Lieblingstweets im August

Tagebuchbloggen, 18.08.2021

Zurück von der Besichtigung eines Hauses, das ich auf Basis der mir zur Verfügung stehenden Fakten sehr angestrengt nicht gut finden wollte, was mir aber überhaupt nicht gelang, jetzt also wieder sehr intensives Nachdenken über potentielle Renovierungsarbeiten, aber im Ernstfall sind da ja auch noch Banken dazwischen, die uns irgendwas sagen müssen und eine Eigentümerin und ein Makler auch und überhaupt.

Es gibt diesmal auch nur einen halbfertigen Pool und zwar nicht draußen, sondern drinnen, was einerseits super abgefahren ist, andererseits laut Internet auch super teuer im Unterhalt. Außerdem gibt es einen Garten, dessen Größe aufgrund seines Dschungelcharakters nicht wirklich ersichtlich war, man wird aber auch nicht alles wegholzen können, weil ein paar sehr charmante Pflanzen und Bäume dazwischen sind, die man gerne behalten möchte, man muss nur erst rausfinden, was und wo. Es wird einem wirklich auch nichts einfach gemacht.

Der Hund fand’s jedenfalls super und hat direkt alle Katzenfutternäpfe geleert, allerdings unter Aufsicht der Eigentümerin, das war also offiziell erlaubt. Der Sohn des Maklers betreibt einen Barf-Laden im Ort, das passt also alles sehr gut zusammen (auch wenn wir den Hund gar nicht barfen).

 

Tagebuchbloggen, 12.08.2021

Heute morgen beging ich einen schlimmen Anfängerfehler und verpasste die Auffahrt auf die A3 von der A52, Menschen aus der Region verstehen vielleicht, was ich meine. Es ist ein ähnlicher Anfängerfehler, wie aus Versehen in Köln auf die Deutzer Brücke zu fahren, man denkt sogar ein bisschen vorher drüber nach und trifft dann trotzdem eine sehr falsche Entscheidung, die man auch sofort bemerkt, wenn es gerade zu spät ist.

Dann war auch noch Stau und jetzt könnte ich noch mehr schreiben muss aber leider auf den Balkon, Sternschnuppen gucken. Tja.

Tagebuchbloggen, 11.08.2021

Ich kann gar nichts schreiben, ich habe heute sehr viele Mails gelöscht und auch insgesamt den Speicherplatz meines Google-Kontos aufgeräumt, bin aber natürlich noch längst nicht fertig, das Ordnungschaffen (und -halten) in der Kohlenstoffwert hat ja immer seinen Gegenpart in der digitalen. Zum Beispiel erlaube ich keine Dateien mehr im Download-Ordner. Dateien müssen entweder zeitnah an ihren entsprechenden Langzeitort verschoben werden oder sie werden in irgendeiner Form verarbeitet und danach gelöscht. Und dann muss auch der virtuelle Papierkorb zeitnah gelöscht werden.

Währenddessen hat mein Mann den Keller aufgeräumt, was erstmal bedeutet, dass er sehr viele Kartons kleingerissen und grob die Hälfte davon auch schon zum Altpapier gebracht hat. Ich bin schon sehr gespannt auf den Kellerzustand gegen Ende der Woche. Heute sah es schon sehr gut aus, aber es stand auch noch sehr viel vor der Kellertür rum. Falls jemand einen alten Vorwerk-Staubsauger braucht, wir haben demnächst einen abzugeben, ich weiß nur noch nicht, in welchem Zustand und für wie viel Geld.

Morgen muss ich ins Büro und raten Sie mal, wie viel Lust ich auf zwei Stunden durch die Gegend fahren habe. EXAKT SO VIEL, GENAU!

Lieblingstweets im Juli

Tagebuchbloggen, 23.07.2021

Ich hatte in den letzten Tagen mehrere Ereignisse, bei denen sich erwachsene Leute sehr vorbildlich verhielten. Heute Abend zum Beispiel bot jemand an, den eigenen Parkplatz freizugeben, weil wir es ja mit unserem Auto deutlich schwerer hätten bei der ohnehin schon problematischen Parkplatzsituation.

Dann legte ich mich beim Hundespaziergang fast mit einer Frau an, weil erst der Hund unsouverän reagierte und dann sie und dann ich und dann atmete ich kurz durch und mir fiel auf, dass jetzt wirklich alle unsouverän reagiert hatten und entschuldigte mich und dann entschuldigte sie sich und der Hund konnte sich leider nicht entschuldigen, aber er machte auch nichts mehr. Man muss sich einfach öfter mal daran erinnern, dass man Situationen ja durchaus auch deeskalieren kann, wenn man nur mal in der ganzen Aufregung innehält.

Und dann gab es auf der Hundewiese noch eine Situation, wo mehrere Menschen mit Hunden rumstanden und ein sehr aufgeregter Hund mit seinen Menschen dazukam und die Familie ihn schon entschuldigend an die Leine nahmen und dann sagte jemand, jetzt lassen sie ihn halt von der Leine, sonst lernt er das ja nie mit dem Sozialverhalten und dann wurde der Hund von der Leine gelassen und verhielt sich völlig normal für einen Hund, nur halt vielleicht etwas aufgeregter und dann standen mehrere Leute rum und lobten den Hund dafür, dass er doch total sozialverträglich ist und alles super macht und die Menschen waren dann auch glücklich, dass überhaupt niemand über sie oder den Hund rummotzte.

Jedenfalls haben die letzten Tage mit diesen kleinen Vignetten meinen Glauben an die Menschheit wieder etwas bestärkt. Ich glaube ja eh insgesamt an das Gute im Menschen, auch wenn an anderen Stellen (Impfverweigerer, Klimaleugner, you name it) vieles dagegen spricht. Aber die meisten Menschen, denen ich im Alltag begegne, scheinen eigentlich ganz okay zu sein.

Tagebuchbloggen, 21.07.2021 (über Aphantasie)

Gestern passierten tatsächlich Dinge, zum Beispiel haben wir Zeug aus dem Turmzimmer geräumt, dass ist ja nicht so unkompliziert, weil man mindestens zwei Leute dafür braucht, von denen einer auf dem Speicher sitzen und das Drahtseil für die Zugbrücke führen muss, ich erkläre das jetzt nicht weiter, es ist jedenfalls mit etwas Aufwand verbunden und gestern auch mit dem Zerstören einiger Spinnennetze.

Im Turmzimmer ist es weniger schlimm als befürchtet, aber schlechter als gut. Ich hatte es mir vollgerümpelter vorgestellt, es war so mittel vollgerümpelt. Der Hauptgrund für diese Aktion war, dass wir den alten iMac verkauft haben und die Originalverpackung suchten. Tatsächlich haben wir sie da auch gefunden, außerdem auch noch zwei kleine Weinregale, einen Schubladeneinsatz und diverse Kartons, die jetzt zum Altpapier kommen. Außerdem zwei Werkzeugkisten und die Koffer für Akkuschrauber und Bohrmaschine. Außerdem zwei Stuhlkissen, die ich zum Müll brachte und ein paar Bücher, die ich zum Bücherschrank brachte.


Eigentlich wolle ich aber über etwas anderes schreiben, nämlich über Aphantasie. Ich höre nämlich gerade alle Folge des Tropenhaus-Podcasts und da ging es um Aphantasie, es wurde nämlich über Yoon Ha Lee, dem Autor von „Ninefox Gambit“ [Amazon-Werbelink] geredet, der hat das nämlich und ich eben auch.

Aphantasie ist bislang kein besonders erforschtes Phänomen, das meiste, was man dazu findet, sind also persönliche Berichte von Menschen, die sich unter dem Regenschirmchen dieses Begriffs wiederfinden. Ich erfuhr davon zum ersten Mal über den Online-Buchclub auf Goodreads. Wir lasen nämlich in dem Monat eben genau Ninefox Gambit und ich erzählte davon, dass ich enorme Schwierigkeiten hätte, mir die beschriebenen Szenen im Buch vorzustellen, weil alles sehr abstrakt war. Ich war unsicher, ob ich irgendwas wichtiges verpasst hatte oder ob das tatsächlich eine Eigenheit des Buches war. Es stellte sich heraus, dass es erstens nicht an mir lag und dass zweitens Yoon Ha Lee selber darüber geschrieben hatte, wie es ist als Autor Aphantasie zu haben und als ich dann das las, war es ein bisschen, als ob diverse Glühbirnen über meinem Kopf aufleuchteten. OH MEIN GOTT, APHANTASIE, DAS IST ES, DAS IST DAS, WAS ICH HABE! ICH BIN NICHT ALLEIN!

Ich musste also knapp 40 werden, bis ich erfuhr, dass ich beim Lesen nichts falsch mache, dass auch sonst nichts kaputt ist, sondern, dass es einfach ein Spektrum gibt, wie bildlich sich Menschen Dinge vorstellen können und ich bin auf dem Spektrum einfach relativ weit auf der einen Seite. Jahrzehntelang war ich irritiert, wenn Leute sich über Buchverfilmungen beschwerten, weil das in ihrem Kopf ganz anders aussah und fragte mich, ob ich einfach nicht richtig aufgepasst hatte beim Lesen. Die Antwort ist noch viel einfacher: Ich hatte mir einfach nichts vorgestellt beim Lesen. Das passiert bei mir nicht und bei anderen eben schon, aber das eine ist nicht besser oder richtiger als das andere, es ist schlicht anders.

Aphantasie wird schnell als „kann sich nichts bildlich vorstellen“ verstanden, das ist aber nicht richtig. Ich kann mir schon Dinge vorstellen, ich sehe Bilder in meinem Kopf, aber es sind dann eben vorrangig Dinge, die ich kenne. Ich kann mir einen Apfel vorstellen, weil ich weiß, wie ein Apfel aussieht, ich sehe regelmäßig Äpfel. Ich kann mir auch meine Mutter oder meinen Mann oder meinen Hund vorstellen. Ich mache sogar gelegentlich Rundgänge durch Orte oder Häuser, die ich sehr gut kenne und versuche mich an viele Details zu erinnern. Menschen mit Aphantasie träumen auch bildlich, ich kann ja gucken und habe Erinnerungen und mein Unterbewusstsein bastelt sich daraus fleißig absurde Geschichten zusammen. Ich kann mir mit viel Anstrengung sogar beim Lesen Bilder zusammenbasteln, das ist dann aber eine bewusste Handlung, die mich aus dem Lesefluss eher rausholt als reinzieht, es passiert nicht automatisch. Anders gesagt: Ich kann Bilder im Kopf reproduzieren, aber ich kann sie nicht neu kreieren.

Auf dem Spektrum der Aphantasie bin ich auch nicht ganz am Rand des Spektrum, ich sehe nicht gar nichts, aber es bleiben Blobs oder Schemazeichnungen. Am ehesten kann man sich das vielleicht als vage Ideen von Dingen vorstellen. Wenn also zwei Personen sich in einer Szene unterhalten, dann sehe ich grob personenförmige verschwommene Formen, die sich gegenüber stehen (oder wie auch immer die Situation gerade ist). Wenn Leute am anderen des Spektrums direkt Filmszenen sehen, sehe ich die erste grobe Skizze, die der Regisseur mit einem stumpfen Bleistift auf Papier gezeichnet hat. Kampfszenen gehen komplett an mir vorbei, ich verstehe die Worte, aber es ist mir völlig unklar, was ich bildlich damit anfangen soll. Landschaftsbeschreibungen gehen oft besser, weil ich da zumindest Anhaltspunkte in der Realität habe, aus denen ich mir was zusammenpuzzeln kann.

Aus diesem Grund finde ich Buchverfilmungen oft super hilfreich, es ist für mich eine Serviceleistung der Filmemacher, dass mir endlich jemand zeigt, wie ich mir etwas vorstellen könnte, das ist wirklich sehr praktisch. Ich habe ja auch nicht den Nachteil, dass ich mir diesen Charakter oder jenen Ort komplett anders vorgestellt habe, ich freue mich darüber, dass ich endlich mal Bilder zu den Worten sehe. Ich google auch regelmäßig Fan Art von Fantasy- oder Science Fiction-Büchern, wenn ich verstehen will, wie ich mir ein Fantasiewesen oder einen Außerirdischen vorzustellen habe.

In „on writing with aphantasia“ schreibt Yoon Ha Lee auch folgendes:

There are some weird side-benefits to this.  I am a wuss about watching certain types of violence/gore on the screen.  I had to bail out of a Hannibal vid recently not because the vid was poorly edited (it was gorgeously done) but because the violence freaked me out.  But I have a much higher tolerance for violence in prose format, because I can’t see what’s going on.  If I bail, it’s much likelier to be because the emotion is too intense, rather than the gore.

Exakt das gleiche ist bei mir auch der Fall. Ich kann supergut Horrorbücher lesen, bei Horrorfilmen verbringe ich die halbe Zeit unter der Decke oder gucke angespannt auf mein Smartphone. Das gleiche gilt generell für Gewaltszenen. Ich will das nicht sehen und wenn ich es lese, sehe ich es ja nicht, ich verstehe die Worte, aber sie setzen sich nicht zu einer bildlichen Szene zusammen. Ich finde auch das ein superpraktisches Feature meiner Aphantasie, denn sie bewahrt mich vermutlich regelmäßig vor schlechten Träumen.

Die wichtigste Erkenntnis für mich ist, dass ich nicht defizitär bin, denn das war jahrelang mein Gefühl. Ich wusste nicht, ob ich zu schnell lese oder zu oberflächlich oder ob mir irgendetwas fehlt, was alle anderen Menschen selbstverständlich haben. Als Mensch, der sich über seine Kreativität definiert, empfand ich es als sehr schmerzhaft, dass es mir an Fantasie mangeln könnte. Die Idee, dass es sich um ein Spektrum handelt, auf dem ich eben relativ weit am Rand sitze, dass es nicht grundsätzlich ein Mangel an Fantasie ist, sondern lediglich eine Unfähigkeit, sich erfundene Dinge automatisch bildlich vorzustellen, und dass es eben viele andere Leute gibt, denen es genauso geht, hilft mir sehr. Es freut mich auch, dass jedes Mal, wenn ich darüber schreibe, Leute mit „OH MEIN GOTT, DAS GIBT ES WIRKLICH! ICH BIN NICHT ALLEIN!“ reagieren und ich gebe dieses Wissen deswegen gerne weiter.

So. Bildungsauftrag hiermit für heute erledigt.

Tagebuchbloggen, 18.07.2021

Es ist jetzt also so, dass der Hund morgens zu uns ins Bett kommt. Das ist auch von uns so gewollt, es lag am Hund, dass es so lange gedauert hat. Irgendwann zwischen 8:30 und 9:00 Uhr kommt er mal gucken, warum wir noch im Bett sind und darf jetzt dazu kommen. Er möchte dann auch nur ein bisschen am Bauch gestreichelt werden, ansonsten liegt er hauptsächlich rum. Insgesamt darf der Hund ja relativ viel, weil er nur ganz selten nervt.

Gestern Abend nervte er dann ein bisschen, aber das war ja auch der Tag, an dem auf Wunsch des Hundes der Hundewiesenbesuch vormittags nur sehr kurz ausfiel. Weil das Wetter aber super war und wir sonst nichts vorhatten, fuhren wir dann einfach noch mal zur Hundewiese. Ich hoffe, der Hund hat sich nicht gemerkt, dass zwei Mal am Tag Hundewiese tatsächlich eine Option ist, ich muss das nämlich nicht dauernd machen, aber gestern war es die richtige Entscheidung, die Temperatur war viel angenehmer, der Hund fand zwar keine Hunde, die mit ihm rennen wollten, dafür wurden Frisbees und Bälle für ihn geworfen, das fand er auch super. Am Ende gab es schon wieder eine Hundeeinfangaktion, an der wir nur passiv beteiligt waren, indem wir im Auto saßen und explizit nicht losfuhren, damit der Hund nicht noch zusätzlich irritiert wurde. Es ging dann aber doch verhältnismäßig schnell gut aus, der einzufangende Hund war gar nicht generell abgeneigt, aber etwas überfordert mit der Gesamtsituation.


In other news habe ich meinen Mann mit True-Crime-Podcasts angefixt und jetzt müssen wir immer irgendwo sitzen und zuhören. Leider schlafen wir dabei schnell ein, ich kenne also jetzt schon viele Kriminalfälle so halb.


Ansonsten gab es noch folgendes:

  • Meloneneis gemacht, weil eine Honigmelone verarbeitet werden musste. Das Eis war von der Konsistenz nicht ganz optimal, geschmacklich aber überraschend gut.
  • Backups von allen Blogdatenbanken gemacht. Es wird hier einfach alles ekelhaft organisiert.
  • Ein kleines Glasgewächshaus bei Facebook zum Schenken eingestellt, es wurde direkt ein Termin für Montagvormittag vereinbart.
  • Nachträgliche Geburtstagsgeschenke für meine Cousine gesucht und gefunden, sie wünschte sich vielleicht ein schönes Buch oder eine schöne Blechtasse, und weil ich es zum Geburtstag nicht richtig geschafft habe, gibt es jetzt ein Buch und zwei Emaillebecher, vor allem, weil ich einen Shop mit unfassbar niedlichen Emaillebechern gefunden habe und mich nicht entscheiden konnte. Eventuell bekommen jetzt in der nächsten Zeit einfach alle Emailletasssen als Geschenk, ich kann es nicht ausschließen.
  • Ein Abo für AppleTV+ abgeschlossen (ein Jahr kostenlos) und festgestellt, dass weder Fernseher noch Receiver noch der Adapter von MagentaTV AppleTV+ als App anbieten. Ich teste noch mal den Chromecast, sonst muss ich mir was anderes überlegen.

Tagebuchbloggen, 17.07.2021

Ich las letztens im Internet etwas sehr Kluges über Hundeerziehung, allerdings weiß ich nicht mehr wo. Ein immer wiederkehrendes Thema bei der Hundeerziehung ist ja die Frage, wer jetzt wen erzieht, der Mensch den Hund oder der Hund den Menschen. Im besten Fall ist es ersteres, aber es ist nicht immer einfach, der Ausdruck „Dackelblick“ kommt ja nicht von ungefähr, die Tiere können wirklich sehr, sehr niedlich gucken und setzen das schamlos ein.

Jedenfalls sagte jemand im Internet, dass man ihm öfter unterstellte, dass er sich von seinem Hund erziehen lassen würde, das wäre aber Unsinn, denn wenn so ein Hund ankommt und ein Bedürfnis anmeldet, dann kann man sich ja als Menschen sehr wohl überlegen, ob das Bedürfnis angemessen ist und im positiven Fall darauf reagieren. Das ist dann auch nicht der Hund, der den Menschen erzieht, sondern eine erfolgreiche Kommunikation zwischen zwei Spezies.

Unser Hund zum Beispiel versteht so langsam, wie er uns Dinge mitteilt, so dass wir sie auch verstehen. Gestern zum Beispiel trank er auf der Hundewiese sehr viel und als wir wieder zu Hause waren, steuerte er sehr zielstrebig nicht die Treppe nach oben, sondern die Tür zum Hof. Die Zielstrebigkeit war so eindeutig, dass relativ klar war, dass er einfach dringend noch mal pinkeln musste und genau so war es dann auch. Es spricht absolut nichts dagegen, dem Hund die Tür zu öffnen, wenn er pinkeln muss, es ist für beide Seiten die bestmögliche Lösung des Problems. Heute hingegen fand sich kein guter Spielgefährte auf der Hundewiese, es war außerdem auch sehr warm, weil wir ein bisschen ungünstig losgefahren waren und es auch sehr wenig Schatten war. Nach zweieinhalb Runden wären wir noch eine weitere Runde gelaufen, der Hund lief aber zum Ausgang und blieb da auch sehr auffordernd stehen. Auch hier sahen wir keinen Grund, dem Wunsch des Hundes nicht zu entsprechend, immerhin sind wir auf der Hundewiese, damit er rumlaufen kann, wenn er aber nicht mehr rumlaufen will, können wir auch nach Hause fahren und was frühstücken.

Natürlich möchte der Hund auch Dinge, die er dann nicht bekommt, zum Beispiel das vierte Stück Käse oder so, das bekommt er dann auch nicht, aber ich sehe mich als Mensch durchaus in der Lage, die Aufforderungen des Hundes situationsbezogen zu beurteilen und dem Wunsch des Hundes nachzukommen, wenn ich ihn begründet finde. Das ist ja sowohl für den Hund als auch für uns super, wenn er sich darauf verlassen kann, dass er uns Dinge mitteilen kann und wir dann entsprechend Handlungen daraus ableiten.

Leider finde ich den Beitrag aus dem Internet nicht mehr, sollte ich doch noch mal drüber stolpern, speichere ihn besser mal ab.