Nicht ganz so schnelle, aber einfache Kartoffelsuppe

Kartoffelsuppe von der Seite

Heute gab es hier Kartoffelsuppe. Oder so eine Art Kartoffelsuppe, vielleicht eher eine Gemüsesuppe mit Kartoffeln. Eine Wurzelgemüsesuppe. Oder so. In der Biokiste war jedenfalls ein Sack Kartoffeln und ein paar Möhren. Der Biokistenlieferdienst heißt ja “Flotte Karotte” und eigentlich sind immer Möhren dabei. Und Äpfel, aber die bestelle ich auch oft ab, weil wir ja Fruktoseunverträglichkeit im Haus haben und in Äpfeln sind sehr viel Fruktose ist und die deswegen gerne übrig bleiben.

Jedenfalls hatten wir Kartoffeln und Möhren und folgerichtig kaufte ich noch Petersilie, ein Viertel Knollensellerie, etwas Gemüsebrühe und drei Mettwürstchen und machte dann eben eine ganz einfache, aber eben nicht ganz so schnell Kartoffelsuppe. Einfach, weil man kaum etwas anderes machen muss als Dinge schälen und klein schneiden und mit Schwung in einen Topf schmeißen, nicht ganz so schnell, weil Kartoffeln halt ein bisschen brauchen bis sie gut durch sind. Also nix für den schnellen Hunger, aber ansonsten sehr tauglich für Herbst- und Winterabende.

Petersilienberg

Kartoffelsuppe mit (oder ohne) Mettwürstchen

(für vier Personen vielleicht, hier waren’s zwei, und es ist noch was für morgen übrig)

ungefähr 6  normal große Kartoffeln
2 Möhren
2 kleine Zwiebeln
1/4 Knollensellerie
1/2 Bund Petersilie
1 Liter Gemüsebrühe
eine Handvoll Speck (für Vegetarier einfach weglassen)
3 Mettwürstchen (für Vegetarier einfach weglassen)
Salz
Pfeffer
Kümmel (ganz)
Öl

Zunächst die Zwiebeln und den Speck klein schneiden. In der Zwischenzeit kann man schon mal etwas Öl in einem großen Topf heiß werden lassen. Ist das Öl ausreichend heiß, Zwiebeln und Speck reinschmeißen und andünsten bzw. anbraten lassen.

Knollensellerie, Möhren und Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Ja kleiner die Würfel, desto schneller ist die Suppe nachher fertig, nur so als Trick am Rande.

Dann erst den Knollensellerie zu der Zwiebel-Speck-Mischung geben und kurz mitdünsten, später die Möhren dazu und ebenfalls mitdünsten. Jetzt kann man auch schon ein bisschen würzen, Salz und Pfeffer dran und ein guter Schwung Kümmel, nach Geschmack eben.

Gemüsebrühe dazu und Kartoffeln mit rein. Jetzt köcheln lassen.

Während die Suppe vor sich hin köchelt, Mettwürsten in Scheiben schneiden und Petersilie klein hacken. Wenn die Suppe quasi fertig ist, schnell noch die Mettwurstscheiben dazu und kurz mitkochen, dann noch die Petersilie drauf, umrühren, abschmecken, fertig.

Suppe von oben

Machte den werten Gatten und mich heute abend sowohl glücklich als auch satt und ist durchaus weiterzuempfehlen. Wahrscheinlich kann man auch alles mögliche Gemüse dazupacken, vielleicht auch Maronen. Maronen gehen ja eigentlich immer. Oder Linsen. Hmmmmm, Linsen. Ich seh schon, dieses Jahr gibt’s noch öfter Eintopf.

Clermont-Ferrand mit schlechtem Wetter

Arbeiten wir doch den Urlaub weiter auf. Nach Mömpelgard waren wir in Clermont-Ferrand, das liegt dann noch mal so ungefähr auf halber Strecke zwischen Mömpelgard und Biscarrosse. Nachdem ich im Hotel im Bad Berneck immer lauter fluchend zwei Stunden lang nach einem netten Chateäuchen irgendwo im Nichts (aber gerne nahe an der Autobahn) suchte, gab ich leise grummelnd auf und buchte ein recht unattraktives Hotel mitten in Clermont-Ferrand. Das Hotel entpuppte sich architektonisch als noch unattraktiver als auf den Bildern, innendrin aber als recht luxuriös. Außerdem hatten wir ein Zimmer mit Blick auf die Berge, was bedeutet, dass man erst auf ziemlich viele hässliche Häuser guckt, und dann im Hintergrund auf grüne erloschene Vulkane oder so. Irgendwo da wurde wahrscheinlich auch diese Volvic-Werbung gedreht, kann man sich jedenfalls gut vorstellen.

Clermont-Ferrand hingegen entpuppt sich nach einem kurzen Weg durch eine wenig attraktive Innenstadt als erstaunlich hübsch. Dann kommt nämlich die Altstadt mit ganz vielen kleinen Gässchen, Unmengen von Restaurants, Cafés und kleinen Läden und es ist wirklich sehr nett. Clermont-Ferrand kann ich empfehlen, da würde ich drei Tage durch die Stadt laufen, schon allein, weil wir an zu vielen Restaurants vorbeikamen, die wirklich gut aussahen.

Jedenfalls war erst schlechtes Wetter und so stiefelten wir unter grauem verhangenen Himmel durch enge Gässchen und guckten uns die Stadt an. Nachher wurde es dann tatsächlich noch schön. Aber weil ich sowieso viel zu viele Bilder gemacht habe, fangen wir mit denen mit grauem Himmel und ohne Sonne an.

(In Clermont-Ferrand gibt es übrigens die angeblich erste Straßenbahn Frankreichs und zwar eine Einspurenstraßenbahn. Was bewirkte, dass ich die ganze Zeit glücklich Straßenbahnen anstarrte. Ich bin halt ein simples Gemüt und einfach glücklich zu machen.)


Dingsi Straßenbahn La Montagne Erste Straßenbahn Place de Jaude McDonalds Elefant Gässchen Café Truffade Plakate Dom Altstadt und Berge Steindingsi Bibendum Stadt

Wichtige Aufräumtipps

Wenn ihr jahrelang ein Dokument, das man sehr selten braucht, dann aber eher dringend, sagen wir zum Beispiel einen Sozialversicherungsausweis, an ein und demselben Ort aufbewahrt habt, der jetzt nicht optimal war, wo ihr aber wusstet, okay, hier ist der Sozialversicherungsausweis und wenn ich ihn brauche, dann finde ich ihn hier. Wenn dem also so ist und ihr eventuell im Zuge von Aufräumaktionen mal quasi sämtlichen Papierkram, der so rumfliegt sortiert und sinnvoll geordnet in Ordner packt, dann glaubt bloß nicht, danach wüsstet ihr noch, wo der Sozialversicherungsausweis wäre. Da ist er nämlich nicht. Und da auch nicht. Und da übrigens auch nicht.

Wenn ihr das also tut, dann macht euch um Himmels Willen irgendwo eine Notiz, dass ihr den Sozialversicherungsausweis da oder eben da hin gepackt habt und hängt sich euch gut sichtbar auf.

Es wird sich dann zwar rausstellen, dass der Sozialversicherungsausweis gar nicht im Zuge von Aufräumaktionen abhanden kam, sondern, weil ihr ihn zwischenzeitlich mal brauchtet und danach nicht daran gedacht habt, ihn an seinen üblichen Ort zurückzustecken, aber es bleibt trotzdem ein sinnvoller und hiflreicher Hinweis. Glaube ich jedenfalls.

Diese Woche im Fernsehen (25.10.2014 – 31.10.2014)

Zunächst weitgehend mit ohne Text, aber so könnt ihr schon mal den Festplattenrekorder programmieren und ich mach dann den Rest, wenn alle Wochenenderledigungen abgeschlossen sind.

Samstag, 25.10.2014

Bauerfeind assistiert (19:30 bis 20:00 auf 3sat)
Katrin Bauerfeind assistiert heute Tim Mälzer. Ich finde, das klingt amüsant genug, um mal reinzuschauen.

Heaven’s Gate – Das Tor zum Himmel (22:00 bis 1:50 auf Servus TV)
Westernepos, von dem ich noch nie gehört habe, in dem aber immerhin Christopher Walken mitspielt und das irgendwie die Wandlung von Kinoflop zu Kultfilm hingekriegt hat. Wobei zu bedenken ist, dass viele Kultfilme ihre Karriere ja als Kinoflop starteten, insofern ist diese Entwicklung vielleicht gar nicht so erstaunlich.

Space Tourists (22:30 bis 23:50 auf Phoenix)
Der Regisseur Christian Frei begleitete die Iranerin Anousheh Ansari dabei, wie sie sich als Weltraumtouristin den Traum vom Trip ins All erfüllte. Außerdem geht’s nach Russland, wo Raketenstufen von Schrotthändlern verhökert werden. Wie fast alles scheint auch die Raketenbranchenmedaille zwei Seiten zu haben.

Accattone – Wer nie sein Brot mit Tränen aß (0:00 bis 1:50 im WDR)
Skandalfilm von Pasolini mit einem Soundtrack mit Bach-Musik. Mal wieder so ein Klassiker, den ich (noch) nicht gesehen habe, was ich aber wohl auch irgendwann mal nachholen werde.

Sonntag, 26.10.2014

Die Hoffnung stirbt zuletzt (17:30 bis 18:00 im Ersten)
Ich habe ja einen Organspendeausweis, weil ich nicht verstehe, wie man keinen haben kann (außer aus Prokrastinationsgründen, die verstehe ich immer), aber darüber habe ich auch schon mal geschrieben. Wer mehr über Organspende wissen will, der könnte zum Beispiel am Sonntag in diese Dokumentation reinschauen.

Looking for Picasso (20:15 bis 22:05 auf arte)

Mord in Aschberg (21:45 bis 23:15 auf ZDF neo)
Haben wir, glaube ich jedenfalls, schon mal geguckt und für sehr gut befunden. Während ich ja bei Büchern nicht so der Krimikonsument gibt, bin ich dem Genre im Fernsehen recht zugetan. Außerdem mutiere ich so langsam aber sicher zum Hinnerk-Schönemann-Fangirl und das nicht zuletzt wegen solcher prima Fernsehstücke.

Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft (1:45 bis 3:13 im Ersten)
Bei Monty Python scheiden sich ja so die Humorgeister, bzw. es ist eigentlich sogar so, dass ein einzelner Humorgeist, also zum Beispiel meiner, nicht so recht weiß, was er davon halten soll, oder vielmehr den einen Sketch ganz furchtbar findet und den anderen dann wiederum genial komisch. Aber das macht Monty Python vielleicht auch aus. Die sagen ja auch nicht ohne Grund “And now… for something completely different…”

Montag, 27.10.2014

Grenzenloses Frankreich (19:30 bis 20:15 auf arte)
Klar, auf arte. Da geht’s immer irgendwie um Frankreich. Diesmal geht es um die etwas exotischeren französischen Außenposten. Und das die ganze Woche lang, jeweils um die gleiche Uhrzeit.

Die süße Haut (20:15 bis 22:10 auf arte)
Truffaut, Truffaut, Truffaut. Truffaut geht immer, obwohl ich bei diesem Film noch nicht mal weiß, ob ich ihn selber schon gesehen habe. Egal. Truffaut geht immer.

Der Turm des Schweigens (23:40 bis 1:15 auf arte)
Auf arte gibt es jetzt die Reihe “Meisterwerke des Stummfilmes” und dieser deutsche Film aus dem Jahr 1925 ist ein Teil der Reihe. Offensichtlich ein Familiendrama, eine Tochter, die mit ihrem Vater, der sie offensichtlich hasst, in einem Turm lebt und nun ja, man muss wohl selber gucken, wie es weitergeht.

Stromkonzerne (23:45 bis 0:30 im Ersten)
Wenn man in Essen wohnt, kennt man ja schnell ziemlich viele Stromkonzerne, die haben nämlich alle irgendwo hier irgendeinen Sitz. In dieser Dokumentationen guckt sich Florian Opitz die Stromriesen mal genauer an.

Dienstag, 28.10.2014

Quarks & Co – Die Eifel (21:00 bis 21:45 im WDR)
Frau Ladwig geht ja regelmäßig in der Eifel wandern, mein Vater sucht da gerne nach Fledermäusen. Irgendwas muss also dran sein an dieser Region und möglicherweise kann Rangar Yogeshwar ja erklären, was das sein könnte.

Mittwoch, 29.10.2014

Kitchen Stories – Küchengeschichten (12:30 bis 14:00 im MDR)
Irgendeine norwegisch-schwedische-Komödie mit Küchenverhalten. Immerhin Oscar-nominiert und ja schon aus Prinzip absurd genug, um gut sein zu können.

Geld oder Liebe – Jubiläums-Show (20:15 bis 22:15 im WDR)
Möglicherweise war “Geld oder Liebe” ja doch die beste Unterhaltungsshow, die je im deutschen Fernsehen lief. Andere Leute mögen da andere Favoriten haben, bei mir stand sie jedenfalls immer ganz weit oben. Umso schöner, dass der WDR jetzt eine Jubiläumsshow präsentiert.

Der Mann der Friseuse (20:15 bis 21:35 auf arte)
Mal wieder ein Klassiker der französischen Liebesfilme. Jean Rochefort ist schon als Kind so fasziniert von der Dorffriseuse, dass für ihn feststeht, dass er auf jeden Fall eine Friseuse heiraten wird. Was er dann auch tut. Und weil es ein französischer Liebesfilm ist, wird es sicher noch schön melancholisch.

Material (21:35 bis 0:20 auf ZDF Kultur)
Der Berliner Thomas Heise drehte und sammelte zwischen 1988 und 2008 Filmmaterial, das er für diesen Film zusammenschnitt. Ohne Kommentar und Erklärungen und mit drei Stunden Länge sicher nicht unanstrengend, aber für Zeitdokumentsliebhaber für mich sicher auch sehr faszinierend.

Donnerstag, 30.10.2014

Vorsicht Gift! (20:15 bis 22:00 auf 3sat)
Alles oder zumindest einiges über Gift lernt man heute auf 3sat. Von Naturgiften über synthetische Toxine, da ist bestimmt für jeden was dabei.

Where’s the Beer and When Do We Get Paid? (22:20 bis 23:45 auf ZDF Kultur)
James Inkanish Jr. wurde in Texas geboren, hat indianische Wurzeln, spielte als Schlagzeuger in der Band “The Mothers of Invention” von Frank Zappa und wohnte seit den 90ern bis zu seinem Tod in Bayern. Und so haben wir schon wieder Dinge gelernt, die wir bis gerade nicht wussten. Wer noch mehr über diesen Menschen wissen will, guckt dann halt diese Dokumentation.

The Fog – Nebel des Grauens (1:55 bis 3:20 im Ersten)
Hab ich nicht geguckt, möchte ich vermutlich auch nicht gucken, weil ich ja so ein furchtbarer Angsthase bin. Ich habe aber nur Gutes über diesen Horror-Klassiker gehört, insofern sei an dieser Stelle erwähnt, dass das Erste den Film heute Nacht ausstrahlt.

Freitag, 31.10.2014

Frances Ha (20:15 bis 21:40 auf Eins Festival)
Ich empfahl das letztens schon, aber für den unwahrscheinlichen Fall, dass ihr meiner Empfehlung nicht nachgekommen sein solltet, gibt’s erneut eine Chance, diesen bezauberndsten Independentfilm zu sehen.

Flohmarktgeschäfte (21:15 bis 21:45 im NDR)
Was Flohmärkte angeht, kenne ich mich ja aus Gründen ganz gut aus, wenn auch eher passiv-proxy-mäßig. Dementsprechend ist natürlich diese Dokumentation auch interessant, wobei auch hier wieder gilt: Vermutlich ist es nur möglich einen winzigen Aspekt dieser Branche zu gewähren. Und jeder, der sich etwas auskennt, wird sagen: “Also, bei uns ist das ja schon ganz anders.”

Ein Jahr in der Hölle (22:35 bis 0:25 auf 3sat)
Peter Weir mal wieder, diesmal mit einem Politthriller mit Mel Gibson und Sigourney Weaver über den indonesischen Bürgerkrieg. Mal wieder merke ich, wie wenig Filme ich von dem australischen Regisseur eigentlich gesehen habe oder umgekehrt, wie viele er gemacht hat.

#umzug2014 – Trampelpfade

An den Grundriss der neuen Wohnung hingegen muss ich mich noch erst gewöhnen. Den grüßten Gewöhnungsbedarf erkenne ich da beim Wohnzimmer und in der Küche. Prinzipiell haben wir jetzt eine offene Küche, etwas, das ich nie haben wollte, weil ich Ruhe in der Küche schätze und deswegen gerne eine Tür habe, die man im Zweifelsfall schließen kann. Das geht jetzt so nicht, allerdings ist der Grundriss einigermaßen gnädig, so dass ein bisschen Pufferraum zwischen Küche und eigentlichem Wohnzimmer ist, was das ganze wieder annehmbar macht. Man kommt dann entweder durch die Küche oder eine der beiden Wohnzimmertüren in den Flur und von da aus eben in den Rest der Wohnung, wo man halt gerade so hin möchte.

Hier habe ich gerade immer das Gefühl, genau den falschen Weg zu nehmen, bilde mir also ein, dauernd Umwege zu laufen. Da ich das aber IMMER habe, ist es vielleicht auch einfach so, dass ich mich schlicht noch nicht an den neuen Grundriss gewöhnt habe und dementsprechend vor allem häufiger rumlaufen muss.

Außerdem scheinen mir die Lichtschalter falsch platziert. Das ist natürlich nicht richtig, sie sind ganz normal an der Wand in üblicher Höhe angebracht, nur eben nie da, wo ich sie gerne hätte. Vor allem in der Küche haue ich regelmäßig an eine Stelle an der Wand, um das Licht anzumachen, nur ist da eben kein Lichtschalter, was die ganze Aktion einigermaßen sinnfrei macht. Aber auch hier bin ich hoffnungsvoll, dass es sich lediglich um anfängliche Irritationen handelt, die sich im Laufe der Zeit schon ergeben werden.

Möglicherweise ergeben sich im Laufe der Zeit ja auch hilfreiche Trampelpfade in der Wohnung, so dass man nicht mehr grübeln muss, welchen Weg man am besten einschlägt, sondern das an einer leichten Einkerbung im Parkett erkennen kann. Wir arbeiten dran.

#umzug2014 II

Kamin

Mittlerweile sollten es die meisten aufgefallen sein, wir sind umgezogen. Tatsächlich handelte es sich bei der ein oder anderen kryptischen Bitte, mir mal die Daumen zu drücken, immer um irgendwas, das mit dem Wohnungskauf zu tun hatte. Diese Wohnung, in der wir jetzt also seit Montag offiziell wohnen, fanden wir nämlich eher zufällig. Oder anders gesagt: Wir wissen schon recht lange von ihrer Existenz, fanden aber durch Zufall heraus, dass sie zum Verkauf steht.

Es war entsprechend der schnellste Wohnungskauf überhaupt, wir wussten nach fünf Minuten Wohnungsbegehung, dass wir diese Wohnung in Zukunft gerne bewohnen wollen würden. Möglicherweise hilft es, wenn man dazu weiß, dass es sich um eine Wohnung im gleichen Haus handelt, in dem wir sowieso schon seit vier Jahren wohnen und von der ich ja auch bei Stefan im Podcast erzählte. Wir mussten uns also keinen großen Kopf um Wohnungseigentümergesellschaft, Lage oder Substanz machen, denn das kennen wir ja alles schon und finden es gut.

Jedenfalls sind wir jetzt umgezogen. Ein Umzug eine Etage tiefer ist sehr schick und erleichtert vieles. Wir haben uns trotzdem eine Spedition kommen lassen, weil wir keine Lust hatten, Möbel ab- und wieder aufzubauen oder sehr schwere Sachen zu schleppen. Außerdem besitzen wir ein Klavier.

Positiv vermerken lässt sich, dass wir anscheinend lernfähig sind. Anstatt wieder wochen- oder monatelang ohne richtige Lampen zu wohnen, kauften wir schnell für fast alle Zimmer Lampen und ließen die einfach direkt vom Umzugsunternehmen installieren. Jetzt hängen tatsächlich fast überall Lampen. Nur in einem Zimmer nicht, das ist dieser Lampenkauflethargie geschuldet, die mich ab einem gewissen Zeitpunkt überfällt und der meine gesamte Entscheidungskraft außer Gefecht setzt und mich die Lampenabteilung bei IKEA fluchtartig verlassen lässt. Wenn man aber bedenkt, dass in der alten Wohnung nach vier Jahren immer noch in drei Zimmern keine Lampen hängen, ist das schon ein gewaltiger Fortschritt.

Dann haben wir noch schnell einen Spiegelschrank gekauft, den die Spedition dann auch direkt aufhängen durfte. Nach drei Tagen muss ich sagen: So ein Leben mit Spiegelschrank im Bad ist ungemein lebenswert. Ich hatte ja keine Ahnung! Außerdem haben sie auch den Draht für die Gardinen in zwei Zimmern angebracht. Das mit den Gardinen schaffen wir dann überraschenderweise sogar immer selbst.

Es ist also tatsächlich fast alles gemacht worden. Beim nächsten Umzug müsste dann also der Tendenz nach eigentlich alles fertig sein, aber nun wollen wir ja erstmal gar nicht umziehen, es ist ja jetzt alles perfekt.

Alles in allem handelt es sich um ein nicht zu unterschätzendes Lebensupgrade. Von null auf vier Balkone! Bad mit Badewanne! Mein eigenes Arbeitszimmer! KAMIN! KAMIN! KAMIN! Und endlich wieder Platz an den Wänden für mehr Bilder.

Außerdem hat die Küche eine Mikrowelle. Das verspricht neue Techniktagebuchbeiträge, wenn ich nach 34 Jahren Leben ohne Mikrowelle lerne mit diesem neumodischen technischen Wunderwerk umzugehen. Bleiben Sie dran.

Lieblingstweets im Oktober (Teil 1)

PARALLELOGRAMME! PLAY-DOH! FRUCHTZWERGE UND KAKAO! VERSANDTECHNISCHE GRÜNDE! ELEFANTEN MIT STARKEM HARNDRANG! UND DESSERT! SELBSTVERSTÄNDLICH GIBT ES DESSERT!

Was man lernt, wenn man einen Workshop hält

Ich war letztes Wochenende auf dem Zündfunk Netzkongress in München. Dort habe ich in leicht angeschlagenem Zustand einen Vortrag mit dem schönen Titel “Die Entmystifizierung des Codes – It’s no rocket science!” gehalten und dann noch zwei Nullcheckerbunny-Workshops. Da die Workshops nicht so überlaufen waren wie auf der re:publica im Mai habe ich den Vortragsteil etwas verkürzt und dafür tatsächlich versucht mit den Teilnehmern live zu programmieren.

Wie gut das geklappt hat, können die Teilnehmer besser beurteilen als ich. Mein Gefühl war, dass ich einige doch etwas mehr verwirrt habe als ich wollte, andere jedoch ganz gut mitgekommen sind. In der Tat ist es zwar gut gelaufen, hat aber enormes Potential für Verbesserungen. Möglicherweise ist das aber ein ganz normaler Lernprozess, vor allem, wenn man wie ich recht wenig didaktische Erfahrung hat.

Lesen kann man unter anderem hier darüber oder man kann hier ab Minute 44 hören, was eine Teilnehmerin und ich so erzählen.

Ich habe mir aber fest vorgenommen, die gelernten Lektionen festzuhalten und dann einfach jedes Mal irgendwas besser zu machen. Das Interesse scheint weiterhin da zu sein, insofern glaube ich, dass die Grundidee nicht verkehrt ist, man an der Umsetzung aber sicher noch einiges tun kann.

Wichtige Lektionen von diesem Wochenende:

1. Wenn man glaubt, man hätte den Mindestkenntnisstand des am wenigsten erfahrenen Teilnehmers für sich identifiziert: Mindestens noch eine Ebene tiefer ansetzen. Im ersten Workshop scheiterten wir an der Eingabe von repl.it in den Browser. Ich hatte schlichtweg nicht bedacht, dass das alles nicht so selbstverständlich war, wie es mir schien, schon allein, weil ich ja mittlerweile sehr oft repl.it aufgerufen habe und dieser Vorgang für mich quasi natürlich war. Wahrscheinlich sollte man am besten auch einfach direkt zwei Ebenen tiefer anfangen. Man weiß nie.

2. Ergebnissicherung betreiben. Ich kannte das Wort auch nicht, es wurde mir von Stephan im Techniktagebuchredaktionschat beigebracht und es bedeutet mehr oder weniger, dass man, nachdem man jemandem etwas beigebracht hat, sicherstellt, dass es bei dem anderen auch richtig angekommen ist. Im Zweifelsfall durch einfaches Nachfragen. Das hat in diesem Fall nicht funktioniert, weil auf einmal die Zeit vorbei und die Leute zu anderen Sessions wollten oder beim zweiten Workshop die Ecke im Foyer, wo der Workshop statt fand zugunsten einer Sendungsaufzeichnung recht zügig umgebaut werden musste. Das ist natürlich auch eine Ausrede. In Wirklichkeit hatte ich die Zeit nicht im Blick, ansonsten hätte ich auch rechtzeitig abbrechen und Ergebnissicherung betreiben können.

Für das nächste Mal habe ich also schon zwei wertvolle Lektionen gelernt, es kann also nur besser werden. Eine Stunde bleibt weiterhin zu kurz, das Codebeispiel könnte überarbeitet werden und vermutlich gibt es noch zehn bis hundert weitere Aspekte, an denen man schrauben könnte. Wenn nach jedem Workshop nun aber zwei bis drei konkrete Ansätze zum Besserwerden rausfallen, finde ich das aber schon okay. Damit kann man arbeiten.

Diese Woche im Fernsehen (11.10.2014 – 17.10.2014)

So. Ab jetzt im neuen Rhythmus von Samstag bis Freitag und hoffentlich dann auch wieder zuverlässiger.

Samstag, 11.10.2014

Das Spukschloss im Spessart (13:20 bis 15:00 auf Bayern)
Oder seid ihr etwas nicht alle in Lieselotte Pulver verliebt? Fände ich einigermaßen unvorstellbar.

Vertrag mit meinem Killer (20:15 bis 21:30 auf 3sat)
Kaurismäki wieder. Der frisch gekündigte Henri mag nicht mehr, aber alle Selbstmordversuche schlagen fehl. Da hilft nur ein Auftragskiller, aber dann kommt natürlich wieder alles anders und daraus wird dann eine Tragikomödie. Was sonst?

Calamity Jane – Cowgirl, Hure, Heldin (20:15 bis 21:35 auf arte)
Es gibt viel zu wenig Dokumentationen über Cowgirls. Es gibt wahrscheinlich auch viel zu wenig Cowgirls. arte ändert das jetzt.

Exit Through the Gift Shop (22:30 bis 23:55 auf arte)
Graffitisupermann Banksy dreht einen Film über einen Hobbyfilmer, der einen Film über Banksy drehen will. Und ich muss immer nachgucken, wie man Graffiti schreibt. (Nämlich so.)

Die drei ??? Live – Phonophobia (0:00 bis 2:05 auf RTL)
DA WAR ICH! Das war gut. Vermutlich war ich sogar genau da an dem Tag, das wurde jedenfalls gemunkelt.

Sonntag, 12.10.2014

Tatort: Im Schmerz geboren (20:15 bis 21:45 im Ersten)
Ja ja, Tatort, ich weiß. Wollt ihr nicht gucken oder guckt ihr sowieso. Aber diesen hier mit Ulrich Tukur kündigt die Fernsehzeitung mit den Namen Tarantino und Truffaut an, deswegen dachte ich, ich erwähne es doch mal. Ob der Vergleich passt, werden wir ja feststellen, gemeinsam auf Twitter,

Vorhang auf! (20:15 bis 22:00 auf arte)
Letzte Woche noch im Regen rumtanzen, jetzt als alternder Bühnenstar auf unserer Showbühne. Jedenfalls kommt Fred Astaire in diesem Musical zurück nach New York und will es dort noch mal auf diesen berühmten Brettern wagen.

Lac (22:55 bis 0:30 auf arte)
Schon wieder Tanzen. Diesmal ein Klassiker, der Schwanensee nämlich. Hab ich ja auch noch nie gesehen, auf arte gibt’s eine angeblich recht radikale Inszenierung von Jean-Christophe Maillot.

Die Fliege (23:45 bis 1:15 im NDR)
Auch so ein Film, den ich zwar sehr gut und empfehlenswert finde, den ich aber nicht zwingend ein zweites Mal gucken muss. Schon allein, wenn ich an die Szene mit dem… ach lasst mich, ich muss mich jetzt mit Flausch ablenken. Außerdem Jeff Goldblum halt. Lohnt sich, aber nichts für schwache Nerven.

The Great White Silence (1:20 bis 3:00 auf Servus TV)
Viel tiefer kann man Sendungen ja nicht im Programm verstecken. Warum es oft solche Kleinode trifft, man weiß es nicht. Bei diesem Film aus dem Jahr 1924 handelt es sich um Originalaufnahmen des Kameramanns Herbert G. Pointing, der 1910/11 die Südpolexpedition von Scott begleitete. Die Fernsehzeitung beklagt “zu viele Pinguine”. Das ist natürlich Unsinn, zu viele Pinguine kann es ja überhaupt nicht geben.

Montag, 13.10.2014

Limonaden-Joe (21:50 bis 23:30 auf arte)
Es ist eine tschechische Westernmusical-Parodie aus den Sechzigern. Ich weiß gar nicht, wo man da anfangen soll. Die Charakter heißen zum Beispiel Limonaden-Joe und Hogafoga und keine Ahnung, ob das gut ist, aber es klingt so abgefahren, dass es einem unmöglich unsympathisch sein kann.

Akte D (23:30 bis 0:15 im Ersten)
Es geht um die große verdrängte Vergangenheit, NS-Kriegsverbrecher, die ihre Taten bis zum bitteren Ende verteidigten und bestimmt noch mehr bittere Wahrheiten, über die man viel zu selten nachdenkt, weil man lieber nicht darüber nachdenken möchte.

Dienstag, 14.10.2014

Is’ was, Doc? (20:15 bis 22:00 auf Servus TV)
Schon wieder so ein Film, den ich noch nie gesehen habe. Ryan O’Neal als Musikwissenschaftler, der es zuerst mit Barbra Streisand und dann noch mit Agenten und Juwelendieben zu tun bekommt. Hach.

Die neue Lust am Teilen (22:00 bis 0:00 auf arte)
Wir alle gegen den Kapitalismus. Tatsächlich finde ich so eine Sharing-Mentalität sehr sympathisch und sinnvoll. Immer nur neu kaufen und dann wegschmeißen kann es ja nicht sein. Wie weit man das Spiel treiben kann, müssen wir dann wohl selber rausfinden.

Irdische Paradiese (0:00 bis 1:15 auf NDR)
Hallo! HALLO-HO! Eine finnische Doku über finnische Kleingärtner. Versteckt im Abendprogramm. Gut, dass ihr mich habt, sonst hätte man das glatt verpasst.

Mittwoch, 15.10.2014

Precious – Das Leben ist kostbar (20:15 bis 22:00 auf arte)
Sozialdrama über eine schwarze, übergewichtige  Teenagerin im Harlem der Achtziger. Das verspricht Drama (im besten Sinne), Tristesse, aber natürlich auch ein bisschen Hoffnung. Wahrscheinlich wieder sowas, wo ich weinen muss.

Europa und seine Schriftsteller (22:00 bis 22:55 auf arte)
Im ersten Teil dieser Reihe erzählen vier Schriftsteller über das Leben und Arbeiten in Deutschland. Dabei sind: Wladimir Kaminer, Emine Sevgi Özdamar, Bernhard Schlink und Christoph Hein. In den folgenden Wochen geht es dann nach Griechenland und die Türkei.

Donnerstag, 16.10.2014

Nur Porno im Kopf (20:15 bis 21:00 auf 3sat)
Britische Dokumentation über die Auswirkungen von Sexvideos auf die Teenager von heute. Denn tatsächlich war es ja vermutlich wirklich nie so einfach, an Pornographie zu kommen wie heute. Dem Internet sei Dank! (Oder eben auch nicht.)

Happy-go-lucky: Gute Laune ist ansteckend (23:45 bis 1:40 auf SWR)
Ich war ja schon in das Filmplakat mit der lachenden Sally Hawkins verliebt und dann habe ich mich nie getraut, diesen Film zu gucken, aus Angst, dass es irgendwann traurig werden könnte. Die Londonerin Poppy lässt sich jedenfalls nicht unterkriegen und begegnet dem tristen Alltag mit guter Laune.

Freitag, 17.10.2014

The Dark Knight (20:15 bis 23:15 auf PRO 7)
Ja nu. Es ist halt “The Dark Knight”, den ich im Kino wirklich ausgezeichnet fand. Heath Ledger ist so großartig, die Atmosphäre wunderbar düster und überhaupt. Kann man gut gucken.

Zurück in die Zukunft (20:15 bis 22:35 auf RTL II)
Hatte ich irgendwann schon mal erwähnt, dass es Filme gibt, die ich immer empfehle, egal wann und auf welchem Sender sie kommen, oder? ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT! DELOREAN! DIE UHR! AAAAAAAAH!

Fanny und Alexandre (22:15 bis 1:30 auf Servus TV)
Ich habe meine cineastische Phase ja so zwischen 16 und 20 gehabt, da hab ich alles durcheinander geguckt, nur bis zu Ingmar Bergmann bin ich nie gekommen. Wahrscheinlich hab ich was verpasst, aber das kann man ja nachholen. Heute zum Beispiel.