Deutschland, deine Bahnhöfe: Fulda Bf

Pro: Also erstmal ist der Bahnhof schön gelb und hat eine lustige Architektur. Man kommt nämlich eigentlich unten auf dem Bahnhofsvorplatz raus, kann aber auch oben rum sozusagen zum richtige Eingang rein. Das kenn ich noch aus Bonn. Schön zentral ist es auch und man kann eigentlich fast alles erledigen. Man kann Zeitschriften kaufen, oder Bücher, Blumen, es gibt ein Internetcafé und einen Bäcker und einen Briefkasen und einen Briefmarkenautomaten und alles ist total gut ausgeschildert. Außerdem informiert der Fuldaer an sich gerne. Über alles. Auch im Bahnhof. Gerne auch doppelt, direkt nebeneinander.

Contra: So richtig schön ist das hier nicht. Eher ein bisschen schmuddelig und unübersichtlich. Das kenn ich nämlich auch noch aus Bonn, dass man da abends nicht unbedingt mehr als nötig am Bahnhof rumlaufen wollte. Der Zeitschriftenladen macht auch schon um 20 Uhr zu. Zu allem Überfluss wird man dann auch nicht nur von Informationen erschlagen (Stadtplan! Immobilien! Termine!), sondern auch gleich noch mitbekehrt. Hauptsächlich könnte aber vielleicht einfach mal jemand sauber machen. Das wär schon total toll.

Geheimtipp: Ich war hier erst einmal, Geheimtipps kenne ich noch nicht. Empfehle aber, sich allein zu Amüsierungszwecken die schöne Sitzgruppe auf der oberen Etage anzugucken. Da kann man sich total praktisch zu sechst um einen Mülleimer rumsetzen. Wenn sich da mal nicht jemand Gedanken gemacht hat.

Besser nicht: Den Weg aus dem Bahnhof oben nach links in die Stadt wählen. Da kommt man nämlich nur durch das möglicherweise traurigste Mini-Einkaufszentrum Deutschlands in die Stadt rein. Mit dem vielleicht traurigsten Mini-Kinderkarussell Deutschlands. Dabei ist Fulda so schön. Aber da nicht.

Die Tour: Bei der Hinfahrt ein bisschen durch den Bahnhof und von da auf den Bahnhofsvorplatz gelaufen, auf der einen Seite rauf zum Bahnhof und auf der anderen wieder runter. Auf dem Rückweg vom Schlossgarten zum Bahnhof gelaufen, oben rein, ein bisschen auf Gleis 1 geguckt, dann runter und von da aus auf Gleis 3 und auf den Zug gewartet.

Fulda

Schilder

Info

Bahnhof

Dach

Züge

Häuser

Aufzug

Ballon

Uhr

MeaMea

Mülleimer

Snacks

Info

Gang

Gleis 1

Schuppen

ICE

6 comments

    • Anne

      Ich sag doch: Da hat sich bestimmt jemand total die Gedanken drüber gemacht. Das ist Inneneinrichtungspsychologie par excellence.

  1. féizào

    Diese doppelten Bildschirme stehen in Hamburg seit neuestem auch überall. Gerne auch drei oder vierfach. Den Sinn konnte ich noch nicht erkennen, zumal nichts spannendes drauf läuft, weshalb sich Menschenmengen dort sammeln könnten.

    • Anne

      Ich kenn die nur in einzeln, oder in so großem Abstand, dass es wieder nachvollziehbar ist. Direkt nebeneinander und mit exakt gleicher Schaltung war mir neu. Aber gut zu wissen, dass es kein Fuldaer Phänomen ist. Noch nicht mal ein hessisches.

      • Thorsten Gowik

        In Wiesbaden Hbf gibt es die an einer Stelle sogar in dreifacher Ausführung. Die Bilder vom National Geographics die manchmal zu sehen sind, kommen echt gut rüber. Teilweise kommt auch ein Wetterbericht, ansonsten eher unspannend.

  2. mainwasser

    Der Sakralmülleimer ist ja herrlich! (In Fulda ist alles irgendwie sakral)

    Auf dem äußersten Gleis (also vom Hauptgebäude weg) steht immer dieser rote Zug mit einer Diesellok vorne und hinten dran und komischen Spezialwagen dazwischen. Das ist der Rettungszug für die sehr langen Tunnel auf der Neubaustrecke. Die normale Feuerwehr käme da nicht hinein. Solltet ihr irgendwo mitten im Berg entgleisen, käme also dieser Zug. Einer der Wagen ist angeblich ein fahrbares Mini-Krankenhaus…

    Je nachdem wieviel Zeit man hat: die Bahnhofstraße runter (nur 400 m, die Straße selbst ist ganz schön) ist der Universitätsplatz mit einem für Kleinstadtverhältnisse riesigen Karstadt … falls man was besorgen will.

    Gleich hinter dem Karstadt-Betonmonster ist die wunderschöe Barock-Altstadt mit Einkaufsstraßen und schönen Gässchen.

    Wenn man 2 h Zeit hat: Zum Dom/Michaelskirche/Schloss ginge es ab dort nach rechts (Friedrichstraße). Durch den Schlossgarten kommt man zurück zum Bahnhof.

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