Lieblingstweets im April (Teil 1)

Irgendwie war ich wohl abgelenkt. Die Ausbeute scheint mir diesen Monat deutlich geringer. Oder wart ihr an Ostern alle so furchtbar beschäftigt?

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Na ja, geht doch. Auf in die zweite Monatshälfte.

Der Berg (Edinburgh, Tag 10)

Ich so

In ein paar Jahren werden wir bestimmt wieder auf den Berg steigen. Wenn nicht früher.

Man braucht ja nicht viel, um auf den Berg zu steigen, noch nicht mal richtige Wanderschuhe, denn die Wege sind ja angelegt, und wenn es steil wird gibt es Stufen und sogar Geländer. Manchmal auch da, wo es nicht steil ist, als wäre den Wege-Anlegern zwischendurch langweilig geworden und sie hätten gedacht, ach komm, hier noch ein paar Stufen hin, schadet ja nicht.

See und Ruine

Es gibt auch keine Schluchten, in die man stürzen könnte, man kann hauptsächlich stolpern und unglücklich fallen, aber das kann man ja überall. (So wie meine Oma, die sich nicht mehr raus traut im Winter, wegen dem Eis, weil es da glatt ist und sie ausrutschen könnte und wo sie doch Osteoporose hat und sich immer sofort was bricht. Und dann bricht sie sich wirklich den Oberschenkel, auch im Winter, wo es draußen kalt ist und glatt, und zwar, weil sie nachts in der Küche über die offene Backofentür stolpert.)

Regenbogen

Man kommt also ganz einfach hoch und es ist auch nicht gefährlich und vermutlich ist es auch gar kein Berg, sondern eher ein Hügel, und wenn jetzt etwa Hugh Grant vom Vermessungsamt kommen würde und sagen würde, jetzt gucken wir aber mal, da müssten die Leute ganz schön viel Erde aufschütten, bis das ein Berg würde. Aber es gibt auch nichts Größeres in der Umgebung, jedenfalls nicht in der Nähe und wenn man oben ist, dann ist man ganz oben und guckt auf alles runter und alles, was vielleicht doch höher ist oder ganz sicherlich höher ist, das ist weit weg und dementsprechend hübsch anzusehen, aber keine wirkliche Konkurrenz.

Edinburgh

Und dann steht man oben, nachdem man die restlichen paar Meter über Felsen geklettert ist und jetzt auf Felsen steht und zwischendrin sind Pfützen, weil es irgendwann geregnet hat, aber nicht jetzt, nicht heute, gestern Nacht wohl, aber nicht heute. Weil der Berg so einfach zu besteigen ist und weil sowieso nichts anderes los ist und das Wetter schön und überhaupt, sind noch ganz viele andere Menschen da, die auch auf den Felsen herumstolpern und mal nach Norden gucken, wo die Bucht ist und mal nach Süden, wo hauptsächlich Landschaft ist, und auch nach Osten, wo auch die Bucht ist und im Westen ist die Stadt. Da kann man auch schön hingucken und sagen, guck mal da, da ist das Schloss und da ist das Riesenrad und da hinten waren wir auch schon, siehst du?

Edinburgh

Stadt

Menschen

Zwischendurch macht man Fotos, nach Norden und nach Süden und nach Osten und nach Westen, also eigentlich überall hin, weil ja alles so schön ist und klein und weiter unten. Außerdem ist das Wetter schön und die Sonne scheint so majestätisch durch die Wolken und zur Bucht hin ist ein Regenbogen, wie auch immer der da hingekommen ist, es regnet ja gar nicht.

Sonne

Aber es stürmt. Es stürmt und windet eigentlich dauernd in der Stadt und auf einem Berg ja bekanntermaßen viel mehr und ganz oben auf dem Berg, wo auch nichts mehr drumherum ist, da am allermeisten. Die Pfützen auf dem Boden kräuseln sich vorm Sturm und auf einmal hab ich Panik, dass irgendwas passiert, dass wir alle gleich vom Berg geweht werden bei dem Sturm und der Mann steht da und knipst Fotos nach Norden, nach Süden, nach Osten und nach Westen und auch von mir, wie ich gerade Panik habe und denke, gleich werden wir alle umgeweht und dann geht die Kamera kaputt und die war doch so teuer.

Panik?

Die Panik geht vorbei, aber der Wind eigentlich nicht und wir stehen da rum auf dem Gipfel mit all den anderen Leuten, die gucken und reden und lachen und Fotos machen und wieder runtersteigen und neue Leute kommen raufgestiegen, sogar mit Hunden. Die Mädchen haben alle nur Strumpfhosen an und kurze Kleider und Röcke, die sind hier hart im Nehmen. Nicht so wie ich, ich hab eine lange Hose an und unter der Hose noch eine warme Strumpfhose und ordentliche Schuhe, die ich damals in der Kinderabteilung gekauft hab, weil die Wanderschuhe für Erwachsene alle so hässlich waren, aber die für Jugendliche nicht und Schuhgröße 40 haben auch schon Jugendliche. Auf jeden Fall hab ich gedacht, na ja, wenn wir auf einen Berg raufklettern, da zieh ich mich mal ordentlich an, wer weiß, was da kommt. Aber eigentlich kommt gar nichts, man muss nur ein bisschen aufpassen, wo man hintritt und dabei ist es egal, ob man jetzt eine ordentliche Hose an hat und festes Schuhwerk oder einfach irgendwas, solange es nur keine Absätze hat oder schnell kaputt geht.

Hund

Ich hab vorher noch eine Flasche Wasser gekauft und zwei Millionaire Shortbreads, aber nicht bemerkt, dass das Wasser mit Sprudel war, was hier keiner so wirklich mag und die Shortbreads sind auch nur so halb lecker, aber ich ess trotzdem ein Stückchen. Immerhin hab ich das Shortbread gekauft, damit wir nicht jämmerlich verhungern müssen auf dem Berg, wie damals in Frankreich, wo der Berg höher war und der Weg steiler und schlimmer und das Einzige, das Allereinzigste, was wir als Proviant dabei hatten, war eine Packung Feigenkekse, und das auch eher nur zufällig, weil die noch im Rucksack waren.

Daraus hab ich gelernt, und deswegen hab ich eine Flasche Sprudelwasser dabei und zwei dreieckige Shortbreads und wenn man schon Proviant dabei hat, dann muss man auch was davon essen und zwar auf dem Gipfel, als Belohnung. Wär nur schöner, wenn die Belohnung auch richtig lecker wäre. Oder vielleicht, wenn der Aufstieg so unglaublich anstrengend gewesen wäre, so dass danach alles irre lecker schmeckt. Aber der Aufstieg war nicht so dolle anstrengend und das Shortbread ist nicht so dolle lecker, aber ich ess das jetzt trotzdem. Darum. Aus Gründen.

Anne

Als wir genug im Sturm rumgestanden und Bilder gemacht und in alle Richtungen geguckt haben, klettern wir wieder die Felsen runter, laufen dann aber in eine andere Richtung und landen auf einer großen grünen Wiese, wo eine Gruppe Chinesen mit Steinen Buchstaben auf die grüne Wiese legt und es immer noch sehr windig ist, aber längst nicht so schlimm wie oben auf dem Gipfel.

Wiese

Spitze

Und dann stehen wir so auf der knallgrünen Wiese auf einem Berg in Schottland, auf einem Berg mitten in einer der wunderbarsten Städte der Welt und ich denke nur, was für ein toller Weg, das neue Jahr zu beginnen und dann entscheide ich ganz spontan, dass 2012 ein tolles Jahr wird. Einfach so, weil ich’s kann. Ich kann auf einer Wiese in Schottland im Wind stehen und beschließen, dass 2012 ganz super wird und deswegen mach ich das auch.

Anne

Auf dem Abstieg geht es in einer langen Reihe über eine Felsentreppe den Berg runter. Vor uns Menschen, hinter uns Menschen, und andere Menschen kommen uns entgegen, die wollen noch auf den Berg. Nachher schlottern uns bestimmt die Knie, denke ich, das kenne ich schon von der einen Treppe in Lüttich, wenn ich da runterkomme, dann hab ich auch immer ganz wabbelige Knie.

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Unten angekommen sind die Knie aber gar nicht so wabbelig und schlotterig, sondern ganz normal. Wenn man hochguckt, sieht man, wie sich die Felsentreppe am den Berg herunterschlängelt. So weit sind wir heute hoch und runtergeklettert, standen im Sturm auf dem Gipfel mit anderen Menschen und Hunden, haben Regenbogen gesehen und die Bucht.

Ich wüsste nicht, wie man ein Jahr schöner beginnen sollte. 2012 wird toll. Und jetzt haben wir Hunger und wenn wir das nächste mal hier sind, dann klettern wir hier wieder rauf.

Foto-Fragen-Freitag (Es wird Sommer)

Braucht keine Erklärung mehr, oder? Mehr bei Okka, Steffi und hier

1. Der beste Geruch?

Bettzeug

Blume

Hähnchen

Durchgelüftete und von Sommersonne beschienene Bettwäsche. Frühlingsblumen. Jedoch auch der sensationelle Duft der Brathähnchen vom Imbiss umme Ecke, der jetzt zu Recht mal wieder ganz offiziell zu einer der kultigsten Pommesbuden des Ruhrgebiets gekrönt wurde.

2. Dein Becher/ Deine Tassen?

Tassen

Die Starbucks-Tassen, vom Mann und mir aus der ganzen Welt zusammengesammelt. Wir würden das aber nicht machen, wenn sie nicht so schön wären und so praktisch groß, so dass sie quasi in Dauergebrauch sind und nicht nur blöd dekorativ rumstehen. Mein aktueller Favorit: Edinburgh. Schöne Farbe, schönes Motiv und tolle Stadt ja sowieso.

3. Deine Sonnenbrille?

Sonnenbrille

Kaum getragen, weil ich irgendwie kein Sonnenbrillentyp bin. Saß direkt von Anfang an schief, das hab ich dann aber vor zwei Jahren im Frankreich-Urlaub von einem netten jungen südfranzösischen Optiker für umme richten lassen. Der mochte mich so, dass er mir dann gleich noch Saubermachzeug (ebenfalls für umme) mitgegeben hat. Heute sofort gefunden, probehalber aufgesetzt, sitzt schiefer denn je. Ich kann keine Sonnenbrillen.

4. Welches Buch liest du gerade immer wieder?

Buch

Anniks göttliche Kuchen von Annik Wecker, von mir auch gerne Superbackbuch genannt, weil es eben super ist. Wegen der Hochzeitstortenchallenge, über die man hier und hier mehr erfahren kann.

5. Was würdest du gern verkaufen/ tauschen?

Loch

Nix. Hab alles, was ich brauche und wenig, was ich nicht brauche und von letzterem vor allem nichts Konkretes.

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Wer mir unbedingt was abkaufen will, der soll mal in das Album vom Mann reinhören, entweder oben rechts in dem lustigen iTunes-Widget oder hier.

Gesehen: American Idol

Ja, ich gucke American Idol. Und ja, ich habe auch Deutschland sucht den Superstar gesehen. Mehrere Staffeln lang. Deutschland sucht den Superstar gucke ich nicht mehr, American Idol immer noch gerne, denn Ersteres wird immer schlechter, während Letzteres immer, immer besser wird.

Seit der fünften Staffel sind der Mann und ich dabei, jedes Jahr wieder. Und wir freuen uns, weil die Kandidaten toll sind, und die Jury nicht bekloppt und die Mottoshows wirkliche Mottoshows sind, und die Kandidaten mit ihren Instrumenten auftreten und nicht einfach nachsingen, sondern etwas Eigenes draus machen, und so wir dort auf der Bühne so tolle Leute wie Melinda Doolittle und Kris Allen und Adam Lambert und Casey Abrams stehen und tatsächlich singen können. Hach.

Man muss nur damit klar kommen, dass zwischendurch auch immer Country-Songs gespielt werden, das ist dann sehr typisch amerikanisch, kann aber auch durchaus sehr klasse sein. Mal abgesehen davon, dass Simon Cowell Country allen Gerüchten zufolge auch eher so mittelgut findet und es trotzdem neun Staffeln lang ausgehalten hat.

Und damit ihr meine Lieblinge auch mal kennenlernt, hier eine kleine, feine Videoauswahl… beginnen wir mit der wunderbaren Melinda Doolittle.

Die ebenso wunderbare Brooke White, die leider im Lauf der Show ein bisschen an sich selbst gescheitert ist, mit Love is a Battlefield aber ziemlich klasse war.

Dann natürlich David Archuleta, einer der wenigen, der mich nicht mit Imagine zu Tode gelangweilt hat.

Adam Lambert war eigentlich nur von Anfang bis Ende großartig. Awesome. Legendary.

Dann gab es noch Crystal Bowersox in der vorletzten Staffel…

… die zweite wurde, während Underdog Lee DeWyze gewann. Auch zu Recht.

Mein Liebling der letzten Staffel: Casey Adams (Mit Kontrabass! Wie großartig ist das denn?)

Und zum Schluss Haley Reinhart, die ich von Sendung zu Sendung mehr geliebt habe.

Es gibt noch viel mehr, Kris Allen, für den ich kein schönes einbettbares Video gefunden habe, Jason Castro, der Schnuckel, Blake Lewis und Siobhan Magnus, Matt Giraud und natürlich Elliott Yamin, Katherine McPhee und Taylor Hicks und noch viele, viele andere, die ich geliebt habe und auf die ich mich jede Woche wieder gefreut habe.

Also, bevor jemand wieder denkt „Ach, American Idol, das ist doch aus Amerika, dann ist das doch bestimmt noch schlimmer als DSDS„… Nein, es ist besser, viel, viel besser. Lichtjahre besser. Und gute Musik gibt’s noch obendrauf.

Zum ersten Mal: Eine Hochzeitstorte backen

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Nur, damit das klar ist: Ich habe noch keine Hochzeitstorte gebacken. Der Titel des Blogposts ist somit streng genommen total falsch und irreführend.

Aber: Ich werde demnächst zum ersten Mal in meinem Leben eine backen. Vermutlich auch zum letzten Mal, aber wer weiß? Vielleicht bin ich so super im Hochzeitstortenbacken, dass das mein neues Geschäftskonzept wird. Ich weiß ja gar nicht, wie supergut ich vielleicht im Hochzeitstortenbacken bin, denn ich hab’s ja noch nie gemacht. Möglicherweise bin ich ein Genie. Peggy Porschen, watch your back!

Jedenfalls fängt es so an, dass Doreen “Ich hab auch noch einen Anschlag auf dich vor” sagt. Oh Gott. Ohgottohgott.

“Willst du vielleicht unsere Hochzeitstorte backen?” fragt Doreen dann. Oh Gott. Ohgottohgott. Wiebittewas? Ich? Hochzeitstorte? Oder vielmehr: Ich? Torte?

Wie sich rausstellt, befindet sich sogar eine Konditorin in der Familie, aber die ist dummerweise zum Hochzeitstermin in den USA und steht dementsprechend nicht zum Tortenbacken zur Verfügung. Zu dumm auch. Dass ich direkt die zweite Wahl nach der Konditorin bin, schmeichelt natürlich ungemein, stürzt mich aber zunächst in eine spontane Tortenpanik.

Sicher, ich kann Kuchen und Plätzchen. Und die schmecken gut und sehen auch meistens sehr gut aus. Aber eine ansehnliche Tarte Tatin oder regelmäßige Vanillekipferl und eine Hochzeitstorte, da ist ja schon ein Unterscheid.

In der spontanen Tortenpanik, in der mich im ersten Moment befinde, schlage ich erstmal blind um mich und schlage – Feigling, der ich bin – einen Cupcaketurm als Alternative vor. Cupcakes scheinen mir durchaus machbar und mal abgesehen davon, ich denk mir das nicht aus. Sowas habe ich im Internet schon gesehen und es sah durchaus sehr hübsch und hochzeitig aus. (Ein wunderbares Beispiel ist natürlich auch das hier.)

Doreen möchte aber keinen Cupcaketurm, sondern eine richtige Torte. Etwas, was man gemeinsam anschneiden kann. Da traue ich mich schon nicht mehr, anzumerken, dass man sicherlich auch schöne Bilder davon machen kann, wie man dem Bräutigam verliebt ein Cupcake in den Mund steckt. Na schön, dann eben eine richtige Torte. Wenn die Braut das so will, dann widerspricht man nicht.

Ab da werden sämtliche Kochzeitschriften und Kochbücher gewälzt, die im Haus sind, das Superbackbuch von Annik Wecker aus dem Keller geholt (Gott sei Dank, nicht eingelagert, nur im Keller) und durchgeblättert. Insgesamt ist die Ausbeute eher dürftig. Hochzeitstorten ist anscheinend kein Standardthema in den handelsüblichen Kochzeitschriften – jedenfalls nicht in denen, die ich so habe. Blechkuchen ja, in allen Variationen, aber das taugt ja nicht für mein Vorhaben.

Das Superbackbuch ist schon hilfreicher. Ein ganzes Kapitel mit tollen Torten. Die meisten sind nicht direkt Hochzeitskompatibel, aber erstmal muss ich ja eh lernen, wie das geht, wie man Biskuitboden macht und durchschneidet, wie man Cremes fabriziert und wie man beides übereinanderschichtet, so dass es nachher auch gut aussieht, von innen und von außen. Dafür muss ich ja nicht gleich eine Hochzeitstorte backen, dafür reicht auch eine stinknormale Torte.

Denn fest steht schon mal: Die Challenge ist angenommen. Ich sage “Ja!” zur Hochzeitstorte und wer mich kennt, der weiß, dass da auch nie ein Zweifel bestand. Ich habe eine perfekte Ausrede, um knapp vier Monate Torten backen zu können, ohne dass der Mann kritisch gucken kann. Die Frage, wer das denn essen soll, ist in den nächsten Monaten nicht zulässig, schließlich muss ich Tortenbacken üben. Wer das nachher isst, ist vollkommen zweitrangig, Hauptsache, ich sammle Tortenerfahrung.

Am nächsten Wochenende backe ich die erste Testtorte. Himbeer-Baiser-Torte aus dem Superbackbuch. Im Superbackbuch ist es eine Brombeer-Baiser-Torte, aber Brombeeren gibt es nicht bei Edeka, weder frisch noch tiefgekühlt, also eben Himbeeren. Die Torte wird erstaunlich gut, obwohl ich schon am Anfang vor dem Problem stehe, dass ich nur eine Springform besitze und die beiden Böden nacheinander und nicht gleichzeitig backen kann. Ansonsten alles prima. Ich kriege alles wunderbar aufeinander gestapelt und bin dankbar, dass Baiser von sich aus und ohne viel gutes Zureden sehr hübsch und professionell aussieht.

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Die Torte sieht nicht nur gut aus, sondern schmeckt auch prima. Das künftige Brautpaar ist vom ersten Versuch ausreichend angetan, als dass ich den Job behalten darf.

Als nächstes muss ich dann wohl ein bisschen wichtiges Tortenbackzubehör besorgen. Mehr Springformen, Tortenringe und was es sonst noch so gibt, was ich nicht besitze. Aber ich werde eine Hochzeitstorte backen, zum ersten Mal im Leben. Nur, wie die aussieht und was so reinkommt, das weiß ich noch nicht. Es bleibt spannend.

Wer mehr über die Hochzeitstortenchallenge wissen will und über die Torten, die ich so backen werde, der lese bitte im Foodblog weiter. Da werde ich nämlich in der nächsten Zeit ausführlicher berichten. Bitte hier entlang…

Holländischer Markt (Urlaub, Tag 11)

Letzten Sonntag, am allerallerletzten Urlaubstag, gab es in unserem Viertel einen sogenannten “Holländischen Markt”. Die Ankündigung im Internet war leider ein bisschen spektakulärer als das eigentliche Ereignis, aber es bot zumindest einen guten Aufhänger, um mit Freunden mal die Straße rauf und runter zu schlendern und ein bisschen zu gucken.

Käse gab’s natürlich, und Wurst, Poffertjes, Frikandeln und Süßkram, allerdings auch die üblichen Kramstände mit Stoff, Schals, einem Wunder-BH, Knöpfen und Hassenichjesehn. Dazu lief eine holländische Kapelle die Straße rauf und runter und hat Stimmung gemacht. Oder so.

Aber immerhin: Eine Portion Frikandel speciaal vertilgt, danach eine Runde Poffertjes mit einem ordentlichen Schuss Grand Manier, ein bisschen draußen gewesen, Freunde getroffen und außerdem ein paar hübsche Bilder gemacht. Den nächsten holländischen Markt gucken wir dann aber wieder in Holland an, schlage ich vor.

Wurst

Schals

Kuchen

Bollen

Stroopwaffeln

Stand

Pfannkuchen

Poffertjes

Cedric

Frikandeln

Käse

Mehr Käse

Foto-Fragen-Freitag – Osteredition

Yeah yeah! Die große Osteredition des Foto-Fragen-Freitags. Mehr bei Okka und Steffi und hier

1. Der schönste Moment?

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Nach Hause kommen.

2. Das Leckerste?

Frühlingsmandeln

Vorspeise

Spargelcremesuppe

Lamm

Nachtisch

Lindt Frühlingsmandeln. Gibbet nur zu Ostern und sind so lecker. Vor Jahren hab ich mir verzweifelt einen Riesenvorrat angelegt. Außerdem: Vier-Gänge-Ostermenü im Lieblingsrestaurant. Spargel, Crevetten, Lamm, Mascarponecreme. Mjam.

3. Nie wieder?

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Mangels größerer Katastrophen würde ich sagen, es war vielleicht nicht die klügste aller Ideen, gestern auf der Arbeit den ganzen großen Schmunzelhasen auf einmal zu naschen. Mit Anfang dreißig war mir glaub ich zum ersten Mal so richtig schlecht von zu viel Schokolade. Das muss man auch erstmal schaffen.

4. Dein Hase?

Hasen

HaseN, bitteschön. Die beiden sitzen auf dem Bett, links mein allererstes Kuscheltier, rechts das Häschen, das der Mann aus München mitgebracht hat. Beide haben schon viel erlebt, was man auch ein bisschen sieht.

5. Eier?

Ei

Ach Eier… Ich hätte hartgekochte gefärbte, ungekochte ungefärbte, welche mit Schokolade, welche mit Mandeln, ausgeblasene (gefärbt und ungefärbt) und zum Beispiel diese wunderbare Osterkerze. Ich bin ja immer sehr zurückhaltend, was saisonale Deko angeht, aber das hab ich mir letztes Wochenende gegönnt.

Der Mann hat was gemacht: Entspannungsalbum „Calm Sea“ im iTunes Store

An dieser Stelle mal ein bisschen Werbung in eigener Sache. Wir haben nämlich was Tolles gemacht, bzw. vor allem hat der Mann was Tolles gemacht und ich erzähle jetzt davon.

Letzte Woche hat er sein erstes Album bei iTunes publiziert. Ich hab ein bisschen beim Cover geholfen (das sind im Übrigen Wellen in der Bucht von Arcachon) und bei der Recherche, wie man das mit dem iTunes denn überhaupt macht, aber ansonsten saß er am Rechner und hat die Tracks in Form gebracht und aufgehübscht und was man noch alles so machen muss.

Und vorgestern Abend konnten wir das gute Stück dann zum ersten Mal live im iTunes Store bewundern. Total toll.

Calm Sea

“Calm Sea” ist wunderbar entspannende Entspannungsmusik, das Album funktioniert im Aufbau in etwa so, dass der erste Track dazu gedacht ist, langsam zu entspannen. Dazu hört man etwas Wellenrauschen und Möwengeschrei, vor allem aber schöne elektronische Klangmuster.

Der zweite Track ist dann wirklich zum Entspannen da, deswegen heißt er auch “Relax”. Das geht dann auch schon in Richtung World, alles sehr sphärisch mit Gongs und Ambient-Sounds.

Beim dritten wird man dann wieder etwas wach gemacht, das ist jedenfalls der Plan. Da gibt es dann nämlich auch wieder die Möwen und das Wellenrauschen und die Klangmuster werden ein bisschen aufgeregter.

Der Mann empfiehlt, die Musik leise im Hintergrund laufen zu lassen und dabei möglichst wenig zu tun. Eine der empfohlenen Tätigkeiten ist dementsprechend Liegen. Bei mir funktioniert das ja nur halb. Also, das mit dem entspannen und entspannt bleiben hat prima geklappt beim Testhören letzte Woche. Allerdings schlafe ich dann auch gerne ein und wenn ich einmal schlafe, dann wache ich auch nicht unbedingt so schnell wieder auf.

Klingt interessant? Man findet das Album im iTunes Store unter “Calm Sea” von “The Sound & Silence”. Da der erste und der dritte Track recht lang sind, kann man diese leider nur mit dem gesamten Album kaufen. Dafür sind die Hörbeispiele auch länger und auch gut ausgewählt, um einen Eindruck zu bekommen.

Wir würden uns natürlich ein Loch in den Bauch freuen, wenn jemand (gerne auch mehrere Jemande) das Album kauft. Genauso freuen wir uns über Rezensionen, Feedback und Weiterempfehlungen.

Zu diesem Zweck hier mal der direkt Link zum (deutschen) iTunes Store: bitte klicken und hören.

(Und für den amerikanischen iTunes Store gucke man bitte hier. Amazon dauert wohl ein bisschen länger.)

Florence + the Machine im E-Werk, Köln

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Zur Abwechslung mal was Anderes, hab ich mir gedacht. Na ja, eigentlich hab ich auf YouTube ein Video von Florence + the Machine bei Saturday Night Live gesehen und dachte, das könnte man sich auch mal gut angucken und glücklicherweise war das gar kein Problem, weil der Tourplan zufällig auch durch Köln führte.

Am Freitag war’s dann soweit, nach Elternbesuch und nostalgischem Wandern durch Köln-Mülheim waren wir pünktlich am E-Werk im Schanzenviertel. Schön ist das geworden da, aber ich mag eben auch diesen Industriecharme.

E-Werk

E-Werk II

Vorm E-Werk lauter Menschen, die rauchen oder noch schnell Karten kaufen wollen. Wir haben Karten, wollen aber nicht verkaufen, sondern rein und gucken und hören. Also rein durch die Tür für Leute mit Karten. Tasche wird überprüft, Karten gescannt, alles okay, kann losgehen.

Mit Karten

Voll ist es. Laut ist es. Ich und dreitausend Hipstermädchen, schreibe ich auf Twitter, so ungefähr kommt es mir vor. Das erste Konzert seit langem, wo ich definitiv nicht die Jüngste bin, extrem hohe Frauenquote, Mädels mit lustig bunten Kleider, Zopffrisuren und Nerdbrillen. Wahrscheinlich seh ich genauso aus, will das aber nicht so wahrhaben.

Nach einem Snack (Bockwurst im Brötchen und Nachos mit Salsa), einer Cola und einem Kölsch machen wir uns so langsam auf den Weg in den Innenraum. Wenn man den Umweg über die Toiletten nimmt, kommt man direkt an der Bühne raus, es ist wirklich ziemlich voll, wir drängeln uns so ein wenig an die Leute dran, man kann was sehen, aber gut ist anders.

Noch spielt die Vorgruppe, irgendeine Band aus London, deren Namen ich entweder nie mitbekommen oder sofort wieder vergessen habe. Gar nicht mal so schlecht, aber auch nicht überragend.

Menschen

Dann wird umgebaut, die Instrumente werden reingefahren, der Boden wird ordentlich geputzt. Wir stehen mittlerweile oben auf der Balustrade, weil der eine Sicherheitsmann gesagt hat, von da oben kann man auch gucken. Könnte man auch, wenn vor uns nicht eine Mädelsgruppe stände, die die gesamte erste Reihe für sich in Anspruch nimmt und aber sowas von höllisch aufpasst, dass niemand anders nach vorne kommt. Da hilft es auch nichts, dass ich größer bin, denn ich bin leider nicht soviel größer, als dass ich nicht darauf angewiesen wäre, dass die mit den Köpfen vielleicht ein bisschen auseinander gehen, damit ich wenigstens mal zwischen den Mädchenköpfen auf die Bühne gucken kann.

So gegen 21 Uhr ist es dann endlich soweit: Erst kommt die Band, dann kommt Florence und dann geht’s auch los. Laut ist es, zwei Drummer sind dabei, außerdem zwei Musiker für irgendwelche Tasteninstrumente, die man aber nicht sieht, also die Instrumente, die Musiker sieht man schon. Außerdem ein Harfinist, ein Gitarrist und ein Bassist (der steht aber sehr ungünstig in der Ecke) und eine Backgroundsängerin, die ich erst kurz vor Schluss wahrnehme, nachdem ich mich die ganze Zeit gefragt habe, wie die das mit der Zweitstimme da machen.

Florence I

Florence II

So ein Konzert von Florence + the Machine ist schon sehr imposant und dramatisch. Im Hintergrund leuchten aufgemalte Kirchenfenster, Florence trägt etwas priestergewandiges, mit dem sie schön dramatisch rumwirbeln kann und alles wird schön mit Lichteffekten inszeniert.

Fotograf

Nach ein paar Liedern wird das Gewand abgelegt, darunter ein langes schwarzes Kleid, sonst würde das ja auch mit dem dramatischen Rumwirbeln nicht so klappen. Florence freut sich, dass so viele Leute da sind, viel mehr als beim letzten Mal und kommt damit auch zum interaktiven Teil des Konzerts. Der interaktive Teil besteht im Wesentlichen aus: Mithüpfen! (Spätestens jetzt weiß ich auch, was Zoe meinte, als sie mir per Twitter mitteilte, ich solle für sie mithüpfen.) Bei Florence wird gehüpft. Das Sympathische ist: Florence hüpft auch sehr gerne. Ich habe leider die falschen Schuhe an und wippe eher fröhlich auf und ab. (Pro-Tipp: Zu Konzerten von Florence + the Machine bequeme Schuhe anziehen, sonst kann man nachher nicht mithüpfen.) Florence hat im Übrigen gar keine Schuhe an, was auch erklärt, warum vorher so eifrig die Bühne geputzt wurde.

Florence III

Florence IV

Jedenfalls hüpft Florence und läuft auf der Bühne rum und dann darf man auch mitklatschen und mitsingen, also ganz ausdrücklich, während Florence sich ein bisschen die Seele aus dem Leib singt. Bei “You’ve Got the Love” singt sie zunächst nur mit der Orgel als Begleitinstrument und ich wünsche mir ein bisschen, sie würde das knallhart durchziehen, aber dann kommt irgendwann doch der Rest der Band dazu und natürlich ist das auch gut und toll.

Ansonsten überwiegen Songs vom zweiten Album, der Wiedererkennungswert ist recht hoch, da sie nicht viel rumexperimentiert und die Songs im Wesentlichen zu klingen wie auf der CD, ein bisschen länger vielleicht und live traut Florence sich nicht immer an die hohen Töne. Bei “Spectrum” wird das Publikum schön bunt angeleuchtet und generell machen sie viele lustige Sachen mit dem Licht.

Florence V

Nach knapp 75 Minuten ist dann auch erst mal Ende. Florence hüpft von der Bühne und es muss ziemlich viel geklatscht und gejubelt werden, bis sie sich doch noch mal für zwei Songs auf die Bühne begibt. Eins davon ist “Never Let Me Go”, für mich dann auch eins der Highlights des Konzerts, weil sie sich da wirklich nette Sachen mit der Zweitstimme ausgedacht haben.

Nach knapp anderthalb Stunden ist dann aber wirklich Schluss, somit wäre es dann auch das kürzeste Konzert der letzten zwei oder drei Jahre. Aber, wie der Mann im Auto bemerkt, wer so ausdauernd auf dem Gaspedal steht wie Florence, der ist auch nach 90 Minuten stimmlich am Ende und das seh ich auch ein.

Schönes Konzert. Die Füße tun weh, und am nächsten Tag kann ich nicht mehr ordentlich nach rechts gucken, aber das war’s wert. Beim nächsten Mal ein bisschen mehr drängeln und bequemere Schuhe anziehen, notiere ich mental. Dann kann ich auch mithüpfen.