Tagebuchbloggen, 06.05.2021

Notiz an mich selber: Nach 19 Uhr mit dem Auto nach Rüttenscheid und eine Stunde später wieder nach Hause zu fahren ist eine saudumme Idee. Dafür, dass ich in Rüttenscheid verhältnismäßig schnell einen Parkplatz verhältnismäßig nah am Zielort fand, kurvte ich bei uns geschlagene zehn Minuten durch die Gegend, begegnete dabei drei Mal einer Nachbarin, die ebenfalls einen Parkplatz suchte und dann fand ich einen, weil ich aber vor ungefähr elf Jahren das letzte Mal rückwärts einparkte und der Parkplatz auch einigermaßen knapp war, praktizierte ich Einparken in hundert Zügen mit anschließendem Anruf bei meinem Mann, er möge mich bitte von meinem Elend erlösen und den Wagen für mich einparken. Ich beobachtete mich bei diesem Anruf dabei, wie ich den Feminismus eigenhändig begrub, aber das ist natürlich Blödsinn, Feminismus bedeutet gar nicht, dass man als Frau super einparken kann. Außerdem kenne ich mindestens zwei Frauen, die ganz hervorragend rückwärts einparken, nämlich unter anderem meine Mutter. Aber die fahren eben auch sehr regelmäßig mit dem Auto und haben nicht wie ich einfach mal zehn Jahre lang das Autofahren komplett eingestellt.

Mein Mann kam dann jedenfalls und parkte einfach woanders, aber da hätte ich auch nicht einparken wollen, da war nämlich ein Laternenpfahl. Nächstes Mal fahr ich jedenfalls wieder mit dem Fahrrad, das geht in etwa genauso schnell, nur ohne Parkplatzsuchen, also schneller. Ich hatte heute sogar einen vorgeschobenen Grund, das Auto zu nehmen, aber der war natürlich genau das, nämlich vorgeschoben. Aktuell kann ich alles immer noch ganz guten Gewissens mit „Fahrpraxis bekommen“ verargumentieren, aber lange hält dieses Argument auch nicht mehr.

Dann gab es Essen vom Türken, gut, aber nicht so gut wie bei dem anderen Türken, der heute aus ungeklärten Gründen nicht liefert und jetzt lese ich noch ein bisschen Network Effect von Martha Wells [Amazon-Werbelink]. A Deadly Education von Naomi Novik [Amazon-Werbelink] hab ich durch, das war ganz erfrischend, ein bisschen Zauberschule, allerdings mit dem netten Twist, dass es keine Lehrer gibt, dafür aber massig tödliche Monster, so dass man als Schüler eine gute Motivation hat, Dinge zu lernen, hauptsächlich, um nicht zu sterben. Die anderen Bücher von Novik fand ich besser, aber je länger ich drüber nachdenke, desto wahrscheinlicher werde ich auch den nächsten Band lesen, der erscheint aber erst im September.

Außerdem wollte ich ja inspiriert von Frau Herzbruch noch meinen Alltag durch Sparabos optimieren, Sandra hat mir auch noch ein paar Tipps gegeben. Aktuell stehen Zahnbürstenköpfe, Spülmaschinentabs und Tintenpatronen (für Füller, nicht für Drucker) auf der Einkaufsliste, aber ich werde da noch ein bisschen rumschubsen müssen. Mit meiner Gesangslehrerin konnte ich auch von unserem gemeinsamen Pandemie-Hobby „Supermarkttourismus“ schwärmen. Relativ nah bei ihr hat nämlich der neue Supermarkt aufgemacht, in dem ich gestern einkaufte, sie empfahl mir noch einen in Mülheim-Dümpten, das kommt direkt auf die Ausflugsliste. WIR HABEN JA SONST NIX IM LOCKDOWN!

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