Wie man einen Kratzbaum aufbaut. Und wie nicht.

Gestern war ich ja beinahe spontan bei Herzbruchens zu Hause. Beinahe spontan, weil der Plan immerhin vorgestern abends entstand, also eine gewisse Vorlaufzeit hatte, aber eben keine besonders lange. Die Gelegenheit war günstig, weil der feine Herr Gemahl auf irgendeinem Abteilungsausflug war und außerdem war es ja auch dringend, weil acht Wochen alte Babykatzen ja nicht ewig lange acht Wochen bleiben. Um genau zu sein, bleiben sie exakt eine Woche lang acht Wochen alt.

Jedenfalls wurde ich anscheinend spontan vom Herzbruchkind zum Kratzbaum aufbauen eingeplant. Das kommt davon, wenn man keinen Kuchen mitbringt. Der Kratzbaum steckte in einer großen Kiste, zusammen mit gefühlt grob 400 Päckchen Katzenfutter und einem Päckchen getrockneter “Herzchen aus Hähnchenfleisch”. Frau Herzbruch betonte mehrmals, dass es eigentlich ein Scherz gewesen wäre und ich jetzt nicht wirklich den Kratzbaum aufbauen müsste, aber als IKEA-Aufbau-Expertin erschien mir dieser Kratzbaum als eine meiner leichteren Übungen. Zumal ich selten in die Verlegenheit komme, einen Kratzbaum aufzubauen und ja der Meinung bin, man sollte doch fast alles wenigstens einmal gemacht haben.

Ich fing also an, zusammen mit dem Herzbruchkind Kratzbaumstützen auf flauschige Platten zu schrauben. Die Anleitung bestand aus einer Skizze des Kratzbaumes, mit Buchstabenbezeichnungen für die Stützen und Nummern für die Schrauben und so Zahlen an der Skizze. “Ich hoffe mal, die Zahlen sind nicht die Reihenfolge, sonst habe ich hier nämlich was falsch gemacht” sagte ich heiter. Die Zahlen auf der Skizze zeigten nämlich grob von oben nach unten, während ich tapfer und zielstrebig von unten nach oben baute. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke überlegte ich dann, wie ich nachher die oberste Platte gleichzeitig auf zwei Stützen schrauben sollte und kam nach einer kurzen Zeit intensiven Nachdenkens zu dem Schluss, dass das wohl einfach unmöglich wäre.

Es ist nämlich so: Man denkt, es wäre egal, in welcher Richtung man einen Kratzbaum aufbaut, aber es stellt sich überraschend heraus, dass es einen Unterschied macht, ob man von oben nach unten oder von unten nach oben baut. Der Unterschied besteht im Wesentlichen daraus, dass es von unten nach oben nicht geht.

Ich schraubte also leise fluchend alles wieder auseinander und baute den Kratzbaum nach Anleitung unter Einbeziehung der Zahlen in der richtigen Reihenfolge von oben nach unten zusammen. Als ich abends dann noch mal mein Werk begutachtete, schlief eine Babykatze ganz oben und die andere in so einem Stoffkuhlenelement. Der Anblick von zwei schlummernden Babykatzen, was könnte einem besser sagen, dass man da einen prima Kratzbaum zusammengeschraubt hat.

Lieblingstweets im Juni woanders

Diese Woche im Fernsehen (30.6.2014 – 6.7.2014)

Das Fernsehen macht keine Sommerpause. Im Gegenteil. In der nächsten Woche gibt es einen guten Tipp nach dem anderen, dabei kommt doch auch noch Fußball. Das haben die Sender nicht gut geplant.

Montag, 30.6.2014

Die eiserne Lady (20:15 bis 21:50 im Ersten)
Meryl Streep spielt Margaret Thatcher. Ich finde, diese fünf Wörter sind Argument genug.

Bis das Album voll ist (23:35 bis 0:20 im Ersten)
Dokumentation über Sammelklebebilder. Angesichts der aktuellen Panini-Bild-Tauschanfragen auf Twitter und Co. anscheinend ein Thema von höchster Brisanz. Und wie ich schon bei dem Ponzi-Film letzte Woche sagte: Es gibt also nichts, was es nicht gibt.

Dienstag, 1.7.2014

More Than Honey – Bitterer Honig (22:45 bis 0:15 im Ersten)
Man hört ja viel über die schlimmen Konsequenzen des Bienensterbens. Mal abgesehen davon, dass ich es immer schlecht finde, wenn Arten sterben, blicke ich da ja nicht komplett durch. Vielleicht hilft diese Doku.

Quarks & Co (21:00 bis 21:45 im WDR)
Ranga Yogeshwar mit einer Fledermaussendung. Als Tochter eines Fledermausaffinen Entomologen kann ich mich der Faszination ja auch schlecht entziehen. Ich habe sogar Basiswissen über Fledermausdetektoren.

Mittwoch, 2.7.2014

Die Schwester der Königin (20:15 bis 22:05 auf arte)
Natalie Portman als Anne Boleyn, Scarlett Johansson als ihre Schwester Mary und Eric Bana (den ich ja immer gerne mit anderen Schauspielern verwechsle) als Henry VIII. Viel Kostüm, viel Tudorkram. Über die historische Akkuratesse kann man vermutlich streiten, aber nu.

Lolita (23:15 bis 1:40 auf 3sat)
Muss ich dazu noch was sagen? Ich glaube kaum. Vielleicht noch: Es handelt sich um das Original von Stanley Kubrick aus dem Jahr 1962, nicht um das Remake.

Donnerstag, 3.7.2014

Zurück in die Zukunft II (20:15 bis 22:20 auf VOX)
Für “Zurück in die Zukunft” mache ich auch mal wieder eine Ausnahme und nehme Werbeunterbrechungen in Kauf. Weil: ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT! (Nächste Woche kommt dann übrigens der dritte Teil.)

The Killing (20:15 bis 21:55 auf arte)
Der dritte Fall für die dänische Kommissarin Lund. Wir haben mindestens eine Staffel schon gesehen und für gut befunden. Wie immer bei diesen skandinavischen Krimis etwas düster, aber sehenswert. (Also jedenfalls die Staffel, die wir kennen. Die neue hab ich ja selbst noch nicht gesehen.) Vorsicht Serie! Die zehn Folgen werden im Zweierpack ausgestrahlt.

Blumen für Algernon (22:15 bis 23:40 auf arte)
Verfilmung eines Science-Fiction-Klassikers, den ich allerdings noch nicht gelesen habe, auch wenn ich da immer ein bisschen überlegen muss, weil ich “Flowers for Algernon” immer mit “A Canticle for Leibowitz” verwechsele. Vermutlich haben die beiden Bücher ansonsten überhaupt nichts gemeinsam. Bekommt in meiner Fernsehzeitung nur einen von drei Punkten, aber als Genredingens kann ich es nicht ignorieren.

Ein Tick anders (22:45 bis 0:10 im Ersten)
Deutscher Film über einen Teenager mit Tourettesyndrom aus einer leicht dysfunktionalen Familie. Die Fernsehzeitung nennt es Komödie und “modernes Märchen”. Hab ich schon viel Gutes drüber gehört, aber natürlich auch noch nicht gesehen. Man kommt ja zu nichts.

Freitag, 4.7.2014

Muriels Hochzeit (20:15 bis 21:55 auf 3sat)
LASST ALLES STEHEN UND LIEGEN UND GUCKT DAS! Das ist mein voller Ernst! Und danach werdet ihr bei Abba-Songs immer an diesen Film denken. Ganz großes australisches Kino mit einer ziemlich jungen Toni Collette.

Samstag, 5.7.2014

Diplomatische Liebschaften (20:15 bis 21:05 auf arte)
1814 gab es Friedensverhandlungen in Wien und wenn man dieser Doku glauben mag, dann gab es einige Frauen, die geschickt Affären eingingen, um Einfluss auf die Verhandlungen zu nehmen. Da sieht man mal wieder, dass nie irgendwas so ist, wie es scheint.

Somewhere over the Rainbow (22:00 bis 23:30 auf arte)
Die Beschreibung in der Fernsehzeitung ist etwas konfus, aber es geht wohl anlässlich des 45. Jahrestags des Christopher Street Day unter anderem um weibliche Popkulturikonen der Schwulenszene. Und wohl noch am andere Sachen. Wird man wohl rausfinden, indem man’s guckt.

Sonntag, 6.7.2014

Daddy Cool (15:35 bis 17:00 im ZDF)
Das amerikanische Remake des großartigen französischen Jugendkomödienfilms “Mein Vater, der Held”. Wenigstens darf hier auch Gérard Depardieu mitspielen und Katherine Heigl spielt seine frühreife Tochter. Damals fand ich den ja sehr gut, hoffentlich besteht er den Alterstest.

Rock Hudson – Schöner fremder Mann (21:40 bis 23:20 auf arte)
Porträt über Rock Hudson, den Saubermann, Frauenschwarm und Doris-Day-Filmpartner. Zufällig war er auch noch homosexuell. Über die Schwierigkeit, als Hollywoodstar ein geheimes Privatleben zu führen. Einen Blick ins Hollywood der 50er und 60er Jahre gibt es obendrauf.

Fünf Tage in New York (23:20 bis 0:15 auf arte)
Doku über den fünftägigen Aufstand der Schwulenszene 1969 in New York, der seitdem mit dem Christopher Street Day zelebriert wird. Sieh an, schon wieder was gelernt, ich wusste bis gerade noch nicht mal, dass es diesen Aufstand gab.

Lieblingstweets im Juni (Teil 2)

KREISVERKEHRE! NACHOS! QUALLEN MIT JOURNALISTEN-GEN! PROZENTRECHNEN VS. BROTSCHNEIDEN! UND NATÜRLICH FUSSBALL! JEDE MENGE FUSSBALL! (Keine Ahnung, wieso.)

WM-Spezial:

Gute Kundin

Als ich gestern auf der Gourmetmeile in einer Schlange stand, um ein Stück Rindersteak mit Trüffelrisotto zu erstehen, konnte ich natürlich auch beobachten, wie der typische Bestellablauf sich gestaltete.

Servicekraft: Buena Buona sera!
Kunde: Ich hätte gerne dies-und-das.
S: Haben Sie schon Besteck?
K: Ja.
S: Noch etwas zu trinken dazu?
K: Ja, ein Glas So-und-so-Wein.
S: Macht drölf Euro. Bitte stellen Sie sich an der Ausgabe an.

Dann war ich an der Reihe und das ging so:

Servicekraft: Buena Sera!
Anne: Ich hätte gerne das Rindersteak, Besteck hab ich schon und zu trinken möchte ich nichts.
S: Macht neun Euro fünfzig. Bitte stellen Sie sich an der Ausgabe an.

In Wirklichkeit war das Gespräch länger, weil sich der Mensch hinter der Theke so freute, eine gut mitarbeitende und vorausschauende Kundin zu haben, ich aber zumindest zugeben musste, ja auch durch die mitgelauschten Gespräche vorher auf so einem guten Wissensstand zu sein. Jedenfalls waren alles sehr glücklich. Ich geb mir eben auch als Kundin immer sehr viel Mühe.

Schienenersatzverkehr – Keine Liebesgeschichte

Ich könnte jetzt die komplette, etwas komplizierte Geschichte erzählen, wie es zum Schienenersatzverkehr kam, aber das verwirrt dann wieder nur alle und ist auch nicht sonderlich interessant. Jedenfalls muss ich diese Woche jeden Tag mit einem Bus von Essen nach Ratingen fahren und kann nun relativ sicher behaupten, dass man das auch nicht zwingend länger als eine Woche tun muss.

Dabei ist der Schienenersatzverkehr prinzipiell gar nicht so schlimm, wie ich befürchtete. Montagmorgen zum Beispiel fand ich es sehr gemütlich über Essen-Werden am Baldeneysee vorbei nach Kettwig zu gondeln, dann über die Brücke über den Ruhrstausee, vorbei am Schloss Hugenpoet und dann irgendwelche Serpentinen hoch durch einen Wald und an Feldern und Wiesen mit Pferden und Schafen vorbei über Hösel bis nach Ratingen. Das war erstaunlich entspannend, man sieht mal wieder, wie hübsch die Gegend ist und ist entzückt über goldgelbe Felder, wo sich die Ähren im Wind wiegen oder so ähnlich, ich kenne mich da in der Landschaftsbeschreibungsterminologie nur so mittel aus, ich bin auch bei “Herr der Ringe” immer ausgestiegen, wenn Tolkien anfing, einen Berg zu beschreiben und hab da weitergelesen, wo die Adjektivhäufung aufhörte.

Das Problem ist aber folgendes. Erstens kann ich im Bus nicht lesen oder nur in Momenten, in denen die Konstellation meiner körperlichen Verfassung und der Fahrstil des Busfahrers besonders günstig steht. Diese Momente sind leider sehr selten. Ansonsten wird mir vom Lesen im Bus schlecht. Man kann das eine Woche ganz gut überbrücken, in dem man Podcasts hört, aber das ist auf Dauer ja auch keine Lösung. Im Zug dagegen kann ich alles machen, manches sogar gleichzeitig.

Also höre ich Podcasts und würde dabei gerne aus dem Fenster gucken und mich an der hübschen Landschaft erfreuen. Hier kommt das nächste Problem: Aus mir schleierhaften Gründen werden Busse gerne auf beiden Seiten komplett von oben bis unten und von hinten bis vorne mit Werbung tapeziert. Das mit der Werbung verstehe ich ja noch, dafür bekommt man Geld und kann schönere Busse kaufen oder alte Busse reparieren. In gefühlt acht von zehn Fällen werden dabei aber die Fenster mit tapeziert und man kann die entzückenden Schafe auf den hübschen Wiesen nur durch ein auf der Außenscheibe aufgeklebtes Lochmuster sehen.

Und genau das scheint mir das Grundproblem beim Busfahren zu sein: Im Zug brauche ich nicht aus dem Fenster zu gucken, da kann ich nämlich lesen, ich könnte aber aus dem Fenster gucken, weil bisher noch niemand auf die Idee gekommen ist, Werbung an einen RE oder gar einen ICE zu kleben. Im Bus, wo ich nicht lesen kann und ich auf einmal große visuelle Kapazitäten frei habe, mit denen ich prima aus dem Fenster gucken könnte, kann ich das nicht, weil ich eh alles nur hinter einem Grauschleier erahnen kann. Da hat doch jemand nicht richtig mitgedacht! Das ergibt doch so alles keinen Sinn!

Es ist aber auch ein bisschen egal, weil ich nur noch morgen einmal nach Ratingen und wieder zurück muss und ab nächster Woche wieder mit Zügen fahren darf. Das ist vielleicht dann auch für alle Beteiligten ganz gut, denn entweder meine Verfassung wird zunehmend schlechter oder der Busfahrer heute hatte es besonders eilig, nach Essen zu kommen. Möglicherweise wollte er auch das Fußballspiel nicht verpassen. So habe ich mich jedenfalls erfolgreich zurückgehalten und auch heute nicht in den Bus gekotzt. Ich bin ein bisschen stolz auf mich und wenn in der nächsten Woche jemand, der aussieht wie ich, in Essen in die Bahn steigt und spontane Loblieder auf den Schienenverkehr intoniert, dann ist jetzt hoffentlich auch klar, wie es dazu kommen konnte. Es war mal wieder der Schienenersatzverkehr mit Bussen.

For Groovy Moovy People Only

Wir haben am Samstag eher spontan einen Camcorder gekauft, aber darüber habe ich ja schon im Techniktagebuch berichtet. Da schrieb ich auch etwas von einem Musikvideo und hüpfenden Kuscheltieren und so, und das war selbstverständlich nicht gelogen, sondern die volle Wahrheit.

Der feine Herr Gemahl hat nämlich einen lustigen kleinen Sommer-Elektropopsong geschrieben und weil ich selber eher nur gut Sitztanzen kann, haben die Kuscheltiere den Tanzpart übernommen. Davon hätte man auch schön ein Making-Of drehen können. Wie ich zum Beispiel verdreht hinter einer Cajon auf dem Boden lag oder mit einem Quilt zugedeckt hinter einem Bass kniete. Wir haben uns da wirklich sehr viel Mühe gegeben und keine Kosten und Mühen gescheut.

Herausgekommen ist dann jetzt das hier. Und dafür, dass wir uns weder im Drehen von Videos noch im Schneiden von eben solchen bis zu diesem Wochenende irgendwie auskannten, ist es ziemlich gut geworden.

Fanpost an den Koala dann bitte weiterhin an unsere Adresse, wir leiten das dann weiter.

Diese Woche im Fernsehen (23.6.2014 – 29.6.2014)

Vom Sommerloch merkt man in meiner Fernsehzeitung übrigens nichts. Ich weiß gar nicht, was die wollen. Erstens soll man doch rausgehen und zweitens kommt dauernd Fußball.

Montag, 23.6.2014

Im Westen nichts Neues (20:15 bis 22:25 auf arte)
Draußen tolles Wetter, außerdem lustiger Fußball, aber wer trotzdem Lust hat, sich ordentlich deprimieren zu lassen, kann natürlich auch alte (Anti-)Kriegsfilmklassiker gucken.

Geschundenes Zelluloid (22:25 bis 22:55 auf arte)
Und im Anschluss gibt es dann noch eine Doku zur Zensurgeschichte von “Im Westen nichts Neues”. Das ist bestimmt auch sehr heiter und flockig.

Midnight in Paris (22:00 bis 23:25 im ZDF)
Woody Allen ist ja so ein Kandidat, mit dem man entweder sehr viel anfangen kann oder gar nichts. Aber: Marion Cotillard! Rachel McAdams! Adrien Brody! Tom Hiddleston! Und natürlich Paris! Klingt nicht verkehrt.

Dienstag, 24.6.2014

Prohibition (20:15 bis 22:00 auf arte)
Es geht weiter mit Teil 4 und 5 der Dokureihe über die Zeit der Prohibition in Amerika. Meistens kann man sowas ja auch gucken, wenn man die anderen Teile verpasst hat.

Mittwoch, 25.6.2014

“Carmen” aus der Arena von Verona (20:15 bis 23:05 auf arte)
Erst, wenn man das regelmäßig aufschreibt, fällt einem auf, wie oft ganze Opern im Fernsehen gezeigt werden. Es gibt also gar keine Ausreden, ein bisschen Hochkultur zu betreiben, außer natürlich, weil man Opern doof findet.

Donnerstag, 26.6.2014

Das System Ponzi (22:00 bis 23:25 auf arte)
Okay. Es gibt also ein Theaterstück über den Finanzbetrüger Ponzi und davon gibt es eine Verfilmung. Es gibt also offiziell nichts, was es nicht geben könnte.

Freitag, 27.6.2014

Die Muppets (20.15 bis 22:25 auf Pro Sieben)
Ich versuche ja, die Privaten zu vermeiden, das wird heute schwierig, weil: MUPPETS! Obwohl ich ja gleich anmerken muss, dass man sich den doch am besten direkt auf DVD oder Blu-ray oder als Video on Demand oder hassenichtgesehn angucken kann und dann am besten noch auf Englisch. Aber für alle anderen kommt er halt heute auf Pro Sieben. Geht auch.

Die durch die Hölle gehen (22:15 bis 1:35 auf Servus TV)
Es gibt kein Filmgenre, das mich so deprimiert wie Kriegsfilme. Oder Antikriegsfilme. Wie auch immer. Deswegen gucke ich das nicht mehr. Was nichts daran ändert, dass es da sehr gute Filme gibt, und andere Leute die vielleicht gerne gucken möchte. “Die durch die Hölle gehen” zum Beispiel. Hab ich gesehen, möchte ich nicht noch einmal sehen. Sehr guter Filme, nur halt unerträglich deprimierend.

Samstag, 28.6.2014

Pina – Tanzt, tanzt sonst sind wir verloren (21:45 bis 23:25 auf 3sat)
Dokumentarfilm von Wim Wenders über Pina Bausch, preisgekrönt und so weiter und so fort. Alles sehr hochkulturig bestimmt, aber das kann man ja auch mal machen.

Sonntag, 29.6.2014

Der rosarote Panther (15:20 bis 17:10 im ZDF)
Das Original von 1963. Hab ich wahrscheinlich gar nicht gesehen, aber es ist ja nie zu spät dafür, etwas Filmgeschichte aufzuholen.

Wir, die Teenager (21:35 bis 22:55 auf arte)
Es nennt sich “Essayfilm” und es geht um die Entwicklung der Jugendkultur. Wer regelmäßig wie ich unter akuter Nostalgie leidet, für den könnte das was sein. Melancholie inklusive.

Nowhere Boy – Als John Lennon noch ein Junge war (23:30 bis 1:03 im Ersten)
Wir lernen noch ein neues Wort: Biopic! Also eine verfilmte Biographie oder so. Diesmal über die Jugendjahre von John Lennon in Liverpool.

Unfälle beim Rückenschwimmen

Als jetzt gerade im Fernsehen arme Fußballspieler mit Platzwunden auf dem Platz lagen, nach einem Spiel gegen Ghana, das mich ja nur vom Zugucken vollkommen kirre gemacht hat, da musste ich wieder an heute morgen denken.

Heute morgen war ich nämlich Schwimmen. Es ist ja so, dass der feine Herr Gemahl mittlerweile zwei bis vier Mal in der Woche morgens irgendwelchen Sport macht. Absurd, ich weiß, aber so ist es jetzt wohl. Manchmal geht er laufen, manchmal geht er schwimmen, jedenfalls steht er zu absurden Zeiten auf, um sich mit anderen verrückten Menschen zu treffen und sich körperlich zu betätigen. Vorm Mitmachen rettet mich nur, dass ich in einer anderen Stadt arbeite und das morgens zeitlich einfach nicht schaffen würde.

Heute war aber Samstag und es fehlte mir nicht nur an Ausreden, mit ins Schwimmbad zu gehen, ich hatte sogar irgendwie Lust dazu. Und so begab es sich, dass ich heute um kurz nach halb neun im Rüttenscheider Schwimmzentrum ins große Becken stieg und 20 Bahnen in sehr moderatem Tempo hin und her schwamm. Meistens Brustschwimmen, denn etwas anderes kann ich nicht.

Das Rüttenscheider Schwimmzentrum ist nicht schön, aber gut besucht. Ich kenne mich in Essen zu wenig aus, aber ich glaube, die Hallenbaddichte ist nicht besonders gut und man nimmt, was man kriegt und was in der Nähe ist, deswegen nehmen viele Menschen eben das Rüttenscheider Schwimmzentrum.

Weil ich also aber nicht zwanzig Bahnen einfach so nur mit Brustschwimmen schaffe, brauchte ich ein bisschen Rückenschwimmen. Da guckt man dann vorher, ob die Bahn frei ist, legt sich entspannt auf den Rücken und schwimmt drauf los. Danach sieht man ja nicht mehr viel außer der recht unattraktiven Schwimmhallendecke.

Jedenfalls liege ich da so auf dem Rücken und stoße auf einmal gegen irgendwas. Irgendwas ist ein vielleicht Siebzigjähriger, der die gleiche Idee hatte wie ich und die Bahn auf dem Rücken zurücklegen wollte, nur eben in die andere Richtung. Wir entschuldigen uns gegenseitig, stellen fest, dass ja nichts passiert ist, niemand blutet, niemand ist schuld, wir schwimmen weiter und alles ist gut. So geht das also auch. Völlig unspektakulär, aber dafür halt auch nicht so wirklich interessant.

Diese Woche im Fernsehen (16.6.2014 – 22.6.2014)

Ihr guckt eh alle Fußball und das Fernsehprogramm scheint sich darauf eingestellt zu haben, es ist nämlich eher so mittelüberzeugend, aber ich finde bestimmt etwas, was man gucken kann. Also, wenn man nicht sowieso gerade Fußball guckt.

Montag, 16.6.2014

Ein mörderisches Geschäft (20:15 bis 21:45 im ZDF)
Hab ich nicht gesehen, ist vielleicht auch eher so normal okay, aber Devid Striesow spielt mit und das ist ja schon ein ganz gutes Argument für einen deutschen Fernsehfilm.

Dienstag, 17.6.2014

Prohibition (20:15 bis 22:55 auf arte)
Teil 1 bis 3 einer Dokureihe über die Zeit der Prohibition in Amerika. What’s not to like? Nächste Woche gibt’s dann Teil 4 bis 6.

This Ain’t California (22:45 bis 0:20 auf ARD)
Nennt sich Pseudodoku, was auch immer da sein soll, aber es geht um die Skaterszene in der DDR in den Achtziger Jahren. Das klingt zumindest ausreichend amüsant und verrückt, als dass es sich lohnen könnte.

Mittwoch, 18.6.2014

Moonlight Mile (0:00 bis 1:50 auf 3sat)
Zugegebenermaßen ein Verlegenheitstipp, weil sonst wirklich so gar nichts kommt. Ich kenne den Film nicht, denke aber, dass ein Film mit Jake Gyllenhall, Susan Sarandon und Dustin Hoffman nicht ernsthaft schlecht sein kann. Aber es wird bestimmt ganz furchtbar traurig.

Donnerstag, 19.6.2014

Kung Fu Panda (16:40 bis 18:05 im WDR)
Ja ja, Kung Fu Panda. Klingt seltsam, ist aber wirklich lustig. Ich hab irgendwann mal aus Versehen reingeschaltet und würde es wieder tun.

Höhle der Haie (18:15 bis 19:00 auf arte)
Unterwasserdoku! Muss ich denn mehr sagen? (Es ist eine Unterwasserdoku. Mit Fischen! Und Haien!)

Das Spiel von Liebe und Zufall (21:35 bis 22:50 auf arte)
Es ist eine französische Liebesverwechslungsdingensichkomödie nach einem Theaterstück. Kann man ja auch mal machen.

Der Untergang des Römischen Reiches (23:35 bis 2:20 im MDR)
MONUMENTALEPOS! MIT SOPHIA LOREN! UND ALEX GUINNESS! UND ÜBERHAUPT!

Freitag, 20.6.2014

Am Himmel der Tag (21:45 bis 23:10 auf Eins Festival)
Drama mit Aylin Tezel, die ja jetzt im Dortmunder Tatort mitspielt. Kenn ich nicht, lief in der letzten Zeit aber dauernd auf irgendwelchen Spartenprogrammen, bekommt gute Kritiekn und sonst kommt auch wirklich nichts.

Mit der Schultasche in die Welt (23:15 bis 0:00 im WDR)
Doku über die Anfänge des Schüleraustauschs in den Fünfziger Jahren. Denkt man ja gar nicht dran, dass man darüber Dokus machen kann. Der zweite Teil kommt nächste Woche.

Samstag, 21.6.2014

Dick und Doof: Hände hoch – oder nicht (16:15 bis 17:45 auf 3sat)
Sollte man vielleicht mal gucken. Man weiß ja immer nur, dass es das gibt, hat es aber viel zu oft gar nicht selbst gesehen.

Insomnia – Schlaflos (1:15 bis 3:05 im ZDF)
Remake des norwegischen Thrillers aus dem Jahre 1997 (also das Remake, dieser ist von 2002). Auch hier gilt: Ein Film mit Robin Williams, Al Pacino und Hilary Swank kann nicht ernsthaft schlecht sein. Erst recht, wenn Robin Williams den Bösen spielen darf. (Das ist meines Wissens übrigens kein Spoiler.)

Sonntag, 22.6.2014

Saturday Night Fever (20:15 bis 22:05 auf arte)
Gnihihi. Weil wegen, nicht wahr?

Bad 25 (22:05 bis 23:15 auf arte)
Doku von Spike Lee zum 25. Geburtstag von Michael Jacksons “Bad”. Ich verwechsele ja immer Spike Lee und Spike Jonze, aber ich glaube, das ist okay, die machen beide gute Sachen.