Tagebuchbloggen 3.3.2019

Das Ausmisten ist derzeit ein bisschen in den Hintergrund getreten, was vor allem daran liegt, dass die wichtigsten Stationen in der Wohnung abgearbeitet sind. Man kann sich jetzt immer mal wieder Kleinkram vornehmen oder müsste an die großen Baustellen.

Dafür versuche ich andere Routinen zu etablieren, die mir das Leben erleichtern oder schöner machen oder beides. Zum Beispiel fange ich jetzt immer am Freitagabend an, zu waschen und bin dann im besten Fall am Samstag, im schlechtesten Fall am Sonntag mit allem durch. Das bedeutet auch, dass ich im allerbesten Fall auch schon Sonntag den Wäschenständer wieder wegstellen kann, der steht nämlich aus Platzgründen im Schlafzimmer und ist dort zwar kein logistischer, für mich aber ein visueller Störfaktor. Das mit der Wäsche klappt jetzt immerhin schon zwei Wochenenden hintereinander und ich konnte heute Morgen die letzten vier Hemden zusammenfalten und den Ständer in die Ecke stellen.

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Als nächstes werde ich mal das Projekt Abendessen und Kantinenvermeidung angehen. Kantinenvermeidung nennt sich in fancy Sprache „Meal Prep“ und ich möchte das nicht deswegen machen, weil die Kantine hier schlecht wäre, sondern weil man meistens zwischen gesund und lecker wählen kann, relativ selten beides gleichzeitig, es sei denn, man nimmt die Salatbar, dann ist es aber vor allem auch teuer. Dass man selten gesund und lecker zusammen bekommt, liegt auch gar nicht unbedingt an der Kantine, sondern an mir, ich bin nämlich zum Beispiel bei Gemüse immer noch sehr wählerisch und finde Blumenkohl zwar mittlerweile als Beilage grundsätzlich okay, einen ganzen Blumenkohl als Hauptgericht hingegen eher nicht. Es ist also kompliziert.

Also jedenfalls würde ich lieber öfter Essen mitnehmen, schon allein, weil ich ja auch gerne esse, was ich koche, ich muss es nur besser planen.

Frau Novemberregen ist gerade auch dabei unter dem Projekttitel „Kochen ohne Denken“ die eigene Abendessenroutine zu optimieren und hat dazu unter anderem mal alles notiert, was sie einfach so ohne Rezept kochen kann und kam dabei auf eine höhere zweistellige Zahl. Das möchte ich auch mal machen, ich glaube, das meine Zahl kleiner ist, ich koche zwar viel, brauche für vieles aber immer noch das Rezept. Allerdings weiß ich dann, wo das Rezept und habe es meistens schnell rausgesucht und ich weiß auch grob, was ich dafür im Haus haben muss, nur die genauen Mengen bzw. Arbeitsschritte sind nicht präsent.

Jenseits von konkreten Gerichten gibt es ja aber auch „Resteessen“ und das kann auch je nach Vorratsschrankinhalt und gewünschtem Ergebnis unterschiedlich aussehen. Ich habe hier mal die bei uns typischen Variationen zu Inspirationszwecken aufgeführt:

 

Italienisch

Man braucht zwingend: Irgendwelche Nudeln

Verbrauchen kann man: Eier, Speck, Parmesan, Tomaten, Tomatensauce, Sahne, diverse Käsesorten, Pesto, Zwiebeln, diverses Gemüse, Hackfleisch, Schinken, Krabben

Im Wesentlichen kocht man Nudeln und bastelt sich entweder auf Basis auf Tomatensauce eine Sauce zusammen, greift auf Pesto zurück oder versucht sich an einer der Zahlreichen Carbonara-Varationen. Wenn alle Stricke reißen, tut es auch ein bisschen Butter, Salz und frisch gemahlener Pfeffer, dann ist es aber schon kein Resteessen mehr, es sei denn, es handelt sich um einen Butterrest.

 

Asiatisch

Man braucht zwingend: Nix eigentlich, Reis hilft

Verbrauchen kann man: Diverses Gemüse, Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Kokosmilch, Currypasten, Eiernudeln, Eier

Asiatisches Resteessen funktioniert so, dass man Gemüse und was man sonst auch immer hat, klein schneidet und entweder mit etwas Sojasauce anbrät oder in Currypaste und Kokosmilch gar kocht. Es kann helfen, wenn man Reis als Beilage oder asiatische Nudeln hat, letztere kann man auch noch mal schön anbraten. Das ausschlaggebende hier sind die Gewürze, ich habe aus Gründen, die mir selber nicht ganz klar sind, immer irgendwelche Thai-Currypasten im Kühlschrank, aktuell sogar zwei Mal grün, warum auch immer. Außerdem kaufe ich gelegentlich Dosen mit Kokosmilch, genau für solche Zwecke. Hilfreich sind außerdem Ingwer und Chilischoten, man muss aber gar nichts zwingend da haben, solange es ein Ausweichprodukt gibt.

 

Mexikanisch

Man braucht zwingend: Tortillafladen, irgendeine Art Käse

Verbrauche kann man: Diverse Fleisch- und Wurstsorten, diverses Gemüse, Schmand, Crème Fraîche, Sour Cream, Frischkäse, Koriander, Salsa

Mexikanisches Resteessen ist bei uns Quesadilla, man nimmt also zwei Tortillafladen, belegt einen mit allerhand Zeug, was halt gerade so da ist, streut Käse drüber, legt den anderen drauf, streut noch ein bisschen Käse drüber (Profitipp, das ergibt eine leckere Käsekruste) und schiebt das ganze kurz im Ofen unter den Grill, bis der Käse geschmolzen ist. Das geht vergleichsweise schnell, man muss also aufpassen. Die Zutaten sollten entsprechend auch entweder roh genießbar oder bereits vorgegart sein, es gibt keinen eigentlichen Garprozess mehr bei diesem Gericht. Meines Wissens werden Quesadillas auch eigentlich in der Pfanne gemacht, da fallen sie mir aber regelmäßig auseinander, im Backofen geht es auch gut.

 

Sobald man seinen Restverwertungsmanöver kennt, weiß man auch, was man so sicherheitshalber im Haus haben sollte, um handlungsfähig zu sein. Wir haben also meistens Nudeln, Reis, Dosentomaten, Kokosmilch und seit der Entdeckung der Quesadilla auch Tortillafladen im Haus. Wobei man letztere streng genommen auch noch selber machen könnte, sofern Mehl zur Verfügung steht.

Gestern hab es jedenfalls eine Art Massaman Curry, also gelbes Thaicurry mit Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln und Garnelen. Weil ich wirklich alle Kartoffel und Garnelen verarbeiten wollte, war es dann auch so viel, dass ich heute eine Portion ins Büro mitnehmen konnte, die Aktion war also in doppelter Hinsicht erfolgreich.

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Aktuell lese ich The Gray House von Mariam Petrosjan [Amazon-Werbelink], einer armenischen Autorin. Interessanterweise gibt es eine englische Übersetzung, aber noch keine deutsche. Das Buch lag schon länger auf meinem Kindle rum, ich hatte längst vergessen, warum ich es damals gekauft hatte und es fordert mich sehr angenehm. Im Guardian las ich die Beschreibung „Rowling meets Rushdie meets Tartt“, ich habe zwar nur einen (ziemlich mäßigen) Rushdie und überhaupt keine Tartt gelesen, kann mir aber ungefähr vorstellen, was damit gemeint ist.

Es geht um ein Internat für behinderte Kinder und Jugendliche, in dem die Kinder ihre eigenen Regeln machen, es gibt Gruppen, Anführer und seltsame Riten, die Welt außerhalb des Hauses wird ausgeblendet und so verselbstständigt sich ein eigener kleiner Kosmos innerhalb des Hauses. Man tut sich nicht leicht mit dem Buch, zumal man es auch mit mehreren Zeitebenen zu tun hat und die Grenzen zwischen Realität und Einbildung verschwimmen. Nach 300 Seiten weiß ich auch noch gar nicht so richtig, wie ich das Buch finde, es ist definitiv nicht locker-fluffig, sondern eher sperrig, aber es ist auf der anderen Seite auch nicht schwer zu lesen, sondern eher zugänglich. Anders gesagt, ich komme eher langsam voran, aber ich komme auch gleichzeitig sehr gut voran. Eine Empfehlung spreche ich vielleicht noch nicht aus, aber wer sich generell angesprochen fühlt, ich rate zumindest nicht davon ab.

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Die Osterglocken blühen und es wird jetzt abends schon spürbar später dunkler. Das stimmt mich insgesamt gnädig.


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Tagebuchbloggen 16./17.2.2019

Am Samstag war spontaner Niederlandeausflug aus Aufmunterungsgründen und wegen nachgeholtem Valentinstagsessen. Donnerstag hatten wir nämlich keine Lust und dann war überraschend am Samstag alles ausgebucht und wir wichen aufs Nachbarland aus. In Malden konnte man uns abends noch unterbringen, also fuhren wir erst ins benachbarte Nijmegen.

Wir waren 2010 das letzte Mal in Nijmegen, das weiß ich, weil wir da unser zweites Auto gerade neu hatten und das als Anlass zu einem Ausflug nahmen. Ich konnte mich aber an ungefähr nichts erinnern außer an den großen Kreisverkehr. Zum Beispiel wusste ich auch nicht, dass Nijmegen ungefähr 180.000 Einwohner hat und damit immerhin die zehntgrößte Stadt in den Niederlanden ist, dementsprechend eine gut ausgestattete Innenstadt und viele kleine Läden und Cafés.

Wir aßen Pintxos im Fingerz und marschierten dann einmal durch die Fußgängerzone, dann runter zur Waal und an der Waal entlang wieder zurück zum Auto. Dann noch einmal obligatorischer Einkauf bei Albert Heijn (Saté-Gewürzmischung, Asiacracker, Tonic Water, Kit-Kats mit Salzkaramell und Erdnussbutter, Kopfschmerztabletten) und dann schön drei Stunden im Restaurant gegessen.

Das war ein sehr erfolgreicher Ausflug, gerne wieder.

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Am Sonntag waren wir dann sehr müde, ich bin sogar zwei Mal auf dem Sofa eingeschlafen.

Zwischen den Nickerchen guckten wir „The Ballad of Buster Scruggs“ auf Netflix. Ich wusste nicht, dass das ein Episodenfilm war und nach dem ersten Schreck mochte ich das aber alles sehr gerne, vor allem die Episode mit Tom Waits ist sehr schön, überhaupt denkt man eigentlich die ganze Zeit nur „Tolle Landschaft“, ich bin offensichtlich in einem Alter, wo das zur Grundbefriedigung schon reicht. Ansonsten hat der Film eine eher unbefriedigende Frauenquote, besteht aber lustigerweise trotzdem den Bechdel-Test.

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Gelesen: What the Dormouse Said  von John Markoff [Amazon-Werbelink], ein Sachbuch über die Entwicklung des Computers an der amerikanischen Westküste in den fünfziger bis siebziger Jahren. Das Buch ist grundsätzlich nicht schlecht, löst aber die Prämisse meines Erachtens nicht ein. Angeblich soll in der Geschichte die Verbindung zwischen der kalifornischen counter culture und der frühen Computerszene hergestellt werden, mir fehlte hier aber Kausalität, statt dessen nahm ich nur Korrelation und Parallelität wahr.

Außerdem ist das Buch ganz furchtbar männerlastig und zwar auf eine Art, die dem Autor oder spätestens dem Lektor hätte auffallen müssen. Es kommen gefühlt ungefähr 200 namentlich genannte Männer* vor, die alle irgendwas machen, irgendwen unter ihre Fittiche nehmen, irgendwie über irgendwen anders auf irgendwas aufmerksam werden und dann vielleicht zehn namentlich genannte Frauen*, von denen sieben Ehefrauen, Mütter oder Töchter sind. Ich will auch nix darüber hören, dass die IT-Branche halt männlich dominiert ist, erstens ist das so nicht richtig (und zwar lustigerweise erst recht nicht in den fünfziger bis siebziger Jahren) und zweitens behaupte ich steif und fest, dass es in dieser Zeit an diesem Ort bestimmt trotzdem auch Frauen gab und es in dem Buch ja eigentlich auch um den Einfluss der counter culture geht.

Das hat mich beim Lesen jedenfalls massiv genervt, es gibt aber ein paar hübsche Anekdoten aus der Computergeschichte und die Erkenntnis, dass vieles, was ich in der Entstehungsgeschichte viel später einsortiert hatte, schon in den sechziger Jahren entwickelt wurde – wenn auch eben oft nicht bis zur vollständigen Produktreife.

Dazu kann man dann gleich diesen Artikel in der New York Times lesen, man ist danach zwar noch ein bisschen wütender, aber auch schlauer: The Secret History of Women in Coding


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*Die Zahlen beruhen auf reinem Bauchgefühl.

Bücher 2018 – Plätze 5 bis 1

5. City of Blades und City of Miracles von Robert Jackson Bennett

Ich habe ja schon City of Stairs geliebt und auch die nächsten beiden Teile der Trilogie liefern in höchstem Maße komplexe und ungewöhnliche Fantasy. Im zweiten Teil folgt der Leser der kriegsversehrten Veteranin Turyin Mulaghesh in die Stadt Voortyashtan, wo sie widerwillig und nur unter Androhung der Kürzung ihrer Rentenbezüge eine letzte Mission erfüllen soll. In City of Miracles ist der Protagonist Sigurd je Harkvaldsson, der nach dem Anschlag auf die Premierministerin auf einem Rachefeldzug die Verantwortlichen finden und bestrafen will und dabei feststellen muss, dass die alten Götter eventuell doch gar nicht alle tot sind.

Wie schon der erste Band entwirft Robert Jackson Bennett eine vielschichtige, hoch politische Welt voll mit kantigen, unperfekten Charaktern. Das macht es nicht immer einfach, der Geschichte zu folgen, diese Reihe ist definitiv keine leichte Liegestuhllektüre, aber es macht es umso mehr wert, sich darauf einzulassen.

City of Blades und City of Miracles von Robert Jackson Bennett [Amazon-Werbelinks]

 

4. Die Känguru-Apokryphen von Marc-Dieter Marc-Uwe Kling

KÄNGURU IS BACK! Im vierten Teil der Känguru-Reihe hat Marc-Uwe Kling noch mal die besten bisher unveröffentlichten Geschichten gesammelt und in eventuell nicht chronologische, aber zumindest witzige Reihenfolge gebracht. Wie immer steckt hier alles voller Anspielungen von Philosophie bis Popkultur. Im Gegensatz zu den Vorgängerbüchern fehlte mir tatsächlich ein bisschen eine Rahmenhandlung, dafür sind die einzelnen Geschichten aber wie gewohnt brilliant, witzig, kreativ, geistreich, flexibel und kreativ.

Wie immer sollte man dieses Buch unbedingt als Hörbuch hören. Und zwar immer und immer und immer wieder.

Die Känguru-Apokryphen von Marc-Uwe Kling [Amazon-Werbelink]

 

3. Der Tag, an dem Hope verschwand von Claire North

Der Tag, an dem Hope verschwand habe ich als Hörbuch gehört. Das Genre lässt sich kaum feststellen, Drama, Thriller, Fantasy, Science Fiction? Niemand erinnert sich an Hope, sobald sie aus dem Blickfeld verschwindet. Dieses merkwürdige Phänomen ermöglicht ihr zwar ein Leben als Diebin, macht sie aber auch zum einsamsten Menschen der Welt. Dann stirbt Reina, der einzige Mensche, mit dem sie eine Art Freundschaft verbindet. Hope glaubt nicht an Selbstmord und macht sich auf die Suche nach Antworten. Man muss sich erst ein bisschen an die Prämisse des Buchs und den damit verbundenen Schwierigkeiten, die Hopes Leben bestimmen, gewöhnen, dann ist das aber eine wirklich exquisite, vielschichtige und ungewöhnliche Geschichte und hat außerdem mein Interesse an Claire North geweckt, von der ich vorher aus vollkommen unerklärlichen Gründen noch nie etwas gehört hatte.

Der Tag, an dem Hope verschwand von Claire North [Amazon-Werbelink]

 

2. The Brief History of the Dead von Kevin Brockmeier

Ein sehr überraschendes Buch, was aber auch daran lag, dass ich komplett vergessen hatte, aus welchen Gründen ich mir die Leseprobe heruntergeladen hatte und dementsprechend komplett ohne Erwartung an das Buch heranging.

Die Geschichte ist zweiteilig, auf der einen Seite die Stadt der Toten, eine Art Übergangsansiedlung der toten Menschen, ich weiß gar nicht, ob man dazu noch viel mehr sagen kann, weil ich nicht sagen kann, ob das Prinzip, nach dem diese Stadt funktioniert sehr schnell erklärt wird oder ob ich es nur sehr schnell intuitiv verstanden habe. Auf der anderen Seite Laura Byrd, die alleine in der Antarktis ist, nachdem ihre zwei Kollegen nach einem Ausfall der Kommunikation auf der Suche nach Hilfe zu einer anderen Forschungsstation aufgebrochen und nie zurückgekehrt sind. Das alles sehr schön ruhig erzählt, eigentlich passiert gar nicht viel und trotzdem habe ich die Geschichte aufgesogen. Tolles Buch, große Empfehlung.

The Brief History of the Dead von Kevin Brockmeier [Amazon-Werbelink]

 

1. Ich, Eleanor Oliphant von Gail Honeyman

An diesem Buch scheinen sich die Geister zu scheiden. Ich hörte viel Gutes darüber, im Nachgang aber auch einige kritische Stimmen. Allerdings gehöre ich zu der Fraktion, die dieses Buch, in dem eine soziale Außenseiterin sich mehr oder weniger unfreiwillig ins Leben der anderen kämpft, von vorne bis hinten sehr geliebt und innerlich abgefeiert haben. Die Stimme der Erzählerin des deutschen Hörbuchs ist wunderbar (vielleicht auch ein Grund mehr, warum ich so begeistert war), so dass Eleanors teilweise absurden Weltvorstellungen schnell gar nicht mehr so absurd wirken. Auch die restlichen Charaktere sind in ihrer Unperfektheit liebenswert und nahbar. Eine Geschichte, die mich sehr glücklich gemacht hat.

Ich, Eleanor Oliphant von Gail Honeyman [Amazon-Werbelink]

 

Die Plätze 10 bis 6 gibt es hier.

Tagebuchbloggen, 10.2.2019

Seit letzter Woche steht in meinem Büro ein Kinderwagen. Der Kinderwagen ist nicht für mich, er ist für Angela, er steht nur bei mir, weil ich meine Eltern als Kinderwagen-Mulis zwischen Berlin und Köln eingesetzt habe und nun wartet er eben hier auf Abholung.

Warum ich das eigentlich schreibe. Nichts verwirrt Kollegen so sehr wie ein Kinderwagen im Büro. Wenn Sie mal wieder mit sämtlichen Kollegen auf dem Flur ein paar Worte wechseln möchten, stellen Sie sich einen Kinderwagen ins Büro, ich schwöre, Sie kommen ins Gespräch.

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Seit letzter Woche kommt wieder „Kitchen Impossible“ auf VOX, die Kochsendung, die mein Mann und ich aus ganzem Herzen lieben. Die gestrige Folge war besonders schön, erstens, weil Max Stiegl so ein angenehmer Wettbewerbskoch war und zweitens, weil es fast nur Essen gab, dass ich sofort essen wollte. Allerdings war mein Mann etwas irritiert, als ich in New York City „MATZENKNÖDEL“ rief, als Stiegl in New York City eine Hühnersuppe mit Einlage aus der schwarzen Box holte. Eventuell lese ich zu viele Kochbücher, wobei das natürlich gar nicht geht, zu viele Kochbücher lesen. Ich habe auch schon weiter recherchiert, in Köln gibt es einen koscheren Supermarkt, man kann jetzt ahnen, was ich demnächst aufsuchen werde.

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Die Fähre für den ersten langen Campingurlaub ist gebucht, leider nur noch Innenraumkabine mit Hochbett, aber egal. Wir fahren jetzt also wirklich nach Litauen und gucken uns an, wo meine Oma ihre Kindheit und Jugend verbrachte und auf dem Nachhauseweg von der Schule nach eigenen Wort „das Haff glitzern sah“.

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Mein Büro hat Aussicht auf einen Hinterhof mit zwei Vogelbeeren und zwei Hortensienbeeten. Das bedeutet auch, dass man quasi das ganze Jahr Vögel beobachten kann. In diesem Winter ist eine Wacholderdrossel neu, die jeden Tag vorbeikommt, um Beeren zu naschen. Heute ist ein neuer Vogel hinzugekommen, eher Finkgröße, graues Gefieder mit einem hellroten Schwanz. Eine erste Internetrecherche legt die Vermutung nahe, es könne sich um Hausrotschwanz handeln, ich bin aber noch nicht sicher und werde das weiter beobachten. Fotos sind gerade schwierig, der Baum ist noch etwas weit weg, der Vogel sehr klein und es steht außerdem ein Kinderwagen im Weg.

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Mit viel Begeisterung gelesen: The Psychology of Time Travel von Kate Mascarenhas [Amazon-Werbelink], der Geschichte einer Pioniergruppe von Frauen, die 1967 eine Zeitmaschine entwickeln und einem Mord im Jahr 2017. Sehr schön durchdacht, in gewissem Sinne ein Whodunnit mit Zeitreise.

Außerdem Der Proceß von Franz Kafka [Amazon-Werbelink] und The Mystery of Edwin Drood von Charles Dickens [Amazon-Werbelink]. Beiden Büchern ist gemein, dass sie unvollendet blieben und posthum veröffentlich wurden. Bei Kafka merkt man es nicht ganz so, denn es gibt immerhin einen Schluss und außerdem ist es ja fast egal, ob man jetzt noch die sechste oder siebte Schleife bürokratischer Albtraumszenen mitmacht. Bei Dickens bleiben tatsächlich viele Fragen offen, weil es kein Ende gibt und die ganze Geschichte auf eine Auflösung hinauslief. Hat trotzdem Spaß gemacht, Top-Schriftstelle, gerne wieder, A+++.

Bücher 2018 – Plätze 10 bis 6

10. The Biggerers von Amy Lilwall

Bei Lilwalls The Biggerers handelt es sich um eine Zukunftsvision, in der sich Menschen statt Haustiere kleine Menschen halten, die nicht sprechen können und laut Herstellerangaben auch sonst wenig Bedürfnisse haben. Als kleine unschuldige Minimenschen sollen sie den Leuten die Liebe zurückgeben, die sie im Alltag vermissen. Bonbon und Jinx sind solche Littlers und verbringen ihre Zeit damit, Fäden und Steinchen zu sammeln, bis sie merken, dass sie gar nicht so viel von ihren großen Besitzern unterscheidet.

Man braucht ein bisschen, um sich in die Sprache reinzulesen, der Text bleibt an vielen Stellen zunächst sehr vage und füllt die Welt erst nach und nach mit Details. Dies entspricht nicht zuletzt der Bewusstseinsfindung der kleinen und großen Menschen in diesem Buch. Lässt man sich aber darauf ein, dann ist diese Buch aber ein sehr lohnendes und ungewöhnliches Erlebnis.

The Biggerers von Amy Lilwall [Amazon-Werbelink]

 

9. The Lamb Will Slaughter the Lion und The Barrow Will Send What it May von Margaret Killjoy

Die Danielle-Cain-Reihe von Margaret Killjoy hat mir dieses Jahr viel Spaß gemacht. Bei den Büchern handelt es sich um Novellen, man ist also schnell durch, es fühlt sich an wie etwas längere Folgen einer sehr guten Fernsehserie, ein bisschen Supernatural aber in der Punk-Anarchie-Szene mit vielen LGBTQ-Charakteren, aber auch viel Grusel und Action. In The Lamb Will Slaughter the Lion landet Danielle Cain auf der Suche nach Hinweisen zum Selbstmord ihres besten Freundes in einem autonomen Dorf, das von einem blutrünstigen Dämonenhirsch heimgesucht wird. Die Geschichten sind im besten Sinn flott erzählt mit tatsächlich originellen und witzigen Dialogen und tollen Charakteren. Das nächste Buch der Reihe wird in jedem Fall auch gelesen, wenn es mal kommt.

The Lamb Will Slaughter the Lion und The Barrow Will Send What it May von Margaret Killjoy [Amazon-Werbelink]

 

8. The Girl from Everywhere von Heidi Heilig

Möglicherweise meine größte Überraschung des Jahres. Ich hatte das Buch schon auf dem Kindle und kam nur schwer in die Geschichte rein, so dass das angefangene Buch monatelang sein Dasein fristen musste. Dann wagte ich mich noch mal an die Piraten-Zeitreise-Geschichte und nach fünfzig Seiten gewinnt diese auf einmal sehr an Fahrt und wird dann richtig gut.

In The Girl from Everywhere geht es um Nix, die mit ihrem Vater und der Crew ihres Schiffs The Temptation mit Hilfe von alten Landkarten über die Meere und durch die Zeit reist. Das Ziel ihres Vaters ist das Hawaii des Jahres 1868, das Jahr in dem Nixs Mutter und die Liebe seines Lebens bei der Geburt von Nix starb. Während ihr Vater obsessiv nur dieses Ziel im Auge hat, hadert Nix. Was wird mit ihr passieren, wenn ihr Vater, um ihre Mutter zu retten, die Vergangenheit ändert? Gerade diese Vater-Tochter-Beziehung ist komplexer und überraschender als man es dem Buch in den ersten Seiten anmerkt. Letztlich ist es YA-Fantasy, aber so schön und fantasievoll, dass ich mir sogar eine Film- oder Serienadaption wünschen würde, einfach nur, weil die Schauplätze so toll  und die Figuren so gut ausgearbeitet sind.

The Girl from Everywhere von Heidi Heilig [Amazon-Werbelink]

 

7. Im Sommer wieder Fahrrad von Lea Streisand

Lea Streisand erzählt in Im Sommer wieder Fahrrad ihre eigene Geschichte und die ihre Großmutter, der Schauspielerin Ellis Heiden, von allen nur „Mütterchen“ genannt. Während ihre Freunde anfangen, Familien zu planen, Karriere zu machen oder generell aufregende Dinge zu tun, erkrankt Lea an Krebs und muss sich auf einmal ganz andere Sorgen machen und ganz andere Fragen stellen. In dieser Zeit fängt Lea an, wieder an ihre Großmutter zu denken, der unkonventionellen Ellis, die für sie auch immer ein wichtiger Ankerpunkt im Leben war. Mit einem Koffer voller Andenken begibt sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Großmutter und verliert gleichzeitig den Glauben an ihre eigene Zukunft nicht.

Lea Streisand schreibt nah und einfühlsam direkt an ihrem Leben und dem ihrer wichtigsten Menschen. Ein schönes, hoffnungsvolles Buch, nie zu ernst, aber auch nie beschönigend.

Im Sommer wieder Fahrrad von Lea Streisand [Amazon-Werbelink]

 

6. Hologrammatica von Tom Hillenbrand

Mein erstes Buch von Tom Hillenbrand, der sich ja in der deutschen Sci-Fi-Szene schon einen Namen gemacht hat. Im Jahr 2088 bekommt Galahad Singh den Auftrag, die verschwundene Programmiererin Juliette Perrotte aufzuspüren. Galahad ist Quästor, eine Art Privatdetektiv für verschwundene Personen. Dieser Job ist nicht ganz einfach, denn nach einem Zwischenfall vor vielen Jahren ist das massenhafte Speichern von Daten zur Unsitte erklärt worden. Erschwerend hinzu kommt, dass die Welt von Hologrammen überdeckt ist und durch die Möglichkeit, das gesamte Gehirn eines Menschen in einen kleinen Kasten zu laden und so den Körper wechseln zu können. Schnell wird Galahad klar, dass es sich hier um keinen Standardfall handelt und eher er sich’s versieht, steckt er mittendrin, wird gejagt von seltsamen Menschen mit seltsamen Schwertern, verliebt sich in den Quant Francesco, und gerät immer tiefer in einen Strudel seltsamer Ereignisse, die auf eine geheimnisvolle, vergessene Insel führen.

Das, was Tom Hillenbrand hier abgeliefert hat, ist ziemlich gut, spannend und einfallsreich. Die Geschichte ist ungewöhnlich dicht ohne dabei anstrengend zu sein. Man braucht etwas, um reinzukommen, dann kann man das Buch aber sehr schlecht wieder aus der Hand legen. Ich legte Hologrammatica meinem Mann ans Herz, als er auf Lektüresuche war und tatsächlich machte er danach direkt mit Drohnenland von Hillenbrand weiter.

Hologrammatica von Tom Hillenbrand [Amazon-Werbelink]

Kein Tagebuchbloggen, aber fast, 9.1.2019

Das Jahr ist schon wieder neun Tage alt, WANN IST DAS BITTE PASSIERT?

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Sie können immer noch am 25.1.2019 nach Essen-Steele zu einem Konzert kommen, wo ich und zwei andere talentierte Frauen musizieren und singen werden. Es gibt jetzt sogar eine Veranstaltungsseite auf Facebook, da stehen auch alle weiteren Infos.

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Bei Frau Novemberregen habe ich diese hübschen Fragen gefunden und mangels eigenem Erfindungsreichtum übernehme ich sie auch mal in diesem Blog.

Wie hoch ist Deine „Frauenquote“? Wieviele Bücher hast Du in diesem Jahr gelesen und/oder rezensiert? Wieviele davon wurden von Autorinnen verfasst?

Auch ich kann hier direkt auf meine Goodreads-Statistik zugreifen. Ich habe 65 Bücher gelesen oder gehört, davon waren (wenn ich richtig gezählt habe) 30 von Frauen. Die 50 Prozent wurden also nicht ganz erreicht, aber es scheint mir ausgewogen genug.

 

Welches Buch einer Autorin ist Dein diesjähriges Lesehighlight? (Warum?)

Ich, Eleanor Oliphant von Gail Honeyman [Amazon-Werbelink]. Da ich sowieso noch die Liste meiner Lieblingsbücher veröffenliche, kann ich da dann auch schreiben warum.

 

Welche Autorin hast Du in diesem Jahr für Dich entdeckt und was macht Sie für Dich so besonders?

Ich habe Anfang des Jahres Claire North entdeckt und war sehr angetan von The Sudden Appearance of Hope [Amazon-Werbelink]. Ende des Jahres habe ich dann noch 84K [Amazon-Werbelink] gelesen und wurde nicht enttäuscht. Besonders macht sie wohl die ungewöhnlichen Ideen und die tolle, auch stilistisch sehr eigene Umsetzung.

 

Welche weibliche Lebensgeschichte bzw. Biografie hat Dich in diesem Jahr besonders beeindruckt (und warum?)

Ich lese selten Biografien, aber ich bin vermutlich über diverse interessante weibliche Biografie gestolpert, schon allein, weil ich ja immer gerne bei jedem in der Wikipedia nachlese, was da so steht. Wussten Sie zum Beispiel, dass Dagmar Wöhrl 1977 Miss Germany war? Na gut, das ist jetzt nicht im streng feministischen Sinne beeindruckend, aber ein gutes Beispiel dafür, dass die Geschichte einer Person einen auf nicht geahnte Art und Weise überraschen kann.

 

Welches Buch einer Autorin möchtest Du in 2019 unbedingt lesen?

Ich möchte erst mal meinen Stapel ungelesener Bücher sowohl analog als auch digital abarbeiten. Ansonsten möchte ich endlich mal die Wayward-Children-Reihe von Seanan McGuire [Amazon-Werbelink] anfangen und mehr von Shirley Jackson lesen, We Have Always Lived in the Castle [Amazon-Werbelink] war nämlich schon sehr super.

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Wir haben jetzt neues Internet und noch besseres Fernsehen. Nachdem wir ja über Weihnachten überhaupt kein Internet und Fernsehen hatten, weil irgendein Port kaputt oder falsch geklemmt war oder was auch immer und ich etwas unentspannt zum ersten Mal seit langem, vielleicht sogar zum ersten Mal überhaupt in meinem Leben, jemanden an einer Hotline zusammengefaltet habe und Wörter wie „eskalieren“ und „Vorgesetzter“ fielen, funktionierte das Einrichten des neuen Router und TV-Receivers wieder so abgefahren reibungslos, dass ich jeglichen Groll auf das magentafarbene Unternehmen direkt wieder eingemottet habe.

Jedenfalls konnten wir jetzt endlich das Finale von „Die Brücke“ gucken, das ging mit dem alten Receiver nicht, weil da in der ersten Folge die Ton- und Bildspur um mehrere Sekunden verschoben war, was die Folge komplett unguckbar machte. Die Saga über die schwedische Polizistin Saga Norén wäre dann auch abgehakt, exzellent wieder mal.

Auf Netflix sind wir jetzt bei der dritten Staffel von „The Fall“ mit einer krass attraktiven Gillian Anderson, man weiß überhaupt nicht, wo man hingucken soll, so schön ist diese Frau. Die Serie begeistert immer mehr, die ersten Folge der dritten Staffel hat eine beeindruckende Krankenhaussequenz, die mit ungewohnter Ruhe erzählt wird, wie sich die Serie überhaupt sehr viel Zeit für Szenen nimmt. Große Empfehlung.

Tagebuchbloggen, 6.12.2018

Wenn viel passiert, dann hätte man eigentlich viel zu erzählen, aber auf der anderen Seite keine Zeit, es zu erzählen und wenn man dann wieder Zeit hat, dann wird irgendwer krank oder auf der Arbeit drehen alle durch und dann hätte man Zeit, will aber lieber was lesen oder, die neue Sucht im Hause Schüßler, beliebige Folgen von Bares für Rares gucken, die Sendung, in der irgendwelche Leute vermeintlich (und meistens auch tatsächlich) alten Kram nach Pulheim schleppen, um ihn dann meistbietend zu verkaufen. So langsam sind wir an dem Punkt angekommen, die Sendung laienfachlich zu kommentieren. „Nie im Leben bekommt der das für den Preis verkauft“, wenn der Verkäufer absurde Vorstellungen hat. „Porzellan ist schwierig!“ „Da haste ja immerhin den Goldwert.“

Es ist ein großer Spaß.

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Ende November waren wir ja noch in Konstanz auf dem achtzigsten Geburtstag meines Schwiegervaters. Eigentlich waren wie erst in Sinsheim, dann in Konstanz, haben sehr lange gefeiert, sind dann durch den Schwarzwald nach Haguenau ins Elsass gefahren, haben da einen sehr schönen Abend verbracht und sind dann über Boppard (Mittagessen) und Köln (Music Store-Besuch) wieder nach Hause. Wir sind Freitagnachmittag los und waren Montagabend wieder zu Hause, haben aber in drei Tagen so viel gemacht, dass es sich nach deutlich mehr angefühlt hatte.

Haguenau übrigens sehr zu empfehlen. Die Elsässer drehen ein bisschen auf, wenn es um Weihnachten geht, Haguenau hat im Dezember etwa 35.000 Einwohner (Wikipedia) und etwa 35.000.000 LEDs (grobe Schätzung meinerseits). Gegessen haben wir im Le Jardin.

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Wo wir gerade bei Essen sind, ich habe interessante kulinarische Optionen in den Niederlanden recherchiert, weil das ja für uns auch nicht zwingend weiter ist als interessante kulinarische Optionen in Deutschland und den Vorteil hat, dass die Leute da die amüsantere Sprache sprechen und man außerdem bei Albert Heijn einkaufen kann. Jedenfalls wollte ich zunächst aus diversen Gründen Amsterdam aussparen, um mich nicht unglücklich zu machen.

Die diversen Gründe sind das Anreiseproblem und das Unterbringungsproblem, entweder man reist mit dem Auto an, dann wird es entweder sehr teuer oder man lässt das Auto sehr weit außerhalb stehen und fährt mit der Bahn in die Stadt. Oder man fährt direkt mit der Bahn, dann wird es aber auch teuer oder man muss sich frühzeitig auf Reisedaten festlegen. Dann braucht man noch ein Zimmer zum Übernachten, da sieht es ähnlich aus, denn entweder es wird teuer oder sehr eng oder beides oder man wohnt irgendwo außerhalb. Ich habe übrigens auch Parkhäuser und Park & Ride geprüft und die sind leider mitnichten alle für Autos höher als 1,90 m zugelassen, da muss man also auch erstmal recherchieren.

Es hat sich aber jetzt aber weitestgehend erledigt, denn ich habe einen Campingplatz gefunden, der erstens sehr schön liegt, zweitens gar nicht so teuer ist und drittens nur sechs Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Ich nehme trotzdem gerne Reisetipps für Amsterdam entgegen. Restauranttipps brauche ich eigentlich nicht, die Liste ist schon so voll, dass wir für mehrere lange Wochenenden Inspiration haben.

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Außerdem hatte mein Vater dann auch noch Geburtstag, die Feier bestand allerdings darin, dass wir zu viert in Leverkusen zu Abend aßen, das war auch schön und weniger aufwändig.

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Die Lesehighlights der letzten Wochen:

The Biggerers von Amy Lilwall [Amazon-Werbelink], eine Zukunftsvision, in der sich Menschen statt Haustiere kleine Menschen halten, die nicht sprechen können und laut Herstellerangaben auch sonst wenig Bedürfnisse haben. Als kleine unschuldige Minimenschen sollen sie den Leuten die Liebe zurückgeben, die sie im Alltag vermissen. Bonbon und Jinx sind solche Littlers und verbringen ihre Zeit damit, Fäden und Steinchen zu sammeln, bis sie merken, dass sie gar nicht so viel von ihren großen Besitzern unterscheidet. Man braucht ein bisschen, um sich in die Sprache reinzulesen und die Welt der kleinen und großen Leute zu verstehen, dann ist diese Buch aber ein sehr lohnendes Erlebnis.

The Girl from Everywhere von Heidi Heilig
 [Amazon-Werbelink]
, eine Zeitreise-Piraten-Geschichte, die hauptsächlich in (auf?) Hawaii spielt und in die ich anfangs sehr schlecht reingekommen bin, die aber dann so nach fünfzig Seiten sehr an Fahrt gewinnt und dann richtig gut wird. Letztlich ist es YA-Fantasy, aber so schön und fantasievoll, dass ich mir sogar eine Film- oder Serienadaption wünschen würde, einfach nur, weil die Schauplätze so toll  und die Figuren so gut ausgearbeitet sind. 

Weihnachten auf der Lindwurmfeste von Walter Moers [Amazon-Werbelink], das neue, sehr kurze Zamonienbuch. Dementsprechend war ich auch etwas unterwältigt, natürlich ist das nach wie vor guter Moers-Stil, aber de facto gibt es keine Geschichte, nur sehr schöne Illustration und einen amüsanten Einblick in Hamoulimepp, das Weihnachten der zamonischen Lindwürmer. Keinesfalls schlecht, nein nein, aber ich erwarte den nächsten richtigen Zamonienroman mit deutlich mehr Spannung und Ungeduld.

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Die Herbstplaylist ist fertig und sehr schön. Ich arbeite gerade noch rückwirkend an einer Sommerplaylist und natürlich bereits an der nächsten. Ich habe sehr viel Zeit mit diesen Liedern verbracht, kann viele davon auf dem Klavier mitspielen und bin schon gespannt, wie sich die nächste Quartalsplaylist so anfühlen wird. Bislang eine sehr gute Idee von mir, man muss sich ja auch mal selber loben.

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Fünf Sorten Plätzchen gebacken, davon aber schon wieder gut die Hälfte verschenkt. Weihnachten wird.


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Tagebuchbloggen, 21.11.2018 und davor

Am Wochenende war der zweite Ukulelenworkshop in der Stadtbibliothek Köln. Während bei der re:publica fast ausschließlich wirklich richtige Anfänger dabei waren, war es bei beiden Workshops in Köln eine etwas gemischtere Truppe, was einerseits schön ist, andererseits aber auch herausfordernd. Während man die einen nicht langweilen will, will man die anderen auch nicht abhängen. Ich mache dann meistens relativ schnell klar, dass ich eher Rücksicht auf die Anfänger nehme, weil nun mal Anfänger in der Beschreibung steht und wer schon mehr kann, der soll eben nicht zu einem Anfängerkurs gehen, so!

Am Samstag dann leider auch einen etwas disruptiven Teilnehmer dabei, der vom Kenntnisstand völlig fehl am Platz war und gerne eigene Geschichten erzählt hat. Sicherlich auch eine nette Person, im Kontext eines Workshops mit zwölf Teilnehmern aber keine leichte Übung. Immerhin haben das andere Teilnehmer auch so wahrgenommen, das erleichtert mich im Nachhinein etwas.

So fertig wie man dann nach anderthalb Stunden Erklären, Zeigen, Mutmachen, Vormachen, Nachgucken, Rumgehen, Aufpassen und Fragenbeantworten ist, fragt man sich schon, wie das Lehrer oder anderweitige Dozenten aushalten, vor allem, wenn sie da zwanzig oder mehr Leute vor sich sitzen haben, die gar nicht alle freiwillig da sind.

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Am Sonntag Plätzchenteig für drei Sorten Weihnachtskekse gemacht, dann wegen Klavier- und Gesangsunterricht aber nicht zum Backen gekommen, mach ich dann heute.

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Die Vorbereitungen zum Konzertabend im Januar laufen langsam, aber stetig an. Wir haben jetzt eine WhatsApp-Gruppe und dann bestimmt auch bald einen Namen für die Veranstaltung und dann braucht man ja auch nicht mehr viel, denke ich. 25.1.2019 in Essen, Sie haben sich das alle notiert, ja?

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Mit dem Team der TV-Vermarktung haben wir gefeiert, dass auch im nächsten Jahr wieder Werbung im Fernsehen gebucht wurde und waren in einem Escape Room in Köln, diesmal bei Adventure Rooms in Köln. Mit meiner Gruppe haben wir uns durch den Raum „Schein & Schätze“ geknobelt und sind eine Minute vor Ablauf der Zeit doch noch rausgekommen. Damit jetzt drei von drei Escape Rooms erfolgreich gelöst.

Rätsel darf ich natürlich nicht verraten, aber insgesamt waren die Rätsel von angenehmen Schwierigkeitsgrad, machbar, aber nicht langweilig, eine gute Mischung aus Knobeleien, Um-die-Ecke-Denken und technischen Kniffen. Insgesamt viele Schlossrätsel, was jetzt kein wirkliches Geheimnis ist, es wird einem bei der Einführung schon gesagt.

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Gelesen: 13 Minutes von Sarah Pinborough
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, ein bisschen guilty-pleasure-Psychokrimi mit schönem Twist, kann man machen, doch doch.

Frau Jenny Treibel von Theodor Fontane
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mit schönen Wörtern und Sätzen, da kann man sich einiges anstreichen, weil man es gerne auch mal so im Alltag fallen lassen möchte.

„Cognac oder Allasch? Oder das eine thun und das andere nicht lassen?“

Deutschland, ein Wintermärchen von Heinrich Heine [Amazon-Werbelink], offensichtlich hatte ich keine Ahnung von Heine, wie großartig ist das denn bitte?! Warum hat mir das keiner gesagt?

Und viele Bücher trag ich im Kopf!

Ich darf es euch versichern,

Mein Kopf ist ein zwitscherndes Vogelnest

Von konfiszierlichen Büchern.

Die Rückkehr der Diener von Christoph Bartmann [Amazon-Werbelink], ein Rundumschlag zum Thema Dienstleister und Dienstleistungen, am Ende sitzt man da und fühlt sich schon ein bisschen schuldig, denn er hat schon recht damit, dass selbst frei gewählte Arbeit im Dienstleistungssektor oftmals ja nur soweit freiwillig gewählt ist, wie es überhaupt in unserer kapitalistischen Gesellschaft Alternativen gibt. Dazu gibt es noch einen spannenden Ausblick in die Zukunft und der Frage, was wir automatisieren oder an Roboter delegieren können. Doch überraschend augenöffnend.

Hausarbeit ist, anders als die Verkäufer von mechanischem, elektrischem oder digitalen Grät suggerieren, niemals einfach, sondern, sobald man den Dingen auf ihren schmutzigen, kaputten Grund geht, ziemlich schwer. Wer sie vermeiden will, sollte am besten das Leben im Haus gleich mit vermeiden.

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Sandra wies mich auf das Strumpfhosenangebot bei ALDI Nord hin. Ich werde das prüfen, denn es ist kalt.

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Dank an die PayPal-Spender, ich bin ja immer überrascht, wenn tatsächlich etwas eingeht. Da PayPal die Eingänge immer automatisch von den Ausgängen abzieht, war mein Abo der New York Times diesen Monat etwas günstiger, die Spender haben also quasi direkt meine tägliche Bildung finanziert.

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IST JETZT ENDLICH BALD WEIHNACHTEN?!?


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Tagebuchbloggen, 1.11.2018

Feiertag in NRW und auch anderswo, aber halt nicht überall in Deutschland. Ich verwehrte mich gegen das morgendliche Joggen, statt dessen machte ich Wäsche. Wir haben aktuell nur ein Bettlaken für das neue Bett, weil die Matratze ja jetzt 20 Zentimeter breiter ist. Deswegen musste das Laken morgens gewaschen und dann tagsüber auf der Heizung getrocknet werden, so war es gerade noch abends ausreichend trocken.

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Außerdem Nudelsalat gemacht, eine Schüssel reicht üblicherweise für anderthalb Tage. Es ist der deutscheste, unsubtilste Nudelsalat, den man sich vorstellen kann, ich tu noch nicht mal so, als ob da irgendwas raffiniertes dran wäre. Für eine große Schüssel Nudelsalat etwas über 250 Gramm Gabelspaghetti kochen. Dazu kommen ungefähr ein Glas klein geschnittene Cornichons, eine Dose Mais, zwei klein geschnittene Zwiebeln, eine klein geschnittene Fleischwurst und fünf bis sechs klein geschnittene Eier. Die Soße besteht aus einem kleinen Glas Salat-Mayonnaise mit etwas Sahne oder Milch glattgerührt, etwas Ketchup, Pfeffer und Salz. Es ist geschmacklich also eher voll auf die Zwölf als nuanciert, aber für so einen ersten Novembertag ziemlich perfekt.

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A Brief History of the Dead von Kevin Brockmeier [Amazon-Werbelink] am Mittwoch angefangen und am Donnerstag ausgelesen, so gut ist das. Die Geschichte ist zweiteilig, auf der einen Seite die Stadt der Toten, eine Art Übergangsansiedlung der toten Menschen, ich weiß gar nicht, ob man dazu noch viel mehr sagen kann, weil ich nicht sagen kann, ob das Prinzip, nach dem diese Stadt funktioniert sehr schnell erklärt wird oder ob ich es nur sehr schnell intuitiv verstanden habe. Auf der anderen Seite Laura Byrd, die alleine in der Antarktis ist, nachdem ihre zwei Kollegen nach einem Ausfall der Kommunikation auf der Suche nach Hilfe zu einer anderen Forschungsstation aufgebrochen und nie zurückgekehrt sind. Das alles sehr schön ruhig erzählt, eigentlich passiert gar nicht viel und trotzdem habe ich die Geschichte aufgesogen.

Jedenfalls ein tolles Buch, deswegen wollte ich auch nicht zum Joggen, sondern weiterlesen. Na ja, ich wollte auch so nicht zum Joggen, aber deswegen eben erst recht nicht. Große Empfehlung, wird sicherlich in der diesjährigen Bücherhitliste sehr weit oben landen.

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Abends ein bisschen weiter The Chilling Adventures of Sabrina geguckt und dann The Nice Guys mit Ryan „Hey Girl“ Gosling und Russell Crowe. Das Genre war irgendwo als Neo-Noir bezeichnet, der Film spielt in den Siebzigern in Los Angeles, es ist alles sehr Siebziger und sehr Los Angelesig, ordentlich Gewalt und Schießerei, aber sehr offensichtlich drüber. Mir hat’s Spaß gemacht, auch wenn ich zwischendurch eingeschlafen bin, aber ich schlafe schnell ein, wenn ich gemütlich irgendwo liege, das hat tatsächlich mit der Qualität eines Filmes dann gar nichts zu tun.

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Auf Steam gab es ein Add On für Hidden Folks. Das ist ein Wimmelbildspiel à la „Wo ist Walter“, allerdings in schwarzweiß und mit Interaktion und sehr wimmelig und überaus niedlich. Ich habe dann einfach die beiden neuen Welten in ungefähr anderthalb Stunden durchgespielt. 10/10 would recommend, ein großer Spaß.

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Darüber hinaus wäre ich jetzt bereit für Weihnachten.


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Tagebuchbloggen, 29.10.2018

Zurzeit lese ich wieder Die letzten ihrer Art von Douglas Adams und Mark Carwardine [Amazon-Werbelink]. Ich habe in meiner Teenagerzeit die Anhalter-Trilogie (in fünf Teilen!) entdeckt, mich dann aber auch etwas in die Nebenschauplätze verirrt. In Die letzten ihrer Art erzählt Adams, wie er mit Carwardine um die Welt reist, um vom Aussterben bedrohte Tiere zu suchen. Nach Zaire zu den weißen Nashörnern, nach Neuseeland zu den flugunfähigen dicken Kakapos oder nach China zu den Flussdelphinen. Das ist alles gleichzeitig irre lustig und sehr tragisch, und hat mich damals wie heute beeindruckt. Eventuell ist dieses Buch eines der wenigen, aus dem ich wirklich viel behalten habe, sowohl was die Tiere angeht als auch die irrwitzigen Situationen, in die sich Adams und das Team begeben, als sie zum Beispiel in China ein Kondom kaufen wollen, um ein wasserfestes Mikrofon zu basteln. Große Empfehlung für die, die es noch nicht kennen.

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Die Quartalsplaylist wächst und gedeiht. Allerdings mache ich mir etwas Sorgen, dass ich Spotify mit meinem aktuellen Hörverhalten etwas in die Irre oder vielmehr in die Nische führe. Der aktuelle Mix ist zwar schön, aber etwas einseitig und ich habe zum ersten Mal Probleme, Songs auszumachen, die so herausstechen, dass sie einen Platz auf der Eliteplaylist bekommen. Aber manches erschließt sich ja auch erst beim zweiten oder dritten Hören, also abwarten.

Ich habe zusätzlich ein Dokument angelegt, in dem ich die Songtexte bastele. Darüberhinaus habe ich letzten einmal die komplette Playlist am Klavier mitgespielt. Also: Playlist laufen lassen und sich an die Akkorde rantasten. Das klingt abgefahrener als es ist, denn wir reden hier über Popmusik, das schwierigste war meistens, die Tonart herauszufinden, danach kommt man oft mit den vier bis fünf geläufigsten Akkorden der jeweiligen Tonart hin, man muss nur wissen, in welcher Reihenfolge. Das ist auf der einen Seite etwas ernüchternd, auf der anderen aber auch beruhigend und spannend. Ich bleibe dran.

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Beim Klavierunterricht gestern wieder Szenen, in denen mein Klavierlehrer „Sie können das auch so greifen“ sagt und dann eine Dezime greift, während ich daneben nur hilflos lache. Ich habe schon ganz brauchbare Pianistenhände und kann einigermaßen locker eine None greifen, eine Taste weiter schmerzt dann schon.

Weil auf Twitter angemerkt wurde, dass es ja beim Jazz egal wäre, wenn man auch die None mitpatschen würde, möchte ich hier anmerken, dass mein Klavierlehrer das nicht so sieht. Hier die wichtigsten Regeln: Den Grundton oder generell alle Töne, vor allem aber den Grundton möglichst nicht doppelt spielen, die Quinte ist langweilig, am wichtigsten ist die Terz und die Septime und immer, wenn ich aus Zufall und Hilflosigkeit etwas greife, das eigentlich ganz okay und einigermaßen jazzig klingt, meint er, dieser eine Ton da wäre aber Unsinn.

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Gestern gab es Reste-Quesadillas. Reste-Quesadillas kann man machen, wenn man noch Tortillafladen, irgendeine Art Käse und beliebige Reste im Haus hat. In diesem Fall waren die Reste eine kleine Packung Chilifrischkäse, eine rote Paprike, so kleine Chorizowürste, Fertigsalsa, eine halbe Zwiebel und Koriander. Das packt man einfach auf einen Fladen, bestreut es mit reichlich Käse, legt den anderen Fladen drauf und schiebt es bei einer ausgedachten Temperatur erst mittig in den Ofen und dann noch mal kurz direkt unter den Grill.

Reste-Quesadillas werden in diesem Haushalt seit ihrer Einführung irgendwann im Laufe dieses Jahres gerne gesehen. In den handelsüblichen Rezepten werden sie in der Pfanne gebraten, das habe ich einmal probiert, bin dann aber aus Bequemlichkeitsgründen auf die Ofenvariante umgestiegen. In Stücke geschnitten werden die Quesadillas übrigens mit einem Pizzaschneider, ein meines Erachtens sehr praktisches Haushaltsgerät, auch wenn man in diesem Artikel in der taz anderer Meinung ist (Banausen!).


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