Tagebuchbloggen, 30.1.2019

Es war sehr viel los in den letzten Wochen, deswegen bin ich hauptsächlich müde. Am Freitag spielten wir in Essen-Steele unser erstes selbst organisiertes Konzert, Naila spielte und sang Coversongs auf der Gitarre, ich mixte Cover und eigene Songs an Klavier und Ukulele (nicht gleichzeitig, dafür fehlen mir ein paar zusätzliche Arme) und Kathi spielte mit kleiner Band Songs ihres Vaters, der auch Gitarre spielte und sang. An alle, die da waren, es war uns ein Fest und ich hoffe, ihr hattet ebenso viel oder zumindest fast genauso viel Spaß wie wir.

Foto von Naila Hussain

Wie sich überraschend rausstellte, reagierte die Lichtanlage, die sich am Donnerstag beim Test noch als sehr zahm und kooperativ zeigte, auch auf Sound, so dass der Applaus des Publikums optisch sehr passend mit einer kleinen Lichtorgeleinlage untermalt wurde. Sollten wir das noch mal in diesem Rahmen machen, müssen wir uns wohl doch noch mal intensiver mit diesem Gerät befassen.

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Mit den Aufräumaktionen geht es im Moment etwas zögerlicher und kleinteiliger voran, aber es geht voran. Folgendes ist in den letzten Wochen passiert:

  1. Ich sortierte den Inhalt der beiden kleinen Schubladen im Fernsehsideboard. Da hatten sich in den letzten Jahren Gebrauchsanleitungen, Kabel bekannter und unbekannter Herkunft, Kerzen, Lieferdienstspeisekarten und ähnliches  angehäuft. Die Schubladen sind sehr klein, so dass hier gar nicht so viel Raum für Chaos blieb, aber ich konnte die Kerzen zu den anderen Kerzen in den Schrank sortieren, Gebrauchsanleitungen längst nicht mehr in unserem Besitz befindlicher Geräte wegwerfen und den Rest entsorgen bzw. neu ordnen. Alles, was dann noch übrig blieb, durfte in einer der beiden Schubladen weiterleben, die andere Schublade ist jetzt unsere Süßigkeiten- und Knabberzeugschublade. Es ist die vielleicht beste Schublade in der Wohnung und wir sind glücklichere Menschen, seit Schokolade, Gummibärchen und Nüsschen, nicht wild durch die Wohnung verstreut rumliegen, sondern sich ausschließlich an diesem einen Ort praktischerweise direkt am Sofa befinden.
  2. Weiterhin habe ich Kulis aussortiert. In der Wohnung standen drei Becher mit einer wilden Mischung aus Kulis, Blei- und Buntstiften, Tintenrollern und Fine Linern und ich habe wirklich jeden einzelnen in die Hand genommen und ausprobiert, leider funktionierten die meisten noch, ich hätte mir weitreichenderes Versagen der Stifte gewünscht, um überzeugter wegwerfen zu können, denn ich tue mich sehr schwer damit, funktionierende Stifte wegzuwerfen. Immerhin sind es jetzt aber nicht mehr drei, sondern nur noch zwei Becher. Davon steht einer im Wohnzimmer und einer im Arbeitszimmer, das kann ich gerade noch so vertreten.
  3. Nach den Stiften sortierte ich Tee, daran scheiterte ich aber kläglich, denn noch schwerer als funktionierende Stifte wegwerfen fällt es mir, noch brauchbare Teebeutel wegzuwerfen. Ich kann auch nicht einfach den Anis-Kümmel-Tee wegwerfen, den ich wirklich nicht mag, denn er wird garantiert gebraucht, wenn das nächste Mal jemand krank ist und ich möchte nicht jedesmal neuen Anis-Kümmel-Tee kaufen müssen, weil gerade jemand krank ist, es ist sehr praktisch, im Krankheitsfall nicht erst Tee kaufen zu müssen. So schmiss ich nur ein paar Beutel weg, von denen ich definitiv wusste, dass sie schon deutlich zu lang ihr Dasein in unseren Schränken fristen und die auch einfach aufgrund ihrer etwas obskuren Geschmacksrichtung offensichtlich für alle Beteiligten uninteressant sind. Der Plan fürs neue Jahr lautet dann, einfach mehr Tee zu verbrauchen, das ist bestimmt auch gesund oder so.

Wir sind jetzt ohnehin an einem Punkt angekommen, wo es allmählich Sinn ergeben würde, sich die wahren Baustellen der Besitzanhäufung anzugucken, die sich im Keller, auf dem Speicher, in einer Abstellkammer und einem gemieteten Lagerraum befinden. Der Keller hat schon Fortschritte gemacht, alles andere, na ja.

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Seit gestern gibt es wieder eine neue Staffel „Das kleine Fernsehballett“ mit Stefan Niggemeier und Sarah Kuttner, dem von mir heißgeliebten Fernsehpodcast. Stefan berichtete darüber, wie er auf YouTube alte Folgen von „Password“ mit der bezaubernden Betty White geguckt hat, deswegen befand ich mich gestern Abend auf einmal in einem YouTube-Sog alter amerikanischer TV-Shows und landete irgendwann bei dieser tollen Ausgabe von „What’s My Line?“, dem Vorbild für „Was bin ich?“, mit Salvador Dalí. Unbedingt sehenswert wie übrigens die „Password“-Folgen auch.


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