Diese Woche im Fernsehen (16.9.2014 – 21.9.2014)

Zwei Wochen Stress, drei Wochen Urlaub und jetzt auch noch einen Tag verschlampt. Geht die Fernsehwoche jetzt eben erst am Dienstag los.

Dienstag, 16.9.2014

Abenteuer Erde (20:15 bis 21:00 im WDR)
In “Wildes London” soll man angeblich eine Robbe sehen können, die in London den Fischmarkt besucht. Ich finde das ein sehr überzeugendes Argument.

10 Kanus, 150 Speere und 3 Frauen (20:15 bis 21:45 auf ZDF Kultur)
Australischer… aufgepasst, neues Genre… Ethnoabenteuer über die Legenden der Aborigines. Außerdem ein sehr schöner Titel, wie ich finde.

Girls (22:45 bis 23:40 auf ZDF neo)
Start der dritten Staffel der Serie über das Leben von vier New Yorkerinnen. Ich hab das ja immer so als das Kontrastprogramm zu “Sex and the City” wahrgenommen, muss aber zu meiner Schande gestehen, dass ich bisher nicht dazu gekommen bin, auch nur eine Folge von Girls zu sehen.

The Help (0:50 bis 3:05 im ZDF)
Sozialkritisches Wohlfühlkino, jedenfalls, wenn es der Buchvorlage treu bleibt. Emma Stone spielt die junge Skeeter, die 1962 vom College nach Hause in die Südstaaten kommt und die Erlebnisse der schwarzen Dienstmädchen in den wohlhabenden weißen Haushalten veröffentlichen will. Vor allem bin ich ja in Emma Stone verliebt, außerdem fand ich das Buch durchaus gut und hoffe, die Verfilmung wird diesem ausreichend gerecht.

Mittwoch, 17.9.2014

Wildes Großbritannien (20:15 bis 21:00 im NDR)

Leonard Cohen – I’m Your Man (23:30 bis 0:30 im SWR)
Ich kann ja nur jedem empfehlen, auf ein Konzert von Leonard Cohen zu gehen. Wir waren vor vier Jahren in Dortmund auf einem und es gehört nach wie vor zu den besten Konzerten, die wir je gesehen (und gehört) haben. Diese Doku zum 70. Geburtstag des Musikers ist hier leider um 45 Minuten gekürzt, wird aber glaube ich demnächst auf einem anderen Sender (ich werde das im Detail noch mal nachgucken) komplett ausgestrahlt.

Donnersag, 18.9.2014

Traumfabrik Computerspiel (19:20 bis 20:00 auf 3sat)
Eine Dokumentation über die “Nischenbranche” der Computerspielindustrie, die natürlich nix mit Nische zu tun hat, sondern hinter der irre viel Geld steckt und die trotzdem immer noch nicht so richtig als eigener Kulturzweig anerkannt ist.

Lügen & Betrügen (20:15 bis 21:00 auf 3sat)
Und danach eine Doku übers Lügen und Betrügen. Da kann man nur hoffen, dass sich die Macher nicht zu sehr vom Thema ihrer eigenen Sendung haben verleiten lassen.

Freitag, 19.9.2014

1948: Jüdischer Traum, arabisches Trauma (23:15 bis 0:00 im WDR)
Al-Nakba – Die Katastrophe (0:00 bis 0:45 imWDR)
Zwei Dokumentationen über den Ursprung des Nahostkonflikts. Uraltes Thema, aktuell wie nie und leider auch so eine Sache, bei der man immer merkt, wie wenig man eigentlich davon versteht.

Ein Schrei in den Wäldern (1:20 bis 2:58 im Ersten)
Norwegischer Krimi. Die Fernsehzeitung lockt mit Originalität, Psychozeug, Sarkasmus und hübscher Optik. Wäre ja schön, wenn sie Recht hätte.

Samstag, 20.9.2014

Bauerfeind assistiert (19:30 bis 20:00 auf 3sat)
Ich kenne Katrin Bauerfeind ja noch von der Zeit, als sie bei Ehrensenf moderierte und habe sie sogar einmal bei so einem Podcastdings live gesehen. Jetzt assistiert Katrin Bauerfeind eben, z.B. auf einem Segelschiff, das auf Reise Richtung Grönland gehen soll. Was man halt so macht.

Das Handbuch des Giftmörders (20:15 bis 22:10 auf arte)
Was man noch so bei der Lektüre der Fernsehzeitung lernt: Anfang des 20. Jahrhunderts sterben in den USA viele Menschen durch Gift, möglicherweise versehentlich, eventuell aber auch nicht. Es werden Sterbeurkunden gefälscht und überhaupt wenig Todesfälle ordentlich aufgeklärt. Bis Doktor Charles Norris kommt und anfängt, forensische Toxikologie zu etablieren. Und wer jetzt noch mehr darüber wissen will, muss halt dieses Dokudrama angucken.

B. B. King: The Life of Riley (22:10 bis 0:05 auf arte)
Der Regisseur Jon Brewer begleitete den Bluesmusiker B. B. King zwei Jahre lang und heraus kam dabei diese Dokumentation. B. B. King hat übrigens heute Geburtstag und wird 89 Jahre alt. HURRA!

Sonntag, 21.9.2014

Brille mit Goldrand (15:55 bis 18:10 auf TELE 5)
Ich sag mal gleich am Anfang, dass Ennio Morricone die Musik zu diesem Film gemacht hat, dann hat man schon einen guten Grund, warum man das gucken können wollte. Ansonsten spielen Philippe Noiret und Rupert Everett mit, das wären also guter Grund Nr. 2 und guter Grund Nr. 3. Es wird aber vermutlich auch traurig, denn ein Drama, dass im faschistischen Italien spielt und wo ein jüdischer Student und ein homosexueller Arzt die Hauptcharaktere sind, kann irgendwie nicht gut enden. (Weiß ich aber nicht, weil ich den Film nicht kenne.)

Horst Evers: Hinterher hat man’s meist vorher gewusst (20:15 bis 21:00 auf 3sat)
Horst Evers haben wir auch auf der Rückfahrt von Frankreich gehört, nachts in Belgien. Nachdem das Navi und damit auch sämtliche Bordunterhaltung ausgefallen war, kein Radio, kein garnichts, da habe ich dann halt das iPhone auf ganz laut gestellt und wir haben Horst Evers gehört. Bei 3sat kann man Horst Evers sehen. Auch gut.

Udo Jürgens: Ein Leben für die Lieder (21:40 bis 23:15 auf arte)
Udo Jürgens, ne! Dass mir niemand was gegen Udo Jürgens sagt. Eigentlich will ich ja immer noch auf ein Konzert von Udo Jürgens, nur um einmal eins gesehen zu haben. In zwei Wochen wird er übrigens 80, da kann man auch mal gratulieren. Oder eben Dokumentationen über Udo Jürgens im Fernsehen zeigen.

Inland Empire (22:05 bis 1:40 auf TELE 5)
Achtung, neues Genre: Experimentalthriller. Von… Trommelwirbel… David Lynch. Na ja gut, dann wundert das Genre auf einmal nicht mehr so. Positiv: Laura Dern und Jeremy Irons spielen mit. Was Sorgen macht: Die Fernsehzeitung schreibt, dass im Vergleich zu diesem Film “Mulholland Drive” wie Popcornkino wäre. Und wer “Mulholland Drive” gesehen hat, der weiß, warum man sich jetzt Sorgen machen muss.

Stage Beauty (0:35 bis 2:23 im Ersten)
1660 in England: Estmals werden Frauen im Theater zugelassen. Dabei hat (zumindest in diesem Kostümdrama) vorher immer Rupert Everett die Frauenrollen spielen dürfen. Schlimm. Schlimm schlimm schlimm, diese Gleichberechtigung.

Meermomente

Am Dienstag war das Meer müde. Allerdings wussten wir das am Dienstag noch nicht. Am Dienstag waren wir erst in Bayonne, dann in Anglet und dann in Biarritz. Das geht, weil Bayonne direkt an Anglet hängt und Anglet direkt an Biarritz. In Biarritz wollten wir Surfer gucken. Also andere Surfer. Biarritzische Surfer auf biarritzischen Wellen. Nur, dass es keine Wellen gab. Aber weil wir ja noch nie in Biarritz waren, wussten wir nicht, dass das Meer müde war und dachten, vielleicht ist das hier immer so, in Biarritz, dass es keine Wellen gab, jedenfalls nicht hier in der Stadt.

Am Dienstag war jedenfalls das Meer müde, nur dass wir das erst am Mittwoch merkten, als wir wieder in Biscarrosse waren, wo wir ja die grobe Wellensituation kennen und am Mittwoch gab es auch in Biscarrosse keine Wellen. Also keine. Gar keine.

Da stehen dann also drei deutsche Jungs oben an der Strandpromenade an der Treppe, die runter zum Strand führt und machen lange, sehr lange Gesichter.

“Da sind ja überhaupt keine Wellen”, sagt der erste.

“Da sind ja auf Mallorca größere Wellen”, sagte der zweite.

“Da sind ja in Florida größere Wellen”, trumpft der dritte.

Schweigen und enttäuschtes Starren auf den atlantischen Ozean, der heute halt mal echt keinen Bock hat.

“Ich hatte mich so auf heute gefreut”, sagte der erste.

Und da stehen sie dann mit ihren Bodyboards und wissen nicht, was tun. So ganz ohne Wellen. Aber dem Meer ist das egal.

Als Gott Frankreich schuf

Als Gott Frankreich schuf, da malte er ein großes Land und in das Land zeichnete er schöne lange Autobahnen und sagte zu den Franzosen: “Das sind jetzt eure. Ihr dürft Geld dafür nehmen, aber passt schön auf, dass man gut darauf fahren kann und die Leute schnell von A nach B kommen.”

Und die Franzosen taten, wie ihnen geheißen und es ward gut.

Dann setzte Gott noch einen dicken Knubbel mitten in das Land, zeichnete wirr und konfus ganz viele Straßen ein, drückte ein paar Schlaglöcher in den Asphalt und sagte zu den Franzosen: “Und das ist Paris. Seht zu wie ihr damit fertig werdet.”

Und es ward Stau.

Lieblingstweets im August (Teil 2)

HUNDE OHNE LEINE! WASCHMASCHINEN! FUTUR II! UND SEHR SEHR WÄHLERISCHE ENTEN!

Lieblingstweets im August woanders

Lieblingstweets im August (Teil 1)

7,2 MILLIARDEN LEADGITARRISTEN! BIER! POLITISCHE DISKUSSIONEN! GUMMIBÄREN AN SENF! UND EICHHÖRNCHEN! KEINE LIEBLINGSTWEETS OHNE EICHHÖRNCHEN!

Diese Woche im Fernsehen (11.8.2014 – 17.8.2014)

Wieder arg filmlastig, dafür aber auch mit ein paar Highlights. Und ich muss mich als Mensch outen, der Frauensender guckt. ABER NUR WEGEN RACHEL KHOO!

Montag, 11.8.2014

Deutschland filmt! (20:15 bis 21:45 und 22:25 bis 23:10 auf 3sat)
Amateurfilmer in Ost und West haben jahrzehntelang zu ihren Kameras gegriffen und zu Hause, im Urlaub, im Alltag und zu besonderen Gelegenheiten gefilmt. Dieser Dreiteiler, der heute mit Unterbrechung komplett ausgestrahlt wird, präsentiert diese Zeitreise durch den deutschen Amateurfilm. Ich glaub, das ist was für mich. An Zeitdokumenten der letzten sechzig Jahre kann ich mich erfahrungsgemäß nicht satt gucken.

Frantic (22:05 bis 0:00 auf Bayern)
Letztens bei Watchever im Original gesehen. Ich mag ja diese alten Filme, die sich noch Zeit nehmen (obwohl der Titel ja anders klingt). Außerdem ist Emmanuelle Seigner ganz hinreißend in diesem Film und man kriegt die volle Dröhnung Paris in den 80er Jahren. Sehr schön.

Dienstag, 12.8.2014

Gasland (20:15 bis 22:00 auf arte)
Überall reden sie über Fracking und ich habe längst den Überblick verloren. Ich glaube, man sollte dagegen sein, aber wie immer ist es kompliziert. Wenigstens gibt es bei arte eine Doku darüber. Vielleicht hilft das bei der Meinungsfindung.

The Beatles – A Hard Day’s Night (22:00 bis 23:25 auf Bayern)
Ich kenn ja nur “Yellow Submarine” und ja, man muss mit dem schrägen Humor dieser Band klar kommen. Es wird wohl Zeit, dass ich mir auch mal den Rest des filmischen Oeuvres angucke.

Mittwoch, 13.8.2014

Unter Verdacht: Atemlos (22:25 bis 23:55 auf 3sat)
Mittwoch ist wieder nichts los. Wem wirklich sehr langweilig ist, der kann aber einen Krimi aus dieser Reihe mit Senta Berger. Ich habe den Anfang dieser Reihe noch recht aufmerksam und begeistert verfolgt, dann aber irgendwann den Anschluss verloren. Das hatte aber weniger etwas mit den Filmen als mit meiner Aufmerksamkeitsspanne zu tun. Kann man gut empfehlen.

Donnerstag, 14.8.2014

Lachsfischen im Jemen (22:55 bis 0:35 im ZDF)
Die Fernsehzeitung nennt es Wohlfühlkomödie, Ewan McGregor und Emily Blunt spielen mit und ein Scheich will Lachse in den Jemen importieren und da aussetzen. Warum auch nicht, jeder braucht seine Hobbys.

Psycho (23:35 bis 1:20 im MDR)
Der Klassiker von Hitchcock. Brauch ich jetzt groß erklären, oder?

Das 10. Opfer (0:05 bis 1:35 auf arte)
Französisch-Italienischer Sci-Fi-Thriller nach bekannter Story. Weil es den Menschen in der Zukunft so schrecklich langweilig ist, veranstalten sie Menschenjagden. Und: Ursula Andress. Ich sag ja nur.

Freitag, 15.8.2015

Das süße Leben (22:00 bis 0:45 auf 3sat)
Fellini rechnet mit der Gesellschaft ab und das tut er immer 165 Minuten lang. Klassiker des italienischen Kinos, bei dem mir vor allem einfällt, dass ich den noch nicht gesehen habe.

Picknick am Valentinstag (22:05 bis 0:05 auf Servus TV)
Peter Weir wieder. Der macht ja tolle Filme. Picknick am Valentinstag ist unglaublich faszinierend, den sollte man tatsächlich unbedingt gucken. Bei einem Picknick verschwinden drei Mädchen einer Schulklasse auf geheimnisvolle Weise. Ausdrückliche und sehr, sehr dringende Empfehlung.

Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula (0:55 bis 2:50 auf ZDF neo)
Die nächste wirklich sehr, sehr dringende Empfehlung. Einer der Lieblingsfilme des werten Gemahls, den ich mittlerweile auch schon mehr als einmal geguckt habe und der immer wieder faszinierend ist. Lynch halt. Außerdem darf man Nicolas Cage dabei zugucken, wie er mal in tollen Filmen mitspielte. Das glaubt einem ja heute keiner mehr.

Samstag, 16.8.2014

Rachel Khoo: London in meiner Küche (12:15 bis 13:30 auf sixx)
Sixx, ja ja, ich weiß. Ich finde es auch erschreckend, etwas auf diesem Sender zu empfehlen, aber RACHEL KHOO! Ich bin ein großes Rachel-Khoo-Fangirl, Samstag habe ich Mousse au Chocolat à la Rachel gemacht, gestern leckere Kartoffel-Käse-Nester. Die Kochbücher sind toll, die Frau ist unglaublich sympathisch. Ich muss da eine Ausnahme machen. Und ja, die Sendungen sind leider synchronisiert, aber es ist erstaunlich erträglich.

Der kleine Nick (13:30 bis 14:55 im WDR)
Ob die Verfilmung den genialen Büchern ausreichend nahe kommt, kann ich noch nicht sagen. Falls ja, dann ist das allertollste Kinderunterhaltung, bei der sich auch Erwachsene amüsieren können.

Summer of the 90s (21:50 bis 23:50 auf arte)
Weiter geht’s mit den 90er Jahren auf arte. Diesmal geht es um Rap, Hip-Hop und Supermodels.

All Beauty Must Die (22:15 bis 0:00 auf Servus TV)
Kirsten Dunst und Ryan Gosling in einem Thrillerdrama, von dem ich noch nie gehört habe, das aber sehr verlockend klingt. David aus gutem und solidem Hause will eigentlich nicht in die Fußstapfen des Vaters treten, lässt sich dann aber doch drauf ein. Dann verschwindet seine Frau Katie.

Sonntag, 17.8.2014

United (20:15 bis 22:15 auf Tele 5)
Tele 5 does it again. 1958 verunglückt ein Flugzeug mit der Mannschaft von Manchester United. Wussten Sie nicht? Ich auch nicht. Und die BBC hat einen Film darüber gemacht, den man heute bei Tele 5 gucken kann.

Die üblichen Verdächtigen (20:15 bis 22:00 auf arte)
KEYSER SOZE! Wer nicht weiß, worum es geht, sollte unbedingt und ohne weiteren Fragen, diesen phänomenalen Film gucken. Alle anderen auch. Ich krieg ja fast Gänsehaut, wenn ich an das Ende denke. Obwohl ich weiß, wie’s ausgeht. Sensationell.

Ghost Dog (22:00 bis 23:50 auf arte)
Forest Whitaker mordet als sanfter Auftragskiller und hält mit seinem Auftraggeber Kontakt per Brieftaube. Bis er eines Tages selber auf die (Vorsicht: Schlimmer Wortwitz!) Abschussliste gerät. Jo. Warum nicht?

Diese Woche im Fernsehen (4.8.2014 – 10.8.2014)

Im Sommer setzen die Fernsehprogramme auf eine wilde Mischung guter Spielfilme, scheint es mir. Vielleicht ist das aber auch nur Zufall.

Montag, 4.8.2014

Claires Knie (20:15 bis 21:55 auf arte)
Eric-Rohmer-Nacht auf arte. Man kann sich ja in alles mögliche vergucken, in hübsche Augen, gute Brüste, schöne Beine, in Frankreich verguckt man sich eben auch mal ein bisschen spezifischer in Knie. Bei Rohmer wird immer viel geredet, das muss man mögen, dafür bekommt man aber auch hübsche Bilder in einer restaurierten Fassung.

Meine Nacht bei Maud (21:55 bis 23:45 auf arte)
Zweiter Teil der Eric-Rohmer-Nacht, aus dem gleichen Zyklus der “Moralischen Erzählungen” wie Claire’s Knie über die vermutlich doch etwas zeitlose Frage “Sex oder Moral?”

Let Me In (22:15 bis 0:00 im ZDF)
Die US-Verfilmung des Fantasy-Thrillers “So finster die Nacht” von John Ajvide Lindqvists. Es gibt auch eine schwedische Verfilmung, die kenne ich sogar, die kommt nun aber halt mal nicht. Scheint aber auch sehr solides Gruseldrama zu sein, warum also nicht?

Dienstag, 5.8.2014

Silk (20:15 bis 21:55 auf ZDF Neo)
Britische Anwaltsserie, Start der zweiten Staffel immer Doppelfolgen jeweils Dienstags. Merkt euch das bitte, ich vergesse das nämlich vermutlich spätestens nächste Woche.

Es werde Stadt! (22:00 bis 23:45 auf Bayern)
Entlarvende Dokumentation von Dominik Graf zur 50. Verleihung des Grimme-Preises. Dabei beleuchtet er nicht nur die Geschichte dieses Fernsehpreises, sondern auch die städtebauliche Entwicklung des Verleihungsortes Marl.

Masters of Sex (22:45 bis 0:45 auf ZDF Neo)
Neue US-Serie mit Michael Sheen und Lizzy Caplan über die Pioniere der Sexualforschung. Steht hier schon als Blu-ray-Box rum, allerdings ungeguckt, sonst könnte ich da auch schon viel subjektivere Empfehlungen (oder auch nicht) aussprechen. Ebenfalls Doppelfolgen, immer Dienstags.

Mittwoch, 6.8.2014

Cloud Atlas (22:45 bis 1:25 im Ersten)
Tja. Hm. Ich schrieb schon hier darüber und da wird nun auch klar, dass ich den Film nicht uneingeschränkt empfehlen würde. Es hilft zum Beispiel kolossal, wenn man das Buch gelesen hat. Der werte Herr Gemahl gab trotz großer Wachowski-Liebe bei der Hälfte des Filmes auf. Ich habe noch tapfer zu Ende geguckt. Kann man machen, wenn man bereit ist, sich auf konfuses Kunstkino einzulassen. Dafür bekommt man immerhin visuell was geboten.

Donnerstag, 7.8.2014

Schiffbruch mit verrückter Hoffnung (21:45 bis 0:50 auf arte)
Es dauert drei Stunden, hat einen bekloppten Titel, ist eine Satire und hat irgendwas mit sozialistischen Stummfilmpionieren, Jules-Verne-Adaptionen und Theater zu tun. Ich habe keine Ahnung, wie genau man beschaffen sein muss, um daran Spaß zu haben. Vermutlich kein Mainstream-Kino, aber für die ein oder andere Nische durchaus geeignet.

Freitag, 8.8.2014

Der Weiße Hai – Täter oder Opfer? (21:45 bis 22:35 auf arte)
Was in diesem Haushalt ja immer geht: Unterwasser-Dokus. Was noch besser geht: Unterwasser-Dokus mit Haien. Und es gibt ja viele davon. So viele, dass man fast davon ausgehen könnte, dass es in anderen Haushalten gar nicht so anders aussieht.

Du kannst anfangen zu beten (22:35 bis 0:25 auf 3sat)
Französisch-Italienischer Gangsterkrimi aus dem Jahre 1969 mit Alain Delon und Charles Bronson und jetzt weiß ich wirklich nicht mehr, was ich sonst noch überzeugendes hinzufügen sollte.

Samstag, 9.8.2014

Ratatouille (20:15 bis 22:20 auf RTL)
Auch für Ratatouille mache ich mal eine Ausnahme. Ach was, gerade für Ratatouille mache ich eine Ausnahme. Niedliche Ratten, leckeres Essen und Paris, Paris, Paris. Abgesehen davon, dass ich diesen Film für Kinder fast etwas zu lang finde, habe ich nichts daran auszusetzen.

Die Wagners und Bayreuth (20:15 bis 21:00 auf 3sat)
Jetzt gehen ja wieder die Festspiele los und dementsprechend auch die ganze Filme und Dokumentationen über diese Traditionsfamilie.

Wagnerwahn (21:00 bis 22:30 auf 3sat)
Siehe oben. Man nennt es Filmessay. Es könnte also interessant werden.

Summer of the 90s (21:40 bis 23:35 auf arte)
Es geht weiter mit der Reihe über Musik, Mode und Stars der Neunziger. Ich kann mich ja an sowas nicht sattgucken.

King Kong (22:20 bis 0:30 auf RBB)
Die Version aus dem Jahre 1976 mit Jessica Lange und Jeff Bridges. Kenne ich ja, glaube ich, gar nicht. Ich kenn nur das Peter-Jackson-Remake, bei dem mir beim letzten Mal unangenehm auffiel, wie schlecht der Film gealtert ist. Nichts gegen Jackson, aber das hat er auch schon mal besser hingekriegt.

Sonntag, 10.8.2014

Und täglich grüßt das Murmeltier (20:15 bis 21:50 auf arte)
Kommen wir zu Filmen, die exzellent gealtert sind. Ich habe letzten mit Leuten geredet, die Und täglich grüßt das Murmeltier nicht kannten und bin bis jetzt nicht wirklich über diesen Schock hinweg. Wie kann man den denn nicht kennen? Was ist da schief gelaufen?

Into the Wild (21:40 bis 0:00 auf 3sat)
Drama basierend auf der wahren Geschichte des Aussteigers Chris McCandless, der sich auf die Wanderschaft begab und in Alaska strandete.

Das Böse unter der Sonne (22:55 bis 0:45 auf Bayern)
Eine der berühmtesten Agatha-Christie-Verfilmungen mit dem wunderbaren Peter Ustinov. Das klingt jetzt so, als hätte ich diesen Film schon total oft gesehen, in Wahrheit habe ich ihn exakt ein halbes Mal gesehen. Ich hab also auch noch was nachzuholen.

Alles ist erleuchtet (23:00 bis 1:10 auf Tele 5)
Setzen wir die Literaturverfilmungen fort. Auf Tele 5 kommt nämlich die Verfilmung des Buches von Jonathan Safran Foer mit Elijah Wood in der Hauptrolle. Der reist nach Odessa, um der Geschichte seines Großvaters auf die Spur zu kommen. Laut Fernsehzeitung wird es sonderbar und kauzig. Ungefähr so stelle ich mir ja meine Blogleser gerne vor.

Red Rock West (0:00 bis 1:35 auf NDR)
Wisst ihr noch, damals, als Nicolas Cage ein guter Schauspieler war, der tolle Filme gemacht hat? Ja? Nein? Hier ist so ein Beispiel und zu allem Überfluss spielen auch noch Dennis Hopper und Lara Flynn Boyle mit. Yay!

Erwartungshaltung, nicht erfüllt

Wir waren also im Restaurant. In einem sehr guten Restaurant, wo es sehr gutes Steak zu gehobenen Preisen gibt, wo der Service üblicherweise sehr freundlich und professionell ist, ohne, dass es steif und förmlich wäre. Wo man sehr leckeres Brot vorneweg bekommt, die Weinauswahl ziemlich klasse ist und die Einrichtung rustikal-charmant.

Es gibt eigentlich nichts zu klagen.

Jetzt läuft das so. Man bekommt also dieses Brot vorweg, mit zwei Dips, etwas Schinken und Öl zum Tunken. Danach gibt es ein Paprikarahmsüppchen in einem Espressotässchen. Dann bekommt man das, was man bestellt hat.

Es sei dann, man ist wir. Dann bekommt man das Brot und dann das, was man bestellt hat mit etwas Wartezeit dazwischen, die sicher auch für ein Paprikarahmsüppchen in Espressotässchen gereicht hätte. Neben uns, hinter uns, überall um uns herum bekommen die anderen Gäste Paprikarahmsüppchen, nur an uns laufen die Kellnerinnen und Kellner zielsicher vorbei. NO SOUP FOR YOU!

Irgendwann habe ich mich damit abgefunden, kein Süppchen bekommen, es ist auch nicht schlimm, nur eben verwunderlich. Ich brauche keine Suppe, aber wenn alle anderen eine bekomme, fände ich es nur fair, wir würden eine bekommen. Nur so.

Statt dessen bekommen wir Steaks und Beilagen, alles ist super, schmeckt großartig, keine Beschwerden. Wir bestellen noch einen Nachtisch, ich dazu einen Cocktail, der Herr Gemahl einen doppelten Espresso. Der Cocktail kommt, dann der Nachtisch, dann auch der Espresso, zusammen mit einem kleinen Stück Brownie.

Brownies gibt es übrigens auch, wenn man bezahlt. Dann bekommt man eine kleine Etagere mit zwei, drei Browniestückchen drauf. Jedenfalls ist das bei den Gästen neben uns und hinter uns und um uns herum so. Überall kleine Etageren mit Browniestücken beim Bezahlen.

Weil wir den Tisch nur bis 20 Uhr haben können (das wussten wir auch, ist also okay so), werden wir gebeten, uns auf ein paar Ledersessel in der “Lounge” zu setzen und da den Cocktail zu Ende zu trinken. Kein Ding, mach ich gerne.

Als wir dann aber die Rechnung bekommen, gibt’s keine Etagere. Keine Browniestückchen. Nur eine Rechnung. Das ist kein Weltuntergang, ich hatte leckeres Brot, leckeres Fleisch, leckere Beilagen, leckeren Nachtisch, leckeren Wein und einen extrem leckeren Cocktail. Auf der anderen Seite finde ich, wenn alle anderen Etageren mit Browniestückchen bekommen, könnten wir aus reiner Fairness auch eine bekommen. Aber gut.

Wir zahlen also und ich merke ganz neutral und in freundlichem Tonfall an, das wir ja keine Brownies bekommen hätten.

“Die bekommen Sie nur zum Kaffee”, sagt die Kellnerin.

M-hm.

Suppe hätten wir auch keine bekommen, merke ich an, immer noch freundlich.

“Wir machen das immer ein bisschen anders”, sagt die Kellnerin.

Aha.

Im Auto lache ich erstmal eine Viertelstunde hysterisch vor lauter Fassungslosigkeit. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Wir machen das immer ein bisschen anders, ERNSTHAFT? Jeder, wirklich jeder hat ein Süppchen bekommen, ich habe zahlreiche Tabletts mit Süppchen an mir vorbeiziehen sehen und ausgerechnet und nur bei uns kam keins an? Ist das ein Konzept? Der Kunde des Tages kriegt kein Süppchen? Gibt’s da ne Lostrommel?

Was ich als Antwort erwartet hätte: “Oh, entschuldigen Sie, das tut mir Leid. Sie haben ja gesehen, dass es etwas stressig war heute, da haben wir das wohl vergessen. Hier haben Sie noch zwei Browniestückchen, die hatten wir ja auch vergessen. Eine schöne Heimfahrt noch!”

Aber mich anlügen? Etwas behaupten, das ich als normal intelligenter Menschen mit durchschnittlicher Beobachtungsgabe und Augen im Kopf doch recht schnell als die Unwahrheit identifizieren kann? ECHT JETZT?

Nur, um das klar zu machen, das Süppchen war mir egal, ich hatte es ja nicht bestellt und auch nicht bezahlt. Genauso die Brownies. Aber jenseits davon, dass ich mich naiverweise darauf gefreut hatte, weil ich ja irgendwie dachte, wenn alle sowas bekommen, dann wir wohl auch, scheint es mir keine besonders hilfreiche Reaktion zu sein, wenn ich den Gast, der sich nett und freundlich beschwert, dann einfach dreist anlüge.

Und damit das auch klar ist: Wir werden wiederkommen. Das Essen war super und abgesehen von einem Ausfall im Servicepersonal waren alle sehr nett, zuvorkommend und professionell. Das kann passieren. Aber es sollte nicht. Vor allem aber fasse ich es bis jetzt nicht, dass man sich in so einer Situation nicht einfach entschuldigt, sondern den Gast anlügt und dann geht. Es wäre so einfach, es richtig zu machen.

Alle bekloppt.