#umzug2014 – Trampelpfade

An den Grundriss der neuen Wohnung hingegen muss ich mich noch erst gewöhnen. Den grüßten Gewöhnungsbedarf erkenne ich da beim Wohnzimmer und in der Küche. Prinzipiell haben wir jetzt eine offene Küche, etwas, das ich nie haben wollte, weil ich Ruhe in der Küche schätze und deswegen gerne eine Tür habe, die man im Zweifelsfall schließen kann. Das geht jetzt so nicht, allerdings ist der Grundriss einigermaßen gnädig, so dass ein bisschen Pufferraum zwischen Küche und eigentlichem Wohnzimmer ist, was das ganze wieder annehmbar macht. Man kommt dann entweder durch die Küche oder eine der beiden Wohnzimmertüren in den Flur und von da aus eben in den Rest der Wohnung, wo man halt gerade so hin möchte.

Hier habe ich gerade immer das Gefühl, genau den falschen Weg zu nehmen, bilde mir also ein, dauernd Umwege zu laufen. Da ich das aber IMMER habe, ist es vielleicht auch einfach so, dass ich mich schlicht noch nicht an den neuen Grundriss gewöhnt habe und dementsprechend vor allem häufiger rumlaufen muss.

Außerdem scheinen mir die Lichtschalter falsch platziert. Das ist natürlich nicht richtig, sie sind ganz normal an der Wand in üblicher Höhe angebracht, nur eben nie da, wo ich sie gerne hätte. Vor allem in der Küche haue ich regelmäßig an eine Stelle an der Wand, um das Licht anzumachen, nur ist da eben kein Lichtschalter, was die ganze Aktion einigermaßen sinnfrei macht. Aber auch hier bin ich hoffnungsvoll, dass es sich lediglich um anfängliche Irritationen handelt, die sich im Laufe der Zeit schon ergeben werden.

Möglicherweise ergeben sich im Laufe der Zeit ja auch hilfreiche Trampelpfade in der Wohnung, so dass man nicht mehr grübeln muss, welchen Weg man am besten einschlägt, sondern das an einer leichten Einkerbung im Parkett erkennen kann. Wir arbeiten dran.

#umzug2014 II

Kamin

Mittlerweile sollten es die meisten aufgefallen sein, wir sind umgezogen. Tatsächlich handelte es sich bei der ein oder anderen kryptischen Bitte, mir mal die Daumen zu drücken, immer um irgendwas, das mit dem Wohnungskauf zu tun hatte. Diese Wohnung, in der wir jetzt also seit Montag offiziell wohnen, fanden wir nämlich eher zufällig. Oder anders gesagt: Wir wissen schon recht lange von ihrer Existenz, fanden aber durch Zufall heraus, dass sie zum Verkauf steht.

Es war entsprechend der schnellste Wohnungskauf überhaupt, wir wussten nach fünf Minuten Wohnungsbegehung, dass wir diese Wohnung in Zukunft gerne bewohnen wollen würden. Möglicherweise hilft es, wenn man dazu weiß, dass es sich um eine Wohnung im gleichen Haus handelt, in dem wir sowieso schon seit vier Jahren wohnen und von der ich ja auch bei Stefan im Podcast erzählte. Wir mussten uns also keinen großen Kopf um Wohnungseigentümergesellschaft, Lage oder Substanz machen, denn das kennen wir ja alles schon und finden es gut.

Jedenfalls sind wir jetzt umgezogen. Ein Umzug eine Etage tiefer ist sehr schick und erleichtert vieles. Wir haben uns trotzdem eine Spedition kommen lassen, weil wir keine Lust hatten, Möbel ab- und wieder aufzubauen oder sehr schwere Sachen zu schleppen. Außerdem besitzen wir ein Klavier.

Positiv vermerken lässt sich, dass wir anscheinend lernfähig sind. Anstatt wieder wochen- oder monatelang ohne richtige Lampen zu wohnen, kauften wir schnell für fast alle Zimmer Lampen und ließen die einfach direkt vom Umzugsunternehmen installieren. Jetzt hängen tatsächlich fast überall Lampen. Nur in einem Zimmer nicht, das ist dieser Lampenkauflethargie geschuldet, die mich ab einem gewissen Zeitpunkt überfällt und der meine gesamte Entscheidungskraft außer Gefecht setzt und mich die Lampenabteilung bei IKEA fluchtartig verlassen lässt. Wenn man aber bedenkt, dass in der alten Wohnung nach vier Jahren immer noch in drei Zimmern keine Lampen hängen, ist das schon ein gewaltiger Fortschritt.

Dann haben wir noch schnell einen Spiegelschrank gekauft, den die Spedition dann auch direkt aufhängen durfte. Nach drei Tagen muss ich sagen: So ein Leben mit Spiegelschrank im Bad ist ungemein lebenswert. Ich hatte ja keine Ahnung! Außerdem haben sie auch den Draht für die Gardinen in zwei Zimmern angebracht. Das mit den Gardinen schaffen wir dann überraschenderweise sogar immer selbst.

Es ist also tatsächlich fast alles gemacht worden. Beim nächsten Umzug müsste dann also der Tendenz nach eigentlich alles fertig sein, aber nun wollen wir ja erstmal gar nicht umziehen, es ist ja jetzt alles perfekt.

Alles in allem handelt es sich um ein nicht zu unterschätzendes Lebensupgrade. Von null auf vier Balkone! Bad mit Badewanne! Mein eigenes Arbeitszimmer! KAMIN! KAMIN! KAMIN! Und endlich wieder Platz an den Wänden für mehr Bilder.

Außerdem hat die Küche eine Mikrowelle. Das verspricht neue Techniktagebuchbeiträge, wenn ich nach 34 Jahren Leben ohne Mikrowelle lerne mit diesem neumodischen technischen Wunderwerk umzugehen. Bleiben Sie dran.

Lieblingstweets im Oktober (Teil 1)

PARALLELOGRAMME! PLAY-DOH! FRUCHTZWERGE UND KAKAO! VERSANDTECHNISCHE GRÜNDE! ELEFANTEN MIT STARKEM HARNDRANG! UND DESSERT! SELBSTVERSTÄNDLICH GIBT ES DESSERT!

Was man lernt, wenn man einen Workshop hält

Ich war letztes Wochenende auf dem Zündfunk Netzkongress in München. Dort habe ich in leicht angeschlagenem Zustand einen Vortrag mit dem schönen Titel “Die Entmystifizierung des Codes – It’s no rocket science!” gehalten und dann noch zwei Nullcheckerbunny-Workshops. Da die Workshops nicht so überlaufen waren wie auf der re:publica im Mai habe ich den Vortragsteil etwas verkürzt und dafür tatsächlich versucht mit den Teilnehmern live zu programmieren.

Wie gut das geklappt hat, können die Teilnehmer besser beurteilen als ich. Mein Gefühl war, dass ich einige doch etwas mehr verwirrt habe als ich wollte, andere jedoch ganz gut mitgekommen sind. In der Tat ist es zwar gut gelaufen, hat aber enormes Potential für Verbesserungen. Möglicherweise ist das aber ein ganz normaler Lernprozess, vor allem, wenn man wie ich recht wenig didaktische Erfahrung hat.

Lesen kann man unter anderem hier darüber oder man kann hier ab Minute 44 hören, was eine Teilnehmerin und ich so erzählen.

Ich habe mir aber fest vorgenommen, die gelernten Lektionen festzuhalten und dann einfach jedes Mal irgendwas besser zu machen. Das Interesse scheint weiterhin da zu sein, insofern glaube ich, dass die Grundidee nicht verkehrt ist, man an der Umsetzung aber sicher noch einiges tun kann.

Wichtige Lektionen von diesem Wochenende:

1. Wenn man glaubt, man hätte den Mindestkenntnisstand des am wenigsten erfahrenen Teilnehmers für sich identifiziert: Mindestens noch eine Ebene tiefer ansetzen. Im ersten Workshop scheiterten wir an der Eingabe von repl.it in den Browser. Ich hatte schlichtweg nicht bedacht, dass das alles nicht so selbstverständlich war, wie es mir schien, schon allein, weil ich ja mittlerweile sehr oft repl.it aufgerufen habe und dieser Vorgang für mich quasi natürlich war. Wahrscheinlich sollte man am besten auch einfach direkt zwei Ebenen tiefer anfangen. Man weiß nie.

2. Ergebnissicherung betreiben. Ich kannte das Wort auch nicht, es wurde mir von Stephan im Techniktagebuchredaktionschat beigebracht und es bedeutet mehr oder weniger, dass man, nachdem man jemandem etwas beigebracht hat, sicherstellt, dass es bei dem anderen auch richtig angekommen ist. Im Zweifelsfall durch einfaches Nachfragen. Das hat in diesem Fall nicht funktioniert, weil auf einmal die Zeit vorbei und die Leute zu anderen Sessions wollten oder beim zweiten Workshop die Ecke im Foyer, wo der Workshop statt fand zugunsten einer Sendungsaufzeichnung recht zügig umgebaut werden musste. Das ist natürlich auch eine Ausrede. In Wirklichkeit hatte ich die Zeit nicht im Blick, ansonsten hätte ich auch rechtzeitig abbrechen und Ergebnissicherung betreiben können.

Für das nächste Mal habe ich also schon zwei wertvolle Lektionen gelernt, es kann also nur besser werden. Eine Stunde bleibt weiterhin zu kurz, das Codebeispiel könnte überarbeitet werden und vermutlich gibt es noch zehn bis hundert weitere Aspekte, an denen man schrauben könnte. Wenn nach jedem Workshop nun aber zwei bis drei konkrete Ansätze zum Besserwerden rausfallen, finde ich das aber schon okay. Damit kann man arbeiten.

Diese Woche im Fernsehen (11.10.2014 – 17.10.2014)

So. Ab jetzt im neuen Rhythmus von Samstag bis Freitag und hoffentlich dann auch wieder zuverlässiger.

Samstag, 11.10.2014

Das Spukschloss im Spessart (13:20 bis 15:00 auf Bayern)
Oder seid ihr etwas nicht alle in Lieselotte Pulver verliebt? Fände ich einigermaßen unvorstellbar.

Vertrag mit meinem Killer (20:15 bis 21:30 auf 3sat)
Kaurismäki wieder. Der frisch gekündigte Henri mag nicht mehr, aber alle Selbstmordversuche schlagen fehl. Da hilft nur ein Auftragskiller, aber dann kommt natürlich wieder alles anders und daraus wird dann eine Tragikomödie. Was sonst?

Calamity Jane – Cowgirl, Hure, Heldin (20:15 bis 21:35 auf arte)
Es gibt viel zu wenig Dokumentationen über Cowgirls. Es gibt wahrscheinlich auch viel zu wenig Cowgirls. arte ändert das jetzt.

Exit Through the Gift Shop (22:30 bis 23:55 auf arte)
Graffitisupermann Banksy dreht einen Film über einen Hobbyfilmer, der einen Film über Banksy drehen will. Und ich muss immer nachgucken, wie man Graffiti schreibt. (Nämlich so.)

Die drei ??? Live – Phonophobia (0:00 bis 2:05 auf RTL)
DA WAR ICH! Das war gut. Vermutlich war ich sogar genau da an dem Tag, das wurde jedenfalls gemunkelt.

Sonntag, 12.10.2014

Tatort: Im Schmerz geboren (20:15 bis 21:45 im Ersten)
Ja ja, Tatort, ich weiß. Wollt ihr nicht gucken oder guckt ihr sowieso. Aber diesen hier mit Ulrich Tukur kündigt die Fernsehzeitung mit den Namen Tarantino und Truffaut an, deswegen dachte ich, ich erwähne es doch mal. Ob der Vergleich passt, werden wir ja feststellen, gemeinsam auf Twitter,

Vorhang auf! (20:15 bis 22:00 auf arte)
Letzte Woche noch im Regen rumtanzen, jetzt als alternder Bühnenstar auf unserer Showbühne. Jedenfalls kommt Fred Astaire in diesem Musical zurück nach New York und will es dort noch mal auf diesen berühmten Brettern wagen.

Lac (22:55 bis 0:30 auf arte)
Schon wieder Tanzen. Diesmal ein Klassiker, der Schwanensee nämlich. Hab ich ja auch noch nie gesehen, auf arte gibt’s eine angeblich recht radikale Inszenierung von Jean-Christophe Maillot.

Die Fliege (23:45 bis 1:15 im NDR)
Auch so ein Film, den ich zwar sehr gut und empfehlenswert finde, den ich aber nicht zwingend ein zweites Mal gucken muss. Schon allein, wenn ich an die Szene mit dem… ach lasst mich, ich muss mich jetzt mit Flausch ablenken. Außerdem Jeff Goldblum halt. Lohnt sich, aber nichts für schwache Nerven.

The Great White Silence (1:20 bis 3:00 auf Servus TV)
Viel tiefer kann man Sendungen ja nicht im Programm verstecken. Warum es oft solche Kleinode trifft, man weiß es nicht. Bei diesem Film aus dem Jahr 1924 handelt es sich um Originalaufnahmen des Kameramanns Herbert G. Pointing, der 1910/11 die Südpolexpedition von Scott begleitete. Die Fernsehzeitung beklagt “zu viele Pinguine”. Das ist natürlich Unsinn, zu viele Pinguine kann es ja überhaupt nicht geben.

Montag, 13.10.2014

Limonaden-Joe (21:50 bis 23:30 auf arte)
Es ist eine tschechische Westernmusical-Parodie aus den Sechzigern. Ich weiß gar nicht, wo man da anfangen soll. Die Charakter heißen zum Beispiel Limonaden-Joe und Hogafoga und keine Ahnung, ob das gut ist, aber es klingt so abgefahren, dass es einem unmöglich unsympathisch sein kann.

Akte D (23:30 bis 0:15 im Ersten)
Es geht um die große verdrängte Vergangenheit, NS-Kriegsverbrecher, die ihre Taten bis zum bitteren Ende verteidigten und bestimmt noch mehr bittere Wahrheiten, über die man viel zu selten nachdenkt, weil man lieber nicht darüber nachdenken möchte.

Dienstag, 14.10.2014

Is’ was, Doc? (20:15 bis 22:00 auf Servus TV)
Schon wieder so ein Film, den ich noch nie gesehen habe. Ryan O’Neal als Musikwissenschaftler, der es zuerst mit Barbra Streisand und dann noch mit Agenten und Juwelendieben zu tun bekommt. Hach.

Die neue Lust am Teilen (22:00 bis 0:00 auf arte)
Wir alle gegen den Kapitalismus. Tatsächlich finde ich so eine Sharing-Mentalität sehr sympathisch und sinnvoll. Immer nur neu kaufen und dann wegschmeißen kann es ja nicht sein. Wie weit man das Spiel treiben kann, müssen wir dann wohl selber rausfinden.

Irdische Paradiese (0:00 bis 1:15 auf NDR)
Hallo! HALLO-HO! Eine finnische Doku über finnische Kleingärtner. Versteckt im Abendprogramm. Gut, dass ihr mich habt, sonst hätte man das glatt verpasst.

Mittwoch, 15.10.2014

Precious – Das Leben ist kostbar (20:15 bis 22:00 auf arte)
Sozialdrama über eine schwarze, übergewichtige  Teenagerin im Harlem der Achtziger. Das verspricht Drama (im besten Sinne), Tristesse, aber natürlich auch ein bisschen Hoffnung. Wahrscheinlich wieder sowas, wo ich weinen muss.

Europa und seine Schriftsteller (22:00 bis 22:55 auf arte)
Im ersten Teil dieser Reihe erzählen vier Schriftsteller über das Leben und Arbeiten in Deutschland. Dabei sind: Wladimir Kaminer, Emine Sevgi Özdamar, Bernhard Schlink und Christoph Hein. In den folgenden Wochen geht es dann nach Griechenland und die Türkei.

Donnerstag, 16.10.2014

Nur Porno im Kopf (20:15 bis 21:00 auf 3sat)
Britische Dokumentation über die Auswirkungen von Sexvideos auf die Teenager von heute. Denn tatsächlich war es ja vermutlich wirklich nie so einfach, an Pornographie zu kommen wie heute. Dem Internet sei Dank! (Oder eben auch nicht.)

Happy-go-lucky: Gute Laune ist ansteckend (23:45 bis 1:40 auf SWR)
Ich war ja schon in das Filmplakat mit der lachenden Sally Hawkins verliebt und dann habe ich mich nie getraut, diesen Film zu gucken, aus Angst, dass es irgendwann traurig werden könnte. Die Londonerin Poppy lässt sich jedenfalls nicht unterkriegen und begegnet dem tristen Alltag mit guter Laune.

Freitag, 17.10.2014

The Dark Knight (20:15 bis 23:15 auf PRO 7)
Ja nu. Es ist halt “The Dark Knight”, den ich im Kino wirklich ausgezeichnet fand. Heath Ledger ist so großartig, die Atmosphäre wunderbar düster und überhaupt. Kann man gut gucken.

Zurück in die Zukunft (20:15 bis 22:35 auf RTL II)
Hatte ich irgendwann schon mal erwähnt, dass es Filme gibt, die ich immer empfehle, egal wann und auf welchem Sender sie kommen, oder? ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT! DELOREAN! DIE UHR! AAAAAAAAH!

Fanny und Alexandre (22:15 bis 1:30 auf Servus TV)
Ich habe meine cineastische Phase ja so zwischen 16 und 20 gehabt, da hab ich alles durcheinander geguckt, nur bis zu Ingmar Bergmann bin ich nie gekommen. Wahrscheinlich hab ich was verpasst, aber das kann man ja nachholen. Heute zum Beispiel.

Diese Woche im Fernsehen (5.10.2014 – 10.10.2014)

Ich habe gerade beschlossen, den Zeitraum des Fernsehprogramms ein bisschen zu verschieben. Von jetzt an geht es von Samstag bis Freitag, das passt auch besser zum Fernsehzeitschriftenrhythmus. Da aber der Samstag schon vorbei ist, fangen wir diese Woche eben mit Sonntag an.

Sonntag, 5.10.2014

Singin’ in the Rain (20:15 bis 21:55 auf arte)
Es wird getanzt und gesungen und geregnet. Und zwischendurch passiert bestimmt auch noch was anderes.

Let’s dance! (21:55 bis 22:50 auf arte)
Weiter im Tanz geht es dann bei arte mit dem ersten Teil einer dreiteiligen Dokumentation über die Geschichte des Tanzes. Im ersten Teil dreht sich alles ums richtige Schuhwerk. Klingt komisch, ist vermutlich aber gar nicht uninteressant.

Der Klang von Eiswürfeln (22:10 bis 23:55 auf TELE 5)
Bei dem trinkenden Schriftsteller Charles steht auf einmal ein ungebetener Gast vor der Tür: Sein Krebs in Gestalt eines Mannes, den außer ihm nur seine Haushälterin sehen kann. Charles arrangiert sich mit seinem neuen Freund und den Rest dieser französischen Groteske muss man sich dann selbst angucken.

Es geschah am hellichten Tag (23:20 bis 0:50 auf Bayern)
Gefühlt gibt es unzählige Remakes (in Wahrheit wahrscheinlich viel weniger) von diesem Film, hier kommt aber das Original mit Heinz Rühmann aus dem Jahr 1958. Aber das ist ja letztlich auch nur eine Verfilmung eines Stückes von Dürrenmatt. Sollte die Story nicht hinlänglich bekannt sein: Es geht um einen Kommissar, der einem Mädchenmörder auf der Spur ist und dazu ein Kind als Köder einsetzt.

Montag, 6.10.2014

Die Wand (20:15 bis 21:55 auf arte)
Verfilmung des tollen Buches von Marlen Haushofer. Eine Frau macht einen Kurzurlaub in den Bergen und ist auf einmal von der Außenwelt durch eine unsichtbare Wand abgeschnitten. So lernt sie, alleine klarzukommen. Außerdem: Lieblingsschauspielerin Martina Gedeck. Hurra!

Dienstag, 7.10.2014

Quarks & Co (21:00 bis 21:45 im WDR)
Bei Ranga Yogeshwar geht es um Pilze. Das ist natürlich ein wichtiges Thema aktuell, wo mir dauernd Leute Bilder von selbst gesammelten Pilzen in die Timeline posten. 

Mittwoch, 8.10.2014

Schwarzer Ozean (22:40 bis 0:10 auf arte)
Drei Matrosen auf einem Kriegsschiff erleben im Jahr 1972, wie eine Atombombe getestet wird. Dieses Erlebnis wird zum Wendepunkt ihrer Freundschaft. Es ist ein bisschen unklar, worum es in diesem Film geht, aber in der Beschreibung fallen Wörter wie “Desillusionierung”, “Monotonie” und “falsche Seefahrerromantik”. Bestimmt kein Popcornkino, dafür aber mal was anderes.

Der Tiger von Eschnapur (23:30 bis 1:05 auf Hessen)
Die Geschichte klingt tatsächlich kitschig, die Fernsehzeitung behauptet aber, man sollte sich schon wegen der Raumgestaltung und der “meisterhaften Stilisierung” angucken, wie sich in diesem Abenteuerfilm von Fritz Lang ein deutscher Ingenieur in eine indischen Tänzerin verliebt. Na dann.

Donnerstag, 9.10.2014

Notting Hill (20:15 bis 22:10 auf ZDF Neo)
Zur Abwechslung mal ein bisschen Feel-Good-Kino. Ich habe ja diese Schwäche für diese englischen Liebeskomödien und eben auch für Hugh Grant. Das geht immer gut, vor allem, wenn es draußen ein bisschen ungemütlicher ist. In “Notting Hill” trifft Hugh Grant als Buchhändler die Hollywood-Diva Julia Roberts (die natürlich im Film nicht Julia Roberts heißt) und na ja, es ist relativ offensichtlich, wie es weiter geht.

Frances Ha (23:15 bis 0:40 im WDR)
FRANCES HA! Meine Filmentdeckung des letzten Jahres. Oder vielleicht auch diesen Jahres, egal! Großartiger Independent-Film mit einer wundervollen Greta Gerwig und großartigem Soundtrack. Guckt das! Guckt das alle!

Der schweigende Stern (0:05 bis 1:40 auf arte)
Zu später Stunde ein Science-Fiction-Film nach Stanislaw Lem. Es geht ins Weltall, wie könnte es anders sein. Der Film ist eine Koproduktion der DDR und Polen aus dem Jahr 1960, was an sich ja auch schon spannend ist.

Freitag, 10.10.2014

Heimatabend Wuppertal (20:15 bis 21:00 im WDR)
Hurra! Es gibt wieder Heimatabende im WDR. Ich bin ja ganz vernarrt in Zeitdokumente, alte Fernsehausschnitte, Interviews, und was es nicht sonst so alles gibt. Diese seltsame Mischung aus vertraut und vollkommen anders. Diesmal also lauter Zeug aus und über Wuppertal.

Requiem for a Dream (22:35 bis 0:15 auf 3sat)
Kam mir immer unter als der deprimierendste Film aller Zeiten, weswegen ich mich bislang erfolgreich um dieses Drogendrama gedrückt habe. Vermutlich lohnt es sich aber schon, wenn man denn bereit ist, betrübt ins Bett zu gehen.

Mömpelgard

Dieses Jahr sah die Urlaubsplanung ja etwas anders aus. Wir mussten nämlich zwischen Bayreuth und Biscarrosse noch zwei Tage überbrücken. Mittwochabend dämmerten die Götter auf dem grünen Hügel, aber die Ferienwohnung am Meer war erst ab Samstag gemietet.

Weil wir aber einigermaßen kluge Menschen sind, nutzten wir diesen Umstand, um die tägliche Fahrtzeit zu verkürzen und noch etwas mehr von Frankreich zu sehen. Die erste Etappe ging also lediglich von Bayreuth ins Burgund, knapp hinterm Elsass, nach Montbéliard oder wie mir Leute in den sozialen Netzwerken enthusiastisch in die Kommentare schrieben: MÖMPELGARD!

Montbéliard entpuppte sich dabei als sehr niedliches Städtchen mit einer kleinen Fußgängerzone, einem Schloss, das wir aber nur von weitem sahen und schönem Wetter. Tatsächlich haben wir nicht viel mehr gemacht als einmal durch die Stadt zu laufen, dann in einem Restaurant einen Tisch zu reservieren, kurz ins Hotel zu huschen und dann pünktlich um 19 Uhr wieder zum Essen aufzubrechen.

Trotzdem würde ich sagen: Mömpelgard kann man gut machen. Und wenn man es macht, kann ich das Restaurant Joseph empfehlen. Man sollte sich da nicht vom Mobiliar abschrecken lassen. Wir hatten da möglicherweise das zweitbeste Essen, das wir je irgendwo hatten. Das teilte ich der recht resoluten Französin, die uns das Essen brachte und zwischendurch bemerkte, wir äßen ziemlich schnell, auch so mit und lernte: Das ehrliche Kompliment, das wäre jetzt das zweitbeste Essen, das man überhaupt je in seinem Leben gegessen hätte, wird gar nicht so enthusiastisch aufgenommen, wie man erwarten könnte. Sowas.

Grill Restaurant Angeline Mömpelgard Tabac Presse Palmenzeugs Pianos Musique Blumengedöns Café Obelix Turm Graffiti oder so

Lieblingstweets im September woanders

Lieblingstweets im September

Im September war ich ja zwei Wochen in Urlaub und habe anscheinend tatsächlich anscheinend gar nicht so viele Sternchen an Tweets gemacht. Ts. So Urlaub. Ganz schlecht fürs Prokrastinieren, man ist die ganze Zeit mit Erholen beschäftigt und kommt zu nix.