ahnte, dass ich abends keine Lust mehr zum Einkaufen haben würde, verlegte ich das Einkaufen in die Mittagspause, nahm ein Leihrad in die Deutzer Einkaufsstraße und besuchte den dort ansässigen REWE. Folgende Erkenntnisse ergaben sich:

  • „Mal schnell“ einkaufen funktioniert nur in Supermärkten, in denen man öfter einkauft. Ich war zwar nicht zum ersten Mal im Deutzer Rewe, bin dort aber noch nicht so oft, als dass ich nicht erst fast alles suchen müsste.
  • Maismehl findet man unter Umständen bei den italienischen Lebensmitteln.
  • Die Strawberry Cheesecake Mochis von Wakame sind großartig. Ich hätte direkt fünf Packungen mitnehmen sollen.

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Auf dem Rückweg dann eine Pastramistulle besorgt und zu Fuß am Rhein entlang zum Büro gelaufen. Mit Stulle auf eine Bank im Schatten gesetzt und mit Blick auf den Dom Mittag gegessen. Auch eine schöne Abwechslung, gerne wieder, zumal ich Besuch von einem Hund bekam, der mir mangels Stöckchen trockene Blätter zum Werfen brachte, was so semigut funktionierte. Das war dem Hund aber egal, insofern gibt es hier keine Beschwerden.

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Am Samtagmorgen stand ich im Supermarkt hinter einem jungen Mann, der die Paprika nicht abgewogen hatte. Bei unserem Stadtteil-Edeka muss man das noch selber machen. Relativ schnell stellte sich heraus, dass der junge Mann nur Englisch sprach, ich erklärte also das Problem, während die Kassiererin die Paprika abwiegen ging und zeigte dann nachher noch mal in der Gemüse- und Obstabteilung, woran man die abzuwiegenden Lebensmittel erkennt, und was man dann tun kann.

Der nette junge Mann ist gerade aus Manhattan nach Essen gezogen und ist Balletttänzer in der hiesigen Oper. Weil ich trotz aller Sozialphobie im Grunde meines Herzens aber auch Rheinländerin bin, gab ich ihm noch meine Telefonnummer für den Fall, dass er Fragen oder Probleme haben sollte. Aller Erfahrung nach ist es unwahrscheinlich, dass sich daraus noch irgendeine weitergehende Bekanntschaft ergibt, auf der anderen Seite weiß man nie und ich war noch nie mit einem Balletttänzer befreundet, man muss jede Chance nutzen.

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Samstags außerdem großes Grillen bei Bekannten. Das Grillen wurde vorher – so wurde es mir zumindest berichtet – per Excel geplant. Wie das aber so ist, kommt natürlich alles anders, wir waren viel zu schnell satt, ich möchte nicht sagen, dass es vielleicht eine dumme Idee war, sich vorher ordentlich an der Gin and Tonic-Bar zu bedienen, aber eventuell war es eine dumme Idee.

Zum Abend hin haben wir Freiluft-Crêpeing gemacht, ich war zu diesem Zeitpunkt schon sehr müde und – sagen wir mal vorsichtig – unausgeglichen, deswegen dauerte es etwas, bis wir ein für die hauptamtliche Crêpe-Bäckerin genehmes Setting eingerichtet hatten. Nachdem das erste Crêpe dann auch sauber in die Hose ging (nicht wörtlich), war es dann aber wieder ein voller Erfolg.

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Am Sonntag musste ich ausschlafen und schlug mich dann bis zum frühen Abend mit Kopfschmerzen rum, ob es das Wetter war oder die Folgen des Vortags oder irgendwie beides oder noch irgendwas drittes, keine Ahnung. Ein Nachmittagsschläfchen half etwas. Gegen Abend buk ich noch eine ganze Ladung Cannelés für ein Podcasthörertreffen, das ist immer sehr zeitaufwändig, weil die kleinen Kuchen insgesamt eine knappe Stunde im Backofen sind, und ich aktuell wieder nur eine Silikonform habe, nachdem mir die alte an mehreren Stellen eingerissen ist.

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An der Aufräumfront tat sich nicht viel. Ich habe den Kram, den ich in den letzten Tagen aus den Kellerkisten geholt habe, noch mal ordentlich weggeräumt, noch mal Papiere wegsortiert und sehr viel Papiermüll nach unten gebracht. Ich fürchte, es dauert nicht mehr lange, bis ich mich ernsthaft um die Küche kümmern muss.

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Außerdem gelernt: Der gute Bäcker macht Sonntag um 11 Uhr zu. Raten Sie, wann ich vor der Tür stand.

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Immer noch keine Meinung zum Wetter. Die Vögelein können mich alle mal.


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