Gelesen im Dezember 2015

Robert Galbraith: Der Seidenspinner

Der zweite Teil der Cormoran-Strike-Serie. Wieder als Hörbuch gehört und wieder sehr angetan. Robert Galbraith bzw. J.K. Rowling hat ein Händchen für detailreiches Worldbuilding, es passt immer alles wunderbar zusammen, viel Personal, als geübter Seriengucker sieht man die Figuren der (noch nicht existenten) Miniserie quasi vor sich.

In diesem Teil geht es um einen verschwundenen Schriftsteller und sein Manuskript, in dem er auf wenig sympathische Art und Weise sämtliche Freunde, Bekannte und die halbe ihm bekannte Literaturszene auseinander nimmt. Verdächtige gibt es also genug, aber vor allem müsste erst mal eine Leiche gefunden werden.

Das ist solide Krimikost, es gibt nichts zu beanstanden, den dritten Teil werde ich wohl auch lesen (oder hören).

Der Seidenspinner von Robert Galbraith (übersetzt von Wulf Bergner, Christoph Göhler und Kristof Kurz), erschienen 2014 bei Blanvalet, 672 Seiten, 19,99 Euro [Amazon-Werbelink] 

 

Jack Finney: Time and Again

Für den Online-Buchclub gelesen, wobei sich im Nachhinein rausstellte, dass es sich eigentlich weder um Science Fiction noch Fantasy handelte, sondern eher um historische Fiktion, die halt irgendwie einen Zeitreiseaufhänger hatte.

Der Zeichner Simon „Si“ Morley wird von einem seltsamen Mann angesprochen und in ein geheimes Zeitreiseprojekt eingeweiht. Der Zeitreisemechanismus hat hier weniger mit irgendwelchen Maschinen zu tun, es gibt zwar ein bisschen wissenschaftliches Hintergrundgedöns, auf jeden Fall ist die Idee vor allem mal etwas anderes, deswegen werde ich jetzt auch nicht zu viel verraten.

Si reist ins New York von 1882 zurück, um den Ursprung eines Briefes zurückzuverfolgen, der in der Familie seiner Freundin zu großem Unglück führte. In die Geschichte verwoben ist dann natürlich noch eine Liebesgeschichte, außerdem erfreulich viele Zeichnungen und Fotos. Während die Geschichte bis zur Hälfte des Buches etwas behäbig mäandert, nimmt dann alles deutlich Fahrt auf und wird überraschend spannend. Eines der Bücher, bei denen man sich fragt, warum sie nicht schon längst verfilmt wurden, die Geschichte bietet sich wirklich an. Wirklich gern gelesen, wenn Finney eins drauf hat, dann das New York sowohl der Siebziger Jahre als auch das von 1882 so detailreich zu beschreiben, dass man selber mitten drin ist.

Time and Again von Jack Finney, englische Erstausgabe erschienen 1970 bei Simon & Schuster, 400 Seiten [Amazon-Werbelink]

 

Mercedes Lackey: Arrows of the Queen

Recht einfache, aber durchaus gut zu lesende YA-Fantasy aus den Achtzigern. Ebenfalls für den Online-Buchclub gelesen, da weiß man ja nicht immer, was einen erwartet. Während vielfach die wohl etwas holprige Sprache und die etwas antiklimaktische Storyführung bekrittelt wurden, fand ich eigentlich nichts auszusetzen. Im Gegenteil: Manchmal finde ich es ganz entspannend, wenn in einem Buch nicht an jeder Ecke Action ist. Was die Sprache angeht, so vermute ich, dass mich immer noch die Tatsache, dass Englisch nicht meine Muttersprache ist, davor bewahrt, allzu nölig zu sein. Es geht um Talia, die aus ihrer patriarchalen Familie ausbricht und von einem Pferd (ja ja) aufgegabelt und zur Königin gebracht wird. Wie sich rausstellt, wurde sie von diesem Pferd, dass eben kein gewöhnliches Pferd ist, sondern ein „Companion“, die mit ihren menschlichen Partnern die Botschafter des Landes sind. Dann gibt es ein bisschen Hogwarts, weil Talia eben erst mal alles mögliche lernen muss und ja ja, Zauberpferde, Magie, Schulen, das ist alles sehr Mädchenfantasy, aber so schön unaufgeregt geschrieben und mit einigen überraschenden feministischen Ideen, das man auch damit viel Spaß haben kann. Außerdem liest es sich sehr fix.

Arrows of the Queen von Mercedes Lackey, englische Erstausgabe erschienen 1987 bei DAW Books [Amazon-Werbelink]

 

Herman Melville: Bartleby the Scrivener

Meike Winnemuth erwähnte die Figur Bartleby in ihrem Buch „Um es kurz zu machen“ (Rezension hier) und ich fand die Idee der höflichen Ablehnung „Nein, ich möchte lieber nicht“ sofort sehr entzückend. Die Geschichte des Schreibers Bartleby, der sich zunehmend der Gesellschaft und letztlich auch sich selbst entzieht, ist allerdings eher bedrückend. Auf jeden Fall aber ein Klassiker, den zu lesen sich definitiv lohnt. Das englische Original gibt es fürs Kindle für umsonst.

Bartleby the Scrivener von Herman Melville, englisch Erstausgabe erschienen 1853 [Amazon-Werbelink]

 

Jens Andersen: Astrid Lindgren. Ihr Leben

Die neueste Biographie über Astrid Lindgren. Ich musste erstaunt feststellen, dass ich eigentlich sehr wenig über die schwedische Kinderbuchautorin wusste. Nach der Lektüre würde ich gerne noch mehr erfahren, das ist alles sehr inspirierend und spannend. Ich habe das nicht ohne Grund vor Weihnachten noch schnell überall als wunderbares Geschenk angepriesen. Beim nächsten Elternbesuch müsste ich im Keller mal nach meinen alten Büchern suchen, denn die Figuren und Geschichten von Astrid Lindgren haben mich viele Jahre begleitet.

Eine ausführliche Rezension folgt noch.

Astrid Lindgren von Jens Andersen (übersetzt von Ulrich Sonnenberg), erschienen 2015 im Knaus Verlag, 448 Seiten, 26,99 Euro [Amazon-Werbelink]

 

Kathrin Passig und Johannes Jander: Weniger schlecht programmieren

Das Buch ist natürlich schon aus drei Gründen super: Erstens, weil Kathrin Passig es geschrieben hat, zweitens, weil der Titel super ist und drittens, weil ich drin vorkomme.

IMG_1076[1]

Laut Kathrin Passig war ich zwar nicht Zielgruppe für das Buch, denn es geht im Wesentlichen darum, schlechten Programmierern dabei zu helfen, weniger schlecht zu programmieren, ich habe es trotzdem sehr gerne gelesen und obwohl mir vieles bekannt war, auch das ein oder andere neue gelernt. Außerdem finde ich es durchaus auch legitim, mal etwas lesen und dabei zustimmend mit dem Kopf zu nicken.

Im Prinzip hat auch Monika Scheele-Knight schon alles gesagt, was man über dieses Buch wissen muss. Offensichtlich lassen sich viele Tipps zum besseren Programmieren auch ohne Probleme auf völlig andere Lebensbereiche anwenden.

Weniger schlecht programmieren von Kathrin Passig und Johannes Jander, erschienen 2013 bei O’Reilly, 456 Seiten, 24,90 Euro [Amazon-Werbelink]

 

Fyodor Dostoyevsky: Notes from the Underground

Irgendwo von dem Buch gehört und spontan in den Titel verliebt. Das Buch selber ist zwar ein Klassiker und deshalb quasi automatisch gut, ich war aber nur so mittel beeindruckt. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich das Buch in einer Phase gelesen habe, als es um meine Aufmerksamkeit nicht so super stand. Das hat es vermutlich auch nicht verdient. Der erste Teil ist ein Stream of Consciousness des Erzählers über das Wesen der Menschen und überhaupt. Im zweiten Teil erfährt man dann etwas mehr über die Geschichte des Erzählers, einem recht frustrierten und mäßig sympathischen Jungspund, der permanent zwischen Neid und Anbiederei schwankt, und seinen Beweggründen, in den Untergrund abzutauchen. Da wurde es dann auch etwas interessanter. Wahrscheinlich gibt es mehr in diesem Buch zu entdecken, als es mein Gemütszustand beim Lesen zuließ. Hauptsächlich deswegen auf Englisch gelesen, weil es auch dieses Buch für umsonst fürs Kindle gab.

Notes from the Underground von Fyodor Dostoyevsky (leider lässt sich in der Kindleausgabe der Übersetzer nicht ausfindig machen), russische Erstausgabe erschienen 1864 [Amazon-Werbelink]

Lieblingstweets im Dezember woanders

Lieblingstweets im Dezember (Teil 2)

THEMENWOCHEN! SALAT AUS WECKGLÄSERN! EXCEL-MAKROS! MARZIPANKARTOFFELN! LEERZEICHEN-TATTOOS! BACHBLÜTENTHEATER! UND IRGENDWO ZWISCHENDRIN AUCH WAS MIT WEIHNACHTEN!

2015 als Fragebogen

The year in review. Und los:

Zugenommen oder abgenommen?

Wenn dann zu. Auf jeden Fall nicht ab.

Haare länger oder kürzer?

Länger glaub ich, aber vermutlich wieder einigermaßen gleich. Mama durfte mir mal die Haare schneiden und dann wuchsen sie halt wieder.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Ich vermute gleich. Allerdings bräuchte ich mal eine neue Brille oder zumindest neue Gläser, denn die alten sind doch langsam etwas zerkratzt. Und ich ertappe mich häufiger dabei, wie ich länger ohne Brille rumlaufe. Ich brauche sie aber schon.

Mehr Kohle oder weniger?

Ungefähr gleich.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Weniger, schon allein dank YNAB, das ich nach wie vor für Menschen wie mich empfehle, die ihre Finanzen nur so bedingt im Griff haben. Darüber muss ich aber auch noch mal gesondert berichten.

Mehr bewegt oder weniger?

Irgendwann wieder mit dem Laufen angefangen, dann wegen weiß-ich-nicht wieder aufgehört und keine Motivation gehabt, wieder anzufangen. Im Urlaub aber wieder zwei Wochen lang fast täglich auf dem Surfbrett unterwegs gewesen.

Der hirnrissigste Plan?

Mit Mitte Dreißig auf einer Party mit lauter Mittzwanzigern Looping Louie zu spielen.

Die gefährlichste Unternehmung?

Mit dem Finger was aus dem Stabmixer pulen und währenddessen auf den Einschaltknopf drücken. Ich berichtete.

Der beste Sex?

Die Frage lass ich nächstes Mal weg. Geht niemanden was an, deswegen die Antwort für dieses Jahr: Na klar!

Die teuerste Anschaffung?

Vom Urlaub abgesehen: Ein Tasche. Ach so, und eine Waschmaschine. Aber die hat mein Mann bezahlt.

Das leckerste Essen?

Sechs-Gänge-Überraschungsmenü bei „Dan“ in Bordeaux. So unglaublich lecker. Gleichzeitig auch das teuerste bisher (wir haben so 220 Euro da gelassen, glaub ich). Nächstes Jahr wieder.

Das beeindruckendste Buch?

Ich habe gerade angefangen, Radiance von Catherynne M. Valente [Amazon-Werbelink] zu lesen, was sich bisher als heißer Anwärter für das beste Buch 2015 erweist. Ich bin aber erst bei einer einstelligen Prozentzahl, was den Lesefortschritt angeht, also Gemach! Wenn ich die gelesenen Bücher dieses Jahr durchgehe, dann waren erfreulich viele Bücher dabei, die ich sehr mochte. Am liebsten mochte ich vielleicht Uprooted  von Naomi Novik [Amazon-Werbelink]. Außerdem war ich sehr angetan von der Astrid-Lindgren-Biografie von Jens Andersen [Amazon-Werbelink].

Der ergreifendste Film?

Viel genetflixt, vor allem aber Serien. Trotzdem, sehr gemocht: Her von Spike Jonze [Amazon-Werbelink]. Beeindruckend, aber zum Schluss zu aufgesetzt: Interstellar von Christopher Nolan [Amazon-Werbelink]. Endlich gefunden und ebenfalls nicht enttäuschend: Make My Heart Fly (Originaltitel Sunshine on Leith) von Dexter Fletcher [Amazon-Werbelink].

Das beste Lied?

Das überraschendste Lied war für mich It Is You von Natalie Prass.

Zum Ende des Jahres habe ich außerdem sehr oft 25 ans von Ben Mazué gehört. Kann man hier gucken, allerdings nur mit Werbung vorher.

Das schönste Konzert?

Ich glaube, ich war nur auf zwei Konzerten, im März bei Paul Simon & Sting und im Mai bei Gisbert zu Knyphausen. Paul Simon & Sting war natürlich super, aber die Akustik in der Lanxess-Arena ist leider beschissen und man sitzt bei solchen Sachen doch immer recht weit von der Bühne weg. Gisbert zu Knyphausen war großartig, das kann ich nur uneingeschränkt weiterempfehlen.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Meinem Mann und vermutlich den Kollegen im Büro. Wie es vermutlich vielen Menschen so geht.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Meinem Mann und meiner Familie. Wie immer also.

Vorherrschendes Gefühl 2015?

„Was, schon Mitternacht?“

2015 zum ersten Mal getan?

In Bordeaux gewesen, ganz viele kulinarische Klassiker gekocht und gemacht (Boeuf Bourgignon, Panna Cotta), meine eigenen Himbeeren geerntet, alleine auf der re:publica einen Vortrag gehalten, Poutine gegessen, zehnten Hochzeitstag gefeiert.

2015 nach langer Zeit wieder getan?

Gepodcastet. Mit dem Auto gefahren. Also selber.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Zu wenig Zeit. Notaufnahme an Heiligabend. Eine Welt, die 2015 besonders verrückt spielte (wovon ich aber bislang nie persönlich betroffen war).

Die wichtigste Sache, von der ich jemand überzeugen wollte?

Mal abgesehen davon, dass ein befristeter Vertrag bei einer Arbeitsüberlassung in einem unbefristeten Vertrag direkt bei der Firma, bei der ich eh schon arbeitete, mündete, musste ich wenig Überzeugungsarbeit leisten. Dass ich meinen Mann dazu überreden konnte, dass wir uns doch mal Bordeaux angucken, war da vielleicht das wichtigste.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Das muss irgendein privater romantischer Kram gewesen sein.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Siehe oben.

2015 war mit einem Wort…?

Kurz.

Zum Fragebogen für 2014 geht es hier.

Zum Fragebogen für 2013 geht es hier.

Weihnachten 2015

Weihnachten dieses Jahr sollte eigentlich mehr oder weniger so werden wie sonst auch. Heiligabend zu zweit rumgammeln, leckeres Essen kochen, Geschenke auspacken, sich freuen und dann auf dem Sofa fernsehen gucken und irgendwann ins Bett fallen.

Letztes Jahr zum Beispiel fiel die Geschichte mit den Geschenke etwas schwierig aus, weil ich mich hartnäckig weigerte, das Geschenk meines Mannes, eine knapp 2,50 m hohe Staffelei zu finden. Darüber schrieb ich aber ja bereits vor einem Jahr.

Dieses Jahr habe ich statt dessen ein paar Schwierigkeitshürden ins Kochen eingebaut, so dass ich diesen Text auch gerade mit neun Fingern tippe oder vielmehr einem Finger weniger als sonst üblich. Aber keine Sorge, der Finger ist noch da, er ist nur verbunden und kann gerade nicht tippen.

Es fing eigentlich ganz harmlos an. Die Vorspeise (Maronensuppe mit Parmaschinken-Wan-Tans) wurde unfallfrei hergestellt und die Nachspeise (Panna Cotta) stockte auf dem Balkon so rum. Allerdings gab es dann beim Rühren des Kartoffelgratins einen kleinen Unfall. Der genau Hergang ließ sich nicht rekonstruieren, aber irgendwie muss es wohl einen ungünstigen Hebeleffekt gegeben haben und auf einmal hatte ich die linke Hand und den halben Herd voll mit gerade noch kochender Sahne. Daraufhin ließ ich erst mal einige Minuten lang die Hand unter kaltes Wasser, knetete ein paar Eiswürfel und kam dann auf die blendende Idee, man könnte ja auch einfach so ein Kühltaschenkühldings in der Hand halten. Das funktionierte dann auch ganz gut.

Dann sollte noch Estragon-Cognac-Sahne hergestellt werden, ein Rezept, das aus ungefähr sechs Schritten besteht. Viel Zeug mit Butter pürieren, kalt stellen, Sahne schlagen, einen Großteil der Sahne Aufkochen, Butter unterrühren und Rest Sahne unterheben. Leider kam es beim ersten Schritt zu einem kleinen Unfall, dessen Hergang etwas klarer ist, den ich mir aber trotzdem nicht so ganz erklären kann. Ich sag mal so: Man kann Panik am Weihnachtsabend sehr gut vermeidet, indem man die Finger schön von dem Einschaltknopf des Zauberstabes lässt, während man gerade mit der anderen Hand, Butter aus dem Schneideteil des Gerätes pult. Am besten steckt man das Gerät einfach aus, bevor man irgendwelche Körperteile in die Nähe der Messer lässt. Sicher ist sicher.

So ein Unfall läuft ja so ab. Es passiert irgendwas und der Körper merkt sehr schnell, dass etwas nicht in Ordnung ist. Dann macht man erstmal das Naheliegendste und hält den nun schon deutlich schmerzenden Körperteil unter Wasser oder was auch immer einem das Panikhirn gerade ohne Nachzudenken empfiehlt. Dann, erst dann, hat man Zeit zu überlegen, was gerade passiert ist und wenn man alle Puzzleteile zusammen hat, bricht die richtige Panik aus, dann weiß man nämlich, dass man gerade seinen Finger in einem laufenden Stabmixer hatte und beginnt, seinem Mann zusammenhanglose Befehle zu erteilen.

Der Mann bekommt dann übrigens auch Panik, so dass man sich wieder zusammenreißen muss. Nach einigem Nachdenken und Betrachten der Schnittwunde, überlegt man, dass man jetzt lieber keine Experimente mit dem eigenen Körper anstellt, sondern einfach mal das Angebot der örtlichen Krankenhäuser in Anspruch nimmt, wickelt den Finger ordentlich in Klopapier und fährt zum Universitätsklinikum in die chirurgische Notaufnahme.

Tatsächlich ging dann alles sehr schnell und problemlos. Die nette Ärztin desinfizierte die Wunde, klebte ein paar Strips drüber und legte einen hübschen Verband an. Letzteren vor allem, damit man dran erinnert wird, dass man da was hat. Dann bekam ich noch eine Tetanusimpfung und wir durften wieder nach Hause.

Ausflug zur chirurgischen Notaufnahme. Ist aber noch alles dran. Pro-Tipp: Nicht den Zauberstab anmachen, wenn Finger drin. #twitter

Ein von Anne Schuessler (@anneschuessler) gepostetes Foto am

Der Rest des Abends verlief dann einigermaßen wie geplant.Vor der Inbetriebnahme des geschenkten Crêpeeisens, das in etwas so viel wiegt wie ein kleiner Elefant, ging ich zwar im Kopf noch mal alle potentiellen Unfalloptionen durch (Gerät fällt runter, Fuß gebrochen; Anne fasst aus Versehen auf die Platte, Hand verbrannt; Kabel schmort durch, Wohnungsbrand), wir beschlossen dann aber, das Risiko einzugehen und dann gab es als zweiten Nachtisch noch unfallfrei hergestellte Crêpes. Bevor das so lässig und ordentlich läuft wie bei den Crêperien, müssen wir aber wohl noch was üben.

Ich will nicht sagen, dass ich nicht auf das ein oder andere hätte verzichten können, aber immerhin haben wir jetzt auch für Weihnachten 2015 eine spannende Geschichte zu erzählen.

Webgedöns am 23.12.2015

Five myths about gluten in der Washington Post (aufgetrieben von der geschätzten Kaltmamsell). Wir lernen: Zöliakie ist eine schlimme Krankheit, die aber nur ein geringen Anteil der Menschen tatsächlich hat. Wer Zöliakie hat, darf gar kein Gluten essen und nicht dieses „nur ein bisschen“ von dem die Leute immer faseln. Es gibt eventuell auch eine Glutenunverträglichkeit, die aber nicht schlimm ist und alle anderen können Gluten essen, wie sie wollen. Eine Glutenfreie Ernährung ist auch nur deswegen gesund, weil man vermutlich auf Industriegefertigte Ware verzichtet, nicht weil Gluten selber böse wäre.

Auf Quartz hingegen wird darüber berichtet, warum der persönliche Mix der Woche von Spotify so gut ist. Zumindest bei meinem trifft das auch zu, andere Leute berichten ja auch schon mal, dass sie nicht so zufrieden sind.

Am Montag durfte ich beim ersten Pegelwichteln mitmachen. Wir tranken quer durch Deutschland verschickten Alkohol und waren sehr lustig dabei. Frau Donnerhall hat das mal als Storify zusammengefasst. Mein persönlicher Bericht folgt noch.

Mehr Geschenke an Weihnachten!

Jedes Jahr vor Weihnachten das gleiche Spiel. Menschen erzählen davon, wie sie sich glücklicherweise schon seit Jahren in der Familie verständigt haben, dass man sich nichts schenke. Andere Menschen weisen darauf hin, dass man doch dieses Jahr sein Weihnachtsbudget lieber spenden solle. Egal wie, egal wo, allgemein scheint es zum guten Ton zu gehören, sich als erwachsener Mensch zum weihnachtlichen Geschenkewahnsinn zu erziehen.

Wir haben doch alles! Und außerdem ist das doch nur Konsum! Pfui! In die Stadt will man auch nicht, da ist es so voll, da sind all die Menschen, die nicht so vernünftig waren, sich zum Nichtschenken zu verabreden! Und online ist böse, da geht der Einzelhandel kaputt! Genau genommen kann man Weihnachten gar nichts schenken, es sei denn, man hat an einem ruhigen Tag im Juni bereits alles erledigt. Beschenkt werden kann man erst recht nicht, es sei denn man ist höchstens, aber allerhöchstens 15 Jahre alt. Wer älter ist, hat Vernunft angenommen, wünscht sich nichts, will nichts, erst recht nicht als Geschenk, erst recht nicht zu Weihnachten!

Ich aber werde gerne beschenkt. Ich esse allerdings zum Frühstück auch ungetoastetes Weißbrot mit Nusspli, trinke dazu einen Becher kalte Milch und bin nachweislich eigentlich nur eine Achtjährige mit Führerschein und festem Job. Ich möchte einen Haufen Geschenke unterm Weihnachtsbaum haben, am besten alle in buntes Papier eingepackt mit Schleifchen und Glitzer. Ich möchte auch nicht wissen, was drin ist, ich bin ein Mensch, der Überraschungen liebt. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, vor Weihnachten das Geschenkeversteck meiner Eltern zu finden und schon mal zu gucken, wo ist denn da der Sinn, wenn man schon weiß, was man bekommt? An Ostern habe ich meine Oma gerne mehrfach genötigt, alle Ostersüßigkeiten noch mal zu verstecken. Das Interesse an den Süßigkeiten war eher so mäßig, das Suchen im Garten hingegen konnte mich stundenlang beschäftigen.

Allerdings verschenke ich auch gerne. Ich verschenke sogar noch lieber als ich beschenkt werde. Geburtstage und Weihnachten bietet sich da natürlich an, aber man kann natürlich das ganze Jahr durch Menschen beschenken, mit oder ohne Anlass. Man kann ihnen etwas mitbringen oder ein Überraschungspäckchen schicken, und dann tagelang rumhibbeln, weil man natürlich nicht allzu offensichtlich nachfragen kann, ob es angekommen ist, man will ja die Überraschung nicht kaputt machen.

Das beste aber ist: Man muss ja gar nicht immer viel Geld ausgeben, um andere zu beschenken. Ein Buch tut es auch, oder eine Flasche Wein, ein niedliches Stofftier gibt es bei IKEA für wenige Euro, selbstgebackene Plätzchen, selbstgemachtes Pesto, eine kleine Flasche aufgesetzten Likör. Generell geht: Wer seine Freunde und Angehörige nicht mit nutzlosem Tand belästigen will, schenkt Verbrauchbares. Ich habe aber auch schon Zeitschriften und hübsche Geschirrtücher verschenkt, habe beim Bastelladen Glanzbilder aufgetrieben und in Weihnachtskarten gesteckt und die Leute haben sich gefreut oder zumindest sehr überzeugend so getan als würden sie sich freuen. Wer Weihnachten zum Konsumfest verkommen lässt, ist selber schuld. Wer sich ein bisschen Mühe gibt, kann fast alles haben: Weihnachten, Geschenke, Konsumeingrenzung und gar nicht mal so viel Stress.

Die Geschenkeverweigerung an Weihnachten ist vielleicht oft nur ein Versuch, unserer Überforderung im vorweihnachtlichen Stress Herr zu werden und es klingt natürlich so schön vernünftig, abgeklärt und erwachsen. Wer aber gar nicht immer vernünftig, abgeklärt und erwachsen sein will, der braucht andere Mechanismen, um auch ohne Geschenkeverbot nicht durchzudrehen. Es muss ja nichts Großes sein.

Letztes Jahr konnte ich alle Geschenke für Eltern, Tanten und Cousins in exakt zwei Läden abhandeln. Einem mit nutzlosem Tand (ein Windlicht mit Insekt für Papa, ein Tyrannenquartett für den Cousin und Schlagzeugschlägerbleistifte für einen anderen Cousin) und einem mit Gewürzen, Schokolade und anderem kulinarischen Schnickschnack. Läden mit kulinarischem Schnickschnack kann ich nur empfehlen, man hat da im Nu ein kleines Paket zusammen, dass hoffentlich innerhalb eines Jahres aufgebraucht ist. Ich war geschätzt eine Dreiviertelstunde im Stress, weil beide Läden leider voll mit Leuten waren, die offensichtlich eine ähnliche Idee hatten wie ich, dann war gut.

Vielleicht hilft es ja auch, das Weihnachtsgeschenke nicht mehr als Pflicht zu sehen, sondern als Kür, nicht als notwendiges Übel, sondern als Herausforderung. Man lernt auch kein Klavierspielen ohne regelmäßig zu üben, aber mit der richtigen Einstellung kann auch das Üben Spaß machen. Fragen Sie da mal meinen Klavierlehrer, der hält Ihnen einen halbstündigen Vortrag darüber. Sehen wir es doch so: Man muss zu Weihnachten gar nichts schenken, nein nein, man darf und man kann und man sollte die Gelegenheit nutzen, zu schenken. Auch „Bei Tante Lisa weiß ich nie, was ich ihr schenken soll“, ist ja nur eine Ausrede. Statt dessen ruft man lieber „Challenge accepted!“ und findet raus, worüber sich Tante Lisa so richtig freuen würde. Im Zweifel kann man immer noch in einen Laden mit kulinarischem Schnickschnack gehen.

Irgendwann in den Siebziger Jahren hatten meine Mutter und ihre Geschwister die Idee, dass an jenem Weihnachten jeder jedem etwas schenken sollte. Dazu muss man vielleicht erklärend hinzufügen, dass meine Mutter acht Geschwister hatte. Neun mal acht, da ist man schon mal bei 72 Geschenken ohne dass Eltern und die Großmutter berücksichtigt sind. Natürlich waren die einzelnen Geschenke klein, aber der Geschenkeberg muss beachtlich gewesen sein, so beachtlich, dass auch die Kinder der nächsten Generation, ich und alle meine Cousinen und Cousins die Geschichte kennen. Ein Weihnachten, das in die Legendensammlung der Familie eingegangen ist als das Weihnachten mit den vielen Geschenken. Und ob man es jetzt wirklich mit oder ohne Geschenke feiern will oder vielleicht auch gar nicht, es ist vielleicht nicht das schlechteste Weihnachten, von dem man sich auch nach dreißig Jahren noch erzählt.

Deswegen bleibt vielleicht nur: Schenkt und lasst euch beschenken! Zu jedem Anlass und zu keinem. Oder lasst es bleiben, schenkt nichts, spendet und helft an anderer Stelle, macht das, was euch glücklich macht. Nur die Klage, Weihnachten würde zum Konsumfest verkommen, entlockt mir schon seit längerem nur ein müdes Gähnen. Die Klage ist alt und abgestanden, sie mag nicht immer von der Hand zu weisen sein. Aber ich möchte ein Weihnachten mit Geschenken, kleine, große, selbstgemachte, gekaufte, gut überlegte und spontane. Geschenke machen Freude, dem Schenker und dem Beschenkten und wir sollten diese Freude nicht jedes Jahr wieder verachten, weil es die einfachste Lösung ist.

Lieblingstweets im Dezember (Teil 1)

KÄSEFONDUE! EXTRAGROSSE RUMKUGELN! WITTERUNGSBEDINGTE STÖRUNGEN! BACKBLECHGROSSE ZIMTPLATTEN! UND GHISKY! MEHR GHISKY!

12 von 12 im Dezember

Ja ja, dann halt noch mal. Aber wirklich nur, weil dieses Mal ein Samstag war und deshalb grundsätzlich andere Dinge passieren als wochentags.

Nämlich zum Beispiel folgendes:

Um 7:20 Uhr wache ich auf, warum auch immer. Vielleicht, weil mich immer noch der tödliche Männerschnupfen plagt, vielleicht einfach so. Das ist die Aussicht auf den Nachttisch mit Leuchteelefant, Grünzeug, dem etwas lädierten Häschen, Kindle, Brille und Kram. Normalerweise ist es ordentlicher. Behaupte ich jetzt einfach mal.

Es gibt Frühstück im Bett, was übersetzt bedeutet, dass ich Frühstück mache und dann zurück ins Bett trage. (Getoasteter) Toast mit Marmelade und Kaffee für meinen Mann, (ungetoasteten) Toast mit Nusspli und Milch für mich. Meine Essgewohnheiten sind manchmal nicht so sehr erwachsen.

Altglas wegbringen! \o/ #twitter #3von12 #12von12

Ein von Anne Schuessler (@anneschuessler) gepostetes Foto am

Nachdem wir ausreichend lange in der Wohnung rumgepuschelt sind, mache ich mich auf in die Stadt, ich muss nämlich Dinge besorgen. Vorher Flaschen wegbringen, das Flaschentrageding brauche ich später noch für den Einkauf, das weiß ich jetzt schon.

Mangels zeitnaher Straßenbahn Spaziergang in die Stadt. (Ja, es ist sehr pittoresk hier.) #twitter #4von12 #12von12

Ein von Anne Schuessler (@anneschuessler) gepostetes Foto am

Weil die Straßenbahn erst in zehn Minuten kommt, laufe ich zu Fuß in die Stadt. Das sind knapp zwei Kilometer, also machbar und das Wetter ist ja auch brauchbar. Schön ist die Strecke übrigens nicht und es gibt auch keinen Umweg, den mal laufen könnte, der so viel schöner wäre, dass man dafür einen Umweg laufen würde. Aber das hat man halt davon, wenn man mitten im Ruhrgebiet wohnt.

Spontanblutspenden. #5von12 #12von12 #twitter

Ein von Anne Schuessler (@anneschuessler) gepostetes Foto am

Spontan gehe ich Blut spenden. Darüber habe ich hier schon mal geschrieben, in Essen wird es einem sehr einfach gemacht. Im Bild meine wunderwunderschöne Blutgruppe, die von der Dame am Empfang mit einem „Rhesus negativ wäre aber noch schöner!“ etwas herabgestuft wurde.

Fragt nicht. Ich weiß es doch auch nicht. #twitter #6von12 #12von12

Ein von Anne Schuessler (@anneschuessler) gepostetes Foto am

Warum ich im Bastelladen bin, kann ich nicht verraten, denn es handelt sich um eine Weihnachtsüberraschung. Von den vielen Rollen brauche ich auch gar nichts, ich finde Bastelzeug in diesen Massen nur so faszinierend, jeden Unsinn gibt es da, Papier und Karton ins allen Formen und Farben. Ich fasse aber einmal Krepppapier an und werde schon von der Haptik in die Kindheit zurücktransportiert. Damals bastelten wir aus Krepppapier lange Schleifen, die wir am Fahrrad befestigten, damit sie bei voller Fahrt bunt hinter uns her wehen konnten.

Dings… äh… shoppen? #twitter #7von12 #12von12

Ein von Anne Schuessler (@anneschuessler) gepostetes Foto am

Dann zu Banneke. Alkohol shoppen. Erstens was fürs Pegelwichteln, was ich hier natürlich nicht verraten kann. Außerdem Bulleit 95 Rye Frontier Whiskey [Amazon-Werbelink] und Maraschino-Likör, um einen Rock and Rye anzusetzen. Der war Bestandteil des ersten Cocktails vom Drink-Syndikat und der war so lecker, dass wir uns durchaus vorstellen könnten, das nochmal zu machen. Außerdem ist einer unserer Lieblings-Rosé-Crémants (ich vergesse den Namen leider immer und erkenne ihn nur sofort wieder, wenn ich ihn vor mir sehe) im Angebot, da geht direkt auch eine Flasche mit.

Rock and Rye angesetzt. Das @drinksyndikat ist schuld. #twitter #8von12 #12von12

Ein von Anne Schuessler (@anneschuessler) gepostetes Foto am

Der angesetzte Rock and Rye. Eine Flasche Rye Whiskey, 80 ml Maraschino, 125 g Kandiszucker, 2 Zimtstangen, 3 Anissterne, 10 oder 12 Nelken, eine Orange, eine Zitrone. Mein Mann hält alles als Fotograf fest. Sobald wir ein Ergebnis haben, wird berichtet.

Die KitchenAid will auch beschäftigt werden. #twitter #9von12 #12von12

Ein von Anne Schuessler (@anneschuessler) gepostetes Foto am

Weil zwei Kollegen sich gegenseitig das Schwarz-Weiß-Gebäck wegfuttern, mach ich wohl besser noch mal welches. Die KitchenAid ist vor Weihnachten immer gut beschäftigt. Was man im Bild nicht sieht ist, dass ich den falschen Aufsatz genommen habe und mich sehr lange wunderte, warum die Maschine keinen schönen Teigklumpen produziert, sondern alles nur klein bröselt.

Cocktail Hour at the Schüßler residence. #twitter #drinksyndikat #10von12 #12von12

Ein von Anne Schuessler (@anneschuessler) gepostetes Foto am

Der zweite Cocktail aus der Box vom Drink-Syndikat: Bratapfellikör, Williams-Christ-Brand, Green Chartreuse und Zitronensaft. Nicht so überzeugend wie der erste, was aber vor allem Geschmackssache ist. Wir probieren von jedem Bestandteil auch einen kleinen Schluck, um zu wissen, was das überhaupt ist. Green Chartreuse ist definitiv Teufelszeuch, der Bratapfellikör von O’Donnell allerdings sehr lecker.

Abendessen. Nicht im Bild: Tomatensalat. #twitter #11von12 #12von12

Ein von Anne Schuessler (@anneschuessler) gepostetes Foto am

Zum Abendessen gibt es deutsches Rumpsteak (das erstaunlich gut ist) mit ein paar übrig gebliebenen TK-Kartoffelecken und Tomatensalat. Dazu gibt es Warehouse 13 in der irren Hoffnung, mein Mann möge sich dafür auch erwärmen können.

Nachtlektüre. Schlaft gut! #twitter #12von12

Ein von Anne Schuessler (@anneschuessler) gepostetes Foto am

Die aktuelle Lektüre, die neue Astrid-Lindgren-Biographie von Jens Andersen [Amazon-Werbelink]. Sehr zu empfehlen übrigens, ich habe jetzt ungefähr die Hälfte und bin sehr angetan. Ich schlafe allerdings mittlerweile immer sehr schnell ein, wenn ich im Bett lese und mache schon vor 23 Uhr das Licht aus.

Webgedöns am 10.12.2015

Frau Meike backt Brot.

Dass ich mit Superfood und dem ganzen Healthy-Eating-Quatsch nicht viel anfangen kann, ist aufmerksamen Lesern vielleicht bekannt. Nigella Lawson denkt ähnlich über das sogenannte Clean Eating.

Die New York Times listet die 50 Artikel auf, mit denen die Leser im Jahr 2015 die meiste Zeit verbracht haben. Da haben wir jetzt vermutlich alle erst mal ausreichend zu lesen.

Wo wir letztens hübsche Dinge mit Planeten hatten: Man kann sie natürlich auch sticken. Kreuzstich ist ja mittlerweile auch längst wieder modern.

Rezept: Diesmal mit etwas besonders weihnachtlichem. Stefanie Bamberg macht nämlich getrocknete Tomaten. Die kann man dann bestimmt gut zusammen mit Frau Meikes Brot essen. Alles selbstgemacht!

Außerdem: Ein Apfelkuchen-Milchshake-Cocktail. Sounds reasonable to me.