Lieblingstweets im Mai (Teil 1)

Es war sehr anstrengend in den letzten Wochen, ich bin sehr müde, hier sind ein paar Lieblingstweets zur allgemeinen Erheiterung.

Endlich was Sinnvolles wählen!

Extra! Extra! Das Techniktagebuch, in dem ich seit 2014 mit vielen anderen Leuten meine Alltagstechnikgeschichten festhalte, ist für den Grimme Online Award nominiert. Die Konkurrenz ist hart, weswegen wir uns einerseits schon allein über die Nominierung wie blöd freuen, andererseits hätten wir aber natürlich schon ganz gerne was zum aufs Kaminsims stellen. Glücklicherweise gibt es einen Publikumspreis, bei dem jeder abstimmen darf. Wer uns also Mitte Juni jubeln sehen möchte, folgt diesem Link und stimmt für das Techniktagebuch ab.

Vielen Dank!

Lieblingstweets im April (Teil 2)

Tagebuchbloggen oder so

Man kommt ja zu gar nichts, hier also das wichtigste der letzten zwei bis sechs Wochen in Kürze.

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In Amsterdam gewesen. Wir schliefen im Bus auf dem Campingplatz Zeeburg etwa sechs Kilometer östlich der Innenstadt. Leider waren wir beide krank, so dass wir die zwei Tage nicht voll ausnutzen konnte, denn mindestens einer schwächelte immer etwas rum. Gegessen: Ein Zehn-Gänge-Menu im Flüsterrestaurant Graphite, Crêpes und heiße Schokolade bei einer reizenden Französin im Cocotte, Pfannkuchen im Pancakes Amsterdam und indonesische Reistafel im Blauw. Dazwischen durch die Stadt gelaufen und mit der Straßenbahn gefahren, das funktioniert alles erwartungsgemäß gut.

Von Essen zum Campingplatz braucht man etwas über zwei Stunden, die Übernachtung kostete (Vorsaison, unter der Woche) 28 Euro mit Strom, WLAN, Wasser und Poké-Arena. Der Campingplatz ist theoretisch wunderschön am IJmeer gelegen, praktisch ist die Aussicht auf eine Autobahnbrücke eher mäßig pittoresk, aber wir wollten uns ja auch die Stadt angucken und nicht den Campingplatz. Da man die Brücke nur sah und nicht hörte, war es also egal, wir vermerken das mal als Ausgangspunkt für weitere Amsterdamausflüge, dann werden wir auch zu einer besseren Zeit in die Foodhallen gehen, zum Beispiel nicht direkt nachdem wir einen Stapel Pfannkuchen gegessen haben.

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In anderen Neuigkeiten ist unser Edeka umgezogen. Er ist jetzt größer und schöner, aber auch eine Straßenbahnhaltestelle weiter weg, auf der anderen Seite kann ich im Notfall auch immer noch zu Aldi gehen und komme ansonsten an fünf Pokéstops mehr vorbei als vorher, das ist ja auch was wert. Es wurde außerdem im Prospekt eine saisonbedingte Spargelschälmaschine versprochen, ich bin gespannt.

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Apropos Spargel, wir erklärten die Saison gestern für eröffnet. Eigentlich wurde sie schon am Donnerstag für eröffnet erklärt, da war nämlich Hochzeitstag und wir aßen bei Schiffers in Essen-Werden, ich Rumpsteak, mein Mann eben Spargel mit Kartoffel und Schinken. Es war lecker, wenn auch nicht überragend, vor allem aber stimmt alles, was man über den freundlichen Service in den Bewertungen liest, ich kann das also empfehlen.

Gestern dann selbst gemacht, vor allem auch selbst geschält, ich kann die Spargelschälmaschine kaum erwarten.

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Wo wir gerade beim Essen sind, es gibt neue Erkenntnisse in der Pfannkuchenforschung. Die New York Times berichtete über japanische Soufflé-Pfannkuchen und da ich sämtliche Pfannkuchenentwicklungen betreffend gerne up to date bin, probierte ich das am Sonntag gleich aus. Eventuell muss ich noch etwas am Rezept feilen oder es war doch ein Fehler, den Teig auf fünf statt auf vier Dessertringe aufzuteilen, aber geschmacklich gab es nichts zu meckern. Wir machen das wieder.

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Die Dessertringe kaufte ich übrigens am Freitagabend in Köln im Kölner Kochhaus, ich empfehle das gerne, weil ich dort letztens eine Kuchenschachtel kaufte und man mir noch im Laden half, den Kuchen in die Kuchenschachtel zu hieven und ich dann mangels Kleingeld trotz lächerlich kleinem Betrag mit Karte zahlen durfte, ein sehr hilfsbereiter und kulanter Laden also. Deswegen kaufte ich auch da meine Dessertringe und bezahlte den gar nicht mehr so lächerlich kleinen Betrag, den man für sechs Dessertringe zahlen muss bar. Ich hoffe, ich habe mich so wieder von meiner EC-Gebührschuld reingewaschen.

Das passte auch sonst ganz großartig, weil ich mit octodontidae und der Drehumdiebolzeningenieurin zum Karaoke verabredet war. Es ist in Köln und im Prinzip im ganzen Rheinland und Ruhrgebiet sehr schwierig, brauchbare Karaokeläden zu finden. Meistens gibt es große Rudelveranstaltungen in Irish Pubs und dergleichen, da möchte ich aber nicht so gerne hin, ich gehe ja zum Karaoke, um zu singen und nicht, um anderen Leuten dabei zuzuhören. In der Praxis haben sich deswegen Etablissements bewährt, bei denen man sich eine Kabine mieten kann, die gibt es aber so gut wie gar nicht oder sie werden sehr zurückhaltend beworben. Octodontidae hatte jedenfalls ein obskures chinesisches Restaurant in einer obskuren Lage mitten in Köln entdeckt, das Karaokekabinen anbietet. Man kann da vorher auch sehr gut und günstig essen und sich danach in einer großzügigen Kabine die Lunge aus dem Hals singen. Die Songauswahl ist eher klassisch und offensichtlich für asiatische Kundschaft ausgerichtet, wenn man sich einmal an die Software gewöhnt hat und das Song-Repertoire ans Angebot angepasst hat, funktioniert es aber problemlos. Ein Highlight sind die Videos zu den Liedern, die von den Originalmusikvideos über Liveauftritte asiatischer Coverbands bis hin zu privat anmutenden Urlaubsvideos.

Gelernt jedenfalls: „Here You Come Again“ von Dolly Parton funktioniert super, „Who Can It Be Now“ von Men at Work nicht so gut. Werde das auf meinem Karaoke-Spickzettel ergänzen müssen.

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Gelesen (nur die Highlights):

Kurt von Sarah Kuttner – Die Geschichte einer Patchwork-Familie, die mit dem Tod eines Kindes umgehen muss. Sehr schön und lebensnah, wie nicht anders erwartet. Auch die Lesung auf der lit.Cologne hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich die Zuständigen, die Veranstaltungen um 21 Uhr starten lassen, ein bisschen dafür hauen möchte.

The Calculating Stars von Mary Robinette Kowal – Eine Art Retro-Science-Fiction. In den fünfziger Jahren schlägt ein Meteor auf der Erde ein. Als Wissenschaftler herausfinden, dass dieses Ereignisse katastrophale Folgen für das Klima haben könnte, wird die bemannte Raumfahrt  und die Besiedelung anderer Planeten zur Überlebensfrage. Die Protagonistin Elma ist Mathematikerin und träumt davon, selber als Astronautin ins All zu fliegen. Im Amerika der 50er Jahre muss sie dazu aber gegen viele Vorurteile und Machtstrukturen kämpfen. Tolles Buch mit sehr lebendigen Charakteren. Man möchte allerdings permanent das Patriarchat zerschlagen, was aber auf der anderen Seite grundsätzlich kein schlechtes Ziel ist.

Down and Out in the Magic Kingdom von Cory Doctorow – In der Zukunft, in der der Tod keine Rolle mehr spielt, geht es nicht mehr um Geld, sondern um Ansehen. Julius arbeitet in Disney World, als sein alter Freund Dan auftaucht. Kurz darauf wird Julius ermordet, was grundsätzlich kein Problem darstellt, weil einfach sein Backup in einen neuen Klon geladen wird, ihn aber vor das Rätsel des Mordmotivs stellt. Währenddessen siedelt sich in Disney World eine neue Gruppe an, die die mechanischen Fahrgeschäfte durch VR-Simulationen ersetzen will. Julius wittert eine Gefahr für die Zukunft des Parks und gerät auf einen selbstzerstörerischen Pfad. Das Buch wurde von Cory Doctorow unter Creative Commons veröffentlicht und liest sich mit knapp 200 Seiten ziemlich zackig runter. Die Frage bleibt, ob die Geschichte nicht auch etwas größer hätte erzählt werden können, da viele Ideen nur angerissen werden. Auf der anderen Seite ist es vielleicht auch genau so richtig, wie es ist.

Alle Links zu den Büchern sind Amazon-Affiliate-Links.

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Die Osterglocken sind jetzt am Ende ihrer Lebenszeit, ich muss mir langsam Gedanken über die Sommerbegrünung der Balkons machen.


Wer gerne liest, was ich hier schreibe und mir eine Freude machen will, kann mir etwas von der Wunschliste spendieren oder Geld ins virtuelle Sparschwein werfen.  Die Firma dankt.

 

Lieblingstweets im April (Teil 1)

Graphite, Amsterdam, 28.3.2019

Man steht in einer Seitenstraße am Rembrandtsplein vor einer Holzfassade ohne Fenster und scannt einen QR-Code, den man per Mail erhalten hat. Leider funktioniert das nicht, die Tür bleibt geschlossen, irgendwann aber öffnet uns Daniel und lässt uns rein. Wir sind ein bisschen zu früh, weil wir die Zeit überschätzt haben und außerdem Hunger haben, nehmen erst mal zwei Cocktails an der Bar und bekommen ein Schälchen mit den leckersten Rauchmandeln, die ich je gegessen habe.

Danach werden wir an den Tisch geführt und gefragt, ob wir das Menü sehen wollen, oder ob es eine Überraschung sein soll. Überraschung bitte, ich möchte eigentlich überhaupt nur noch in Restaurants gehen und nichts mehr bestellen müssen. Dann werden nacheinander zehn Gänge aufgefahren, sehr minimalistisch und frisch. Beim Besteck gibt es keine Vorgaben, man darf nehmen, was einem am sinnigsten erscheint und bekommt jederzeit sauberen Ersatz. Dazu drei Weine, einen Grünen Veltliner, einen Chardonnay und einen Dessertwein. Hier wäre eventuell noch etwas Luft nach oben, die Weinqualität selber ist nicht zu bemängeln, aber ein bisschen mehr Variation wäre uns auch recht gewesen.

Das Interieur soll nicht fotografiert werden, das Graphite will sich ein bisschen Geheimnis bewahren. Das Konzept des Speak Easys wird aber auch hier fortgeführt, der Raum ist groß, man sitzt aber sehr intim und ungestört beieinander. Beim nächsten Mal aber die 15 Gänge, sagt mein Mann. Was impliziert: Wir kommen auf jeden Fall wieder.

Graphite, Amsterdam, 28.3.2019

Salat aus frischen Kräutern und eingelegtem Gemüse mit einem Melonenravioli

Auster mit roter Bete und Kaviar

Tartar im Rettichwickel

Zweierlei von der Krabbe, einmal als Tartar, einmal im Tandoorimantel

Tartar von der Garnele in Orangensauce, mit Lauch und Lebkuchencroutons

Kabeljau mit Bonitoflocken mit Gnocchi

Geschmortes Fleisch-leider-vergessen mit einer Rettichrose und eingelegten Enoki-Pilzen

Zweierlei von der Ente mit Artischocke und Birne

Beignet gefüllt mit Dulce de leche und Vanilleeis

Weiße Schokolade mit Eis

Maracujasorbet und Nougatpralinen

Lieblingstweets im März (Teil 2)

Ihr wart bestimmt alle sehr lustig, aber ich war krank und in Amsterdam.

Lieblingstweets im März (Teil 1)

CONTENT MANAGEMENT SYSTEME! KUGELSCHREIBER! SCHWÄMME UND FAULTIERE! BUTTERHÖRNCHEN, BIENENSTICH UND PUDDINGBREZELN!

Tagebuchbloggen 3.3.2019

Das Ausmisten ist derzeit ein bisschen in den Hintergrund getreten, was vor allem daran liegt, dass die wichtigsten Stationen in der Wohnung abgearbeitet sind. Man kann sich jetzt immer mal wieder Kleinkram vornehmen oder müsste an die großen Baustellen.

Dafür versuche ich andere Routinen zu etablieren, die mir das Leben erleichtern oder schöner machen oder beides. Zum Beispiel fange ich jetzt immer am Freitagabend an, zu waschen und bin dann im besten Fall am Samstag, im schlechtesten Fall am Sonntag mit allem durch. Das bedeutet auch, dass ich im allerbesten Fall auch schon Sonntag den Wäschenständer wieder wegstellen kann, der steht nämlich aus Platzgründen im Schlafzimmer und ist dort zwar kein logistischer, für mich aber ein visueller Störfaktor. Das mit der Wäsche klappt jetzt immerhin schon zwei Wochenenden hintereinander und ich konnte heute Morgen die letzten vier Hemden zusammenfalten und den Ständer in die Ecke stellen.

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Als nächstes werde ich mal das Projekt Abendessen und Kantinenvermeidung angehen. Kantinenvermeidung nennt sich in fancy Sprache „Meal Prep“ und ich möchte das nicht deswegen machen, weil die Kantine hier schlecht wäre, sondern weil man meistens zwischen gesund und lecker wählen kann, relativ selten beides gleichzeitig, es sei denn, man nimmt die Salatbar, dann ist es aber vor allem auch teuer. Dass man selten gesund und lecker zusammen bekommt, liegt auch gar nicht unbedingt an der Kantine, sondern an mir, ich bin nämlich zum Beispiel bei Gemüse immer noch sehr wählerisch und finde Blumenkohl zwar mittlerweile als Beilage grundsätzlich okay, einen ganzen Blumenkohl als Hauptgericht hingegen eher nicht. Es ist also kompliziert.

Also jedenfalls würde ich lieber öfter Essen mitnehmen, schon allein, weil ich ja auch gerne esse, was ich koche, ich muss es nur besser planen.

Frau Novemberregen ist gerade auch dabei unter dem Projekttitel „Kochen ohne Denken“ die eigene Abendessenroutine zu optimieren und hat dazu unter anderem mal alles notiert, was sie einfach so ohne Rezept kochen kann und kam dabei auf eine höhere zweistellige Zahl. Das möchte ich auch mal machen, ich glaube, das meine Zahl kleiner ist, ich koche zwar viel, brauche für vieles aber immer noch das Rezept. Allerdings weiß ich dann, wo das Rezept und habe es meistens schnell rausgesucht und ich weiß auch grob, was ich dafür im Haus haben muss, nur die genauen Mengen bzw. Arbeitsschritte sind nicht präsent.

Jenseits von konkreten Gerichten gibt es ja aber auch „Resteessen“ und das kann auch je nach Vorratsschrankinhalt und gewünschtem Ergebnis unterschiedlich aussehen. Ich habe hier mal die bei uns typischen Variationen zu Inspirationszwecken aufgeführt:

 

Italienisch

Man braucht zwingend: Irgendwelche Nudeln

Verbrauchen kann man: Eier, Speck, Parmesan, Tomaten, Tomatensauce, Sahne, diverse Käsesorten, Pesto, Zwiebeln, diverses Gemüse, Hackfleisch, Schinken, Krabben

Im Wesentlichen kocht man Nudeln und bastelt sich entweder auf Basis auf Tomatensauce eine Sauce zusammen, greift auf Pesto zurück oder versucht sich an einer der Zahlreichen Carbonara-Varationen. Wenn alle Stricke reißen, tut es auch ein bisschen Butter, Salz und frisch gemahlener Pfeffer, dann ist es aber schon kein Resteessen mehr, es sei denn, es handelt sich um einen Butterrest.

 

Asiatisch

Man braucht zwingend: Nix eigentlich, Reis hilft

Verbrauchen kann man: Diverses Gemüse, Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Kokosmilch, Currypasten, Eiernudeln, Eier

Asiatisches Resteessen funktioniert so, dass man Gemüse und was man sonst auch immer hat, klein schneidet und entweder mit etwas Sojasauce anbrät oder in Currypaste und Kokosmilch gar kocht. Es kann helfen, wenn man Reis als Beilage oder asiatische Nudeln hat, letztere kann man auch noch mal schön anbraten. Das ausschlaggebende hier sind die Gewürze, ich habe aus Gründen, die mir selber nicht ganz klar sind, immer irgendwelche Thai-Currypasten im Kühlschrank, aktuell sogar zwei Mal grün, warum auch immer. Außerdem kaufe ich gelegentlich Dosen mit Kokosmilch, genau für solche Zwecke. Hilfreich sind außerdem Ingwer und Chilischoten, man muss aber gar nichts zwingend da haben, solange es ein Ausweichprodukt gibt.

 

Mexikanisch

Man braucht zwingend: Tortillafladen, irgendeine Art Käse

Verbrauche kann man: Diverse Fleisch- und Wurstsorten, diverses Gemüse, Schmand, Crème Fraîche, Sour Cream, Frischkäse, Koriander, Salsa

Mexikanisches Resteessen ist bei uns Quesadilla, man nimmt also zwei Tortillafladen, belegt einen mit allerhand Zeug, was halt gerade so da ist, streut Käse drüber, legt den anderen drauf, streut noch ein bisschen Käse drüber (Profitipp, das ergibt eine leckere Käsekruste) und schiebt das ganze kurz im Ofen unter den Grill, bis der Käse geschmolzen ist. Das geht vergleichsweise schnell, man muss also aufpassen. Die Zutaten sollten entsprechend auch entweder roh genießbar oder bereits vorgegart sein, es gibt keinen eigentlichen Garprozess mehr bei diesem Gericht. Meines Wissens werden Quesadillas auch eigentlich in der Pfanne gemacht, da fallen sie mir aber regelmäßig auseinander, im Backofen geht es auch gut.

 

Sobald man seinen Restverwertungsmanöver kennt, weiß man auch, was man so sicherheitshalber im Haus haben sollte, um handlungsfähig zu sein. Wir haben also meistens Nudeln, Reis, Dosentomaten, Kokosmilch und seit der Entdeckung der Quesadilla auch Tortillafladen im Haus. Wobei man letztere streng genommen auch noch selber machen könnte, sofern Mehl zur Verfügung steht.

Gestern hab es jedenfalls eine Art Massaman Curry, also gelbes Thaicurry mit Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln und Garnelen. Weil ich wirklich alle Kartoffel und Garnelen verarbeiten wollte, war es dann auch so viel, dass ich heute eine Portion ins Büro mitnehmen konnte, die Aktion war also in doppelter Hinsicht erfolgreich.

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Aktuell lese ich The Gray House von Mariam Petrosjan [Amazon-Werbelink], einer armenischen Autorin. Interessanterweise gibt es eine englische Übersetzung, aber noch keine deutsche. Das Buch lag schon länger auf meinem Kindle rum, ich hatte längst vergessen, warum ich es damals gekauft hatte und es fordert mich sehr angenehm. Im Guardian las ich die Beschreibung „Rowling meets Rushdie meets Tartt“, ich habe zwar nur einen (ziemlich mäßigen) Rushdie und überhaupt keine Tartt gelesen, kann mir aber ungefähr vorstellen, was damit gemeint ist.

Es geht um ein Internat für behinderte Kinder und Jugendliche, in dem die Kinder ihre eigenen Regeln machen, es gibt Gruppen, Anführer und seltsame Riten, die Welt außerhalb des Hauses wird ausgeblendet und so verselbstständigt sich ein eigener kleiner Kosmos innerhalb des Hauses. Man tut sich nicht leicht mit dem Buch, zumal man es auch mit mehreren Zeitebenen zu tun hat und die Grenzen zwischen Realität und Einbildung verschwimmen. Nach 300 Seiten weiß ich auch noch gar nicht so richtig, wie ich das Buch finde, es ist definitiv nicht locker-fluffig, sondern eher sperrig, aber es ist auf der anderen Seite auch nicht schwer zu lesen, sondern eher zugänglich. Anders gesagt, ich komme eher langsam voran, aber ich komme auch gleichzeitig sehr gut voran. Eine Empfehlung spreche ich vielleicht noch nicht aus, aber wer sich generell angesprochen fühlt, ich rate zumindest nicht davon ab.

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Die Osterglocken blühen und es wird jetzt abends schon spürbar später dunkler. Das stimmt mich insgesamt gnädig.


Wer gerne liest, was ich hier schreibe und mir eine Freude machen will, kann mir etwas von der Wunschliste spendieren oder Geld ins virtuelle Sparschwein werfen.  Die Firma dankt.