Diese Woche im Fernsehen (6.12.2014 – 12.12.2014)

Nach zwei Wochen Pause wegen Zeugs geht es jetzt weiter mit dem kuratierten Fernsehprogramm.

Samstag, 6.12.2014

Wie ein wilder Stier (22:50 bis 1:05 auf Servus TV)
Ein ziemlich junger Robert de Niro schlägt sich als Boxer durch. Weil es Robert de Niro ist und der Regisseur Scorsese geht’s auch irgendwie um Mafia. Da wundert man sich ja auch nicht drüber.

Aufforderung zum Tanz (23:35 bis 1:30 auf Eins Festival)
Ein ebenso ziemlich junger Marius Müller-Westernhagen verzockt sich als Theo im Ruhrgebiet und muss jetzt mit den Konsequenzen klarkommen. Gegen den Rest der Welt geht es übrigens erst später. Wieder was gelernt.

Sonntag, 7.12.2014

Hannah Arendt (21:45 bis 23:30 im Ersten)
Drama über Hannah Arendt, die jüdische Philosophin, die als Journalistin über die Prozesse gegen Adolf Eichmann berichtete und sich dabei nicht nur Freunde machten. Auf Filmgenreneudeutsch heißt sowas glaube ich „Biopic“, aber wir bleiben hier lässig bei Drama und lernen möglicherweise wieder etwas Interessantes aus der Geschichte des letzten Jahrhunderts.

On the Road – Unterwegs (22:10 bis 1:00 auf Tele 5)
Wo wir gerade bei Dazulernen sind: Wer den Klassiker „On the Road“ von Jack Keroauc noch nicht gelesen hat, kann ihn heute Abend einfach gucken. Geht auch schneller. Die Fernsehzeitung findet’s nicht so doll, aber verspricht zumindest stylische Bilder. Und danach kann man ja im Zweifelsfall immer noch das Buch lesen.

Rekruten des Todes (0:20 bis 1:53 im Ersten)
Politthriller aus Frankreich. Diane wird erpresst und soll für den französischen Auslandsnachrichtendienst arbeiten. Auf der anderen Seite schließt sich der Kleinkriminelle Pierre aus Not einem Fundamentalisten an. Scheint in Frankreich ziemlich eingeschlagen zu haben und lohnt vielleicht auch als Alternative zum üblichen Hollywood-Politthriller-Film.

Montag, 8.12.2014

Robin Hood – König der Vagabunden (20:15 bis 21:55 auf arte)
DER Klassiker der Robin-Hood-Verfilmungen mit Errol Flynn. Es sei denn natürlich, man hält die Disney-Variante für DEN Klassiker. Oder den mit Kevin Costner. Oder na ja, also, es gab schon viele Verfilmungen, diese hier ist aber eben auch nicht unbekannt. Regie hat übrigens Michael Curtiz, der vier Jahre später „Casablanca“ drehte. Die Musik komponierte Erich Wolfgang Korngold und das weiß ich wieder, weil der Herr Gemahl großer Korngold-Fan ist, was unter anderem der Grund sind, warum wir nächsten April in Hamburg in die Oper gehen. Aber das hat schon mit dem Film nichts mehr zu tun.

Bewegte Republik Deutschland (20:15 bis 21:45 auf 3sat)
Auf 3sat kommt wieder so eine Sendung, wie ich sie besonders gerne gucke. Rückblicke auf Deutschland, wie es früher war, von 1945 bis heute in Kultur, Konsum und Politik. Solange die Zeitmaschine noch nicht erfunden ist, müssen wir halt auf solche Dokumentationen zurückgreifen,

Auf dem Weg nach Oregon (21:55 bis 23:30 auf arte)
Moderne Western, von dem ich noch nie gehört habe, der aber durchaus vielversprechend klingt, weil er die Tristheit und die Mühen des langen Zugs nach Westen darstellt. Was man daraus schon man als wertvolle Lektion mitnehmen kann: Nicht vom Haupttrek entfernen, weil irgendwer meint, eine Abkürzung zu kennen. Keine gute Idee.

Dienstag, 9.12.2014

The Whale Rider (20:15 bis 22:05 auf Servus TV)
Mehrfach prämiertes Drama aus Neuseeland über eine junge Maori, die Stammeshäuptling werden will. Als Mädchen. Geht natürlich nicht, da tun sich ja die meisten Kulturen irgendwie nix. Dafür kann man aber wenigstens schöne Filme draus machen.

Hungerwinter (20:15 bis 21:45 auf Phoenix)
Auch hier wieder Zeitzeugenberichte und Archivmaterial, aber mit deutlich weniger Konsum als gestern auf 3sat. Es geht nämlich um die kalten Nachkriegswinter in den Jahren 1946 und 1947, als der Krieg zwar vorbei, die Not aber eben immer noch nicht. Bestimmt kein leichter Stoff, aber nu.

Quarks & Co (21:00 bis 21:45 im WDR)
EBOLA! Endlich werden wir mal ordentlich aufgeklärt, was es damit eigentlich auf sich hat, warum die Krankheit so schlimm ist und ob wir uns tatsächlich fürchten müssen.

Jenseits der Stille (22:05 bis 0:30 auf Servus TV)
Falls sich jemand mal gefragt hat, warum ich Klarinette spielen gelernt habe: Dieser Film ist schuld. Den kann man wirklich sehr gut gucken, gerade im Winter und ich bin seitdem ja sehr angetan von Sylvie Testud. Lara hat zwei gehörlose Eltern, möchte aber Musikerin werden. Damit kann vor allem ihr Vater nicht umgehen. Insgesamt einer meiner Lieblingsfilme, den kann ich wärmstens empfehlen.

Mittwoch, 10.12.2014

A Christmas Carol (20:15 bis 22:15 auf Tele 5)
Kommt, ihr wollt es doch auch! Zumindest, wenn Patrick Stewart Ebenezer Scrooge aus Dickens berühmter Weihnachtsgeschichte spielt. Besser wird’s nur mit Michael Caine und den Muppets, aber den habt ihr ja hoffentlich sowieso alle auf DVD im Regal.

Bewegte Republik Deutschland (21:15 bis 21:45 auf 3sat)
Teil 3 und 4 der Reihe, von der es am Montag Teil 1 und 2 gab. Hurra!

Backen wir’s noch? (20:45 bis 21:15 im MDR)
Kleine Doku über die Menschen, die mitten in der Nacht aufstehen, damit wir morgens warme Brötchen haben. Und wir beklagen uns, wenn der Wecker um 7 Uhr klingelt. Da lachen die Bäcker nur drüber.

Der Name der Rose (23:15 bis 1:20 auf Hessen)
Ja nu. Der Name der Rose. Umberto Eco. Sean Connery. Christian Slater. Mönche. Morde. Schnee. Viel Schnee. Insgesamt sollte der Film bekannt sein, ich will nur nicht, dass es nachher heißt, ich hätte nicht Bescheid gesagt, dass er kommt.

Donnerstag, 11.12.2014

Der Grinch (20:15 bis 21:50 auf ZDF Neo)
Ich möchte hier mal anmerken, dass mir die Verfilmung des Klassikers des genialen Dr. Seuss deutlich zu anstrengend ist, aber vielleicht bin ich auch zu alt oder so. Auf der anderen Seite gehört die Geschichte ja zum popkulturellen Wissen. Man kann natürlich auch das Buch lesen, geht in dem Fall sogar schneller und man kriegt was von dem großartigen Seuss’schen Wortwitz mit.

Verspielte Welt (20:15 bis 21:00 auf 3sat)
Über die Gamification des Lebens. Müsste uns also alle interessieren, jedenfalls, wenn wir mit „Zombies, Run!“ joggen, Bonuspunkte sammeln oder mit FitBit durch die Gegend laufen, um mehr Schritte zu haben als andere Leute in diesem Internet. Ich mag Gamification ja, aber ob das alles auch so super ist, werden wir wohl auch erst in ein paar Jahren wissen. Frühestens.

Freitag, 12.11.2014

Süßes Gift (20:15 bis 21:50 auf arte)
Wo spielt wohl diese Verfilmung eines Buches des finnischen Kultautors Arto Paasilinna? Selbstverständlich in Frankreich. Passt auch, fängt beides mit F an. Erst will sich die Witwe Clémence selbst umbringen, dann kommt aber alles und wird – davon gehe ich jedenfalls aus – ausreichend chaotisch.

Island – Insel mit Eigensinn (21:00 bis 21:30 auf 3sat)
Island steht ja schon sehr lange auf meiner Reisewunschliste, aber man kann da bestimmt sehr schlecht surfen. In dieser kleinen Dokumentation geht es aber um den Staatsbankrott vor ein paar Jahren. Wobei man sich da ja auch immer fragt: Was ist eigentlich, wenn ein Land Bankrott ist? Man kann es ja nicht einfach verkaufen oder einfach zumachen? Ob es auf diese Fragen Antworten gibt, kann ich nicht versprechen, aber möglich ist es immerhin.

Der diskrete Charme der Bourgeoisie (22:15 bis 0:15 auf Servus TV)
Schon das Wort „Bourgeoisie“ zu tippen, ist ja nicht einfach, dieser Film ist nicht einfacher. Lohnt sich aber, wenn man mit den surrealen Ideen von Buñuel klar kommt. Dann ist das ein sehr amüsantes Filmstückchen. Nur erwarten, dass irgendwas Sinn ergibt, sollte man vielleicht nicht.

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