Astreine handgeschnitzte Backofenpommes à la Rachel Khoo

Pommes Nahaufnahme

Beim letzten Gästebesuch gab es ja Steak mit Pommes Frites, und zwar echt selbst gemachten, original handgeschnitzten Pommes Frites. Das Rezept kam von Rachel Khoo, in die ich ja ein bisschen dauerverliebt bin, und da es jetzt schon drei Mal wirklich gut funktioniert hat und darüber hinaus so einfach ist, dass man es eigentlich schon nach dem ersten Mal auswendig kann.

Und zwar geht das so:

Man braucht: Kartoffeln, Salz und Olivenöl.

Außerdem einen Ofen, den stellt man auf 220 °C und lässt ihn schön vorheizen.

Man nimmt Kartoffeln, so viele man eben braucht und schnippelt sie in Pommesgröße. Schale kann man dran lassen oder ab machen, wie man es lieber mag, wenn man sie dran lässt, sollte man die Kartoffeln aber zumindest waschen.

Handgeschnitzt

Dann packt man die handgeschnitzten Pommes in einen Topf, füllt den Topf mit Wasser, bis die Pommes bedeckt sind, stellt ihn auf den Herd und lässt das Wasser aufkochen. Wenn das Wasser kocht, einfach eine Minute abwarten und dann abgießen. Jetzt hat man die Kartoffeln blanchiert und somit etwas sehr fachmännisches getan.

Die Kartoffeln müssen jetzt trocken getupft werden, also am besten kurz auf ein Küchentuch geben, ordentlich abtupfen und dann auf ein Backblech mit Backpapier legen. Mit Olivenöl beträufeln und Salz bestreuen. In den Ofen damit, nach zehn Minuten einmal wenden, dann noch mal zehn Minuten und dann sind die Pommes Frites fertig. Das Wenden kann man sich sparen, weil man zum Beispiel gerade keine Lust hat, muss dann aber damit leben, dass die Pommes Frites auf einer Seite knuspriger sind als auf der anderen.

Aus dem Ofen damit, in eine Schüssel, bei Bedarf noch mal nachwürzen und dann schnabulieren.

_EDG7298

Gentest per Einkaufsverhalten

Ich war heute morgen einkaufen, erstens, weil es Frühstück geben sollte und zweitens, weil ich ja noch einen Käsekuchen machen wollte und den muss man ja rechtzeitig machen, damit er auskühlen kann. Und dann war ich später noch mal einkaufen, habe Sekt gekauft und noch was zu Essen und zum Knabbern. Jedenfalls wusste ich morgens schon, dass ich später noch mal wiederkommen würde, ich hätte natürlich im Prinzip alles schon morgens kaufen können, aber da wusste ich noch nicht so sicher, was ich später noch brauchen würde, also ging ich erst mal einkaufen und dachte, später kauf ich dann halt den Rest.

Eine der schönsten Geschichten über meinen Vater geht so:

Mein Vater und meine Mutter waren im Supermarkt einkaufen und meine Mutter fragte: “Brauchen wir sonst noch was?”

Woraufhin mein Vater antwortete: “Ist auch egal, ich wollte nachher eh noch mal einkaufen.”

Apfel. Stamm. Sie wissen schon.

Dinge, die mein Klavierlehrer sagt

“Wenn Sie an so ein Stück rangehen und Sie haben selber keinen musikalischen Grundstock, dann sind Sie wie ein Vampir, der das Stück nur aussaugt. Sie brauchen einen Grundstock, mit dem Sie etwas in das Stück hineinbringen können. Wir wollen weniger vampiristisch sein.”

“Es ist ja so: Wenn Sie mit anderen Musikern spielen, dann werden Sie als Pianistin automatisch als harmonisch kompetent angesehen.”

“Und was ist das jetzt für ein Ton? Das müssen Sie wissen als Informatiker.”
“Aber warum denn ausgerechnet als Informatiker?”
“Als Informatiker sind Sie doch informiert.”

Große Liebe.

Diese Woche im Fernsehen (15.11.2014 – 21.11.2014)

Samstag, 15.11.2014

Die Anfänge der Menschheit (20:15 bis 22:45 auf arte)
arte zeigt heute alle drei Teile dieser Reihe, die die Geschichte vom Affen zum homo sapiens erzählt. Vor 3,3 Millionen geht’s mit einem Fossil los und wo das geendet hat, wissen wir ja.

Dicte (21:45 bis 23:15 auf ZDF neo)
Wieder mal ein Skandinavienkrimi, die sind ja üblicherweise recht brauchbar. In der Reihe Dicte zeigt ZDF neo in den nächsten Wochen fünf Filme über eine dänische Journalistin, die in ihrer Heimatstadt Aarhus, an der für sie nicht nur gute Erinnerungen hängen, über Kriminalfälle berichtet.

Same Same But Different (22:00 bis 23:35 auf Bayern)
Ben verliebt sich in Kambodscha in das Barmädchen Sreykeo. Erst bleibt er bei ihr, dann geht das Geld aus und er geht zurück nach Deutschland. Bis er erfährt, dass Sreykeo AIDS hat. Die Verfilmung des autobiografischen Buchs “Wohin Du auch gehst” wird wahrscheinlich schön traurig, aber vielleicht ja auch vor allem schön.

Anke hat Zeit (22:45 bis 0:15 im WDR)
In einer meiner derzeitigen Lieblingssendungen trifft Anke Engelke heute unter anderem die Sängerin Zaz, den Maler Norbert Bisky und die Schauspielerin Annette Frier. Und vermutlich noch viele andere Leute. Das ist gut, Leute, da gibt’s noch Sachen zu entdecken und Interviews, die deutlich mehr Spaß machen als woanders. Guckt das!

Sonntag, 16.11.2014

Melancholia (20:15 bis 22:25 auf arte)
Und schon ist die Lars-von-Trier-Reihe auf arte wieder zu Ende. Passenderweise geht es in diesem Film auch mit Welt zu Ende, was wohl nicht der einzige Grund ist, warum Kirsten Dunst als Braut an Depressionen leidet.

Václav Havel, ein freier Mensch (22:25 bis 23:40 auf arte)
Das anscheinend bisher erste und einzige Filmporträt über Václav Havel. Auch so ein Mensch, dessen Namen ich schon so oft gehört habe und über den ich praktisch nichts weiß, weil ich damals(TM) noch viel zu jung war. Könnte man ja mit dieser Dokumentation der tschechischen Regisseurin Andrea Sedlácková ändern.

Montag, 17.11.2014

Das Blumenwunder (0:05 bis 1:10 auf arte)
Weiter geht’s mit Stummfilmen. Hier hätten wir einen Experimentalstummfilm aus dem Jahr 1925 unter anderem mit “floralen Tanzszenen”. Ich weiß nicht, was das konkret bedeutet, aber es klingt ein bisschen nach “mehr Kunstkino geht nicht”.

Dienstag, 18.11.2014

Huhn mit Pflaumen (20:15 bis 21:45 auf arte)
Französische Tragikomödie von Marjane Satrapi mit Mathieu Amalric, womit wir schon zwei sehr gute Argumente für diesen Film beisammen hätten. Mathieu Amalric ist auf jeden Fall frustriert, die Frau, die er liebt, hat er nicht und die Frau, die er hat, liebt er nicht. Folgerichtig legt er sich ins Bett, um zu sterben.

Pinguine hautnah (20:15 bis 21:00 im WDR)
PINGUINE! Ich weiß überhaupt nicht, was ich dazu noch schreiben soll, es ist alles so offensichtlich: EINE PINGUINDOKU! (Merke: Wenn etwas über Pinguine kommt, dann guckt man das.)

Mittwoch, 19.11.2014

Das Ende der Geduld (20:15 bis 21:45 im Ersten)
Beruhend auf der Geschichte der Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig spielt Martina Gedeck hier eine Jugendrichterin, die etwas rigoroser gegen Jugendkriminalität vorgehen will und sich damit nicht nur Freunde macht.

Niki de Saint Phalle (23:45 bis 1:20 auf arte)
Man ist ja ganz irritiert, wenn man durch die wenig schmucke Duisburger Innenstadt läuft und dann auf einmal vor einem Brunnen von Niki de Saint Phalle steht. Aber es muss ja auch nicht immer alles vorhersehbar sein. Wenn man mehr über Niki de Saint Phalle wissen will, könnte man heute auf arte diese Dokumentation sehen, die netterweise 1996 gedreht wurde, also zu Lebzeiten der Künstlerin, was ja zum Beispiel für Interviews gar nicht mal so unpraktisch ist.

Donnerstag, 20.11.2014

Somewhere – Verloren in Hollywood (23:05 bis 0:35 auf Eins Plus)
In diesem Drama von Sofia Coppola langweilt sich der Hollywood-Star Johnny Marco und vertreibt sich die Zeit mit Sex und Drogen, bis seine elfjährige Tocher ihn besuchen kommt. Immerhin prämiert mit dem Goldenen Löwen, was nichts heißen muss, aber ja doch was heißen könnte.

Generation Waldsterben (23:15 bis 0:45 im WDR)
Waldsterben kenne ich auch noch als Schreckgespenst meiner Kindheit. Saurer Regen, uiuiui, da hat man sich schlimmes vorgestellt, vor allem, wenn man viel zu jung war, um es überhaupt zu verstehen. Klingt aber alles sehr schlimm und dramatisch. In dieser Dokumentation geht es um eben die Generation, die in den Achtzigern schon etwas älter war und für die dieses Thema auf einmal sehr wichtig wurde.

Freitag, 21.11.2014

Busenwunder (21:45 bis 22:40 auf arte)
Bei arte geht es heute mal um Busen. Teils wissenschaftlich, teils kulturhistorisch, da ist bestimmt für jeden was dabei.

Die üblichen Verdächtigen (22:00 bis 23:40 auf ZDF neo)
Kam glaub ich letztens schon mal irgendwann, aber ich werde ja nicht müde, auf diesen Film hinzuweisen. Ersten für die, die ihn noch nicht gesehen haben und zweitens für Leute wie mich, die ihn immer wieder gerne gucken. Im Prinzip lohnt es sich also für alle.

Tropfen auf heiße Steine (22:15 bis 0:00 auf Servus TV)
Francois Ozon verfilmt ein Bühnenstück von Rainer Werner Fassbinder. Da kann man sich schon denken, dass da kein eitel Sonnenschein herrscht. Statt dessen geht es um junge Liebhaber und Geschlechtsumwandlungen und bestimmt noch andere Sachen. Und das alles im Siebziger-Jahre-Look inklusive Flokati-Teppich. HURRA!

Jackie Brown (23:05 bis 1:35 auf 3sat)
Jackie Brown war ja lange Zeit mein persönlicher Tarantino-Favorit, schon allein wegen dem tollen Zeitkolorit. Ansonsten ist alles wie gehabt, es geht um Gangster und Leute, die mit Gangstern zu tun haben und zwischendurch gibt’s coole Musik. Kann man gut gucken, ja schon.

Lieblingstweets im November (Teil 1)

TIEFKÜHLROSENKOHL! STECKDOSEN UND LICHTSCHALTER! VERNISSAGEN! UND GANZ VIEL KRASSES ZEUG!

Überraschung!

Vor ein paar Tagen, Montag oder so, steckte ich mir beim Gang zur Kantine einen Zehn-Euro-Schein in die hintere Hosentasche, nur für den Fall, dass ich vielleicht Geld auf die Kantinenkarte laden müsste. Dabei dachte ich noch, wenn ich jetzt das Geld nicht bräuchte, würde ich es wahrscheinlich vergessen, und dann würde ich mich total freuen, wenn ich demnächst zufällig in Tasche greifen würde und ein Zehn-Euro-Schein wäre darin. Normalerweise habe ich nämlich kein Geld in irgendwelchen Taschen, das ist immer im Portemonnaie.

Heute griff ich zufällig in die hintere Hosentasche und fand zu meiner großen Freude einen Zehn-Euro-Schein!

Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.

Wohnungsupdate #umzug2014

Irgendwann werde ich wohl auch mal darüber schreiben müssen, wie wir zu unserer neuen Wohnung kamen, über den – wie ich es gerne nenne – schnellsten Wohnungskauf des Jahres 2014. Aber die Geschichte erzähle ich später.

Das Ergebnis ist ja mittlerweile hinlänglich bekannt: Wir wohnen jetzt in einer neuen Wohnung, der Umzug war recht einfach, einmal kam ein Maler und hat alles gestrichen, dann kamen die Umzugsleute und haben alles mögliche eine Etage tiefer getragen und dann mussten wir uns um den Kleinkram kümmern. Am Samstag haben wir noch schnell ein Mitbringsel aus Frankreich in einen IKEA-Rahmen gepackt und aufgehängt und jetzt kriege ich regelmäßig Frankreichweh.

Biarritz

Die neue Wohnnung hat einige interessante Features und ich entdecke jede Woche neue. Am Sonntag zum Beispiel habe ich das Feature “Podcasts in der Badewanne hören” entdeckt. Es funktioniert allerdings nur so gut, wie das iPhone nicht die Wiedergabe des Livestreams verweigert.

Vor allem aber haben wir am Samstag das Feature “Gäste bewirten” ausprobiert und waren von dem Ergebnis recht angetan. Es gab Bruschetta mit Avocado & Jakobsmuschel sowie mit Tomate & Garnele, danach Rinderfiletsteaks mit handgeschnitzten Pommes Frites und zum Nachtisch ziemlich exzellenten Sticky Toffee Pudding. Dazu hatten wir diverse Weine und irgendwelche Obstbrände aus dem Elsass und schottischen Whisky.

Bruschetta

Schnitzarbeiten

Pommes Frites Alles super

Sticky Toffee Pudding

Erwartungsgemäß endete der Abend am Klavier. Weil wir aber auch unseren Bildungsauftrag immer sehr ernst nehmen, habe ich nicht nur erklärt, wie man mit einer typografischen Eselsbrücke rausfindet, ob der Mond gerade zu- oder abnimmt, wir waren auch mit der zeitweiligen Überlassung der Musikinstrumente nicht knauserig.

Tisch

Klarinette

Gast mit Wein

 

Rotwein

In diesem Sinne möchte ich mich noch mal bei unseren Nachbarn dafür entschuldigen, dass ich auf die Idee kam, die Klarinette auszupacken, woraufhin zwei der Gäste ein gewisser Ehrgeiz packte, auch den ein oder anderen Ton aus diesem Instrument herauszubekommen. Tatsächlich waren einige dieser Versuche sogar von Erfolg gekrönt. Aber, na ja, ich entschuldige mich trotzdem lieber mal. Aus Gründen.

Aufgegessen

Whisky

Jedenfalls haben wir jetzt auch das Rätsel gelöst, warum die Vorbesitzer der Wohnung dauernd Besuch hatten. Wenn ich eine Wohnung mit Wohnküche, Kamin, vier Balkonen und einem Wohnzimmer mit betanzbarem Stäbchenparkett hätte, dann hätte ich auch dauernd Besuch.

Und tatsächlich: So eine Wohnung haben wir ja jetzt. Toll.

Abwasch

Diese Woche im Fernsehen (8.11.2014 – 14.11.2014)

Samstag, 8.11.2014

Wieviel 89 steckt in dir? (14:00 bis 14:25 auf arte)
Ich war ja neun Jahre alt, als die Mauer fiel und habe das Konzept DDR und die Bedeutung des Ereignisses eher auf eine abstrakte Weise wahrgenommen. Dass es da ein anderes Land gibt, wo die Leute nicht rauskommen und dass das jetzt toll ist, weil es geht. Wie es da den Menschen geht, die heute Mitte zwanzig sind, kann ich mir nur schwer vorstellen. Aber diese Dokumentation geht der Frage nach.

Abenteuer Neuseeland (20:15 bis 21:45 auf arte)
Heute kann man auf arte Neuseeland entdecken von oben bis unten und von links nach rechts, wobei es ja von links nach rechts oft gar nicht so weit ist. Schön soll es aber ja da sein.

Kalter Krieg der Konzerte (21:45 bis 22:35 auf arte)
1988 traten in Ost- und Westberlin eine Vielzahl an internationalen Künstlern auf. Pink Floyd! Joe Cocker! Bruce Springsteen! Diese Doku erinnert an den Musiksommer ein Jahr vor dem Mauerfall.

Serpico (22:25 bis 0:50 auf Servus TV)
Al Pacino spielt in diesem Drama von Sydney Lumet aus dem Jahr 1973 einen unbestechlichen Cop, der sich ob dieses wirklich schlimmen Charakterzugs selbst ins Abseits schießt.

Sonntag, 9.11.2014

25 Jahre Mauerfall (10:00 bis 20:00 im Ersten)
Na schön. Wenn das Erste zehn Stunden lang alles Mögliche rund um den Mauerfallgeburtstag zeigt, dann soll das mal nicht unerwähnt bleiben. Von Talkrunden über Reportagen bis zu Livesendungen der Feierlichkeiten in Berlin. Da kann man bestimmt gut mal reingucken und sich freuen.

Zeit des Erwachens (20:15 bis 22:10 auf arte)
So ein wunderschöner und trauriger Film mit zwei wunderbaren Schauspielern in den Hauptrollen. Robert de Niro spielt einen Patienten, der an der seltenen und seltsamen europäischen Schlafkrankheit leidet und von dem Neurologen Dr. Sayer – oder eben Robin Williams – ins Leben zurück geholt wird. Wer ihn noch nicht kennt, das kann man wirklich sehr gut gucken. Wer ihn schon kennt, man kann diesen Film auch sicher mehr als einmal gut gucken.

Zwischen den Zeiten – Die Doku zum Film (22:40 bis 23:25 im ZDF)
Den Film selber findet die Fernsehzeitung nicht so dolle, die Doku dazu klingt aber spannend genug. Tatsächlich gibt es einen Computer, der seit 2007 daran arbeitet, geschredderte Stasi-Akten wieder zusammenzuflicken. Dazu dürfen Zeitzeugen erzählen, die selber von der Stasi bespitzelt wurden.

Montag, 10.11.2014

Breaking the Waves (20:15 bis 22:50 auf arte)
Bess heiratet den Ölarbeiter Jan, der kurze Zeit später bei einem Unfall verletzt wird un fortan gelähmt ist. Es ist Jans eigene Idee, dass Bess auch mit anderen Männern schlafen und ihm davon erzählen soll. Eine Aufgabe, an der sie zu zerbrechen droht. Lars von Trier ist ja nicht zwingend einfach, aber es kann ja auch nicht immer alles einfach sein.

Die Bourne Verschwörung (22:15 bis 23:55 im ZDF)
Schön schnittig hingegen sind die Bourne-Filme mit Matt Damon. Tatsächlich kann man zumindest die ersten drei Teile alle sehr gut gucken, das kann man ja nicht von jeder Trilogie sagen. Das ZDF zeigt heute den zweiten Teil. Im Wesentlichen wird Matt Damon wieder durch die Gegend gejagt, aber das macht er halt immer ziemlich überzeugend.

The Element of Crime (22:50 bis 0:25 auf arte)
Spielfilmdebüt von Lars von Trier, das seit 1999 nicht im deutschen Fernsehen gezeigt wurde. Die Fernsehzeitung verwendet die Worte “irre” und “hypnotisch”, was nicht zwingend darauf hindeutet, dass das ein Film für mich ist, aber das muss ja jeder selbst für sich entscheiden. Hier spielt der Polizist Fisher die Hauptrolle, der glaubt, sich für die Klärung eines Mordfalles ganz in den Täter reinversetzen zu müssen. Klingt nach großem Spaß.

Dienstag, 11.11.2014

Afghanistan, ein Land in Aufruhr (20:15 bis 23:25 auf arte)
Während Ende dieses Jahres die letzten ausländischen Truppen Afghanistan verlassen, wissen wir vermutlich immer noch genauso viel (oder wenig) über dieses Land. Dem will arte Abhilfe schaffen und zeigt im Rahmen dieses Themenabends Dokumentationen, die die uns vielleicht dabei helfen können, ein bisschen mehr zu verstehen.

J’accuse – Ich klage an (23:25 bis 2:15 auf arte)
Wieder mal Stummfilm. Diesmal in extralang (sind aber auch zwei Teile) und mit Liebeswirren in der Provence kurz vor dem ersten Weltkrieg.

Nach Wriezen (23:45 bis 1:15 im RBB)
Ein Filmhochschulabsolvent begleitete über drei Jahre drei Ex-Häftlinge auf ihrem Weg zurück ins Leben jenseits der JVA Wriezen.

Mittwoch, 12.11.2014

Komet in Sicht (6:10 bis 5:40 auf 3sat)
Heute soll die Raumsonde Rosetto versuchen, einen Lander auf einem Kometen sicher abzusetzen. 3sat nimmt das zum Anlass, den ganzen Tag alles mögliche rund ums Weltall zu zeigen. Und zwischendurch wird live aus dem ESA-Kontrollzentrum berichtet. ES IST ALLES SO FURCHTBAR AUFREGEND!

Leben – BRD (20:15 bis 21:35 auf ZDF Kultur)
Der Künstler Harun Farocki beobachtet Menschen bei Rollenspielen, bei Schulungen und im Unterricht und zeichnet dabei ein besonderes Bild der BRD in der Wendezeit. Weitere Farocki-Filme folgen im Anschluss.

Simon Werner fehlt (20:15 bis 21:40 auf arte)
Die Leiche des Mädchenschwarms Simon wird im Wald gefunden. Auch zwei Klassenkameraden sind verschwunden. Was passiert ist, erfährt man wohl, wenn man diesen französischen Thriller guckt, der die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt.

Donnerstag, 13.11. 2014

Zwölf Uhr mittags (23:35 bis 0:55 im MDR)
Western! Guckt man ja auch viel zu wenig. Abhilfe schafft der MDR, und zeigt diesen Westernklassiker mit Gary Cooper und Grace Kelly, aber natürlich wieder zu so nachtschlafender Zeit, dass man ihn glatt verpassen würde, wenn es diesen Serviceblog nicht gäbe.

Fame – Der Weg zum Ruhm (0:00 bis 2:10 auf arte)
Da! Wieder so einer meiner Lieblingsfilme, der zu einer völlig bekloppten Zeit kommt. Diesen tolle Musikfilm über Schüler einer Schule für darstellende Künste in New York kann ich ja immer wieder gucken. Und dann noch mal. Und noch mal. So schön.

Freitag, 14.11.2014

White Girl (20:15 bis 21:40 auf Eins Festival)
In diesem britischen Drama findet ein katholisches Mädchen Halt im Koran. Dass das nicht unbedingt überall auf Verständnis stößt, verwundert irgendwie nicht. Spannendes und ungewöhnliches Thema.

Korea (20:15 bis 23:00 auf Phoenix)
Knappe drei Stunden geht es um dieses geteilte Land, über das wir auch mal wieder viel zu wenig wissen, nicht nur, weil es auch nicht immer einfach ist, etwas darüber zu erfahren. Aber da ist es doch schön, wenn das Fernsehen einem dabei hilft, etwas schlauer zu werden.

Donnie Brasco (22:00 bis 0:00 auf ZDF Neo)
Al Pacino mal wieder bei der Mafia, für die er zwar töten darf, die ihm aber das Weiterkommen nicht wirklich einfach macht. Dann lernt er Donnie Brasco – oder eben Johnny Depp – kennen und führt in die Familie ein. Dumm nur, dass Donnie eigentlich vom FBI ist. Erstaunlicher als die Besetzung von Al Pacino als Mitglied der Mafia ist wohl der Regisseur: Mike Newell, den man sonst eher von britischen Tragikomödien wie “Vier Hochzeiten und ein Todesfall” kennt.

Damals am Meer

Damals ist jetzt zwar noch nicht mal zwei Monate her, kommt mir aber vor wie Ewigkeiten. Damals, in Biscarrosse, jeden Tag auf dem Surfbrett, ich kam total ramponiert aus dem Urlaub zurück, überall blaue Flecken und kaputte Knie, die ich mit Stolz jedem präsentierte, der nicht “TMI! TMI!” schreiend weglief. Die ersten Blessuren holte ich mir direkt am Sonntag, als man uns das Entleihen von Softboards verweigerte, ein Missstand, den wir direkt am Montag beseitigten, der für mich aber mangels langem Wetsuit erstmal aufgeschürfte Knie bedeutete. Die letzten Blessuren holte ich mir beim Stand-Up Paddeln. Beim Stand-Up Paddeln fällt man zunächst sehr oft sehr unvermittelt ins Wasser. Das sieht nicht nur lustig aus, wenn man mit einer Gruppe Anfänger unterwegs und dauernd Leute scheinbar völlig grundlos ins Wasser fallen, es ist auch gar nicht schlimm, aber je nach dem, wie ungünstig man fällt, sieht man dann nachher eben auch auch.

So war das jedenfalls. Die blauen Flecke sind weg, dafür habe ich mich gestern unter der Dusche noch still gefreut, weil man immer noch sieht, wo mein Shorty aufhörte und die nackten Beine anfingen.

Anders gesagt: Ich könnte schon wieder, aber ich werde wohl geduldig warten, bis wir nächstes Jahr wieder im schönsten Spätsommer Richtung Frankreich aufbrechen.

Und jetzt alle: Hach!

Stand-Up Paddler Surferrobben Immer noch Surferrobben Fähige Surferrobbe Strandleben Eismann macht Pause Board an Land Surfer Und hopp! Strandmenschen Kleiner Strandmensch Kleiner Strandmensch und großer Strandmensch Surferin Mehr Strand Zu den Wellen

Traumdeutung

Ich habe heute geträumt, dass ich in meiner Fernsehzeitung gesehen habe, dass “Parks and Recreation”, dieses Serienkleinod mit der wunderbaren Amy Poehler, doch auch in Deutschland kam. Anscheinend habe ich da sehr lange etwas verpasst, denn die Fernsehzeitung kündigte den Start der siebten Staffel an. Warum die Serie in Deutschland aber nicht als “Parks and Recreation”, sondern als “Parks and Geocaching” lief, konnte sich mir nicht erschließen. Geocaching spielt in der Serie eine untergeordnete Rolle, um nicht sagen gar keine Rolle. Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, dass dieses Thema in den vier Staffeln, die ich gesehen habe, irgendwann mal aufgegriffen wurde.

Möglicherweise kann man das aber auch so erklären, dass ich ja, seit wir von unseren zahlreichen Balkonen endlich auch das Treiben auf der Straße beobachten können, den innigen Wunsch habe, einen Geocache so zu verstecken, dass wir ihn oder vielmehr die potentiellen Sucher sehen und eventuell hilfreiche Ratschläge runterbrüllen können. Das stelle ich mir sehr lustig vor.