Tagebuchbloggen, 07.07.2021 (technically 06.07.2021)

Am Dienstag war ich zum ersten Mal seit letztem Juli oder so wieder im Büro. Die Büros sollen jetzt auch offiziell wiederbesiedelt werden, bis um 30.06. war ja die Ansage noch, dass jeder, der kann, bitte zu Hause bleibt, jetzt eben andersrum, jeder soll gerne wieder reinkommen, sofern er denn möchte.

Es gab vorher diverse Diskussionen im Team und ich schreibe ja nur wenig von der Arbeit, weil ich nicht finde, dass das hier in einen privaten Blog gehört, aber so viel sei gesagt: Unser Team besteht ausschließlich aus Pendlern und ich bin da mit Essen noch nicht mal am weitesten weg vom Kölner Büro und dieses Home Office gefällt eigentlich allen ziemlich gut. Auf der anderen Seite sehe ich sehr wohl, dass persönlicher Kontakt vor Ort fürs Teamgefühl und auch für die Identifikation mit der Firma schon wichtig sind, es läuft jetzt erst mal darauf hinaus, dass wir einen festen Tag vor Ort haben, wo dann auch alle aus dem Team da sind und dann gucken wir mal weiter, wie wir das so finden.

Der Tag vor Ort ergab folgendes: Ja, es ist total super, sich auch mal so richtig wieder zu sehen und nicht nur per Video. Aber auch: Nein, es gibt arbeitstechnisch exakt nichts, was ich nicht auch von zu Hause erledigen könnte. Das wussten wir auch schon vorher, wir arbeiten ja immer seit anderthalb Jahren von zu Hause und da gab es auch nichts, was ich nicht hätte machen können. Ich bin auch nicht produktiver oder konzentrierter, der einzige Vorteil ist wirklich der persönliche Kontakt mit Menschen, wobei ich das mit dem persönlichen Kontakt ja irreführend finde, den hab ich ja auch, wenn ich per Videocall mit den Leuten reden, aber Sie wissen schon, da stehen richtige 3D-Menschen vor einem, bei denen man jetzt auch nachweislich sehen kann, dass sie eine Hose tragen, das ist schon was anderes. Da die Kantinensituationen auch immer noch etwas unentspannt ist, kann man aktuell nicht mit mehr als drei Leuten an einem sehr langen Tisch sitzen und Unterhaltungen sind so zumindest eine Herausforderung. Außerdem war außer uns überhaupt gar niemand auf dem ganzen Flur, man konnte also auch keine Kollegen treffen, die man ob sich wenig überschneidender Arbeitsbereiche schon lange nicht mehr gesprochen hatte. Das wird aber alles noch sehr spannend in den nächsten Monaten, das muss sich alles noch zurechtruckeln.

Auch schön: Weil wir ja über ein Jahr nicht im Büro waren, gab es diverse Pakete zum Auspacken und es war literally wie Weihnachten und Ostern zusammen, inklusive Schokoladenosterhasen mit Mundschutz.

Zum ersten Mal fuhr ich ja auch mit dem Auto und das war gleichzeitig schlimmer und besser als erwartet. Schlimmer, weil ich auf der Hinfahrt exakt die Stunde erwischt, in der es heftig regnete und mich auf der Rückfahrt erst in Köln-Mülheim verfuhr (na ja, auf der falschen Spur und dann in einer vorhersehbaren Rotphase auf dem Clevischen Ring landete, ich wusste jederzeit, wo ich war, es war also kein wirkliches Verfahren) und dann Migräne bekam. Dafür brauchte ich zurück tatsächlich nur knapp eine Stunde und das inklusive der unnötigen Verfahrsituation und der unbefriedigenden Baustellensituation in Essen. Ich sehe mich unter diesen Umständen also nicht auf die Deutsche Bahn zurückgreifen, wenn ich einmal die Woche nach Köln fahre. Zudem ich das mittelfristig gerne mit Besuchen bei meinen Eltern kombinieren möchte, da ist das Auto noch mal umso hilfreicher. Auf der anderen Seite ist auch gerade Ferienzeit, die genaue Verkehrssituation ist also noch unbekannt.

Beim nächsten Mal bin ich schon nicht dabei, da werde ich nämlich erstgeimpft. Nachdem lange Zeit gar nichts ging, wurde ich in den letzten Wochen mit Impfangeboten nur so zugeworfen, insgesamt wurden noch weiter vier an mich herangetragen, da hatten wir aber schon das Angebot der Ärztin eines Ex-Arbeitskollegen meines Mannes und wollten dann auch nicht mehr umdisponieren.

Gestern war dann wieder Home-Office-Tag, das war schön, es war aber auch gleichzeitig Migränetag, das war nicht so schön.

 

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