Diese Woche im Fernsehen (1.11.2014 – 7.11.2014)

Samstag, 1.11.2014

Wintertochter (14:00 bis 15:30 auf Bayern)
Kinderfilm mit vor deutsch-polnischer Historie. Kattaka aus Berlin sucht ihren Vater in Polen. Das ist nicht nur Filmpreisprämiert, sondern klingt wie etwas, was man gut auf dem Sofa eingekuschelt gucken könnte.

Küss mich, Kätchen (14:00 bis 15:50 im WDR)
Alternativ kann man sich ja auch die Verfilmung von Kiss Me, Kate aus dem Jahr 1953 angucken. Cole Porter macht sowieso grandiose Musik und so ein bisschen traditionelles MGM Musicalgedöns am Nachmittag hat noch niemandem geschadet. Und jetzt alle: “ANY TOM, DICK OR HARRY! ANY TOM, HARRY OR DICK!”

Das Piano (20:15 bis 22:25 auf Servus TV)
Wo wir gerade bei Musik sind. Auf Servus TV gibt es mal wieder “Das Piano” mit Holly Hunter, einem nackten Harvey Keitel und der ganz, ganz jungen Anna Paquin. Bin mir unsicher, ob ich noch mal die Geschichte rekapitulieren soll oder ob das doch ein bisschen zur Allgemeinfilmbildung gehört. (Wer’s nicht kennt: Bitte gucken.)

The Music Is Over – Tod & Pop (21:50 bis 22:40 auf arte)
In dieser Doku geht es um den Hang von Musikern zum Untergang. Drogen, Exzesse und was weiß ich nicht noch, einmal quer durch die Musikgeschichte. Klingt düster, ist es vielleicht auch, aber es kann ja auch nicht immer alles lustig sein.

Sonntag, 2.11.2014

Die letzte Metro (20:15 bis 22:20 auf arte)
Schon wieder Truffaut. Ich beginne da ein Muster zu erkennen. Tatsächlich zeigt arte diese Reihe zum 30. Todestag des Regisseurs und ich finde das gut. Einer der Klassiker mit Catherine Deneuve und einem noch recht jungen Gérard Depardieu. Paris, zweiter Weltkrieg, Judenverfolgung, Theater, Liebe und so weiter. Kann man nicht meckern.

Fell – Ein imaginäres Portrait von Diane Arbus (22:35 bis 1:00 auf TELE 5)
TELE 5 wieder. Wo die immer ihre Filme ausgraben. Nicole Kidman spielt die New Yorker Fotografin Diane Arbus, die durch ihren Nachbarn, den “Wolfsmenschen” Lionel (ein sehr behaarter Robert Downey Jr.) ihr Interesse an Subkulturen entdeckt. Regie hat übrigens Steven Shainberg geführt, der mich ja schon mit “Secretary” überzeugen konnte.

Antoine und Colette (23:30 bis 0:00 auf arte)
Der zweite Film von Truffauts Reihe über Antoine Doinel ist dieser Kurzfilm, den man schon deswegen nicht allzu oft im Fernsehen zu sehen bekommt. Die Doinel-Filme sind übrigens sehr zu empfehlen, weil sie so schön leicht sind, ohne dabei aber seicht zu sein. Oder so. Ich spare mir jetzt Anmerkungen über Dinge, die sich reimen.

Montag, 3.11.2014

Sie küßten und sie schlugen ihn (20:15 bis 21:50 auf arte)
Der 30. Todestag Truffauts also. Das erklärt vieles. Zum Beispiel, dass heute einer seiner bekanntesten Filme bekommt und zudem der erste Teil der Doinel-Reihe. Der 13-jährige Antoine wird großflächig von den Erwachsenen ignoriert, muckt entsprechend (und verständlicherweise) ab und kommt zur Belohnung ins Heim. Nouvelle-Vague-Fernsehen vom Feinsten. Vom Allerfeinsten!

Das ganze Leben liegt vor dir (20:15 bis 22:10 auf Eins Festival)
Bekanntes Problem: Da hat man gerade in Philosophie promoviert und schon wartet die Karriere im Callcenter. So ist das jedenfalls in Italien bei Marta. Aber natürlich kann man als promovierte Philosophin auch im Callcenter einiges lernen. Was genau, das wird dann wohl in dieser Satire gezeigt.

Majubs Reise zu den Sternen (22:25 bis 23:10 auf 3sat)
Zur Abwechslung mal was eher deprimierendes. Der Afrikaner Mohamed Husen war in den 30er Jahren als Schauspieler in Deutschland gut gebucht. Dann machte er den Fehler, eine Deutsche zu heiraten, was die Gestapo eher nicht so gut fand und der Rest der Geschichte ist leider genauso traurig, wie man es vermutet.

Ranga Yogeshwar in Fukushima (22:45 bis 23:30 im Ersten)
Auf andere Art deprimierend dürfte diese Dokumentation sein. Ranga Yogeshwar durfte in Fukushima drehen und messen und was dabei rausgekommen ist, zeigt das Erste heute spät am Abend.

Unter der Laterne (23:55 bis 2:05 auf arte)
Noch später in der Nacht zeigt arte diesen Stummfilm aus dem Jahr 1928 über den Untergang eines Mädchens, dass sich im Berlin der 20er Jahre konsequent von einer Luxusmätresse zur Straßendirne runterarbeitet.

Dienstag, 4.11.2014

Down by Law (20:15 bis 22:00 auf ZDF Kultur)
“Night on Earth” hab ich gesehen, “Dead Man” und “Mystery Train”, aber “Down by Law” fehlt mir tatsächlich noch in der Liste der Jim-Jarmusch-na-ja-“Früh”-Werke. Dabei spielt da Benigni mit. UND TOM WAITS! Ganz schön nachlässig von mir. (Allerdings könnte auch mal wieder Night on Earth kommen.)

Quarks & Co (21:00 bis 21:45 im WDR)
Heute gucken wir uns mit Ranga Yogeshwar an, was diese Raumsonde Rosetta da draußen im All da macht, warum sie überhaupt da ist und was sich die Wissenschaftler davon versprechen, eine Sonde auf einem Kometen landen zu lassen.

12 Monkeys (22:00 bis 0:40 auf TELE 5)
Tatsächlich habe ich letztens irgendwann aus Versehen angefangen, 12 Monkeys zu gucken, als es vor einigen Wochen im Fernsehen kam. Aufgehört habe ich nur, weil der Film immer so absurd spät kommt und ich dann müde werde und einschlafe. Was ich eigentlich sagen wollte: Ich hatte gar nicht vor, den länger zu gucken, wurde dann aber so in diese Geschichte reingesogen, dass ich nicht aufhören konnte. Terry Gilliams Filme sind war verrückt, aber auch sehr faszinierend. Ach so: Bei 12 Monkeys geht es um einen Sträfling aus dem Jahr 2035, der ins Jahr 1996 reist, um den Ausbruch einer Epidemie zu verhindern, die die Menschheit weitgehend vernichten wird.

Mittwoch, 5.11.2014

Curling – Geheimnisse im Schnee (22:40 bis 0:10 auf arte)
Julyvonne lebt mit ihrem Vater isoliert in einem Vorort von Québec und darf noch nicht einmal zur Schule gehen. Statt dessen entdeckt sie bei einem Spaziergang durch den verschneiten Wald eingefrorene Leichen. Klingt seltsam, düster und bedrückend und gleichermaßen faszinierend. Gut, dass ich immer so ordentlich meine Fernsehzeitung lese.

David Bowie – Cracked Actor (22:40 bis 23:35 auf Eins Festival)
BBC-Doku aus dem Jahr 1975 über den britischen Sänger, Schauspieler, Künstler und was-weiß-ich-was-noch… also, es geht jedenfalls um David Bowie, der in dieser Zeit auch noch besonders experimentierfreudig war.

Lost in Translation (23:30 bis 1:05 auf Hessen)
Bill Murray als alternder Schauspieler verloren in Tokyo. Dann trifft er die ebenfalls etwas verlorene Charlotte (Scarlett Johansson) und ist dann jedenfalls nicht mehr ganz so einsam. Nie gesehen, muss dringend nachgeholt werden, schon wegen Bill Murray und überhaupt.

Donnerstag, 6.11.2014

Wie wir sterben (20:15 bis 22:00 auf 3sat)
3sat widmet sich mit dieser Dokumentation dem Tabuthema Tod. Was passiert eigentlich, wenn wir sterben? Was macht der Körper da und warum? Was bedeutet das Thema Tod für die Forschung? Es gibt sicherlich unzählige Fragen, die man stellen könnte. Diese Doku wird sie nicht alle beantworten können, aber vielleicht ja ein paar.

Drachenläufer (23:45 bis 1:45 im SWR)
Buch vor Ewigkeiten gelesen und ziemlich gut gefunden. Eine Kinderfreundschaft in Afghanistan und die unterschiedlichen Wege, die die beiden Jungen als Erwachsene gehen. Von San Francisco zu den Taliban. Tragisch, dramatisch, aber eben auch schön.

Gottes Werk und Teufels Beitrag (1:50 bis 3:45 im Ersten)
Bei John Irving ist es ja oft so, entweder man liebt oder man versteht nicht, was daran so gut sein soll. Bei den Verfilmungen ist es nicht unähnlich. Ich habe da keine so ausgeprägte Haltung, ich habe ein paar Bücher gelesen und ein paar Filme gesehen, fand sie gut bis sehr gut, würde auch weiter lesen oder gucken, aber nicht zwingend. Heute Nacht jedenfalls könnte man so eine Irving-Verfilmung gucken, die zumindest schon damit lockt, dass der wunderbare Michael Caine mitspielt.

Freitag, 7.11.2014

makro: Teuer Weltraumabenteuer (21:00 bis 21:30 auf 3sat)
Weltraummissionen kostet Unmengen Geld. Da kann man sich schon mal fragen, ob sich der ganze Spaß lohnt und wozu das überhaupt gut sein soll.

Nur die Sonne war Zeuge (1:20 bis 3:18 im Ersten)
Verfilmung von Patricia Highsmiths “Der talentierte Mr. Ripley” aus dem Jahr 1960. Hier spielt Alain Delon den betrügerischen Ripley, der zur Wahrung seiner geraubten Identität auch mal über Leichen geht.

Die letzten Amerikaner (2:45 bis 4:25 auf TELE 5)
Aus der Reihe “Filme, die ich gut fand, aber nie noch mal sehen möchte”. Neun Männer aus der Stadt wollen mal richtig schön am Wochenende auf Jagd, in den Wald, legen sich mit den heimischen Cajuns an und sind auf einmal selber die Gejagten. Drastisch und krass. Nix für mich, aber ja nur, weil ich so ein Sensibelchen bin.

Lieblingstweets im Oktober (Teil 2)

RADIOOPFER! NACHFAHRENQUÄLEN! WOHLTEMPERIERTE TASTATUREN! MÜRBETEIG! UND BITTE, BITTE, BITTE NIE ANRUFEN!

Nicht ganz unhilfreiche Einkaufstipps zum Wochenende

Weil es mir selber erst gestern Mittag aufgefallen ist, hier ein hilfreicher Hinweis für alle Menschen, die in eher katholisch geprägten Bundesländern wohnen:

Am Samstag kann man nicht einkaufen. Da ist Feiertag. Man merkt es nicht sofort, weil man Feiertage, die nicht auf einen Wochentag fallen, ja gerne mal ignoriert. Umso wichtiger, dass man die wichtigen Einkäufe (Milch, Brot, Eier, Nudeln, Tomatensoße) dann noch schnell am Freitag erledigt, denn am Samstag wird es nicht gehen.

Alle Menschen, die in weniger katholisch geprägten Bundesländern wohnen, dürfen uns Feiertagsgeplagte nun weiter doof finden.

Ich danke für die Aufmerksamkeit.

Nicht ganz so schnelle, aber einfache Kartoffelsuppe

Kartoffelsuppe von der Seite

Heute gab es hier Kartoffelsuppe. Oder so eine Art Kartoffelsuppe, vielleicht eher eine Gemüsesuppe mit Kartoffeln. Eine Wurzelgemüsesuppe. Oder so. In der Biokiste war jedenfalls ein Sack Kartoffeln und ein paar Möhren. Der Biokistenlieferdienst heißt ja “Flotte Karotte” und eigentlich sind immer Möhren dabei. Und Äpfel, aber die bestelle ich auch oft ab, weil wir ja Fruktoseunverträglichkeit im Haus haben und in Äpfeln sind sehr viel Fruktose ist und die deswegen gerne übrig bleiben.

Jedenfalls hatten wir Kartoffeln und Möhren und folgerichtig kaufte ich noch Petersilie, ein Viertel Knollensellerie, etwas Gemüsebrühe und drei Mettwürstchen und machte dann eben eine ganz einfache, aber eben nicht ganz so schnell Kartoffelsuppe. Einfach, weil man kaum etwas anderes machen muss als Dinge schälen und klein schneiden und mit Schwung in einen Topf schmeißen, nicht ganz so schnell, weil Kartoffeln halt ein bisschen brauchen bis sie gut durch sind. Also nix für den schnellen Hunger, aber ansonsten sehr tauglich für Herbst- und Winterabende.

Petersilienberg

Kartoffelsuppe mit (oder ohne) Mettwürstchen

(für vier Personen vielleicht, hier waren’s zwei, und es ist noch was für morgen übrig)

ungefähr 6  normal große Kartoffeln
2 Möhren
2 kleine Zwiebeln
1/4 Knollensellerie
1/2 Bund Petersilie
1 Liter Gemüsebrühe
eine Handvoll Speck (für Vegetarier einfach weglassen)
3 Mettwürstchen (für Vegetarier einfach weglassen)
Salz
Pfeffer
Kümmel (ganz)
Öl

Zunächst die Zwiebeln und den Speck klein schneiden. In der Zwischenzeit kann man schon mal etwas Öl in einem großen Topf heiß werden lassen. Ist das Öl ausreichend heiß, Zwiebeln und Speck reinschmeißen und andünsten bzw. anbraten lassen.

Knollensellerie, Möhren und Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Ja kleiner die Würfel, desto schneller ist die Suppe nachher fertig, nur so als Trick am Rande.

Dann erst den Knollensellerie zu der Zwiebel-Speck-Mischung geben und kurz mitdünsten, später die Möhren dazu und ebenfalls mitdünsten. Jetzt kann man auch schon ein bisschen würzen, Salz und Pfeffer dran und ein guter Schwung Kümmel, nach Geschmack eben.

Gemüsebrühe dazu und Kartoffeln mit rein. Jetzt köcheln lassen.

Während die Suppe vor sich hin köchelt, Mettwürsten in Scheiben schneiden und Petersilie klein hacken. Wenn die Suppe quasi fertig ist, schnell noch die Mettwurstscheiben dazu und kurz mitkochen, dann noch die Petersilie drauf, umrühren, abschmecken, fertig.

Suppe von oben

Machte den werten Gatten und mich heute abend sowohl glücklich als auch satt und ist durchaus weiterzuempfehlen. Wahrscheinlich kann man auch alles mögliche Gemüse dazupacken, vielleicht auch Maronen. Maronen gehen ja eigentlich immer. Oder Linsen. Hmmmmm, Linsen. Ich seh schon, dieses Jahr gibt’s noch öfter Eintopf.

Clermont-Ferrand mit schlechtem Wetter

Arbeiten wir doch den Urlaub weiter auf. Nach Mömpelgard waren wir in Clermont-Ferrand, das liegt dann noch mal so ungefähr auf halber Strecke zwischen Mömpelgard und Biscarrosse. Nachdem ich im Hotel im Bad Berneck immer lauter fluchend zwei Stunden lang nach einem netten Chateäuchen irgendwo im Nichts (aber gerne nahe an der Autobahn) suchte, gab ich leise grummelnd auf und buchte ein recht unattraktives Hotel mitten in Clermont-Ferrand. Das Hotel entpuppte sich architektonisch als noch unattraktiver als auf den Bildern, innendrin aber als recht luxuriös. Außerdem hatten wir ein Zimmer mit Blick auf die Berge, was bedeutet, dass man erst auf ziemlich viele hässliche Häuser guckt, und dann im Hintergrund auf grüne erloschene Vulkane oder so. Irgendwo da wurde wahrscheinlich auch diese Volvic-Werbung gedreht, kann man sich jedenfalls gut vorstellen.

Clermont-Ferrand hingegen entpuppt sich nach einem kurzen Weg durch eine wenig attraktive Innenstadt als erstaunlich hübsch. Dann kommt nämlich die Altstadt mit ganz vielen kleinen Gässchen, Unmengen von Restaurants, Cafés und kleinen Läden und es ist wirklich sehr nett. Clermont-Ferrand kann ich empfehlen, da würde ich drei Tage durch die Stadt laufen, schon allein, weil wir an zu vielen Restaurants vorbeikamen, die wirklich gut aussahen.

Jedenfalls war erst schlechtes Wetter und so stiefelten wir unter grauem verhangenen Himmel durch enge Gässchen und guckten uns die Stadt an. Nachher wurde es dann tatsächlich noch schön. Aber weil ich sowieso viel zu viele Bilder gemacht habe, fangen wir mit denen mit grauem Himmel und ohne Sonne an.

(In Clermont-Ferrand gibt es übrigens die angeblich erste Straßenbahn Frankreichs und zwar eine Einspurenstraßenbahn. Was bewirkte, dass ich die ganze Zeit glücklich Straßenbahnen anstarrte. Ich bin halt ein simples Gemüt und einfach glücklich zu machen.)


Dingsi Straßenbahn La Montagne Erste Straßenbahn Place de Jaude McDonalds Elefant Gässchen Café Truffade Plakate Dom Altstadt und Berge Steindingsi Bibendum Stadt

Wichtige Aufräumtipps

Wenn ihr jahrelang ein Dokument, das man sehr selten braucht, dann aber eher dringend, sagen wir zum Beispiel einen Sozialversicherungsausweis, an ein und demselben Ort aufbewahrt habt, der jetzt nicht optimal war, wo ihr aber wusstet, okay, hier ist der Sozialversicherungsausweis und wenn ich ihn brauche, dann finde ich ihn hier. Wenn dem also so ist und ihr eventuell im Zuge von Aufräumaktionen mal quasi sämtlichen Papierkram, der so rumfliegt sortiert und sinnvoll geordnet in Ordner packt, dann glaubt bloß nicht, danach wüsstet ihr noch, wo der Sozialversicherungsausweis wäre. Da ist er nämlich nicht. Und da auch nicht. Und da übrigens auch nicht.

Wenn ihr das also tut, dann macht euch um Himmels Willen irgendwo eine Notiz, dass ihr den Sozialversicherungsausweis da oder eben da hin gepackt habt und hängt sich euch gut sichtbar auf.

Es wird sich dann zwar rausstellen, dass der Sozialversicherungsausweis gar nicht im Zuge von Aufräumaktionen abhanden kam, sondern, weil ihr ihn zwischenzeitlich mal brauchtet und danach nicht daran gedacht habt, ihn an seinen üblichen Ort zurückzustecken, aber es bleibt trotzdem ein sinnvoller und hiflreicher Hinweis. Glaube ich jedenfalls.

Diese Woche im Fernsehen (25.10.2014 – 31.10.2014)

Zunächst weitgehend mit ohne Text, aber so könnt ihr schon mal den Festplattenrekorder programmieren und ich mach dann den Rest, wenn alle Wochenenderledigungen abgeschlossen sind.

Samstag, 25.10.2014

Bauerfeind assistiert (19:30 bis 20:00 auf 3sat)
Katrin Bauerfeind assistiert heute Tim Mälzer. Ich finde, das klingt amüsant genug, um mal reinzuschauen.

Heaven’s Gate – Das Tor zum Himmel (22:00 bis 1:50 auf Servus TV)
Westernepos, von dem ich noch nie gehört habe, in dem aber immerhin Christopher Walken mitspielt und das irgendwie die Wandlung von Kinoflop zu Kultfilm hingekriegt hat. Wobei zu bedenken ist, dass viele Kultfilme ihre Karriere ja als Kinoflop starteten, insofern ist diese Entwicklung vielleicht gar nicht so erstaunlich.

Space Tourists (22:30 bis 23:50 auf Phoenix)
Der Regisseur Christian Frei begleitete die Iranerin Anousheh Ansari dabei, wie sie sich als Weltraumtouristin den Traum vom Trip ins All erfüllte. Außerdem geht’s nach Russland, wo Raketenstufen von Schrotthändlern verhökert werden. Wie fast alles scheint auch die Raketenbranchenmedaille zwei Seiten zu haben.

Accattone – Wer nie sein Brot mit Tränen aß (0:00 bis 1:50 im WDR)
Skandalfilm von Pasolini mit einem Soundtrack mit Bach-Musik. Mal wieder so ein Klassiker, den ich (noch) nicht gesehen habe, was ich aber wohl auch irgendwann mal nachholen werde.

Sonntag, 26.10.2014

Die Hoffnung stirbt zuletzt (17:30 bis 18:00 im Ersten)
Ich habe ja einen Organspendeausweis, weil ich nicht verstehe, wie man keinen haben kann (außer aus Prokrastinationsgründen, die verstehe ich immer), aber darüber habe ich auch schon mal geschrieben. Wer mehr über Organspende wissen will, der könnte zum Beispiel am Sonntag in diese Dokumentation reinschauen.

Looking for Picasso (20:15 bis 22:05 auf arte)

Mord in Aschberg (21:45 bis 23:15 auf ZDF neo)
Haben wir, glaube ich jedenfalls, schon mal geguckt und für sehr gut befunden. Während ich ja bei Büchern nicht so der Krimikonsument gibt, bin ich dem Genre im Fernsehen recht zugetan. Außerdem mutiere ich so langsam aber sicher zum Hinnerk-Schönemann-Fangirl und das nicht zuletzt wegen solcher prima Fernsehstücke.

Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft (1:45 bis 3:13 im Ersten)
Bei Monty Python scheiden sich ja so die Humorgeister, bzw. es ist eigentlich sogar so, dass ein einzelner Humorgeist, also zum Beispiel meiner, nicht so recht weiß, was er davon halten soll, oder vielmehr den einen Sketch ganz furchtbar findet und den anderen dann wiederum genial komisch. Aber das macht Monty Python vielleicht auch aus. Die sagen ja auch nicht ohne Grund “And now… for something completely different…”

Montag, 27.10.2014

Grenzenloses Frankreich (19:30 bis 20:15 auf arte)
Klar, auf arte. Da geht’s immer irgendwie um Frankreich. Diesmal geht es um die etwas exotischeren französischen Außenposten. Und das die ganze Woche lang, jeweils um die gleiche Uhrzeit.

Die süße Haut (20:15 bis 22:10 auf arte)
Truffaut, Truffaut, Truffaut. Truffaut geht immer, obwohl ich bei diesem Film noch nicht mal weiß, ob ich ihn selber schon gesehen habe. Egal. Truffaut geht immer.

Der Turm des Schweigens (23:40 bis 1:15 auf arte)
Auf arte gibt es jetzt die Reihe “Meisterwerke des Stummfilmes” und dieser deutsche Film aus dem Jahr 1925 ist ein Teil der Reihe. Offensichtlich ein Familiendrama, eine Tochter, die mit ihrem Vater, der sie offensichtlich hasst, in einem Turm lebt und nun ja, man muss wohl selber gucken, wie es weitergeht.

Stromkonzerne (23:45 bis 0:30 im Ersten)
Wenn man in Essen wohnt, kennt man ja schnell ziemlich viele Stromkonzerne, die haben nämlich alle irgendwo hier irgendeinen Sitz. In dieser Dokumentationen guckt sich Florian Opitz die Stromriesen mal genauer an.

Dienstag, 28.10.2014

Quarks & Co – Die Eifel (21:00 bis 21:45 im WDR)
Frau Ladwig geht ja regelmäßig in der Eifel wandern, mein Vater sucht da gerne nach Fledermäusen. Irgendwas muss also dran sein an dieser Region und möglicherweise kann Rangar Yogeshwar ja erklären, was das sein könnte.

Mittwoch, 29.10.2014

Kitchen Stories – Küchengeschichten (12:30 bis 14:00 im MDR)
Irgendeine norwegisch-schwedische-Komödie mit Küchenverhalten. Immerhin Oscar-nominiert und ja schon aus Prinzip absurd genug, um gut sein zu können.

Geld oder Liebe – Jubiläums-Show (20:15 bis 22:15 im WDR)
Möglicherweise war “Geld oder Liebe” ja doch die beste Unterhaltungsshow, die je im deutschen Fernsehen lief. Andere Leute mögen da andere Favoriten haben, bei mir stand sie jedenfalls immer ganz weit oben. Umso schöner, dass der WDR jetzt eine Jubiläumsshow präsentiert.

Der Mann der Friseuse (20:15 bis 21:35 auf arte)
Mal wieder ein Klassiker der französischen Liebesfilme. Jean Rochefort ist schon als Kind so fasziniert von der Dorffriseuse, dass für ihn feststeht, dass er auf jeden Fall eine Friseuse heiraten wird. Was er dann auch tut. Und weil es ein französischer Liebesfilm ist, wird es sicher noch schön melancholisch.

Material (21:35 bis 0:20 auf ZDF Kultur)
Der Berliner Thomas Heise drehte und sammelte zwischen 1988 und 2008 Filmmaterial, das er für diesen Film zusammenschnitt. Ohne Kommentar und Erklärungen und mit drei Stunden Länge sicher nicht unanstrengend, aber für Zeitdokumentsliebhaber für mich sicher auch sehr faszinierend.

Donnerstag, 30.10.2014

Vorsicht Gift! (20:15 bis 22:00 auf 3sat)
Alles oder zumindest einiges über Gift lernt man heute auf 3sat. Von Naturgiften über synthetische Toxine, da ist bestimmt für jeden was dabei.

Where’s the Beer and When Do We Get Paid? (22:20 bis 23:45 auf ZDF Kultur)
James Inkanish Jr. wurde in Texas geboren, hat indianische Wurzeln, spielte als Schlagzeuger in der Band “The Mothers of Invention” von Frank Zappa und wohnte seit den 90ern bis zu seinem Tod in Bayern. Und so haben wir schon wieder Dinge gelernt, die wir bis gerade nicht wussten. Wer noch mehr über diesen Menschen wissen will, guckt dann halt diese Dokumentation.

The Fog – Nebel des Grauens (1:55 bis 3:20 im Ersten)
Hab ich nicht geguckt, möchte ich vermutlich auch nicht gucken, weil ich ja so ein furchtbarer Angsthase bin. Ich habe aber nur Gutes über diesen Horror-Klassiker gehört, insofern sei an dieser Stelle erwähnt, dass das Erste den Film heute Nacht ausstrahlt.

Freitag, 31.10.2014

Frances Ha (20:15 bis 21:40 auf Eins Festival)
Ich empfahl das letztens schon, aber für den unwahrscheinlichen Fall, dass ihr meiner Empfehlung nicht nachgekommen sein solltet, gibt’s erneut eine Chance, diesen bezauberndsten Independentfilm zu sehen.

Flohmarktgeschäfte (21:15 bis 21:45 im NDR)
Was Flohmärkte angeht, kenne ich mich ja aus Gründen ganz gut aus, wenn auch eher passiv-proxy-mäßig. Dementsprechend ist natürlich diese Dokumentation auch interessant, wobei auch hier wieder gilt: Vermutlich ist es nur möglich einen winzigen Aspekt dieser Branche zu gewähren. Und jeder, der sich etwas auskennt, wird sagen: “Also, bei uns ist das ja schon ganz anders.”

Ein Jahr in der Hölle (22:35 bis 0:25 auf 3sat)
Peter Weir mal wieder, diesmal mit einem Politthriller mit Mel Gibson und Sigourney Weaver über den indonesischen Bürgerkrieg. Mal wieder merke ich, wie wenig Filme ich von dem australischen Regisseur eigentlich gesehen habe oder umgekehrt, wie viele er gemacht hat.

#umzug2014 – Trampelpfade

An den Grundriss der neuen Wohnung hingegen muss ich mich noch erst gewöhnen. Den grüßten Gewöhnungsbedarf erkenne ich da beim Wohnzimmer und in der Küche. Prinzipiell haben wir jetzt eine offene Küche, etwas, das ich nie haben wollte, weil ich Ruhe in der Küche schätze und deswegen gerne eine Tür habe, die man im Zweifelsfall schließen kann. Das geht jetzt so nicht, allerdings ist der Grundriss einigermaßen gnädig, so dass ein bisschen Pufferraum zwischen Küche und eigentlichem Wohnzimmer ist, was das ganze wieder annehmbar macht. Man kommt dann entweder durch die Küche oder eine der beiden Wohnzimmertüren in den Flur und von da aus eben in den Rest der Wohnung, wo man halt gerade so hin möchte.

Hier habe ich gerade immer das Gefühl, genau den falschen Weg zu nehmen, bilde mir also ein, dauernd Umwege zu laufen. Da ich das aber IMMER habe, ist es vielleicht auch einfach so, dass ich mich schlicht noch nicht an den neuen Grundriss gewöhnt habe und dementsprechend vor allem häufiger rumlaufen muss.

Außerdem scheinen mir die Lichtschalter falsch platziert. Das ist natürlich nicht richtig, sie sind ganz normal an der Wand in üblicher Höhe angebracht, nur eben nie da, wo ich sie gerne hätte. Vor allem in der Küche haue ich regelmäßig an eine Stelle an der Wand, um das Licht anzumachen, nur ist da eben kein Lichtschalter, was die ganze Aktion einigermaßen sinnfrei macht. Aber auch hier bin ich hoffnungsvoll, dass es sich lediglich um anfängliche Irritationen handelt, die sich im Laufe der Zeit schon ergeben werden.

Möglicherweise ergeben sich im Laufe der Zeit ja auch hilfreiche Trampelpfade in der Wohnung, so dass man nicht mehr grübeln muss, welchen Weg man am besten einschlägt, sondern das an einer leichten Einkerbung im Parkett erkennen kann. Wir arbeiten dran.

#umzug2014 II

Kamin

Mittlerweile sollten es die meisten aufgefallen sein, wir sind umgezogen. Tatsächlich handelte es sich bei der ein oder anderen kryptischen Bitte, mir mal die Daumen zu drücken, immer um irgendwas, das mit dem Wohnungskauf zu tun hatte. Diese Wohnung, in der wir jetzt also seit Montag offiziell wohnen, fanden wir nämlich eher zufällig. Oder anders gesagt: Wir wissen schon recht lange von ihrer Existenz, fanden aber durch Zufall heraus, dass sie zum Verkauf steht.

Es war entsprechend der schnellste Wohnungskauf überhaupt, wir wussten nach fünf Minuten Wohnungsbegehung, dass wir diese Wohnung in Zukunft gerne bewohnen wollen würden. Möglicherweise hilft es, wenn man dazu weiß, dass es sich um eine Wohnung im gleichen Haus handelt, in dem wir sowieso schon seit vier Jahren wohnen und von der ich ja auch bei Stefan im Podcast erzählte. Wir mussten uns also keinen großen Kopf um Wohnungseigentümergesellschaft, Lage oder Substanz machen, denn das kennen wir ja alles schon und finden es gut.

Jedenfalls sind wir jetzt umgezogen. Ein Umzug eine Etage tiefer ist sehr schick und erleichtert vieles. Wir haben uns trotzdem eine Spedition kommen lassen, weil wir keine Lust hatten, Möbel ab- und wieder aufzubauen oder sehr schwere Sachen zu schleppen. Außerdem besitzen wir ein Klavier.

Positiv vermerken lässt sich, dass wir anscheinend lernfähig sind. Anstatt wieder wochen- oder monatelang ohne richtige Lampen zu wohnen, kauften wir schnell für fast alle Zimmer Lampen und ließen die einfach direkt vom Umzugsunternehmen installieren. Jetzt hängen tatsächlich fast überall Lampen. Nur in einem Zimmer nicht, das ist dieser Lampenkauflethargie geschuldet, die mich ab einem gewissen Zeitpunkt überfällt und der meine gesamte Entscheidungskraft außer Gefecht setzt und mich die Lampenabteilung bei IKEA fluchtartig verlassen lässt. Wenn man aber bedenkt, dass in der alten Wohnung nach vier Jahren immer noch in drei Zimmern keine Lampen hängen, ist das schon ein gewaltiger Fortschritt.

Dann haben wir noch schnell einen Spiegelschrank gekauft, den die Spedition dann auch direkt aufhängen durfte. Nach drei Tagen muss ich sagen: So ein Leben mit Spiegelschrank im Bad ist ungemein lebenswert. Ich hatte ja keine Ahnung! Außerdem haben sie auch den Draht für die Gardinen in zwei Zimmern angebracht. Das mit den Gardinen schaffen wir dann überraschenderweise sogar immer selbst.

Es ist also tatsächlich fast alles gemacht worden. Beim nächsten Umzug müsste dann also der Tendenz nach eigentlich alles fertig sein, aber nun wollen wir ja erstmal gar nicht umziehen, es ist ja jetzt alles perfekt.

Alles in allem handelt es sich um ein nicht zu unterschätzendes Lebensupgrade. Von null auf vier Balkone! Bad mit Badewanne! Mein eigenes Arbeitszimmer! KAMIN! KAMIN! KAMIN! Und endlich wieder Platz an den Wänden für mehr Bilder.

Außerdem hat die Küche eine Mikrowelle. Das verspricht neue Techniktagebuchbeiträge, wenn ich nach 34 Jahren Leben ohne Mikrowelle lerne mit diesem neumodischen technischen Wunderwerk umzugehen. Bleiben Sie dran.