Tagebuchbloggen, 12. und 13.8.2018

Fauler Sonntag, ausgeschlafen, rumgeräumt, an Texten geschrieben, abends Pizza bestellt und trotz massiver Proteste meinerseits „Die Wolke“ geguckt. Es sind bestimmte noch andere Sachen passiert, aber die fallen mir gerade nicht ein.

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Zum ersten Mal dem Perseidenschauer beigewohnt. Nachdem ich den richtigen Balkon dafür gefunden hatte (es war natürlich der Nord-Ost-Balkon an der Küche) erst mal sehr angestrengt in den Himmel gestarrt und auch gleich zweifach belohnt worden. Da das Nackentechnisch aber nicht lange durchführbar war, lag ich nachher auf dem Balkon, den Kopf an eine leere Gaskartusche geschmiegt. Dadurch war zwar die Sicht eingeschränkt, weil Dachvorsprünge und Blumenkästen im Weg waren, aber als alter Mensch muss man eben Kompromisse machen.

Nach der dritten oder vierten Sternschnuppe rief ich meinen Mann an, damit er auch runterkäme. Ja, wir kommunizieren gelegentlich durchs Haus mit dem Telefon, warum auch nicht. Er hielt aber nur eine Sternschnuppe lang aus, und ging dann ins Bett, während ich noch weiter auf dem Balkon lag und weiterzählte, bis ich ausreichend viele ausreichend schöne Sternschnuppen gesehen hatte.

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Montagmorgen im Zug die neue Feinschmecker gelesen. Die Zeitschrift ist mir eigentlich zu teuer, deswegen mache ich den Kauf immer ein bisschen vom Inhalt abhängig. In diesem Fall versprach der Inhalt japanische Rezepte von Stevan Paul, das reichte mir für zehn Euro.

Während ich Restaurantempfehlungen aus der Zeitschrift in Tripadvisor raussuchte, um sie auf meine Merkliste zu setzen, stolperte ich mal wieder über meine Lieblingssorte Restaurantkritik: Die „Ich war nicht da, aber vergebe trotzdem nur einen Punkt“-Rezension. In diesem Fall war es ein armer Mensch, der bei einer Onlinereservierung auf eine Warteliste gesetzt wurde, dann nie wieder etwas hörte, trotzdem hinging und dann sauer war, weil vollkommen überraschend tatsächlich kein Platz frei war. EINER VON FÜNF STERNEN!

Meine Lieblingsrezension bleibt aber bislang die von der Frau, die nur einen Stern vergab, weil man in einem Restaurant nicht mit Karte bezahlen durfte. Was offensichtlich direkt geklärt wurde, so dass es noch nicht mal zu Komplikationen kam. NUR BARZAHLUNG MÖGLICH, EIN STERN!

Mein nächstes Projekt heißt dann offensichtlich „absurde Bewertungen bei Tripadvisor sammeln“, ich sehe da großes Unterhaltungspotential.

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