Lieblingstweets im August (Teil 2)

HUNDE OHNE LEINE! WASCHMASCHINEN! FUTUR II! UND SEHR SEHR WÄHLERISCHE ENTEN!

Lieblingstweets im August woanders

Lieblingstweets im August (Teil 1)

7,2 MILLIARDEN LEADGITARRISTEN! BIER! POLITISCHE DISKUSSIONEN! GUMMIBÄREN AN SENF! UND EICHHÖRNCHEN! KEINE LIEBLINGSTWEETS OHNE EICHHÖRNCHEN!

Diese Woche im Fernsehen (11.8.2014 – 17.8.2014)

Wieder arg filmlastig, dafür aber auch mit ein paar Highlights. Und ich muss mich als Mensch outen, der Frauensender guckt. ABER NUR WEGEN RACHEL KHOO!

Montag, 11.8.2014

Deutschland filmt! (20:15 bis 21:45 und 22:25 bis 23:10 auf 3sat)
Amateurfilmer in Ost und West haben jahrzehntelang zu ihren Kameras gegriffen und zu Hause, im Urlaub, im Alltag und zu besonderen Gelegenheiten gefilmt. Dieser Dreiteiler, der heute mit Unterbrechung komplett ausgestrahlt wird, präsentiert diese Zeitreise durch den deutschen Amateurfilm. Ich glaub, das ist was für mich. An Zeitdokumenten der letzten sechzig Jahre kann ich mich erfahrungsgemäß nicht satt gucken.

Frantic (22:05 bis 0:00 auf Bayern)
Letztens bei Watchever im Original gesehen. Ich mag ja diese alten Filme, die sich noch Zeit nehmen (obwohl der Titel ja anders klingt). Außerdem ist Emmanuelle Seigner ganz hinreißend in diesem Film und man kriegt die volle Dröhnung Paris in den 80er Jahren. Sehr schön.

Dienstag, 12.8.2014

Gasland (20:15 bis 22:00 auf arte)
Überall reden sie über Fracking und ich habe längst den Überblick verloren. Ich glaube, man sollte dagegen sein, aber wie immer ist es kompliziert. Wenigstens gibt es bei arte eine Doku darüber. Vielleicht hilft das bei der Meinungsfindung.

The Beatles – A Hard Day’s Night (22:00 bis 23:25 auf Bayern)
Ich kenn ja nur “Yellow Submarine” und ja, man muss mit dem schrägen Humor dieser Band klar kommen. Es wird wohl Zeit, dass ich mir auch mal den Rest des filmischen Oeuvres angucke.

Mittwoch, 13.8.2014

Unter Verdacht: Atemlos (22:25 bis 23:55 auf 3sat)
Mittwoch ist wieder nichts los. Wem wirklich sehr langweilig ist, der kann aber einen Krimi aus dieser Reihe mit Senta Berger. Ich habe den Anfang dieser Reihe noch recht aufmerksam und begeistert verfolgt, dann aber irgendwann den Anschluss verloren. Das hatte aber weniger etwas mit den Filmen als mit meiner Aufmerksamkeitsspanne zu tun. Kann man gut empfehlen.

Donnerstag, 14.8.2014

Lachsfischen im Jemen (22:55 bis 0:35 im ZDF)
Die Fernsehzeitung nennt es Wohlfühlkomödie, Ewan McGregor und Emily Blunt spielen mit und ein Scheich will Lachse in den Jemen importieren und da aussetzen. Warum auch nicht, jeder braucht seine Hobbys.

Psycho (23:35 bis 1:20 im MDR)
Der Klassiker von Hitchcock. Brauch ich jetzt groß erklären, oder?

Das 10. Opfer (0:05 bis 1:35 auf arte)
Französisch-Italienischer Sci-Fi-Thriller nach bekannter Story. Weil es den Menschen in der Zukunft so schrecklich langweilig ist, veranstalten sie Menschenjagden. Und: Ursula Andress. Ich sag ja nur.

Freitag, 15.8.2015

Das süße Leben (22:00 bis 0:45 auf 3sat)
Fellini rechnet mit der Gesellschaft ab und das tut er immer 165 Minuten lang. Klassiker des italienischen Kinos, bei dem mir vor allem einfällt, dass ich den noch nicht gesehen habe.

Picknick am Valentinstag (22:05 bis 0:05 auf Servus TV)
Peter Weir wieder. Der macht ja tolle Filme. Picknick am Valentinstag ist unglaublich faszinierend, den sollte man tatsächlich unbedingt gucken. Bei einem Picknick verschwinden drei Mädchen einer Schulklasse auf geheimnisvolle Weise. Ausdrückliche und sehr, sehr dringende Empfehlung.

Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula (0:55 bis 2:50 auf ZDF neo)
Die nächste wirklich sehr, sehr dringende Empfehlung. Einer der Lieblingsfilme des werten Gemahls, den ich mittlerweile auch schon mehr als einmal geguckt habe und der immer wieder faszinierend ist. Lynch halt. Außerdem darf man Nicolas Cage dabei zugucken, wie er mal in tollen Filmen mitspielte. Das glaubt einem ja heute keiner mehr.

Samstag, 16.8.2014

Rachel Khoo: London in meiner Küche (12:15 bis 13:30 auf sixx)
Sixx, ja ja, ich weiß. Ich finde es auch erschreckend, etwas auf diesem Sender zu empfehlen, aber RACHEL KHOO! Ich bin ein großes Rachel-Khoo-Fangirl, Samstag habe ich Mousse au Chocolat à la Rachel gemacht, gestern leckere Kartoffel-Käse-Nester. Die Kochbücher sind toll, die Frau ist unglaublich sympathisch. Ich muss da eine Ausnahme machen. Und ja, die Sendungen sind leider synchronisiert, aber es ist erstaunlich erträglich.

Der kleine Nick (13:30 bis 14:55 im WDR)
Ob die Verfilmung den genialen Büchern ausreichend nahe kommt, kann ich noch nicht sagen. Falls ja, dann ist das allertollste Kinderunterhaltung, bei der sich auch Erwachsene amüsieren können.

Summer of the 90s (21:50 bis 23:50 auf arte)
Weiter geht’s mit den 90er Jahren auf arte. Diesmal geht es um Rap, Hip-Hop und Supermodels.

All Beauty Must Die (22:15 bis 0:00 auf Servus TV)
Kirsten Dunst und Ryan Gosling in einem Thrillerdrama, von dem ich noch nie gehört habe, das aber sehr verlockend klingt. David aus gutem und solidem Hause will eigentlich nicht in die Fußstapfen des Vaters treten, lässt sich dann aber doch drauf ein. Dann verschwindet seine Frau Katie.

Sonntag, 17.8.2014

United (20:15 bis 22:15 auf Tele 5)
Tele 5 does it again. 1958 verunglückt ein Flugzeug mit der Mannschaft von Manchester United. Wussten Sie nicht? Ich auch nicht. Und die BBC hat einen Film darüber gemacht, den man heute bei Tele 5 gucken kann.

Die üblichen Verdächtigen (20:15 bis 22:00 auf arte)
KEYSER SOZE! Wer nicht weiß, worum es geht, sollte unbedingt und ohne weiteren Fragen, diesen phänomenalen Film gucken. Alle anderen auch. Ich krieg ja fast Gänsehaut, wenn ich an das Ende denke. Obwohl ich weiß, wie’s ausgeht. Sensationell.

Ghost Dog (22:00 bis 23:50 auf arte)
Forest Whitaker mordet als sanfter Auftragskiller und hält mit seinem Auftraggeber Kontakt per Brieftaube. Bis er eines Tages selber auf die (Vorsicht: Schlimmer Wortwitz!) Abschussliste gerät. Jo. Warum nicht?

Diese Woche im Fernsehen (4.8.2014 – 10.8.2014)

Im Sommer setzen die Fernsehprogramme auf eine wilde Mischung guter Spielfilme, scheint es mir. Vielleicht ist das aber auch nur Zufall.

Montag, 4.8.2014

Claires Knie (20:15 bis 21:55 auf arte)
Eric-Rohmer-Nacht auf arte. Man kann sich ja in alles mögliche vergucken, in hübsche Augen, gute Brüste, schöne Beine, in Frankreich verguckt man sich eben auch mal ein bisschen spezifischer in Knie. Bei Rohmer wird immer viel geredet, das muss man mögen, dafür bekommt man aber auch hübsche Bilder in einer restaurierten Fassung.

Meine Nacht bei Maud (21:55 bis 23:45 auf arte)
Zweiter Teil der Eric-Rohmer-Nacht, aus dem gleichen Zyklus der “Moralischen Erzählungen” wie Claire’s Knie über die vermutlich doch etwas zeitlose Frage “Sex oder Moral?”

Let Me In (22:15 bis 0:00 im ZDF)
Die US-Verfilmung des Fantasy-Thrillers “So finster die Nacht” von John Ajvide Lindqvists. Es gibt auch eine schwedische Verfilmung, die kenne ich sogar, die kommt nun aber halt mal nicht. Scheint aber auch sehr solides Gruseldrama zu sein, warum also nicht?

Dienstag, 5.8.2014

Silk (20:15 bis 21:55 auf ZDF Neo)
Britische Anwaltsserie, Start der zweiten Staffel immer Doppelfolgen jeweils Dienstags. Merkt euch das bitte, ich vergesse das nämlich vermutlich spätestens nächste Woche.

Es werde Stadt! (22:00 bis 23:45 auf Bayern)
Entlarvende Dokumentation von Dominik Graf zur 50. Verleihung des Grimme-Preises. Dabei beleuchtet er nicht nur die Geschichte dieses Fernsehpreises, sondern auch die städtebauliche Entwicklung des Verleihungsortes Marl.

Masters of Sex (22:45 bis 0:45 auf ZDF Neo)
Neue US-Serie mit Michael Sheen und Lizzy Caplan über die Pioniere der Sexualforschung. Steht hier schon als Blu-ray-Box rum, allerdings ungeguckt, sonst könnte ich da auch schon viel subjektivere Empfehlungen (oder auch nicht) aussprechen. Ebenfalls Doppelfolgen, immer Dienstags.

Mittwoch, 6.8.2014

Cloud Atlas (22:45 bis 1:25 im Ersten)
Tja. Hm. Ich schrieb schon hier darüber und da wird nun auch klar, dass ich den Film nicht uneingeschränkt empfehlen würde. Es hilft zum Beispiel kolossal, wenn man das Buch gelesen hat. Der werte Herr Gemahl gab trotz großer Wachowski-Liebe bei der Hälfte des Filmes auf. Ich habe noch tapfer zu Ende geguckt. Kann man machen, wenn man bereit ist, sich auf konfuses Kunstkino einzulassen. Dafür bekommt man immerhin visuell was geboten.

Donnerstag, 7.8.2014

Schiffbruch mit verrückter Hoffnung (21:45 bis 0:50 auf arte)
Es dauert drei Stunden, hat einen bekloppten Titel, ist eine Satire und hat irgendwas mit sozialistischen Stummfilmpionieren, Jules-Verne-Adaptionen und Theater zu tun. Ich habe keine Ahnung, wie genau man beschaffen sein muss, um daran Spaß zu haben. Vermutlich kein Mainstream-Kino, aber für die ein oder andere Nische durchaus geeignet.

Freitag, 8.8.2014

Der Weiße Hai – Täter oder Opfer? (21:45 bis 22:35 auf arte)
Was in diesem Haushalt ja immer geht: Unterwasser-Dokus. Was noch besser geht: Unterwasser-Dokus mit Haien. Und es gibt ja viele davon. So viele, dass man fast davon ausgehen könnte, dass es in anderen Haushalten gar nicht so anders aussieht.

Du kannst anfangen zu beten (22:35 bis 0:25 auf 3sat)
Französisch-Italienischer Gangsterkrimi aus dem Jahre 1969 mit Alain Delon und Charles Bronson und jetzt weiß ich wirklich nicht mehr, was ich sonst noch überzeugendes hinzufügen sollte.

Samstag, 9.8.2014

Ratatouille (20:15 bis 22:20 auf RTL)
Auch für Ratatouille mache ich mal eine Ausnahme. Ach was, gerade für Ratatouille mache ich eine Ausnahme. Niedliche Ratten, leckeres Essen und Paris, Paris, Paris. Abgesehen davon, dass ich diesen Film für Kinder fast etwas zu lang finde, habe ich nichts daran auszusetzen.

Die Wagners und Bayreuth (20:15 bis 21:00 auf 3sat)
Jetzt gehen ja wieder die Festspiele los und dementsprechend auch die ganze Filme und Dokumentationen über diese Traditionsfamilie.

Wagnerwahn (21:00 bis 22:30 auf 3sat)
Siehe oben. Man nennt es Filmessay. Es könnte also interessant werden.

Summer of the 90s (21:40 bis 23:35 auf arte)
Es geht weiter mit der Reihe über Musik, Mode und Stars der Neunziger. Ich kann mich ja an sowas nicht sattgucken.

King Kong (22:20 bis 0:30 auf RBB)
Die Version aus dem Jahre 1976 mit Jessica Lange und Jeff Bridges. Kenne ich ja, glaube ich, gar nicht. Ich kenn nur das Peter-Jackson-Remake, bei dem mir beim letzten Mal unangenehm auffiel, wie schlecht der Film gealtert ist. Nichts gegen Jackson, aber das hat er auch schon mal besser hingekriegt.

Sonntag, 10.8.2014

Und täglich grüßt das Murmeltier (20:15 bis 21:50 auf arte)
Kommen wir zu Filmen, die exzellent gealtert sind. Ich habe letzten mit Leuten geredet, die Und täglich grüßt das Murmeltier nicht kannten und bin bis jetzt nicht wirklich über diesen Schock hinweg. Wie kann man den denn nicht kennen? Was ist da schief gelaufen?

Into the Wild (21:40 bis 0:00 auf 3sat)
Drama basierend auf der wahren Geschichte des Aussteigers Chris McCandless, der sich auf die Wanderschaft begab und in Alaska strandete.

Das Böse unter der Sonne (22:55 bis 0:45 auf Bayern)
Eine der berühmtesten Agatha-Christie-Verfilmungen mit dem wunderbaren Peter Ustinov. Das klingt jetzt so, als hätte ich diesen Film schon total oft gesehen, in Wahrheit habe ich ihn exakt ein halbes Mal gesehen. Ich hab also auch noch was nachzuholen.

Alles ist erleuchtet (23:00 bis 1:10 auf Tele 5)
Setzen wir die Literaturverfilmungen fort. Auf Tele 5 kommt nämlich die Verfilmung des Buches von Jonathan Safran Foer mit Elijah Wood in der Hauptrolle. Der reist nach Odessa, um der Geschichte seines Großvaters auf die Spur zu kommen. Laut Fernsehzeitung wird es sonderbar und kauzig. Ungefähr so stelle ich mir ja meine Blogleser gerne vor.

Red Rock West (0:00 bis 1:35 auf NDR)
Wisst ihr noch, damals, als Nicolas Cage ein guter Schauspieler war, der tolle Filme gemacht hat? Ja? Nein? Hier ist so ein Beispiel und zu allem Überfluss spielen auch noch Dennis Hopper und Lara Flynn Boyle mit. Yay!

Erwartungshaltung, nicht erfüllt

Wir waren also im Restaurant. In einem sehr guten Restaurant, wo es sehr gutes Steak zu gehobenen Preisen gibt, wo der Service üblicherweise sehr freundlich und professionell ist, ohne, dass es steif und förmlich wäre. Wo man sehr leckeres Brot vorneweg bekommt, die Weinauswahl ziemlich klasse ist und die Einrichtung rustikal-charmant.

Es gibt eigentlich nichts zu klagen.

Jetzt läuft das so. Man bekommt also dieses Brot vorweg, mit zwei Dips, etwas Schinken und Öl zum Tunken. Danach gibt es ein Paprikarahmsüppchen in einem Espressotässchen. Dann bekommt man das, was man bestellt hat.

Es sei dann, man ist wir. Dann bekommt man das Brot und dann das, was man bestellt hat mit etwas Wartezeit dazwischen, die sicher auch für ein Paprikarahmsüppchen in Espressotässchen gereicht hätte. Neben uns, hinter uns, überall um uns herum bekommen die anderen Gäste Paprikarahmsüppchen, nur an uns laufen die Kellnerinnen und Kellner zielsicher vorbei. NO SOUP FOR YOU!

Irgendwann habe ich mich damit abgefunden, kein Süppchen bekommen, es ist auch nicht schlimm, nur eben verwunderlich. Ich brauche keine Suppe, aber wenn alle anderen eine bekomme, fände ich es nur fair, wir würden eine bekommen. Nur so.

Statt dessen bekommen wir Steaks und Beilagen, alles ist super, schmeckt großartig, keine Beschwerden. Wir bestellen noch einen Nachtisch, ich dazu einen Cocktail, der Herr Gemahl einen doppelten Espresso. Der Cocktail kommt, dann der Nachtisch, dann auch der Espresso, zusammen mit einem kleinen Stück Brownie.

Brownies gibt es übrigens auch, wenn man bezahlt. Dann bekommt man eine kleine Etagere mit zwei, drei Browniestückchen drauf. Jedenfalls ist das bei den Gästen neben uns und hinter uns und um uns herum so. Überall kleine Etageren mit Browniestücken beim Bezahlen.

Weil wir den Tisch nur bis 20 Uhr haben können (das wussten wir auch, ist also okay so), werden wir gebeten, uns auf ein paar Ledersessel in der “Lounge” zu setzen und da den Cocktail zu Ende zu trinken. Kein Ding, mach ich gerne.

Als wir dann aber die Rechnung bekommen, gibt’s keine Etagere. Keine Browniestückchen. Nur eine Rechnung. Das ist kein Weltuntergang, ich hatte leckeres Brot, leckeres Fleisch, leckere Beilagen, leckeren Nachtisch, leckeren Wein und einen extrem leckeren Cocktail. Auf der anderen Seite finde ich, wenn alle anderen Etageren mit Browniestückchen bekommen, könnten wir aus reiner Fairness auch eine bekommen. Aber gut.

Wir zahlen also und ich merke ganz neutral und in freundlichem Tonfall an, das wir ja keine Brownies bekommen hätten.

“Die bekommen Sie nur zum Kaffee”, sagt die Kellnerin.

M-hm.

Suppe hätten wir auch keine bekommen, merke ich an, immer noch freundlich.

“Wir machen das immer ein bisschen anders”, sagt die Kellnerin.

Aha.

Im Auto lache ich erstmal eine Viertelstunde hysterisch vor lauter Fassungslosigkeit. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Wir machen das immer ein bisschen anders, ERNSTHAFT? Jeder, wirklich jeder hat ein Süppchen bekommen, ich habe zahlreiche Tabletts mit Süppchen an mir vorbeiziehen sehen und ausgerechnet und nur bei uns kam keins an? Ist das ein Konzept? Der Kunde des Tages kriegt kein Süppchen? Gibt’s da ne Lostrommel?

Was ich als Antwort erwartet hätte: “Oh, entschuldigen Sie, das tut mir Leid. Sie haben ja gesehen, dass es etwas stressig war heute, da haben wir das wohl vergessen. Hier haben Sie noch zwei Browniestückchen, die hatten wir ja auch vergessen. Eine schöne Heimfahrt noch!”

Aber mich anlügen? Etwas behaupten, das ich als normal intelligenter Menschen mit durchschnittlicher Beobachtungsgabe und Augen im Kopf doch recht schnell als die Unwahrheit identifizieren kann? ECHT JETZT?

Nur, um das klar zu machen, das Süppchen war mir egal, ich hatte es ja nicht bestellt und auch nicht bezahlt. Genauso die Brownies. Aber jenseits davon, dass ich mich naiverweise darauf gefreut hatte, weil ich ja irgendwie dachte, wenn alle sowas bekommen, dann wir wohl auch, scheint es mir keine besonders hilfreiche Reaktion zu sein, wenn ich den Gast, der sich nett und freundlich beschwert, dann einfach dreist anlüge.

Und damit das auch klar ist: Wir werden wiederkommen. Das Essen war super und abgesehen von einem Ausfall im Servicepersonal waren alle sehr nett, zuvorkommend und professionell. Das kann passieren. Aber es sollte nicht. Vor allem aber fasse ich es bis jetzt nicht, dass man sich in so einer Situation nicht einfach entschuldigt, sondern den Gast anlügt und dann geht. Es wäre so einfach, es richtig zu machen.

Alle bekloppt.

Lieblingstweets im Juli woanders

Lieblingstweets im Juli (Teil 2)

ZUCCHINIPFLANZEN! TIRAMISU MIT VANILLEEIS! KREISVERKEHRE! LAMBADA! FORTSCHRITTSFEINDLICHKEIT! KALTSCHAUMMATRATZEN! HEILIGER STROHSACK!

Diese Woche im Fernsehen (28.7.2014 – 3.8.2014)

Den TV-Kalender gibt es auf Anregung von Thomas jetzt auch als Google-Kalender zum Abonnieren (HTML oder ICAL oder XML). Moderne Technik macht es möglich. Außerdem hatte sich letzte Woche der kleine Fehlerteufel eingeschlichen, Ponyo kam nicht im WDR, sondern auf dem KiKa. Ich bemühe mich hier, keine Fehler zu machen, würde aber dazu raten, doch immer noch mal selber die genauen Zeiten und Sender zu überprüfen (und mir auch Bescheid zu sagen, wenn etwas falsch ist).

Montag, 28.7.2014

Wasser für die Elefanten (20:15 bis 22:05 im Ersten)
Ein Zirkusdrama nach der Romanvorlage von Sara Gruen, die ich irgendwann mal gelesen und – wenn ich mich richtig erinnere – ziemlich gut fand. Es wird voraussichtlich kitschig, aber wer das ab kann, der wird immerhin mit Christoph Waltz belohnt.

In guten Händen (20:15 bis 21:50 auf arte)
Irgendwas mit der Behandlung der damals sehr modischen weiblichen Hysterie im viktorianischen  England. Mit Hugh Dancy und Maggie Gyllenhall, in die man ja auch ganz gut dauerverliebt sein kann.

Der Sonnenkönig (22:35 bis 23:20 im Ersten)
Wie das Unternehmen Solarworld expandierte und dann ganz schlimm abrutschte. Wenn man Glück hat, erfährt man vielleicht auch Sinnvolles zur Solarenergie.

Good Night, and Good Luck (22:45 bis 0:15 im WDR)
Neues Subsubgenre entdeckt: Medienpolitdrama. Wie sich der Moderator Edward R. Murrow 1953 mit McCarthy anlegte. Den Spruch hat man jedenfalls mittlerweile gelegentlich schon mal gehört.

Dienstag, 29.7.2014

Wahre Lügen (20:15 bis 22:25 auf Tele 5)
Tele 5 ist ja so der Privatsender, den man hier besonders schlecht ignorieren kann, weil immer wieder hübsche Filmchen laufen. Ich mein, schon Atom Egoyan, den würde man ja doch sonst eher bei arte vermuten. In “Wahre Lügen” geht’s um eine Journalistin, die das Geheimnis eines alten Todesfall klären will. Angeblich sehr David-Lynchian, was zumindest die Bilder in der Fernsehzeitung auch bestätigen.

Quarks & Caspers (21:00 bis 21:45 im WDR)
45 Minuten Wissen, die sich anfühlen wie 10 Minuten. Diesmal über unser Gehirn.

Mittwoch, 30.7.2014

Männertreu (20:15 bis 21:45 im Ersten)
Matthias Brandt als Society-Intellektueller, der hoch hinaus möchte, aber dann doch an seiner eigenen Untreue scheitert. Oder so. Klingt schön zynisch-bitter und Margarita Broich spielt mit. Die fand ich neulich in diesem anderen Film, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe, sehr toll.

Monty Python live (mostly) (21:30 bis 23:05 auf arte)
Wem ich jetzt dazu was erklären muss, der lebt ganz eindeutig in einer anderen Filterblase als ich. MONTY PYTHON! EY!

Die Brücke II (22:25 bis 0:20 auf ZDF Neo)
Der werte Herr Gemahl ist ja unendlich in die schwedische Ermittlerin Saga Noren verliebt. Und na ja, mit gutem Grund. Auch ansonsten ein toller Krimi, fünf Wochen jeweils als Doppelfolge immer mittwochs.

Das Donald-Duck-Prinzip (23:05 bis 0:35 auf arte)
Ein Psychogramm der Unglücksente. Auch hier finde ich, dass diese vier Wörter eigentlich als Argument völlig ausreichen sollten.

Donnerstag, 31.7.2014

Wilde Kreaturen (20:15 bis 21:40 auf ZDF Neo)
Es kommt nicht viel an diesem Donnerstag, da kann man eigentlich nur die Fortsetzung von “Ein Fisch namens Wanda” gucken. Das ist zumindest nicht völlig verkehrt.

Freitag, 1.8.2014

Flughafen Zürich – Ein Blick hinter die Kulissen (14:30 bis 20:15 auf 3sat)
Zugegeben: Ein fast sechsstündiges Fernsehding über einen Flughafen kann sowohl ganz furchtbar toll also auch einfach ganz furchtbar werden. Aber ich finde das zumindest konzeptuell schon so faszinierend, dass ich es erwähnen möchte.

Big Bugs. Kleiner Krabbler ganz groß (19:30 bis 20:15 auf arte)
Die Entomologentochter jauchz und frohlockt: Eine Doku über Insekten mit Groß- und Zeitlupenaufnahmen. Hurra!

Samstag, 2.8.2014

Die Nacht der Sterne (11:50 bis 22:05 auf arte)
Thementag bei arte. Das Weltall ist viel zu faszinierend, um sich nicht dafür zu interessieren.

Findet Nemo (20:15 bis 22:05 auf RTL)
Man wieder eine Ausnahme. RTL zeigt “Findet Nemo” und mit meiner Schwäche für Pixar-Filme möchte ich diese Information der Welt natürlich auch nicht vorenthalten.

Wacken 2014 (20:15 bis 0:05 auf 3sat)
WACKEN! Wer mehr über Wacken wissen möchte, liest bei Isabel oder guckt das hier.

Welcome to the 90s (22:05 bis 23:00 auf arte)
Weiter geht’s mit der 90er-Nostalgie und den Boygroups und Girlbands. Man musste ja irgendwen gut finden, auch wenn ich immer nur so getan habe, weil ich in Wirklichkeit nichts damit anfangen konnte. (Was glaubhaft durchging: Mark von Take That gut finden. Ich habe das getestet.) Danach kann man übrigens auch einfach weitergucken, denn es kommt erst was über die Mode der 90er und dann was über synthetische Popstars.

Rocky Balboa (23:00 bis 0:35 im ZDF)
Ich habe ja neulich zum ersten Mal den ersten Rocky gesehen und ja, das kann man sehr gut machen. Im letzten Teil ist nicht nur Sylvester Stallone gealtert, sondern auch sein Rocky. Boxen tut er trotzdem noch.

Sonntag, 3.8.2014

Die Truman Show (20:15 bis 21:55 auf arte)
Großartiges Filmchen, das mich schon damals im Kino sehr beeindruckt hat. Die Geschichte von Truman, der nicht ahnt, dass er der größte Star einer Show ist, scheint ja mittlerweile noch weniger unmöglich als vor 16 Jahren.

Die Hit-Maschine (21:55 bis 22:50 auf arte)
“Video Killed the Radio Star”, eine Doku über MTV. Musiksender waren für mich ja immer ein großes Faszinosum, vor allem da ich mangels Kabel- oder Satellitenfernsehen auf eine halbe Stunde Hit Clip angewiesen war. WIR HATTEN JA NIX!

Searching for Sugar Man (23:15 bis 0:50 auf Servus TV)
Sixto Rodriguez veröffentlichte Anfang der 1970er zwei Alben und geriet dann in Vergessenheit, bis er für diesen Film wieder ausfindig gemacht wurde. Ich bin auf seine Musik über eine Spotify-Playlist von Nike gestoßen und habe mich sofort verliebt.

Geboren in Offenbach (1:00 bis 2:15 auf Hessen)
Eine Doku über drei Töchter albanischer Einwanderer in unser aller Lieblingsstadt Offenbach. Ich mein, schon der Titel!

 

Guten Tag, liebe Leser der SZ!

Möglicherweise kommt ja der ein oder andere zum ersten Mal heute auf mein Blog, weil er den Link dazu in der Süddeutschen Zeitung gesehen hat und sich angucken möchte, was ich hier so mache. In der heutigen SZ ist nämlich ein Essay von mir über Programmiersprachen, womit ich den Eintrag “Irgendwo im Feuilleton einer überregionalen Zeitung stehen” meiner nicht vorhandenen Bucket List hiermit auch abhaken könnte. Aber ich hab noch gar keine Bucket List.

Es ist ein wirklich schöner Artikel geworden, und auch das drumherum ist toll, Stefan Dimitrov hat wunderbar illustriert und Johannes Boie hat einen Text darüber geschrieben, wie und wo man Programmieren lernen kann.

SZ

Wenn Sie jetzt also hier sind, weil Sie wissen wollten, was ich sonst noch so mache, in diesem Blog geht es um alles mögliche. Sollten Sie aber jetzt an weiterführenden Softwarethemen interessiert sein, so kann man hier lesen, was man so als Softwareentwicklerin macht. Außerdem habe ich hier einige Fragen beantwortet, über die Leute von Google und anderen Suchmaschinen auf mein Blog kamen. Außerdem findet sich hier eine hübsche Geschichte über sinnlose Algorithmen im Alltag.

Und wenn Sie dann immer noch mehr wissen wollen, können Sie in meinem englischen Blog stöbern, der leider aktuell nicht mehr regelmäßig gepflegt wird, aber auch einige schöne Beiträge zu Softwarethemen hat. Oder Sie hören sich hier den Audiomitschnitt des re:publica-Workshops “Irgendwo muss man halt anfangen. Programmieren für Nullcheckerbunnys” an, den ich zusammen mit Kathrin Passig im Mai 2014 in Berlin durchführte.