Lieblingstweets im Februar

Renovierungstagebuch, 5.2.2022

Technically speaking ist das der Tagebucheintrag vom 3.2., da waren wir nämlich noch mal den aktuellen Stand angucken und ein paar Dinge besprechen wollten.

Das Treppengeländer ist jetzt fertig, zusammen mit der Balustrade. Ja, es wirkt jetzt nicht mehr ganz so offen, aber das ist nicht schlimm. Die Treppe wird noch gemacht, auf die Stufen kommt Eichenholz und dazwischen Stosstritte aus weißem MDF, dann ist alles zu und wenn dann noch eine Tür eingebaut wird, haben wir den Keller und alle Geräusche aus dem Keller dann ordentlich abgetrennt. Außerdem kommt noch ein Handlauf aus Eiche, dann ist da auch fertig. Parkett im OG liegt und sieht erwartungsgemäß toll aus, alle Decken (bis auf die im Bad) sind jetzt noch abgedeckt, verputzt und gestrichen ist auch fast überall. Es sieht krass anders aus und sehr, sehr gut. Die Raumhöhe wirkt noch mal anders, wenn man keine dunklen Holzpaneele an der Decke hat. Die Decke im Untergeschoss wurde auch noch komplett neu gemacht, es stellte sich raus, dass die Holzbalken gar nicht aus Holz, sondern aus hohlem Styropor waren und die wollten wir dann doch nicht dringend behalten, also wurde da auch noch mal alles neu gemacht. Jetzt müssen noch die Türen eingesetzt werden, dann kommt noch neues Sanitär ins Gästebad und in das große Bad, im Gästebad wird auch der Boden neu gefliest und die Wandfliesen weiß gestrichen und dann wird noch der Hauswirtschaftsraum gefliest, neues Schalterprogramm eingebaut und dann sind wir auch schon mehr oder weniger fertig. (Nicht aufgezählt ist hier alles, was noch für den Umbau des Poolraums zum Musikstudio gemacht werden muss.)

Vorher TreppeNachher Treppe

Einmal vorher/nachher bei der Treppe.

Mittags war noch ein erstes Umzugsunternehmen da, um einen KVA zu machen, Montag kommt ein zweites, da das Angebot des ersten aber schon deutlich unter meinen Erwartungen oder vielmehr Befürchtungen lag, sehe ich keine Notwendigkeit, ein drittes zu beauftragen. Am Ende haben wir zwar viel Zeug, aber vermutlich immer noch weniger als viele andere Leute.

Jedenfalls sind wir beide jetzt sehr aufgeregt, denn es ist alles viel toller geworden, als wir es uns vorgestellt haben, und dabei ist es noch nicht mal fertig, es wird also voraussichtlich noch toller werden. Zugegebenermaßen haben wir auch mehr ausgegeben, als wir ursprünglich geplant hatten.

Ein paar Baustellen werden später angegangen, die Küche muss neu gemacht werden, das Bad soll eigentlich auch nicht so bleiben, aber da gucken wir mal, wie viel Retrofliesen man so auf Dauer erträgt, vielleicht bleibt es dann eben fliesentechnisch eine Zeitkapsel, das hat ja auch was. Es gibt noch ein paar drei Türen, die optisch nicht ansprechend sind und bei Bedarf ausgetauscht werden könnten und der Hauswirtschaftsraum hat aktuell gar keine Tür, weil ich da eine Schiebetür haben möchte, aber noch keine Lust hatte, eine auszusuchen. Die alte Tür wurde aber samt Zarge schon mal ausgebaut und alles beigeputzt und gestrichen

Was den Garten angeht, warten wir auf besseres Wetter, das kommt aber nicht, jedenfalls nicht ausdauernd genug, dass es dem Gartenbauer ausreicht. Statt dessen wollte der Gartenbauer schon mal Vorher-Bilder haben, weil er sich ein großes Aha-Erlebnis verspricht. Die Vorher-Bilder sind leider alle wahnsinnig nichtssagend, man könnte sich auch irgendwo in ein Gebüsch stellen und Bilder machen, die sähen ähnlich aus, man sieht immer nur Gestrüpp, denn das war ja mehr oder weniger der Vorher-Zustand: Gestrüpp, sehr viel davon, sehr dicht zusammen. Immerhin hab ich noch ein Bild vom Balkon aus gemacht.

Garten von oben

Garten von oben im Vorher-Zustand, Nachher gibt’s noch nicht wegen Wetter.

Abends mussten wir dann noch Sanitär aussuchen, Badkeramik, Armaturen und was man sonst noch so braucht und das ist mit Abstand das Langweiligste, was man abends so machen kann. Armaturen sehen nämlich grundsätzlich alle fast gleich aus, aber nicht ganz gleich, so dass man einfach das günstigste nehmen könnte. Am Ende haben wir irgendwas genommen, ich habe aber schon wieder vergessen, was und wieso. Komplett gescheitert sind wir am Urinal, ich habe schlicht keine Kriterien, es scheint aber zusätzlich noch technische Unterschiede zu geben, die wir beide nicht verstanden haben. Man könnte das Urinal auch einfach ausbauen, das finde ich aber aus Originalitätsgründen keine gute Lösung. Irgendwas wird sich da sicher auch noch ergeben.

Das ist der aktuelle Stand. Nächste Woche Samstag fahren wir wieder hin und dann sieht es wahrscheinlich schon wieder ganz anders aus.

 

 

Lieblingstweets im Januar

Neues Jahr, neues Twitterglück!

Renovierungstagebuch, 23.01.2022

Am Samstag mussten wir noch mal Fliesen aussuchen, allerdings wissen wir erst morgen, wie erfolgreich das war, dann werden wir nämlich erfahren, wie die Lieferzeiten aussehen. Leider gab es nur eine einzige Fliese, die ich schön fand, eine, die ich eventuell auch okay fände und eine, die ich auch okay fände, mein Mann aber nicht. Es geht um sieben Quadratmeter, aber eben auch um 20 bis 30 Jahre, die ich erwarte, in diesem Haus zu leben und da möchte ich dann bitte auch die Fliese meiner Träume liegen haben.

Weil wir dann eh schon in der Gegend waren, haben wir uns den Renovierungsfortschritt mal anguckt und es gibt schon neue Wände (wir sind eventuell das einzige Renovierungsprojekt in ganz Deutschland, das neue Wände einziehen und nicht einreißen lässt, aber was soll ich sagen, ein offener Grundriss ist nur so lange geil, wie man nicht im Erdgeschoss die Heizung im Keller arbeiten hört) und weniger Bäume.

Wir haben uns aus diversen Gründen für das Fällen von dreieinhalb sehr großer Bäume entschieden, die etwas mit ungünstigem Schattenwurf, Nachbargrundstücken, Herbstlaub und erwartetem Wachstum der Bäume zu tun hatten. Der halbe Baum war ein toter Wacholder. Um den Nussbaum tat es mir ein bisschen leid, um die anderen beiden nicht so, weil ich die weder schön noch praktisch fand. Aber der Nussbaum war laut Gartenbauer auch schon faul. Jetzt kann man auf die Straße gucken, was zwar auch nicht schön ist, aber daran kann man ja wieder was ändern. Jetzt kommt da erst mal ein Zaun hin und dann irgendwas, was nicht mehrere Meter hoch wird, sondern so maximal zweieinhalb, aber das können wir dann auch später machen.

Der Gartenbauer erzählte auch, dass sich ein Nachbar mit einem Stuhl zur Beobachtung des Fällvorgangs nach draußen setzte und ich finde doch gut, dass wir so auch schon vor unserem Einzug zur allgemeinen Unterhaltung der Nachbarschaft etwas beitragen konnten.

Jetzt warten wir oder vielmehr der Gartenbauer noch auf besseres oder alternativ kälteres Wetter, damit er mit dem Bagger in den Garten fahren kann und dann KOMMT DA ALLES WEG! Also fast alles.

Es ist jedenfalls alles super aufregend und so langsam haben wir auch das Gefühl, dass es richtig gut wird.

Tagebuchbloggen, 16.1.2022

Ganz hinten an der Grundstücksgrenze vom neuen Haus ist ein Erdwall. Es gibt keinen Zaun oder irgendwas, nur diesen Wall und dahinter eine Straße. Jetzt war die große Frage nun, warum da dieser Wall ist und ob man ihn wegbaggern könnte, um noch etwas mehr Garten zu haben.

Letzte Woche war der Landschaftsgärtner da, der sehr zu seinem eigenen Bedauern bisher nur „mit der Nagelschere“ an den Garten durfte und jetzt sehr froh ist, dass wir einmal Tabula Rasa machen wollen und am Ende bleibt vermutlich ein Flieder stehen und zwei bis drei Rhododendren und der Rest kommt weg und dann wissen wir auch, wie groß der Garten ist, das weiß nämlich bisher niemand. Also, in Zahlen wissen wir das schon, aber nicht in Wirkung.

Jedenfalls hat der Landschaftsgärtner angerufen und der Erdwall gehört gar nicht zum Grundstück, sondern Straßen.NRW und das ist einerseits natürlich schade, andererseits wieder eine Entscheidung weniger, die wir treffen müssen, was einem nicht gehört, kann man nämlich nicht wegbaggern und aktuell kommt mir jede Entscheidung, die ich nicht treffen muss, gerade recht, es war also eine willkommene Nachricht.

Tagebuchbloggen, 4.1.2022

Abends aus Versehen in so ein Promi-Musik-Quiz auf VOX geschaltet, bei dem man formschön sehen konnte, wir man aus zwanzig Musik Fun Facts dreieinhalb Stunden Fernsehen basteln kann. Ich habe allerdings nebenbei auch gelesen und andere Dinge gemacht, insofern war das schon genau das richtige für einen Dienstagabend.

Während bei meinem Mann Thomas Hermanns im Ansehen stieg, war ich von Armin Rohde herb enttäuscht, wobei eigentlich wurde meine Enttäuschung nur bestätigt, ich bin ja enttäuscht, seit er mich auf Twitter blockiert hat und zwar wirklich komplett ohne dass ich eine Erklärung dafür hätte außer, dass er das System von Twitter nicht verstanden hat, was dann eine Art von Enttäuschung wäre, aber egal.

Während die Leute im Fernsehen das Spiel so spielten, dass sie die richtige Antwort aus drei Möglichkeiten wählen mussten, spielte ich das Spiel so, dass ich die Fragen zu den Einspielerfilmen antizipierte. Mehrere Male lag ich überraschend richtig. Als es um Deep Purple ging, sagte ich „Ja ja ja, Montreux, Brand, worum geht es in Smoke on the Water?“, als Van Halen eingeblendet wurden, gähnte ich „Die Geschichte mit den braunen M&Ms, wetten?“ und bei Marvin Gaye vermutete ich völlig korrekt, dass gleich gefragt werden würde, wie Gaye ums Leben kam. Auch die Frage nach dem Arbeitstitel von „Yesterday“ kam für mich nicht unerwartet, als es kurz um den Entstehungsprozess des Liedes ging.

Noch irritierender als mein sicherer Schritt auf der Tanzfläche der Popmusik-Trivia fand ich aber, wie unfassbar wenig die Kandidaten wussten, also quasi alle außer Thomas Hermanns und Thomas Anders, die bei der SUPEREINFACHEN Frage, für welches Land Céline Dion beim ESC antrat, sicher auch kurz gähnten. LEUTE, BITTE! Eventuell war das Unwissen aber auch gespielt, wer weiß das schon so genau bei Fernsehproduktionen, ansonsten wurde sehr gut geraten, was bei drei Optionen natürlich auch keine so große Kunst ist.

Das war jedenfalls mein Abend, ich fühlte mich gut unterhalten, vor allem von mir selber, das ist doch toll.